Blühwiese für 2022 vorbereitet

Und die nächste Blühwiese in Ostercappeln/Venne ist für die Insektenvielfalt im Jahre 2022 vorbereitet. 👍🌞🦋😀
Gemäht und abgetragen.
Das Areal des Heimat- und Wandervereins Venne e.V. hat dieses Jahr recht schön geblüht. 👍👍🙂
Angelegt wurde die Wiese 2019 und nun also schon das zweite Jahr in Folge ausgemagert.
Das steigert die Artenvielfalt in der Regel ganz beträchtlich.

Besonders schön: Auf der Mühleninsel vernetzen sich viele Biotope, von ganz unterschiedlichen Personen angelegt und gepflegt.
Hier summt und brummt es, als ob es das Artensterben nicht geben würde.
Na bitte, geht doch! Wenn viele Menschen mit anpacken.

Blumiger Landkreis Osnabrück + 500 AKA
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Fortsetzung der Trockensteinmauer in Ostercappeln

Und hier nun der Film zur gestrigen Trockensteinmauer-Gestaltung in Ostercappeln.
War richtig gut und hat viel Spaß gemacht! Etwa 18 Tonnen Schotter und 15 Tonnen Trockensteine verbaut.
Knapp 20 Personen haben tatkräftig mitgeholfen.
Danke z.B. an Rainer Ellermann, Melanie Ballmeyer, Erik Ballmeyer, Wilhelm Tiemeyer (Danke für den Radlader, eine große Hilfe!).
Wilhelm hat es passend fomuliert: “Wenn man möchte, dass in seiner Gemeinde etwas passiert, dann kann man am Besten anpacken”.

10 Meter Trockensteinmauer wurde gestern von der letzten Aktion vollendet und ca. 15 Meter neu gestaltet.

Man konnte gestern schon sehen, wie viele Lebewesen sich in die Fugen der Mauern für den Winterschlaf zurückziehen.
Sehr viele Schmetterlinge z.B.. Das Tagpfauenauge überwintert mit Vorliebe in trockenen Spalten.
Die Kälte jedoch macht ihm nichts aus. Durch eingelagertes Glyzerin überstehen viele Insekten sogar hohe Minusgrade.

Nach 2,5 Stunden “Knochenmühle” war es dann Zeit für ein leckeres Essen.
Ein großer Dank an Martina Thomas und den “Venner Grill”. Es gab leckeren Bauerneintopf (gemäss des 500 AKA-Konzeptes BIO, ohne tierische Produkte, CO2-arm)
und eine tolle Gemüse-Paella. Immer wieder toll, wie professionell Martina die Verpflegung organisiert. Sehr professionell mit hoher Kreativität.
Ein paar Glühwiesen und ein paar Bier wurden auch noch getrunken.
Es war gestern wirklich ein schöner Erfolg für die Artenvielfalt.

Die Mühleninsel in Venne ist dank vieler unterschiedlicher Projekte/Akteuere/Ansätze eh schon eine Wohlfühloase.
Auch das Artenreichtum wird kontinuierlich ausgebaut.

Im November (21.11.) z.B. gibt es hier bereits die nächste Aktion:
Aufbau einer Vogelschutzhecke, Anlage eine Klimaschutzhaines und Schaffung einer Streuobstwiese basierend auf alten Obstsorten.

Zur Anmeldung (Vermutlich wird die Aktion noch um einige stunden nach hinten gelegt):
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/events/sonntag-21-11-venne-muehleninsel-baeume-pflanzen-streuobstwiese-schaffen-vogelschutzhecke-anlegen/

P.S. Trotz des schönen Tages eine Bitte in eigener Sache.
Bei jeder Aktion gibt es eine Vielzahl von Personen, die sich anmelden und dann nicht erscheinen (zwischen 25% und 35%).
Bitte seid so nett und sagt dann einige Tage vorher ab; andernfalls schadet Ihr den Aktionen nämlich leider sogar (es wird schließlich für alle Teilnehmer*innen Essen bestellt,
die Planungen richten sich an den Teilnehmerzahlen aus).
Anders formuliert: Zum Ende des Projektes werden etwa 1000 Aktive die Aktionen begleitet haben. Etwa 300 Personen werden sich angemeldet haben, und sind dann nicht aufgetaucht.
Verpflegung und Getränke (BIO) für 300 Personen sind nicht ganz günstig ;-).

Aktueller Stand: seit April 380 Aktive dabei gewesen 🙂

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
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Spenden immer willkommen:
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Umzug von Pony Luke geplant

Neues von Luke 😑🤫🤭🤣
Nachdem eingesehen werden musste, dass eine Haltung gemeinsam mit den beiden Shetland-Ponys (Stuten) schlichtweg unmöglich ist (trotz Sichtschutz viel zu viel Stress für die Tiere) nun eine andere Variante ausprobiert (und ich dachte, ich wäre superschlau) 🥴🥴🥴.
Luke zunächst etwa 300 Meter weiter auf einer anderen Teilfläche untergebracht. Hier hat er heute Schweinchen Speedy und Katze Yemi kennengelernt. Speedy und Luke beschnuppern sich immer wieder ganz neugierig. Tja, und das Resultat nach kurzer Zeit: Luke wiehert extra laut, damit die beiden Ponydamen ihn auch gut hören können. Und was machen die? Wiehern zurück, aus voller Kehle. So geht es jetzt hier hin und her, hin und her, hin und her. Quasi eine klassische Dorfdisco, nur irgendwie anders als geplant 😬🙄 Ein bisschen wie Stadiongesang. Nordkurve zur Südkurve und retour…
“Fuck!!”, denke ich. Und: “Toll Behncke! Das hast Du ja mal wieder grossartig hinbekommen!!”. Ok, bevor in der gesamten Nachbarschaft Oropax verteilt werden muss und es Stress gibt (muss ja nicht sein): Am jetzigen Wochenende wird eine weitere Wiese vorbereitet, weit weit weg von den beiden Shetland-Pony-Damen. Dort wird Luke dann erst einmal einziehen. Gesellschaft werden ihm einige Ziegen leisten (z.B. Senior-Ziege Lucky).
Kurzfristig machen wir uns nun auf die Suche nach einem kastrierten Pony-Wallach (kein Pferd), möglichst schon älteren Semesters, das mit ihm gemeinsam dann über Wiesen stromern soll (wer also jemanden kennt, der jemanden kennt).
Auch Luke wird übrigens zur Blühwiesenpflege eingesetzt. Sein Mist ist für viele Insekten “Gold wert”.
Gnadenhof Brödel http://gnadenhof-broedel.de

Vielen Dank an die Lindenschule Buer für ein heute gemeinsam umgesetztes Klima- und Artenschutzprojekt

Vielen Dank an die Lindenschule Buer für ein heute gemeinsam umgesetztes Klima- und Artenschutzprojekt 🤝😊😀👍👍

Aufbau eines Gründaches für die Artenvielfalt!
Toller Einsatz von Schüler*innen, Lehrer*innen und dem Hausmeister (Danke an Jens für die perfekte Vorbereitung).
Die Materialien für die Dachgestaltung wurden aus Mitteln des “500 AKA”-Projektes bezahlt.

Gemeinsam wurde heute ein alter Schafstall mit Gründachplatten belegt.
Hat zwar zuweilen in Strömen geregnet, das tat jedoch dem Aktivitsmus keinen Abbruch.

Einer der Schüler hat es treffend formuliert. Auf die Frage, ob eine Pause nötig sei antwortete er:
“Quatsch! Erstmal müssen wir die wichtigen Sachen fertigstellen!”

Gründächer eignen sich hervorragend dazu, das Klima in Siedlungsgebieten zu kühlen. Zudem speichern diese
sehr viel Niederschlagswasser und mindern das Schadstoffvolumen in Städten.
Die Sedum-Pflanzen sorgen etwa ab Mai zudem für sehr viel Pollen und Nektar für Insekten.

Im Handbuch Biotopverbund des BUND werden Gründächer explizit als “Grüne Infrastruktur” hervorgehoben (siehe Grafik).
Insofern wird die tolle Artenvielfalts-Infrastruktur der Lindenschule Buer auch diesbezüglich eine hervorgehobene Rolle einnehmen:
https://biotopverbund-melle.de/was-ist-ein-biotopverbund/

Hier wurde schon soooo viel Tolles geschaffen. Im November folgen aus 500 AKA-Mitteln Obstbäume für eine Streuobstwiese.
Dank der Vorbereitung dieser Idee im Wahlkampf kann diese an der Lindenschule (vermutlich) schon sehr bald eingetütet werden. Vielleicht sogar schon
im Januar. Heute diesbezüglich noch einige Gespräche geführt.
Genau so muss es laufen: Kurze Abstimmung, Termine machen, Projekte umsetzen!

Ziemlich beeindruckend auch, was die Artenvielfalts-Krise für Ideen hervorbringt.
Ein großes Lob an die Firma “anbo Dachbegrünung” aus Ankum, die solche Gründachplatten vertreibt.
https://anbo.biz/

Der Preis ist fair, der Nutzen riesig!

…………………

Zeit haben wir keine mehr. Es zählt nur noch das Handeln! Nicht übermorgen oder in einer Woche, sondern eher so heute.

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
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Auf gehts (in kleinen Schritten): Meller Biotopverbund

Auf gehts (in kleinen Schritten). Meller Biotopverbund.
Alle für Alle.

Ein weiteres Teilkonzept, dessen Ausarbeitung bereits im Wahlkampf begonnen wurde (danke an Frank Vornholt )
beginnt nun, erste Blätter auszubilden.
Danke an Gabriele Mörixmann für die gemeinsame Ausarbeitung.
Die Entwicklung eines “echten” Meller Biotopverbundes wird/würde/soll/kann ein echter Kraftakt werden.

Ob dieser Kraftakt allein durch das Engagement von Bürger*innen schaffbar ist, das ist noch relativ unklar.

Gleichzeitig ist die Situation des Artensterbens ein solch fürchterliches Aktuell-Szenario, sodass wir unbedingt handeln müssen.

Ein erstes Erläuterungs und Diskussionspapier ist nun hier einsehbar:

https://biotopverbund-melle.de/wp-content/uploads/2021/10/biotopverbund2.pdf

Heute Abend hatte Luke erst einmal einen Termin bei einer Tierärztin

Heute Abend hatte Luke erst einmal einen Termin bei einer Tierärztin. Das Gute zuerst:
Für einen 34jährigen Hengst ist er in einem ziemlich guten Zustand. Er ist munter und fidel und das Alter ist ihm kaum anzusehen.
Im Oberkiefer fehlen allerdings diverse Zähne, demnächst wird er wohl Seniorenfutter bekommen, aber das war absehbar.
Er hat eine leichte Hauterkrankung und ist etwas übergewichtig. Heute bekam er zudem die Erstimpfung gegen Tetanus.
Danke an eine unserer Tierärztinnen (Frau Stenschke) für die sehr gute Beratung.

Die große Herausforderung: Er ist nicht kastriert!
Bedeutet: Wie unschwer in dem Film zu erkennen: Wenn Ladies in der Nähe sind, dann ist er dauerhaft gestresst. Absolut kein Dauerzustand.
Je weiter die Damen weg sind, desto ruhiger wird er (immerhin).
Morgen wird aus diesem Grunde ein Sichtschutz geschaffen und der Abstand noch etwas erhöht.

Lösungsmöglichkeit 1: Ihn hermetisch abgeriegelt (wenn die Damen “rollig” werden, dann wird es jedoch brutal), mit Strom und Sicherheitszaun unkastriert auf der Weide halten.
Keine gute Idee. Er ist dann eine Gefahr für sich selbst und andere. Diese Variante ist definitiv ausgeschlossen!

Lösungsmöglichkeit 2: Ihn alleine auf eine andere Weide stellen. Keine gute Idee. Pferde sind Herdentiere.

Lösungsmöglichkeit 3: Ihn kastrieren. Ein sehr hohes Risiko mit 34 Jahren. Morgen findet dazu ein Gespräch mit einem Spezialisten aus einer Tierklinik statt.

Wird schon werden, Kumpel. Mit Karacho ist er hier in die Herzen aller galoppiert.
Luke ist jetzt schon ein fester Bestandteil der Großfamilie.

Im Drohnenvideo: Ein kleiner Teil der Flächen “Am Wulberg” 🙂

Gnadenhof Brödel
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Eine kleine Lovestory

Tja, was sagt man dazu.
Scheinbar entwickelt sich eine Romanze zwischen Herrn Luke und dem kleinen Shetlandpony “Nika”…
Ihre Freundin Chayenne wird sich schon noch dran gewöhnen 🙂

Und Luke kann es kaum erwarten, dass wieder Tag wird. Heute Nacht ist er noch von seiner kleinen Herzensdame getrennt.

Gnadenhof Brödel
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Wer den Gnadenhof unterstützen möchte:
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Herzlich willkommen Luke

Herzlich willkommen Luke. 😊🙃😎
Luke ist bereits 34 Jahre alt und somit ein Ur-Opa.
Sein Vorbesitzer ist leider verstorben und heute ist er “auf seine alten Tage” bei uns eingezogen.
Ein bisschen wie ein alter Baum, den man verpflanzt, aber 1000mal besser als der Schlachthof.

Luke hat mehrere Jahre allein auf einer Wiese gestanden. In einem früheren Leben hat er als “Im-Kreis-Geh-Pferd” gearbeitet.
In den nächsten Tagen wird er erst einmal von einer Tierärztin untersucht und bekommt zudem einen Pferdepass.
Noch ist nicht gesichert geklärt, ob er wirklich kastriert ist. Auch das schaut sich die Tierärztin einmal an.

Wer weiss: Vielleicht hat er hier noch ein, zwei, drei schöne Jahre…
Zunächst einmal hatte er große Angst heute, war fürchterlich aufgeregt und scheinbar ganz froh, dass er nicht alleine ist.
Nach etwa 1,5 Stunden hatte sich die Aufregung gelegt und er liess sich dann auch bereitwillig einfangen.
Jetzt erst einmal eine gemütliche Nacht in frischem Stroh.

Heute Abend folgt noch ein kurzer Film seiner ersten Stunde bei uns.

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

Wer Luke unterstützen möchte:
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Hah! Eine gemeinsam entwickelte Idee für Melle ist im Finale!!

Hah! Eine gemeinsam entwickelte Idee für Melle ist im Finale!!!😊😃🥳🥳🥳🥳🤩🤩🤩🐛🦋🐌🐞🐸🕷🌿🌳🌲🌴🌱🌿
10.000 Euro für Klima- und Artenschutzprojekte gemeinsam mit Meller Jugendlichen und Schüler*innen?

Eine gemeinsam entwickelte Idee zieht ins Finale eines Umwelt-Ideen-Wettbewerbes ein. Töterötäröööööö🥳🥳🥳

Miyawaki-Wälder: Eine Lösung zur Milderung der Klimakrise und des Artensterbens in den Städten?

Wow! Das ging schnell! Vor ca. 4-5 Wochen wurde die Idee hier gemeinsam angeschoben und entwickelt (danke dafür z.B. an Frank Vornholt und die beteiligten Meller Schulen, danke an die beteiligten Landwirte wie z.B. Familie Mörixmann (Stefan & Gabi Gabriele Mörixmann ), Familie Sixtus (z.B. Jürgen Sixtus , Rita Sixtus), Familie Krystosek (z.B. Uwe Krystosek , Eike Krystosek ) und einige weitere Personen…

Danke zudem an die Stadt Melle (insbesondere den Leiter des Umweltamtes Thilo Richter). Angedacht ist es von hier, das Miyawaki-Projekt zusätzlich im Rahmen der „Meller Jugendkonferenz“ im Jahre 2022 (Themenschwerpunkt “Umwelt und Nachhaltigkeit”) einzubinden.

In Windeseile wurde dann in langen Nächten auf Computertasten ein Konzept zusammengehämmert – und dann auf „Senden“ geklickt.

Heute Abend kam die frohe Kunde: Die von hier etwas lokal-modifizierte und an besondere Ereignisse angepasste Miyawaki-Idee zieht ins Finale eines Niedersachsenweiten Ideenwettbewerbes ein. Der Fokus dabei liegt auf der Schaffung eines „WIR“-Gefühles…Es geht dann um 10.000 Euro Projektförderung. Mehr dazu ab dem 20. Oktober.

Das Konzept der sog. „Miyawaki-Wälder“ als hilfreicher Schutz gegen die Folgen der Klimaerwärmung und als Biotop-Verbundsmöglichkeit wird zunehmend auch in Europa thematisiert. Insbesondere in den letzten beiden Jahren wurde in den unterschiedlichsten Medien berichtet.

In der Presse war es kürzlich im SPIEGEL zu lesen, genau wie im Guardian(https://www.theguardian.com/environment/2020/jun/13/fast-growing-mini-forests-spring-up-in-europe-to-aid-climate), im NATIONAL Geographic (https://www.nationalgeographic.com/environment/article/why-tiny-forests-are-popping-up-in-big-cities) oder im „THE ECONOMIST“ (https://www.economist.com/science-and-technology/2021/07/01/could-miniature-forests-help-air-condition-cities).

In gewisser Weise ein Hype, jedoch ein Hype zu einer Technik, die weltweit bereits tausendfach in den unterschiedlichsten Ländern eingesetzt und mittlerweile auch wissenschaftlich sehr eng begleitet wurde. Das Prinzip der „Miyawaki-Wälder“ basiert auf einem beschleunigten Wachstum der „Potenziellen Natürlichen Vegetation“ (einem festen Begriff in der Pflanzensoziologie).
Pflanzensetzlinge werden auf einem gut vorbereiteten Boden in einer hohen Dichte gesetzt (zwischen 3 und 7 Setzlinge pro m²). Der Boden wird z.B. mit Grünschnitt, Stallmist, klassischem Küchenkompost, Wiesenmahdgut und unterschiedlichen Tier-Hinterlassenschaften (zuvor sehr gut abgelagert!) aufgewertet. Bei den Pflanzensetzlingen wird auf eine überdurchschnittlich hohe Artenvielfalt (oftmals über 30 Arten) und eine hohe Schattenakzeptanz von Pflanzen im Inneren der Fläche geachtet.

Noch nicht in Gänze geklärt scheint das tatsächliche Ausmaß der Bildung einer zusätzlichen Humusschicht in diesen Miniwäldern, welche zusätzlich CO2 einlagert. Gesichert ist, dass ein deutlich schnelleres Wachstum dieser Mini-Wälder (im Vergleich zu herkömmlichen Wäldern) festzustellen ist (bis zu 10 mal schneller). Gesichert ist auch, dass diese „Waldformen“ sogar in ariden Gebieten (z.B. Sizilien) gute Ergebnisse erbracht haben. Zuweilen ist zu lesen, dass diese „Miniwälder“ bis zu 18mal artenreicher als benachbarte Waldstücke seien (im oben erwähnten Guardian-Artikel ist die Rede von einem 100 mal größeren Artenreichtum als bei konventionelle Baumpflanzungen).

Lässt man einmal die „SuperClass-Nutzungswerte“ weg und orientiert sich eher an konservativen Einschätzungen, so bliebt der Nutzen dennoch hochgradig beachtlich.
Im Guardian ist zudem zu lesen, dass diese Flächen (es reicht schon die Größe eines Tennisplatzes) bis zu 30 mal dichter als herkömmliche Wälder seien. Eric Dinerstein (ein „Wildlife-Wissenschaftler“) äußert sogar, dass mit diesem Konzept ausgezeichnet Wildniskorridore durch Vor- bzw. Innenstädte möglich wären und bezeichnet diese Wälder als „nährstoffreichen fast-food Fly-in für hungrige Vögel. Die überdurchschnittlich hohe Biodiversität wird insbesondere durch die gezielte artenreiche Gestaltung geschaffen.

Eine Untersuchung der Universität Wageningen zeigte, dass bei einer Vielfaltsermittlung von 11 Mini-Wäldern 636 Tier- und 298 Pflanzenarten ermittelt wurden, welche sich nach einigen Jahren ansiedelten.
In den Niederlanden wurden mittlerweile (Oktober 2021) etwa 200 dieser Wäldchen geschaffen. In Groß Britannien sind es etwa 30. Auch in Frankreich gewinnt die Bewegung an Dynamik. Hier scheint eine Bodendüngung oftmals mit Pferdemist und Stroh vorbereitet zu werden.

Im National Geographic ist zu lesen, dass diese Form der Mini-Wälder bei Planungen von Gebietskörperschaften mittlerweile an Bedeutung gewinnt.
Das schnelle Wachstum, die hohe CO2-Einlagerung, die beachtliche Artenvielfalt, der Filtereffekt von Abgasen und sogar eine nachweisbare Lärmreduzierung mögen hierbei eine Rolle spielen. Das Lebensgefühl von Einwohnern steigt und im Inneren dieser Mini-Wäldchen ist es zuweilen bis zu 2,5 Grad kühler als in der direkten Umgebung. Zudem halten die Mini-Wäldchen überdurchschnittlich viel Regenwasser zurück.

Der wichtigste Effekt aber (so steht im Natural Geographic): “One of the most important things is that you give people the opportunity to be involved in nature in the neighborhood!”😊😊

Die Materialkosten für eine 400 m² Fläche werden von hier auf etwa 4000 Euro geschätzt (dann bereits inkl. Umzäunung, zusätzliche Anreicherung mit Bodenorganismen etc.). Der Natural Geographic beziffert die Kosten auf etwa 3000 Euro. Die Bodendüngung erfolgt sehr unterschiedlich. In Melle wird in den geplanten Projekten ein Mix aus Hühner-, Pferde- und Schweinemist eingesetzt, sowie Stroh, Wiesen-Schnitt und die sog. „HK PÄDs“. Zudem werden in einer hohen Zahl Bodenlebewesen (z.B. Wurmkokons, Kompostwürmer) eingebracht bzw. der Boden mit natürlichen „Boostern“ bearbeitet (z.B. eine Jauche aus Brennnesseln, Beinwell, Schachtelhalm, Baldrian etc.). Eine Kompostwurmdurchdringung sorgt für eine gute Bodenbelüftung und eine hohe Verfügbarkeit an Aminosäuren und unterschiedlichen Bodenlebewesen.

Eine gut ausgefeilte Bodenbearbeitung gilt als „A und O“ bei den Miyawakis. Nach der Pflanzung wird eine dicke organische Schicht dringend empfohlen (ca. 15 cm), bestehend aus Schnittgut, Blättern, Mist, Stroh, Heu, etc. Diese Schicht ist 3 Jahre lang zu hegen und zu pflegen. Das Ziel ist dabei auch, dass kein Sonnenlicht auf die direkte Bodenschicht fällt und die Nährstoffe (in den ersten 3 Jahren) ausschließlich den eingepflanzten Setzlingen zur Verfügung stehen. Empfohlen wird, mindestens in den ersten 2 Jahren, die Flächen regelmäßig zu wässern.

Zudem ist es ein wichtiger Bestandteil der Idee zu demonstrieren, welchen Nutzten für den Klimaschutz und eine Artenvielfalt in den Städten durch eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Landwirten geleistet werden kann. Plötzlich sind es nicht mehr „nur“ die klassischen Landwirtschaftsprodukte, die im Interessenfokus stehen. Auf einmal sind es auch landwirtschaftliche „Reststoffe“, die im Rahmen dieser Gemeinschaftsidee eine wichtige Rolle bei Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung in (bald) völlig überhitzten Vor- und Innenstädten spielen. 👍👍🤝😊

Sieh mal einer an, das wird sich auch auf eine Wertschätzung gegenüber der Landwirtschaft auswirken, wenn die Idee denn um sich greift. Und das wollen wir in Melle und darüber hinaus versuchen. Der Gewinn des Ideen-Wettbewerbes wäre ein kleiner aber feiner Schritt in die richtige Richtung. ;-).
Bei dem Ideen-Konzept geht es explizit um die Schaffung eines „WIR-Gefühles“. WIR (nahezu) alle, GEMEINSAM gegen die Klimaerwärmung. Hauptsächlich mit Jugendlichen und Schüler*innen aber natürlich mit allen anderen Menschen genauso. Und natürlich geht es noch um viel viel mehr bei der Idee. Aber alles wird noch nicht verraten…😎😎

Eine ausformulierte Methodik zur Miyawaki-Anlage ist hier zu finden: https://www.afforestt.com/methodology
Oder auch hier (mit Online-Kurs): https://www.ivn.nl/tinyforest/tiny-forest-worldwide/resources-and-downloads

Im Web existiert sogar mittlerweile ein kleiner Shop, in welchem (in diesem Falle für die Niederlande) die Materialien für einen Miniwald (6 m²) erworben werden können: https://www.sprinklr.co/products/tuiny-forest-najaar-2021 (von dieser Seite stammt auch das bunte schicke Foto).
Quelle Wachstums-Vergleichsfoto:
http://urban-forests.com/wp-content/uploads/2020/05/Urban-Forests-report-The-Miyawaki-method-%E2%80%93-Data-concepts.pdf?fbclid=IwAR2RQhGB_dyxQ6nqQjyHRLCO64-3YM-r39P6Jg58jza2Zdwkm3eK9m4hYtY

Vielen Dank an Jana Broeker-Stockhoff und den Förderverein der Grundschule Ostercappeln

Vielen Dank an Jana Broeker-Stockhoff und den Förderverein der Grundschule Ostercappeln.
Ein richtig schönes Projekt! 😊👏✌️🐛🦋🐌🐞🌳🌳🌳🌳🌿🌴

Unterstützt durch Mittel aus dem “500 AKA”-Projekt wurde neben der Grundschule heute ein Baumlehrpfad (z.B. mit dem Speierling, Roteiche, Edelkastanie, Blumenesche)
sowie eine Vogel- und Insektenschutzhecke (z.B. mit Weissdorn, Sanddorn, Haselnuss) geschaffen.
Direkt daneben steht der Bienen-Lernstandort. So greifen Lernstandorte “ineinander”, es wird etwas für den Artenvielfalt und den Klimaschutz getan
und viele Schüler*innen können an den Orten ihr Wissen erweitern.

Danke an alle, die dort heute beteilgt waren.🙂

Und nächsten Samstag “Großkampftag” in Ostercappeln-Venne für die Artenvielfalt. 11.00-14.00 Uhr, mit lecker BIO-Essen, Seifenblasen für Kinder etc. Vollendung der Trockensteinmauer auf der Mühleninsel.
Anmeldung hier: https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/events/16-10-ostercappeln-venne-vollendung-der-trockensteinmauer/

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
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