Umweltbildung mit Schulklassen: Öko-Landbau

Alles „Scheiße“ oder was? Umweltbildung mit Pferdemist?

Sieht zwar „gewöhnungsbedüftig“ aus, ist aber ein wertvoller Rohstoff.
Eine Weidehygiene, mehrfach in der Woche durchgeführt, ist ganz wichtig, damit die Tiere gesund bleiben.
Die Pferdeäppel und auch gröberer Schafs- und Ziegenmist werden also regelmäßig eingesammelt.

Zum Teil landet er dann auf unserer Wurmfarm:

https://www.youtube.com/watch?v=ZDlJDwzpY6Q&t

Der Tiermist wird dann ganz schnell zu wertvollem biologischen Pflanzendünger umgewandelt.
Das spart sogar Treibhausgase ein. Dafür gab es von der Stadt Melle 2017 einen der Klimaschutzpreise:

http://wurmpalast.de/regenwurmprojekt-erhaelt-innogy-klimaschutzpreis-2017-der-stadt-melle/

Und im nächsten Jahr werden wir mit Schulklassen ein gemeinsames Öko-Landwirtschaftsprojekt beginnen.
Wir stellen dafür ca. 400 m² zur Verfügung. Mit den Schülern wird dann Gemüse angebaut (Setzlinge ausschließlich aus Bio-Betrieben werden eingepflanzt).
Kartoffeln, Gurken, Zucchini, Tomaten, Bohnen, Radieschen etc.
Gut gedüngt mit dem Tiermist der Blühwiesen-Beweidungs- und Gnadenhoftiere. So pflegen diese nicht nur wertvolle
Blumenwiesen für Insekten sondern helfen mit ihrem „Mist“ sogar noch dabei, dass Kinder etwas über die Bedeutung
von natürlicher Landwirtschaft (ökologisch wertvoll) lernen.
Kein Witz: In den vergangenen Jahren haben wir manchmal erlebt, dass Kinder nicht wissen, wie man eine Schaufel oder einen Spaten ansetzt,
da wollen wir etwas machen. Die IGS Melle hat sich schon bereit erklärt, mitzuwirken. Weitere Schulen werden folgen.

Wie läuft das dann ab? Die Schulklassen kommen vorbei, lernen etwas über ökologische Anbaumethoden und sollen dann selber, unter dezenter Anleitung, auf den Flächen loslegen.
Jederzeit können diese dann auch mit ihren Eltern vorbei kommen und sich ein Bild von der Entwicklung der Pflanzen machen.
Sie können dann natürlich auch wann immer sie wollen bei der Pflege des Gemüses helfen (Unkraut zupfen, Nachdüngung etc.).
Und wenn das Gemüse so weit ist, dann wird gemeinsam geernet und alle Kinder sollen natürlich ordentlich was davon mit nach Hause nehmen.
Fördert die Identifikation mit „ihren“ Projekten und sorgt für eine Wertschätzung von Lebensmitteln.
Gleichzeitig wollen wir darauf aufmerksam machen, dass die „industrielle Landwirtschaft“ (mit Pestiziden & Co.) ein „Auslaufmodell“ ist und
schon sehr bald für eine noch größere Katastrophe sorgen wird, als bereits schon geschehen (viel Zeit haben wir nicht mehr).

Interessant ist: In diesem Jahr gab es zuweilen schon Mißbekundungen, weil Gemüseernten in Privatgärten so schlecht ausgefallen sind. Kein Wunder, ohne Bestäbung und ohne Insekten.
An der öffentlichen Umweltbildungs-Schulgartenflächen werden wir daher in direkter Nähe unterschiedliche Blühareale anlegen, damit sich die Gemüseernte durch viele viele Insekten auch lohnt.

Willkommensfrühstück im Dezember

Willkommensfrühstück auf dem Gnadenhof
Es ist ja ein Ritual bei uns, dass jedes Mal wenn ein neues Tier bei uns einzieht, ein großes Frühstück mit einigen Besonderheit serviert wird.
Gestern nun sind die beiden Ponys Honey und Elsa eingezogen.
Es gab heute erstklassiges Heu bis zm Abwinken, einige Äpfel, kleine Mengen Mineralfutter für die 4 Ponys. Für die Schafe und Ziegen zusätzlich etwas Kraftfutter
und frische Äste (finden die super, die nagen die Rinde davon ab, bis nur noch das blanke Holz zu sehen ist).
Unsere Minischafe übernachten gerne auch mal in den ausgepolsterten Wasserkanistern. Sogar unsere „Bob Marley-Rastafari-Ziege“ Elli geht da gerne mal rein (heute wurde extra noch ein Container mehr errichtet, die sind nämlich baugenehmigungsfrei)..
Bei Schafen und Ziegen ist wichtig, dass die Unterstände absolut winddicht sind – Zugluft wäre hochgradig riskant.. Morgens liegen sie dann mit verschlafenen Augen eng
aneinandergereiht in den Ställen oder Kanistern (dort sogar manchmal zu viert, ob wohl eigentlich jede Mange Platz in den Stallungen ist).

Grauer Dezember – Und trotzdem etwas Farbe

Was für ein lausiger Monat. Alles „grau in grau“, alle irgendwie krank, husten, schnupfen, hängen matt und mies gelaunt im Stall oder im Haus herum, einfach lausig.
Aber es gab auch einen schönen Moment heute. Die Hühner, die wir damals aus der Legebatterie aufgenommen hatten (man beachte die Vorher-Nachher-Bilder)
gehen immer mehr auf Wanderschaft. Und eindeutig: Aus vier „hässlichen Entlein“ sind vier wunderschöne Schwäne geworden.
Das Federkleid ist durch jede Menge Bierhefe im Futter wieder erstklassig.

Und noch etwas Tolles ist heute passiert: Unser Ausbrecher-Kaninchen „Eisberg“ (er wollte sich im Sommer und Hebrst partout nicht einfangen lassen und lebte bei unseren Nachbarn
unter einer Hecke) ist heute zurückgekehrt. Welcome home
:-). Zur Feier des Tages gab es ein Stück Gurke, frischen Salat, jede Menge Heu und ausnahmsweise etwas Kraftfutter.
Gerade noch rechtzeitig zurück gekehrt, denn in etwa 4 Wochen läuft der Impfschutz aus. Für 2 Tage kommt er in einen Käfig. Montag gehts erstmal zum Tierarzt, dann gibts ne Spritze.
Und anschließend kommt er wieder
in das große Außengehe (mit Stall) und (mittlerweile) eingegrabenen Zäunen (Buddeln ist ok, aber diesmal sind die Tunnel begrenzt ;-)).
Das gibt ein Hallo mit den anderen Kaninchenkumpels.
Auch unser Neuzugang „Princess“ hat mittlerweile die Vergesellschaftung geschafft. Ist jetzt die beste Freundin vom kastrierten Kaninchenbock „Heuschreck“.

Und jetzt schnell wieder ins Bett. Zuvor noch nen heißen Tee. Wird Zeit, dass der Frühling kommt (schön wärs).

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Heute dann doch noch mal aus dem Bett in den verregneten Dezembertag begeben.
Die letzten beiden Plätze im „Blühwiesen-Beweidungs-Winterquartier Am Wulberg“
sind nun belegt.
Die beiden Ponys Elsa und Honey sind heute gekommen. Danke an Sabine Berg.
Jetzt ist unser Tier-Station „Am Wulberg“ komplett voll.
Das war erstmal ein bißchen Trubel, als die „alteingesessenen“ Shettys Nika und Chayenne die beiden Neuzugänge begrüssten. Jetzt gewöhnen sie sich erstmal aneinander.
Ggf. erhalten sie noch eine Impfung gegegen Tollwut, eine Impfung gegen Herpes scheint wohl doch ein zu hohes Risiko zu sein.

