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Allgemein
Tropenwaldatmosphäre in Melle-Neuenkirchen
Geschrieben:

Klimaschutz im Landkreis! ☺️👍Wer sagt denn, dass wir nichts tun können?
Tropen-Wald in Melle/Neuenkirchen? 🌱🌳🐍🐊
Und: Zusammenarbeit mit „Citizens Forests“ (https://www.citizens-forests.org/).

Der Miyawaki-Wald in Melle Schiplage-St. Annen ist ein Volltreffer!!
Vielen Dank insbesondere an Eike Krystosek und Uwe Krystosek, für den unermüdlichen Einsatz!

Hier wurden auf 200 m² lediglich 200 kg Dung eingesetzt, also gerade einmal 1 Kg / m².
Die Strohschicht betrug hier etwa 30 cm (tendentiell auch hier etwas zu wenig, genau wie in unserem Miyawaki-Wald in Melle/Föckinghausen).
Eingesetzt wurden 50 Kompostwürmer pro m². Weder vom Dung noch von den Würmern ist noch etwas zu sehen, ergo:
Mutmaßlich alles verarbeitet.

Konkret als Dung kamen hier die sog. HK-Päds zum Einsatz (ein Bio-Langzeitdünger) [https://hagemann-krystosek.de/].
Gegossen wurde hier insgesamt etwa 60.000 Liter.
Die Wuchshöhe der Pflanzen ist intergalaktisch. Ein Zuwachs von 1,2-1,5 Meter!
Gemäß https://urban-forests.com/wp-content/uploads/2020/05/Urban-Forests-report-The-Miyawaki-method-%E2%80%93-Data-concepts.pdf
, S. 3 lautet die Wachstumsrate bei Miyawaki-Wäldern wie folgt:

Growth rate: 1.5 m/year [rainforest], 1 m/year [temperate forest], 0.3 m/year [Mediterranean forest]

Somit ist klar! Schiplage-St.Annen besitzt Regenwald-Atmosphäre!

Um das alles zu verstehen extra einmal eine Bodenkarte hinzugeladen.
Der Boden ist nicht der Allerschlechteste (im Gegenteil), gemäß BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe)
ein sehr hoher Löss-Anteil!
Und zudem haben offensichtlich das Gießen der Pflanzen (6 Setzlinge pro m²) und der BIO-Langzeitdünger HK-Päds einen beträchtlichen Teil dazu beigetragen.
Wow!

Zum Vergleich: In Melle/Föckinghausen/Westerhausen:
Dungeinsatz: 25 Kilo Dung pro m²
Kompostwürmer: 50 Stück pro m²
Wasserzugabe: 0 Liter
Setzlinge: 6 pro m²
Boden: Sandig, nährstoffarm
Wachstum: 60 cm bis 1 Meter
Strohschicht: 20 cm

Vergangenen Montag wurde eine Zusammenarbeit mit Citizens Forests aus Norddeutschland vereinbart: https://www.citizens-forests.org/
CF haben den ersten Miyawaki-Wald überhaupt in Deutschland gepflanzt. Es wurden viele Infos, Tipps und Tricks ausgetauscht und Strategien besprochen.
CF planen in den nächsten Jahren die Realisierung/Begleitung von vielen vielen weiteren Tiny forests in ganz Deutschland.
So werden wir auch im November in Melle/Neuenkirchen bei dem nächsten Miyawaki-Wald zusammenarbeiten.

Gut im Gedächtnis ist mir der Satz von Pascal Girardot von CF geblieben: „Waldpflanzung als gesellschaftliche Chance und Aufgabe“.
Genau das ist es! Für einen Mini-Wald braucht es nur 100 m², gerne mitten in der Innenstadt,
und dann können Mini-Urwälder in den Städten geschaffen werden. Mit bis zu 40 Arten (Baumarten und Wildgehölze).
Mit Wachstumsraten von 1,5 Meter pro Jahr (z.T. 10 mal schneller als klassische Wälder).
Mit einer Dichte, die etwa 30 mal größer ist, als ein „klassischer Wald“.
Mit einer hohen Filterung von Schadstoffen, mit einer sehr starken Kühlung von Flächen…
Mit einer sehr hohen Einlagerung von CO2. Mit einer Biodiversität, die bis zu 18 mal höher ist, als bei einem
„klassischen Wald“. Mit einem Entwicklung, die jeder Mensch „von Monat zu Monat“ live nachverfolgen kann.
Insbesondere durch den Einsatz von einer hohen Anzahl vom Kompostwürmern werden „Schwammböden“ geschaffen, die Nährstoffe und Wasser „festhalten“.

