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Die Reaktion der Gesellschaft und verschiedener Parteien auf die Lützerath-Räumung
Geschrieben:

Die Reaktion der Gesellschaft und verschiedener Parteien auf die Lützerath-Räumung 🤨

Landauf, Landab wird in der Republik diskutiert. Über den Klimawandel, über Protestformen, über die Räumung von Lützerath.

Wie verhalten sich die Parteien?

Sehr heterogen. Die Vorsitzende der LINKEN, Janine Wissler, war nun in Lützerath und solidarisierte sich dort mit der Klimabewegung. So richtig nehmen es viele Menschen den LINKEN nicht ab, dass diese nun auf einmal den Klima- und Umweltschutz für sich entdeckt haben wollen. Wirkt irgendwie halbseiden, etwas geheuchelt. Aber wer weiß, vielleicht täuscht der Eindruck.

In die GRÜNEN nun kommt ordentlich Bewegung.

Das ist gut. Gestern haben Klimaschützer vor der Bundeszentrale der GRÜNEN protestiert. Heute wurde die Landeszentrale NRW von Aktivisten besetzt. Etliche GRÜNEN-Büros wurden zudem heute attackiert (https://www.welt.de/politik/deutschland/article243167405/Raeumung-in-Luetzerath-Attacken-auf-Gruenen-Bueros-Schmierereien-deuten-auf-Zusammenhang-hin.html). Das wiederum ist nicht gut, gewaltfrei MUSS es bleiben.

Die Umgebung, in der ich mich tummel, ist jene, der gemäßigten KlimaaktivistInnen. Auch dort ist die Wut, Enttäuschung und Verbitterung über die von den GRÜNEN unterstützte Räumung massiv. Man muss kein Tiefenpsychologe sein um weiteren Glasbruch an GRÜNEN-Büros in den nächsten Tagen zu vermuten.

Es fallen Worte wie „GRÜNER Hochverrat!“, „GRÜNE Steigbügelhalter für einen Großkonzern zum Schaden des Planeten“ und ähnliches.

Robert Habeck sitzt in einem Massivdilemma. Kürzlich kritisierte er noch die Proteste der „Letzten Generation“. Nun sagt er, dass er die Proteste in Lützerath nicht richtig findet und verhandelt mit RWE in einem „Hinterzimmer“. Weiter kann man sich von der Bewegung nicht entfernen.

Vielfach wird kritisiert, dass die Gespräche zwischen Habeck, Neubaur und RWE wie eben solch ein „Hinterzimmerdeal“ anmuten. Die GRÜNE Jugend hat sich zu Wort gemeldet und kritisiert die Lützerath-Räumung harsch.

In der taz ist heute zu lesen:
„Die Grünen erreicht Kritik derweil auch aus der eigenen Partei. Man könne die Räumung „weder verstehen noch hinnehmen“, heißt es in einem seit Mittwoch öffentlichen Offenen Brief, den vorerst gut 1000 Basis-Grüne unterzeichneten, darunter die Berlin-¬Kreuzberger Bundestagsabgeordnete Canan Bayram und die frühere Friedrichshain-Kreuzberger Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann. „Der Deal mit RWE droht mit den Grundsätzen unserer Partei zu brechen.“ Die Räumung müsse „sofort und dauerhaft“ gestoppt werden.“

Die Kritik eines Teiles der GRÜNEN-Basis in dem offenen Brief ist deftig.
Siehe dazu:
https://luetzibleibt.antragsgruen.de/luetzibleibt/grune-grundwerte-nicht-verraten-lutzerath-muss-bleiben-offener-brief-56039 (unterschrieben von bislang etwa 1800 GRÜNEN-Mitgliedern).

Schonungslos steht dort:

„Der im Herbst ausgehandelte Deal mit dem Energiekonzern RWE droht mit den Grundsätzen unserer Partei zu brechen. Und nicht nur das, wir brechen damit auch mit dem Pariser Klimaabkommen, dem Ampel-Koalitionsvertrag und dem letzten Vertrauen der Klimagerechtigkeitsbewegung. Die Kohle unter Lützerath abzubauen bedeutet, dass weitere 280 Millionen Tonnen Kohle verbrannt werden. Deutschlands CO2 Budget lässt aber nur noch 47 Millionen Tonnen übrig.

Damit ist klar: Deutschland überschreitet die 1,5-Grad-Grenze[1]. An den Gutachten, die dem Deal mit RWE zugrunde liegen, gibt es große Zweifel. Mittlerweile belegen Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung[2] und der Aurora Energy Research[3], dass die Kohle unter Lützerath nicht benötigt wird, um die Energiesicherheit in Deutschland zu gewährleisten.

Wir empfinden es als großen Fehler einseitige Gutachten des profitgetriebenen Konzerns selbst zu nutzen. Der vorgezogene Kohleausstieg 2030 ist kein Erfolg, wenn die Menge an Kohle nicht begrenzt wird. Dieser Deal spart keine einzige Tonne CO2 ein. Die Verhandlungen und der RWE-Deal müssen transparent aufgeklärt und die Entscheidung auf Grundlage zweifelhafter Gutachten muss geprüft werden. Deshalb fordern wir Euch, Robert und Mona auf, unmittelbar zu handeln, die Räumung in Lützerath sofort und dauerhaft zu stoppen, die Polizeigewalt zu beenden und den Konflikt und die Klimakrise nicht eskalieren zu lassen.“

