Große Dinge stehen bevor

Blumiger Landkreis Osnabrück: Große Dinge stehen bevor!
Ein weiteres Fernsehteam hat sich angekündigt, um in Melle und im Osnabrücker Land einen Bericht
über das Insekten- und Artenschutzprojekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ zu drehen (dieses Mal der MDR).

Und: Verschiedene Stiftungen haben sich gemeldet, um sich vor Ort über das Projekt zu informieren.
Das passt ganz gut, schließlich sind ja auch noch einige Projektanträge in der Pipeline.

Wir stricken intensiv an Lösungen – gemeinsam mit Landwirten – um Hand-in-Hand (innerhalb eines weiteren kleinen Projektes, zunächst in Melle) einen Weg zu finden,
welcher gleichermaßen die Landwirtschaft als auch die Artenvielfalt unterstützt.
Da lässt sich was machen. Und am Ende? Sind (innerhalb des geplanten Rahmens) alle froh: VerbraucherInnen, BäuerInnen und Bauern, Schmetterlinge, Bienchen und Co.
Geht nicht? Natürlich geht das! Aber nur, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen.
Manchmal fällt es ja allen Beteiligten nicht ganz leicht (auf Seiten der NaturschützerInnen gibt es verbockte HardlinerInnen, genauso wie auch auf Seiten
der Landwirte – dabei können wir alle eine ganze Menge voneinander lernen) – aber es geht nur, wenn wir Gräben überwinden und gemeinschaftlich vorgehen.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Was wir vorhaben kostet Geld. Vieeeeeeeel Geld.
Wer uns untersützen möchte, gerne:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

Naturpark Melle-Kreimerhof: Ein Paradies in Melle/Oldendorf

Das Gnadenhof-Hauptquartier und Naturpark-Parradies in Melle/Oldendorf ist ein echter Kracher!!
So langsam sehen wir die Früchte der Arbeit!

Weltklasse-Leistung von Simone Brockmann, Julia Gommer, Julia Biegall und Karsten Wachsmuth.

4 kleine Ziegenlämmer sind dort letzte Woche geboren worden. Die flitzen durch die Gegend wie Gummibällchen und haben scheinbar nichts als Flausen im Kopf.
Eine weitere Blühwiese erstrahlt in vollem Glanz und Tausende von Insekten tummeln sich.
Zwei der Feuchtbiotope sind mangels Regen etwas ausgetrocknet, kontinuierlich werden diese weiter mit Lehm ausgebaut.
Ein Wasserbecken gibt es aber trotz der Trockenheit noch, hier trinken eine Vielzahl von Vögeln und einige glückliche Frösche tauchen munter umher.
Auf diversen Steinhaufen sonnen sich viele Lebewesen, und zwischen den Steinen legen sie kleine Behausungen an.
Auch unsere Schweinchen sind gut druff.
Die Arbeiten für das Aussengehege laufen weiter, dort können sie sich dann demnächst in der Sonne im Schlamm suhlen.
Dauert aber noch ein wenig. Die Auflagen für Schweine-Aussenhaltung sind ungefähr so, als ob man ein AKW im heimischen Garten bauen möchte.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen

Danke für die tolle Unterstützung

Vielen herzlichen Dank für verschiedene eingegangene Spenden. 😀🎉🥇🐞🤙🤙🧛‍♀️🐣🍂🍁🐾🐿🦔🌞🌷🌹
So halten wir die Projekte am Laufen. Danke Euch!!!

Der Dank gilt Marco Helm, Merlin Dumke, Katja Birgitta, Nora & Till Habeck, Marie-Christin Ahrens,
Jennifer Conrad-Bruno, Nicole N., Bärbel T., Carmen K. und Bianca B..
Eure Spenden investieren wir in Tierarztkosten, Futterausgaben, neue Zäune und Zaunpfosten und aktuell sehr viel in Blühwiesen-Saatgut.
Sehr wichtig: Wir legen Wert darauf, dass wir allen SpenderInnen das Angebot machen ein kleines Dankeschön zu erhalten.☺️
Entsprechende Mails schicken wir über die Betterplace-Plattform.
Manchmal jedoch landen diese im Spam-Ordner.
Sofern Ihr keine Mail bekommen habt schreibt uns bitte einmal direkt an:
info@umweltschutz-und-lebenshilfe.de

Ihr habt nun zudem einen Platz in unserer Hall of Fame bekommen.
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Habt Ihr auch verdient 🙂

Ansonsten wurde heute weiter am Ausbau der Einzäunung für einen den artenschutzfördernde Beweidung unserer Gnadenhoftiere gearbeitet
(ein Gemeinschaftsprojekt mit der Stadt Melle).
Karsten Wachsmuth hat schon eine Vielzahl von Zaunpfosten in die Erde gedonnert.
Von der Stadt haben wir einen großen Berg Hackschnitzel bekommen.
Das ist sehr gut, denn dadurch können wir gewährleisten, dass unsere Tiere immer im Trockenen liegen können.
Im Augenblick jedoch wäre etwas Regen ganz gut, das auf der Fläche liegende Feuchtbiotop ist nahezu ausgetrocknet.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
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Neues Artenschutzprojekt gemeinsam mit der Stadt Melle beginnt

Weiter gehts!!

Heute startet ein neues Projekt gemeinsam mit der Stadt Melle.
Danke insbesondere an das Umweltamt für die gute Zusammenarbeit!
Auf einer Fläche in Melle/Oldendorf werden einige unserer Gnadenhoftiere nun in temporären Abständen eine schonende Beweidung durchführen.
An den Außenrändern haben wir heute Blühstreifen angelegt, basierend auf regionalem Saatgut von „Rieger Hofmann“ („Blühende Landschaft Nord“
und „Blumenwiese“).

Innerhalb des Geländes jedoch (1400 m²) werden 2-3 mal im Jahr einige Schafe und Ziegen (und vielleicht auch mal unsere Ponys) für eine schonende Beweidung sorgen
und dadurch eine natürliche Artenvielfalt fördern.
Heute ist der „Startschuss“ gefallen. Die Blühstreifen sind angelegt, die Zaunfurchen gezogen
(da unsere Ziegen die größten Ausbrecherkönige aller Zeiten sind und alle Kniffe und Tricks
aus dem „FF“ beherrschen werden die Zäune eingegraben).
Nach und nach werden die Tiere dann an die Beweidung herangeführt. Um einen „Eiweiß-Schock“ zu vermeiden (im Ernst: Fressen Tiere nach
zu langer Abstinenz zu viel Grün können sie daran sterben) werden diese nach und nach erst einmal kleine abgetrennte Parzellen beweiden, bevor sie
dann auf dem Gesamtgelände herumlaufen können.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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Weiter gehts im 300 m²-Öko-Garten

Heute den Öko-Lehr-und Lerngarten in Melle-Oldendorf vorangetrieben

Die IGS Melle hat hier ja gemeinsam mit Simone Brockmann schon tolle Arbeit geleistet.
Eines ist ziemlich sicher: Wasser wird in den kommenden Jahren aufgrund der Klimaerwärmung auch in unseren Breitengraden knapper werden.
Um möglichst viele Regentropfen für unseren 300 m²-Ökogarten abzuzwacken, in welchem sich Gemüsepflanzen mit blühenden Insektenversorgern abwechseln,
heute nun eine Wasserrutsche gebaut.
Unsere Gnadenhoftiere findens super und das Regenwasser wird den Möhren, Gurken und Radieschen zugeführt.
Damit keine Vögel oder Insekten ertrinken den Wasserkanister extra abgesichert und mit Schwimmholz ausgestattet.
Heute noch viele Setzlinge und Saatgutkörnchen eingepflanzt.

Gedüngt wird bei uns natürlich ohne jegliche Chemie (mit den Hinterlassenschaften unserer Gnadenhof-Eumels) und unter Anwendung vieler ökologischer Tricks,
Pestizide haben hier nichts verloren!!! Geht auch ohne, wenn man will.
Zahlreiche Landwirte aus der Region leben es erfolgreich vor.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
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Insekten-und Rehkitzrettung

Die Helden im Landkreis
Peter Grothaus (Besitzer der JAHRHUNDERTBLÜHWIESE) und die Rehkitzrettung Osnabrücker Land
Perfekte Beispiele für hohen Einsatz und Coolness!

Von solchen Tagen kann man lange zehren. Schön, dass es Menschen gibt, welche sich in hohem Maße
für Natur- und Tierschutz engagieren.