Klimaresilienz in Siedlungsgebieten schaffen. Das geht unter Anderem mit diesem Konzept!

Ach ja: Im November wollen wir hier einen (kleinen) Rekord schaffen:
Über 100 Menschen, die sich hier lokal an einer Klimaschutzmaßnahme beteiligen.
Vom Reden wird es nämlich nicht besser! Ausschließlich Handeln zählt, alles andere geht unter oder wird in der Sonne geglüht…

26.11., Melle-Neuenkirchen, ab 11.00 Uhr.
Schaffung weiterer 200 m² Miyawaki-Wald.
Anmeldung:
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/events/26-11-ab-11-00-uhr-miyawaki-wald-anlage-tiny-forest/

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz

Allgemein
Große Freude auf dem Gnadenhof
Geschrieben:

Vielen Dank an das Hotel/Gasthaus Hubertus/Wiesehahn für eine große Tonne altes Brot. :-)😊🥨🥖🍞
Die Tiere bekommen davon kleine Mengen und lieben es.
Große Freude bei der Fütterung 🙂
Dazu noch frisches und kühles Wasser und der entspannte Feierabend ist perfekt.

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck

Allgemein
35 Jahre in Deutschland leben und dennoch abgeschoben werden?
Geschrieben:

35 Jahre in Deutschland leben und dennoch abgeschoben werden?

An dieser Stelle ein Aufruf zur Unterstützung einer Onlinepetition:

https://www.openpetition.de/petition/online/nach-35-jahren-in-sachsen-familie-pham-nguyen-muss-bleiben
Familienvater Pham Phi Son kam 1987 als DDR-Vertragsarbeiter nach Deutschland und lebt inzwischen über 35 Jahre in Sachsen. Drei Jahrzehnte arbeitet er, zahlt Steuern und wohnt seit einigen Jahren mit seiner Partnerin in Chemnitz.

2017 kommt die gemeinsame Tochter Emilia zur Welt und Pham Phi Son besitzt eine unbefristete Niederlassungserlaubnis. Weil er sich zuvor im Jahr 2016 mehr als sechs Monate in Vietnam aufhält, wird ihm diese und seiner Frau entzogen.

Die Familie darf nicht mehr berufstätig sein und ist fortan auf finanzielle Unterstützung von Bekannten angewiesen, obwohl Jobangebote für beide Elternteile bestehen. Dabei war der Grund für den verlängerten Aufenthalt im Herkunftsland lediglich die notwendige medizinische Behandlung einer alten Kriegsverletzung.

In Deutschland ausgestellte ärztliche Atteste bestätigen diese Schilderungen. Dennoch lehnte sowohl das Verwaltungsgericht Chemnitz als auch die Härtefallkommission ab, der Familie das Bleiberecht zuzusichern.

Nun droht die Ausländerbehörde Chemnitz mit einer Abschiebung und im Rahmen dieser Pläne, kann auch eine Familientrennung nicht ausgeschlossen werden. Das Vorgehen ist ein Skandal, da hier eine vollständig integrierte Familie bedroht wird, die ausreichend Arbeitsangebote besitzt, um sich selbstständig zu versorgen. Wir sehen in diesem Fall den per Artikel 6 im Grundgesetz zugesicherten Schutz der Familie in Gefahr. Die zuständigen Behörden erkennen außerdem weder die jahrelange Lebens- noch die Integrationsleistung von Familie Nguyen/Pham an. Eine mögliche Abschiebung wäre somit konträr zum Inhalt des neuen Migrationspaketes der Bundesregierung.

