Insektenhotels nahezu ausgebucht

Insekten aus dem ganzen Land halten an unseren Blühwiesen Einzug.
Die Shuttlebusse vom Bahnhof aus sind proppevoll.
Die Kaninchen interessierts nicht die Bohne.

Wo artenreiche Blühwiesen wachsen, da sind Millionen von Insekten.
Zig Wildbienen stehen Schlange vor den Hotels.

„Ham se watt mit Blick auf Mohn und Kornblumen?“

„Tut mir sehr leid, alles komplett ausgebucht.“

„Watt denn? Und mit freiem Flug zu Phacelia und Wiesen-Margeriten?“

„Ausgebucht!“

„Ick gloob ick spinne. Watt is mit Ackersenf und Malven. Blühn ja och bald, oda nich?“

„Oh, da könnte ich Ihnen noch einige schicke Zimmer anbieten. Geräumig, mit Frühstücksflug direkt vom Bett aus.“

„Watt kost dat?“

„Oh, also wir haben Hochsaison. Und die Wiesen sind einzigartig. Die Preise sind sehr hoch zur Zeit. In diesem Falle…“

„Quatsch nich rum, nehm ick. Ick zieh da sofort ein.“

Die kleine Wildbienen beim Einräumen zu sehen war schon goldig.

Unsere Kaninchen sitzen entspannt und glücklich in der Abendsonne. Auch die Meerschweinchen sind im Urlaubsmodus.
Einzige Ausnahme: Haus- und Wildkaninchen-Mischung Bertram (Tanja Bültermann, Karsten Bültermann) 🙂
Dass Bertram da ist merkt man spätestens, wen auf dem Weg zu den Eumels die Gehweg-Platten im Boden verschwinden.
Er zeigt den Hauskaninchen, welche Dimension „richtiges Graben“ annehmen kann 🙂
Selbst die Maulwürfe erblassen vor Neid.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
Spenden: https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen

Wer möchte, dass die Artenvielfalt nicht nur an Blühwiesen sondern auch an Gewässerrandstreifen steigt,
der unterschreibe bitte hier:
https://www.openpetition.de/petition/online/schaffung-eines-sachgemaessen-pestizid-schutzstreifens-an-gewaessern-im-landkreis-osnabrueck

Beweidung für den Artenschutz

Und natürlich ging es heute noch weiter.
Die ersten Schafe und Ziegen beweiden seit heute auf einer kleinen Teilfläche
ein städtisches Grundstück in Melle/Oldendorf.
Warum? Weil durch eine gezielte Beweidung wertvolle Kleinstrukturen für den Artenschutz entstehen können.

Eingesetzt werden die Minischafe Noisette (Hungry Hulk) und Schoki (TerrorBambule) sowie die beiden westafrikanischen Zwergziegen
Neptun (Grasmassaker) und Mobby Dick (The Eat-Machine).
Zunächst nur ein Teilstück, weil zuviel Eiweiss kann schlimm für Schafe und Ziegen enden.
Natürlich haben die Flitzer auch jede Menge Wasser, einen Regenschutzcontainer und selbstredend auch eine Schattenwand erhalten.

Zu unserem Jop gehört übrigens nicht nur die schonende Beweidung sicherzustellen sondern auch das Drumherum zu pflegen.
Also heute ordentlich Heu gemäht und Zuwege gefegt 🙂

Wer sichfür den Artenschutz an Gewässerrandstreifen in Osnabrück einsetzen möchte, der unterschreibe bitte folgende
Petition:
https://www.openpetition.de/petition/online/schaffung-eines-sachgemaessen-pestizid-schutzstreifens-an-gewaessern-im-landkreis-osnabrueck

Blühwiesenfest

An alle, die das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“
oder aber den Gnadenhof Brödel Melle bislang in unterschiedlicher Form unterstützt haben (z.B. durch Spenden oder aktive Mithilfe).
Wir sagen Danke !!!!

