Auf dem Weg zum Weihnachtsmann

Anträge und Konzepte schreiben, Verwaltungsarbeit (Quittungen sortieren, mit dem Finanzamt, Anwälten und Steuerberatern reden) sowie jede Menge Theoriearbeit gehören nicht immer zu den lustigsten
Arbeiten innerhalb einer Natur- und Tierschutzgruppe, machen aber hier mittlerweile bestimmt etwa 30-40% des Zeitaufwandes aus. 🐌🦔🕵️‍♀️👩‍💼👨‍💼👓👓👓🐛🦋🐝🐛🦋🏴‍☠️🏴‍☠️🏝🏝🏝

Denn: In den seltensten Fällen steht plötzlich der Weihnachtsmann vor der Tür
und überreicht eine große Spende für die nötigen Arbeiten (hatten wir aber auch schonmal :-)).

Naja, wenn der Weihnachtsmann nicht zu einem Selber kommt, dann muss man sich eben selber
auf den Weg in den hohen Norden machen, wo Santa Claus mit seiner Rentierherde lebt.

Nichts ist schlimmer im Tier- oder Naturschutz, als Zustände in denen man ggf.
mangels finanzieller Möglichkeiten handlungsunfähig ist, zum Glück kann man das (ein Stück weit) auch selber beeinflussen.

Also heute bei Santa geklopft:
„Ey, Santa, aufwachen!! Wir haben eine mordsgeniale Idee!“

Santa steckt seine verschlafene Rübe aus dem Fenster und seufzt.

„Ach, Du schon wieder. Mann, wir haben Sommer. Ich hab Urlaub. Kannst Du nicht einmal Ruhe geben??!!“

„Watt Urlaub??! Das Artensterben macht ja auch keinen Urlaub. Hab ich vielleicht Urlaub? Haben die Schmetterlinge Urlaub?
Urlaub, Urlaub….Man, so kommen wir doch hier nicht weiter! Du kannst MORGEN Urlaub machen, ok?
Wir sind da was am Planen dran. Mordsmäßig gute Idee, wird Dir gefallen. Ein ganz neues Insektenschutzprojekt,
natürlich auch mit unseren Gnadenhoftieren. Mach mal die Tür auf…Urlaub, ich glaub, ich spinne!“

Missmutig und resignierend seufzend öffnet Santa die Tür ein bisschen. Ich stecke sofort meinen Fuss in den Türspalt.
Wenn man erstmal „einen Fuß in der Tür hat“, dann hat man schon halb gewonnen.
Dann muss man den Leuten so lange auf den Geist gehen, bis die mitmachen.
Klappt nicht immer aber sehr häufig 🙂

Heute geht ein Antrag an die Niedersächsische Umweltstiftung raus.
Irgendwie muss doch der Fuß in den Türspalt kommen.

Große Dinge sind möglich

Manchmal ist es „Komissar Zufall“, der große Dinge ermöglicht.
Auch das Blühstreifenmanagement c/o Zweckbverband Erholungsgebiet Hasetal hat nun „seine“ Blühwiesen in die interaktive Vernetzungskarte eingetragen.
In dem Gesamtkartenwerk finden sich nahezu ausschließlich mehrjährige Blühwiesen auf der Basis von regionalem Saatgut. Wenn noch einige Lücken geschlossen werden (Osnabrück, Wallenhorst, Bramsche, Bersenbrück, Quakenbrück) so lässt sich tatsächlich ein Vernetzungskorridor nachweisen, welcher eine Länge von knapp 100 Kilometern aufweist.
Das wäre der absolute Hammer. Die Karte ist einsehbar unter http://insektenrettung.de/den-standort-einer-bluehwiese-planen-2/
Standorte von Blühwiesen können von jedermann/frau eingetragen werden unter:
http://insektenrettung.de/bluehwiese-bluehinsel-in-die-karte-eintragen/
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
Damit es weitergeht:
Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

Sammlung der Unterschriften für das Volksbegehren Artenvielfalt beginnt heute

Heute beginnen auch wir mit dem Sammeln der Unterschriften für das Volksbegehren Artenvielfalt.

Wer unterschreiben möchte:

18.00 – 20.00 Uhr auf der Wiese einer unserer Gnadenhofstationen
(Melle Westerhausen/Föckinghausen, rechts neben „Am Wulberg 31“
(bitte nicht beim Fahrradladen parken sondern an der Strasse)).

Rechts neben dem Fahrradladen dann auf dem sandigen Pfad entlang,
neben der Esskastanie dann gen Osten wandern.
Auf der Anhöhe dem Ruf des Falken folgen bis ihr an den ausgeblichenen Rehknochen vorbeilauft.
Dort dann Richtung Norden vorsichtig den Bach entlang waten. Doch Obacht, es gibt hier Untiefen und Unterströmung.
Irgendwann seht ihr die Sonnenblume (etwa 4 Meter hoch), dort könnt Ihr unterschreiben.

Im Ernst: Rechts neben „Am Wulberg 31“ etwa 50 Meter auf die Wiese, da legen wir dann Unterschriftslisten aus 🙂

Wer heute nicht kann. Am Samstag (8. August) von 17.00 bis 19.00 Uhr geht es auch.
Nicht wie ursprünglich geschrieben „Am Kreimerhof“ sondern auch dann „Am Wulberg 31“.

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Ganze Straßenzüge für Insekten

Und auch Karsten Wachsmuth ist wieder eifrig dabei Flächen zu mähen,
damit sich die Blühwiesen langfristig erhalten können.

In Melle/Oldendorf an den Straßen „Am Wulberg“ und „Eisenbahnstraße“
gibt es mittlerweile ganze Straßenzüge, an denen Blühwiesen im Abstand von etwa 150 Metern blühen.
Unterschiedliche Saatgut-Mischungen, vom Michelin-Sterne-Buffet bis zur Imbissbude für Insekten (leckere Pommes).

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Almabtrieb in Melle

Heute war der Tag für den „Almabtrieb“. 😄🦋🌻👣👣👣🐮🐮🐮🐮🐽🐽🐃🐂🐄🐎🐖🐪🐪🐪🐪🐪🦍🦍🦓🐏🐑🦙🐐🦌🐾🐾🦔🦔🦔
Zeit, eine neue Blühwiese zu beweiden (danke für die Unterstützung an Philipp Horstmann)

Ein „Almabtrieb“ verläuft immer nach bestimmten internationalen Gesetzesmäßigkeiten (stehen auch im Internationalen „Schaf-und-Ziegen-Gesetzbuch“).

Regel Nummer 1: Die Tiere laufen IMMER zuerst da lang, wo sie eigentlich NICHT langlaufen sollen (in diesem Beispiel rechts vom Zaun)
Regel Nummer 2: Auf Basis von Punkt 1 werden dann Zugänge verschlossen, damit sich das möglichst nicht wiederholt.
Regel Nummer 3: Es gibt IMMER mindestens ein Tier, welches sich denkt: „Lass die anderen mal laufen, ich schlage mir hier erstmal ALLEINE den Bauch voll. Dann habe ich mehr vom Ganzen!!“ (in unserem Beispiel Ziege Appollon). Dieses Tier nimmt dann den Weg, welcher auf Basis von Regel 1 und Regel 2 verbaut wurde….
Regel Nummer 4: Erstmal Chaos schaffen und dafür sorgen, dass die Almabtreiber ordentlich am Keuchen sind
Regel Nummer 5: Immer erst die Blüten fressen
Regel Nummer 6: Am Ende findet sich dann doch für alle ein Plätzchen 🙂

Die Chaoten beweiden nun wieder eine frische Fläche. Ein Teil davon (ca. 1000 m²) ist ein Ort, an dem sehr viele Tagfalter aus der Familie der Bläulinge leben.
Sind wir ja schon irgendwie stolz drauf.
Z.B. der kleine Feuerfalter, der Hauhechel-Bläuling, Faulbaum-Bläulig, der Brauner Feuerfalter, der Argus-Bläuling (vermutlich) und der Grüne Zipfelfalter
sind hier bereits gesichtet worden (nicht bei allen zu 100% sicher).
Da lacht das Herz.

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Klarheiten zum Volksbegehren Artenvielfalt in Niedersachsen

Das Volksbegehren Artenvielfalt hat in Niedersachsen gewaltig an Fahrt aufgenommen. Gleichzeitig führt dieses jedoch immer wieder auch zu Missverständnissen und Unklarheiten. Hier mal, nach Durchsicht des vorgelegten Gesetzesentwurfes, einige Hervorhebungen dazu:

Was ist ein Volksbegehren? Wie läuft das Volksbegehren Artenvielfalt ab?

Ein Volksbegehren ist ein ausserordentlich mächtiges Instrument innerhalb einer Demokratie. Dieses verschafft BürgerInnen die Möglichkeit, einen Gesetzesentwurf in ein Parlament zu bringen, sofern innerhalb einer bestimmten Zeit genügend Stimmen der Wahlberechtigten vorliegen.
In Bezug auf das „Volksbegehren Artenvielfalt“ müssen in den ersten 6 Monaten (bis 13. No-vember 2020) 25.000 Stimmen vorliegen. Damit dann aus den juristisch bereits ausformulierten Gesetzes-Forderungen (https://www.artenvielfalt-niedersachsen.jetzt/wp-content/uploads/Volksbegehren_Gesetzentwurf.pdf) auch tatsächlich ein Gesetzentwurf wird, mit dem sich Parlament/Landtag befassen müssen, sind anschließend 610.000 Unterzeichner nötig. Lehnt der Landtag das Vorhaben dann ab, so wird es innerhalb einer Volksabstimmung allen Wahlberechtigen zur Unterschrift vorgelegt.

Welche Volksbegehren für eine höhere Artenvielfalt hat es in der Vergangenheit gegeben?

In Bayern wurde das „Volksbegehren Artenvielfalt“ mit 1,74 Millionen Unterschriften zum bislang erfolgreichsten Volksbegehren innerhalb des Landes. In Baden-Württemberg führte das Volksbegehren zu einem gemeinsam mit der Landesregierung entwickelten alternativen Gesetzentwurf, der am 22.Juli 2020 zu einem Gesetzesbeschluss für mehr Artenschutz führte. Dort geht es jetzt z.B. auch Schotter- und Steingärten „an den Kragen“ (sehr gut!).

In Niedersachsen begann das Volksbegehren Artenvielfalt am 1. Juni 2020. In NRW ist die Volksinitiative Artenvielfalt am 23.7.2020 gestartet. Beide Volksbegehren führen zu einer ganz massiven Verbesserung des Natur- und Artenschutzes.

Welche wesentliche Gesetze werden von dem Volksbegehren Artenvielfalt in Niedersachsen verändert?

• Niedersächsisches Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz
• Niedersächsisches Wassergesetz
• Niedersächsisches Waldgesetz

Das Volksbegehren Artenvielfalt geht in seinem Gesetzesentwurf weit über den Bereich der Landwirtschaft hinaus. Es werden gesellschaftlich umfassende Regularien erlassen.

Einige Eckpunkte aus dem Gesetzesentwurf für Niedersachsen:
https://www.artenvielfalt-niedersachsen.jetzt/wp-content/uploads/Volksbegehren_Gesetzentwurf.pdf

Artikel 1
Niedersächsischen Ausführungsgesetzes zum
Bundesnaturschutzgesetz

• §1a Das Ziel ist es, die landwirtschaftlich genutzten Flächen bis 2030 zu mindestens 20% gemäß den Grundsetzen des ökologischen Landbaus zu bewirtschaften
• §1a Der Einsatz von Pestiziden soll bis 2030 um 40% reduziert werden
• §1a Neuversiegelung von Flächen bis 2030 werden auf unter 3 Hektar pro Tag fest-gelegt
• §4a Beeinträchtigungen der Insektenfauna durch künstliche Beleuchtung im Außen-bereich sind zu vermeiden
§15a/b
• Weitgehend keine Pestizide mehr in Naturschutzgebieten möglich

Artikel 2: Änderung des Niedersächsischen Wassergesetzes

• Vereinfacht formuliert: Kein Einsatz von Düngestoffen/Pestiziden in Gewässerrandstreifen mehr möglich

Artikel 3
Änderung des Niedersächsischen Gesetzes über den Wald und die Landschaftsordnung

• Ein Totholzvorrat von 40 Festmetern pro Hektar ist vorzuhalten
• Keine Kahlschlagwirtschaft mehr möglich

Fokussiert steht auf Seite 5:
In Niedersachsen werden ca. 58% der Grundfläche landwirtschaftlich genutzt.
Und weiter: Landwirtinnen und Landwirte bei der Erhaltung einer Kulturlandschaft zu fördern und zu unterstützen trägt in besonderer Weise zur Verwirklichung der Ziele des Natur- und Artenschutzes bei. Leistungen einer nachhaltig sowie umwelt- und naturschutzgerecht wirtschaftenden Landwirtschaft (…) müssen entsprechend honoriert werden.

Ab Seite 7 finden sich umfangreiche und sehr konkrete Ausführungen zu den Entschädigungen für Landwirte.
Angesetzt werden für das Land Niedersachsen z.B. für das Einsatzverbot von Pestiziden in Schutzgebieten eine Summe von etwa 7 Millionen Euro/Jahr. Für die Nutzungseinschränkungen bei gesetzlichen Biotopen werden etwa 4,3 Millionen Euro veranschlagt (143 Euro/Hektar). Bei Nutzungsrestriktionen des Grünlandes zum Schutz brütender Wiesenvogelarten stehen etwa 10 Millionen Euro zur Verfügung (198 Euro/Hektar).
Bei Ackerland wird zum Schutz von Gewässerrandstreifen ein Erschwernisausgleich von bis zu 350 Euro/Hektar kalkuliert.
Die Gesamtkosten für den Landeshaushalt werden auf etwa 45 Millionen Euro angelegt.
Zusätzlich sollen etwa 70 Stellen auf kommunaler Ebene geschaffen werden, da durch das Gesetz ein entsprechender Veraltungsaufwand entsteht. Hierfür werden etwa 5,5 Millionen Euro einkalkuliert.

Hoher Einsatz der Firma Häcker Küchen GmbH & Co. KG für die Artenvielfalt

Heute bei der Firma Häcker Küchen GmbH & Co. KG in Rödinghausen gewesen und etwas für deren Nachhaltigkeitsfilm erzählt.🌻🌷🌼😎🌱🌿🌳 Mit Häcker haben wir schon gemeinsam verschiedene Projekte gestaltet. Ohne deren Unterstützung hätte auch das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ nie die Grösse erreicht, die mittlerweile erreicht wurde. Die Förderung von und aktive Beteiligung an Massnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt ist stark!!! Und initiiert wurden die Kooperationen übrigens durch Karsten Wachsmuth, der dort in der Fertigung arbeitet :-)…soll nochmal jemand sagen, Einzelpersonen können keine grossen Dinge anschieben ;-).

Häcker hat auf seinem eigenen Firmengelände eine 2,5-Hektar(!!)Blühwiese angelegt, basierend auf mehrjährigem, artenreichen und regionalen Saatgut. Es blüht in allen Farben und Formen und das unterschiedliche Summen und Sirren ist Musik in den Ohren.
Viele Bäume wurden zudem gepflanzt und wir überlegen nun, was wir am Standort Venne gemeinsam umsetzen können.

Einige Sand-Lehm-Haufen, welche dort ursprünglich für den Bau des Erweiterungswerkes vorgesehen waren, beherbergen mittlerweile Schwalbenarten, die dort vielfach brüten.
Beeindruckend auch: Bei der Verpflegung der Mitarbeiter werden viele regionale und saisonale Produkte eingesetzt. Sogar ein eigener Kräutergarten für die Küche ist angedacht. Das sind Dimensionen der Nachhaltigkeit, die herausragend sind.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
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Morgens eine Blume hinrichten

Heute vor der Arbeit noch einmal nach der Elsbeeren geschaut (die werden es packen)
und die kleinen und seltenen Bergsandglöckchen aufgerichtet (leben jetzt ziegensicher im Fort-Knox).

Dabei an den kongenialen Edmund (Eddy) Stoiber gedacht, der in einem amüsantem Interview (Freudscher Versprecher?;-) schon mal betonte,
jeden Tag morgens im Garten eine Blume hinzurichten 😅😅😂😂🤣🤣🌺

https://www.sueddeutsche.de/politik/stoiber-sprueche-1.302424

Blumiger Landkreis Osnabrück
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Tolle Holzspende erhalten

Eine tolle Holzspende haben wir heute Abend von Wolfgang Lampkemeyer erhalten.
Vielen herzlichen Dank dafür. 😄😄
Wolfgang ist der Chef der Dackdeckerei Mentrup aus Georgsmarienhütte:
http://www.dach-mentrup.de/.

Jede Menge erstklassige Paletten, aus denen wir im August (dann ist endlich Urlaub)
z.B. Sitzbänke bauen und Zäune erneuern werden.
Als kleines Dankeschön retour einige Baumsetzlinge (Speierling, Schwarzkiefer)
und eine riesige Sonnenblume übereicht 🙂

Gnadenhof Brödel Bissendorf Melle
http://gnadenhof-broedel.de

Big-Fish-Antrag eingereicht

Ein großer Antrag wurde heute Abend beim Umweltbundesamt eingereicht

In den letzten Wochen wurde hier geschrieben, geschrieben und geschrieben und viele viele Kooperationsgesprächte geführt.
Ein Antrag für 2 XXL-Insektenbiotope mit allem „Zipp und Zapp“ (Feuchtbiotope, Streuobstwiesen, Totholzhecken,
Blühwiesen, Klimaschutzhaine, Staudenanpflanzungen, Trockensteinmauern, Wildgehölz (Wildobst)-Hecken und und und
ist nun fertig geworden.
Die beiden Riesenbiotope sollen in Melle/Oldendorf geschaffen werden (in Ostenwalde an der Holzhausener Straße und in Oldendorf
in der Nähe „Gelbe Riede“/“Lerchenweg“).

Das Besondere dabei: Die Biotope sollen innerhalb von großen Mitmach- und Aktionstagen gestaltet werden.
Für alle Teilnehmer ist zudem eine tierleidfreie, CO2-arme Bio-Verpflegung beantragt.
Durch unsere Ernährung können wir einen hohen Einfluss auf unsere Umgebung nehmen, und natürlich benötigen Landwirte höhere und faire Preise, um nachhaltige Anbaumethoden umzusetzen.

Eine Vielzahl von Firmen, Unternehmen und Gruppierungen haben eine Unterstützungsbereitschaft zugesagt.
Danke z.B. an den TSV Westerhausen (Frank Strötzel), die Firmen Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG, Thomas Philipps GmbH & Co. KG (Uwe Rummel),
die Werges GmbH, Hotel – Restaurant Hubertus (Mareile Wiesehahn) und Beteiligte aus dem Umfeld von „Melle For Future“ (Ute Werges).
Danke an die Deutschland summt-Initiative (Corina Holzer), die gleichfalls mit im Boot ist.

Danke auch an verschiedene politische VertreterInnen wie z.B. Wiebke Schnebel-Hindersmann (ÖDP),
George Trenkler und Alfred Reehuis (GRÜNE) sowie Karin Kattner-Tschorn (SPD).

Was nun draus wird?
Das steht in den Sternen.
Die Erfolgswahrscheinlichkeit für sog. „Big-Fish“-Anträge ist nie besonders hoch, in diesem Falle vielleicht bei 15%.
Das ist nicht besonders viel aber auch nicht „Nichts“.
Und wer es nicht versucht, der wird auch nie die Möglichkeit bekommen, Visionen umzusetzen.

Wenn es gut läuft, dann werden wir dieses Mega-Projekt sogar 2,5 450-Euro-Stellen (für 24 Monate) geschaffen.
Eine für den TSV Westerhausen und 1,5 für die gUG Umweltschutz und Lebenshilfe.
Vermutlich im Januar 2021 wissen wir mehr 🙂