Der Vertrauensverlust in diese Partei und die Klimapolitik der Bundesrepublik geht tief, ist riesig, es wird schwer, das Vertrauen wieder zurückzugewinnen.
Es wird offen gesagt nahezu unmöglich. Ausschließlich das von den Scientists for Future geforderte Moratorium kann hier vermutlich noch Risse kitten:
https://de.scientists4future.org/offener-brief-ein-moratorium-fuer-die-raeumung-von-luetzerath/?fbclid=IwAR1fljsd1RZOAbJeocgoNMFzPZ8Ql-vJB-wxj_xzWF1DO1S4HRzk49hSZP0

Eine Kolumne im SPIEGEL von heute:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/luetzerath-und-die-gruenen-eine-partei-wie-jede-andere-a-45f2c15a-2e2b-4dd2-8921-35ac4d45e831

„Lützerath sei der Schlussstrich des Kohleabbaus, sagte Habeck im ZDF. Das stimmt aber nur für Nordrhein-Westfalen, nicht für den Tagebau in der Lausitz. Wie kann man bitte 2023 ein Dorf abbaggern, obwohl nicht einmal klar ist, ob die Kohle wirklich gebraucht wird? Wie will man auf Klimakonferenzen künftig anderen Ländern glaubhaft vermitteln, dass fossile Brennstoffe Klimakiller sind, wenn man selbst noch bis 2038 auf Braunkohle setzt? Wem soll man das vermitteln? Und dann werden diejenigen, die sich dagegenstellen, auch noch zu Kriminellen gemacht.“

Und:

„Die Grünen sind also angetreten, ambitionierte Politik zu machen, anders zu sein als andere Parteien. Und in Lützerath zeigt sich eben, dass sie das nicht sind, wenn es hart auf hart kommt. Was ist so falsch daran, ein Moratorium aufzusetzen? Man hätte die Entscheidung über Lützerath noch mal überdenken können, vor allem jetzt, da man neue Informationen hat, da man weiß, dass es sich nicht um eine Frage der Versorgungssicherheit handelt. Die Energiekrise ist offenbar vorbei. Die Grünen hätten Beweglichkeit zeigen können. Denn Lützerath ist natürlich mehr als diese Paar Häuschen, es ist der Anfang, der zeigt, ob die Gesellschaft gewachsen ist, mit den Herausforderungen umzugehen.“

Dennoch soll hier erneut betont werden, dass es unmöglich ist eine Partei komplett „über einen Kamm“ zu scheren.
Um keine Missverständnisse entstehen zu lassen. Nach wie vor gibt es NATÜRLICH bei den GRÜNEN viele PolitikerInnen, die glaubhaft für mehr Klimaschutz einstehen.
Vom Spitzenpersonal jedoch wird ein gegensätzlicher Eindruck vermittelt. Heuchelei par excellence.

Die SPD:

Hört man aktuell nicht soooo viel…Das ist schade. Aber das kann sich noch ändern. Umso wichtiger wäre dieses, da die Klimakrise insbesondere die sozial Schwachen Personen treffen wird.

Die CDU/CSU:

Logo, auch hier gibt es gute Köpfe. Auf lokaler/regionaler und Landesebene sind hier jede Menge Personen bekannt, mit denen man konstruktiv Projekte für mehr Klimaschutz anschieben kann bzw. dieses bereits erfolgreich umgesetzt hat.

Etliche Bundespolitiker von CDU/CSU weisen jedoch ein irritierendes, wenn nicht sogar verstörendes Verhalten auf.
CSU-Politiker Dobrindt war sich in seiner „Fischen am rechten Aussenrand“-Rhetorik nicht zu schade in Bezug auf die „Letzte Generation“ von einer Klima-RAF zu sprechen.

Der Begriff des Klimaterrorismus kursierte. Diese Verwendung stellt nach Meinung von hier ein Armutszeugnis für jene Personen aus, die sich dieser Rhetorik bedienten.
Folgerichtig wurde diese Nomenklatur kürzlich auch mit dem „Unwort des Jahres 2022“ ausgezeichnet.

Zitat in der Rheinischen Post: „Der Begriff fiel im vergangenen Jahr in Debatten um umstrittene Klima-Proteste – und dient aus Sicht der sprachkritischen „Unwort“-Jury dazu, diese zu diskreditieren. Aktivisten würden mit Angst und Schrecken verbreitenden Terroristen „gleichgesetzt und dadurch kriminalisiert und diffamiert“, begründete Jury-Sprecherin Constanze Spieß am Dienstag im hessischen Marburg die Wahl. Gewaltlose Protestformen zivilen Ungehorsams und demokratischen Widerstands würden so „in den Kontext von Gewalt und Staatsfeindlichkeit gestellt“.
Quelle https://rp-online.de/panorama/deutschland/unwort-des-jahres-2022-klimaterroristen_aid-82694517

Doch damit nicht genug! Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß kann sich ein härteres Vorgehen gegen Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten vorstellen. Vorbild ist für ihn dabei Bayern. Dort gelten besonders scharfe Polizeigesetze.
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Hamburgs-CDU-Chef-Ploss-Haerteres-Vorgehen-gegen-Klimaaktivisten-,klimaaktivisten114.html

Im Zuge der Lützerath-Proteste gibt es weitere CDU/CSU-Politiker, die mit ihren Positionen fürchterlich tief ins Klo greifen.
CDU-Generalsekretär Mario Czaja versuchte es in Diskreditierungs-Rhetorik:

„Im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Räumung des Braunkohledorfs Lützerath sieht CDU-Generalsekretär Mario Czaja ein Gewaltproblem unter jungen Männern. «Wir haben eben ein Problem mit jungen, gewaltbereiten Männern und dazu gehören die auch», sagte Czaja am Mittwoch dem Fernsehsender «Welt TV» mit Blick auf die Demonstranten, die Widerstand gegen die derzeit laufende Räumung des Dorfes im Rheinischen Revier leisten.

