Mit etwas Glück kommt „Indiana Jones“ noch mit einem blauen Auge davon

Mit etwas Glück kommt „Indiana Jones“ mit einem blauen Auge davon.
Und: Kaninchen „Rex“ gewöhnt sich langsam ein.

Unser kleines Meerschweinchen „Indiana Jones“ wurde ja eines Nachts übel von seinen (mittlerweile getrennten) Kollegen angegriffen.

Schwere Bisswunden, ein Stück vom Augenlid abgerissen, beide Ohren derbe zerfleddert, an einem Ohr fehlt ein großes Stück.
Zu allem Unglück war dann scheinbar auch noch das andere Auge evtl. durch ein Stück Einstreu gereizt und wurde schon „milchig“…
Der arme kleine Kerl.

Am nächsten Tag waren wir mit ihm in der Tierklinik und es stand sogar zur Diskussion, dass eines der Augen entfernt werden muss.
Eine Woche ist es jetzt her. Ganz ausgestanden ist es noch nicht, aber die verschriebene Salbe wirkt Wunder.
Das gereizte Auge sieht schon fast aus wie früher und das attackierte Auge ist zwar noch dick und geschwollen (das Augenlid ist leider irreversibel geschädigt
und verschorft gerade), aber es ist denkbar, dass die Sehfähigkeit erhalten bleibt.
Nächste Woche wieder ein Termin in der Tierklinik, dann wissen wir mehr.
Hoffentlich geht es gut, irgendwann muss die Pechsträhne von „Indiana Jones“ auch mal aufhören.

Eines ist schon sicher: Wenn das ganze ausgestanden und er wieder „auf dem Damm“ ist, dann wird er der neue Mitbewohner der beiden Weibchen.
Die beiden Krawallo-Böcke leben dann im Nachbargehege, getrennt durch einen Kaninchendraht. Sicher ist sicher.

Der kleine Kaninchenbock „Rex“ (seit gestern bei uns) hat sich schon gut in seinem neuen zu Hause eingelebt. Er lag schon viel in der Sonne, hat Kontakt zu den anderen Kaninchen aufgenommen (ohne Zoff, sehr harmonisch)
und hat schon ein kleines Areal gefunden, welches jetzt ihm gehört.
Manchmal sitzt er aber auch noch sehr ängstlich unter einem Stall, futtert aber schon munter Kohlbätter und einen Apfel.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Aufräumen ist angesagt

Die Schweinchen und Ziegen liegen zufrieden in der Sonne und genießen ihren Mittagschlaf.
Und wir? Wir räumen auf, bringen Nisthilfen für das Frühjahr an, räumen noch mehr auf… denn für kommende Woche hat sich hoher politischer Besuch angekündigt.
Soll ja niemand sagen beim Gnadenhof Brödel sieht es aus „wie bei Hempels unterm Sofa“.
Naja, manchmal ist das schon mal so 😉
Das Aufräumen kommt in der Hierarchie erst nach allen anderen Tätigkeiten.
Aber „Familie Hempel“, „Karl Arsch“ und „Gnümpf inne Strümpf“
sind trotz unaufgeräumter Sofas (also da drunter) bestimmt ansonsten ziemlich in Ordnung 🙂

Gnadenhof Brödel Melle
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Herzlich willkommen, kleiner „Rex“

Heute ein weiteres kleines Kaninchen aufgenommen: Den kleinen „Rex“.
Das kastrierte und geimpfte Männchen ist heute bei uns eingezogen. An seinem bisherigen Platz gab es große Probleme mit zwei anderen Böcken.
Zunächst einmal wurde der kleine Kerl in ein „Erstmal-Ankommen-Gehege“ gesteckt, in welchem er durch einen Zaun getrennt vorsichtig die andere Rasselbande kennenlernen kann.
Bei uns leben primär kastrierte Bökchen. Bislang haben wir die Erfahrung gemacht, dass es recht gut klappt, wenn alle genügend Platz haben (und sich auch mal aus dem Weg
gehen können, wie bei uns Menschen ;-)).
Der kleine Neuankömmling wird nun regelmäßig beobachtet und stößt dann bald zu den Anderen dazu.
Viel viel Auslauf, viele Nischen, Tunnel, separate Ställe und und und.
Heute war ein sonniger Tag. Die meisten „Alteingesessenen“ dösten in der Sonne und interessierten sich erstmal nicht so viel für den neuen Kollegen, der ganz aufgeregt
und verschüchtert in seinem Gehege saß. Wird schon 🙂 Zur Begrüßung gab es Salat und Möhren. 🙂

Gnadenhof Brödel Melle
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Wir sind nun ein offiziell genehmigter Gnadenhof

Es ist geschafft! Jetzt sind wir ein offiziell vom Landkreis genehmigter Gnadenhof. 🦏🦎🐰🐔🐝🐝🐘🐘🐘🦏🦛🦓🐆🦒🐆🐆🐆🐪🐫
Vor 3 Jahren sind wir zu diesem Thema „wie die Jungfrau zum Kind“ gekommen.
Auf einer nicht genehmigungsfähigen Wiese mit 15 Schafen (der Vorbesitzer war schwer erkrankt) fing es an.
Gott, was haben wir geackert und gerödelt – und jetzt ist es soweit!
Jetzt haben wir ein genehmigtes Haupt- sowie ein Winterquartier, mit Kleintieren über 50 tierische Mitbewohner und sogar eine
Erlaubnis für eine Haltung zur Beweidung von Blühwiesen.
Unsere Eumels sind happy. Der Winter ist überstanden, entdlich wird es wärmer und auch rechtlich stehen wir auf stabilen Füßen.
Großartig 🙂

Gnadenhof Brödel Melle
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Vertrag mit der Stadt Melle unterzeichnet

Perfekt, der Vertrag ist unterschrieben.
Die Stadt Melle stellt uns eine Fläche zur Verfügung, welche unsere Tiere beweiden und damit pflegen werden.🦋🦓🐘🐾🐑🐎🐏🌿🍁🌼🌻🐝🦏🦏🦏🦍🦍🐘🐘
Auf der Kompensationsfläche in Melle/Oldendorf werden Lebensstätten standortabhängiger Tiere und Pflanzen durch die Beweidung geschützt, gepflegt und weiterentwickelt.
Und unsere Tiere freuen sich schon auf frisches Gras und leckere Kräuter.

Durch die Tierbeweidung entstehen Kleinstrukturen, von welchen insbesondere Insekten profitieren werden.
Die Stadt spart dadurch Geld für durchzuführende Pflegemaßnahmen und wir zahlen keine Pacht. Perfekt 🙂

Gnadenhof Brödel Melle
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2 Störche auf dem Gnadenhof Brödel Melle

Gestern Nachmittag war es soweit. Zwei (!!) Störche flogen an und belegten 2 der drei Storchennisthilfen.
Allerdings sorgte unser Hahn „Fred“ daraufhin für ordentlich „TamTam“. Ist ja auch sein Job.
Nach etwa einer Stunden flogen die beiden Störche dann zunächst wieder weg, kommen aber bestimmt wieder 🙂
Wenn Fred mal keine Lust auf Remmidemmi hat, dann sorgt „Volker Vogelschreck“ dafür, dass keine Bussarde oder Habichte
den Kaninchen, Hühnern und Meerschweinchen zu nahe kommen, meist sind die aber eh unter den Tannen.

Gnadenhof Brödel Melle
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Meerschweinchen-Außengehege eingeweiht

Endlich ist es soweit. Heute wurden die Außengehege für unsere Meerschweinchen eingeweiht.
Vielen Dank für eine Spende an Reiner S. 🙂
Wir betreiben zwar viel „Upcycling“, aber etwas neuer Draht, Schrauben etc. waren dann doch nötig. Danke 🙂
Mit Deiner Spende konnten wir die drei Gehege fertig stellen.
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Von den drei Meerschweinchen-Männchen wurden bislang zwei kastriert und leben nun in einer 2er-WG.
Den dritten Kollegen (Indianer Jones) haben die eines Nachts leider „aus dem Nichts“ über zugerichtet. Er erhält jetzt zwei mal am Tage
eine Wundsalbe und vorsichtshalber erst einmal ein Einzelgehege.
In der Mitte der drei Gehege leben die beiden Weibchen und haben Kontakt durch den Zaun zu den beiden Nachbarflächen und ihren männlichen Kollegen.
Wenn „Indianer Jones“ kastriert ist, dann wird sein Areal mit der Fläche der beiden Weichen zusammengelegt.
Viel Struktur und Unterschlupfmöglichkeiten, Heu, Gemüse, sicherer Zäune und noch sicherere Außenzäune.
Der Frühling kann kommen.
Die kleinen Flitzer erkunden schon ganz vorsichtig ihre neue Heimat. Drei von ihnen haben noch nie direkte Sonnenstrahlen erlebt, fanden sie gut heute 🙂

Gnadenhof Brödel Melle
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Danke an Nora und Till

Das sind die Augenblicke die großartig sind!!
Diese Unterstützung hilft sehr und motiviert enorm.
Danke an Nora und Till, welche einen hohen Einsatz für unseren Gnadenhof und das damit verbundene Blühwiesenprojekt zeigen!!

https://www.betterplace.org/de/fundraising-events/32192-16-tage-charity-rallye-wir-fahren-alle-spenden

Till und Nora nehmen an der 20Nations Rallye (https://20nations.com) durch Europa teil.
20Nations ist eine Rallye mit Charity Aspekt, in der man innerhalb von 16 Tagen durch 20 europäische Länder fährt.
Das summiert sich insgesamt auf ca 7.500 km für einen guten Zweck. Alle Teilnehmer sind dazu verpflichtet, mindestens 555€ an Spenden zu sammeln.
Wir würden uns freuen, wenn Ihr den Beiden helft.

Till und Nora unterstützen mit ihrem Einsatz
unser Projekt „Insektensterben stoppen! Blühwiesen anlegen! Pflege durch Gnadenhoftiere.“

Hierbei geht es um Folgendes:

Das Insektensterben hat in den letzten Jahren katastrophale Ausmaße angenommen.
Innerhalb des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de) legen wir eine Vielzahl insektenfreundlicher und artenreicher Blühwiesen an
(bislang ca. 115 Stück mit einer Gesamtfläche von ca. 220.000 m²). Viele der mehrjährigen Blühwiesen werden gemeinsam mit Schulklassen geschaffen.
Zudem erstellen wir Nisthilfen.

Eine Besonderheit ist die Pflege verschiedener Blühwiesen durch eine Beweidung. Hierfür setzen wir einige unserer Gnadenhoftiere ein (http://gnadenhof-melle.de).
Die Tiere („die keiner mehr will“) sorgen dafür, dass die Blühwiesen schonend „gemäht“ werden, sodass auch im Folgejahr wieder eine artenreiche Wildblumenwiese entsteht. Die Tiere, welche oftmals aus schlechter Haltung kommen, können sich in einem „neuen Leben“ artgerecht und frei entfalten und sogar noch helfen, dass eine Artenvielfalt gesteigert wird.
Das vorrangige Ziel ist des Projektes ist somit eine Förderung des Arten- und Tierschutzes. Wesentlich sollen die Lebensbedingungen von (ausrangierten) Tieren und Insekten verbessert werden. Insekten sind nicht nur wichtig für die Bestäubung von Pflanzen, sondern ein Hauptbestandteil vieler Nahrungsketten (z.B. für Vögel, Amphibien, Reptilien, Kleinsäuger).
Auch eine Umweltbildung stellt ein explizites Projektziel dar. Durch ein gemeinsames Einsäen mit Vereinen, Schulkindern etc. wird verdeutlicht, wie einfach es ist, etwas für den Arten- und Naturschutz zu leisten. Mit erhaltenen Mitteln kaufen wir (teures) Saatgut für Blühwiesen, pachten Flächen an und erwerben nötige Maschinen.

Danke Nora, Danke Till !!!

Volle Fahrt voraus – Die Kronjuwelen am Horizont

Augenblicke, in denen man weiß, dass sich der Gnadenhof lohnt
Und: Schafe auf hoher See wappen sich gegen (eventuellen) Rechtsstreit.
Kann teuer werden? Dann klauen wir halt die Kronjuwelen!

Der Stress auf so nem Gnadenhof ist nicht ohne – zumal wenn er „nach Feierabend“ betrieben wird.
Insbesondere das Drumherum (inklusive nicht immer (zu sofort) gelösten Rechtsfragen)
kann zuweilen ganz schön „ans Eingemachte“ gehen. Und die Fütterungen und das Saubermachen der Stallungen geschieht auch nicht von allein.

Aber dann gibt es diese Augenblicke in denen man weiß, dass das, was getan wird, „das Richtige“ ist.
Gestern kam ja die alleinstehende Ziege „Frau Suhrbier“ zu uns. Wie immer bei einem Neuzugang gibt es am nächsten Morgen das traditionelle „Welcome-Frühstück“.
Spitzenklasse Heu, etwas Hafer und einige Möhren. Wenn man dann sieht dass es den Tieren schmeckt und sie gesund sind, dann ist alles ok 🙂
Die Tiere bei uns haben alle ihre „individuelle Vergangenheit“ haben (manchmal eine gute, manchmal aber auch nicht). Umso schöner ist es dann zu sehen,
wie die Tiere mit „nicht so guter Vergangenheit“ zurück in die Spur kommen.
„Frau Suhrbier“ wird da noch mindestens einige Wochen brauchen. Sie sitzt zwar schon mit den anderen Tieren im windgeschützten Stall und futtert, immerhin, auch Heu,
ist aber noch „jenseits von gut und böse“ und ziemlich apathisch (was auch nicht wundert, wenn man zwei Tage zuvor seinen Lebenspartner verloren hat).
Wir versuchen ihr den Einstieg so angenehm wie möglich zu machen, aber das ist kein einfacher Fall (ist es bei Ziegen nach dem Tode ihres Partners nie).

Ob des mehrwöchigen Dauerregens ist mittlerweile ein Viertel unserer Wiese ein See, ja fast schon ein Meer, das Wasser steht teilweise schon 15 cm tief.
Die Schafe haben sich heute früh aus alten Paletten einige Flösse gebastelt und spielen Seepiraten.
Die See-Gnadenhof-Piratenflagge haben sie aus besonderem (juristischem ?) Anlass vorsorglich noch einmal 20 Meter höher gehängt.
Mit Wasserkanonen werden die Ziegen geärgert und die eine oder andere „Arschbombe“ habe ich auch schon gesehen. Das war ein lustiges Geblöcke.
Schaf „Kunigunde“ spielt „totes Schaf“ und treibt auf dem Wasser. Ihre Freundin Hermine hat heute das Seepferdchen-Abzeichen gemacht. Hat sogar
aus tiefem Wasser einen Ring ertaucht.
Minischaf Noisette spielt „Käptn Hook“, hab noch nie ein Schaf so schnell eine Takelage hochklettern sehen, kuckt jetzt aus dem Storchenkorb, ob am Horizont Gefahr droht.
(auf dem Foto gut sichtbar, mit etwas Kreativität und Vorstellungsvermögen allerdings nur)) 😉
„Wir fürchten weder Tot noch Teufel“, blöckt er. Richtig so. Klare Kante zeigen und immer wachsam sein.
Hilft auch, um einen Gnadenhof zu verteigen 🙂
Gutes Motto, denn wenn es schlecht läuft, dann haben wir (ohne weiter ins Detail gehen zu wollen) demnächst mal wieder einen (teuren) Rechtstreit am Hacken.
Abwarten, unsere Admiräle verhandeln. Zur Not müssen wir einige Handelsschiffe entern um etwas Gold zu erbeuten – oder gleich die Kronjuwelen,
das lösen dann unsere Kaninchen. Die nehmen keine Gefangenen, und wehe wenn wir die Meerschweinchen loslassen….uiuiuiui.
Auf hoher See fühlen die sich am Wohlsten. Sind ja schließlich MEERschweinchen.
Volle Fahrt voraus!! Den Mutigen gehört die Welt!