Jede Menge Setzlinge: Rein in den Boden

Der Oberboden zumindest ist einigermaßen feucht.
Noch einige Wochen kann gepflanzt werden 🙂 🌳🌿🌿🌿
Vielen lieben Dank an Ruth Räbiger, die einige tolle Maulbeerbäume geschickt hat.
Maulbeeren sind recht hitzeresistent und kommen mit Trockenheit zurecht. Zudem sind diese gut für viele Insekten.
Am Standort Kreimerhof freuen sich die Ponys und Ziegen über diese Bäumchen.

Am Standort Wulberg heute weiter an dem Weidentunnel gearbeitet. 20 Meter lang, auf zwei Seiten.
Bedeutet: Insgesamt 200 Stecklinge schneiden und pflanzen.
Einige Enten und der Hahn „Uwe“ inspizierten den bald schützenden natürlichen „Kühltunnel“ bereits interessiert 🙂

Gnadenhof Brödel
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Bewahrung der Schöpfung und Kirchenaustritt

Ein Schreiben der Kirchengemeinde lag gestern im Briefkasten.
So etwas empfinde ich als positiv beeindruckend. Es geht um ein Gespräch zu dem erfolgten Kirchenaustritt.
Werd ich auf jeden Fall annehmen. Find ich gut so etwas! ☺️👍
 
Das wird ein interessantes Gespräch, eine Diskussion, vielleicht eine Annäherung.
Bei jedem Menschen ist eine Meinung in stetigem Fluss. Dass ein Austritt aus der Kirche erfolgte muss nicht zwingend bedeuten,
dass z.B. in 5 Jahren nicht wieder ein Eintritt erfolgen kann.
In diesem Jahr erfolgte hier nach 29 Jahren Parteitreue auch ein Abschied von den GRÜNEN.
Vielleicht erfolgt dort irgendwann trotzdem wieder ein Kreuz auf dem Wahlzettel.
 
Um die Diskussion anzuregen erfolgte heute bereits eine Kurzantwort zu der Einladung. Ist ja nicht so, dass hier nicht ab und an auch mal etwas in der Bibel geschmöckert wird. Nicht oft, aber es passiert.😉
Und es macht Sinne, das Verhältnis der Kirche gegenüber Klimaschutz, Artenschutz, Tierschutz auch öffentlich zu thematisieren.
 
Ich bin in Berlin in einer evangelischen Schule aufgewachsen. Mit Morgenandachten, morgendlichem Beten und allem, was dazu gehört.
Oft (und gerne) habe ich Kirchentage besucht, war häufig in Taizé.
 
Etwa seit 15-20 Jahren jedoch gehe ich kaum (so gut wie garnicht mehr) in die Kirche. Ich habe oft das Gefühl gehabt, dass verschiedene KirchenvertreterInnen das Evangelium nicht so recht „beherzigen“, ich kam mir immer „verlorener“ in der Kirche vor. Manchmal kam ich mir in den Andachten wie ein Ausserirdischer vor.
 
Etliche (zugegebenerweise subjekte Erlebnisse) liessen mich immer mehr an der Kirche (nicht zwingend jedoch an Gott) zweifeln. Ich bin eigentlich eher „wissenschaftlich orientiert“. In sofern kann man vielleicht nicht alles „bierernst“ nehmen, was in der Bibel steht. Dennoch ist eines Existenz eines Gottes oder einer Göttin nicht ausgeschlossen – auch wenn es manchmal als Folge nötig erscheint, dieser Instanz mit Zynismus, Hadern, Anschreien und schwarzem Humor gegenüberzutreten.
 
Mir persönlich ist eine große große Herzensangelegenheit, dass die Bewahrung der Schöpfung im Zeitalter von Artensterben, Tierskandalen und Klimaerwärmung mehr Raum bekommt.
Völlig unabhängig davon, ob die Welt nun rein naturwissenschaftlich oder durch ein Element Gottes (einer Göttin?) geschaffen wurde. War es ein Gott, so wird es umso wichtiger, die entsprechende Verantwortung in der Kirche zu thematisieren.
 
Mir gefällt z.B. (1. Mose 2,15) („den Garten Eden zu bebauen und zu bewahren“), Jesaja 11,6–8, natürlich Franz von Assisi (der die Welt um sich herum ganz als Schöpfung Gottes sieht.
Als solche sieht er in allen Tieren und Pflanzen Gott als den Urheber der Welt. Eine echte Instanz, der Assisi.).
 
Ganz schrecklich empfinde ich Luthers Übersetzung
„sich die Erde untertan zu machen und über die Tiere zu herrschen“.
 
Passend zur Klimaerwärmung und zum Artenschutz ist 1. Mose, 9 „Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit euren
Nachkommen und mit allem lebendigen Getier bei euch,
an Vögeln, an Vieh und an allen Tieren des Feldes bei euch,
von allem, was aus der Arche gegangen ist, was für Tiere es
sind auf Erden. Und ich richte meinen Bund so mit euch auf,
dass hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbt werden soll durch
die Wasser der Sintflut und hinfort keine Sintflut mehr kommen
soll, die die Erde verderbe.
 
Oder etwas philosophischer aber in seiner Aussage klar und deutlich:
Johannes 1,1-3:
Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und
Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle
Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist
nichts gemacht, was gemacht ist.
 
…heisst das nicht, dass wir Gott töten, wenn wir die durch ihn verursachte Vielfalt reduzieren?
 
Am Ende des Markusevangeliums beauftragt Jesus deshalb
auch seine Jünger und sagt: Gehet hin in alle Welt und predigt
das Evangelium aller Kreatur. (16,15) Im Griechischen
Wortlaut heißt es sogar: verkündigt das Evangelium der ganzen
Schöpfung.
 
Oder Matthäus (nein, nicht der Lothar! 😉):
Seht die Vögel unter dem Himmel an … Schaut die Lilien auf
dem Feld an … ich sage euch, dass auch Salomo in all seiner
Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.
(6,26-29)
 
Und in Johannes 3,16 heißt es: „Denn also hat Gott die Welt –
den Kosmos – geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab,
damit alle, die an ihn glauben nicht verloren werden, sondern
das ewige Leben haben.“ Gottes Liebe umfasst nicht nur die
Menschheit, sondern den ganzen Kosmos. Es wäre eine gefährliche
Verengung, die Verkündigung des Reiches Gottes
durch Jesus allein auf die menschliche Welt zu beschränken.
 
In den letzten 8 Jahren wurden von hier oft Kirchenvertreter angeschrieben, um „gemeinsam etwas zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten“, sei es in
Form von Blühwiesen oder Klimaanpflanzungen. Manchmal hat das funktioniert, das hat mich dann sehr gefreut. Sehr oft aber
kam nicht einmal eine Antwort. Irgendwann habe ich das Anschreiben dann aufgegeben. Ersschien mir sinnlos zu sein. Viel zu oft hatte/habe ich den Eindruck, dass auch die Evangelische Kirche (man verzeihe mir diesen Ausdruck)
„heuchlerisch“ mit der Bewahrung der Schöpfung umgeht. Dass ihr diese Aspekte nur in sprichwörtlichen „Sonntagsreden“ wichtig sind.
Grausam, absurd, zutiefst verachtenswert, mitleidlos, als Verhöhnung der Situation rund um die Geburt Jesu, empfinde ich das menschliche Verhalten an Weihnachten. Auch der Kirche gebe ich diesbezüglich eine gehörige Portion Mitschuld.
Eine gigantische Masse an Tieren überlebt dieses Fest nicht. Sie sterben qualvoll für eine einzig und allein hedonistische Völlerei – zum Fest der Liebe und Barmherzigkeit. Ich sehe nicht, in keinster Weise, dass die Kirche diesbezüglich dagegen steuert.
Selbst wenn man sich nur einen Bruchteil einer Sekunde versucht in die Szenerie der Jesusgeburt (und ihre Umgebung) einzudenken wird es doch eigentlich schier unmöglich,
sich an Weihnachten so zu verhalten, wie es allgemein praktiziert wird? Es ist zuweilen, auch von der Kirche, eine Heuchelei, die (kleiner Wortwitz) „durchaus zum Himmel stinkt“. In Gänze jedoch möchte ich der Kirche diese „Heuchelei“ so nicht vorwerfen. Dazu gibt es auch dort zu viele Menschen, die dieses Thema nach vorne bringen. Eine eindeutige Sichtweise gibt es auch hier nicht.
 
Das Gespräch mit dem entsprechenden Kirchenvertreter zu diesen Themen wird spannend.
Und dennoch gilt in der Welt: Ein Tischtuch ist (eigentlich) nie komplett zerschnitten. Man weiß nie, was in einigen Jahren sein wird.

Vorbereitung für die insektenfreundliche Gemüse- und Kräuterselbstversorgung

Der Frühling kündigt sich an. Ordentlich gerödelt!
Vorbereitung für die insektenfreundliche Gemüse- und Kräuterselbstversorgung 🐝🐝🍅🥦🥕
Und für Blühwiese Nummer 248. Fräse „Miracolo Blu“ ist scheinbar „unkaputtbar“.

Großtiere nehmen wir ja bekannterweise auf dem Gnadenhof nicht mehr auf.
Auch die Kaninchen- und Meerschweinchenstation läuft über die Jahre aus.
Für ein paar Hühner (leider keine Hähne) haben wir meist aber noch irgendwie und irgendwo Plätze frei.
Nächste Woche ziehen 20 Stück ein, die ansonsten wohl im Kochtopf landen würden.
Jede Menge kleine Hüttchen und Verschläge für die Grazien heute aufgebaut, repariert und auf Vordermann gebracht. Hier sollen sie zufrieden und ungestört leben können, solange sie wollen, frei von Kochtopf oder Bratpfanne.

Bei Geflügel ist es, solange man genug Platz hat, im Prinzip egal ob man 60 oder 80 versorgt.
Die Arbeitszeit ist fast die Gleiche.

Heute die Selbstversorgungsfläche begonnen zu bearbeiten.
Auf 1500 m² auf einem Stück Land in Bissendorf wird jede jede Menge Gemüse für unsere Tiere und auch für uns selber wachsen.
Die unterschiedlichsten Kartoffelsorten, Tomaten, Kohl, Salat, Spinat, alles, was man sich so vorstellen kann.
Große Mengen werden dann auch eingeweckt. Es ist kein Nachteil, wenn man sich etwas unabhängiger vom Markt macht.
Kein Mensch weiß, was in der Zukunft durch Klimaerwärmung und politische Auseinandersetzungen noch passieren wird.
Hühner, Schafe, Ponys, Ziegen & Co. sorgen durch ihren Mist dafür, dass ordentlich etwas wachsen wird.
Die Ernte können sie dann zufrieden verspeisen.

Mit Fräse „Miracolo Blu“ heute im wahrsten Sinne des Wortes „geackert“. Das Ding letzte Woche noch zum 1Millionsten Mal repariert.
Geht durch den Boden wie durch Butter.
Eine 200 m² Blühwiese wurde bereits letztes Jahr dort angelegt.
Weitere 300 m² folgen dieses Jahr. Viele Insekten = Artenvielfalt bei Flora + Fauna = Gute Gemüseernte.
Es soll allen gut gehen, und alles hängt mit allem zusammen.

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz?

Die Zeit der Veränderung ist nicht mehr zu stoppen

Die Entwicklung für Klima- und Artenschutz (nicht nur in Stadt und Landkreis Osnabrück) beginnt unheimlich zu werden…😳😳
Immer mehr aktive Gruppen! Starker Rückenwind durch die Lützerath-Räumung.
Durch Handelskonzern „Lidl“ offizielles Einläuten der Zeitenwende.
Und: Arbeit an der Giga-Idee zur Finanzierung des Gnadenhofes 😉

Noch vor 5 Jahren hatte man als handelnde Umweltschutz-Kleingruppe oftmals den Eindruck „irgendwie alleine“ zu sein.
Wenn man sieht, was allein diesen Frühling in der Region los ist: Absolut beeindruckend!!

Melle for Future plant eine größere Aktion für Klima- und Artenschutz im Mai.
Im März wird der nächste Miyawaki-Wald angelegt (in Osnabrück, Organisator: „OS Klimaneutral“ https://os-klimaneutral.de/),
auch von hier wird die Aktion unterstützt werden. Der NABU Osnabrück plant ein tolles Projekt
in der Stadt für Arten- und Klimaschutz mit verschiedenen Firmen.
Wir planen gleichfalls etliche Aktionen.
Die Lützerath-Räumung hat bei Alt und Jung für eine Aufbruchstimmung gesorgt, die an Vehemenz und Geschwindigkeit
naehzu wöchentlich zunimmt. Ich habe das noch nicht erlebt. Es ist etwas Besonderes, ein Teil dieser Bewegung sein zu dürfen!
Auch wenn immer noch Menschen Mauern gegen die Veränderungen bauen, hohe Mauern.
Die Klimaerwärmung werden diese Mauern jedoch herzlich wenig interessieren.

Gestern einen Kalender-Klospruch gelesen:
Wo der Wind der Veränderung weht, da bauen einige Menschen Mauern – und andere bauen Windräder!

Das Beeindruckendste diese Woche war vermutlich die Ankündigung von Lidl, sein Handelssortiment massiv umzustellen:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/lidl-bald-weniger-fleischprodukte-a-1f245a15-2dc3-4dea-b13a-6ef54b336def
Zitate: „Lidl will sein Sortiment umstellen, der Anteil tierischer Proteine soll sinken, erklärt der Chefeinkäufer: »Europa und die ganze Welt schauen auf uns als Land«, der Wandel im Handel sei »alternativlos«.“

Und: „Es sei wichtig, sich so zu ernähren, dass die Grenzen des Planeten berücksichtigt würden und die Ressourcen für zehn Milliarden Menschen reichten. Das könne nur gelingen, wenn der Fleischanteil am Konsum sinke.“

Vorhin hier noch einige Hühner und einen Hahn umgesiedelt, die hier wagemutig immer wieder die Straße entschlangschlendern.
„Leute“, sage ich. „Ich sachs Euch! Die Zukunft kommt und es wird besser! Die Zukunft beginnt jetzt! Heute!
Wir haben noch eine Chance!“

Insbesondere die kleine Zwergente „Lorelei“ plustert sich auf und schaut glücklich in die Kamera.
„Wirklich??“

„Wenn wir es gemeinsam wollen, dann schaffen wir das!“

Etliche Utensilien für die bislang (meines Wissens) noch nicht gegangene Giga-Idee zur Gnadenhoffinanzierung sind eingetroffen.
Ein Zylinder, ein Baseballschläger, zwei schicke weiße Hemden. Bald folgt noch ein Golfschläger.
Und viel Technik-Gedöns wird im Hintergrund umgesetzt. Und die Tage müssen länger hell sein.
Mehr wird noch nicht verraten 😉 Schließlich wollen wir die Ersten sein. Jetzt gibts ein Wochenende-Feierabend-Bier.

Gnadenhof Brödel
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Blühwiese in Bohmte

Richtig gut! Blühwiesenanlage mit mehreren Grundschulklassen im April! ☺️🦋

Vielen Dank an den Ortsrat Herringhausen aus der Gemeinde Bohmte.
Danke insbesondere an den Ortsbürgermeister Dieter Klenke.

Bereits letztes Jahr gab es diesbezüglich von Herrn Klenke eine Anfrage, deren Umsetzung leider mangels Zeit abgelehnt werden musste.
Dieses Jahr klappt es aber. Gemeinsam mit diversen Grundschulklassen soll in Bohmte eine 500 m²-Blühwiese,
basierend auf regionalem und mehrjährigem Saatgut angelegt werden. Die Details werden aktuell abgestimmt.
Dank einer Spende der Provonzial-Versicherung kann das „Blumiger Landkreis Osnabrück“-Projekt innerhalb
des Unterfangens „500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück“ fortgeführt werden.