Deshalb fordern wir, dass die Pläne der Abschiebung sofort gestoppt werden und der gesamten Familie erneut eine unbefristete Niederlassungserlaubnis durch die Ausländerbehörde Chemnitz ausgestellt wird!

Gesamttext unter:
https://www.openpetition.de/petition/online/nach-35-jahren-in-sachsen-familie-pham-nguyen-muss-bleiben

Allgemein
Ohrmarken gesetzt, die Schafe machen einen tollen Job
Geschrieben:

Die Schafe machen weiter einen Spitzenjob – Ohrmarken gesetzt, die nächste Kontrolle kommt bestimmt ☺️

Wo die Schafe die (Blüh)-Wiesen beweiden, da sind es mittlerweile aus wie in der Steppe.
Etliche Tiere heute zum Campingplatz Ludwigsee umgesiedelt, da gibt es noch frisches Gras.
Auch auf der Thomas-Philipps-Fläche wird die Artenvielfalt durch die vielen kleinen Saatgut-Taxis im nächsten Jahr beträchtlich zunehmen.
Chef ist hier der kleine Bock „Zorro“.
Heute wurden einmal wieder Klauen geschnitten und diverse Ohrmarken gesetzt.
Die nächste Kontrolle der Landwirtschaftskammer kommt bestimmt.

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz?

Allgemein
Naturschutz bedeutet immer auch: Neues schaffen und Altes bewahren
Geschrieben:

Naturschutz bedeutet immer auch: Neues schaffen und Altes bewahren ☺️
…und sich auf den Winter vorbereiten

Auf einer der betreuten Flächen steht ein uralter Obstbaum.
Der „Stamm“ (oder was davon übrig ist) ist schon ganz porös, löchrig, gespalten.
Der Baum wird vermutlich dieses Jahr das letzte Mal tragen. Hab nie und nirgendwo sonst solches Obst gegessen.
Eine Mischung aus Apfel und Birne, köstlich süß, ab Mitte August reif…Ein Traum. ☺️
Damit das „Alte“ bewahrt wird, soll nun versucht werden, aus den Kernen neue Bäume großzuziehen.

Und: Dank der vielen vielen Wildblumenwiesen fällt es nicht schwer, sich gegen verschiedene WehWehchen im Winter vorzubereiten.
Tee aus Leinkraut, Schafgarbe, Johanniskraut, Königskerze, Wiesenfenchel, Wiesenflockenblume und und und..
Die Kräuter wurden eine ganze Weile im Dunkeln getrocknet und nun in Teedosen abgefüllt.

Allgemein
Höhere Artenvielfalt wird nach einigen Jahren Arbeit auffällig
Geschrieben:

Freitag Nachmittag, wieder Zeit für aktiven Klima- und Naturschutz „im Feld“☺️🦋

Gemeinsam mit dem jugendlichen Klimaaktivisten, der hier aufgrund eines Regelverstosses seine Sozialstunden ableistet, heute ordentlich malocht.
Der junge Mensch macht seine Sache sehr gut. Heute hat er gelernt, wie man einen Balkenmäher für eine Wiesenmahd bedient.
Hat gut geklappt.👍

Eine Wiese heute ausgemagert, damit diese auch im nächsten Jahr ein absoluter Artenvielfaltshotspot
bleibt. Es wimmelt dort nur so vor unterschiedlichen Grashüpfern und verschiedenen Tagfaltern,
die eine hohe Artenvielfalt auf einem kontinuierlich ausgemagerten Boden sehr zu schätzen wissen.

Zudem heute in Melle am Schürenort gewerkelt. Personenhohe Brennnesseln gemäht sowie einen Blühstreifen
neben einer Beweidungsfläche.
Auch hier wird die Vielfalt von Jahr zu Jahr höher.
Der Blutweidereich, ein Magnet z.B. für den Kohlweißling, wächst hier mittlerweile auf ca. 700 m²!! Vor 4 Jahren waren es vielleicht noch 200 m².
Die temporäre Beweidung der Tiere sorgt hier scheinbar für eine hohe Artenausbreitung.
Und endlich, endlich, endlich, nach 6 Jahren Ausmagerung,
hat sich neben der Beweidungsfläche auch eine signifikant steigende Blütenvielfalt eingefunden.
Z.B. der Hornklee lockt hier Insekten aller Art an.

Anschließend die Tiere versorgt. Großer Jubel über Weidenäste, lecker Körnchen und frisches Trinkwasser.
Die Hühner lieben es zu buddeln, zu scharren…im Schatten zu liegen. Ein kleines Paradies.

Nach 4 Stunden Maloche dieser Art merkt man jedoch auch, was man getan hat.
Doch was sind schon 4 Stunden, wenn man gesichert weiß, dass sowohl schon in diesem Jahr als auch (insbesondere) im Jahre 2023
auf den bearbeiteten Flächen die Artenvielfalt noch weiter zunehmen wird? Genial!
Und mal wieder ein Schuh auseinandergfallen, macht nichts, pro Saison gehen 5 Paar davon drauf…

Eine hohe Artenvielfalt sorgt für stabilere Strukturen, eine erhöhte Resilienz gegenüber den steigenden Temperaturen.
Das alles bringt jedoch nur dann etwas, wenn die Treibhausgas-Emissionen endlich auch signifikant sinken.
Ab Herbst werden wieder Schutzpflanzen eingepflanzt, um weiteres CO2 zu binden und das Mikroklima zu kühlen.

Unbedingt wollen wir erstmals eine über 100-Personen-Mitmachaktion im Landkreis OS veranstalten.
Anlage eine Miyawaki-Waldes für Klima- und Artenschutz:

26.11., Melle-Neuenkirchen:
Zur Anmeldung:
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/events/26-11-ab-11-00-uhr-miyawaki-wald-anlage-tiny-forest/

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz

Allgemein
Über 100 Menschen für Natur- und Klimaschutzaktion?
Geschrieben:

Allrighty, mittlerweile ist es zweifelsfrei angekommen, dass gehandelt werden muss. 😒😌🤝
Hoffentlich reduziert sich dieses Bewusstsein nicht, wenn es kühler und nässer wird, denn: Der nächste Sommer kommt bestimmt.
Für eine Aktion im November, gemeinsam mit Eike Krystosek, streben wir an erstmalig über 100 Menschen für die Schaffung einer Klimaschutzmaßnahme zu mobiliseren.

Konkret: Anlage eines Miyawaki-Waldes in Melle-Neuenkirchen
Und aktuell sieht es nicht schlecht aus: Schon viele viele Anmeldungen.

Gerne noch mehr. You will never walk alone (egal, wo Du herkommst oder wie Deine Meinung aussieht, das spielt mittlerweile, im Kampf gegen die Klimaerwärmung einfach keine Rolle mehr) !

Anmeldung:
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/events/26-11-ab-11-00-uhr-miyawaki-wald-anlage-tiny-forest/
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz

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Vermisst jemand ein kleines Kaninchen?
Geschrieben:

Katze Yemi ist immer noch nicht zu Hause.
Dafür befindet sich am Standort „Kreimerhof“ urplötzlich ein Tier mehr: Ein kleines Kaninchen. 😌

Falls dieses von Jemandem vermisst wird: Bitte per PN melden.
Ansonsten müssen wir davon ausgehen, dass einmal mehr ein Tier hier einfach „entsorgt“ wurde.
Nun, zugegebener Weise: Besser als an der Autobahn oder im Wald, aber dennoch nicht ganz der optimale Weg :-/

Bitte berücksichtigt: Es ist kein Zufall, dass wir keine Tiere mehr aufnehmen und den Gnadenhof auf natürliche Art und Weise auslaufen lassen.
Es fehlt schlichtweg an Geld und Zeit.

Natürlich versuchen wir das Tier einzufangen und werden uns dann um eine externe Lösung kümmern.
Ich habe es „Kawasaki“ getauft. Bis auf 3 Meter kann man sich ihm nähern, dann flitzt es ab wie die Post (siehe Bild) 🙂
Heute Abend saß es ziemlich gelangweilt auf dem Gelände und schaute den Hühnern hinterher.

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck

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Miyawaki-Wälder: Große Chance für Kommunen
Geschrieben:

Miyawaki-Wälder: Ein erstes Zwischenfazit…Ein hilfreiches Instrument um Siedlungen gegen die Krlimakrise zu wappnen! ☺️🌳🌳
Zugleich: Eine (kleine) Einnahmemöglichkeit für die Landwirtschaft?🚜

Das Interesse an den Miyawaki-Wäldern (Tiny forests) ebbt nicht ab.
Heute waren Vertreter:innen der „Klimaplattform Halle“ vor Ort, um sich den letztes Jahr im November angelegten Miyawaki-Wald einmal anzusehen (bislang gibt es drei Stück in Melle).
Mittlerweile rufen schon Menschen aus Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz hier an. Ein bis zwei Anfragen kommen jede Woche…
Dieses Dürre-Hitze-Jahr zeigt: Sofortiges Handeln, jetzt unverzüglich, ist zwingend notwendig.

Heute vieles gezeigt, besprochen, diskutiert…

Was hat gut geklappt? Der Miyawaki-Wald in Melle-Föckinghausen hat in einem Jahr etwa 60 cm zugelegt (einige Setzlinge weniger, andere Setzlinge bis zu 1 Meter), das ist enorm!
Es gibt kaum Setzlingsverluste, die Setzlinge schützen sich durch ihre Verdunstung und die Wasserbindungskraft des „Wurm-Hums-Bodens“ scheinbar gegenseitig. Ein sehr dichtes Gefüge CO2-bindender Grünmasse hat sich entwickelt, und einige Wildgehölze weisen bereits Beerenfrüchte auf 🙂

Wichtig ist es ja immer auch auf Dinge aufmerksam zu machen, die nicht so gut funktioniert haben, sprich: Die eigenen Fehler:

1.) Z.B. Miyawaki-Wälder werden mit Stroh abgedeckt, damit das Sonnenlicht nur an die Setzlinge gelangt (und nicht auf unerwünschte Beikräuter).
Wir haben hier eine Strohdicke von 20 cm geschaffen, viel viel zu wenig: Besser wären 50 cm gewesen, kombiniert mit Heu und Rasenschnitt, leicht zusammengedrückt,
damit die Schicht nicht höher als die Setzlinge ist.

2.) Auf 200 m² hatten wir etwa 5 Tonnen Tierdung (abgekauft von Landwirten) eingesetzt (25 Kilo Dung pro m²) und 50 Kompostwürmer pro m²,
die dafür sorgen sollten dass der Dung schnell verarbeitet wird, eine hohe Wasserbindefähigkeit erreicht und nicht ins Grundwasser gelangt.

Aus heutiger Sicht würde ich deutlich deutlich mehr Dung einsetzen. 70 Kilo Tiermist pro m² und 70 Kompostwürmer pro m².
Warum? Immer wieder wurde hier auf einem Rasternetz im Boden herumgestochert. 25 „Bodenstationen“, auf denen „halbwissenschaftlich“ geprüft wurde:
Ist noch Dung vorhanden? Lässt sich noch Feuchtigkeit „fühlen“?

Jetzt im August: Der Dung ist fast überall komplett verarbeitet, nur noch wenige Kompostwürmer im Boden (diese leben in den ersten 20-30 cm
in der Oberfläche). „Keine Kompostwürmer mehr“ heisst: Alle mangels Nahrung verstorben oder geflüchtet.
Bedeutet: Es war (mutmaßlich) deutlich zu wenig Dung, es hätte noch weitaus mehr sein können.

Kompostwürmer sind ein absolutes Freak-Thema (mir egal 🙃) aber wissenschaftlich nahezu perfekt untersucht: Sie fressen pro Tag bis zu 1 Gramm Biomasse und haben,
unter guten Rahmenbedingungen, eine irre Reproduktionsrate.
Also: 70 Kompostwürmer futtern im Monat 2 Kilo Dung weg (ohne Berücksichtigung der hohen Reproduktionsrate).
Die Ausschneidungen gelten als „schwarzes Gold“, welches vielfach im Gartenbau eingesetzt wird.
Auch der sog. „Kressetest“ (siehe Bild) ist als halbwissenschaftliche Untersuchung ganz interessant.