„Er möge auch die Bezeichnung «Aktivist» in diesem Kontext nicht. «Es sind kriminelle Taten, die dort geplant sind und es ist auch momentan kriminell, sich dort aufzuhalten.» Es gebe ein Betretungsverbot auf dem Gelände, sagte Czaja. «Es sind junge Männer, die gewaltbereit sind, die die staatlichen Institutionen ablehnen. Es ist eben nicht immer nur eine Frage des Migrationshintergrunds, sondern wir haben eine größere Gruppe von jungen, gewaltbereiten Männern», sagte der CDU-Generalsekretär. Es müsse «Aussteigerprogramme» für «diese scheinbaren Aktivisten» geben, sagte Czaja.“
Quelle: https://www.zeit.de/news/2023-01/11/luetzerath-czaja-sieht-gewaltproblem-bei-jungen-maennern?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F

Es ist so absurd, dass man schmunzeln muss: Ein Aussteigerprogramm für Klima-Aktivisten mitten in der größen Krise der Menschheit?? „Frau Sozialpädogogin, ich kann nicht anders! Ich MUSS Bäume pflanzen und ich MUSS protestieren! Bitte Bitte helfen Sie mir!! Was soll nur aus mir werden! Wenn ich aussteige, bekomme ich dann eine neue Identität?“

Dass die Bundes-CDU (nach Meinung von hier) durch ihr sog. „Zugpferd“ Friedrich Merz („Sozialtourismus“,“Kleine Paschas“) derbe nach rechts driftet fällt scheinbar nicht nur hier auf.
Taktik, Kalkül, Klauen von AFD-Wählern?

All das macht die Rhetorik in Bezug auf die Klimaaktivisten nicht besser!
Tatsächlich fordern nun sogar einige CDU/CSU-Politiker, dass die AktivistInnen in Lützerath an den Räumungskosten beteiligt oder diese sogar komplett übernehmen sollen.

„Indes fordern erste Stimmen aus der Politik, die Aktivisten nach Beendigung der Räumung zur Kasse zu bitten. „Wenn eine kleine Gruppe durch ihr rechtswidriges Verhalten solche Polizeieinsätze auslöst, sollten nicht die Steuerzahler damit belastet werde“, sagt etwa Matthias Hauer, Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Finanzausschuss und Sprecher der Abgeordneten der CDU Ruhrgebiet. “
Quelle: https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/luetzerath-wie-teuer-wird-der-polizeieinsatz-43925319

Das wäre das Ende sozialer Bewegungen. Ziviler Ungehorsam ist ein „Grundrecht“ im Rahmen klar definierter Regeln, das in gewissen Formen sanktioniert wird (durch Geld- oder Haftstrafen). Natürlich kann es Geldstrafen geben, die Forderungen einiger Hadliner gehen jedoch deutlich weiter. Aber eine Gesellschaft muss Protest aushalten. Sie profitiert ja auch davon. Siehe Gandhi, Martin Luther King, Rosa Parks, Frauenwahlrecht, Atomausstieg etc. Und eben jetzt die Klimabewegung.
Ganz offen gesagt: Bei solchen Tönen wie von Czaja, Dobrindt, Hauer & Co. braucht sich die CDU/CSU nicht wundern, wenn sie von diversen klimabesorgten Menschen abgelehnt wird.

Panzerkettenrhetorik! Solche Töne sind vor allen Dingen eins: Komplettmeschugge!

Auch wenn das ungerecht ist gegenüber den Menschen in dieser Partei, die dazu eine gemässigte Haltung haben.
Zudem gießen sie damit Öl ins Feuer vieler agressiver Debatten rund um den Klimaschutz.

Gesellschaft

In vielen Medien (z.B. in den Kommentaren der NOZ, Facebook und Co.) plustern sich Menschgen fürchterlich auf und rufen nach harten Strafen gegen Klimaaktivisten aller Art, insbesondere jetzt, nach Lützerath.
Und selber? Selber rühren diese Menschen oftmals nicht einmal den kleinen Finger, um etwas für den Klimaschutz zu leisten!
Ob diese AktivistInnen nun zivilen Ungehorsam leisten (Letzte Generation + Lützerath) oder friedlich sind (Lützerath, Fridays for Future) ist diesen Menschen egal.
Mit Schaum vorm Mund: „Wegsperren!“

Man kann als Aktivist froh sein, dass man noch Bäume pflanzen darf. Ist ja gemäß einiger Vollidioten fast schon ein terroristischer Akt.
Mir macht es manchmal Spaß, diese Menschen in Diskussionen dann hart anzugehen und ihnen verbal wieder und wieder einzuprügeln, dass sie Blödsinn reden.
Die Fronten verhärten sich jedoch, und das ganz massiv! Es gibt an den Fronten keine diskursive Bewegung mehr.

In der Spiegel-Kolumne (oben erwähnt) steht: „Lützerath ist nur das, was gerade besonders im Vordergrund steht. Und auch hier spielt sich ein Generationenkonflikt ab: Es sind die Alten, die von Klimachaoten reden und harte Bestrafungen fordern. Und es sind die Jungen, die Angst um ihre Zukunft haben und um ihre Lebenschancen fürchten. Vielleicht braucht es eine neue, radikalere Partei.“

Trotzdem kann man (einerseits) über jede schlechte Hassnachricht in Foren, Kommentaren froh sein. Das Thema gewinnt dadurch zusätzlich an Bedeutung.
Die Klimaaktivisten-HASSER sorgen somit dafür, dass das Thema zusätzlich an Gewicht gewinnt. In der NOZ gibt es eine Truppe von ca. 10 Personen die nur auf Klima-Berichte warten und dann ihre gequirlte Scheiße dazu gibt.

Man muss sie als „Diskreditierer „entlarven, ihnen sagen, dass sie Scheiße reden und Ihnen dann dafür danken, dass sie das Thema pushen. Manchmal…. wenn ich schlechte Laune habe, dann warte ich nur auf diese Personen. Und dann geht in den Foren ab. Danach ist die Laune besser, denn es ist unmöglich gegen diese Personen zu verlieren (sie (gemeint sind jene 10 Personen in den NOZ-Foren) sind meist nicht so richtig helle).

Und andererseits schafft die Diskreditierung von Aktivisten, der Versuch einer Einschüchterung, der harte Gegenwind ein gesellschaftliches Klima, das für eine Radikalisierung sorgt. Wie denn auch nicht? Es gibt aktuell keine politische Richtung, die einen angemessenen Klimaschutz vertritt. Nochmal ganz langsam, angesichts der größten Katastrophe, der sich die Menschheit jemals unterordnen werden muss: Es – gibt — aktuell –keine — politische — Richtung, die — einen — angemessenen — Klimaschutz — vertritt.

Und in Teilen der Gesellschaft herrscht regelrechter Hass gegenüber AktivistInnen vor. Kein Wunder, dass diese Strömung stark driftet. Natürlich macht man sich Gedanken, wie man sich im Zweifelsfalle körperlich verteidigt.
Ein Appell: Friedlich bleiben muss es!

Ich frage mich, warum die HASS-Menschen sich nicht aufregen über 4500 Hitze-Tote im letzten Jahr? Warum regen sie sich nicht über das Austrocknen des Rheins und den dadurch entstandenen finanziellen Schaden auf? Oder über das Hochwasser im Ahrtal? Und sie wiederholen gebetsmühlenartig: „Nein, Lützerath ist juristisch einwandfrei, wurde alles in letzter Instanz entschieden!“ Aber dass das Bundesverfassungsgericht (eines der höchsten Gremien in unserem Staate) klar entschieden hat, dass der Klimaschutz der Regierung zu wenig sei, das wird gerne missachtet? Komisch oder? Soviel zu einer schizophrenen „Law and order“-Politik! Warum regen diese Menschen sich nicht darüber auf, dass das FDP-Verkehrsministerium im Klimaschutz um Lichtjahre hinterherhinkt? Manchmal hat man den Eindruck viele Menschen wollen ein Temperaturklima von 45 Grad und Bürgerkriege um Wasser, Land und Nahrung!

Die Klimabewegung selbst geht eindeutig als Gewinner aus diesem Zwist hervor.
Es findet aktuell ein massiver Schulterschluss statt. Die unterschiedlichsten Konzepte verwachsen ineinander. Eine große große Solidarität findet, auch durch Lützerath und die Fehlentscheidung der GRÜNEN, auch durch die Panzerkettenrhetorik einiger CDU/CSU-Menschen mittlerweile mit „Der letzten Genreration“ statt. Auch das ist eine Folgewirkung der aktuellen Geschehnisse. „Teachers for Future“, die Evangelische Kirche, die Naturschutzverbände haben sich klar mit der LG solidarisiert. Viele viele KlimaaktivistInnen folgen aktuell. Die Bewegung als Ganzes wächst aktuell massiv durch die Geschehnisse. Sie lässt sich nicht mehr aufhalten. Eines ist sonnenklar: Durch die Folgen der Klimaerwärmung wird die Bewegung von Jahr zu Jahr größer (das haben die Parteistrategen der GRÜNEN massiv missachtet, das wird sich noch in Bezug auf WählerInnenstimmen vielleicht noch rächen), während die Gegner jedes Jahr weniger werden. Die Klimabewegung wird als eindeutiger Sieger vom Platz gehen. Für mich sind diese Menschen Helden und Heldinnen (wenn es friedlich bleibt), auch wenn ich nicht alle Protestformen teile.

Allgemein
Gemeinsame Busreise nach Lützerath
Geschrieben:

Gemeinsame Busanreise nach
L Ü T Z E R A T H 🚌
muss bleiben 💚

Denn Deutschland darf das Pariser Klimaschutzabkommen nicht brechen!

Deswegen fahren wir allesamt am Samstag, 14.1. mit dem Bus zusammen nach Lützerath zur Großdemonstration! Um 7.00 Uhr starten wir und wollen um etwa 16 Uhr die Rückreise antreten.
Anmeldung ganz unten 👇
Mitfahrt auf Spendenbasis (Richtwert 20€ für Hin und Rück)
Auch Teilfahrten möglich, Ganz-Fahren hat jedoch Vorrang.

ℹ️
Hin:
Abfahrt 7:00 Uhr, ZOB Osnabrück (Eisenbahnstraße, direkt am Hbf.)

Zurück:
Abfahrt 16:00 Uhr ab Keyenberg (genauerer Ort Ansage dann im Bus)

Was Du brauchst:

Essen, Trinken, wetterfeste Kleidung, Demoschild, nach Möglichkeit Oma, Opa, Familie und Freunde 😉

Damit wir ganz viele sind 💐

Spontane Rede- und oder Musikbeiträge für die Fahrt sind ausdrücklich erwünscht.

Anmeldung:
per Email an os_bus_luetzi@yahoo.com
mit folgenden Infos:
– Name/Pseudonym, mit dem ihr im Bus abgefragt werden könnt
– Hin und Rückfahrt oder nur eins von beidem
Bitte pro Anmeldung eine eigene Email schreiben, keine Gruppenanmeldungen!!
First come, First serve. Komplett-Fahrer bekommen tendenziell Vorrang, es werde aber auch Teilfahrten nach bester Möglichkeit berücksichtigt.

Allgemein
Aus, Aus, das Spiel ist aus!
Geschrieben:

In den sozialen Netzwerken sieht man seit den letzten Tagen verstärkt Bilder, wie Menschen medial öffentlichkeitswirksam ihre Mitgliedschaft bei den GRÜNEN beenden.
Auch ich habe seit heute früh für mich schonungslos klar: Nach 29 Jahren „Wahltreue“ ist an dieser Stelle nun Schluss.

Trotz vieler vieler Streitereien und immer wieder Überlegungen nach besseren Alternativen wurde dennoch bei JEDER Wahl in der Vergangenheit irgendein Kreuz IMMER für die GRÜNEN gesetzt.
Insbesondere jedoch seitdem hier begonnen wurde als Kleingruppe für den Klima- und Artenschutz einzutreten (seit ca. 7 Jahren)
wurde oftmals gemerkt, dass
vieles lange nicht so GRÜN ist, wie es aus den Mündern schallt. GRÜN reden heisst noch lange nicht grün handeln!
Macht es gut! Danke für die gemeinsame Zeit.

Ich wähle Euch nicht mehr, weil ich mich durch Euch nicht mehr vertreten fühle.
Eine solche Missachtung des Klimaschutzes (Lützerath!) und damit auch des Artenschutzs schmerzt. Aber Schmerz gehört zum Leben dazu.
Der Blick zurück ist dennoch nicht im Gram.

Wichtig ist hierbei natürlich auch: Man kann nicht und nie „alle PolitikerInnen in einen Topf“ werfen.
In jeder Partei gibt es auf jeder administrativen Ebene
gute Leute, mit denen man gut pro Klimaschutz und pro Artenschutz zusammenarbeiten kann.
Egal ob SPD, CDU, UWG und GRÜNE.
Auch bei den GRÜNEN kenne ich natürlich (und ohne Zweifel) etliche davon.

Aber an der Räumung von Lützerath, DEM Wahrzeichen des Klimaschutzes in Deutschland, festzuhalten, trotz vieler vieler Gegenargumente,
das ist nicht mehr meine Partei.

Ist schon erstaunlich. Vor ihrem Amt als stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen war Mona Neubaur
noch häufiger Gast bei den Aktivisten in Lützerath, ließ sich dort gerne ablichten, äusserte öffentlichkeitswirksam ihre Meinung für den Klimaschutz.
Nach der Wahl hatte sich das ganz schnell erledigt. So schnell vergisst man seine (alten) Freunde. Nach der Wahl ist alles vergessen.

Hochinteressant ist der offene Brief zur Räumung von Lützerath von „Scientists for Future“ (liest sich wie ein „Who ist who“
der aktuellen Wissenschaftslandschaft):
https://de.scientists4future.org/offener-brief-ein-moratorium-fuer-die-raeumung-von-luetzerath/

Es tut der Demokratie sicherlich ganz gut, dass es nun einen Neuanfang in der politischen Umweltlandschaft geben muss und (langsam) geben wird.

Sehr treffend dazu ein Artikel in der taz:
https://taz.de/Luetzerath-und-die-Gruenen/!5905166/

Genau wie auch ein Artikel im SPIEGEL: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/luetzerath-und-der-zwiespalt-der-gruenen-auf-beiden-seiten-der-barrikaden-a-41e3d4af-4453-4846-84fc-3b2a62611cf4

Jetzt hat diese Partei ein Meinungsproblem, das sie selbst verursacht hat.

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Die Planung für den nächsten Miyawaki-Wald schreitet voran.
Geschrieben:

Die Planung für den nächsten Miyawaki-Wald schreitet voran.
Für nächste Woche soll dazu ein Gespräch mit der Gemeinde Bissendorf anvisiert werden.
Ein Grundinteresse ist vorhanden, das ist sehr gut.

Kürzlich wurde ein interessanter Artikel über Miyawakis publiziert:
https://www.fluter.de/miyawaki-tiny-forrest-jordanien?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Auch in Jordanien und im Libanon schiessen die Dinger wie Pilze aus dem Boden.
Überall. Und es wird deutlich: Wir alle haben viel zu lange geschlafen.
Die Klimaerwärmung ist schneller als gedacht. Schnelle Lösungen sind gefordert!
Und noch viel mehr! Auf allen Ebenen. So langsam aber sicher fangen Menschen an, etwas „hektischer“ zu werden.
Die ersten bekommen schon rote Flecken im Gesicht. Selbst Menschen, von denen man das so nicht gedacht hätte. Und das ist gut so.

Interessant im Artikel:
„Miyawaki-Befürworter behaupten, dass die Methode das Wachstum der Bäume um das Zehnfache beschleunigen kann.
Anders ausgedrückt: In nur zehn Jahren entsteht ein vermeintlich hundert Jahre alter Wald. Miyawaki hatte die Methode
bereits in den 1970er-Jahren erfunden. Nun, wo die Welt nach schnellen Lösungen für den Klimawandel sucht, wächst die Zahl seiner Anhänger fast so rasant wie die Bäume selbst. Von Lateinamerika bis nach Kanada, von Südostasien bis nach Europa: Weltweit schießen „Tiny Forests“ in die Höhe. Auch in Deutschland.“

Ja, und noch etwas ist wichtig: Die letzten Jahre waren „El Nina“-Jahre, heisst:
Die globalen Temperaturen wurden durch „El Nina“ gesenkt.
Siehe dazu:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/el-nino-kuendigt-sich-an-die-kommenden-jahre-duerften-heiss-werden-a-f03133df-ffed-41f1-9b7a-b6a07c29a3f8

Und dennoch waren die letzten 8 Jahre die wärmsten seit Beginn der Temperaturmessungen (https://www.spiegel.de/wissenschaft/klimakrise-die-vergangenen-acht-jahre-waren-weltweit-die-waermsten-ueberhaupt-a-00e467d5-301f-4fff-a117-c3487bd5c934).

