Vielen Dank an die taz. 🙂
Der 500 AKA-Bewerbungsfilm zum taz-Panter-Preis ist fertig:
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/
Die Klimaerwärmung sorgt für neue Märkte. 🌵🌵🌵🌵🌵🌳🌳🌳🌴🌴🌴🌴
Und Totholz ist nicht gleich Totholz.
Allerorts finden Laubbaumarten aus Südeuropa reissenden Absatz, zu einem sehr sehr stolzen Preis. Für einen Zerr-Eiche-Setzling aus Südfrankreich zahlt man schonmal deftige 7 Euro.
Auch wir haben ein bisschen Saatgut aus Südeuropa bestellt:
Flaumeiche, Korkeiche, Steineiche, Pyrenäen-Eiche… etc.
Für die Pflanzung im Wald sind diese Arten nicht geeignet. Für Miyawaki-Wälder z.B. aufgrund der Orientierung an Potenzielle Natürliche Vegetation garnicht.
Das Bundesnaturschutzgesetz ist diesbezüglich sehr eindeutig.
Im heimischen Garten jedoch sind diese Arten erlaubt. Die Klima-Zonen verschieben sich (leider) schneller als gedacht…
Ja, und dann gibt es noch die Diskussion, wie Wälder „brandschutzsicher“ gestaltet werden können.
Die „Totholz“-Thematik ist ein großes Thema.
Wie üblich eine Symptom-Diskussion, die nicht an die Treibhausgas-Ursachen herangeht (hauptsache der tägliche Lebensstil wird nicht beeinflusst)…
Vielleicht ist es dafür auch mittlerweile schon zu spät. Aber vielleicht ist es auch einfach ein Zeichen von Lethargie, von Veränderungs-Unwillen, von „Wir machen doch!, aber unser Lebensstil!“…
Zweifelsfrei ist richtig, dass z.B. Borkenkäfer-Fichten wie Fackeln brennen können. Gesichert ist jedoch auch richtig, dass verstorbene Laubbäume (auch Totholz)
eine Menge Feuchtigkeit speichern, auch der Boden rund um diese Totbäume besitzt viel Feuchtigkeit.
So ein Schaf in der Wohnung sorgt doch für die richtige Landluft 🙂
Der kleine Egon, ein Kümmerling, hat nun 6 Wochen mit seiner Mutter Heidi auf der Wiese gelebt.
Häufig ist er bereits fit und agil umhergerast, hat sich munter im Springen geübt und holt seine Defizite ganz langsam auf.
Vorgestern jedoch knickten seine Beinchen einmal wieder um und er hatte Probleme, sich aufzurichten (er hat „Gummiknochen“
und ziemliche X-Beine). Heute zum Tierarzt. Eine ausführliche Untersuchung folgte und eine Vitamin D-Spritze. Zudem bekommt er als Therapie Calcium.
Seine Gelenke sind nicht mehr so aufgedunsen, das ist schonmal sehr gut.
Zudem wird er jetzt 2 Tage etwas aufgepäppelt. Er liebt Fenchel und Schafgarbe und pupst vergnügt vor sich hin.
Naja, wenns ihm dadurch besser geht, warum nicht 🙂
Feuchtbiotop Nummer 8 und 100-Punkte-Artenvielfaltsfläche 😀🙂
Auch das Feuchtbiotop Nummer 8 wurde begonnen. Ganz wichtig für eine Klima-Widerstandsfähigkeit, eine Wasserversorgung vieler Lebewesen, eine Kühlung der direkten Umgebung. Auf der Fläche nähe Melle Bakum befindet sich zudem bereits eine Trockensteinmauer, eine kleine Streuobstwiese, ein Blühstreifen
und eine Vogelschutzhecke. Freie Wahl (Wohnraum + Nahrung) für ganz viele Arten auf dieser 100-Punkte-Artenvielfaltsfläche.
Heute zudem rund um den entstehenden Kleinteich 3 unterschiedliche Regio-Blühmischungen ausgesät.
Z.B. die Osnabrücker Mischung und eine Sand-Mager-Variation.
Die Fläche ist relativ nährstoffarm und wurde bereits 2 mal ausgemagert, das könnte funktionieren, dass sich hier Magerarten ansiedeln.
Die Streuobstwiese wurde vor 2 Jahren angelegt. Einige wenige Mispeln und Birnen wachsen schon, zudem knapp 15 Zwetschgen.
Die erste Erwähnung dieser urururalten Obstsorte erfolgte Ende des 17. Jahrhunderts.
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Streuobstwiesenpflege in Ostercappeln/Venne – ein „Landkärtchen“ (Schmetterling) entdeckt! 😍😍😍
Und: Maschinenschaden Nummer 3.423.301 + X 🫤🫤🫤
Weiter ging es mit der Blühwiesenmahd und Streuobstwiesenpflege auf der Mühleninsel in Ostercappeln/Venne.
Die Streuobstwiese hat es defintiv geschafft! Von 15 Hochstammbäumen, die letztes Jahr eingesetzt wurde, sehen 14 sehr gut aus. Einer kämpft noch ein bisschen (wird es aber schaffen).
Heute gemäht, gemäht und gemäht. Das Schnittgut trocknet jetzt bis zum kommenden Wochenende aus, damit noch jede Menge Wildblumensamen herausfallen. Dann wird es abgeharkt.
Die Staffelmahd klappt hier ganz ausgezeichnet. Vor ungefähr 8 Wochen wurden 50% der Blühwiesen schon einmal gemäht und abgetragen.
Dort hat sich eine neue frische Blühwiese entwickelt, vorrangig aus Malven, wenige Ringelblumen, einzelne Margeriten (!).
Würde man eine Blühwiese komplett mähen wäre das ein Todesurteil für viele Insekten.
Etliche Wildbienenarten haben nur geringe Flugradien (unter 250 Meter) und würden verhungern.
Es wäre quasi so, als ob der nächste Supermarkt nicht einen Ort weiter wäre, sondern in Norwegen (oder so).
Ich bin ja im Landkreis auf vielen Flächen unterwegs. Die Artenvielfalt unter den Insekten hier auf der Mühleninsel ist weit
überdurchschnittlich hoch (subjektiver Eindruck). Irgendein Kracher ist bei fast jedem Besuch dabei. 🤗👑💥
Heute sogar (mit hoher Wahrscheinlichkeit) ein „Landkärtchen (Sommerform)“ (Schmetterling) gesehen (siehe Bild).
Sieht man auch nicht alle Tage. Die Raupen der Landkärtchen benötigen übrigens unbedingt Brennnesseln.
Tja, und dann mal wieder ein Maschinenschaden. Mal wieder ein Stahlteil, das einfach so durch die Luft fliegt.
Saust plötzlich mit ungefähr 200 Km/h an meinem Ohr vorbei. Bestimmt ein Anschlag von Weltuntergangsfanatikern. Schon das 2. Mal!
Nach dem Motto: „Hört auf Euch zu engagieren! Wir wollen dass die Welt endlich untergeht!“
„Ist nicht, Leute, könnt Ihr vergessen!“
Umweltschutz ist ein gefährliches Pflaster. Gestern eine zerfledderte Hand, heute das.
Zum Glück war zuvor schon etwa 90% der Arbeit schon erledigt. Die Maschine muss nun in die Werkstatt und ein Ersatzteil aus Italien wird benötigt. Geht nicht anders.
Dauert sicherlich 2-3 Monate. Jedoch haben wir hier noch eine weitere Schrottmaschine, die wir sicherlich irgendwie nochmal zusammenfriemeln können.
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Weiter gehts mit der Entwicklung von Feuchtbiotopen in Melle 😊🐸💦
Danke an Karsten Wachsmuth und die IGS Melle.
Das wäre dann Feuchtbiotop Nummer 7.
Die Kleinteiche sollen für eine steigende Klimaresilienz, für eine Kühlung des Mikroklimas sorgen und zudem in Hitzeperioden dringend benötigtes Trinkwasser für Wildtiere bereitstellen.
In diesem Dürresommer sind jedoch 2 Teiche komplett ausgetrocknet. Wir werden im November nun eine ganze Menge verschattende Pflanzen setzen, damit die Verdunstung verringert wird, anders wird es wohl nicht funktionieren.
Das neue Feuchtbiotop wird auf einem Privatgelände an der Oldendorfer Straße, gegenüber des Kombimarktes
angelegt. Karsten war bereits in voller Aktion und man sieht schon sehr gut was es wird 🙂
Danke an die IGS Melle und den „lila Jahrgang“ für die Bereitstellung von Spenden.
Das Biotop erhält noch eine wasserrückhaltende Teichplane und eine geeignete Bepflanzung.
Und dann wird dieser Ort zu einer weiteren wichtigen Wasserquelle in kommenden Hitzejahren.
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Streuobstwiesenmahd und wundervolles Naturschauspiel ☺️🍐🍏
20 Schwalben als stetige Begleiter 🐦🦇
Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen von Streuobstwiesen-Pflege.
Heute Abend in Melle aktiv gewesen, morgen und am Sonntag ist Ostercappeln dran.
Der Balkenmäher ist wieder flott gemacht. Jedoch: Eine Sekunde nicht aufgepasst, da zerfleddert er schon mal die Hand.
Zum Glück wächst auf der Wiese sehr viel Schafgarbe, ein ganz ausgezeichnetes Wundheilkraut. Also einen Korb mit nach Hause genommen. ☺️
Daraus wird heute ein Sud gekocht, der dann auf die Wunden unter dem Verband kommt. Morgen ist die Hand wieder repariert.
Wie neu! 🙂
Die Artenvielfalt auf der heute gemähten Streuobstwiese (in Kombination mit einer Blühwiese) wird durch die heutige Mahd gesteigert. Wie üblich: Das Schnitt gut austrocknen lassen, dann abharken.
Die Fläche ist seit 2016 in Betreuung zund mittlerweile ein absoluter Wildbienen-Hotspot. Deshalb in 60-70 Meter Entfernung immer wieder Blühinseln stehen gelassen, damit die Insekten auch bis Anfang November noch Pollen und Nektar finden.
Zudem werden etwa 1500 m² garnicht gemäht, damit auch die Stängelbrüter ein Rückzugsgebiet haben.
Und heute ein Naturschauspiel sondergleichen erlebt. Etwa 20 Schwalben flogen konstant im Radius von vielleicht 100 Metern rund um den Balkenmäher herum, kamen teilweise bis zu einen Meter heran.
Zuweilen wie ein Schwarm von Fledermäusen. So etwas hab ich noch nicht erlebt :-).
Und das obwohl der Mäher unglaublioch laut ist (ohne Gehörschutz geht da garnichts). Die Vermutung:
Durch eine Mahd werden natürlich immer auch viele viele Insekten aufgewirbelt, insbesondere auf dieser herrlichen Blühwiese.
Wie ein Buffet für die Schwalben, die sich scheinbar heute reichlich bedient haben. Die Kamera konnte einige von ihnen einfangen.
Die Streuosbtwiese ist noch sehr sehr jung, aktuell bilden sich Mispeln und Birnenquitten heraus. Nächstes Jahr können bestimmt immerhin 1-2 Kisten Obst gepflückt werden.
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Biotoppflege am Abend und hohes Medieninteresse am 500 AKA-Projekt 😊
Zudem: Weiteres Feuchtbiotop ausgetrocknet 😞💥
Zum 500 AKA-Projekt gehört auch viel viel Pflege der Biotope. Z.B. heute Abend an der Eisenbahnstrasse in Westerhausen.
Jede Menge Killeralgen aus dem Wasser geholt, die ansonsten einfach zu viel Sauerstoff entnehmen würden.
Ein Teil des Biotopes dort ist völlig ausgetrocknet, es gibt aber noch Stellen, an denen das Wasser etwa 10 cm tief ist.
Frösche (einen kleinen Froggy Frog sieht man etwas verschwommen (Vorsicht Wortwitz!) auf dem Foto), Schnecken, Wasserkäfer, Libellen tummeln sich dort. Wunderbar 🙂
Und vermutlich einige Reiherspuren gesichtet.
Die dort angelegten Blühstreifen und Blühweisen haben sich unterschiedlich entwickelt. Der Blühstreifen ist ein Rohrkrepierer. Die Blühwiesen sind – angesichts der geringen
Niederschläge, ganz ok. Die Baumpflanzungen sind in Ordnung, allerdings sind auch etwa 60-70 Setzlinge in der Sonne „verbrannt“.
Von den 50 Obstbäumen haben es 40 gesichert geschafft. 6 kämpfen noch, kommen aber nächstes Jahr vermutlich wieder. 4 sind tot und werden ausgetauscht.
Von 5 Nisthilfen waren 3 besetzt.
Ein weiteres Feuchtbiotop (Am Wulberg) ist komplett trocken gefallen. Somit sind 2 der geschaffenen Wasserbiotope aktuell völlig ausgetrocknet. 😔
Wir sind mit dem Wässern von Bäumen und Biotopen schlichtweg nicht nachgekommen, die Klimaerwärmung ist schon jetzt zu mächtig. Schlichtweg nicht schaffbar.😶🌫️🥵
Allerdings: In den nächsten Jahren werden Sträucher und Bäume eine entsprechende Höhe erreicht haben, um durch ihre Verschattung die Wasserverdunstung zu minimieren.
Ausserdem arbeiten wir gerade intensiv an einer ziemlich trickreichen Wasserzufuhr (mehr dazu in einigen Wochen). Hoffentlich reicht das. Und wenn nicht?😥
Das Medieninteresse am 500 AKA-Projekt ist aktuell sehr hoch, uns freut das. 🙂
Nach der TAZ https://taz.de/Panter-Preis-Nominierte-II/!5875690/
hat sich vor einigen Tagen auch ein Journalist des Deutschlandfunkes gemeldet. Mit etwas Glück gibt es dort einen Radiobeitrag.
Einerseits ist das der absolute Hammer und eine echte Wertschätzung der geleisteten Arbeit der vielen Menschen, die sich bereits beteiligt haben.
Andererseits soll man den Scheinwerfer auch nicht heller drehen, als es angemessen wäre…
Denn: Bei tief stehender Sonne werfen selbst wir Zwerge lange Schatten…
Offen gesagt: In der Bundesreoublik gibt es (grob geschätzt) etwa 400-600 aktiv pflanzende Natur- und Klimaschutzgruppen.
Geht man davon aus, dass pro Gruppe vielleicht 5 Personen wirklich regelmäßig und permanent aktiv sind, dann kommen wir auf eine Summe von
2000 – 3000 regelmäßig permanent aktiv pflanzender Natur- und Klimaschützer. Ca. 3000 von knapp 90..000.000 Menschen in Deutschland, das ist nicht viel.
Die Anzahl ist so dermaßen fürchterlich gering, ein so dermaßen kleiner Tropfen aus den immer heisser werdenden Stein von Artensterben und Klimaerwärmung.
Warum ist das so? Hat jemand eine Idee?
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Gibt so Tage, da läuft es einfach nicht. 🤨
Nach der Arbeit zum Runterkommen zu ner Streuobstwiese gefahren und die Mahd begonnen. Fällt der Balkenmäher ab. Stahl ist auch nicht mehr, was es mal war…Immerhin eine Menge Kräuter für den Wintervorrat geerntet. Leinkraut, Schafgarbe, Johanniskraut, Königskerze.
Und die Streuobstwiese hat sich toll entwickelt. Nächstes Jahr gibt es vielleicht sogar ein bis zwei Kisten Obst dort zu ernten.
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