Und: Der sog. Wurmhums (siehe Grafik) erreicht eine enorm hohe Wasserbindekraft (durch Ton-Humus-Komplexe).
Wassermoleküle müssen von den Pflanzen fast schon „mit dem Brecheisen“
*aufgespalten* werden. Das erklärt den Erfolg der Miyawakis in diesem Trockenheitsjahr. Es hat kaum geregnet und war brütend heiß.
Dennoch gab es kaum Dürre-Verluste in dem untersuchten Miyawaki-Wald (Sandiger Boden). Sogar Buchensetzlinge haben es im großen Stil geschafft.
Und wir haben kein einziges Mal (!) gegossen!
Trotz Sandboden: Viel Feuchtigkeit steht den Pflanzen dennoch zur Verfügung, durch die hohe Bindungskraft des verarbeiteten Dung-Wurmkompost-Komglomerats im Boden.

Miyawakis (bis zu 40 unterschiedliche Baum- und Strauch-Arten werden auf einer Fläche gepflanzt, bis zu 7 Stück pro m², ausschließlich – in Orientierung an das Bundesamt für Naturschutz – heimische Pflanzen).
Sie wachsen 10 mal schneller als „klassische Wälder“ und sind etwa 30 mal dichter. Im inneren einer 10*10-Fläche ist es bei einem gewachsenen Wald etwa 2,5 Grad kühler als am Aussenrand. Sie sind wertvoll für eine Kühlung und schnelle Verschattung von Städten, machen
durch ihre Wuchsschnelligkeit ordentlich was her (auch visuell!) und filtern zudem Luftschadstoffe…

Interessant und auf einem der Fotos zu sehen:
Man sieht genau die Grenze zwischen Miyawaki-Wald und Nicht-Miyawaki-Wald (gut erkennbar an den vertrockneten Setzlingen im Nicht-Miyawaki-Gebiet).

Welchen Nutzen kann die Landwirtschaft daraus ziehen?🚜 Ist das ein weiteres Modell um Landwirtschaft und Umwelt-/Klimaschutz zu vereinen?
Gabriele Mörixmann, Ellen Akkermann vielleicht wäre das etwas für die politische Kreistagsebene?
Thomas Uhlen, Claus Kanke, Silke Depker [irgendwie funktioniert am Desktop die Namensmarkierung nicht…], oder für eine Unterstützung von Kommunen auf Landesebene?

Denn eine (kleine) Einnamhequelle für die Landwirtschaft:
Bislang haben wir pro Tonne Kuhdung/Pferdemist/Hühnermist etwa 80 Euro pro Tonne gezahlt (+ Anlieferungskosten).
Rechnen wir nun einmal so:

Eine Kommune möchte ihre Siedlungen und/oder Innenstädte schützen:
200 m² Miyawaki-Fläche = 14 Tonnen Dung (ggf. erfolgt eine Nachdüngung/Nachbestellung im Folgejahr) = 1120 Euro
Wenn man davon ausgeht, dass pro Kommune eine Schaffung von etwa 30 Tiny-Forests (mindestens) sinnvoll ist, um eine schnelle Kühlung zu erreichen:
Knapp 35.000 Euro nur für Tierdung. Das sind zwar keine Reichtümer, ist aber auch nicht „Nichts“, und bringt zudem sehr viel Wertschätzung.
Gut geeignet sind zudem auch die sog. HK-Päds: https://hagemann-krystosek.de/

Wichtig beim Tiermist: Dieser muss zwingend sehr sehr gut abgelagert sein, andernfalls würde das Ammoniak Bodenlebewesen und Kompostwürmer töten.

Düngemittelverordnung: Genau deswegen ist es so wichtig einen hohen Kompostwurm-Bestand zu gewährleisten. 14.000 Kompostwürmer der Arten „Dendrobena Veneta“ und „Eisenia Foetida“ sorgen dafür,
dass der Dung schnell verarbeitet wird, ein Boden-Schwamm entsteht und Feuchtigkeit erst durch hohe Wurzelwirkung nach oben entweicht (grob formuliert, natürlich können Versickerungseffekte nicht gänzlich ausgeschlossen werden).
Studien zu Miyawakis und auch zu Wurmverarbeitung von Kompoststoffen gibt es zu Hauf, im vierstelligen Bereich.
Kosten für einen 100 m² Miyawaki-Wald: Ca. 2500 Euro Materialkosten (Setzlinge, Stroh, Tiermist, Zaun, Kompostwürmer)

Tiny forests , so sagt man, sollen etwa 3 Jahre betreut werden (heisst: ggf. gegossen). Danach sind sie stabil genug, um sich selbst überlassen zu werden.

Der nächste Miyawaki wird am 26.11. auf dem Hof Hagemann-Krystosek angelegt. Bereits jetzt liegen schon 14 Anmeldungen vor.
Vielleicht wird es dieses Mal dreistellig…

https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/events/26-11-ab-11-00-uhr-miyawaki-wald-anlage-tiny-forest/

Miyawakis klingen zunächst irgendwie „speziell“, etwas „sonderlich“, wühlt man sich doch durch einen Haufen von Studien und Zeitungsartikeln durch, dann sieht der Eindruck anders aus.

So ziemlich alles, was medial „Rang und Namen hat“, hat schon über dieses Prinzip berichtet.

Zeitungsartikel:
https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/miyawaki-waelder-in-melle-so-geht-es-den-tiny-forests-jetzt-42617254

https://www.nationalgeographic.com/environment/article/why-tiny-forests-are-popping-up-in-big-cities

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/mini-waelder-in-der-stadt-so-sollen-miyawaki-waelder-das-stadtklima-verbessern-a-e9bfd722-0002-0001-0000-000178874289

https://www.theguardian.com/environment/2020/jun/13/fast-growing-mini-forests-spring-up-in-europe-to-aid-climate
https://www.express.de/nachhaltigkeit/natur-und-klima/miyawaki-wald-mini-oasen-sollen-staedte-gruener-machen-96524?cb=1660500151589

https://www.deutschlandfunkkultur.de/buergerwald-in-hamburg-helfen-miniwaelder-gegen-den-100.html
Viele recht beeindruckende Fotos und insbesondere auch passable Studienergebnisse zeigt dieses PDF:
https://urban-forests.com/wp-content/uploads/2020/05/Urban-Forests-report-The-Miyawaki-method-%E2%80%93-Data-concepts.pdf
Einige Filme zur Anlage:

Anbei ein kleiner Film einer Anpflanzung in Melle im November:
https://www.youtube.com/watch?v=KJ0q3Ith0nU&list=PLwIihHejeQXmsSZgneYLq0hfvhatWxbSp
Und zwei aus diesem Frühjahr (Lindenschule Bier und Schiplage/St. Annen)
https://www.youtube.com/watch?v=qZDRu5_ijJ0&list=PLwIihHejeQXmsSZgneYLq0hfvhatWxbSp
https://www.youtube.com/watch?v=e9WMI9x8ML0&list=PLwIihHejeQXmsSZgneYLq0hfvhatWxbSp

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de

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https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz

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Der kleine Egon ist ein typischer Kümmerling
Geschrieben:

Der kleine Egon ist ein typischer Kümmerling

Bei seiner Mutter hat er nie richtig getrunken, zum Glück konnten wir in den ersten 24 Stunden damals
jede Menge Kolostrum abmelken – ansonsten würde er wohl nicht mehr auf dieser Welt weilen.

2 mal ist er dem Tod schon von der Schippe gesprungen, danke an unsere Tierärztin Frau Böhne aus Melle.

Nach wie vor bekommt er noch die Flasche, einen Calcium-Zusatz und spezielles Lämmermüsli.
Egon leidet noch unter „Gummiknochen“, das erklärt auch seine X-Beine. Wird aber von Tag zu Tag besser.
Bald hat er es geschafft.
Und glücklich mampft er mit den anderen Tieren um die Wette wenn es getrocknetes Wildblumenschnittgut gibt.
Er liebt wilden Fenchel, da lässt er auch keinen anderen ran 🙂

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck