Danke an die „Ost und Koch Immobilien Gmbh“

Danke an die „Ost und Koch Immobilien Gmbh“ [https://ostundkoch.de/immobilien/]
Ein schönes Beispiel, wie es auch gehen kann…

Vielen herzlichen Dank an die Firma „Ost & Koch Immobilien GmbH“ (insbesondere an Frau und Herrn Ost) für eine erneute (und sehr hohe) Spende.
Angelegter Storchenkorb wird den Namen der Firma tragen

Das gespendete Geld wird komplett in den Artenschutz fließen.
Zum Einen wird davon eine große Menge frisches Saatgut für weitere Blühwiesen im Jahre 2019 gekauft.
Auch bei der „OKI“ haben wir in diesem Jahr mit toller Unterstützung der Firma sowie Schülern der IGS Osnabrück eine solche Wiese angelegt:

Blühwiese in der Stadt Osnabrück angelegt

Blumiger Landkreis Osnabrück


https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1189340/gesamtschueler-der-igs-osnabrueck-saeen-fuer-die-artenvielfalt
Auch 2019 soll es natürlich weitergehen. Im März werden wir wieder erstklassiges Saatgut erwerben, um weitere artenreiche Blühwiesen für Insekten zu schaffen.
In diesem Jahr haben wir alles bis auf das letzte Körnchen ausgesät.

Ein Anteil der Spende wird zudem in die Errichtung eines Storchenkorbes fließen.
Der Storchenkorb wird auf einem 9 Meter-Mast (unterhalb 10 Meter sind diese Masten genehmigungsfrei)
auf dem Blühwiesen-Beweidungs-Winterquartier „Am Wulberg“ in Melle/Westerhausen errichtet.
Die neue Storchenheimstätte wird „OKI“-Storchenkorb heißen (Ost & Koch Immobilien GmbH).

Da bekannterweise Nisthilfen nur ein Teil des Artenschutzes und Nahrungsquellen mindestens ebenso wichtig sind, wird der größte Teil der Spende
jedoch in den Ankauf einer großen Menge Lehm fließen (eine entsprechende Firma wurde bereits beauftragt, kann noch etwas dauern,
Lehm ist immer schwer zu kriegen).
Lehm wofür?
Nun, die Feuchtbiotope am Kreimerhof sind „nicht ganz dicht“. eine ganze Truppe Maulwürfe macht sich am Kreimerhof den Spaß, immer wieder den Stöpsel
aus den bereits mit einigen Tonnen Lehm ausgelegten Biotopen zu ziehen (kein Witz, stimmt wirklich in gewisser Weise :-/).
Das Wasser der sog. „Himmelsteiche“ fließt ja von einem Stall in die beiden Biotope, doch offenbar ist die Lehmschicht noch nicht dick genug.
Immer wieder graben sich die kleinen Kollegen von unten oder von der Seite zum Biotop hin. Wir haben ihnen 1000mal gesagt, sie sollen das lassen,
doch das interessiert sie bislang nicht. Manchmal sieht man ganze Kolonnen von Ihnen in Badelatschen und mit einem Handtuch bewaffnet zu den Teichen stromern.
Davor haben sie sich sogar eine Art Ministrand eingerichtet, auf welchem sie zuweilen in kleinen Sonnenstühlen sitzen und Dosenbier trinken (nehmt mal lieber Flaschen).
Im Spätsommer haben wir einige auf Luftmatratzen mit kleinen Cocktailgläsern (mit winzigen Sonnenschirmchen) gesehen.
Dann buddeln sie wieder etwas und plötzlich ist der Teich leer. Fließt in die unterirdische Maulwurfs-Lagune. Kucken wir dann mit
Taschenlampen da rein, dann sehen wir die Stinker auf Banana-Booten über ihren unterirdischen Privat-See flitzen.
Was sind die am Johlen….Spaß haben sie scheinbar (sei ihnen ja auch gegönnt).
Unter dem Wasser blitzen zuweilen dann im Taschenlampenlicht Fragmente des Bernstein-Zimmers auf, da ist es also. Wer hätte das gedacht…(kann leider nicht geboren werden, die
Feuchtbiotope haben Vorrang).
Wie dem auch sei: Die Maulwürfe können ja gerne den Bachlauf der Biotope als ihren Privatstrand nutzen, die Teiche jedoch erhalten jetzt noch eine große Schicht Lehm,
damit das Wasser auch drin bleibt.

Wofür ist Lehm wichtig?
Der Landesbund für Vogelschutz z.B. warnt, dass Schwalben kaum noch Baumaterialien für Ihre Nester finden:
https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-haus/voegel-am-haus/schwalben/baumaterial-fuer-schwalben/
Zitat: „Aus dem Mangel an feuchten Lehm- und Erdböden folgt, dass die Nester der Rauch- und Mehlschwalben
teilweise nicht richtig fertig gebaut werden können. Sie sind instabil und drohen, auseinanderzubrechen.
Dadurch sind nicht nur die Jungvögel in Gefahr, die Nester halten den Witterungsbedingungen auch weniger stand
und werden im nächsten Jahr eventuell nicht mehr vorhanden sein.“

Wildbienen z.B. nisten gerne in lehmigen Steilwänden (welche sich auch nachbauen lassen).
Auch als Wasserquelle sind feuchte Lehmböden außerordentlich wichtig. Im Sommer konnten wir das am Kreimerhof oft beobachten,
als Schmetterlinge und verschiedene Bienenarten die wenige vorhandene Feuchtigkeit aus dem Lehm sogen.

Zu künstlich angelegten Lehmbiotopen siehe auch:
https://niedersachsen.nabu.de/imperia/md/content/niedersachsen/schwalben/anleitung_lehmpf__tze.pdf
Und: Verschiedene Insekten nutzen Lehm um ihre Brutröhren zu verschließen.
https://www.nabu-oldenburg.org/fragen-zum-naturschutz/insekten/

In diesem Sinne: Die Spende der OKI hilft uns, eine große Lehmquelle anzulegen. Danke 🙂

Denn: Wir als gUG Umweltschutz und Lebenshilfe sind nachwievor „kleine Krauter“ mit viel Energie (aber wenig „Masse“).
Zwar sind bei uns ehrenamtlich – mit hohem zeitlichen Einsatz – nicht mehr nur zwei Personen aktiv (insbesondere am Kreimerhof würde es nicht funktionieren,
wenn wir nicht mit Julia und Simone zwei weitere Personen in unserem Team hätten), aber dennoch sind wir eine „Mini-Gruppe“,
welche aber mit viel Herzblut eine ganze Menge hinbekommt.
Danke an alle Personen, welche uns in unterschiedlicher Weise unterstützen.
Danke auch an die Stadt Melle, welche uns beispielsweise Flächen, für unsere Naturschutzarbeit zur Verfügung stellt. So kann es gehen 🙂

„Blühwiesen-Beweidungs-Winterquartier Am Wulberg“ voll belegt

Liebe Leute,

aufgrund verschiedener Anfragen:

Außer maximal ein oder zwei Kaninchen (kastriert und bitte möglichst schon geimpft) können wir an der
Gnadenhofstation/Blühwiesen-Beweidungstiere-Winterquartier „Am Wulberg“ keine weiteren Tiere aufnehmen.
Wir werden dort zwar in Kürze noch die restlichen 1500 m² (und auch eine dort bereits eigens angelegte Blühwiese (1000 m²))
mit einem Zaun absichern, jedoch sind auch diese Areale schon bei dem geplanten Tierbestand berücksichtigt.

Aber: An verschiedenen anderen Standorten werden weitere Flächen für unsere Tiere vorbereitet (werden).
Die Planungen laufen. Da insbesondere Ziegen jedoch „Ausbrecherkönige“
sind, wird dort jeweils mindestens 1,50 Meter Zaun errichtet (und ca. 15 cm eingegraben).
Ein Teil der eingehenden Spenden wird künftig in den Ausbau eben dieser Strukturen gesteckt.

„Am Wulberg“ werden in Kürze noch (sehr wahrscheinlich) zwei Miniponys einziehen sowie (eventuell) ein Schaf und (vielleicht) eine Ziege sowie (eventuell) zwei Mini-Zwergziegen.
Mehr jedoch geben die Winterquartier-7000-m² nicht her. Zudem wäre das Geld auf Dauer „zu knapp“, genauso wie die Zeit nicht ausreichen würde.
Jeder Standort hat seine natürliche Grenze. Über den Winter werden wir dort in Komformität mit dem vorherrschenden Baurecht und in Absprache mit dem Veterinäramt des Landkreises
verschiedene Strukturen weiter ausbauen und verbessern (z.B. Anlage von Stromlitzen für die Ponys).

Ab spätem Frühjahr dann werden die Tiere dann, wie Nomaden, von Fläche zu Fläche ziehen
und sich hier emsig im Sinne des Naturschutzes um die Mahd von Blühwiesen und Grünland zu kümmern.