Schon dieses Jahr jedoch beginnen wieder „El Nino“-Auswirkungen. Bedeutet: Es wird heisser, heisser und heisser.
Mit fast 100%iger Sicherheit wird eines der nächsten 5 Jahre das wärmste Jahr seit Temperaturmessungen.

Tja, und Samstag steht die nächste Großdemo in Lützerath an.
Hoffentlich bleibt es für alle Beteiligten, egal auf welcher Seite, friedlich. Von hier eine klare Solidarisierung mit einem friedlichen Protest gegen die Räumung von Lützerath.
Aber jeder, der etwas querliest, der weiß, dass es an allen Enden und Ecken scheppern wird. Schön ist das nicht.
In keinster Weise.

Lützerath ist „nur“ ein Symbol. Aber was für eins!
Etliches an gesellschaftlichen Spannungen wird sich dort wohl entladen. Vermutlich schon in den nächsten Tagen.
Wer bislang von einer „Zeitenwende“ sprach, der hat vermutlich noch keine Vorstellung davon, was in den nächsten Jahren noch passiert.
Die nächsten Jahre werden hyperspannend und zugleich fürchterlich und schrecklich.
Der globale Süden leidet bereits massiv.

Interessant auch ein Artikel in der taz:
https://taz.de/Klimapolitik-der-Bundesregierung/!5904965/

„Kommt es nicht zur radikalen Energiewende, ist das weltweite CO2-Budget für das Erreichen des beim Parisabkommen vereinbarten 1,5-Grad-Limits in sechseinhalb Jahren aufgebraucht. Also im Sommer 2029. Ein Kohleausstieg ein Jahr später nutzt dann auch nichts mehr.“

Und auch:
https://taz.de/Meteorologe-ueber-Temperaturrekorde/!5907199/

“ Nach einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts gab es im Sommer in Deutschland etwa 4.500 Hitzetote. Wie extrem war die Sommerhitze aus meteorologischer Sicht?

Die war sehr außergewöhnlich, auf mehreren Ebenen. Erst mal war der Sommer prinzipiell sehr warm. Es gab nur zwei Sommer mit höheren Durchschnittstemperaturen: 2003 und 2018. 2019 war es ähnlich warm wie letztes Jahr. Und zweitens hatten wir zwei intensive Hitzewellen, die europaweit auch völlig neue Rekorde gebracht haben. In Deutschland wurden an mehreren Wetterstationen 40 Grad oder mehr gemessen. Das ist immer noch die Ausnahme, Gott sei Dank, aber es wird immer häufiger.

Für Großbritannien haben Wis­sen­­schaft­le­r:in­nen die extremen Temperaturen nach einer Studie mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht, mit dem Ergebnis, er habe sie 10-mal wahrscheinlicher gemacht.

Ja, in Großbritannien wurden erstmals die 40 Grad geknackt, im Ort Coningsby waren es 40,3 Grad. Am selben Tag haben wir übrigens in Hamburg 40,2 Grad gemessen. Das liegt noch mal ein Stück nördlicher als Coningsby. Ich habe damals extra nachgeguckt und glaube nicht, dass so weit im Norden Europas schon mal 40 Grad gemessen wurden. Das ist extrem außergewöhnlich.“

Offen gesagt: Wir sind am Arsch!

Und gleichzeitig (und keine Schande): Die Klimaerwärmung ist zugleich eine Möglichkeit viel viel viel Geld zu verdienen – um dieses dann sinnvoll für Artenvielfalt und gegen die Erderwärmung einzusetzen.
Wer sich jetzt richtig positioniert, der kann sich zumindest in diesem Bereich eine „goldene Nase“ verdienen, mit der Verpflichtung, etwas davon gesellschaftlich abzugeben.

Allgemein
Die Sieger des „1. Meller Junge-Menschen-Social-Media-Wettbewerb für Klima- und Artenschutz“ stehen fest
Geschrieben:

Die Entscheidungen sind gefallen. Die Sieger des „1. Meller Junge-Menschen-Social-Media-Wettbewerb für Klima- und Artenschutz“
stehen fest. 😍🦹‍♀️🌟🏆🏆🏆

🏆Auf Platz 1 (das bedeutet ein Preisgeld von 300 Euro):
Das Insektenhotel der Meller Kinderfeuerwehr!
https://fb.watch/h7gfEbSYxb/

Große Klasse! Viel Kreativität, viel Einsatz, ein richtig toller Hingucker! Herzlichen Glückwunsch!

🏆Auf Platz 2 (200 Euro):
Anlage einer Blühwiese durch Jugendlichen
Die Aktion fand auch im Rahmen von Sozialstunden des Jugendlichen statt.
Das erklärt, warum er nicht so gerne „öffentlich“ mit seinem Gesicht erkennbar sein möchte
https://www.facebook.com/watch/?v=1165509580974639

Ein hoher Einsatz und sehr viel Hintergrundwissen sowie ein hohes Verantwortungsbewusstsein haben überzeugt.

🏆Auf Platz 3 (100 Euro):

2 junge Menschen giessen Bäume
https://www.facebook.com/GnadenhofBroedel/videos/428428745773839/

Es kann garnicht früh genug losgehen.

Vielen Dank an das Unternehmen „E.ON Energie Deutschland GmbH“. Durch eine gewonnene Abstimmung (danke an die vielen Menschen,
die damals für uns gestimmt haben), konnte das Geld für den Preis erworben werden. 🙂

Ein sehr hoher Dank geht zudem an die Jury, die sich intensiv mit den Filmen befasst hat: ☺️

Lars Albertmelcher (CDU, Mitglied des Meller Stadtrates, Aktiv im Bereich des Artenschutzes),
Torben Bextermöller (Weltveränderer und Mitglied des Meller Jugendparlamentes),
Hendrik Brinkmann (CDU, Landwirt, Mitglied des Ortsrates Wellingholzhausen, Unterstützer von Streuobstwiesen und alten Obstsorten),
Jutta Dettmann (Bürgermeisterin Melle, Antreiberin für mehr Klimaschutz),
Andreas Kükenbrink (Naturschützer aus Melle, hat seinen Garten in ein Artenparadies verwandelt),
Anja Lange-Huber (Stadtbekannte Unternehmerin und Visionärin, Unterstützerin der Artenvielfalt),
Gabriele Mörixmann (CDU, Landwirtin, Mitglied des Kreistages; Aktivgestaltung und Allianzbildnerin zwischen unterschiedlichen Aktivpersonen der Landschaftsgestaltung, Unterstützerin des 500 AKA-Projektes),
Norbert Oberniehaus (Landwirt aus Wellingholzhausen, Klimaschützer),
Matthias Pietsch (UWG, Mitglied des Meller Stadtrates, lebt eine Mobilitätswende vorbildlich vor),
Fine Schacht (SPD, Stellvertrende Ortsbürgermeisterin Neuenkirchen, Herausragend aktiv im Projekt “500 AKA”),
Frank Strötzel (Vorsitzender des TSV Westerhausen-Föckinghausen e.V., und somit einem der maßgeblichen Sportvereine im Einsatz für Klima- und Artenschutz in der Stadt),
Ute Werges (Aktivperson aus dem Umfeld von Melle for Future, nimmermüde im Einsatz für mehr Klimaschutz und Artenvielfalt).

Wir arbeiten aktuell an einer Neuauflage des Preises. Ob das in diesem Jahr oder erst 2024 passieren wird ist noch unklar.

Der Filmbeitrag der Sieger: https://fb.watch/h7gfEbSYxb/

Allgemein
Es gibt wieder eine echte Bewegung in Deutschland! Pro Klimaschutz!
Geschrieben:

Das ist schön zu sehen. Es gibt wieder eine echte Bewegung in Deutschland! Pro Klimaschutz! Ähnlich wie damals in Gorleben. Aus allen Schichten, alle Altersklassen. Aus Sorge um den Zustand des Planeten. Für den Fortbestand künftiger Generationen!
Und was ich gut finde: Auch politisch wächst etwas ganz Neues heran. Eine neue Umwelt- und Klimaströmung, die sich vom „Altbekannten“ verabschiedet.
Auch wenn man selbstverständlich nicht alle GRÜNEN in einen Topf werfen kann (Pauschalisierungen bringen da nicht weiter), es ist für eine Demokratie schon ganz gut, dass es aktuell zu Abspaltungen und Neuaufbrüchen kommt. Dass unter einer Landesregierung mit GRÜNER Beteiligung Wasserwerfer gegen Umweltschützer eingesetzt werden, das spricht für sich und ist nicht mehr vermittelbar.

Hoffen wir dennoch, dass alles friedlich bleibt!
In jungen Jahren habe ich das mit der „Friedlichkeit“ mal anders gesehen, das war, aus heutiger Sicht, falsch! Friedlich bleiben muss es (auch wenn jedem klar ist, dass das leider nicht der Fall sein wird. Das wird leider, angesichts der Lage, ein Ding der Unmöglichkeit sein)…:-/
Mir tun die Demonstranten leid, die in Lützerath (bald) verprügelt werden. Mir tun die Polizisten leid, die eine Fehlpolitik ausbaden müssen, und sich gegen Steinwürfe werden erwehren müssen.

Offen gesagt: Die Klimaerwärmung wird dafür sorgen, dass es noch so richtig (gesellschaftlich) „knallen“ wird. Das jetzt ist nur der Anfang, der schon schlimm genug ist.
Auseinandersetzungen um Wasser (massiv!), Lebensmittel (ganz massiv!), um bewohnbaren Raum (Länder) auf diesem Planeten. Um Meinungshoheiten, um den Fortbestand von Demokratieren!! Um Freiheit!
All diese Errungenschaften werden nur durch einen konsequenten und ganz massiven Klimaschutz möglich sein. Alles andere fährt hoffnungslos gegen eine Wand. Ohne Tempolimit und mit vielen Toten.

Allgemein
Unsere Gnadenhofstationen sind Orte der Ruhe und des Friedens.
Geschrieben:

Unsere Gnadenhofstationen sind Orte der Ruhe und des Friedens. 😊
Die Tiere können hier den Tag gestalten, so wie sie möchten.
Einige, die nicht so schöne Dinge erlebt haben, können hier erfahren, dass es auch anders geht.

Die Klimaerwärmung (der warme November und der warme Januar) sorgen zumindest dafür,
dass der Krankheitsdruck dieses Jahr sehr gering ist. Die Tiere liegen aktuell viel in der Sonne, entspannen sich, erholen sich.

Momentan ist hier eine „Verschnaufpause“. Diese Jahr werden insgesamt weniger Biotope und Klimaschutzpflanzungen
angelegt. Es war am Ende doch relativ nah am Status des Ausgebranntseins.
Mit Ende der letzten Mitmachaktion trat hier eine große Leere, ein riesiges Loch zu Tage….
Viel viel Schlaf war nötig, und leider auch viele viele Absagen für weitere Projekte.
Ist aber (zum Glück) gut gegangen. In der Rückbetrachtung grenzt es an ein Wunder das „500 AKA“ mit dem hohen Tempo so gestaltet zu haben.
Jetzt ist es ruhiger.
Das „mehr“ an Zeit wird genutzt
um sich entspannt an den Stationen hinzusetzen, die Tiere zu beobachten…
Seht selbst 🙂
Der weiße Hahn „ZickeZacke“ kann sein Glück kaum fassen.
Noch vor wenigen Wochen schien sein Schicksal besiegelt: Kopf ab!
Hier nun hat er sich eingelebt und hat bereits seine eigene Hühnerschar.

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck?

Allgemein
Warzenenten im Orgelpfeifenformat
Geschrieben:

Nach und nach werden unsere Kaninchen eingefangen und leben für einige Tage bei den Meerschweinchen.
Zwei Stück haben wir schon. Weitere folgen noch.
Nächste Woche geht es zur Tierärztin, die üblichen Impfungen stehen an. Und dann hoppeln sie fröhlich ein weiteres Jahr durch diverse Aussengehege
und buddeln Löcher und Gänge wie verrückt.
Einige sind mittlerweile schon ganz schön alt, aber rüstig und munter.
Und unsere Warzenenten bewerben sich offenbar für den Wettbwerb „Die besten Orgelpfeifen aller Zeiten“ 🙂

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck?

Allgemein
Abstimmung: Wofür sollen wir die Spenden einsetzen?
Geschrieben:

Abstimmung: Wofür sollen wir die Spenden einsetzen?
Was machen wir eigentlich so mit unseren im November und Dezember eingegangenen Spenden für das „500 AKA“-Projekt? Was meint Ihr, was sollen wir machen?
Z.B. mit den Spenden von Redfield Records (Alexander Schröder), von Angela von Brill, von Axel Block, Anja Brosda, Simone Büttner-Wehming und vielen vielen vielen anderen?
Die Planungen laufen auf Hochtouren. im Frühjahr werden weitere Blühwiesen angelegt bzw. verarmte Wiesen (die erste von uns datiert aus dem Jahre 2017) neu „aufgepeppt“. Die Vielfalt der Insekten benötigen wir dringend. Das ist das „A und O“ für den Zusammenhalt der Biodiversität, sozusagen der „Kitt“, der alles zusammenhält. Ohne Blühwiesen brauchen wir im Prinzip unsere Arbeit nicht fortsetzen. Das ist die Basis!
Die Stadt Melle hat sich heute zudem bereits gemeldet und verkündet, dass geprüft wird, ob ein Areal für eine Trüffel-Klimaschutz-Artenvielfaltsfläche zur Verfügung gestellt werden kann. Auch hier wird von den Spenden eine ganze Menge Geld eingesetzt (mindestens 3500 Euro).
Auch bei der Gemeinde Bissendorf wurde diesbezüglich nachgefragt, alternativ auch wegen eines Miyawaki-Waldes.

Blühwiesen werden wir immer mal wieder (zwischendurch) anlegen, jedoch nur dann, wenn die Flächeneigentümer bereit sind, die Pflege zu übernehmen. Ansonsten macht es keinen Sinn, weil sich eine Artenvielfaltswiese (in der Regel) dann nur 2 Jahre hält.

Und jetzt ist Eure Meinung gefragt:

Wofür soll weiteres Geld eingesetzt werden?
Für Miyawaki-Wälder? Trüffel-Klimaschutz-Artenvielfaltsflächen?
Für Streuobstwiesen? Für Feuchtbiotope?

Gemäß dieser Facebook-Abstimmung in dieser hiesigen Gruppe (https://www.facebook.com/groups/1202029840387009) richten wir dann unsere Planung aus.

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschut

Allgemein
Stratifizierung von Saatgut
Geschrieben:

Die nächsten (kleinen) Schritte wollen gegangen werden…🌳🌴🌿🌞🌞🌞
Nachdem wir nun auf gutem Wege sind unsere über 100 Tiere gesund über den Winter zu bringen und auch die Steuererklärung 2021 (es sind 1000ende Buchungen und Belege) auf Kurs ist, so ist es endlich an der Zeit, die nächsten Knöpfe gegen die Klimaerwärmung zu drücken.
Mögliche Sponsoren für vielerlei Projekte wurden noch vor Silvester kontaktiert. Nun werden hier eine Fülle von Saatgut-Ansammlungen „stratifiziert“.
Stratifikation von Saatgut bedeutet, dass Keimhemmer abgebaut werden, z.B. dadurch, dass das Saatgut einige Wochen im Tiefkühlfach, im Kühlschrank oder einfach im Garten gelagert werden. Eingepackt in Erde oder Sand, manchmal mit etwas Kalk versehen. Wir brauchen, in etwa einem Jahrzehnt, viele viele Arten, die auch trotz großer Hitzeperioden in heimischen Gärten überstehen können.
Die aufgrund wochenlanger Temperaturen von über 40 Grad und wenig Regen nicht schlapp machen. Auch daran wird jetzt hier gearbeitet.
Die Klimaerwärmung lässt sich durch Diskussionen über „Die letzte Generation“ oder was auch immer nicht aufhalten.
Wir brauchen weitere praktische Schritte, nur durch Praxis können wir der Planetenerhitzung im Backofen etwas entgegensetzen!

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz?