Titel für Melle wird greifbar: Deutschlands Naturwunder 2018 – Letzte Refugien für Insekten

Die Abstimmung für „Deutschlands Naturwunder 2018 – Letzte Refugien für Insekten“ läuft noch bis Ende August.
Wir haben gute Chancen, den Titel ins Osnabrücker Land (nach Melle) zu holen.

Aktueller befinden wir uns auf Platz 2: 18.45 % !!!

Bitte stimmt hier für die „Gnadenhof Blühwiese Blumiges Melle“ ab:
https://www.sielmann-stiftung.de/naturwunder//

Hier ein Artikel dazu in der NOZ:

https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1416299/ritterschlag-fuer-das-projekt-blumiges-melle

Infostand beim TSV Westerhausen

Heute beim TSV Westerhausen (TSV-Natur) über die bedrohliche Situation (Beweidungsverbot?)
unseres Gnadenhofes Brödel/Melle informiert. Zudem mehrere Hundert Flyer, Saatguttütchen und Aufkleber
für die Projekte „Blumiges Melle“ und „Blumiger Landkreis Osnabrück“ verteilt.

Absolut stark, was der TSV Westerhausen (danke an Frank Strötzel) da auf die Beine gestellt hat.
Ein Sportverein, welcher
sich maßgeblich für Natur- und Artenschutz einsetzt. Zur Müllvermeidung gab es sogar die Pommes-Frites in essbaren Schälchen.
Große Klasse!!!

Deutschlands Naturwunder 2018 in Melle?

Eine unserer Blühwiesen in Melle (direkt auf dem Gelände des Gnadenhofes „Brödel“ in Melle/Westerhausen) ist seit heute Vormittag für den Wettbewerb „Deutschlands Naturwunder 2018 – Letzte Refugien für bedrohte Insekten“ nominiert worden: https://www.sielmann-stiftung.de/naturwunder/wahl///Naturwunder/

Der Naturpark TERRA.vita hat diese Fläche ganz offiziell bei dem Wettbewerb eingereicht.

Kai Behncke, Projektleiter der Projekte „Blumiges Melle“ und „Blumiger Landkreis Osnabrück“:

„Diese Nominierung ist ein Ritterschlag für uns. Nachdem die Projekte überregionale Beachtung erfahren haben fällt nun ein bundesweiter Fokus auf eine ganz spezielle Blühwiese, welche noch dazu von der örtlichen Grundschule ausgesät wurde. Die Besonderheit ist, dass durch unsere Gnadenhofbeweidung Aspekte des Tier-, Natur- und Artenschutzes perfekt harmonieren. Melle kann durch die Nominierung für den Wettbewerb nun Deutschlandweit für positive Schlagzeilen sorgen.“

Die durch einen Weidezaun abgetrennte Fläche wird periodisch (3 mal im Jahr) von den Tieren des Gnadenhofes „Brödel“ (Melle) beweidet. Die Tiere übernehmen somit die notwendige Mahd, ohne welche Blühwiesen nicht bestehen können.
Die Hinterlassenschaften der Tiere werden „abgeäppelt“. Durch die immer wiederkehrende Mahd ist die
Fläche mittlerweile ausgemagert und diverse Sandoffenstellen sind vorhanden.
Eine Vielzahl von Wildblumen sowie Wildbienen finden hier dadurch optimale Lebensbedingungen vor.

Durch die Heinz Sielmann Stiftung wird ein Monitoring des Areals bezahlt.
Dadurch kann nachgewiesen werden, dass die Blühwiese ein wichtiges Refugium für unterschiedliche Wildbienenarten ist:
https://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/Zwischenbericht_wildbienenmonitoring.pdf

Auch diverse Schmetterlinge wurden dort gesichtet (Schwalbenschwanz, Bläuling) (Rote Liste)

Auffällig ist, dass sich die Blühwiese durch die Beweidung ausdehnt
(das Saatgut wird über die Hufe der Tiere verbreitet und „eingesät“).
Im Jahre 2017 wurde die Blühwiese auf etwa 550 m² angelegt. 2018 blühte es zusätzlich auf etwa 200 m² um das Areal herum ebenfalls. Zudem dient die Fläche einer wichtigen Biotopvernetzung in unserer Naturlandschaft (Projekte „Blumiges Melle“ + „Blumiger Landkreis Osnabrück“):
http://blumiger-lkos.de/karte/lkos/bluehflaechen.html
Standort: Melle/Westerhausen, östlich der Westerhausener Straße. Ca. 740 m²
Gelb: 2018 angelegt
Rot: 2017 angelegt, Blüht in der Regel in voller Pracht
Legende: E = Einsehbar N = Nicht einsehbar

Kai Behncke:

„Die extensive Beweidung durch unsere Gnadenhoftiere sorgt bei immer mehr Menschen für Interesse. Ab nächster Woche starten wir dazu ein Projekt mit der Meller Firma „Zentrale Autoglas GmbH“. Für 2 – 3 Wochen sollen einige unserer Gnadenhoftiere dort die Mahd der Firmen-Blühwiese übernehmen. Diese Form der Beweidung ist viel schonender, als wenn wir dort mit Maschinen vorgehen.“

Neben der Nominierung für den Wettbewerb „Deutschlands Naturwunder“ wird das Gemeinschaftsprojekt „Blumiges Melle“ + „Blumiger Landkreis Osnabrück“
Ende August einen der Niedersächsischen Umweltpreise 2018 erhalten.
Der Preis wird am 27. August vom Niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie, Klimaschutz
und Bauen, Herrn Olaf Lies überreicht.

Professionelles Extensivierungsprogramm durch Gnadenhoftiere in Melle wird ausgedehnt

Action Action – Satisfaction
Heute war wieder Mahd-Sport-Tag.
Set Beginn des Projektes „Blumiges Melle“ 15 Kilo verloren – und es macht auch noch Spaß 🙂
Professionelles Extensivierungsprogramm durch unsere Gnadenhoftiere startet in Melle

Heute gemeinsam mit George Trenkler (ein „Grüner“ mit Leib und Seele) auf seiner Streuobstwiese gearbeitet.
Es macht dort immer viel Spaß, und es gibt mit Sicherheit nur wenige Orte auf der Welt, auf welcher „die Natur“ noch so in Ordnung ist.
Die Obstbäume dort (viele unterschiedliche Apfelsorten, Kirschen, Mirabellen) biegen sich ob ihrer Früchte. Herrlich anzusehen.
Viele Wiesen-Flockenblumen, Rainfarn, Disteln und entsprechend viele Schmetterlinge. Ein echtes Paradies. Aber damit es sich erhält ist
ab und an eine Mahd ganz gut. Und von Felicitas gab es eine Kiste tolles Bio-Bier (Lammsbräu) – Best Bier ever 🙂 Am Feierabend
ein paar Fläschken geleert (gibt es zu kaufen bei Georgs Bioladen [https://www.georgs-bioladen.de/], und ist jeden Cent wert.
Garantiert frei von Glyphosat.)

Dann heute an der Meller Bifurkation malocht. Herrliches Blühwiesen-Heu abtransportiert. Eine ganze Menge davon gab es für die
dortigen Galloway-Rinder. Die haben sich gefreut. Und eine Riesenladung davon gab es für unsere Tiere auf dem Gnadenhof „Brödel“ Melle.
Begeisterung pur. Und auf den nicht gemähten 50% dort blüht es in allen Farben. Um Blühwiesen professionell zu mähen ist es ganz wichtig, immer erstmal
nur die Hälfte zu schneiden, und wenn es dort wieder blüht, dann die andere Hälfte. Alles andere wäre der plötzliche Exitus für eine Vielzahl von Insekten.

Diese Woche dehnen wir unser Extensivierungs-Programm in Melle aus.
Mit der Firma „Zentrale Autoglas GmbH“ in Melle haben wir den ersten Partner gefunden. Wir setzen dort gezielt unsere Schafe ein,
damit diese die Blühwiesen natürlich abmäh-mäh-mähen.
So schaffen wir natürliche Insektenbiotope ohne Maschineneinsatz. Und sich in der Mittagspause einmal an die Schaf-Blühwiese zu setzen sorgt
definitiv für eine schnelle Entspannung.
Zwei mal am Tag (früh morgens und spät abends, nach unserer Arbeit) schauen wir ob alles in Ordnung ist.
Wir sorgen für eine Wasserversorgung, einen mobilen Unterstand,
einen mobilen Zaun (mit Strom), täglich frisches Heu (ganz wichtig: Schafe und Ziegen benötigen jeden Tag Heu. Würde man
„nur Blühwiesenpflanzen“ füttern, dann wäre der Rauhfasergehalt zu gering und der Eiweißgehalt zu hoch,
das kann für die Tiere böse ausgehen). Natürlich setzen wir auch ein Hinweisschild, dass die Tiere nicht mit Brot und Obst/Gemüse
zu füttern sind (das könnte schlimm ausgehen).
Und: Unsere Schafhere (5 Kamerunschafe) kann man mieten (im Radius von 4 Kilomtern rund um Melle/Westerhausen).
Bedingung: Mindest-Weidezeit: 2 Wochen (würden die zu oft wechseln, dann hätten die zu viel Streß)
Preis: Verhandlungssache (je nach Solvenz und Eigeninitiative (z.B. Wasserversorgung)). Grundpreis (Orientierung): 20 Euro pro Tag

Achso ja, als das Projekt „Blumiges Melle“ begann (März 2017), da war ich ein ziemlicher Moppel (ist ja kein Drama, ist halt manchmal so). Aber:
Seit Projektbeginn nun ganz offiziell (seit kurzem) 15 Kilo verloren. Die Maloche macht es möglich. Und es macht auch noch Spaß (meistens) und ist gut für die bilogische Vielfalt.
5 Kilo müssen noch runter. Jedes Kilo sorgt für eine gesteigerte Biodiversität. Geht doch 🙂

Nächste Woche geht es zudem los mit den Vorbereitungen für die tolle Veranstaltung am 4. August vom TSV Westerhausen „Aktionstag TSV Natur“
(Danke insbes. an Frank Strötzel)
https://www.tsv-westerhausen.de/index.php/tsv-aktuell/988-aktionstag-tsv-natur-am-04-08-2018

Und: Unsere Anwalts-Kanzlei wird sich bald mit dem Bauamt der Stadt Melle treffen um eine Lösung für den
Verbleib unseres Gnadenhofes in Melle Westerhausen zu finden.
Für alle Szenarien haben wir mittlerweile Aktionen vorbereitet.
Ganz eindeutig: Ein angenehmer Kompromiss, eine gegenseite „Handreichung“
und ein konstruktives Miteinander sind uns am Liebsten! Denn wir können, mit so vielen Akteuren, gemeinsam, mit allen, Melle zu einem Naturparadies machen
– und wir sind gerne ein Teil des Ganzen.

Blumiges Melle + Blumiger Landkreis Osnabrück im Finale für den rennomierten Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN !!!

Blumiges Melle + Blumiger Landkreis Osnabrück im
Finale für den rennomierten Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN !!!
Bitte stimmt unter folgendem Link für uns ab:

gUG Umweltschutz und Lebenshilfe

Vielen lieben Dank 🙂
Blumiges Melle + Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

Meller Bifurkation gemäht und eine „Mickymaus geschwitzt“

Heute an der Meller Bifurkation gemäht (die ersten 50%) – und eine „Mickymaus geschwitzt“

Die Mahd von Blühwiesen ist teilweise ganz schön anstrengend. Erst wird mit dem Balkenmäher gemäht
und dann das Schnittgut mit Heuharke und Heugabel zu Heustreifen aufgeschichtet. Das ist guter Sport.
500 m² dauern in etwa 2 Stunden.
Seit dem Beginn von Blumiges Melle mittlerweile 14 Kilo abgenommen – ein angenehmer Nebeneffekt.
Auf dem nicht gemähten Teil an der Bifurkation summt und brummt es in allen Tonlagen.
Kein Wunder: Echte Kamille, roter Lein, Blutweidereich, Wilde Möhre etc. etc. sind äußerst attraktive Pollen- und Nektarspender.

Die Jahrhundertblühwiese zwischen Melle und Bissendorf wird Ihrem Namen gerecht

Die Jahrhundertblühwiese zwischen Bissendorf und Melle wird ihrem Namen gerecht. So etwas habe ich noch nie gesehen.
Eine unglaubliche Artenvielfalt auf 6000 m². Kornblumen, Sonnenblumen, Wegwarte, Kamille, Schafgarbe, Phacelia, Roter + blauer Lein etc. etc. blühen gleichzeitig (kaum zu glauben aber wahr!!).
Ein Meer von unterschiedlichen Schmetterlingen – auf einem der Fotos ein Pfauenauge.
Es ist sehr gut Blühwiesen zeitversetzt anzulegen, so werden kontinuierlich Pollen und Nektar geliefert.
Und wenn die ersten Wiesen schon (teil)gemäht werden, dann legen andere Flächen erst richtig los 🙂

Hier noch ein kleiner Film:

Die Wissenschaft ist begeistert – Blühwiesenheumonster in Melle gesichtet

Sensation! Blühwiesenheumonster in Deutschland gesichtet. Es gibt sie wirklich!!

Es ist wahr. Die Gerüchte über vereinzelt auftretende Blühwiesenheumonster in Deutschland scheinen sich zu bewahrheiten.
Nachdem zunächst einige Sichtungen aus der Region rund um den undurchsichtigen Pfälzer Wald durch die Gazetten geisterten, so scheinen
einzelne Heumonster auch im südlichen Landkreis Osnabrück ihr Unwesen zu treiben.
Blühwiesenheumonster sind scheu wie ein Reh, flink wie ein Hase, leise wie eine Fledermaus und listig wie ein Fuchs.
Sie tarnen sich mit Heu und werden seltenst auf abgemähten Blühwiesen gesichtet – um dort das Heu zu entfernen, einzulagern, zu stibitzen oder zu verfüttern (an sich selbst oder an andere Tiere).
Diese Bilder einer Wildkamera erreichten uns heute.
Clever unter Heu versteckt robbt eines der Blühwiesenheumonster, bewaffnet mit einer Heuharke mit Buchenholzzinken
(die guten Alten) am hellichten Tag (ganz selten!) über eine gemähte Wiese, um das Heu zu Nisthilfen aufzuschichten und eine Blühwiese zu extensivieren.

Sein Brunftschrei jedoch hat es verraten, sodass es mit einem Netz eingefangen werden konnte (siehe Bild, es liegt unter dem Heu).
Raffiniert wie diese Heumonster nunmal sind, nutzte es zum Glück einen unbeobachteten Moment aus, um sich klammheimlich vom Acker zu machen (welche Wortwitz).
Blühwiesenheumonster sind stark! Zwei der Wächter wurden „mir nix Dir nix“ umgeboxt. „Ich gehe doch nicht in den Zoo, Ihr Freaks!, brüllte es.
Diverse Jägerschaften und eine Vielzahl von Helfer versuchten über Stunden, es wieder einzufangen – ohne Erfolg!
Durch einen Geheimtipp einer befreundeten Eule konnten wir es am Abend noch einmal treffen. Es wirkte ganz fidel, freute sich, dass neben den abgemähten
Flächen noch viele Wildblumen blühen. „So soll es sein!“, murmelte es. Und dann vorwurfsvoll: „IHr Menschen seid Volltrottel, Ihr Idioten!
Ihr habt es geschafft, so viel Schaden anzurichten, aber mich kriegt ihr nicht, nie!!! Und die anderen auch nicht!“

Die anderen? Ein ganz erstaunliches Bild tat sich auf: Nessie (das Ding aus Schottland), einige Bigfoots (die geheimen Riesenkreaturen aus
den einsamen Wäldern von Maryland, USA)
und ein Yeti (zu Besuch aus Tibet) saßen an einem Tisch und spielten Karten. „Hier meine Jungs“, nuschelte das Blühwiesenheumonster.
„Wenn jetzt einer Reinhold Messner anruft,
dann breche ich ihm den Arm!“.
In Ordnung, ein Geheimnis soll ein Geheimnis bleiben. Wir Menschen würden die Gestalten eh irgendwo einsperren und zur Schau stellen.
Die Bigfoots grunzten, formten Ihre Riesenpranken zu geballten Fäusten und riefen: „Freiheit oder Tod!“ Nachvollziehbar.
Blühwiesenheumonster schlafen natürlich auch im Heu. Mit den Füßen nach unten (und sie tragen Sneakers):
„Dort quatscht mich keiner voll!“, sagte das Blühwiesenheumonster. Recht hat es. Ok, dann schlaf gut. Bis morgen!

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen, Blühwiesenheumonster retten
http://blumiger-lkos.de