Ok, Teil 1 der Aufräum- und Umgestaltungsaktionen am Gnadenhof Brödel ☺️ Man kann das ganze Theater ja letztlich auch als eine Chance sehen, die Strukturen zu ändern und ordentlich aufzupeppen.
Viel viel Heu umgeschichtet, eine ganze Menge davon wird im Herbst auf neu angelegten Miyawaki-Wäldern gegen die Folgen der Klimaerwärmung zum Einsatz kommen. Hühnerfutter fristet nun sein Dasein in schnöden gelben Tonnen. Unmengen unbezahlbarer Kunstgegenstände landete heute in einer großen Müll-Lore. Da werden wohl noch diverse Container mehr bestellt werden.
Der Umbau des Paddocks für die Ponys ist auch nahezu abgeschlossen. Ein schöner neuer Zaun wurde heute errichtet. Der alte Holzzaun war offen gesagt wirklich schon etwas marode und lief Gefahr, irgendwann ein Verletzungsrisiko darzustellen.
Die Ponys findens gut, allen anderen Tieren war es irgendwie egal (hatte ich den Eindruck).
Schön zu sehen auch: Unmengen an Insekten auf den Blühwiesen rund um die Gnadenhofflächen. Es wimmelt von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen. Die erste Sonnenblume hat heute ihre Blüte geöffnet. Und sogar auf einem Leckerli-Stein (eigentlich für die Pferde gedacht) tummeln sich Hummeln, Wespen und Co.
Eve of Destruction – Am Vorabend der Artefaktvernichtung Die internationale Kunstwelt hält den Atem an. 😞🫣🫣🫣 Umsetzung der Anforderungen des Veterinäramtes durch eine anonyme Anzeige gegen unseren Gnadenhof
Die Anordnungen des Veterinäramtes nehmen wir ernst, auch wenn wir noch nicht genau wissen, wie diese im Detail lauten
Unter Umständen kann es sein, dass das Gnadenhofgeflügel nicht mehr ausserhalb von Stallungen gefüttert werden darf, da davon auch Wildvögel profitieren (Seuchenschutz-Hygiene). Diesbezüglich war sich das Amt aber noch nicht ganz sicher. Wie die Entscheidung auch immer ausfällt, wir werden uns fügen.
Die Anregung wurde zudem geäussert, unseren Paddock neu aufzubauen (wir haben dort häufig ein Pony mit Hufrehe drin, welches eiweissarm gehalten werden muss). Eine Neufräsung wurde bereits durchgeführt. Morgen folgt der Aufbau eines neues Zaunes.
Ja, und das große Aufräumen steht an. Zahlreiche Kunstobjekte von Wert werden wohl oder übel dran glauben müssen. Heute schwebten aus dem Wald schon die „kleine Zahnfee“ und der „Aufräum-Zauberer“ heran, echte Anti-Helden meiner Kindheit. Ich konnte die Beiden noch nie leiden, schon in meiner Kindheit hat mich diese Aufräum-Thematik fürchterlich genervt. Ich hatte wichtigere, großartige Dinge zu tun, von international-gesellschaftlicher Bedeutung. Die Lösung der GROSSEN Fragen. Für solchen Quatsch hatte ich einfach keine Zeit. Das Aufräumen habe ich damals lieber den kleinen Geistern überlassen. So lungerten sie zumindest nicht auf der Straße herum und stahlen auch nicht sonstwie meine Zeit…und alle waren glücklich.
Die verblödte Fee und der gehirnamputierte Zauberer wollten mich trotzdem bereits heute zum Aufräumen animieren. Anfangen sollte es mit einer rostigen Walze, die dort seit seit 2018 gelagert wird. Man weiß nie, wann man sie nicht nochmal braucht. „Los, rein in den Container damit“, herrscht mich die Zahnfee an. Ich hebe das Kunstobjekt kurz an, darunter Ameisengänge, Hunderte von Ameisen, die verzweifelt ihre Eier retten wollen. „Jetzt sieh, was Du angerichtet hast, Du blöde Zahnfee! Die Walze bleibt hier!“
Der Aufräumzauberer findet eine ganze Menge Räder: „Weg damit! Auf die Kippe!“ „NeNeNe, Sportsfreund“, sage ich. „Wer weiss, wann man die nochmal nutzen kann? Ausserdem wäre das eine Respektlosigkeit gegenüber den Erfindern des Rades! Da hat sich jemand echt Mühe gegeben, die Menschheit massiv nach vorne gebracht. Und Du willst das einfach so entsorgen? Die Räder bleiben hier“
Auch zahlreiche Kunstobjekte sollen weg. Ein zusammengeklappter Metallstuhl (ist glaub ich mal ein Trecker drüber gefahren), eine abgebrochene Strebe (Vergänglichkeit des Seins), ein Holzdings ohne Namen und Funktion (Kunst lässt sich nunmal nicht in enge Korsetts zwängen, das macht Kunst ja gerade aus…) und auch ein undefinierbares Kunstdings aus Weltraum-Titan-Smirnoff-Sanskrit-Pudding-Geranium-Metall (ist mal von einem Güterzug gefallen, die Kiste war adressiert an die NASA). Ich habs einfach behalten…
Um zu zeigen, dass ich ein echter Künstler bin nagel ich eine Portion Milram-Frühlingsquark an Händen und Füßen an einen Pfahl.
„Na, Zahnfee? Woran erinnert Dich das?“, frage ich keck. „Keine Ahnung, Jesus oder so…“, antworte ZF genervt und die Augen verdrehend. „Korrekt man! Völlig korrekt man!“, sage ich. „Steht für das Leiden Jesus Christi. Ist 5000 Euro wert!“. Der Quark fängt an am Zaunpfosten herunterzulaufen und leise an zu singen: „Always look on the bright side of life“. Die judäische Volksfront marschiert plötzlich, aus dem Nichts, einem Parademarsch ähnlich, quer über das Gnadenhofgelände.
Der Aufräum-Zauberer: „Wenigsten diesen leeren Papiersack!“ Ich so: „Man weiß nie, wann man den noch gebrauchen kann!“ …füge mich dann aber doch, schließlich will ich ja auch ein bisschen guten Willen zeigen. Der Papiersack ist im Müllcontainer. Ein Quantensprung. Morgen geht es weiter.
Nächste Woche kommt vermutlich das offizielle Schreiben des Veterinäramtes, vermutlich/eventuell werden wir auch einen kleinen Geldbetrag zahlen müssen. Mit dem Schreiben geht es dann zum Anwalt. Dem Amt will ich nichts, das ist ok, ich will wissen, wer hinter diesen ständigen Anzeigen steckt und ihn / sie dann in die Öffentlichkeit ziehen. Sozusagen als Kunstobjekt-Mahnmal. Das ist echte Kunst! Stellvertretend für die vielen vielen anonymen Denunzianten, die schon so viele Tierschutzprojekte geschädigt oder sogar zum Aufgeben gezwungen haben. Stellvertretend für die vielen vielen Stunden und schlaflosen Nächte, die solche Personen ehrenamtlichen Projekten verursachen.
Nach langen Überlegungen und Gesprächen mit den Besitzern einer unserer Gnadenhofflächen haben wir uns nun leider entschieden, auch diese Fläche (Am Wulberg 31) für die Öffentlichkeit zu schließen (Paten/innen können aber durch ein Zahlenschloss selbstverständlich weiterhin zu den Tieren). 😇
Der Grund: Die heute Kontrolle aufgrund einer anonymen Anzeige hat das Fass schlussendlich zum Überlaufen gebracht.
Völlig richtig ist: Es gibt immer etwas zu verbessern. Das war noch nie anders. Wir sind schließlich nicht der Zoo Osnabrück (und selbst dort…(und vielleicht gerade dort…?))… Gleichwohl war der Satz nach der Kontrolle: „Eins vorab: Ihren Tieren geht es offensichtlich gut!“ schon sehr beruhigend, dennoch ist es auf Dauer nicht sinnvoll, wieder und wieder Menschen auf das Gelände „einzuladen“, die dann irgendwelche Beschwerden oder Anzeigen anonym einreichen. Gab es einfach viel zu oft. Und erst dann melden sich Ämter. Trotzdem: Auch heute war das Gespräch mit dem Veterinäramt wieder sehr konstruktiv und eigentlich sogar ganz nett. Auch das kann durchaus angemerkt werden. Es ist ja nun nicht so, dass Ordungsämter/Veterinärämter/Landwirtschaftskammern/etc. einem „grundsätzlich“ etwas „Böses“ wollen…
Klar ist zweifelsfrei auch: Das Projekt (Gnadenhof) ist nicht dazu gedacht, andere zu ärgern. Also werden (angebliche/mutmaßliche) Missstände abgestellt. Morgen Abend geht es los damit. 😉
Und völlig klar ist auch: Rumpelig und etwas unordentlich ist es dort. Das kann nicht so richtig abgestritten werden (schon als Kind habe ich aufräumen nicht gerne gemocht, gerade Linien, rechte Winkel…den Sinn dahinter konnte ich nie verstehen). Wofür soll das gut sein? Klar ist jedoch auch: Sieht eine Fläche „aufgeräumt“ aus, dann bietet das Projekt weniger „Angriffsfläche“ für „konstruierte Beschwerden“. Auch das stimmt.
Kleiner Witz am Rande (und das ist wirklich ganz amüsant): Die Fläche „Am Wulberg 31“ wird von mehreren Anrainern als Ablade- und Lagerfläche genutzt. Diese sind jetzt wenig amused…
Interessantes zur Eigenverteidigung noch: Bislang wurde bei jeder Beschwerde innerhalb von 24 Stunden reagiert. Bedeutet immer viel Arbeit (zum Glück habe ich eigentlich nicht viele Hobbys…und Zeit ohne Ende)…und auch viel Geld und Kosten bedeutet es (habe ich zum Glück auch wie Dagobert Duck). Und wofür? Wenige Wochen später lässt sich vermutlich die immergleiche Person (?) wieder etwas Neues einfallen?
Naja, ist wie es ist. Diese Zeilen sollten aber doch einmal sein. Dem „Anzeigensteller“/Der „Anzeigenstellerin“ will niemand etwas böses (obwohl…vielleicht einmal so richtig kräftig gegen einen Schrank laufen??), trotzdem wäre es irgendwie besser, wenn solche Anliegen im direkten Kontakt geregelt werden. Für kleine und feige Pissnelken ohne Eier/Eierstöcke ist das jedoch aber vermutlich nichts…🫵🫵
Solche Tage und Beschwerden vermiesen den Alltag doch beträchtlich.😤 Schade ist es zudem, weil trotz des kleinen Kuddelsmuddels eigentlich ständig irgendwelche Leute bei den Tieren sind. Manchmal kenne ich sie garnicht. Ich achte dann drauf, dass sie nur Salat verfüttern und alles ist gut. Manchmal sitzen sie einfach in der Sonne und schauen den Schafen beim Grasen oder den Hühnern beim Rumlaufen zu. Nun: Wenn es keine Paten/innen sind, dann ist leider ab jetzt Schluss damit. Ich möchte nicht, dass der Anzeigensteller/die Anzeigenstellerin auf unser Gelände kommt und auf der verzweifelten Suche nach Fehlern Fotos ans Ordnungsamt oder an wen auch immer schickt. Erwische ich ihn oder sie dabei, dann schleppe ich eigenständig einen Schrank auf das Gelände, gegen den er oder sie dann zwei oder dreimal gegenlaufen kann (wenn er oder sie will). Die Versorgung an diesen Orten für die Tiere läuft selbstverständlich weiter. Es ist nicht gewollt, dass irgendwelche Anzeigenersteller das Projekt gefährden, daher die Schließung für die Öffentlichkeit. 😞
Eines ist jedoch ganz gut und sehr beruhigend. Solche Tage und Beschwerden vermiesen den Spaß an der Sache… Ein Gnadenhof wird jedoch nicht dazu geschaffen, um Spaß zu haben, in diesem Sinne sind solche Tage nur eingepreister Füllstoff in einem Konstrukt, was eh eher eine „Aufgabe“ als ein „Spaßevent“ ist.
Glaubt ernsthaft jemand, es würde Spaß machen, bei 35 Grad mehrfach am Tag Hunderte Liter Wasser zu den Tieren zu fahren, einfach so? Für mau, ohne Bezahlung, als Hobby, aus „Spaß“ an der Sache? Oder bei Minusgraden durch den Schlamm zu robben und Berge von Heu zu den Tieren zu schafutern? Nachts bei kranken Tieren wache zu schieben und sie mit Tee und Medikamenten zu versorgen? Oder horrende Rechnungen aus Privatmitteln zu bezahlen, weil die Spenden mal wieder nicht reichen? Oder bei eiskaltem Wind Zäune zu reparieren oder hinter einer ausgebüxten Ziege hinterherzurennen?
Glaubt irgendwer, es ist besonders lustig, eine anonyme Anzeige nach der anderen „abzuarbeiten“ und noch entsprechende Geldauflagen zu zahlen?
Glaubt jemand es ist witzig auf Facebook Angriffsversuche von bräsigen Idioten/innen zu lesen, die einen Fehler auf einem Foto gefunden haben, und dann wie eine Armada über das Projekt herfallen (vom Sofa aus, natürlich!). Oder Tiere von A nach B nach C zu kutschieren? Oder geliebte Tiere gehen lassen zu müssen, weil die Zeit „gekommen ist“ oder vielleicht ein Medikament nicht anschlägt? Was zur Hölle soll an einem solchen Unterfangen Spaß machen? Oder jede Woche 4-7 „Aufnahmeangeboten“ abzusagen (weil wir keine Tiere mehr aufnehmen) und zu wissen, dass mindestens die Hälfte der Tiere das nicht überleben wird? Ist es besonders witzig, die anfallenden Arbeiten jeden Tag zu machen? Morgens und Abends? Auch an Ostern oder Weihnachten? Offen gesagt: Geht so!# Ausmisten, Gelder ranschaffen, Sponsoren zu bequatschen, Finanzierungspläne zu erstellen, Hütten ausbessern…?
Und jetzt, liebe kleine Pissnelken-Anzeigeersteller, jetzt hört GENAU zu: Es MUSS garkeinen Spaß machen. Es ist eine „Aufgabe“! Es ist eine Aufgabe anderen zu dienen. Anderen Lebewesen. In Deutschland werden jeden jedes Jahr etwa 700 Millionen Tiere geschlachtet (Einwohnerzahl mal 9). Es MUSS Orte geben, die in einem klitzekleinen Rahmen als „Auffangbecken“ und „Notreservoir“ fungieren. Wo Tiere so alt werden können wie sie wollen, ohne Leistung. Wo einige (etwa 100) Tiere anlanden können, völlig verzweifelt, und erst ganz ganz gaanz langsam merken, dass sie nicht geschlachtet werden, nur 0,5 m² zum Leben haben oder niemals einen Arzt sehen, wenn sie krank werden. Nein, im Gegenteil! Einfach nur sein, als Lebewesen. Das bereitzustellen und aufzubauen, dafür die Verantwortung zu tragen, das macht oft keinen Spaß, und das muss es aber auch nicht. Es ist eine Verantwortung! Mann kann durchaus auch mal auf Dinge verzichten, um anderen Spezies ein schönes Leben zu bereiten. So gut es eben geht! Nicht immer nur „Ich Ich Ich, Meins Meins Meins“ sondern DIENEN (was kann ich leisten, damit es anderen besser geht?).
Ich glaube, diese Menschen, die hier immer wieder Beschwerden einreichen, die werden das nicht verstehen können.
Das leider an diesen Orten (auch hier) auch Fehler passieren, das kann leider nicht abgestritten werden.
Wer frei von Fehlern ist, der laufe gegen den nächsten Schrank (sowas ähnliches steht ja glaub ich auch in der Bibel, Stichwort: Dschiesis)…
Mal wieder ne unangekündigte Kontrolle auf dem Gnadenhof, dieses Mal vom Veterinäramt. 🤔 Ich leider nicht vor Ort, wurde aber angerufen. Das Gespräch war aber sehr nett und konstruktiv; zugleich auch offen und direkt. Mit so etwas lässt sich immer gut arbeiten.
Erfreulich auch die Aussage: „Soweit wir sehen konnten geht es den Tieren gut“. Trotzdem gab es auch einige Ansagen, was verbessert werden muss.
Insbesondere hinsichtlich Ordnung und Abstellung von meinem liebgewonnenen Infrastruktur-Chaos. Ok, dann soll und wird es so sein. Werd wohl schweren Herzens noch diese Woche ein bis zwei Entrümpelungscontainer bestellen und (ein weiteres Mal) „grundklarschiff“ machen. Dieses Mal so richtig, „tutti kompletti“, „Krankenhausvorzimmer-OP-Tisch“-mässig, sozusagen…
Schade um viele „upgecycelte“ Restbaustoff-Kunstobjekte und Stilleben, die nach meiner Sicht den Ort dort liebenswert „verschönern“. Trotzdem kann ich auch verstehen, wenn Menschen sagen: „Ist das Kunst oder kann das weg?“
Erinnert mich ein bisschen an die schmierige Fettecke von Joseph Beuys (1982). In der Düsseldorfer Kunstakademie brachte er damals 5 Kg Butter an. Ein wahrer Künstler ebend! Vier Jahre später wurde es dem Hausmeister zu viel und er entfernte das Kunstwerk – durch Entsorgung in einem Abfalleimer. Der Schaden: 40.000 Euro.
Dann soll es halt so sein, manchmal muss man sich einfach auch fügen. Ich erkenne das an und registriere, wenn meine Kunst nicht gewollt ist (eingeschnappt, Nase nach oben…). Püh…!
Schlussendlich aber geht es darum, alle Tiere „nach Hause zu bringen“, ihnen also ein schönes Leben zu ermöglichen, bis sie friedlich einschlafen. Diesem Ziel gilt es alles unterzuordnen.
Dass das in einer menschengeprägten Welt nun ganz offenbar auch massiv von äusseren Erscheinungsbild der Infrastruktur abhängt, das ärgert mich zwar ein bisschen, ich kann es zugleich aber auch (ein bisschen) verstehen. Manchmal hilft alles nichts und man (ich) muss sich dann fügen und unterordnen. Gab es in den letzten Jahren schon ganz oft, eigentlich ständig, möchte ich (mittlerweile) fast schon sagen…
Also „Ärmel hochkrempeln“ und los gehts! Gleich mal zum Telefonhörer greifen und eine Entsorgung der nicht gewollten Kunstschätze beginnen. Meine millionenteuren Artefakte landen dann wohl bei der Awigo auf dem Haufen der Vergänglichkeit… Oder ich verstaue sie dort, wo ich auch schon dieses Bernstein-Dings, dieses Dings aus dem Jahre 1712 — hups — aber da könnte Rußland… (oh 🤭🫣🤫das war eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt)….
P.S. Die geposteten Bilder müssen nicht zwingend vom Gnadenhof Brödel sein, vielleicht stammen sie auch einfach von Pixabay. Lediglich das Bild mit den gelben Tonnen und den komischen schwarzen Zeichen drauf ist von uns (im Hintergrund die Meller Berge, ein beliebtes Naherholungsziel)…
Die Klimaschutzaktionen in Melle (und Umgebung), gemeinsam mit „Mehr Bäume jetzt“ [https://mehrbaeume.jetzt/] aus den Niederlanden (und vermutlich bald verkündet: Auch weiteren Gruppen) schreiten voran. Aktuell sind bereits 12.000 m² Wald zur Verfügung gestellt, um dort schonend und rücksichtsvoll Baumsetzlinge zu retten, die dort aufgrund von Platzmangel und Verschattung keine Chance hätten… Die geretteten Setzlinge werden aufgepäppelt, großgezogen und dann kostenlos verschenkt. So wird sichergestellt, dass auch lokale Arten für den Klimaschutz kostenlos bereitstehen… Einzelne Bäume können magischen Schutz bieten.
Wer für die Rettung chancenloser Setzlinge noch ein Waldstück bereitstellen möchte: Gerne melden.
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Eigentlich nehmen wir ja keine Tiere mehr auf… Vor einigen Wochen ist jedoch der Lebensgefährte des Meerschweinchens „Wendy“ urplötzlich verstorben. Wendy ist jedoch noch garnicht soooo uralt, einige Jahre hat sie bestimmt noch, so Gott will. Eine Einzelhaltung kommt natürlich nicht in Frage. Also wurden ihr zwei kleine Kollegen organisiert. Pepper und Pfoffofoffwh (beide kastriert) sind ungefähr im selben Alter wie Wendy. Die drei verstehen sich prima und flitzen und flöten durch das Aussengehege.
Video von letztem Sonntag 😅💦💧☀️☀️☀️ Was macht man bei 34 Grad, wenn man einem kleinen Gnadenhof-Schweinchen einen Gefallen tun möchte? Seht selbst 🙂 Wasserschweinchen „Schnitzel“ liebt es, während seine Kumpels „Bratwurst“ und „SanchoPancho“ eher etwas wasserscheu sind…
Beimpfung von Holzstämmen mit dem Affenkopfpilz (auch bekannt als Löwenmähne oder Igel-Stachelbart (Hericium erinaceus)). Ist kinderleicht. Holzstämme (ca. 15-20 cm Durchmesser, 40 cm hoch, Eiche, Buche, Birke) bekommen mehrere Schnitte mit der Motorsäge und Bohrungen mit einem Bohrer. Das Holz darf nicht zu lange abgelagert sein (in diesem Falle 12 Wochen), weil es sonst mit Konkurrenzpilzen besiedelt sein könnte.
Das Pilzmycel (hier gekauft bei http://shii-take.de) wird dann in die Schnittfugenlöcher gepröckelt (z.B. mit einem sterilen Stück Eisen/Stahl/Gabel/Messer/etc.). Anschließend werden die Impfstellen abgedichtet (z.B. mit Gaffa-Tape), damit möglichst keine Verunreinigungen von aussen eindringen.
Ich bin kein Pilzexperte und auch kein Arzt, ich weiss jedoch, was ein „50%-Burnout“ ist.
Seitdem jede Menge Pilzwirkstoffe ausprobiert, die, basierend auf Studien, recht gute Erfolge in Bezug auf Nervenregeneration, Nervenneubildung, Nervenwachstum, Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung und neuronale Herausforderungen haben sollen. Z.B. Reishi, Cordyceps militaris oder eben der Igel-Stachelbart. Hat mich hochgradig neugierig gemacht, da offenbar aktuell einiges in der Birne passiert.
Pilzarzneimittel kosten ein Vermögen. Sie gelten als Nahrungsergänzungsmittel. Teuer, definitiv, sie kosten einen Riesenbatzengeld! Hab einige solcher Fläschen aus den USA, Lettland etc. für viel viel Geld eingekauft… Ergo: Macht es Sinn, diese selber herzustellen. Kann man, wenn man sich sehr (sehr!) intensiv einliest und sehr sehr gute Pilzkörper (oder sehr gutes Mycel) besitzt, genauso gut selber machen…Weiß man dann auch genau, was drin ist. Z.B. in Form von Tinktur-Doppelextrakten.
Eigentlich gelten die Fruchtkörper für die Extraktion als „Mittel der ersten Wahl“, zuweilen soll jedoch auch das Mycel ganz ausgezeichnete Effekte haben.
Also eine 70%-Alkoholtinktur im Verhältnis 2 (Alkohol):1 mit Igel-Stachelbart-Mycel-bewachsenem Getreide eingelegt. 2 Wochen sollen nun die Wirkstoffe in den Alkohol übergehen.
Anschließend wird das verbliebene Mycel etwa 30 Minuten gekocht (im Dampkochtopf) und ca. 2 Stunden geköchelt. Der entstandene hochkonzentrierte Tee wird im Verhältnis von 2 (Tee): 1 (Alkoholauszug) gemischt und in Tinkturflaschen abgefüllt.
Von dem Zeug nehme ich zwei mal am Tag nen Teelöffel (manchmal auch mehr)… bin irgendwie ganz zufrieden mit den Wirkungen 🙂 Und wie wird das erst, wenn die entstandenen Fruchtkörper (Reishi, Igel-Stachelbart) bereit zur Ernte sind? Genial!
P.S. Da ich nun mal kein Arzt bin kann ich auch nicht sagen, ob diese Mischungen „allgemeingesellschaftlich“ zu empfehlen sind. Ich beziehe mich lediglich auf verschiedene Studien und eigene Erfahrungen, nicht mehr, nicht weniger…
Heute endlich einmal wieder ein kleines Zeitfenster für Artenschutzarbeiten gehabt 🦋🕺 Die Blühwiese in Melle/Oldendorf am Kreimerhof
Diese ist seit 2018, also seit 6 Jahren in Betreuung und jedes Jahr Heimstätte und Nahrungsquelle für viele Insekten. Aktuell blühen z.B. Johanniskraut, Schafgarbe, Wiesenflockenblume, Wilde Möhre, Natternkopf.
Heute 50% der Wiese gemäht. Das Schnittgut wird jetzt austrocknen und jede Menge Saatgut verliere;, die Blühwiese wird dann, je nach Wetter, ein zweites Mal in diesem Jahr zur Blüte kommen. Das Schnittgut wird in einigen Tagen abgeharkt, die Fläche damit ausgemagert. Im nächsten Jahr wird hier eine Magerartenmischung eingesät. Es wäre dann die Fläche Nummer 7, auf welcher mittlerweile etliche bedrohte Wildblumen-Arten ein zu Hause finden können. Einige Highlights auch: Eine kleine Streuobstwiese mit ersten Früchten. Und: Ein einzelnes Exemplar des Speierlings, das jedes Jahr etwa 10 cm an Höhe zulegt.
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional. https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/
Nächste Klimaschutzaktionen im Landkreis Osnabrück in Vorbereitung ☺️ Waldflächen zur ehrenamtlichen Rettung von Setzlingen gesucht. 🌳 Projekt 500 AKA läuft weiter…
Danke an das Unternehmen „Patagonia“, das heute entschieden hat, dass wir in den Genuss einer kleinen Förderung kommen werden. Wer es noch nicht wusste: Der Besitzer des Unternehmens hat 2022 entschieden, dass er alle Gewinne seiner Firma an eine Stiftung vergibt und jedes Jahr „all over the world“ Klimaschutzinitiativen damit unterstützen werden.. Siehe dazu auch den Bericht von September 2022 in der Tagesschau: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/patagonia-stiftung-klimaschutz-101.html
Heute haben wir die frohe Kunde bekommen, dass wir auch dabei sein werden.
Ein Dank gilt in diesem Zusammenhang dem Ostercappelner Bürgermeister Erik Ballmeyer (CDU), der Meller Bürgermeisterin Jutta Dettmann (SPD), Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter (parteilos), der Landrätin Anna Kebschull (GRÜNE), dem Niedersächssischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) sowie der Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück, deren Empfehlungsschreiben wir für eine höhere Gewichtung des Förderantrages eingesetzt haben. Auch so kann es gehen, wir freuen uns sehr 🙂
Es geht nun zwar nicht um eine super-duper-hohe Summe (wir haben gelernt, dass das Tempo in 2021 und 2022 vielleicht etwas zu hoch war), gleichwohl lassen sich auch mit dem bewilligten Zuwendungsbetrag im Landkreis einige sehr schöne Dinge umsetzen, z.B. weitere Miyawaki-Wälder (erneut werden dafür die HK Päds der Firma Hagemann Krystosek https://hagemann-krystosek.de/ eingesetzt), Feuchtbiotope, Ausbesserungen von Streuobstwiesen und Maßnahmen der Kampagne „Mehr Bäume jetzt“ (Bäume retten und verschenken).
Es geht also weiter, und das muss es auch dringend (!), um die Region widerstandsfähiger gegen Artensterben und Klimaerwärmung zu gestalten.
Und: Heute Abend gab es ein interessantes Zoom-Meeting mit der Kampagne „Mehr Bäume jetzt“, die sehr gerne im nächsten Jahr wieder viele viele Tausende Bäume kostenlos verteilen werden. Gesichert wird es da etwas geben.
Zuvor werden aktuell Waldflächen in Landkreis Osnabrück gesucht. Das Konzept der Kampagne ist: Kleine Setzlinge, die ansonsten keinerlei Chance hätten zu wachsen, werden mit Einverständis der WaldbesitzerInnen von diesen Flächen behutsam und schonend, gemeinsam mit Freiwilligen (unter Anleitung) „gerettet“, aufgepäppelt und dann, zu einem späteren Termin, kostenlos an die allgemeine Bevölkerung verteilt. 🌳🌳🌳 Eine Umsiedlung dieser Kleinsetzlinge ist im November geplant.
Gesichert gilt: Die Waldflächen werden natürlich sehr vorsichtig und schonend betreten und selbstverständlich nur Setzlinge gerettet, die an den jeweilen Standorten keine Chance hätten. Wer also über einen solchen Wald verfügt und möchte, dass einige Hundert Setzlinge aus diesem Wald dem Klima- und Artenschutz in der Region dienen: Bitte hier melden. Gemeinsam mit „Mehr Bäume jetzt“ findet dann eine schöne Aktion diesbezüglich statt.
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional. https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/
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