Für Samstag, den 3. August möchten wir alle UnterstützerInnen gerne zu unserem Blühwiesenfest Am Wulberg/Westerhausener Straße einladen. Wir würden uns freuen, wenn auch Du/Sie dabei sind/bist?
Das Blühwiesenfest wird zudem hier als eine Art Nachbarschaftsfest gestaltet. Darüber hinaus werden
auch sämtliche Sponsoren unserer Projekte, das Umweltamt der Stadt Melle, der Ortsrat Oldendorf und die gesamte Redaktion des Meller Kreisblattes an diesem Tage eingeladen.
An diesem Tage ist es an uns, einmal allen Unterstützerinnen und Unterstützern „Danke“ zu sagen.

Treffpunkt ist am Blühwiesen-Beweidungs-Winterquartier „Am Wulberg 31“ (Eingang rechts neben der Fahrradwerkstatt) (Ab 16.00 Uhr).
Ab etwa 16.30 Uhr geben wir eine kleine Führung über die von uns gestalteten Wildblumenwiesen mit unterschiedlichen Aussaaten.
Ab etwa 18.00 Uhr gibt es dann vielfältiges vegetarisches und veganes Essen, tolle Säfte, Bier und Wein etc. (ebenfalls Bio).

Wer möchte kann gerne etwas mitbringen, muss aber nicht… 🙂

Eine Bitte (schreiben wir an alle, keine Feier ohne „politische“ Botschaft 😉 ):
Da wir ja auch einen Gnadenhof betreiben, möchten wir darum bitten (sofern jemand etwas mitbringen möchte) auf Fleisch zu verzichten.
Wir wollen selbstverständlich niemandem vorschreiben, was er/sie
im Alltag essen soll/möchte, als Ausrichter der Veranstaltung wäre es jedoch für diesen Tag ein Wunsch von uns „vegetarisch“ zu bleiben (unsere Tiere würden uns
ungläubig anschauen, wenn 50 Meter entfernt von ihnen ihre Kollegen auf dem Grill brutzeln :-/).
Zudem: Die Klimaerwärmung wird uns (vermutlich) auch in diesem Jahr einige klimatische Vorboten senden.
Die intensive (Massen-)Tierhaltung & Fleischproduktion ist maßgeblich für den Treibhauseffekt (mit)verantwortlich (Methan, Distickstoffmonoxid).
Dazu kommt (eine interessante Zahl):
Für ein Steak von etwa 250 gramm werden in der Produktion etwa 4000 Liter Wasser benötigt (für Anbau und Bewässerung von Futtermitteln und Trinkwasser der Tiere).
Aus diesem Grunde möchten wir das Blühwiesen-Fest am 3. August gerne weitestgehend fleischlos ausrichten.
Danke und Grüße, Kai 🙂

Die Hundertste Blühwiese in Melle

Die Hundertste Blühwiese in Melle!!!!😀😀🎉🎉🎉🥇😍🐣🦟🐝🐝🐛🦋🐞🐞🐌⭐️🌈🌈🌈☀️🏆🏆🥇🎯🎯
Mehrere Generationen für den Artenschutz – Danke an Blühwiesen-Gigant Karsten Wachsmuth
Die Blühwiese Nummer 100 in Melle ist geschafft

Dieses Mal in Küingdorf. Die Karte spricht für sich, es ist gigantisch, was hier geschaffen wurde.
Dem Artensterben hoffnungslos ausgeliefert? Never ever! Wenn wir gemeinsam mitanpacken, dann drehen wir die Uhr zurück, und da sind wir (fast alle) gerade munter dabei. Sehr gut!

Besonders schön, wie sich mehrere Generationen an der Einsaat beteiligt haben. Spitzenklasse!!
Die Lage der Blühwiesen in Melle ist stark.
Unter folgendem Link die Karte:
http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=929867&mlon=6835712&zoom=12

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenviefalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Öffentlicher Zutritt für unsere Blühwiesen

Öffentlicher Zutritt für Blühwiesen
Samstag, 3. August (Melle/Westerhausen). 11.00 – 14.00 Uhr
Am Wulberg 31 (Zuweg rechts neben der Fahrradwerkstatt)
Staunen und Pflücken (von den Rändern) erlaubt

Am Samstag, den 3. August (von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr) öffnen wir
unsere Blühwiesen (basierend auf unterschiedlichem Saatgut) für die Allgemeinheit.
Kommt gerne vorbei, pflückt ein paar Blümchen und schaut Euch einmal an, welches Saatgut wie blüht.
Vielleicht ist ja auch etwas für Euren Garten dabei? Natürlich stehen wir dann vor Ort für Fragen jederzeit zur Verfügung 🙂

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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Unterstützung der Landwirtschaft für mehr Artenvielfalt

Wahlen sind Wahlen (und sind ohne Frage wichtig)
Doch unabhängig von allen Wahlergebnissen zählen nur „Machen“ und „Tun“
Gemeinsam mit der Landwirtschaft für mehr Artenschutz
Nicht nur in Melle sondern überall

Es ist eine „neue Generation“ die sich aktuell für mehr Natur-, Arten- und Umweltschutz bildet.
Und das Tolle ist: Diese Generation ist altersunabhängig. Egal ob 30, 40, 50, oder 80 Jahre,
das Umdenken und Handeln ist grandios.
Es knistert im Gebälk!

Heute ein außerordentlich interessantes Treffen mit Carl-Philipp Brinkmeyer vom Elshof Melle gehabt.
Auch dort wird jetzt ein großer Blühstreifen für Insekten angelegt (wurde es offen gesagt aber auch
schon unabhängig vom Projekt Blumiger Landkreis zuvor schon).

Diese Treffen machen Mut. Bei Herrn Brinkmeyer merkt man die Energie schon, wenn man ihm auf 50 Meter entgegen kommt,
vermutlich auch vom Jupiter oder Saturn ist diese noch spürbar.
Viele Ideen, sehr viel schon umgesetzt, mit beiden Beinen auf dem Boden stehend und das „Große Ganze“ im Blick.
Und es geht: Landwirtschaft im Einklang mit Natur und Ökologie – Wesentlich ein Ergebnis knallharter Arbeit und
eines bewussten und offenen (und definitiv intelligenten) Geistes!
Sympathisch ist der Typ auch noch: Very well done!
Während das Treffen kam noch der ehemalige Ortsbürgermeister von Buer vorbei (Wilhelm Hunting) und erzählte,
dass er auf Flächen, welche vom Elshof bearbeitet werden, wieder Feldlerchen gesichtet hätte.
Sternstunden des Artenschutzes und Gänsehautatmosphäre für jeden Naturschützer! Großartig!

Auch hier wird ein weiterer (großer) Blühstreifen für Insekten angelegt. Und wichtig ist aber „das darüber hinaus“:

Die Landwirtschaft besitzt eine Schlüsselpostion bei der Förderung (oder Vernichtung) der Artenvielfalt.

Die konventionelle Landwirtschaft, so wie sie in den letzten Jahrzehnten vielfach betrieben wurde, hilft auf Dauer nicht weiter, im Gegenteil,
diese fördert das Artensterben sogar. Jedoch ist nicht der „einzelne“ Landwirt/die einzelne Landwirtin „schuld“ daran, sondern
viel mehr die Preis- und Konsumpolitik in unserer Gesellschaft. Was sollen LandwirtInnen denn machen, wenn das Wasser finanziell „bis zum Hals“ steht?
Wie würden wir alle handeln?

Jedoch: Wir als Verbraucher können dieses steuern. Wollen wir „billige“ Lebensmittel, ohne besondere ökologische Ansprüche – und kaufen diese –
dann unterstützen wir das System und können lange auf die Veränderung warten.
Etwas schärfer formuliert: Wer Billig-Produkte aus dem Massen-Supermarkt kauft, der braucht sich über das Artensterben nicht zu wundern!!!

Und: Es ist definitiv nicht fair die Verantwortung für das Artensterben auf den Schultern der Landwirte abzuladen.
Wenn wir diese nicht durch die Zahlung eines deutlich höheren Produktpreises unterstützen UND
endlich auch anerkennen, dass Bäuerinnen und Bauern für die Schaffung ökologischer Zusatzstrukturen (z.B. Blühwiesen, Trockensteinmauern etc. etc.)
auch monetär gefördert werden, dann können „wir“ meckern und zetern wie wir wollen. Der auf „andere“ gerichtete Zeigefinger krümmt sich dann plötzlich und:
zeigt auf einen selber (Kratz Kratz Kratz am Hinterkopf).

Der Elshof in Melle gehört zu den zwei Höfen der solidarischen Landwirtschaft im Meller Raum:

https://www.solidarische-landwirtschaft.org/mitmachen/land-und-hoefe/angebote/

Eine echte Alternative, ein Vorzeigeprojekt, ein Aufruf aktiv zu werden und sich zu beteiligen.
Hier heute eine Menge gelernt (als Naturschützer kommt man aus dem Lernen nie heraus):

Z.B. dass Gurken, aufgepropft auf Kürbispflanzen, ausgezeichnet wachsen können (und ganz ohne Gentechnik), oder dass
ausgesäter Rasen im Gewächshaus hilft, damit sich der Morgentau nicht auf den Tomatenpflanzen absetzt (und dort die Blätter schädigt).
Hier werden Rinder, fern von intensiver Massentierhaltung, noch frei auf Wiesen gehalten.
Die Hinterlassenschaften der Tiere sind wichtig und hilfreich und bieten vielen Insekten (und deren Folgenutzern) Lebenshilfen.

Sehr schön auch, dass einige Lebewesen aus der Hühnerhaltung hier ihr Gnadenbrot finden.
Hühner können leider manchmal grausam sein und „picken ihr gegenüber förmlich tot“.
Das stimmt leider. Einige Hühner werden dann – in solchen Fällen – aus den Freilauf-Geländen umgesiedelt
und bekommen hier einen neuen Lebensplatz.

Auf dem Gemüseacker kommt es zuweilen zu Mäusefrass. Hier wird dann kein Massengift einsgesetzt sondern eine Ansitzstange für Greifvögel aufgebaut.
Auf dem Elshof leben z.B. auch Schleiereulen, die regeln das dann im nächtlichen Einsatz.

Es ist harte Arbeit und keine Selbstvewrständlichkeit – aber es ist machbar und schaffbar.
Eine ökologisxch nachhaltige Landwirtschaft – fördern und unterstützen wir diese, nur dann kann es langfristig funktionieren.
Erwerben wir dort Anteile, zahlen wir einen fairen Produktpreis (ggf. auch im örtlichen Bio-Laden),
und werden wir ein Teil des Wandels in der Agrarindustrie.
Durch unser aller Zutun können wir das schaffen.

Den Uhrzeiger stoppen wir um eine Minute vor 12 und drehen ihn zurück.

Gemeinsam mit Herrn Brinkmeyer wurden zudem noch Ideen für ein geplantes größeres Projekt zur Förderung der Landwirtschaft und des Artenschutzes in Melle gesammelt.
Das war klasse heute! Geschichte schreiben wir alle gemeinsam – Jetzt!

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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Naturwunder brauchen Geduld

Blühwiese an der Bushaltestelle „Alte Post“ Riemsloh
Aus „hässlichen Entlein“ werden manchmal „wunderschöne Schwäne“ – es braucht einfach nur Geduld

Mit Blühwiesen ist das immer so eine Sache.
Wenn sie blühen, dann sehen sie ganz fantastisch aus.
Wenn sie nicht blühen, also im frühen Frühling z.B., dann ist das nicht immer so.

Über die Blühwiese in Riemsloh an der Bushaltestelle „Zur Post“ gab es ja zuletzt unterschiedliche Meinungen.
Zunächst einmal: Die Blühfläche wurde innerhalb des Projektes „Blumiges Melle/Blumiger Landkreis Osnabrück“ ehrenamtlich auf einer städtischen Fläche angelegt.
Dort befindet sich zudem ein großes Schwalbenhotel – errichtet von der SON (Stiftung für Ornithologie und Umwelt).

All unsere Blühwiesen werden in der Regel von uns „gemonitort“ (schlechteste Punktzahl 1, höchste Punktzahl 10).

Im letzten Jahr hat die Fläche in Riemsloh völlig zu Recht eine sehr hohe Punktzahl erhalten: 8
Ein toller Erflog, hauptsächlich auf Basis des regionalen Saatgutes „Schmetterlings- und Wildbienensaum)“ (….der Goldstaub schlechthin):
https://www.rieger-hofmann.de/sortiment/mischungen/wiesen-und-saeume-fuer-die-freie-landschaft/08-schmetterlings-und-wildbienensaum.html

Siehe dazu auch: http://blumiger-lkos.de/naturschutz-extreme/

Wie das bei Blühwiesen aber eben so ist, basierend auf mehrjährigem Saatgut blühen sie auf jedem Fall auch im Folgejahr, man weiß jedoch nie wann (?).
In diesem Jahr war es im April und im Mai deutlich zu kalt, heisst: Es blüht mit Verzögerung.
Das kann dann auch schon mal etwas „urselig-ungepflegt“ und „artenarm“ aussehen (das ist leider so).
Zuweilen kann es Sinn machen, diese mit regionalen Akzeptanzarten dann etwas „aufzupeppen“
(letztlich sind Blühwiesen im öffentlichen Raum immer auch irgendwie politisch….).

In der Regel jedoch reicht es, einfach Geduld zu beweisen.
In den lezten 2 Wochen hat die Blühfläche in Riemsloh nun einen großen Sprung gemacht.
Wir erleben das übrigens immer wieder, dass auch „einjähriges“ Saatgut auf den Wiesen häufig wiederkommt, so wie hier z.B.
Kornblumen und Mohn.
Aber nicht nur das: Heute echte Kamille dort erspäht, Schafgarbe, Phacelia, Ackersenf, wilde Stiefmütterchen, Färberwaid (Isatis tinctoria),
eine Vielzahl unterschiedlicher Malven entwickelt sich dort, ebenso die mehlige Königskerze (Verbascum lychnitis).
Ein kleines Highlight: Einige Exemplare der gelben Resede dort gesichtet (Reseda lutea).
Auch der Wiesen-Bockbart(Tragopogon pratensis) und Rainfarn (Tanacetum vulgare) kündigen sich schon an.
Viele Keimlinge der Zaunwicke zudem im WAchstum (Vicia sepium).

Perfektus!!
Um Naturwunder zu sehen brauchen wir manchmal einfach etwas mehr Geduld.
Und: Noch ca. 2 Wochen – dann erleben wir dort eine Farbenexplosion!!

Und: Auch jetzt schon: Es summt und brummt dort „wie Hulle“. Die Blühwiese in Riemsloh ist ein wichtiger Beitrag gegen das omnipresente Artensterben.
Zudem existieren auf dem Areal einige sandige Bodenoffenflächen: Ein wertvolles Nistrefugium für unterschiedliche Wildbienenarten.
Ein herrliches Kleinord mitten in Riemsloh 🙂

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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Neues Artenschutzprojekt auf lokaler Ebene

Das Artensterben ist in vollem Gange – wir brauchen schnelle (kleine oder große) und viele Projekte,
punktuell (oder flächendeckend) und massenhaft. Und vor allen Dingen ohne große bürokratische Hindernisse.🌼😀🐝🦟🦋🦅🦉🦇🦇🦇🐑🐐🐾🐾🦔🐁🌞🌷🌹🥀

Hier eine gute Nachricht (auf lokaler Ebene): Der Gnadenhof Brödel Melle beginnt heute ganz offiziell ein entsprechendes Projekt gemeinsam mit der Stadt Melle.
Großer Dank an das Umweltbüro der Stadt Melle, insbesondere an Klaus Lichy und Thilo Richter.
Das ist eine sehr konstruktive und befruchtende Zusammenarbeit.
Vielen Dank für das nette Treffen heute auch an Herrn Jürgen Krämer, den Stadtsprecher der Stadt Melle.
Einmal mehr wird die Stadt Melle ihrem guten Ruf als natur- und artenschutzfördernd gerecht.

Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Melle und dem Gnadenhof Brödel

Auf einer Kompensationsfläche in Melle/Oldendorf – in der Nähe der Bushaltestelle Schürenort gelegen – beginnen das Umweltbüro der Stadt Melle
und der Gnadenhof Brödel der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe ein gemeinsames Naturschutzprojekt.

Verschiedene Schafe und Ziegen, unter Umständen kurzfristig auch zwei Ponys, werden das etwa 1700 m² große Areal mehrfach im Jahr durch eine Stoßbeweidung pflegen.
Diese Form der Beweidung sorgt für einen Schutz und eine Entwicklung standortabhängiger Pflanzen und Tiere.
Zudem entwickeln sich hilfreiche Mikrostukturen, welche Belange des Natur- und Artenschutzes fördern und unterstützen.

Die Folge: Die Stadt Melle spart mit dieser Maßnahme Kosten für ansonsten durchzuführende Pflegemaßnahmen, der Gnadenhof Brödel kann die Fläche kostenlos nutzen und
somit Futterkosten einsparen.

„Durch die Stoßbeweidung entstehen wertvolle Kleinstrukturen“, sagt der Leiter des Umweltbüros Thilo Richter.
Der Verbiss der Tiere sorge beispielsweise dafür, dass Offenstellen im Boden geschaffen werden, welche eine wertvolle Nisthilfe für Insekten darstellen.
Mittelfristig werdem dem Areal zudem Nährstoffe entzogen, wodurch sich ganz natürlich verschiedene Wildblumen ansiedeln können.

Kai Behncke, ehrenamtlicher Geschäftsführer der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe:
„Die Stoßbeweidung ist eine kurzfristige intensive Beweidung mit einer hohen Besatzdichte.
Sie kommt in ihrer Wirkung auf den Pflanzenbestand einer Mahd nahe, die aber Amphibien und
Insekten schont. Eine Mahd ist stets mit hohen Tierverlusten verbunden, eine Beweidung hingegen in wesentlich geringerem Maße.
Auch für die Gesundheit unserer Gnadenhoftiere ist eine Beweidung einer frischen Fläche förderlich.
Wir freuen uns sehr über die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Melle.“

„Eine Beweidung fördert durch die stattfindende kleinräumig variierende Weideintensität die Ausbildung von Lebensraumkomplexen.“,
erklärt Klaus Lichy vom städtischen Umweltbüro.
Eine Reihe von hilfreichen Mikrostrukturen können allein Weideregime bereitstellen: Dung als Nahrungssubstrat,
Tierpfade, Offenbodenstellen sowie überständige Pflanzenstängel als Nisthilfe“

Karsten Wachsmuth, Gnadenhof Brödel Melle: „Verschieden ähnliche Projekte haben beispielsweise gezeigt, dass
unterschiedliche Fledermausarten durch solche Projekte gefördert werden. Diese nämlich ernähren sich oftmals von Insekten, welche sich im Dung der Tiere befinden.“