Wichtig: Wir geben keine Tiere ab und vermitteln auch keine Tiere weiter (ich schreibe das hier weil immer mal wieder Anfragen kommen).
Unsere Tiere sind „Familienmitglieder“ und bleiben bei uns, bis sie und wir „alt und grau“ sein 😉

Und jetzt schnell wieder unter die warme Decke und „heiße Zitrone“ trinken.

Touristisches Hinweisschild für Blühwiese

Ok, touristisch ist eine Blühwiese vielleicht nicht das Louvre oder das Kolosseum oder so.
Dennoch hatten wir im Sommer einige Liebhaber, welche gezielt angereist sind, um die in allen Farben blühenden Blumenwiesen zu bestaunen (einer kam sogar aus Frankfurt :-)).

Eine durch unsere Gnadenhoftiere abgeweidete Wildblumenwiese (direkt beim Hotel Restaurant Wiesehahn Hubertus) hat ja im Sommer den Titel
„Deutschlands Naturwunder 2018 – Letzte Refugien für Insekten“ gewonnen (ausgezeichnet von der Heinz Sielmann Stiftung und EUROPARC Deutschland e.V.). Nominiert durch den Naturpark TERRA.vita.

http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/pokaluebergabe-fuer-deutschlands-naturwunder-2018/

https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/blumenwiese-in-niedersachsen-ist-deutschlands-naturwunder-2018/
Darauf werden wir nun mit einem tollen Tourismus-Umweltbildungs-Hinweisschild aufmerksam machen (DIN A0).
Das Hotel hat einen gut besuchten (und lohnwenswerten) Biergarten. Somit ist wahrscheinlich, dass das Schild und die Wiese auch oft bestaunt werden.
Wenn einige die dargestellten Informationen mitnehmen und zu Hause umsetzen, dann ist wieder etwas gewonnen. 🙂

Teutoburger Energie Netzwerk eG fördert Blumiger Landkreis Osnabrück

Tolle Sache.
Blumiger Landkreis Osnabrück – Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen, erhält weitere Förderung


Im Rahmen einer Online-Abstimmung der Teutoburger Energie Netzwerk eG sind 42 % der Stimmen auf unser Projekt gefallen.
Wow!!! Das bedeutet, dass wir eine zusätzliche Förderung des Unternehmens erhalten, mit welcher wir Saatgut für 2019 erhalten werden.

https://ten-eg.de/news?newsid=145

Im nächsten Jahr werden wir ja auf verschiedenen Flächen unsere Gnadenhof-Tiere für
eine Mahd der kräuterreichen Blühwiesen einsetzen – die freuen sich schon. Und die Wiesen werden viel schonender bearbeitet, als wenn
wir diese mit Maschinen mähen.

Die Biotopvernetzung der bisherigen Blühwiesen schreitet somit weiter voran.
Wir bedanken uns bei der TEN eG und bei allen, die für uns gestimmt haben, richtig gut!!! 🙂

Heute an einer Auflage des Veterinäramtes gearbeitet

Heute an einer Auflage des Veterinäramtes gearbeitet
Als Voraussetzung für eine Genehmigung haben wir noch dafür zu sorgen, dass unsere Drathzäune
in einem Innenabstand mit einer Stromlitze versehen werden. Warum? Prinzipiell kann es sein, dass sich Pferde mal im Drahtzaun verfangen.
Das ist in den letzten Jahren zwar noch nicht vorgekommen, wir nehmen das aber ernst und haben heute mit der Absicherung begonnen.
Die ersten 200 Meter sind nun „safe“.

Wichtig auch deswegen: Am Dienstag nehmen wir zwei weitere Ponys auf.

Vielen Dank an dieser Stelle an Celia S. und Mareike A. für zwei tolle Spenden.
Wir werden Eure Unterstützung für weiteres Heu für den Winter (aktuell essen unsere Tiere 3 große Ballen am Tag), insbesondere aber
auch für Impfungen der dann insgesamt 4 Ponys verwenden.
Unsere „Minis“ Nika und Chayenne sind bislang gegen Tetanun und Tollwut geimpft. Nach Rücksprache mit unserem Tierarzt wird bei allen 4 Ponys evtl.
noch eine Impfung gegen Herpes und evtl. gegen Influenza folgen.

Selbstverständlich seid Ihr nun auch in unserer Hall of Fame genannt 🙂
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Amazon-Smile-Programm und Online-Einkäufe?

Die Frage „Amazon-Smile-Programm“ (heisst: Die geben bei jedem Einkauf 0,5% an eine gemeinnüzige Organisation (hier an uns: https://smile.amazon.de/ch/65-270-16038)) bzw. bzw. „Online-Handel“ und dadurch z.B. über „Gooding“ Provisionen für den Tierschutz zu bekommen (ja oder nein) [https://www.gooding.de/gnadenhof-broedel-melle-77700] ist ein schwieriges Thema und wird oft hitzig diskutiert. Auch hier gab es gestern jede Menge Gemecker im Postfach, weil wir da mitmachen. Ok. Hier mal eine Antwort auf das Gemecker (Rechtschreibfehler gratis enthalten):

Lieber *****, ich kann Deine Meinung (zum Teil) verstehen.
Uns wäre es auch lieber, wenn wir unser Geld unabhängig
von Amazon & Co. erhalten würden, ohne Frage. Denn ohne Zweifel ist es so, dass
der Online-Handel z.B. Innenstädte veröden lässt, das Steueraufkommen der Kommunen reduziert,
bei einigen Online-Händlern gibt es prekäre Arbeitsbedingungen etc.
Das stimmt leider alles.

Nun jedoch zur allgemeinen Situation:
Wir betreiben ehrenamtlich (außerhalb der „normalen“ Arbeit) einen Gnadenhof mit mittlerweile 2 Standorten und über 40 Tieren.
Die haben Hunger, werden auch mal krank, müssen geimpft werden etc. Das kostet alles extrem viel.

Zudem führen wir ehrenamtlich (auch außerhalb unser „normalen Arbeit“) unterschiedliche Artenschutzprojekte durch. Das kostet alles noch deutlich mehr als unser Gnadenhof.
1 Kilogramm regionales Spitzensaatgut für unser Insektenschutzprojekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ liegt bei 170 Euro (für gerade mal 500 m²).

„Aber doch nicht Geld einnehmen um jeden Preis, das geht so nicht. Empört Euch.“

Um jeden Preis nicht. Wenn jedoch keine Kohle da ist, dann können wir z.B. kein Heu kaufen.
Heisst: Notschlachtung.
Oder wir können kein einziges Saatgutkörnchen für Blühwiesen kaufen. Heisst: Es passiert (ganz genau): NIX!!!

Und: 75 % der Weihnachtseinkäufe werden Online getätigt. In gewisser Form, wenn wir das Smilie-Programm hier posten, dann untersützen wir das auch irgendwie, leider. Diesen Schuh müssen wir uns dann auch anziehen. Begründung: Siehe oben und unten.

Eine persönliche Anmerkung (von Kai): Ich persönlich kaufe übrigens ungefähr 90% Online. Lediglich Tierfutter, einige Bio-Produkte und ab und an mal dies und das kaufe ich im Laden. Warum: Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, dann haben die Läden dicht. Oder aber ich bin von der Arbeit so platt, dass ich nicht auch noch Lust habe, mich in einem Laden zu bewegen. Übrigens kann man auch prima online einkaufen und unterstützt damit regionale Unternehmen, z.B. : https://die-gemuesegaertner.de/
Wir werden das Rad in dieser Hinsicht nicht mehr zurückdrehen können.

„Aber das muss man deswegen doch nicht auch noch unterstützen“
Kommt drauf an (siehe unten und oben) und wie man individuell seine Zeit einplanen möchte.

„Dann holt doch Geld über Crowdfunding-Kampagnen rein.“

Das machen wir, häufig,, oft und massiv. In der letzten Zeit sind glücklicherweise diverse Spenden eingegangen und wir wissen das zu schätzen, sehr sogar!!
Danke 🙂 🙂 🙂
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/
Trotzdem deckt das nicht im Ansatz die Kosten. Ich will hier nicht jammern, wir sind kreativ genug
auch andere Quellen zu finden (z.B. den Verkauf des Buches http://das-einpflanzbuch.de, den Verkauf veganer Aufkleber, Bio-Kompost, Kompostwürmer etc.), zur Not erpressen wir Schutzgeld oder machen ne Bank klar; dennoch ist
die Situation eigentlich immer „eng“. Bedeutet auch, dass dadurch kaum geplant werden kann.

„Ja, dann schreibt doch Firmen an, die Spenden vielleicht was“

Auch das machen wir, auch da haben wir sehr viel Glück, dass immer mal wieder tierschutz- und naturschutzbewusste Firmen etwas spenden. 🙂
Ohne diese Spenden sähe es mau aus. Um es mal ganz klar und deutlich auf den Punkt zu bringen: Hätten wir nicht in diesem Jahr sehr viel zusätzliches Geld durch verschiedene
Preise (Google Impact-Wettbewerb (noch ne Datenkrake, oh wei, oh wei, das Geld stinkt aber gewaltig….;-)), Niedersächsischer Umweltpreis, Niedersächsischer Ehrenamtspreis etc. erhalten,
dann wäre „der Laden schon lange dicht“. Und zwar sowas von dicht, und dann passiert: Ganz genau! NIX! Im Sommer musste der Gnadenhof zwangsumgesiedelt werden, weil sich eine Person von unseren Tieren gestört fühlte (ist das nicht unglaublich? Weil sich eine Person gestört fühlt kann es mal eben locker sein, dass ne kleine Umweltschutzgruppe pleite geht, und dann ist Schluss mit Umweltschutz….:-(),
und jene Leute, welche sich jetzt „empören“ helfen dann in der Regel: nicht!! Wenn es „brutal hart auf hart“ kommt, dann ist man (von wenigen tollen Ausnahmen mal abgesehen): Allein! Dann doch lieber Stinkegeld nehmen (die Frage stellt sich für mich offen gesagt garnicht). Allerdings: Auch „Stinkegeld“ hat seine Grenzen: Eine Zusammenarbeit mit Bayer beispielsweise würden wir dann wohl doch lieber ablehnen…

„Aber es gibt doch Geld von Stiftungen etc., das kriegt man doch ganz leicht“.

Ja, „leicht“ ist relativ. Wir schreiben viele viele Anträge, um Geld von Stiftungen zu erhalten. Wir haben das Glück, einige tolle Förderer gefunden zu haben:
Z.B. hier‘: http://blumiger-lkos.de/unterstuetzer/

und hier: http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/blumiges-melle-de-vielen-dank-an-unsere-unterstuetzer/

Auch das hält die Projekte am Laufen. Und gleichzeitig: Bei vielen Projekten müssen wir einen hohen Projektanteil privat vorstrecken, mehrere 1000 Euro.
Wenn alles gut geht, dann kriegen wir das nach einigen Jahren wieder. Es handelt sich dabei um das Geld, welches wir mit unserer Lohnarbeit im Büro, Einzelhandel etc. verdienen. Und jetzt die Frage: Welcher „normale Mensch“ kann schon mal eben so 3000 Euro für einige Jahre vorstrecken? Die Antwort kannst Du Dir denken. :-/ Zudem: Der Zeitaufwand einen Antrag zu schreiben ist immer auch brutal hoch.
In dieser Zeit können fehlt uns als mittlerweile 4-Personengruppe (bis vor einigen Monaten waren wir nur zu zweit) dann mindestens eine Person.

„Und Geld leihen?“

Haben wir schon, sehr viel. Im Augenblick sind wir mit einem hohen vierstelligen Betrag in der Kreide.

Offen gesagt, ich kann zwar Deinen Einwand verstehen, und gleichzeitig ärgere ich mich (immer wieder) massiv über solche Beiträge.
Diese verkennen die ernste Situation, welche sich quasi jeden Monat darbietet. Zudem ist es letztlich nur Gemecker, ohne konstruktiven Ansatz.
Und das hilft uns als Tier- und Naturschutzgruppe genau so viel: GARNICHT (im Gegenteil).

„Was für eine Welt wollt ihr eigendlich?
Ich bin empört. Empört euch!“
Ich ärgere mich sehr über diesen Satz, das ist ein grober Käse und ein ziemlicher Quatsch. Gottseidank bin ich ein hitziger Hitzkopf, denn auch solcher Ärger hält den Motor am Laufen…(in diesem Sinne hat der Satz sogar noch was Konstruktives).

Wir wollen (z.B.) eine Welt, in der weniger Tiere einfach so „als Masse“ geschlachtet werden. Leben ist lebenswert.
Und wir wollen dafür sorgen, dass wir einen kleinen Beitrag zum Artenschutz leisten können.
Für „Blumiges Melle“ z.B. (geplant waren 24.000 Euro) ist letztlich ein monetärer Betrag von über 60.000 angefallen. Dank vieler Unterstützer (und auch nächtelanger Arbeit vor dem Rechner und vielen vielen Anträgen)
konnten wir das irgendwie stemmen (zwischenzeitlich war jedoch auch mal eine Insolvenz ein Thema) (übrigens: Wir haften privat, mit unserem Privatvermögen, noch Fragen???), das ging gut. Aber geht das jedes Mal gut? Beteilige Dich mal lieber konstruktiv als nur zu schreiben, was wir lassen sollen, das ist besser!

Herzlich willkommen in der Alltagspraxis eines kleinen Gnadenhofes (http://gnadenhof-melle.de) und einer ehrgeizigen und hochmotivierten (und gleichzeitig winzigen) Naturschutzgruppe (http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de)

Viele Grüße von einem (mal wieder) genervtem Kai

Danke an die „Ost und Koch Immobilien Gmbh“

Danke an die „Ost und Koch Immobilien Gmbh“ [https://ostundkoch.de/immobilien/]
Ein schönes Beispiel, wie es auch gehen kann…

Vielen herzlichen Dank an die Firma „Ost & Koch Immobilien GmbH“ (insbesondere an Frau und Herrn Ost) für eine erneute (und sehr hohe) Spende.
Angelegter Storchenkorb wird den Namen der Firma tragen

Das gespendete Geld wird komplett in den Artenschutz fließen.
Zum Einen wird davon eine große Menge frisches Saatgut für weitere Blühwiesen im Jahre 2019 gekauft.
Auch bei der „OKI“ haben wir in diesem Jahr mit toller Unterstützung der Firma sowie Schülern der IGS Osnabrück eine solche Wiese angelegt:

Blühwiese in der Stadt Osnabrück angelegt

Blumiger Landkreis Osnabrück


https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1189340/gesamtschueler-der-igs-osnabrueck-saeen-fuer-die-artenvielfalt
Auch 2019 soll es natürlich weitergehen. Im März werden wir wieder erstklassiges Saatgut erwerben, um weitere artenreiche Blühwiesen für Insekten zu schaffen.
In diesem Jahr haben wir alles bis auf das letzte Körnchen ausgesät.

Ein Anteil der Spende wird zudem in die Errichtung eines Storchenkorbes fließen.
Der Storchenkorb wird auf einem 9 Meter-Mast (unterhalb 10 Meter sind diese Masten genehmigungsfrei)
auf dem Blühwiesen-Beweidungs-Winterquartier „Am Wulberg“ in Melle/Westerhausen errichtet.
Die neue Storchenheimstätte wird „OKI“-Storchenkorb heißen (Ost & Koch Immobilien GmbH).

Da bekannterweise Nisthilfen nur ein Teil des Artenschutzes und Nahrungsquellen mindestens ebenso wichtig sind, wird der größte Teil der Spende
jedoch in den Ankauf einer großen Menge Lehm fließen (eine entsprechende Firma wurde bereits beauftragt, kann noch etwas dauern,
Lehm ist immer schwer zu kriegen).
Lehm wofür?
Nun, die Feuchtbiotope am Kreimerhof sind „nicht ganz dicht“. eine ganze Truppe Maulwürfe macht sich am Kreimerhof den Spaß, immer wieder den Stöpsel
aus den bereits mit einigen Tonnen Lehm ausgelegten Biotopen zu ziehen (kein Witz, stimmt wirklich in gewisser Weise :-/).
Das Wasser der sog. „Himmelsteiche“ fließt ja von einem Stall in die beiden Biotope, doch offenbar ist die Lehmschicht noch nicht dick genug.
Immer wieder graben sich die kleinen Kollegen von unten oder von der Seite zum Biotop hin. Wir haben ihnen 1000mal gesagt, sie sollen das lassen,
doch das interessiert sie bislang nicht. Manchmal sieht man ganze Kolonnen von Ihnen in Badelatschen und mit einem Handtuch bewaffnet zu den Teichen stromern.
Davor haben sie sich sogar eine Art Ministrand eingerichtet, auf welchem sie zuweilen in kleinen Sonnenstühlen sitzen und Dosenbier trinken (nehmt mal lieber Flaschen).
Im Spätsommer haben wir einige auf Luftmatratzen mit kleinen Cocktailgläsern (mit winzigen Sonnenschirmchen) gesehen.
Dann buddeln sie wieder etwas und plötzlich ist der Teich leer. Fließt in die unterirdische Maulwurfs-Lagune. Kucken wir dann mit
Taschenlampen da rein, dann sehen wir die Stinker auf Banana-Booten über ihren unterirdischen Privat-See flitzen.
Was sind die am Johlen….Spaß haben sie scheinbar (sei ihnen ja auch gegönnt).
Unter dem Wasser blitzen zuweilen dann im Taschenlampenlicht Fragmente des Bernstein-Zimmers auf, da ist es also. Wer hätte das gedacht…(kann leider nicht geboren werden, die
Feuchtbiotope haben Vorrang).
Wie dem auch sei: Die Maulwürfe können ja gerne den Bachlauf der Biotope als ihren Privatstrand nutzen, die Teiche jedoch erhalten jetzt noch eine große Schicht Lehm,
damit das Wasser auch drin bleibt.

Wofür ist Lehm wichtig?
Der Landesbund für Vogelschutz z.B. warnt, dass Schwalben kaum noch Baumaterialien für Ihre Nester finden:
https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-haus/voegel-am-haus/schwalben/baumaterial-fuer-schwalben/
Zitat: „Aus dem Mangel an feuchten Lehm- und Erdböden folgt, dass die Nester der Rauch- und Mehlschwalben
teilweise nicht richtig fertig gebaut werden können. Sie sind instabil und drohen, auseinanderzubrechen.
Dadurch sind nicht nur die Jungvögel in Gefahr, die Nester halten den Witterungsbedingungen auch weniger stand
und werden im nächsten Jahr eventuell nicht mehr vorhanden sein.“

Wildbienen z.B. nisten gerne in lehmigen Steilwänden (welche sich auch nachbauen lassen).
Auch als Wasserquelle sind feuchte Lehmböden außerordentlich wichtig. Im Sommer konnten wir das am Kreimerhof oft beobachten,
als Schmetterlinge und verschiedene Bienenarten die wenige vorhandene Feuchtigkeit aus dem Lehm sogen.

Zu künstlich angelegten Lehmbiotopen siehe auch:
https://niedersachsen.nabu.de/imperia/md/content/niedersachsen/schwalben/anleitung_lehmpf__tze.pdf
Und: Verschiedene Insekten nutzen Lehm um ihre Brutröhren zu verschließen.
https://www.nabu-oldenburg.org/fragen-zum-naturschutz/insekten/

In diesem Sinne: Die Spende der OKI hilft uns, eine große Lehmquelle anzulegen. Danke 🙂

Denn: Wir als gUG Umweltschutz und Lebenshilfe sind nachwievor „kleine Krauter“ mit viel Energie (aber wenig „Masse“).
Zwar sind bei uns ehrenamtlich – mit hohem zeitlichen Einsatz – nicht mehr nur zwei Personen aktiv (insbesondere am Kreimerhof würde es nicht funktionieren,
wenn wir nicht mit Julia und Simone zwei weitere Personen in unserem Team hätten), aber dennoch sind wir eine „Mini-Gruppe“,
welche aber mit viel Herzblut eine ganze Menge hinbekommt.
Danke an alle Personen, welche uns in unterschiedlicher Weise unterstützen.
Danke auch an die Stadt Melle, welche uns beispielsweise Flächen, für unsere Naturschutzarbeit zur Verfügung stellt. So kann es gehen 🙂

„Blühwiesen-Beweidungs-Winterquartier Am Wulberg“ voll belegt

Liebe Leute,

aufgrund verschiedener Anfragen:

Außer maximal ein oder zwei Kaninchen (kastriert und bitte möglichst schon geimpft) können wir an der
Gnadenhofstation/Blühwiesen-Beweidungstiere-Winterquartier „Am Wulberg“ keine weiteren Tiere aufnehmen.
Wir werden dort zwar in Kürze noch die restlichen 1500 m² (und auch eine dort bereits eigens angelegte Blühwiese (1000 m²))
mit einem Zaun absichern, jedoch sind auch diese Areale schon bei dem geplanten Tierbestand berücksichtigt.

Aber: An verschiedenen anderen Standorten werden weitere Flächen für unsere Tiere vorbereitet (werden).
Die Planungen laufen. Da insbesondere Ziegen jedoch „Ausbrecherkönige“
sind, wird dort jeweils mindestens 1,50 Meter Zaun errichtet (und ca. 15 cm eingegraben).
Ein Teil der eingehenden Spenden wird künftig in den Ausbau eben dieser Strukturen gesteckt.

„Am Wulberg“ werden in Kürze noch (sehr wahrscheinlich) zwei Miniponys einziehen sowie (eventuell) ein Schaf und (vielleicht) eine Ziege sowie (eventuell) zwei Mini-Zwergziegen.
Mehr jedoch geben die Winterquartier-7000-m² nicht her. Zudem wäre das Geld auf Dauer „zu knapp“, genauso wie die Zeit nicht ausreichen würde.
Jeder Standort hat seine natürliche Grenze. Über den Winter werden wir dort in Komformität mit dem vorherrschenden Baurecht und in Absprache mit dem Veterinäramt des Landkreises
verschiedene Strukturen weiter ausbauen und verbessern (z.B. Anlage von Stromlitzen für die Ponys).

Ab spätem Frühjahr dann werden die Tiere dann, wie Nomaden, von Fläche zu Fläche ziehen
und sich hier emsig im Sinne des Naturschutzes um die Mahd von Blühwiesen und Grünland zu kümmern.

Der Gnadenhof Brödel steht ja auf „zwei Säulen“. Das „Blühwiesen-Beweidungs-Winterquartier Am Wulberg“ und das Hauptquartier in Melle/Oldendorf „Am Kreimerhof“.
Ob dort ggf. weitere Tiere aufgenommen werden können entscheiden Simone Brockmann, Julia Gommer und Karsten Wachsmuth (bitte dort ggf. einmal anfragen, bzw. per Mail).