Teil 1: Auszeichnung der JAHRHUNDERTBLÜHWIESE etwa 200 Meter entfernt von
Campingplatz „Grönegau-Park Ludwigsee“ in Bissendorf
Auch die Presse war dabei.

Danke an Peter Grothaus für das tolle Engagement!!!

Warum diese Blühwiese?
Zunächst einmal besticht sie in ihrer Größe. Der Betreiber des Campingplatzes (Peter Grothaus) hat hierfür ein Areal von 6000 m²
zur Verfügung gestellt.
Dazu kommt, dass diese Fläche ein wertvolles Bindeglied zwischen den Blühbiotopen in Bissendorf und Melle ist.
Außerordentlich beeindruckend ist insbesondere aber die Vielfalt der sich hier entwickelnden Blühpflanzen (z.B. Korn- und Mohnblumen,
Ringelblumen, Borretsch, Roter und blauer Lein, Wilde Möhre, Wiesen-Margerite, Rote Lichtnelke etc.).

Die Artenvielfalt auf diesem Areal ist einzigartig. Die Farbenvielfalt fällt einem schon aus hoher Entfernung sofort ins Auge.
Die Lage an einem gut befahrenen Radweg ist optimal. Wir wissen von einigen Personen, welche aufgrund dieses Blühareals selber eine Wildblumenwiese im eigenen Garten angelegt haben.
Im Zeitalter des Artensterbens dient diese Fläche mit Sicherheit Tausenden von Lebewesen als Nahrungsquelle.

Während es im Jahre 2018 auf einigen Flächen aufgrund der starken Trockenheit relativ artenarm blieb, so konnte hier
eine Biodiversität festgestellt werden, welche einzigartig ist. Insbesondere auch die Schmetterlingsvielfalt hier ist beachtlich. Durch das nun aufgestellte Hinweisschild
sollen hier viele Spaziergänger und Radfahrer auf die Wichtigkeit des Insekten- und Artenschutzes aufmerksam gemacht werden.
Besonders positiv hervorhebenswert ist zudem das ehrenamtliche Engagement des Campingplatzbetreibers Peter Grothaus, welcher das Areal ehrenamtlich mäht und pflegt.

Die Weltkonferenz zur Biodiversität in Paris wies vor einigen Tagen darauf hin, dass die Folgen des Artensterbens genauso gefährlich wie
der Klimawandel sei. Zudem seien aktuell etwa 1 Million Arten (Flora und Fauna) vom Aussterben bedroht.

Artenreiche Blühwiesen, basierend auf regionalem Saatgut, stellen ein wichtiges Hilfsmittel zur Stabilisierung der Artenvielfalt dar.
Wildblumenwiesen sind Hotspots in einer ansonsten artenarmen und oftmals monotonen Kulturlandschaft.
Oftmals ziehen diese Flächen Arten aus dem gesamten Umkreis „magnetisch“ an. Die Jahrhundertblühwiese ist
zudem ein wichtiges Element bei der geplanten Schaffung des Blühwiesen-Korridors von Melle nach Hagen a.T.W.

Teil 2: Direkt neben der JAHRUNDERTBLÜHWIESE war heute die Rehkitzrettung Osnabrücker Land aktiv.

https://www.facebook.com/sven.pots.1

Ebenfalls ein absoluter HAMMER! 4 Rehkitze konnten vor der Mahdmaschine gerettet werden.
Danke für den tollen Einsatz!
Total beeindruckend: Mit Drohnen, ausgestattet unter anderem mit Wärmebildkameras (hier kommt Militärtechnik mal sinnvoll
zum Einsatz) werden vor einer Mahd Felder überflogen.
Die kleinen Kitze werden aufgespürt und vom Feld gebracht und so vor den großen Mähmaschinen gerettet.
Wir konnten heute sogar höhren, wie die kleinen Kitze bei ihrer Rettung nach der Mutter riefen (und diese wiederum nach ihren Kitzen).
Absoluter Gänsehautmoment! Die Jungs und Mädels sind top organisiert und retten hier Lebewesen. Live dabei gewesen, absolut gigantisch.
Direkt danach konnte die Maschmaschine dann problemlos über das Feld ratten.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Rehkitzrettung Osnabrücker Land
https://www.rehkitzrettung.eu

Zeit für eine neue Bewegung!!!

Zeit für etwas Großes? Zeit für eine neue Bewegung!!!
Insektensterben? Artensterben? Pestizidrückstande überall?
Die neue Bewegung startet JETZT!!!

Überall im Lande bilden sich neue Kleingruppen, haben Menschen es so dermaßen satt, den „ausgetretenen Pfaden“ weiter zu folgen.
„Wir können ja nichts machen?!“ – Blödsinn hoch drei!
Wir können ALLES machen und VERÄNDERN!
Es knistert, und wie!!! Nur ein Teil davon (Heute ein großartiges Treffen in Melle/Oldendorf erlebt):
Solidarische Landwirtschaft, gesunde Ernährung für uns alle, ohne todbringende Pestizide, Monokulturen und Lobbyismus.
Wer weiter denkt, kauft näher ein! Heute in Melle/Oldendorf gewesen und ein Bieterangebot gemacht! Das macht Mut!!!
Der Markt sind wir alle!

Während es früher hieß: Sorgen wir für gute Bedingungen für zukünftige Generationen,
so ist der Zeitpunkt gekommen, an welchem wir SELBER betroffen sind!
Heute in großartiges Treffen in Melle/Oldendorf auf dem Hof von Familie Lau gehabt:

https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1716896/in-melle-gruendet-sich-die-solidarische-landwirtschaft

Über 20 Personen waren vor Ort. Die Energie spürte man in allen Haarspitzen. Glühende Ohren,
Euphorie in den Stimmen, so viel wie in den letzten 20 Jahren nirgendwo erlebt, es passiert endlich was! Großartig!!!
Selbst Menschen, welche aufgrund von schlechten Erfahrungen zuletzt konsterniert waren,
waren nun mit wieder mit vollem Elan dabei….

Wie kann das sein?

Soldarische Landwirtschaft?
Nun: Nahrungsmittel werden lokal angebaut, ökologisch nachhaltig und ohne todbringende Pestizide.
JedEr BürgerIn hat die Möglichkeit, hier Anteile zu erwerben.
Heisst: Man hat die Möglichkeit vor Ort zu sehen, wie die Nahrungsmittel angebaut werden und zahlt einen monatlichen Obolus,
um „vor Ort“ keinen Schaden an Flora & Fauna anzurichten, sondern im Gegenteil!!
Nahrungsmittel im Einklang mit der Natur, ohne Zwischenhändler!
Jede Woche holt man sich „seinen Anteil“ an ökologischen Lebensmitteln ab.

[Um nicht falsch verstanden zu werden: „Zwischenhandel“ ist nicht per se schlecht. Bei Bioläden vor Ort sogar explizit gut!]

Wir geben im Rahmen solidarischer Landwirtschaft einen „Auftrag“ an einen ökologisch orientieren Bauern vor Ort.
Dafür zahlen wir und haben die Möglichkeit mitzuwirken, geniessen Transparenz, können uns ein Bild machen, und verzehren, was die regionalen Böden
hergeben. Ohne Unterstützung der Landwirtschaft werden wir never ever dem Artensterben Einhalt gebieten.
Wir haben es alle in der Hand! Gemeinsam!

https://www.solidarische-landwirtschaft.org/solawis-finden/auflistung/solawis/

Mitmachen! Unterstützen! Geld zahlen und eine faire ÖKOLOGISCHE Gegenleistung erhalten.

Wir kämpfen gegen Windmühlen?
Oh Nein, ein Schwarm ist größer als ein Felsbrocken Sturheit und interessengesteuerter Profit-Lobbyismus!
Die Veränderung erleben wir nun selbst!

https://www.solidarische-landwirtschaft.org/solawis-finden/auflistung/solawis/
Insektenrettung.de
Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de

Start des Öko-Schul-Nachbarschafts- und Mitmach-Gartenprojektes in Melle-Westerhausen.

Start des Öko-Schul-Nachbarschafts- und Mitmach-Gartenprojektes in Melle-Westerhausen.
300 m² Boden haben sich innerhalb von 5 Stunden (wohlgemerkt an einem Samstag !)
in einen tollen Öko-Garten verwandelt. Danke an die IGS Melle (insbesondere an Lehrerin Frau Remmers) und Simone Brockmann.
Die Schüler haben ordentlich geackert – im wahrsten Sinne des Wortes.
Jede Menge Tier-Hinterlassenschaften des Gnadenhofes Brödel Melle (http://gnadenhof-melle.de) wurden zunächst in den
Boden eingearbeitet. Anschließend wurden Wege angelegt und ein Kartoffelturm wurde gebaut.
Die Energie der Jugendlichen war kaum zu bändigen.
Kürbis, Blumenkohl, Gurken, Radieschen, Zucchinie, Kartoffeln und Bohnen wurden ausgesät.
Ein fantastischer Einsatz der Schüler der IGS-Melle.

Die blühenden Tagetes sind ein wichtiger Beitrag gegen Fadenwürmer, die ansonsten gerne mal das Gemüse auffuttern. Durch den Geruch der Tagetes
werden diese angelockt und bleiben dann dort – ohne sich weiter um das Gemüse zu kümmern.

http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de

Interesse am Insektenschutztag in Venne bricht alle Dämme

Das Interesse am Insektenschutz-Aktionstag in Venne „bricht alle Dämme“. Soeben hat sich der NDR gemeldet.
Diese wollen nun nicht mehr „nur“ Niedersachsenweit sondern sogar Norddeutschlandweit berichten.
Sehr gut 🙂
Auch der Landrat Herr Dr. Lübbersmann hat sich angekündigt.
Die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land verkündet eine Förderung des Projektes.
Das regionale Spitzensatgut ist heute auch angekommen.

Programm (in Kurzform) und offizielle Pressemitteilung hier:

Montag, 6. Mai (8.30 Uhr): Treffpunkt aller Beteiligten in Venne auf der Mühleninsel, Aussaat der ersten Teilfläche gemeinsam mit der Grundschule „Mühlenbachschule“

Gegen 10.00 Uhr: Aussaat einer durch einen Landwirt angelegten Fläche. Mindener Weg 8, Venne

14.00 Uhr: Friedhof Venne (Hauptstraße/Am Friedhof), Aussaat mehrerer Flächen

15.00 Uhr: Erneut Treffpunkt an der Mühleninsel, Aussaat einer weiteren Fläche, gemeinsam mit der Grundschule „Mühlenbachschule“

Ab 15:45 Uhr: Ankunft am Golfplatz des Golfclub Varus e.V.
Im Schlingerort 5
D-49179 Ostercappeln-Venne

Ab dann: Liveberichte und weitere Aussaat einer Teilfläche

Die Pressemeldung:

Großaktionstag in Venne am 6. Mai gegen das Insektensterben und für eine höhere Artenvielfalt

Im Rahmen des ehrenamtlichen Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück, Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen“
beteiligen sich am 6. Mai eine Viezahl von Akteuren an der Anlage insektenfreundlicher Blühwiesen.
Mitgestalter sind die Firma Häcker Küchen GmbH & Co. KG, der Heimat- und Wanderverein Venne, der Golfclub Varus e.V.,
die Walburgis Kirchengemeinde Venne, die Grundschule Venne, die Gemeinde Ostercappeln, die gUG Umweltschutz und Lebenshilfe aus Melle (Projektinitiator) und verschiedenen Privatpersonen.

In Venne werden an insgesamt 6 Standorten Blühwiesen, basierend auf regionalem Saatgut, angelegt.
Auch ein Kamerateam des NDR hat sich angekündigt. Die Berichterstattung erfolgt „Norddeutschlandweit“.

Kai Behncke, ehrenamtlicher Geschäftsführer der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe: „Allen Beteiligten gebührt ein hervorgehobener Dank. Der Aktionstag in Venne
stellt im Rahmen des Projektes Blumiger Landkreis Osnabrück die bislang größte gemeinsam durchgeführte Aktivität dar – das ist ein tolles Zeichen für den Artenschutz,
auch über den Landkreis hinaus. Ein besonderer Dank gilt zudem der Firma Häcker Küchen GmbH & Co. KG, welche einen hohen Betrag für das Projekt gespendet hat
und dadurch den Aktionstag ermöglicht.“

In Abstimmung mit dem Landrat Dr. Michael Lübbersmann hat zudem auch die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land eine Förderung des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück PLUS“ zugesagt.
Neben der Anlage insektenfreundlicher Blühwiesen wird hierbei auch eine schonende Blühwiesenbeweidung durch Gnadenhoftiere des Gnadenhofs „Brödel“ aus Melle (http://gnadenhof-melle.de) unterstützt.
Zudem steht die Schaffung von Nisthilfen durch Totholz-Areale im Blickpunkt des Projektes.
Ein weiteres Ziel ist die Schaffung eines Blühwiesenkorridors von Hagen a.T.W. bis zur „Blühwiesenhauptstadt“ Melle sowie von Melle bis nach Ostercappeln.

Zudem werden im Rahmen des Projektes verschiedene Landwirte bei der Schaffung artenreicher Blühwiesen finanziell unterstützt.

Karsten Wachsmuth, Projektgestaltet von Blumiger Landkreis Osnabrück: „Wir danken der Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land und Landrat Michael Lübbersmann.
Wir sind überwältigt davon, wie viele Menschen sich mittlerweile für das Projekt engagieren. Insbesondere die Gestaltung des Blühwiesenkorridors hat eine hervorgehobene Bedeutung für uns, da erst dadurch eine für den genetischen Austausch wichtige Vernetzung ermöglicht wird.“

Dr. Michael Lübbermannn, Landrat des Landkreises Osnabrück: „Nie waren unsere heimischen Insekten bedrohter als heute,
deshalb haben für den Landkreis Osnabrück die Insektenschutzprojekte höchste Priorität. So konnten in den letzten Jahren durch die Projekte „Blumiges Melle“ und „Blumiger Landkreis Osnabrück“
nahezu 120 Blühwiesen im Umfang von etwa 250.000 m² ehrenamtlich angelegt und gepflegt werden. Dank des außerordentlichen Engagement aller Projektbeteiligten
und Förderer konnten diese tolle Projekte umgesetzt werden. Nun sollen weitere Blühwiesen und insbesondere Brut- und Nisthilfen geschaffen werden.
Ziel ist es, die wichtigen Blühwiesen noch flächendeckender für das Osnabrücker Land zu entwickeln. Dabei sollten die Blühwiesen wieder im Sinne praxisnaher
Umweltbildung mit Schulklassen angelegt werden. Wir begrüßen dieses Engagement ganz ausdrücklich.“

Ralf Hellige, Bereichsleiter Vorstandsstab, äußert im Namen der Sparkassenstiftung Osnabrücker Land:
„Der Natur- und Umweltschutz ist der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück ein wichtiges Anliegen.
Daher engagieren wir uns sehr gerne für dieses tolle Vorhaben. Wir möchten ausdrücklich allen danken, die durch ihr großes persönliches Engagement
zum Schutz der heimischen Insekten beigetragen haben.“

Kai Behncke: „Auch die Unterstützung der Landwirtschaft gerät immer stärker in den Fokus des Projektes. Bäuerinnen und Bauern genießen bei der Förderung der Biodiversität eine hervorgehobene Rolle.
Aufgrund der angespannten ökonomischen Situation vieler Betriebe verdienen diese dabei unserer aller Unterstützung. Wir als Gesellschaft, jeder Einzelne, kann hierbei etwas
tun und beispielsweise Bio-Produkte erwerben oder Landwirte
gezielt durch die Zahlung eines angemessenen Produktpreises und den Abkauf direkt vom Hof, fördern. Auch eine Beteiligung und die Zahlung eines Monatspreises innerhalb der „solidarischen Landwirtschaft“
sind probate Aktionsmittel zut Förderung der ökologischen Landwirtschaft.
Wenn wir ökologisch nachhaltige Produktionsweisen wollen, dann müssen wir als Gesellschaft auch bereit sein, unsere Portemonnaies dafür ggf. sogar weit zu öffnen – es ist unmöglich,
dass Landwirte diese Herausforderungen finanziell alleine stemmen können.“

Innerhalb des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wurden seit 2017 in ca. 4500 ehrenamtlichen Stunden bis zum jetzigen Zeitpunkt 120 Blühwiesen, oftmals gemeinsam mit Schulklassen, angelegt.
Beteiligt haben sich in Kooperation mit der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe aus Melle viele Schulklassen, Firmen, Vereine, unterschiedliche Kommunen, Landwirte und viele Privatpersonen.
Auch diverse Jägerschaften haben im Landkreis wertvolle Biotope für Insekten geschaffen. Die BUND-Kreisgruppe Osnabrück gehört ebenso zu den wichtigen Förderern von Blühwiesen im südlichen Landkreis, genauso wie die
„Naturfreunde Glandorf e.V.“. In der Stadt Osnabrück genießt das „Bienenbündnis Osnabrück“ eine wichtige BEdeutung.

Die Standorte der Blühflächen im Landkreis sind unter der URL http://insektenrettung.de/den-standort-einer-bluehwiese-planen-2/ einsehbar.
In der Bundesweiten Blühwiesenliga (http://bluehwiesenliga.de), in welcher Deutschlandweit viele Gemeinden, Städte und Akteure ihre Blühflächen zur Planung einer gezielten Vernetzung eintragen,
befinden sich mit Melle, Bissendorf und Dissen am Teutoburger Wald insgesamt drei Städte/Kommunen aus dem Landkreis Osnabrück in den „Top Ten“.

In Niedersachsen leben etwa 360 Wildbienenarten, von denen sehr viele bedroht sind. Da Wildbienen, anders als die Honigbiene,
nur sehr geringe Flugradien aufweisen (je nach Art zuweilen nur mehrere Hundert Meter) ist es wichtig, eine räumliche Vernetzung von artenreichen Blüh-Biotopen zu fördern.
Nur dadurch ist ein regionsübergreifender genetischer Austausch möglich, welcher elementar für eine Arterhaltung ist.

Karsten Wachsmuth: „Das bislang Erreichte insbesondere im südlichen Landkreis Osnabrück ist einmalig. Bundesweit existiert nach unseren Kenntnissen nirgendwo eine solche Blühwiesendichte wie hier.
Das muss Ansporn sein, noch viel viel mehr zu schaffen. Es gibt keinen Grund, zufrieden sein und sich zurückzulehnen – dafür ist die Situation schlichtweg zu dramtisch!. Unser Ziel ist es den Landkreis Osnabrück
zu einer Besonderheit für den Artenschutz auszubauen. Das funktioniert jedoch nur, wenn alle Menschen mitmachen – wir können das gemeinsam schaffen. Es ist mehr als nur eine Vision!
Das wäre zudem nicht nur für den Tourismus ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal. In Ergänzung des Natur- und UNESCO Geoparks TERRA.vita wollen wir hier bunte, artenreiche und nachhaltige Zeichen setzen.“

Das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wird bundesweit durch unterschiedliche Stiftungen unterstützt.
Neben der Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land, der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, der Beatrice Nolte Stiftung für Natur- und Umweltschutz (Lübeck),
der Europa Möbel Umweltstiftung (Bayern), der Haarmann Stiftung Umwelt und Natur, der Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück, der Tierschutz-Stiftung Wolfgang Bösche (Braunschweig),
dem Landschaftsverband Osnabrücker Land und dem Netzwerk Blühende Landschaft wird das Projekt beispielsweise auch durch die Unternehmen „SPIES Packaging“,“Häcker Küchen GmbH & Co. KG“, „Runge GmbH & Co. KG“, „Zentrale Autoglas GmbH“
„Ost&Koch Immobilien GmbH“, „cool it Isoliersysteme GmbH“, „Tischlerei Huth“,“LVM Versicherung Frank Strötzel“, „Georgs Bioladen“ (Melle), „Hof Luckmann“, „Atelier Schimmöller – Innenarchitektur, Tischlerei“ durch Spenden gefördert. Auch der VFL Osnabrück hat sich bereits an einer gemeinsamen Aktivität beteiligt.

Die Webseite des Projektes lautet:
http://blumiger-lkos.de

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

Auf den Bildern hier (Quelle: gUG Umweltschutz und Lebenshilfe):
Nur noch wenige Tage: Die Wiesen-Margerite steht kurz vor der Blüte. Für mehr Wildheit und farbenfrohe Wildblumenwiesen zum Wohle aller Lebewesen.

Eröffnung des Lehr-Lern-Mitmach-Öko-Biogartens

Am Samstag ist es soweit. Vielen haben an der Vorbereitung mitgewirkt. Danke insbesondere an Simone Brockmann und Karsten Wachsmuth. Der Öko-Lehr-Lern-Mitmach-Garten in Melle wird eröffnet:-)

Die offizielle Meldung:
Am Samstag, 4. Mai (ab 10.00 Uhr, Am Wulberg 31 in Melle/Westerhausen) findet die Einweihung des ökologischen Lehr- und Lerngartens für Schulklassen und Nachbarschaftsanlieger in Melle statt.

Auf 300 m² wird hier ohne jeglichen Einsatz von Pestiziden oder Kunstdünger Gemüse aller Art angebaut und dann kostenlos an alle Beteiligten sowie in der Nachbarschaft verteilt.
Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulen können hier praktische Erfahrungen im Gemüseanbau machen und lernen mittels welcher nachhaltiger Anbau-Methoden Gemüse gepflanzt und geernet werden kann.
Durch das Projekt soll eine besondere Wertschätzung für Lebensmittel gefördert und zugleich dargestellt werden,
dass ein effektives Gärtnern auch ohne chemische Pestizide möglich ist.
Die Grundschule Westerhausen und die IGS Melle sind die ersten Projektpartner des ökologischen Lehr- und Lernprojektes.

Simone Brockmann, ehrenamtliche Aktive der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe und Leiterin des Projektes:

„Ich hoffe, dass die Schüler durch dieses Projekt das Gemüse und somit ihre Arbeit wertschätzen und vielleicht in Zukunft sich und ihre Eltern dazu bewegen können, auf dem Markt oder im Bioladen ihr Gemüse zu kaufen oder vielleicht, wenn es richtig gut läuft, selbst Gemüse anzubauen.“

Kai Behncke, ehrenamtlicher Geschäftsführer der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe: „Wenn Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrer aktiv Zeit in die Anpflanzung von Gemüse investieren,
dann erhält dieses eine ganz andere Wertigkeit.
Ökologisch nachhaltige Produkte können nur durch intensiven Einsatz und unter Nutzung besonderen Wissens produziert werden. Wollen wir dem Artensterben Einhalt gebieten, dann
benötigen wir viel mehr Betriebe, die diesen Weg gehen. Und viel mehr Menschen, die bereit sind Menschen für diesen Einsatz auch angemessen zu bezahlen.“

Innerhalb des bio-ökologischen Projektes werden zur Düngung die Tier-Hinterlassenschaften des Gnadenhofs Brödel sowie Humus aus Regenwurmkompostierungen verwertet.
Um das Gemüse vor schädlichen Einflüssen zu schützen werden unterschiedliche Nützlinge (z.B. Marienkäfer, Florfliegen) gezielt eingesetzt.
Zudem existieren eine Vielzahl ökologischer Tricks, um z.B. unerwünschten Beikräutern oder für das Gemüse schädlichen Einflüssen entgegen zu wirken.
Kümmel und Meerrettich sind beispielsweise ein effektives Mittel, um Kartoffelkäfer fernzuhalten.
Radieschen sind wirksam gegen Fraßschädlinge wie Erdflöhe, auf dem Gnadenhof gehaltene Laufenten kümmern sich um eventuellen Schneckenbefall und angepflanzte Linien aus Tagetes helfen gegen für Gemüse schädliche Nematoden.
Um Kartoffeln oder Kohl zu schützen, hat sich die zudem von Insekten gerne beflogene Ringelblume bewährt.

Innerhalb des Projektes werden zudem speziell angesetzte Jauchen aus beispielsweise Brennnesseln oder Schachtelhalm dafür sorgen,
dass das Gemüse großflächig zu einer Ernte kommen kann.
Als Kartoffelpflanzen werden aus dem Bio-Anbau erworbene Pflanzkartoffeln der Sorten
„Blaue Schweden“, „Rote Emmalie“, „Aran Victory“ und „Antonia“ eingesetzt.

Kai Behncke: „Im Spätsommer planen wir ein gemeinschaftliches Erntefest, damit alle Beteiligten auch die Früchte ihrer Arbeit ernten können.
Es freut uns sehr, dass das Projekt einen so guten Zuspruch erfährt. Ökologische Alternativen zu ausgetretenen Pfaden sind wichtiger denn je. Es zeigt auch, dass Themen wie Klimaerwärmung und Artensterben Dinge sind, welche die Menschen mittlerweile ganz intensiv beschäftigen.
Je mehr Menschen nun aktiv werden, desto besser.“

http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de
Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de