Der Gnadenhof Brödel steht ja auf „zwei Säulen“. Das „Blühwiesen-Beweidungs-Winterquartier Am Wulberg“ und das Hauptquartier in Melle/Oldendorf „Am Kreimerhof“.
Ob dort ggf. weitere Tiere aufgenommen werden können entscheiden Simone Brockmann, Julia Gommer und Karsten Wachsmuth (bitte dort ggf. einmal anfragen, bzw. per Mail).

Eine mysthische Fläche im Osnabrücker Land

Heute mit George Trenkler auf seiner Streuobstwiese gearbeitet.
Auch hier ist eine Mahd wichtig, damit sich verschiedene Arten nächstes Jahr wieder durchsetzen können.
George gehört zu den „Guten“. Es gibt wohl nur wenige Menschen, welche sich ein Stück Land kaufen, einfach „nur“, um dort
eine Artenvielfalt zu fördern und dafür zu sorgen, dass es bestimmte Lebensformen „gut“ haben.
Der Ort ist ein Kleinod und einzigartig, es ist ein Genuss dort zu verweilen oder auch zu arbeiten.
Mysthische Obstbäume, eine einzigartige Stimmung und viel viel Leben.

Wo liegt der Ort? Geheimer als geheim. Nur so viel: Durch den dunklen Wald am Knusperhäuschen vorbei, dann über den Fluss, welchen schon der Rattenfänger
von Hameln überquerte, als er, verärgert über die Hamelner Bürger, von dannen zog.
Dann durch das Tal, in welchem Rübezahl wohnt (wir haben mit ihm vorhin noch ne Tasse heißen Bio-Familienpunsch getrunken)
[gibts in Melle bei Georgs Bioladen, http://georgs-bioladen.de],
schlussendlich an Draculas Schloss vorbei (er winkte uns fröhlich zu, als er einige Fledermauskästen an seinem Turm anbrachte)
und dann nur noch über den Hügel,
welchen Hexe Rumpeldei oftmals in der Dämmerung auf ihrem Besen überfliegt.

Im Sommer dort auf einem Wiesenbärenklau (ich glaube zumindest, dass es einer ist) fantastische Schmetterlinge gesehen (siehe Foto).
Übrigens: Wiesenbärenklau ist jene Pflanze, welche von den meisten Insektenarten angeflogen wird (91 Arten)
(gemäß: Das grosse Insektensterben. Segerer & Rosenkranz 2018, S. 153).

Von George noch tolle Äpfel und eine Kiste Familienpunsch bekommen.
Und eine Spende für die neuen Storchenmasten in Westerhausen gibt es auch noch. Dankeschön 🙂
Einige Äpfel haben unsere Gnadenhoftiere vorhin bekommen. Einen schönen Dank dafür soll ich ausrichten.

Auf dem Nachhauseweg dann noch vom KGB, CIA, Mossad und MI5 verfolgt worden. Lauter Topspione.
„Wo liegt die Fläche??? Nun sag schon, wo liegt die Fläche????“

Ich dann einfach mit dem Quad quer durch die Meller Berge, auf einem Geheimpfad geflüchtet. Mit Karacho, da haben die doof gekuckt.
„Geht Euch nix an“, gerufen. So kanns gehen.

Zuhause ists am Schönsten

Endlich wieder Heupullover.

Ehrungen sind schön und gut, aber zu Hause in den Wohlfühl-Heu-Schlabberklamotten ist es am Schönsten.
So was trägt man übrigens heute als „Mann von Welt“ in Mailand, Paris, Tokio, Melle-Westerhausen.
Die Schafe zumindest sehen mich als „einen von Ihnen“ an. Auch nicht schlecht. Das Heu dürfen sie trotzdem alleine essen 🙂
Kleiner Heu-Futterfilm: https://youtu.be/vxco1I9Naao

Die nächste Blühwiese angelegt

Sonntagmorgen, 7.30 Uhr, bei uns in der Siedlung, mit röhrenden Maschinen donnern wir vor.

Die nächste Blühwiese. Mit Megaphonen wecken wir die Nachbarn auf: „Aufstehen, Naturschutz!!! Ran ans Werk!!“

Langsam werden die ersten Jalousien hochgezogen, Gardinen bewegen sich, plötzlich brüllt
jemand: „Erna, ey komma. Die Blühwiesenspinners! Das musst Du gesehen haben, geil ey! Die mit ihre Blühwiesens wieder!“

Die ersten Nachbarn rennen raus, im Laufstil Champagnerflaschen köpfend. Einer, noch im Nachthemd, serviert vegetarische Schnittchen.
Die Leute werfen sich in ihre Arbeitsklamotten, unsere Fräsen röhren…“Super, dass Ihr das macht, das ist voll toll!! Wir machen mit,
wir sorgen für Artenvielfalt“. Viele Anwohner haben Tränen der Rührung in den Augen. Die ersten Champagnerflaschen sind schon leer.

Vielleicht war es auch ganz anders :-/ Aber es KÖNNTE so gewesen sein, das zählt auch im Leben.

Heute ca. 200 m² Blühwiese in Westerhausen (Am Wulberg) angelegt
(naja, 7.30 Uhr war es nicht, eher 11.00…Und: War auch nur ne 20minütige Ausnahme, eigentlich
respektieren wir Sonntagsruhe ;-)).

Achtung: Natürlich ist der späte November NICHT der richtige Zeitpunkt, um Blühwiesen anzulegen.
Andererseits haben wir in den letzten 2 Jahren oft gemerkt, dass Natur eh macht, was sie will.
2017 im März ausgesät, dann wurde es einige Tage sehr warm, danach wieder kalt. Die ganzen Keimlinge tot, Saatgut für 300 Euro futsch…
2018: Im Frühjahr nach Vorschrift ausgesät. Dann die krasse Trockenzeit. Die „Osnabrücker Mischung“ kam auf einigen Flächen so gut wie garnicht.

Wir wetten 5 Kisten Biobier, dass die heute angelegte Blühwiese („Osnabrücker Mischung“) etwas wird, denn: Irgendwas kommt immer.

Vielen Dank für eine weitere Spende

Herzlichen Dank an Karin Kattner-Tschorn für eine Spende für den Gnadenhof Brödel, wir und unsere Tiere freuen uns 🙂
Das Geld wird für frisches Heu für Meerchweinchen und Kaninchen sowie für die medizinische Behandlung (Tierarztkosten, Medikament) unserer Meerschweinchen eingesetzt.
Täglich mehrfach frisches Heu ist wichtig für Meerscheinchen und Kaninchen. Durch das häufige „Knabbern“ nutzen diese ihre Zähne ab, was für einen guten Gesundheitszustand elementar ist.
3 unserer Meerscheinchen hatten wir ja vor einigen Wochen aus schlechter Haltung übernommen. Manni Kaltz, Käphn Ahab II und Indiana Jones leiden und litten an einer heimtückischen Pilzerkrankung.
Auf den Fotos ist zu erkennen, dass diese sehr gut abgeklungen ist (Vorher-Nachher-Bilder). Trotzdem muss die Behandlung noch etwas fortgesetzt werden. Der Erreger ist (höchstwahrscheinlich) noch vorhanden, auch wenn die Symptome (zum Glück) fast völlig verschwunden sind. Danke an Karin für die Unterstützung 🙂

Natürlich gibt es auch einen Platz in der Spenden Hallo-of-Fame:
https://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

„Blumiges Melle“ auf Platz 1 (Niedersachsenpreis für Bürgerengagement 2018 („Umwelt“))

Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung

Pressemeldung: Das Projekt „Blumiges Melle“ wurde im Rahmen des Niedersachsenpreises für Bürgerengagement 2018 („unbezahlbar und freiwillig“) mit Platz 1 im Bereich Umwelt ausgezeichnet. Aus 300 Bewerbungen wurde somit das Projekt der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe aus Melle zu einem der 11 Sieger gekürt.
Gewürdigt wurde insbesondere die Ausdauer, die Kreativität und ein weit überdurchschnittlicher
Einsatz „rund um die Uhr, ohne Pause im Jahresverlauf, nun schon über mehrere Jahre“ der beiden Betreiber Kai Behncke und Karsten Wachsmuth.
Im Rahmen des Projektes wurden eine Vielzahl insektenfreundlicher Blühwiesen teilweise in Kooperation mit Schulen, Vereinen, Kirchengemeinden und Firmen angelegt (innerhalb des übergeordneten Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ mittlerweile – gemeinsam mit der BUND Kreisgruppe Osnabrück – 98 Stück im Umfang von nahezu 200.000 m²). Für diverse Insekten – und damit innerhalb unterschiedlicher Nahrungsketten auch für Amphibien, Reptilien, Vögel und Kleinsäuger – stellen diese wichtige Rettungsinseln dar.
Die ausführende Organisation ist zugleich Regionalgruppe im Netzwerk „Blühende Landschaft“ [http://www.bluehende-landschaft.de/].

Auf der ehrenvollen Veranstaltung in Hannover, auf welcher auch Ministerpräsident Stephan Weil den beiden Preisempfängern gratulierte, dankte Kai Behncke allen Unterstützern des Projektes.
Gleichzeitig mahnte er:
„Eine Vielzahl von Wissenschaftlern hebt mittlerweile begründet hervor, dass wir uns in einer Phase des größten Artensterbens seit 66 Millionen Jahren befinden. Damals starben z.B. die Dinosaurier aus.
Wir als Gesellschaft müssen nun zeigen, dass wir die Ärmel hochkrempeln und gemeinsam konstruktive Lösungsansätze entwickeln und vor allen Dingen umsetzen können, jeder Einzelne.“

Karsten Wachsmuth: „Innerhalb der kürzlich stattgefundenen öffentlichen Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz der Bundesregierung hat sich gezeigt,
dass eine ökologische Tierhaltung bzw. Tierbeweidung einen wichtigen Beitrag zum Insektenschutz leisten kann. In diesem Sinne freuen wir uns, dass wir auch im nächsten Jahr die Tiere unseres „Gnadenhofs Brödel“ auf verschiedenen Flächen in Melle als wertvollen Beitrag zur biologischen Vielfalt einsetzen werden“.

Die beiden Projektinitiatoren heben hervor, dass „Blumiges Melle“ trotz des offiziellen Endes der Projektlaufzeit auch 2019 weiter betreut wird.
„Das Artensterben kennt keine Projektlaufzeiten. Natürlich machen wir weiter“, so Wachsmuth.
Kai Behncke: „Sowohl in Melle als auch innerhalb des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de) werden wir weitere Blühwiesen schaffen und verstärkt auch für zusätzliche Nisthilfen, wie z.B. Totholz oder Trockensteinmauern sorgen. Ein gedeckter Tisch ist schön. Ohne ein Haus in der Nähe – Wildbienen haben nur geringe Flugradien – würde jedoch nur eine Seite
der Infrastruktur für Insekten ausgebaut.“

Aktuell suchen die beiden Betreiber noch leihweise, für einige Jahre, Flächen, um eine geplante Biotopverknüpfung zu forcieren. So werden z.B. noch ganz gezielt Areale in Hagen a.T.W. sowie in Venne (Osterappeln)
für eine kostenlose Anlage von Blühwiesen gesucht.
Kai Behncke ergänzt: „Ein herausragendes Projekt, welches mit unseren Insektenschutzmaßnahmen gut kombinierbar ist, ist der maßgeblich vom TSV Westerhausen und seinem Vereinsvorsitzenden Frank Strötzel initiierte „Meller Jubiläumsweg“.
Dieser Wanderweg, welcher auch wichtige Aspekte der Umweltbildung beinhaltet, führt durch die Ortschaften Melle-Westerhausen, Föckinghausen, Oldendorf und Oberholsten.
Wir suchen hier noch händeringend nach sonnigen Flächen, welche direkt an den Wanderweg angrenzen und für einige Jahre kostenlos an uns verliehen werden. Auch hier
werden wir wunderschöne Blühwiesen, Trockenmauern und Nisthilfen schaffen. Das wird für Freude bei naturbewussten Wanderern aber insbesondere bei hungrigen Insekten und Kleintieren sorgen.“

Die beiden Betreiber des Projektes betonen jedoch auch, dass sie dringend auf Finanzspenden angewiesen sind.
Karsten Wachsmuth: „Unsere Kassen sind mittlerweile definitiv leer. Wir sind bereit weiterhin ehrenamtlich einen hohen Zeitaufwand für den Naturschutz zu leisten, wir würden uns jedoch außerordentlich über Spenden
freuen. Ein Kilogramm regionales, artenreiches Saatgut liegt bei 170 Euro, das reicht etwa für 500 m² Blühwiese. Ohne zusätzliche Spenden können wir nur noch mit „angezogener Handbremse“ arbeiten.
Geld ist leider eindeutig der limitierende Faktor, da Saatgut und Maschinen nicht günstig sind.“

Auf der Homepage der Organisation „Umweltschutz und Lebenshilfe“ finden sich verschiedene Spendenmöglichkeiten.
Der für die Preisverleihung professionell erstellte Film über „Blumiges Melle“ kann auf YouTube
eingesehen werden:

Spenden- und Unterstützungsmöglichkeiten:
Erwerbt gerne unser einpflanzbares Naturschutzbuch (für Kinder und Erwachsene, tolles Weihnachtsgeschenk :-))

https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere
https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck
https://www.gooding.de/gnadenhof-broedel-melle-77700

Die (mit etwas Selbstironie vorgetragene) Siegerehrung im Ticker:

07:58 Uhr:
Heute Termin in Hannover, beim Ministerpräsidenten (kein Witz). Niedersächsischer Ehrenamtspreis, vielleicht gibt es was :-). Wir müssen also in die Stadt, wir beiden Dorfdeppen, nach Hannover. Ungewohntes Terrain. Unser Kumpel Willi sagt die Leute in der Stadt tragen keine Gummistiefel und sehen nicht aus, als ob sie nachts im Heu geschlafen hätten. Also versuchen wir das auch, die Mistforken bleiben zu Hause…und die Heupullover werden gewechselt, schade, ich mag den Geruch und es ist gemütlich. Ich trage ein Hemd, eigentlich war das für Weihnachten gedacht. Naja, Hannover ist nur einmal im Jahr 🙂
Blumiges Melle, Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen. Http://blumiges-melle.de

10:00 Uhr:
Die Landeier sind in hannover angekommen. Die menschen hier tragen wirklich keine gummistiefel und es liegt auch nirgendwo heu rum. An so komischen masten blinken lichter in grün, rot und orange. Sie nennen es „ampeln“. Die sind dafür da, dass die pferdekutschen nicht ineinander rauschen. Nur bei den kutschen sieht man garkeine pferde???. Bestimmt sind die ganz ganz klein. Damit die nicht nass werden laufen die ganz vorne unter der pferdehaube. Wir steigen in ein gefährt welche sie „taxi“ nennen (???). Der kutscher sagt, sein gefährt hätte 180 pferdestärken. Ich frage ihn, wie die denn alle unter die haube passen und wo sein möhrenvorrat sei? Da könne doch was nicht stimmen. Nur weil wir vom land kommen sei das kein grund sich über uns lustig zu machen. Wir merken sofort was sache ist, sind ja nicht doof. Der kutscher kuckt mich irritiert an und nuschelt was von: „verrückte welt, verrückte kunden“. Ja, die stadt ist wirklich verrückt. Wir kucken aus dem fenster (die kutsche fährt ohne dass wir hufgetrappel hören !!!!!???? unheimlich, ghostriders in the storm). Draussen sieht man nur beton. Ich will nach hause, da wo man weit kucken kann und schöne dinge sieht.
Verleihung des niedersächsischen ehrenamtspreis, gleich sind wir da.

10:30 Uhr:
Die Ehrung findet heute in einer grossen Scheune statt, aus Glas, im Hintergrund eine
neuartige Schweinerasse. Fast wie zu Hause. Strenge Einlasskontrollen. Wir zeigen unser Ticket und raunen:
„Gummistiefel“. Das war das Codewort, wir sind drin. Drin alles vom Feinsten. Gut dass ich mein Weihnachtshemd anhab.
Mutti wird verstehen, wenn ich vor dem Weihnachtsbaum mit Heupullover sitzen. Auch für Karsten eine andere Welt.
Wohl reflexierend schaut er sich in der Glasscheune um, keine Landmaschinen, nix. Vielleicht ist es auch dass, was sie „Bank“ nennen,
also sowas wie der Umschlag unter unserer Matratze.
Egal. Erstmal was essen. Ich vermisse Kartoffeleintopf mit steckrüben.
Verleihung niedersächsischer ehrenamtspreis in hannover, wir höhlenmenschen sind auch eingeladen.

11:04:
Laut jubelnd begrüsst uns Ministerpräsident Weil (wir dürfen ihn Weily nennen). „Da seid Ihr ja Ihr Blühwiesenmonkeys“,
„Weily, alte Ratze“. Strahlend klopfen wir uns auf die Schultern. Alte Kumpels unter sich 🙂

11:51 Uhr:
Der Niedersächsische Ehrenamtspreis im Sektor „Umwelt“ goes to: ….Blumiges Melle!!!!!Wow!!!!!!!! Was für ein Erfolg !!!
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen. Http://blumiges-melle.de, http://blumiger-lkos.de

12:23 Uhr:
Hier fliegen die Gummistiefel durch die Luft, Karsten und ich tanzen auf Heuballen,
ein grosser Trog Gülle wird hereingerollt, wir springen mit dem Hintern voran voll rein.
Etiquette ist jetzt hier egal. Die beiden Flitzpiepen vom Dorf gehören zu den Siegern,
welche sich unter 300 Bewerbern durchgesetzt haben. WOW!!!!!Wildbienen und Schmetterlinge
senden wilde Glückwunsche durch die Luft.
Danke!!!! An alle, die Blumiges Melle unterstützt haben. Und gleich gehts zurück aufs Land,
sone Grossstadt ist nix für uns. Zu wenig grün, obgleich sonst ganz nett 🙂