Damit die Fläche nicht durch Nährstoffe angereichert wird sollten die „Hinterlassenschaften“ der Tiere
während der Weidezeit regelmäßig abgetragen werden (Pferdehalter werden das für eine Weidehygiene wichtige „Abäppeln“ kennen).
Gleichzeitig wiederum dient der kurzfristige Dung der Tiere verschiedenen Insekten auch als Nahrungsgrundlage.
So wurde ermittelt, dass durch eine Weidenutzung beispielsweise ein Anstieg von Fledermausarten verzeichnet werden kann, welcher mit sog. „koprophagen“
Insekten in Verbindung gebracht wird.
Durch eine Beweidung entstehen durch den Verbiss der Tiere Offenstellen. Davon profitieren insbesondere Wildbienen, Heuschrecken und Tagfalter-Arten.
Beweidete Sandrasen sind zudem deutlich blütenreicher als unbeweidete Flächen, sodass auch das natürliche Blütenangebot für viele Insekten wächst.
Eine hohe Wildbienen-Diversität korreliert mit geringer Vegetationsdeckung und trockenen, offenen Bodenverhältnissen.

Auf dem Bild ansonsten noch zu sehen: Öffentlichkeits-Star-Ziege „Emil“ und „Das Schaf der Schafe“ Noisette

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere

Große Dinge stehen bevor

Blumiger Landkreis Osnabrück: Große Dinge stehen bevor!
Ein weiteres Fernsehteam hat sich angekündigt, um in Melle und im Osnabrücker Land einen Bericht
über das Insekten- und Artenschutzprojekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ zu drehen (dieses Mal der MDR).

Und: Verschiedene Stiftungen haben sich gemeldet, um sich vor Ort über das Projekt zu informieren.
Das passt ganz gut, schließlich sind ja auch noch einige Projektanträge in der Pipeline.

Wir stricken intensiv an Lösungen – gemeinsam mit Landwirten – um Hand-in-Hand (innerhalb eines weiteren kleinen Projektes, zunächst in Melle) einen Weg zu finden,
welcher gleichermaßen die Landwirtschaft als auch die Artenvielfalt unterstützt.
Da lässt sich was machen. Und am Ende? Sind (innerhalb des geplanten Rahmens) alle froh: VerbraucherInnen, BäuerInnen und Bauern, Schmetterlinge, Bienchen und Co.
Geht nicht? Natürlich geht das! Aber nur, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen.
Manchmal fällt es ja allen Beteiligten nicht ganz leicht (auf Seiten der NaturschützerInnen gibt es verbockte HardlinerInnen, genauso wie auch auf Seiten
der Landwirte – dabei können wir alle eine ganze Menge voneinander lernen) – aber es geht nur, wenn wir Gräben überwinden und gemeinschaftlich vorgehen.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Was wir vorhaben kostet Geld. Vieeeeeeeel Geld.
Wer uns untersützen möchte, gerne:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

Naturpark Melle-Kreimerhof: Ein Paradies in Melle/Oldendorf

Das Gnadenhof-Hauptquartier und Naturpark-Parradies in Melle/Oldendorf ist ein echter Kracher!!
So langsam sehen wir die Früchte der Arbeit!

Weltklasse-Leistung von Simone Brockmann, Julia Gommer, Julia Biegall und Karsten Wachsmuth.

4 kleine Ziegenlämmer sind dort letzte Woche geboren worden. Die flitzen durch die Gegend wie Gummibällchen und haben scheinbar nichts als Flausen im Kopf.
Eine weitere Blühwiese erstrahlt in vollem Glanz und Tausende von Insekten tummeln sich.
Zwei der Feuchtbiotope sind mangels Regen etwas ausgetrocknet, kontinuierlich werden diese weiter mit Lehm ausgebaut.
Ein Wasserbecken gibt es aber trotz der Trockenheit noch, hier trinken eine Vielzahl von Vögeln und einige glückliche Frösche tauchen munter umher.
Auf diversen Steinhaufen sonnen sich viele Lebewesen, und zwischen den Steinen legen sie kleine Behausungen an.
Auch unsere Schweinchen sind gut druff.
Die Arbeiten für das Aussengehege laufen weiter, dort können sie sich dann demnächst in der Sonne im Schlamm suhlen.
Dauert aber noch ein wenig. Die Auflagen für Schweine-Aussenhaltung sind ungefähr so, als ob man ein AKW im heimischen Garten bauen möchte.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen