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Allgemein
Huhn und kleine Wildente, ein Dreamteam
Geschrieben:

Diese Erfahrung ist ein realer Traum, für das Huhn und die kleine Wildente. 😍😍😍
Herrlich, wie sich das kleine Huhn „Tusnelda“ um die Ente „Karlchen kümmert“ (es ist übrigens eine kleine Karlina).
Nachdem das kleine Küken von seiner „richtigen“ Mutter offensichtlich vergessen wurde, hat Tusnelda es im zarten Alter von einem Tag unter ihre Fittiche genommen und ihr
das Leben gerettet.
Eine Woche haben die beiden bei uns geschützt in einer Duschkabine gewohnt, anschließend eine Woche geschützt im Meerschweinchenkäfig.
Seit einigen Wochen laufen sie nun auf dem Gnadenhofgelände herum.
Und Karlina liebt es im Teich zu schwimmen. Mutti Tusnela hält maximal eine Zehe ins Wasser.

Gestern habe ich mich noch beklagt, dass kleine Tüddelfotos und schöne Geschichten (zugegeben: Dieses Erlebnis ist wirklich herzerwärmend)
viel mehr Beachtung finden, als die zwingend nötigen Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung….

Läuft die Klimaerwärmung so weiter (und alle schauen weiter staunend, mit großen Augen, passiv zu), dann gibt es auch keine Erlebnisse mehr von
Hühnern, die kleine Enten-Küken aufziehen. Dann ist Feierabend. Denn dann fehlen schlichtweg die Rahmenbedingungen, mangels vorhandener Kleingewässer und Feuchtbiotope.

Heute ein guter Artikel im SPIEGEL:
https://www.spiegel.de/panorama/ard-meteorologe-sven-ploeger-ueber-klimakrise-duerre-und-starkregen-a-51ddcf19-ad30-4137-bd44-90ec16648813

ARD-Wetterexperte Sven Plöger im Interview
»In 20 Jahren liegt Hamburg klimatisch in Südfrankreich«
Warum haben wir in Deutschland fünf Jahre Dürre in Folge? Wieso reagiert die Gesellschaft darauf so gleichgültig?

Ein Auszug aus dem Interview:
SPIEGEL: Hydrologen beklagen, die allmählich erkennbar werdende Wasserknappheit führe noch nicht dazu, dass sich die Menschen mit dem Problem ernsthaft beschäftigen. Doch wenn es für alle sichtbar ist, sei es eigentlich schon zu spät. Teilen Sie diese Einschätzung?

Plöger: Das ist für mich sogar der Kern unseres Problems mit dem Klimawandel insgesamt. Sind wir in der Lage, mit einem schleichenden Prozess umzugehen? Die Evolution hat uns so angelegt, dass wir unsere Kräfte sparen wollen. Deswegen sind wir Gewohnheitstiere und ändern möglichst wenig – erst wenn die Bedrohung unmittelbar zu spüren ist, agieren wir. Die Bedrohung beim Klimawandel lautet derzeit aber: Irgendwann passiert irgendwo irgendjemandem etwas Schlimmes. Das ist diffus, und so bleiben wir passiv. Das würde sich wohl erst ändern, wenn jeder jeden Tag Gefahr liefe, sein Haus zu verlieren. Dann würden wir alles andere beiseiteschieben und uns nur noch darum kümmern – leider aber viel zu spät.

(…)

Plöger: Das ist für mich der psychologisch spannendste Teil bei diesem Thema. Wir haben ja kein Wissensproblem, sondern ein Handlungsproblem. Der Klimawandel wird sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten dermaßen in unseren Alltag bohren, dass er verdient hätte, die größtmögliche Aufmerksamkeit zu erhalten. Es gibt für den Planeten keinen Grund, die Physik außer Kraft zu setzen. Unsere Wunschwelt ist der Natur vollkommen egal. Es besteht eine Lücke zwischen dieser Wunschwelt, also dem, was wir gerne möchten, und der physikalischen Realität. Die wird jeden Tag größer, und am Ende wird in exakt 100 Prozent der Fälle die Realität gewinnen. Die Natur wird keinen Ausnahmefall zulassen. Die Frage ist also: Wie groß muss die Lücke werden, damit etwas passiert? Und was? Darüber denke ich viel nach.

SPIEGEL: Wer die Diskussionen um Klimaschutz in den vergangenen Monaten verfolgt hat, wird feststellen, dass Politiker aller Parteien – von den Grünen vielleicht abgesehen – glauben, mit der Natur einen Deal machen und Maßnahmen hinausschieben zu können.

Plöger: Das Verhalten der Politiker spiegelt unsere Gesellschaft wider. In der Theorie finden alle Klimaschutz total wichtig. Aber dass jemand aktiv wird, ist ein ganz anderer Prozess.

SPIEGEL: Was blockiert uns als Gesellschaft?

Plöger: Die einen zweifeln an der Notwendigkeit zu handeln – egal warum, denn es schützt davor, etwas tun zu müssen. Der Klimawandel wird zwar langsam in der Weise haptisch, wie es uns die Klimaforschung vor 40 Jahren gesagt hat, aber er bedroht uns noch nicht täglich. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Schönreden und Abwarten. Ein Teil der Gesellschaft – vor allem Jüngere und damit viel Betroffenere – hält diese Bräsigkeit nur schwer aus. Ergebnis: Protest gegen mangelndes politisches Handeln, kombiniert mit einer Hilflosigkeit, was man denn tun soll, um Aufmerksamkeit zu erreichen. Das Klimakleben ist ein Ergebnis davon. Ein Großteil von uns, oft auch Leute, die gar nicht betroffen sind, regen sich massiv auf. Das hat vor allem damit zu tun, dass ein Klimakleber, der einen Stau auslöst und mich meinen Termin verpassen lässt, mich hier und jetzt unmittelbar behindert. Kurz: Der Klimawandel wird nicht gesehen, Klimakleber werden es sehr wohl.

Kleine Hühner-Entchenkükengeschichten sind herzerwärmend. Es wäre schön, wenn wir alle uns etwas mehr beteiligen würden, damit solche Erlebnisse
auch in den nächsten 10,20,30 Jahren noch realistisch sind. 😍

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck

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Biotoppflege in Ostercappeln
Geschrieben:
Heute Biotoppflege in Ostercappeln an der Mühleninsel (an der Straße „Im Diebusch“). 🙂
Die Blühwiesen blühen auch dieses Jahr noch sehr schön, obgleich eine davon sich sicherlich über eine Nachsaat (Spätsommersaat) freuen wird. Im Sommer wird es dort zu einigen Arbeitseinsätzen kommen. Heute schon einmal Teil 1 erledigt.
50% einer Blühwiese gemäht, abgeharkt und abgetragen. Die Vielfalt auf dieser Wiese ist atemberaubend – wenn man genau hinsieht. Ich kenne im gesamten Landkreis keine Fläche, auf denen so viele Exemplare des „Landkärtchens“ vorkommen, und noch viel viel mehr entdeckt (man beachte die Fotos).
Auch die vor 2 Jahren angelegte kleine Streuobstwiese trägt erste Früchte, herrlich. Leider hat jemand einen Baum abgeknickt, naja, das kommt auf vielen neuen Streuobstwiesen vor. Toll ist sowas trotzdem nicht. Im Herbst wird der Baum ersetzt.
 
Schön ist auch, wie sich das artenreiche Mischwäldchen entwickelt, das vor 2 Jahren gepflanzt wurde. Viele viele unterschiedliche Baumarten, hauptsächlich Laubgehölze. Sie werden hervorragend zu einer kleinen zusätzlichen Kühlung beitragen.
 
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional. https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/
Spenden: https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz?
Allgemein
(Eigener) Klimaschutz interessiert keine Sau (?)
Geschrieben:

Ist schon komisch, wird hier mehrfach beobachtet. Postings zu Klimaschutz ziehen nicht besonders…(und wir haben ein völlig völlig anderes Konzept als z.B. „Die letzte Generation“). ⁉️⁉️⁉️
Aktivitäten mit „Mehr Bäume jetzt“, oder die Anlage von Miyawaki-Wäldern…interessiert kaum einen.
Mitmachaktionen, in denen Menschen sich selber für eine klimaresiliente Anpassungen engagieren können:

https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/mitmachen/

…interessieren keine Sau.
Warum ist das so?
Der Planet zeigt deutlich, dass wir „mit dem Rücken zur Wand stehen“…aber es interessiert kaum einen?
Temperaturrekorde überall, egal wo, Gletscherschmelze, Starkregen, Dürre…Konflikte um Trinkwasser…

Groß ist die Aufregung, wenn es um Kritik an politischen Maßnahmen geht, die „nicht genügend für den Klimaschutz leisten“.
Also: Vom Sofa aus, ist die Empörung teilweise RIESIG.
Aber wenn es um das eigene TUN (oder Verzichten) oder MACHEN geht…dann duckt sich die Gesellschaft weg.
Warum ist das so?
Hat jemand eine Antwort? Sollte man die „Wir helfen uns selbst (in kleinem Rahmen)-Aktionen“ lieber sein lassen?
Das Spendenvolumen für solche Aktionen ist marginal. Also: Kein Interesse?
Aber wer, wenn nicht „die Gesellschaft“ sollte dann den Karren aus dem Dreck ziehen?

Ein Bild von einer Ziege auf einem Erdhaufen jedoch lässt die Facebook-Likes „glühen“…Oder eine kleine Ente (die Emotionen schlagen hoch)…Was stimmt da nicht? Ist aktiver Klimaschutz denn wirklich so egal??

Wohingegen: Wenn man einen Beitrag postet, in dem Menschen sich zusammengefunden haben, um etwas gegen die Misere ZU TUN, dann ist der Applaus riesig…Ergo: Toll ist es, wenn sich ANDERE engagieren (man selber dann aber lieber doch nicht?). Offen gesagt: Ich verstehe es nicht…ich verstehe es wirklich nicht…

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
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Miyawakis go on
Geschrieben:

Solche Bilder machen Glücklich 🙂 Pascal Girardot
Entwicklung von Miyawaki-Wäldern nach einem bzw. 2 Jahren. (Pascal Girardot)
@Pascal: Wisst Hir schon, wie viele Miyawakis Ihr dieses Jahr pflanzt (grob geschätzt)?

Danke an Eike Krystosek und Uwe Krystosek sowie an die Lindenschule Buer.
Im September wird ein Förderantrag zu Miyawakis gemeinsam mit der Naturschutzstiftung Landkreis Osnabrück besprochen.
Mal sehen was raus kommt, Gabriele Mörixmann.
Nachdem in den letzten Jahren der Boom der medialen Berichterstattung über diese Form des Klimaschutzes in Städten stattfand (alles von Rang und Namen hat über diese Konstrukt zur Förderung von Artenvielalt und Kühlung auf degradierten Flächen
in Siedlungegebieten berichtet, Der Standard (Austria), El Pais (Spanien), Le Monde (Frankreich), der SPEGEL, The GUARDIAN (GB), NOZ…

…wird dieses Jahr wird nun das erste Jahr eine BOOMS der Umsetzung werden. Eine dreistellige Neupflanzung solcher Miniwälder in Bundesdeutschen Städten wird (Grobschätzung) erwartet.
Initiiert durch Kommunen, Firmen, Gruppen, Nachbarschaftsinitiativen etc.
Miyawaki-Wälder fördern das dringend benötigte „Schwammstadt-Prinzip“ in Innenstädten (die spezifisch bearbeiteten Böden halten in großen Mengen Wasser zurück und verhindern Erosionen, die Vielzahl an Pflanzen kühlt die Umgebung, filtert Schadstoffe und verdunstet Wasser in die Luft..). Miyawaki-Wälder, großflächig in einer Linie gepflanzt, können sogar Starkregen beträchtlich abmildern.

Erneut werden wir als Bodenverbesserer für die Miyawakis neben Kompostwürmern auch die HK-PÄDS kaufen, die sich für Miyawakis bewährt haben.
Hier ein kleiner Werbefilm dafür: https://www.youtube.com/watch?v=i7UfmOYG0Ks
Mit eigenem Song 🙂 Es dürfte noch nicht viele Lieder über „Pferdekot aus Niedersachsen“ in der WElt geben.
Und offen gesagt: Für Miyawakis, und damit für Schwammstädte, Artenvielfalt, Kühlung von Innenstädten und Klimaschutz ist das Zeug gut geeignet.

Und: Wir werden Wolle einsetzen. Säckeweise haben wir diese von unserer Schafschur zurückgehalten.
Plötzlich, im Zeitalter der Klimaerwärmung und der Schaffung von Schwammstädten, hat Wolle wieder einen monetären Wert. Das Wasser saugt sich in ihr voll und wird erst, ganz langsam, Tröpfchen für Tröpfchen wieder abgegeben.

Klimaerwärmung und Wetter haben uns in diesem Jahr die „Gelb-Rote“-Karte gezeigt. Neue Temperaturrekorde aller Orts. Lebensgefährliche Dauerhitzephasen
in den USA, Südeuropa…Viele viele Tote durch Starkregen. In Südkorea, den USA, Kolumbien, China…Schlimme Schäden in Spanien.
Innenstädte können (unter anderem) durch das Konstrukt der Miyawaks runtergekühlt werden. Zudem bieten diese Platz für sehr viel Flora und Fauna, und fördern auch das Wohlbefinden der Menschen.

Gesichert werden dieses Jahr weitere Miyawakis in der Region mit IKEA Osnabrück und auch mit dem Gymnasium Bad Essen angelegt.
Weitere Projekte sind in Planung.

Apropos Wohlbefinden: Nicht nur die Miyawakis wachsen hier: Auch die Pilzzucht schießt hier in den Himmel.
Ich komme kaum mit Ernten, verkochen, Tinktur- und Pulvererstellung hinterher.
Heute noch einige Birkenklötze mit Klapperschwamm-Pilzbrut geimpft (Schnittspalt-Methode).
Das gute Zeugs (Pilzbrut) gibt z.B. bei http://shii-take.de


500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
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Allgemein
Rückgrat muss man sich erstmal verdienen
Geschrieben:

Abschlussgespräch mit dem Veterinäramt.
Lief ganz gut, eine kleine Optimierungsliste wurde uns vorgelegt, der Großteil ist bereits optimiert, eine Dinge folgen noch.
Kostet zwar eine Stange Geld, ist aber irgendwie auch „ok“. So können wir nachweisen, dass Strukturen verbessert werden.
Und entscheidend ist eh: „Den Tieren bei Ihnen geht es offensichtlich gut“.
Der Kontakt mit dem Veterinämt war gut, so wünsche ich mir das. Argumente „mit offenem Visier“ (und nicht „hintenrum“)…
Ganz amüsant ist: Wir sind mittlerweile mit Sicherheit der am intensivsten begutachtete Gnadenhof im Landkreis Osnabrück, das kann durchaus hilfreich sein.

An den anonymen Anzeigenersteller kommen wir nicht ohne Weiteres heran. Ein Anwalt wurde eingeschaltet, aber die Offenlegung von
Anzeigenerstellen ist letztlich die Sache von Ämtern.
Es gibt da unterschiedliche Vorgehensweisen (ein „Ordnungsamt“ kann das z.B. anders handhaben als ein „Veterinäramt“).
In diesem konkreten Falle kommen wir nicht an den Namen heran (vielleicht besser so), in anderen Fällen kann das anders aussehen.
Manchmal werden Anzeigeersteller „geschwärzt“, manchmal nicht.
Auch verschiedene Richtersprüche sind da unterschiedlich.
Es ist wie es eben ist.
In naher Zukunft schließen wir das Projekt für die Öffentlichkeit – um Ruhe reinzubringen.
Ich wünsche mir einen offenen Dialog.
Aber dieses „Miteinander reden statt Übereinander reden“ stösst leider bei einigen wenigen Menschen ohne Rückgrat (Rückgrat muss man sich erst einmal verdienen, das hat man nicht einfach so!) nicht auf Begeisterung. Mutmaßlich soll es ja Menschen geben, die ohne Rückgrat durch ihr gesamtes Leben gehen – das kann ich aber nicht beurteilen. Und eigentlich ist es mir auch egal.

Und ich wünsche mir (allgemein) mehr Fokussierung auf „herausragend kleine Wichtigkeiten“.
Der Einsatz von Pestiziden durch Privatpersonen (mit schrecklichen Folgen) ist offensichtlich in dieser Welt kein Problem.
Strukturen, die nachweislich hilfreich auch für die „ganz kleinen Arten“ sind, können da schon anders bewertet werden.
So ist sie, unsere Welt.
Trotzdem muss man sich fügen (in einem gewissen Rahmen).

So ein „Kampf“ kann irgendwie auch zur Lebensaufgabe werden.
Danke an den „Ortsfunk“ für viele hilfreiche Hinweise… Offen gesagt: Wir wollen nur unsere Ruhe, niemandem Schaden, und einen Schutz für Tiere, auf die ansonsten das Hackebeil wartet.
Ich habe keine Lust mehr, ständig bei irgendwelchen vermeintlichen „Hatern“ oder „Hetzern“ auf den Hof zu fahren…
Und Gerüchte sind Gerüchte…muss man ziehen lassen…
Andererseits: Man lebt bekanntlich nur einmal. Und zumindest etwas: Im Vergleich „Engagement für Tiere, Natur und Klima“ und „Wertigkeit des eigenes Rufes“ ist mein Ruf mir scheißegal.
Kapiert aber offensichtlich auch nicht jeder.

Danke an die Menschen, die angekündigt haben, bei diesem Einsatz/Kampf zu helfen. Alleine sind wir nicht, das ist schön. Danke!

P.S. Unabhängig vom Tierschutz: In Algerien kühlte es nachts nur noch auf 39 Grad ab – ein Rekord.
Das sind vielleicht „Probleme“, die es WIRKLICH anzugehen gilt. Aber was weiß ich denn schon…Letztlich bin ich auch nur einer dieser Freaks mit einer Vision, nicht mehr aber eben auch nicht weniger.

Gnadenhof Brödel
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Der Stoff, aus dem die Träume der Artenvielfalt sind
Geschrieben:

Der Stoff aus dem die Träume der Artenvielfalt sind 🙂
Samstag endlich wieder Blühwiesenpflege. Ostercappeln und Melle.

5 Kg Blühmischung (Regiomischung Blühende Landschaft Nord, Spätsommersaat) sind geliefert worden. Von „Rieger Hofmann“.
Auch das ist eine Folge der Klimaerwärmung. Die Spätsommermischungen, die im Winter viel Bodenfeuchtigkeit nutzen können (um dann im Frühling zu keimen), haben eine deutlich bessere Entwicklungsmöglichkeit,
als die „klassischen“ Frühlingsaussaaten, die aufgrund von Trockenheit oder Hitze häufig verkümmern.

Samstag wird endlich mal wieder ein ganzer Tag auf Blühwiesen verbracht. 50%-Mahden stehen an sowie eine Abtragung des Mahdgutes (die klassische Ausmagerung).
Alles in echter Handarbeit. Zwischen Hochgenuss und Knochenmühle.
Zudem wird hier und dort in Streifenform etwas nachgesät (mit den Jahren schwindet die Vielfalt oft).
Diese Arbeit ist ein Privileg und ein Segen. Zwar auch zuweilen anstrengend und mühselig, aber jedes Jahr gibt es auf den Flächen wieder mehr und mehr (und oftmals neue Arten) zu entdecken.
Dafür lohnt es sich total.


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Wer hat was von „Aufgeben“ gesagt?
Geschrieben:

Manches Mal (nicht so ganz selten) stellt sich hier die Frage: Wofür eigentlich?
Wäre Aufgeben nicht irgendwie sinnvoller?

Ja, und dann, dann kommt ein Landkärtchen (Sommerausprägung) vorbei.
Und dann: Aufgeben???! Wer zur Hölle hat was von aufgeben gesagt??? 😁🤔😁

Und es gibt noch weitere Eindrücke, die das Wort „Aufgeben“ kurz und schnell zerbröseln lassen… 😉

Gnadenhof Brödel
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Leben wie Gott in Frankreich
Geschrieben:

3 mal die Woche Pilze essen. Das Wachstum im Garten auf unterschiedlichen Nährmedien ist so flink, dass man kaum gegen an essen kann. 😁
Heute: 400 gramm Austernpilz, Limonenseitling, Rosenseitling (gewachsen binnen 2 Tagen), die hohe Luftfgeuchtigkeit hilft dabei.
Kombiniert mit Reis, Tomaten aus dem Garten, Zwiebeln sowie einer Soße aus Ingwer, Sesamöl, Olivenöl, Pfeffer.

Pilze sind absolute Vitamin- und Mineralstoffbomben. Und sie benötigen nur wenige Ressourcen.
Zudem sind sie, sofern sie im Garten angebaut werden, hochgradig CO2-sparsam. Und lecker sind sie eh. 🙂
Ganz gute Pilzbrut dafür gibt es bei http://shii-take.de

Wenn man selber schon lebt wie „Gott in Frankreich“, dann sollen unsere Tiere sdas auch.
Heute jede Menge abgelaufenes Obst und Gemüse bekommen, sogar etwas Brot und Käse.
Gänse, Enten, Hühner sind glücklich.

Gnadenhof Brödel
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Strukturbildung neu und ein kleines Herzgeschenk
Geschrieben:

Weiter ging es heute mit der Neustrukturbildung am Gnadenhof Brödel. 😃🤝
Auch einige Nachbarn und Anrainer fanden sich spontan ein um mitzuwirbeln, sogar mit schwerem Gerät.

Zur Wahrheit gehört eben auch: Die Fläche ist auch für einige Nachbarn eine Ablade- und Depotfläche.
Und: Natürlich haben die Tiere auch viele „Fans“, die sich freuen, Abends, bei einem Feierabendbierchen, den Enten und Gänsen beim Quatschmachen zusehen zu können.
Und Hund „Ruby“ war froh, dabei sein zu können. Er liebt die kleinen Enten und Hühner und möchte sie immer gerne beschützen.

Weitere Container wurden mit Zeugs gefüllt.
Vielleicht hätte ich alter Messi mich doch mal schon etwas früher von einigen Gegenständen trennen sollen.
2 Container reichen nicht, morgen werden zwei weitere bestellt.

Ist schon durchaus ganz schöner Stress und irgendwie ja auch Ärger , den die anonyme (feige! Kann man Kritik nicht von Angesicht zu Angesicht äussern? Blockwart-Denunziantenmentalität!) Anzeige verursacht hat.
Unsere Ponys haben sich etwas einfallen lassen und als Friedensangebot ein kleines Herzchen für die unbekannte Person erstellt. Ich weiss nicht ob es förderlich ist. Andererseits: Die Ponys sind stinksauer: „Ohne den Gnadenhof würden wir einen Schlachthof von innen sehen, lass uns mal machen, Chef!“ Und sie stellten sich wieder in Herzform auf und es klang dann zuweilen wie ein: Pups…und sie machten weiter,
Es wird mir persönlich eine Freude sein, das Geschenk beim Adressaten abzuliefern.

Zwischenstand: Paddock neu, Alter Holzzaun ausgetauscht und entsorgt, Futter in Tonnen gesichert, viel viel Krempel und Kunstwerke von Millionenwert entsorgt,
Heu umgelagert…

Ja, und heute eine Blühwiese (Am Kreimerhof) abgeharkt und im 6. Jahr in Folge ausgemagert. Absolut schön. Die Fläche am Standort des Gnadenhof in Melle/Oldendorf ist reif für eine Sand-Magermischung.
Viele bedrohte floristische Arten werden hier ein zu Hause finden.

Das Tollste aber: Bei uns im Hof, unter der Treppe des Hintereingangs, existiert ein Hummelnest.
Jeden Morgen trinke ich dort meinen Kaffee. Winzig kleine Hummeln (groß wie ein 1-Cent-Stück) und etliche Ältere schwirren aus und ein.
3 Meter müssen sie schaffen. Dort blühen (wohlgemerkt: Aus den Fugen der Steine gewachsen!) Wiesenflockenblume, Johanniskraut, Wegwarte.
Ich finde es absolut genial, dass es kleine Insekten schaffen ein Nest unterm Haus, durch eine Betonschicht hindurch, zu bauen.
Oder dass Wildblumen die Sprengkraft haben, Fugen auszudehnen und Steine zur Seite zu drängen. Großartig!
Also bleiben sie, sowohl Nest als auch Wildblumen.

Auch ansonsten läuft alles nach Plan. Die Streuobstwiesen tragen Früchte, die Artenvielfalt in den Projekten ist ein Segen! Insbesondere die Ziegen freuen sich. Geht doch!

Gnadenhof Brödel
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Kampf gegen die Klimaerwärmung verloren, na und? Was hab ich damit zu tun?
Geschrieben:

Kampf gegen die Klimaerwärmung: Offensichtlich hoffnungslos verloren. Und? Was interessiert mich das? 🥳🥳
Herausragender Boom von Flugreisen – Wir lassen uns doch den Spaß nicht von der Erderwärmung verderben. Argumente statt Verbote! 😍
Zum Glück sind wir Bürgerinnen und Bürger mündig, verantwortungsbewusst, frei in unseren Entscheidungen und selbstbestimmt, und darum gehts es doch! 🤠👍

Ok, ich geb zu, ist schon absolut krass, was aktuell global passiert.
Temperaturrekorde überall.

In Phoenix, Arizona werden seit 2 Wochen Temperaturen über 40 Grad gemessen (Quelle: https://www.spiegel.de/ausland/klimakrise-in-den-usa-phoenix-so-lebt-es-sich-in-der-heissesten-stadt-amerikas-a-f15687e5-6984-4eb3-9dcb-54428039881e). Die längste derartige Hitzewelle (18 Tage am Stück) gab es zuletzt 1974 – ein Rekord, der nach Vorhersage der Meteorologen aber bald gebrochen werden dürfte.

Andererseits (und mal ganz offen): Was hab ich damit zu tun? Da machen die Amis scheinbar was falsch da drüben!
DIE (nicht wir) düsen doch immer mit diesen riesigen Spritfressern rum! Das rächt sich halt! 🤷

In Uruguay haben aufeinanderfolgende Dürrejahre die Frischwasser-Reservoirs erschöpft.
Also müssen aktuell 60% der Bevölkerung mit Trinkwasser leben, das mit Brackwasser versetzt wurde.
https://www.spiegel.de/panorama/duerre-in-uruguay-millionen-menschen-haben-keinen-zugang-zu-sauberem-trinkwasser-a-a4c29003-bb2b-4bf8-9593-43664470a546

Naja, mag sein, dass das nicht schön ist. Vermutlich haben die dort nicht genügend in ihre Wasserleitungen investiert. Und überhaupt: Ich war noch nie in Uruguay und werde da auch nicht hinfahren! Was soll ich da?
DIE müssen halt besser haushalten, sollen sich mal an uns ein Beispiel nehmen! 🙂🦹

In Südkorea, einem hoch entwickelten Industrieland, sind gerade 20 Menschen durch Starkregen verstorben.
https://www.spiegel.de/ausland/mindestens-20-tote-in-suedkorea-nach-ueberflutungen-und-erdrutschen-a-4331dfc9-7db2-470d-9046-17335e682c1c
Der Regen soll auch in den nächsten Tagen nicht aufhören, es wird erwartet, dass weitere Todesopfer gefunden werden.

Schrecklich ist das! Genau wie damals im Ahrtal, schrecklich! Aber gegen das Wetter sind wir nunmal machtlos, es ist halt Sommer, was sollen wir denn dagegen tun? Keiner kann was gegen das Wetter tun! 🤷‍♂️

Auch in Europa werden aktuell neue Hitzerekorde erwartet, teilweise Temperaturen von über 45 Grad.

Puhhh…Im Süden war es immer schon heiss. Ich bleibe da mal lieber zu Hause und fliege erst im September oder so. Da isses da ja auch schön…
Ich lasse mir meinen hart verdienten Urlaub nicht madig machen! ‼️Wo kommen wir denn da hin? Wir Menschen sind die Krönung der Schöpfung, die herausragende Spezies. Es gibt überhaupt keinen Grund, dass wir uns Dinge zum Schutze des Planeten verbieten! Absolut albern! Wir sind verantwortungsvoll und können unser Handeln schon ganz gut selber einschätzen! Und wer mich in meiner Handlungsfreiheit einschränkt, der ist ein Kommunist! Oder ein GRÜNER! 🤬🤬

Ist doch toll, dass die Flugreisen gerade wieder richtig boomen. Kurbelt die Wirtschaft an!✈️✈️
Da haben die Staaten, wo jetzt der Meeresspiegel so dolle steigt oder die Waldbrände wüten doch auch etwas von!
Sie können Löschflugzeuge kaufen und Dämme bauen. Wenn mich das Wetter dort aber in meinem Spaß und meiner Urlaubsfreude einschränkt, neeee, dann fliege ich da nicht mehr hin.
Dann mache ich woanders Urlaub. Es gibt sooo viele so schöne Orte auf der WElt, die ich noch besuchen möchte. So tolle Orte!😍🏖🏖🏖

Die Anzahl der Flugreisen hat ein noch nie dagewesenes Maß erreicht.
Siehe dazu die Grafik oder den Bericht auf https://www.tagesschau.de/wirtschaft/luftfahrt-rekord-kommerzieller-fluege-flightradar-100.html

Ich geb ja zu. So ein Flug nach Malle, hin- und zurück, 500 kg CO2 pro Person, das ist schon ganz schön viel. Aber sollen doch erstmal andere verzichten!
Mein Nachbar macht es doch auch!
Ausserdem kurbel ich doch die Wirtschaft da an. Dafür könnten die Portugiesen mir eigentlich mal dankbar sein! Mal ein Trikot von Ronaldo oder so spendieren!
Aber nein, nichts! Mein Geld, das wollen sie dann aber doch! Und jetzt kuck mal: Ein mal im Jahr fliege ich in die USA und einmal nach Malle, das sind gerade mal 2 Tonnen CO2.
Nichts ist das! Ich lasse mir mein Vergnügen nicht nehmen!

Neulich hat einer Flugverbote gefordert! Find ich völlig falsch! 😡Verbotskultur, wo wir doch so mündig, sparsam und verantwortungsbewusst mit diesem Mobilitätsmedium umgehen!😡
Die Politik findet zum Glück diese Verbote auch doof.
Inlandsflüge werden bei Mitarbeitern der Bundesministerien immer beliebter. 2022 wurden über 5300 Flüge gebucht, fast ein Drittel mehr als im Vorjahr.
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesregierung-zahl-der-inlandsfluege-bei-dienstreisen-steigt-a-987217ef-b1e7-492e-887d-f1519bd26b9c

Na also, warum sollten wir Bürger…, wenn doch auch mein Nachbar, und erst die Bundesregierung?!!
Sonntag fliege ich wieder Brötchen holen! Die Bahnverbindung, neee, also das gefällt mir nicht. Da nehme ich lieber einen Kurzstreckenflug.
Doof finde ich aber, dass der Rasen in meinem Garten so gelb ist…
Und jetzt kommt es: Der Landkreis will mir doch tatsächlich verbieten, meinen (MEINEN !) Rasen zu gießen!
4 Millimeter kurz! Wimbledon! Boris Becker hat hier schon gespielt! Ich bin auch für Umwelt und so!
Aber durch solche Verbote, also nee! Durch solche Verbote erreichen die doch das Gegenteil!
Dann mache ich lieber garnichts! Können die GRÜNEN und die Kommunisten mal sehen, was sie damit erreichen!
Garnichts! 👎👎👎

Und jetzt düse ich ohne Tempolimit über die Autobahn! Klimaerwärmung hin- oder her!
MEINE Freiheit und meinen Spaß lasse ich mir nicht nehmen! Auch nicht vom Wetter!

Und ehrlich gesagt: Wenn die Klimaerwärmung doch sowieso ausser Rand und Band ist: Warum sollte ich dann noch was machen? Wofür? Für wen? Und wieso?
Die Politik hat doch auch gerade die Sektorziele zur Einsparung von CO2-Emissionen aufgelöst.
Find ich gut! Löse ich meine Ziele auch auf! 😎

Falls jemand doch eine andere Sichtweise haben sollte:
Es gibt in den nächsten Monaten wieder Mitmachaktionen gegen die Folgen der Klimaerwärmung.
Weitere Aktionen werden in den nächsten Wochen in den Kalender eingespielt:

https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/mitmachen/

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
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