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Allgemein
Viel in der Eichenstation gewerkelt, und Blühwiesen betreut
Geschrieben:

Die Arbeit in der Eichenaufzuchtstation ist ganz herrlich. Sie erdet (im wahrsten Sinne des Wortes), sie entschleunigt, und es ist ein absolutes Privileg mit Eichenarten „zu arbeiten“, die teilweise sehr selten geworden sind, und die es manchmal nur noch in kleinen
Ecken auf der Welt gibt. Zum Glück gibt es viele viele Sammler auf der ganzen Welt, über die Einnahmen finanzieren wir einen Teil unserer Tier- und Artenschutzmaßnahmen.
Auf den Bildern sieht man gut vieler „Mexikaner“. Die Blätter sehen ganz anders aus, als man es von Eichen gewohnt sind, dennoch sind es Quercus-Exemplare. Hier z.B. zu sehen: Quercus depressa, Quercus jolonensis (USA), Quercus hypoxantha, Quercus douglasii (USA), Quercus hypoleucoides, Quercus aff. miqhuihuanensis, Quercus sinuata var breviloba.

Bei der Arbeit in der Eichenzuchtstation hat man immer viel Gesellschaft. Die Störche klappern und rumoren, es dauert nicht mehr lange, bis die zwei Jungstörche ausfliegen.
Direkt neben der Eichenstation ist unsere Krankenstation für unser Geflügel. Hier haben wir aktuell aufgrund verschiedener Fuchsangriffe einige Enten und Hühner (samt ihrer Ehemänner/frauen) einquartiert. Einige waren schwer verletzt und werden 2- bis 3mal am Tag behandelt.
Sie erholen sich langsam und werden zum Glück die Fuchsangriffe überleben.
Insbesondere Enten sind (ähnlich wie Gänse) sehr soziale Tiere,
die ihre PartnerInnen im Alltag benötigen, aus diesem Grunde werden sie hier im Verbund behandelt. Ganz drollig (und zum Glück unverletzt), sind zwei Jungenten, die eine Wildente ausgebrütet hat.
Eine der Enten scheint ein Hybrid aus Zwergente und Wildente zu sein. Die beiden Winzlinge machen alles gemeinsam und haben mich bei der Eichen-Behandlung heute sehr gut unterhalten 🙂

Leider haben die Füchse aus dem Wald (es wimmelt hier von Fuchsbauten) diverse Tiere geholt. Das gehört aber leider dazu. Es ist unmöglich, die 4 Hektar Gnadenhofflächen komplett fuchssicher einzuzäunen und die Welpen haben auch Hunger.
Neben der Krankenstation (hermetisch eingezäunt) und der Eichenstation sind einige von uns angelegte Blühwiesen. Die Wiesen-Ma<rgerite blüht aktuell, Johanniskraut, die Wiesenflockenblume, Wiesen-Labkraut.
Im Sinner einer Staffelmahd grasen dort, auf separierten Flächen, Schafe und Ziegen. Nach der Mahd ziehen sie weiter, auf andere Teilflächen. An den Klauen und im Fell: Saatgut. Auf diese Art und Weise spielten sie Taxi für die Artenvielfalt.
Und auch das entspannt herrlich und lindert den Alltagsärger auf der „normalen Arbeit“ im Büro.

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Unsere kleine Eichenanzuchtstation
Geschrieben:

Das nach der Winter verbliebene Restsaatgut wurde in unserer kleinen Zuchtstation unter gänzlich unterschiedlichen Bodenbedingungen herangezogen.
Teilweise wird mit Kalkschotter gearbeitet, teilweise mit einem Jahr alten Wurmhumus, mit sehr lange abgelagerten Pferdeäppeln, mit Kaffeeresten (für einen sauren Boden).

Das Ergebnis ist ziemlich gut, auch wenn sicherlich nicht alles funktioniert hat (wir lernen jedes Jahr dazu).
In kleinen Mengen werden die Setzlinge auf Anfrage an info@umweltschutz-und-lebenshilfe.de auch verkauft. Für ein Anwachsen wird jedoch nicht garantiert, denn der Sommer gilt als suboptimale
Zeit für eine Umsiedlung von Eichensetzlingen (Es sei denn: Der Umsetzer/die Umsetzerin kümmert sich konstant gut um den Baum (gießen, Verschattung, optimale Boden- und Lebensbedingungen).
In den ersten 2-3 Jahren ist es jedoch nicht immer ganz einfach. Für ein Umtopfen gelten bei Eichenarten der Frühling (bis Mitte April) oder der Herbst (bis Anfang November) als optimal geeignete Zeiten.
Bei Dauergrünarten aus (nahezu) tropischen Gefilden sieht das natürlich anders aus.

Einige der Sprösslinge (auch von einigen sehr seltenen Arten, insbesondere aus Mexiko) sind aktuell gerade einmal 2-3 Centimeter hoch.
Ein Geheimtipp: Nach dem Ankommen der Setzlinge über den Postweg die winzigen Feinwurzeln mit einem Skalpel oder einer sehr scharfen Schere um einige Millimeter kürzen. Mit diesem Trick wurden hier recht gute Erfahrungen gemacht.

Auf Anfrage zu einzelnen Arten werden natürlich im Vorfeld auch gesondert Fotos zu diesen verschickt.
Beim Transport werden zudem kostenlos auch kleinere Mengen Substrate für die ersten 2 Jahre mitgeschickt.
Kleine Mengen werden aktuell vertrieben von:
Quercus douglasii, Quercus dentata, ….crassipes, hypoxantha, depressa, greggi, hypoleucoides, aff. miqhuihuanensis, sinuata var breviloba, hirtifolia, saltillensis,
heterophilla, ellipsoidalis, faginea, ithaburensis, cerris, jolonensis, wutaishanica, lobata, dentata, cerris, suber….

Die kleinen Sprösslinge werden zu Preisen von 2 bis 8 Euro pro Setzling verkauft (je nach Art, Schweregrad des Aufziehens, Schweregrad des Auffindens, Importes etc.).

Aktuell beginnt zudem die Zeit, um neues Saatgut zu organisieren. Eine Herkulesaufgabe, die aber auch sehr sehr viel Spaß macht.
Wir beißen uns gerade etwas die Zähne daran aus, um z.B. seltene Eichenarten aus Armenien zu organisieren, genau wie eine nur regional vorkommende Art aus Mallorca und verschiedene Arten aus Asien. Insbesondere die Zollbestimmungen sind zuweilen ein Graus.
Viel Zeit wird aktuell investiert, um sauberes gutes Saatgut von Quercus tomentella und Quercus pontica zu organisieren. Manchmal finden sich über Facebook & Co. Privatsammler, die für ein Entgelt im Herbst auf die Suche gehen.

Nachfolgend viele viele Bilder. Einige Eichenblätter haben Spuren von Storchenmist. 2 Storchenjunge im dem Horst über der kleinen Baumschule haben es geschafft und fliegen in den nächsten Tagen in ein hoffentlich langes Leben 🙂

Siehe dazu:

Eicheln kaufen international

Eicheln kaufen international. Besondere Eichen, Eicheln und anderes Saatgut für Sammler und Pflanzenbegeisterte. Viele klimaerwärmungsresistente Arten. Viele Klimabäume. Z.B. Saatgut von Platanen, Pinien, Zypressen und mehr…
https://quercus.guru/

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Blühwiesenpflege durch Tiermahd beginnt
Geschrieben:

So langsam beginnt die Zeit der Blühwiesenpflege (Sommermahd).
Ein großes Teilstück mit Steckhorden abgezäunt.
Herrlich, wie es dort brummt und summt. Im Rahmen einer Staffelmahd (eine Wiese wird dann in mehreren Etappen abgegrast) werden unsere Schafe und Ziegen (aktuell haben wir noch 32 Stück) diese beweiden.
Es blüht in allen Farben.
Zudem heute schonmal 3 Schafe geschoren. Alle Tiere werden aktuell entwurmt und bekommen die Klauen geschnitten.
Für 24-36 Stunden (bis die Würmer in den Hinterlassenschaften die Tiere verlassen haben) weiden sie zunächst auf einem „Temporär-Weidestück“ bevor sie dann auf die eigentlichen Zielflächen kommen.
Wichtig ist, dass die Tiere über das Futter (Gräser und Wildblumen) keinen erneuten Wurmbefall bekommen, also müssen sie zunächst auf eine Flächen, wo sie durch das Entwurmumgsmittel gereinigt werden.
So profitieren alle. Die Tiere freuen sich, die Insekten freuen sich, die Schafe und Ziegen transportieren Saatgut auf weitere Weideflächen.
Ganz wichtig für die Vielfalt.

 

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Die üblichen Tierbehandlungen
Geschrieben:

„Business as usual“. Ziege Mambo hat eine chronische Resorptionsstörung. Sie kann kein Eisen und Selen über ihr Futter aufnehmen, also muss es ihr gespritzt werden, alle 6 Monate. Ohne Eisen und Selen wird die Haut schuppig und rissig, ganz ohne Behandlungen würden sich sogar schmerzhafte offene Stellen bilden, also gestern zur Tierärztin gedüst. Mambo hat dabei immer etwas Angst und hat sich zunächst in den Fußraum des Autos gerettet. Zudem werden alle Tiere einmal entwurmt. Ziege „Apollon“ hat es mit Würde ertragen.

 

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Geschrieben:

Wie so oft liegen Freud und Leid nah beeinander.
In einem unserer Storchenhorste wurden 3 Jungstörche hochgezogen. Bei drei Küken ist es leider nicht unwahrscheinlich, dass die Elten eines aus dem Nest schmeissen.
Also morgens, mittags und abends immer wieder geschaut, doch leider umsonst.
Das herausgeworfene Küken hat den Aufprall nicht überlebt und lag morgens tot im Gras 🙁
Dafür jedoch entwickeln sich die anderen beiden ganz prächtig, sie klappern sogar schon mit den Schnäbeln.
Und Kanadagans Trudi hat endlich Nachwuchs bekommen.
Vor etlichen Jahren wurde sie zu Weihnachten freigekauft, gemeinsam mit 4 anderen Kanadagänsen. Die anderen Gänse haben sich im Laufe der Jahre ein anderes zu Hause gesucht, Trudi jedoch lebt standorttreu.
3 mal hat sie schon versucht, Eier auszubrüten. Dieses Jahr endlich hat es geklappt. 🙂
Der kleine winzling heisst „Flitzi“. Flitzi war fürchterlich schwach, als er aus dem Ei schlüpfte, ich dachte, er schafft es nicht.
Er hat dann zwei Tage hintereinander mehrfach am Tag etwas Wasser mit Traubenzucker verdünnt bekommen. Auch bei schwachen Hühnerküken klappt das oft sehr gut. Und siehe da: Jetzt ist er 4 Tage alt und flitzt munter mit seiner Mutti durch die Gegend. Trudi ist stolz wie Oskar.
Da aktuell nachts immer wieder Füchse kommen (leider wurden sie schon fündig, naja, die kleinen Fuchswelpen haben auch Hunger) sind Trudi und Flitzi in ein Sicherheitsgehege mit einem Teich gekommen.
Bei Alarm können sie dann auf das Wasser flüchten.

 

 

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Blühwiesenpflege: Schröpfschnitte und Auslichtung
Geschrieben:

Das Gras hatte dieses Jahr ein irres Tempo. Damit Blühwiesen voll zur Geltung kommen sind immer wieder auch Korrekturschnitte nötig, damit die Wildblumen nicht überwuchert werden. Ist Arbeit, aber lohnt sich auch. Die zu betrachtende Vielfalt ist einfach herrlich 🙂

 

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Ziegendurchfall und Birkenkohle
Geschrieben:

Wenn Ziegen Durchfall haben, dann ist das in etwa 50% aller Fälle ein Todesurteil. Es helfen eigentlich nur Colosan und Birkenkohle und erstklassiges Heu, wenn überhaupt…Das Magen-Darmsystem ist so fragil, dass sofort bei den ersten Symptomen eine Rundum-Betreuung stattfinden muss.

Die kleine Leni hatte gestern morgen die ersten (schweren) Durchfall-Anzeigen. Alle 2 Stunden werden ihr zwangsweise Medizin und viel viel Wasser eingegeben…Immerhin. Heute früh ging es ihr schon etwas besser. Wir hatten schon Fälle, die waren 5-6 Stunden nach den ersten Symptomen tot. Wir bleiben dran, Leni ist ein absoluter Sonnenschein (eigentlich), im Augenblick sitzt sie meist nur bedröppelt irgendwo im Schatten.

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Ganze Wagenladung zum Tierarzt
Geschrieben:

Diese Woche nun ging es mit zahlreichen Tieren zum Tierarzt. Die Ziegen Neptun und Karamba haben einmal mehr eine Moderhinke-Behandlung erhalten. Sofern der Sommer nicht zu nass wird, so werden sie gesichert bis Oktober schmerz- und beschwerdefrei sein. Heute früh schon, einen Tag nach der Behandlung, liefen sie fröhlich und frei von Komplikationen über die Wiese.

Und die kleine Warzenente Gundula wird mit Schmerzmitteln und Antibiotika behandelt. Sie kann zur Zeit kaum laufen und hält sich zudem kaum auf den Beinen. Dank der Medizin wird das schon wieder. Herzergreifend ist, wie ihr Mann „Egon“ (ein großer weißer Erpel) sie überall hin begleitet und immer aufpasst, dass nichts passiert. Nach der Behandlung bekam Gundula erst einmal die Möghlichkeit, eine halbe Stunde allein in einem großen blauen Planschbecken zu baden. Das hat ihr gefallen.

Die Hitze und Trockenheit ist eine kleine HErausforderung. WIr haben überall kleine Wassernäpfe- und Wassertöpfe postiert. Die kleine Zwergente Friedolin badet bei über 25 Grad gerne mal in einem kleinen Topf 🙂

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Neue Blühwiese in Georgsmarienhütte – Und: Herrliche Ruhe auf dem Gnadenhof
Geschrieben:

Am Wochenende in Georgsmarienhütte gewesen. Hier entsteht auf 200 m² eine neue, wertvolle Blühwiese basierend auf Regiosaatgut. Einige Tipps und Tricks vermittelt. Da werden sich die Insekten freuen. Kombiniert wird diese mit vielen Stauden. Aktuell blüht bereits der Storchenschnabel 🙂 Sind wir gegen das Insektensterben aktiv, dann unterstützen wir auch das Leben vieler vieler anderer Arten.

Und auf dem  Gnadenhof herrscht eine vorsommerliche Ruhe und Entspannung, herrlich ist es.

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Der Lohn der Arbeit
Geschrieben:

Auch wenn Natur- und Artenschutzarbeit, genau wie Tierschutz, so manches Mal zum Verzweifeln ist.
Wenn der Frühling kommt, dann wird geernet.
Doch seht selbst: Z.B. Barbarakraut, Ehrenpreis, Sternmiere, Wiesen-Schaumkraut, Vergissmeinicht, Schafskabiose, Scharfer Hahnenfuß, Storchenschnabel, Wolliger Schneeball, Eberesche & Co.
Und die Tiere genießen die herrliche Sonntagsruhe 🙂