Die Vorbereitungen für den Ausbau des Meller Jubiläumsweges beginnen: Jetzt

Die Vorbereitungen für den Ausbau des Meller Jubiläumsweg beginnen: Jetzt
Flächen gesucht für Natur- und Artenschutzprojekte

Unser Kernthema ist ja der Insektenschutz.
Wir wollen weitere Blühwiesen anlegen (toll fürs menschliche Auge, wertet einen Wanderweg zusätzlich auf. Hier kann man stundenlanng verweilen und den Schmetterlingen und Nahrung suchenden Vögeln zuschauen),
Nisthilfen errichten (Totholzhaufen anlegen, dort legen viele
Wildbienen ihre Eier ab) und Trockensteinmauern schaffen.

Wir suchen nun Flächen, welche direkt an den Wanderweg angrenzen (siehe Karte).
Wichtig dabei: Es müsste sich bitte um sonnige Flächen handeln.
Die Größe ist nicht soooo ausschlaggebend, es können auch Feldstreifen sein etc.

Daq wir nur über geringe Mittel verfügen müssten die Flächen bitte kostenlos sein.
Dafür: Investieren wir kostenlos unsere Arbeitskraft und -Zeit, sorgen dafür dass hochwertiges Saatgut eingesät wird bzw. die Materialien finanziert werden.
Auch werden wir dort gezielt UmweltbildungsTafeln aufstellen.

Eine Blühwiese sieht dann z.B. so aus:
https://www.youtube.com/watch?v=VIH7Sf5ySO0

Bei Interesse schreibt uns bitte eine Mail an: info@umweltschutz-und-lebenshilfe.de

Meller Jubiläumsweg eingeweiht – Wandern und Naturschutz

Im Jahr 2018 hat uns das Artensterben massiv im Griff, und doch beginnen Menschen aufzustehen, gemeinsam zu Handeln,
das „Schicksal“ nicht mehr einfach so hinzunehmen. Ein tolles Projekt bei uns im „Dorf“ zeigt wie es auch gehen kann.
Viele Menschen aus verschiedenen Richtungen haben hier gemeinsam „Großes“ geschaffen.

Heute wurde der „Meller Jubiläumsweg“ eingeweiht. Ein Wanderweg, welche sportliche Aktivitäten (an diversen Punkten können sportliche Übungen geleistet werden)
mit Naturerfahrung und „Orten des Wissens“ kombiniert. Diverse Hinweistafeln machen auf Besonderheiten in der Natur aufmerksam. Und: Das ist erst der Anfang.
Der Weg wird kontinuierlich ausgebaut. Ein (mindestens eins) Feuchtbiotop, Blühwiesen, Schutzhecken, Trockensteinmauern, Totholzbestände für Insekten etc. folgen noch.
Der Wanderweg soll Bewegung an der frischen Luft mit tollen und wichtigen Projekten für den Artenschutz kombinieren,
und gleichzeitig Aspekte der Umweltbildung aufnehmen.
Unser Gnadenhof Brödel / Naturpark Kreimerhof grenzt übrigens genau an diesen Wanderweg an.

Ein besonderer Dank gilt Frank Strötzel und Hendrik Schweer vom TSV Westerhausen-Föckinghausen e.V. Der TSV hat dieses tolle Projekt maßgeblich initiiert und schon viele Hinweistafeln zu Sportübungen,
Naturphänomenen etc. errichtet. Ohne den TSV und sicherlich auch ohne Frank würde es dieses tolle Projekt nicht geben.
So manch ein Bundesligist könnte sich eine Scheibe davon abschneiden. Im Bewusstsein der Unvollständigkeit soll an dieser Stelle auch Eduard Meyer Zu Eißen vom Heimat- und Verschönerungsverein Westerhausen gedankt werden.
Der Heimat- und Verschönerungsverein hat z.B. diverse Sitzbänke (wenn mal die Puste ausgeht…) und auch Schutzhütten errichtet.
Danke auch an die Stadt Melle (z.B. Klaus Lichy, Thomas Täger) für eine aktive Mitwirkung. Hervorgehoben werden sollen auch Ortsbürgermeisterin Karin Kattner-Tschorn und Jutta Dettmann
(Vorsitzende im Ausschuss für Bildung und Sport der Stadt Melle) sowie George Trenkler (Vorsitzender Umweltausschuss Stadt Melle). Viele viele weitere Personen haben mitgewirkt. Danke an Anja Lange-Huber, Lars Albertmelcher, Danke an die Grundschule Westerhausen,
die Grundschule Oldendorf, den Naturpark Gnadenhof Brödel Melle (somit also danke auch an uns selber, wir haben die Wanderkarten erstellt und die „Zahnstocher für Riesen“ gesponsert (siehe Bild) (gern geschehen ;-)).
Danke auch an die Tischlerei Siebert, welche Schutzrahmen für die Wanderkarten baut. Ein Dank gilt zudem der Albert-Schweitzer-KITA und auch dem SV Oldendorf.
Nicht zu vergessen ist selbstverständlich auch der Ortsrat Oldendorf (als „Gesamtes“), welcher hier hervorgehoben werden soll.
Vielen Dank auch an die Waldbesitzer, welche das Projekt unterstützen. Und ein hervorgehobener Dank an die vielen HelferInnen und Helfer, welche bei dem nasskalten Wetter Kuchen und heiße Getränke angeboten haben.
Wenn der TSV etwas macht: Immer top organisiert 🙂
Es war ganz schön was los bei der Einweihung. Trotz Grippe naseschniefend für ne knappe Stunde dabei gewesen. Auch Vertreter des Kreissportbundes,
die stellvertretende Bürgermeisterin von Melle Christina Tiemann und und und… waren dabei (offen gesagt, ich kannte leider nur die Hälfte, daher der Dank im Bewusstsein der Unvollständigkeit).
Auch Schäferhund Mia fand das ganze hoch spannend.

Aufgestellt werden nun in Westerhausen, Föckinghausen, Oberholsten und Oldendorf insgesamt 10 DINA0-Wanderkarten. Diese Karten sind „dynamisch“.
Wann immer ein neues Projekt hinzukommt (z.B. Blühwiese, TrockenholzRefugium für Insekten, Trockensteinmauern, Stochennest, Feuchtbiotop etc. etc.)
so werden diese Karten erweitert. So können die Menschen sehen und erleben, wie sich Ihr eigenes Großbiotop gestalten und ausbauen lässt. Die Verbundenheit der Menschen mit ihren eigenen Projekten herstellen – so kann es gehen.
Und es ist garnicht so schwer. Das Projekt macht Mut und zeigt wie es geht, wenn sich viele Menschen und Gruppierungen zusammentun.
Zwar ist es auch „nur“ ein Baustein, aber auch ein großes Mosaik setzt sich immer aus vielen Einzelteilen zusammen.
Das letzte Wort ist beim Artensterben „noch nicht gesprochen“. Hoffentlich!
Hervorragend!! Weiterhin lokal was bewegen und auf die Beine stellen, wir haben es selber in der Hand (aber das ist ja auch nichts Neues ;-))

Ein Gnadenhof muss auch bei Grippe laufen

Der Betrieb eines Gnadenhofes wird ja gerne etwas romantisch-verklärt dargestellt.
Ein bisschen Füttern, ein bisschen Tätscheln, für alle Tiere ein liebes Wort. Zum Sonnenuntergang auf den Feldern mit den Pferden umherstreifen etc. etc.,
dann gemütlich in den Stall und bei lauem Sommerwind ein Glas Biowein und so…

Naja, Teile davon sind ja auch so, und es gehört definitiv zu den schönsten Nebenbeschäftigungen (im Anschluss an die eigentliche Lohn-Arbeit im Büro),
welche man sich vorstellen kann (finde ich). Es ist ein Genuss mit Tieren zu arbeiten und sich um diese zu kümmern.

Aber (und es gibt immer mal wieder ein „Aber“): Es gehört eben auch dazu, so wie heute, mit Grippe 60 Liter Wasser zu schleppen, zwei mal am Tag,
und im strömenden Regen, bei Sturm und Wind raus und so.
Ein Grippe-Tag interessiert die Eumels herzlich wenig.
Diese trinken bei Kälte deutlich mehr als bei „normalem Wetter“ (klingt ungewöhnlich, ist aber so), also Wasser organisieren.

Damit diese auch fit und gesund bleiben erhalten sie heute einen neuen Mineralstein (rot) mit z.B. Kalzium, Magnesium und Natrium und so.

Bei den Schafen ist es komplizierter. Schafe benötigen eine extra Schafleckschale. Da sind so Sachen drin wie z.B. Zink, Mangan, Kobalt, Selen (sehr wichtig!!) und so…

Und ich gehe gleich zurück ins Bett und trink nen heißen Tee. Mit z.B. Kamille, Wiesenkümmel und Minze (im Sommer auf den Blühwiesen selbst gepflückt), nem Schuss Grog, Zitrone und so.