Saatgut und Benzin für die Fräse lassen sich dadurch bezahlen.
Natürlich werden alle Schüler/innen auch ein kleines Päckchen Saatgut für zu Hause mitbekommen.

Man sieht es immer wieder nach solchen Aktionen. Die Schüler sind „stolz wie Bolle“ über das Erlernte und
wollen es sofort auch zu Hause noch einmal umsetzen.☺️
Im Gespräch ist es, 4 Grundschulklassen in die Aktion
einzubinden. Dadurch steigt nicht nur das Bewusstsein für den Erhalt der Natur sondern es werden vermutlich/vielleicht auch eine hohe zweistellige
Zahl kleiner Blühinseln auf Privatflächen entstehen. 🙂 Mit dem Bauhof der Gemeinde findet zudem eine sehr schöne Abstimmung statt, damit die Blühwiesen auch langfristig gepflegt werden und dadurch ihre Vielfalt entwickeln. Dieses Jahr wollen wir die 250. Blühwiese (seit 2017) schaffen.

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
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Geniale Idee, wo bist Du gewesen all die Jahre?

Gott, was bin ich bräsig (auf die Stirn schlag)!🫡🫡🤩🤪😵‍💫
Seit 7 Jahren zerbreche ich mir mein mickriges Spatzenhirn auf der Suche nach einem Finanzierungsmodell
für den Gnadenhof, das langfristig, krisensicher, nachhaltig und gleichzeitig auch leistbar ist…
Aktuell werden etwa 40% der Kosten durch Paten/Innen (Danke, ohne Eure wären viele der Tiere schlichtweg nicht mehr am Leben! :-),
40% durch private Eigenmittel und 20% aus Teilgeldern von gewonnenen Preisen, gewonnenen Abstimmungen,
durch Stiftungsgelder, aus dem Beweidungs-Klimaschutz-Topf des Landes Niedersachsen etc. finanziert.

Heute für die „normale Arbeit“ an einer echt harten Programmiernuss gesessen.
Der Kopf war gut am Rotieren, das Stroh darin rauchte in dichten Schwaden durchs Büro.
Haben scheinbar einige Synapsen geglüht, die das sonst nicht so machen….

Plötzlich huscht mich eine Idee von der Seite an..!
Wuschhhhhhhh!!! macht es! Die Idee springt mir auf die Schulter und macht Halt vor meinem linken Ohr: „Hömma, Du Hirni! Wie wäre es denn damit: Wisper Wisper Wisper. Flüster Flüster Flüster…“

Die Idee lässt es sich nicht nehmen, mir einmal mit der flachen Hand ordentlich unters Kinn und dann auf den Hinterkopf zu klatschen: „Naaaa, jemand zu Hause, McFly“?

Ich bin baff, lasse mir jedoch nichts anmerken und tue so, als hätte ich so etwas schon seit Ewigkeiten in Planung….

Innerlich gebe ich zu:
Genial! Brilliant! Eine finanzielle Goldgrube! Wieso in drei Teufels Namen habe ich 7 Jahre gebraucht, um darauf zu kommen???

Wir benötigen jetzt noch ca. 8 Wochen, dann präsentieren wir mal einige Finanzierungsideen, die so noch
nicht gedacht worden sind (ja, es gibt so etwas noch auf dieser Welt, whaaaaaaaa, danke, Du kleine Idee, wo immer Du auch zuvor gewesen bist)…
Pünktlich zum 7jährigen Jubiläum des Gnadenhofes Brödel versuche wir mal was, was so noch nicht so richtig versucht wurde.

Jetzt wollen wir die Ersten sein – und irgendwann auch eigenes Land für unsere Tiere kaufen.

Gnadenhof Brödel
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Aufbau einer zusätzlichen Klimaresilienz-Infrastruktur

Heute mit der Erstellung eines Weidentunnels als Resilienzstruktur gegen die Klimaerwärmung begonnen
Und: Vorstellung unserer Tiere: Warzenente Dagobert

Die Warzenente Dagobert lebt mittlerweile fast 2 Jahre bei uns.
Damals, im großen Schneetreiben, wurde er allein und verängstigt vom Tierheim Melle aufgenommen, die ihm mit Sicherheit das Leben gerettet haben.
In dichtem Schnee, bei Minus 15 Grad, wurde er „irgendwo im Nirgendwo“ gefunden.
Kurze Zeit später kam er dann zu uns.
Hier ein Video von vor 2 Jahren:

https://www.youtube.com/watch?v=VrMsacQ_fu4

Er ist hier der Chef im Ring. Er liebt es auf einem Baumstamm zu sitzen und von dort auf seine Untergebenen zu schauen.
Ständig bei ihm: Die kleinen Warzenenzen „Momo“ und „Fietja“. Auch mit den Gänsen kommt er gut klar, die ihn irgendwie als König respektieren.

Damit das Leben hier trotz der Klimaerwärmung auch in den kommenden Hitzejahren
aushaltbar ist, heute mit dem Bau eines Weidentunnels begonnen:

Wie geht das?

Kosten: 0 Euro
Stecklinge können einfach als Austriebstecklinge (siehe Foto) von vorhandenen Bäumen geschnitten werden. Dann einfach in den
Boden stecken. Eine Verwurzelung beginnt nach kurzer Zeit.

Gesamtzeitaufwand im ersten Jahr: Ca. 3 Stunden für 20 Meter

Nutzen: Viel Futter für Insekten (Weidenpollen ist eine der erstebn Mahlzeiten im Frühjahr)
* Nach einigen Jahren dichtes Geäst und viel Brutraum für Vogelarten * Nach einigen Jahren (bei einem 20 Meter-Tunnel und 5 Setzlingen pro Meter):
CO2-Einlagerung von ca. 1,6 Tonnen pro Jahr.

Das Prinzip ist ganz einfach. Auf zwei Seiten werden etwa 5 Stecklinge pro Meter in den Boden gesteckt.
Die Weiden wachsen hoch und werden dann nach ein bis 2 Jahren oben verflochten/verknüpft, so dass ein Tunnel entsteht.
GGf. wird zusätzlich gepflanzt und der Tunnel natürlich zugeschnitten. Es bildet sich eine sehr sehr dicht bewachsenen „Röhre“.
Eine Röhre, die lebt und verschattet.

Weiden sind Tiefwurzler und werden auch an heissen Sommertagen Grundwasser „nach oben“ bringen und dort, in dem verschatteten Tunnel, für eine herrlich
frische Kühlung sorgen. Etliche unserer Tiere werden davon profitieren.

Ansonsten heute noch Klauen geschnitten. Einige Tiere werden etwas panisch, wenn es an diese Behandlung geht.
Da hilft dann ein „Schafstab“. Die Thüringer Waldziege „Max“ hat diesen zu Kleinholz verarbeitet (er hat Kraft wie ein Bär).
Die Klauen wurden dennoch geschnitten 🙂

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Klauenbehandlung etlicher Schafe und Ziegen

Und weiter ging es mit dem Schneiden der Klauen unserer Schafe und Ziegen. 😊
Diese werden mehrfach im Jahr über mehrere Etappen/Termine eingefangen und dann geht es an die Hufbehandlung.

Finden diese äusserst blöd, wenn sie aber erstmal eingefangen sind, dann ertragen sie es mit stoischer Ruhe.

Die Ende-Januar-Sonne wärmt schon sehr gut und macht sich nicht nur in der eigenen Laune/Wohlbefinden
sondern insbesondere auch bei den Tiere bemerkbar.
Diese rasen teilweise mit einem Affenzahn über die Flächen, hüpfen und springen und spielen miteinander. Herrlich zu sehen. 😃
Damit das gut funktioniert ist allerdings eine Klauenbehandlung unabdingbar.

Noch ca. 8 Wochen, dann ist die Phase des Matsch-und-Nässe Winter vorbei. Die Tiere freuen sich darüber.

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Heute winzigen Miyawaki-Wald (für Arme) angelegt

Heute einen (ganz kleinen) Miyawaki-Wald angelegt😊🌳

Inflation und Preissteigerungen haben auch uns massiv im Griff.
Ist dann halt so. Muss man sich halt was einfallen lassen.

Heute am Gnadenhofstandort „Kreimerhof“ dennoch einen 3*4-Meter-Miyawaki-Wald angelegt.
Wenn Setzlinge (aktuell) etwas zu teuer sind, dann hilft es selbst vorgezogene Bäumchen einzubuddeln.
Oder Stecklinge unterschiedlicher Weidenarten. Das ist schon ziemlich magisch. Einfach einen kleinen Zweig oder Ast von einer Weide abschneiden und so, wie er ist,
in den Boden stecken.
Klappt fast immer. In unserem Garten haben wir zwei Weiden die 2013 aus 20cm großen Stecklingen entstanden sind. Mittlerweile sind sie etwa 7 Meter groß.

Die Bodenaufwertung wurde mittels Pferde-, Schafs-, Hühner- und Ziegenmist durchgeführt. Mist haben wir in großen Mengen dank der vielen Tiere.
Etwas Strohdung oben drauf, fertig ist der Schmalspur-Miyawaki-Wald „für arme“ (etwa 15 verschiedene Baum- und Wildgehölzarten, ausschließlich heimisch).
Für die Ziegen und Ponys wird dieser schon in zwei Jahren wertvollen Schatten spenden und ein kleines bisschen für Kpühlung sorgen.

Zudem sind endlich diverse Anzuchtschälchen geliefert worden (auf dem Foto, Platz für knapp 800 Bäumchen).
Insgesamt ist der Plan hier jährlich 5000 bis 6000 Baumpflänzchen hochzuziehen. Klingt viel, ist es aber nicht
(reicht gerade einmal für eine CO2-Neutralität von 5 bis 6 Personen). Etliches Saatgut dafür wird aktuell stratifiziert (in sandigen, erdigen und feuchten
Behältern, draussen oder im Kühlschrank), damit es dann auch in wenigen Wochen keimt.

Und heute die Fräse repariert (Reperatur Nummer 357). Istb ein Wunder, dass diese es immer wieder von Neuen noch einmal wissen will.
Gut so. Verschiedene neue Blühwiesen wollen angelegt werden.
Und unser Selbstversorgungsgarten, in dem wir Gemüse und Kräuter insbesondere für unsere Tiere kultivieren wollen.
Sparen, wo immer es geht! Geht nicht anders. Und trotzdem ist es schön zu sehen, dass mit etwas mehr Einsatz und Bordmitteln
es dennoch weiter gehen kann.

Auch den Zaun am Kreimerhof heute vernünftig ausgebessert und stabilisiert. Einige Infrastrukturen sind etwas „in die Jahre gekommen“.
Kriegt man aber dennoch wieder wie fast neu hin, wenn man sich was einfallen lässt.

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
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Herrliches Wetter :-) Auch die Tiere mögen es und tollen durch den Schnee.

Herrliches Wetter 🙂 Auch die Tiere mögen es und tollen durch den Schnee. ☺️
Ganz amüsant: Am Standort Kreimerhof wurden ja zwei Weideflächen mittels eines Zugangs zusammengelegt.
Um diesen Zugang zu passieren müssen die Tiere eine Aushebung passieren (bei Starkregen läuft hier Wasser von Teich zu Teich über eine Art Bach,
der aber die meisten Zeit trocken ist). Pony „Luke“ hat Gefallen daran fgefunden Anlauf zu nehmen und mit einem Sprung über die Aushebung rüber zu setzen. Er macht das wieder und wieder.
Manchmal, wenn er den Sprung geschafft hat, nimmt er direkt wieder neu Anlauf und springt noch einmal drüber. Sein Kumpel „Alfi“ steht staunend daneben.

Bei Minusgraden gibt es extra Nahrung für alle. Schwarzhafer z.B., und die Schweine und Hühner bekommen Eier zu fressen (einige der Eier brate ich mir auch in der Pfanne, mit Zwiebeln
und im Sommer geernteten Fenchel, ein Hochgenuss).

Gnadenhof Brödel
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