Abschlussgespräch mit dem Veterinäramt. Lief ganz gut, eine kleine Optimierungsliste wurde uns vorgelegt, der Großteil ist bereits optimiert, eine Dinge folgen noch. Kostet zwar eine Stange Geld, ist aber irgendwie auch „ok“. So können wir nachweisen, dass Strukturen verbessert werden. Und entscheidend ist eh: „Den Tieren bei Ihnen geht es offensichtlich gut“. Der Kontakt mit dem Veterinämt war gut, so wünsche ich mir das. Argumente „mit offenem Visier“ (und nicht „hintenrum“)… Ganz amüsant ist: Wir sind mittlerweile mit Sicherheit der am intensivsten begutachtete Gnadenhof im Landkreis Osnabrück, das kann durchaus hilfreich sein.
An den anonymen Anzeigenersteller kommen wir nicht ohne Weiteres heran. Ein Anwalt wurde eingeschaltet, aber die Offenlegung von Anzeigenerstellen ist letztlich die Sache von Ämtern. Es gibt da unterschiedliche Vorgehensweisen (ein „Ordnungsamt“ kann das z.B. anders handhaben als ein „Veterinäramt“). In diesem konkreten Falle kommen wir nicht an den Namen heran (vielleicht besser so), in anderen Fällen kann das anders aussehen. Manchmal werden Anzeigeersteller „geschwärzt“, manchmal nicht. Auch verschiedene Richtersprüche sind da unterschiedlich. Es ist wie es eben ist. In naher Zukunft schließen wir das Projekt für die Öffentlichkeit – um Ruhe reinzubringen. Ich wünsche mir einen offenen Dialog. Aber dieses „Miteinander reden statt Übereinander reden“ stösst leider bei einigen wenigen Menschen ohne Rückgrat (Rückgrat muss man sich erst einmal verdienen, das hat man nicht einfach so!) nicht auf Begeisterung. Mutmaßlich soll es ja Menschen geben, die ohne Rückgrat durch ihr gesamtes Leben gehen – das kann ich aber nicht beurteilen. Und eigentlich ist es mir auch egal.
Und ich wünsche mir (allgemein) mehr Fokussierung auf „herausragend kleine Wichtigkeiten“. Der Einsatz von Pestiziden durch Privatpersonen (mit schrecklichen Folgen) ist offensichtlich in dieser Welt kein Problem. Strukturen, die nachweislich hilfreich auch für die „ganz kleinen Arten“ sind, können da schon anders bewertet werden. So ist sie, unsere Welt. Trotzdem muss man sich fügen (in einem gewissen Rahmen).
So ein „Kampf“ kann irgendwie auch zur Lebensaufgabe werden. Danke an den „Ortsfunk“ für viele hilfreiche Hinweise… Offen gesagt: Wir wollen nur unsere Ruhe, niemandem Schaden, und einen Schutz für Tiere, auf die ansonsten das Hackebeil wartet. Ich habe keine Lust mehr, ständig bei irgendwelchen vermeintlichen „Hatern“ oder „Hetzern“ auf den Hof zu fahren… Und Gerüchte sind Gerüchte…muss man ziehen lassen… Andererseits: Man lebt bekanntlich nur einmal. Und zumindest etwas: Im Vergleich „Engagement für Tiere, Natur und Klima“ und „Wertigkeit des eigenes Rufes“ ist mein Ruf mir scheißegal. Kapiert aber offensichtlich auch nicht jeder.
Danke an die Menschen, die angekündigt haben, bei diesem Einsatz/Kampf zu helfen. Alleine sind wir nicht, das ist schön. Danke!
P.S. Unabhängig vom Tierschutz: In Algerien kühlte es nachts nur noch auf 39 Grad ab – ein Rekord. Das sind vielleicht „Probleme“, die es WIRKLICH anzugehen gilt. Aber was weiß ich denn schon…Letztlich bin ich auch nur einer dieser Freaks mit einer Vision, nicht mehr aber eben auch nicht weniger.
Der Stoff aus dem die Träume der Artenvielfalt sind 🙂 Samstag endlich wieder Blühwiesenpflege. Ostercappeln und Melle.
5 Kg Blühmischung (Regiomischung Blühende Landschaft Nord, Spätsommersaat) sind geliefert worden. Von „Rieger Hofmann“. Auch das ist eine Folge der Klimaerwärmung. Die Spätsommermischungen, die im Winter viel Bodenfeuchtigkeit nutzen können (um dann im Frühling zu keimen), haben eine deutlich bessere Entwicklungsmöglichkeit, als die „klassischen“ Frühlingsaussaaten, die aufgrund von Trockenheit oder Hitze häufig verkümmern.
Samstag wird endlich mal wieder ein ganzer Tag auf Blühwiesen verbracht. 50%-Mahden stehen an sowie eine Abtragung des Mahdgutes (die klassische Ausmagerung). Alles in echter Handarbeit. Zwischen Hochgenuss und Knochenmühle. Zudem wird hier und dort in Streifenform etwas nachgesät (mit den Jahren schwindet die Vielfalt oft). Diese Arbeit ist ein Privileg und ein Segen. Zwar auch zuweilen anstrengend und mühselig, aber jedes Jahr gibt es auf den Flächen wieder mehr und mehr (und oftmals neue Arten) zu entdecken. Dafür lohnt es sich total.
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional. https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/
3 mal die Woche Pilze essen. Das Wachstum im Garten auf unterschiedlichen Nährmedien ist so flink, dass man kaum gegen an essen kann. 😁 Heute: 400 gramm Austernpilz, Limonenseitling, Rosenseitling (gewachsen binnen 2 Tagen), die hohe Luftfgeuchtigkeit hilft dabei. Kombiniert mit Reis, Tomaten aus dem Garten, Zwiebeln sowie einer Soße aus Ingwer, Sesamöl, Olivenöl, Pfeffer.
Pilze sind absolute Vitamin- und Mineralstoffbomben. Und sie benötigen nur wenige Ressourcen. Zudem sind sie, sofern sie im Garten angebaut werden, hochgradig CO2-sparsam. Und lecker sind sie eh. 🙂 Ganz gute Pilzbrut dafür gibt es bei http://shii-take.de
Wenn man selber schon lebt wie „Gott in Frankreich“, dann sollen unsere Tiere sdas auch. Heute jede Menge abgelaufenes Obst und Gemüse bekommen, sogar etwas Brot und Käse. Gänse, Enten, Hühner sind glücklich.
Weiter ging es heute mit der Neustrukturbildung am Gnadenhof Brödel. 😃🤝 Auch einige Nachbarn und Anrainer fanden sich spontan ein um mitzuwirbeln, sogar mit schwerem Gerät.
Zur Wahrheit gehört eben auch: Die Fläche ist auch für einige Nachbarn eine Ablade- und Depotfläche. Und: Natürlich haben die Tiere auch viele „Fans“, die sich freuen, Abends, bei einem Feierabendbierchen, den Enten und Gänsen beim Quatschmachen zusehen zu können. Und Hund „Ruby“ war froh, dabei sein zu können. Er liebt die kleinen Enten und Hühner und möchte sie immer gerne beschützen.
Weitere Container wurden mit Zeugs gefüllt. Vielleicht hätte ich alter Messi mich doch mal schon etwas früher von einigen Gegenständen trennen sollen. 2 Container reichen nicht, morgen werden zwei weitere bestellt.
Ist schon durchaus ganz schöner Stress und irgendwie ja auch Ärger , den die anonyme (feige! Kann man Kritik nicht von Angesicht zu Angesicht äussern? Blockwart-Denunziantenmentalität!) Anzeige verursacht hat. Unsere Ponys haben sich etwas einfallen lassen und als Friedensangebot ein kleines Herzchen für die unbekannte Person erstellt. Ich weiss nicht ob es förderlich ist. Andererseits: Die Ponys sind stinksauer: „Ohne den Gnadenhof würden wir einen Schlachthof von innen sehen, lass uns mal machen, Chef!“ Und sie stellten sich wieder in Herzform auf und es klang dann zuweilen wie ein: Pups…und sie machten weiter, Es wird mir persönlich eine Freude sein, das Geschenk beim Adressaten abzuliefern.
Zwischenstand: Paddock neu, Alter Holzzaun ausgetauscht und entsorgt, Futter in Tonnen gesichert, viel viel Krempel und Kunstwerke von Millionenwert entsorgt, Heu umgelagert…
Ja, und heute eine Blühwiese (Am Kreimerhof) abgeharkt und im 6. Jahr in Folge ausgemagert. Absolut schön. Die Fläche am Standort des Gnadenhof in Melle/Oldendorf ist reif für eine Sand-Magermischung. Viele bedrohte floristische Arten werden hier ein zu Hause finden.
Das Tollste aber: Bei uns im Hof, unter der Treppe des Hintereingangs, existiert ein Hummelnest. Jeden Morgen trinke ich dort meinen Kaffee. Winzig kleine Hummeln (groß wie ein 1-Cent-Stück) und etliche Ältere schwirren aus und ein. 3 Meter müssen sie schaffen. Dort blühen (wohlgemerkt: Aus den Fugen der Steine gewachsen!) Wiesenflockenblume, Johanniskraut, Wegwarte. Ich finde es absolut genial, dass es kleine Insekten schaffen ein Nest unterm Haus, durch eine Betonschicht hindurch, zu bauen. Oder dass Wildblumen die Sprengkraft haben, Fugen auszudehnen und Steine zur Seite zu drängen. Großartig! Also bleiben sie, sowohl Nest als auch Wildblumen.
Auch ansonsten läuft alles nach Plan. Die Streuobstwiesen tragen Früchte, die Artenvielfalt in den Projekten ist ein Segen! Insbesondere die Ziegen freuen sich. Geht doch!
Kampf gegen die Klimaerwärmung: Offensichtlich hoffnungslos verloren. Und? Was interessiert mich das? 🥳🥳 Herausragender Boom von Flugreisen – Wir lassen uns doch den Spaß nicht von der Erderwärmung verderben. Argumente statt Verbote! 😍 Zum Glück sind wir Bürgerinnen und Bürger mündig, verantwortungsbewusst, frei in unseren Entscheidungen und selbstbestimmt, und darum gehts es doch! 🤠👍
Ok, ich geb zu, ist schon absolut krass, was aktuell global passiert. Temperaturrekorde überall.
In Phoenix, Arizona werden seit 2 Wochen Temperaturen über 40 Grad gemessen (Quelle: https://www.spiegel.de/ausland/klimakrise-in-den-usa-phoenix-so-lebt-es-sich-in-der-heissesten-stadt-amerikas-a-f15687e5-6984-4eb3-9dcb-54428039881e). Die längste derartige Hitzewelle (18 Tage am Stück) gab es zuletzt 1974 – ein Rekord, der nach Vorhersage der Meteorologen aber bald gebrochen werden dürfte.
Andererseits (und mal ganz offen): Was hab ich damit zu tun? Da machen die Amis scheinbar was falsch da drüben! DIE (nicht wir) düsen doch immer mit diesen riesigen Spritfressern rum! Das rächt sich halt! 🤷
Naja, mag sein, dass das nicht schön ist. Vermutlich haben die dort nicht genügend in ihre Wasserleitungen investiert. Und überhaupt: Ich war noch nie in Uruguay und werde da auch nicht hinfahren! Was soll ich da? DIE müssen halt besser haushalten, sollen sich mal an uns ein Beispiel nehmen! 🙂🦹
Schrecklich ist das! Genau wie damals im Ahrtal, schrecklich! Aber gegen das Wetter sind wir nunmal machtlos, es ist halt Sommer, was sollen wir denn dagegen tun? Keiner kann was gegen das Wetter tun! 🤷♂️
Auch in Europa werden aktuell neue Hitzerekorde erwartet, teilweise Temperaturen von über 45 Grad.
Puhhh…Im Süden war es immer schon heiss. Ich bleibe da mal lieber zu Hause und fliege erst im September oder so. Da isses da ja auch schön… Ich lasse mir meinen hart verdienten Urlaub nicht madig machen! ‼️Wo kommen wir denn da hin? Wir Menschen sind die Krönung der Schöpfung, die herausragende Spezies. Es gibt überhaupt keinen Grund, dass wir uns Dinge zum Schutze des Planeten verbieten! Absolut albern! Wir sind verantwortungsvoll und können unser Handeln schon ganz gut selber einschätzen! Und wer mich in meiner Handlungsfreiheit einschränkt, der ist ein Kommunist! Oder ein GRÜNER! 🤬🤬
Ist doch toll, dass die Flugreisen gerade wieder richtig boomen. Kurbelt die Wirtschaft an!✈️✈️ Da haben die Staaten, wo jetzt der Meeresspiegel so dolle steigt oder die Waldbrände wüten doch auch etwas von! Sie können Löschflugzeuge kaufen und Dämme bauen. Wenn mich das Wetter dort aber in meinem Spaß und meiner Urlaubsfreude einschränkt, neeee, dann fliege ich da nicht mehr hin. Dann mache ich woanders Urlaub. Es gibt sooo viele so schöne Orte auf der WElt, die ich noch besuchen möchte. So tolle Orte!😍🏖🏖🏖
Ich geb ja zu. So ein Flug nach Malle, hin- und zurück, 500 kg CO2 pro Person, das ist schon ganz schön viel. Aber sollen doch erstmal andere verzichten! Mein Nachbar macht es doch auch! Ausserdem kurbel ich doch die Wirtschaft da an. Dafür könnten die Portugiesen mir eigentlich mal dankbar sein! Mal ein Trikot von Ronaldo oder so spendieren! Aber nein, nichts! Mein Geld, das wollen sie dann aber doch! Und jetzt kuck mal: Ein mal im Jahr fliege ich in die USA und einmal nach Malle, das sind gerade mal 2 Tonnen CO2. Nichts ist das! Ich lasse mir mein Vergnügen nicht nehmen!
Na also, warum sollten wir Bürger…, wenn doch auch mein Nachbar, und erst die Bundesregierung?!! Sonntag fliege ich wieder Brötchen holen! Die Bahnverbindung, neee, also das gefällt mir nicht. Da nehme ich lieber einen Kurzstreckenflug. Doof finde ich aber, dass der Rasen in meinem Garten so gelb ist… Und jetzt kommt es: Der Landkreis will mir doch tatsächlich verbieten, meinen (MEINEN !) Rasen zu gießen! 4 Millimeter kurz! Wimbledon! Boris Becker hat hier schon gespielt! Ich bin auch für Umwelt und so! Aber durch solche Verbote, also nee! Durch solche Verbote erreichen die doch das Gegenteil! Dann mache ich lieber garnichts! Können die GRÜNEN und die Kommunisten mal sehen, was sie damit erreichen! Garnichts! 👎👎👎
Und jetzt düse ich ohne Tempolimit über die Autobahn! Klimaerwärmung hin- oder her! MEINE Freiheit und meinen Spaß lasse ich mir nicht nehmen! Auch nicht vom Wetter!
Und ehrlich gesagt: Wenn die Klimaerwärmung doch sowieso ausser Rand und Band ist: Warum sollte ich dann noch was machen? Wofür? Für wen? Und wieso? Die Politik hat doch auch gerade die Sektorziele zur Einsparung von CO2-Emissionen aufgelöst. Find ich gut! Löse ich meine Ziele auch auf! 😎
Falls jemand doch eine andere Sichtweise haben sollte: Es gibt in den nächsten Monaten wieder Mitmachaktionen gegen die Folgen der Klimaerwärmung. Weitere Aktionen werden in den nächsten Wochen in den Kalender eingespielt:
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional. https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de
Ok, Teil 1 der Aufräum- und Umgestaltungsaktionen am Gnadenhof Brödel ☺️ Man kann das ganze Theater ja letztlich auch als eine Chance sehen, die Strukturen zu ändern und ordentlich aufzupeppen.
Viel viel Heu umgeschichtet, eine ganze Menge davon wird im Herbst auf neu angelegten Miyawaki-Wäldern gegen die Folgen der Klimaerwärmung zum Einsatz kommen. Hühnerfutter fristet nun sein Dasein in schnöden gelben Tonnen. Unmengen unbezahlbarer Kunstgegenstände landete heute in einer großen Müll-Lore. Da werden wohl noch diverse Container mehr bestellt werden.
Der Umbau des Paddocks für die Ponys ist auch nahezu abgeschlossen. Ein schöner neuer Zaun wurde heute errichtet. Der alte Holzzaun war offen gesagt wirklich schon etwas marode und lief Gefahr, irgendwann ein Verletzungsrisiko darzustellen.
Die Ponys findens gut, allen anderen Tieren war es irgendwie egal (hatte ich den Eindruck).
Schön zu sehen auch: Unmengen an Insekten auf den Blühwiesen rund um die Gnadenhofflächen. Es wimmelt von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen. Die erste Sonnenblume hat heute ihre Blüte geöffnet. Und sogar auf einem Leckerli-Stein (eigentlich für die Pferde gedacht) tummeln sich Hummeln, Wespen und Co.
Eve of Destruction – Am Vorabend der Artefaktvernichtung Die internationale Kunstwelt hält den Atem an. 😞🫣🫣🫣 Umsetzung der Anforderungen des Veterinäramtes durch eine anonyme Anzeige gegen unseren Gnadenhof
Die Anordnungen des Veterinäramtes nehmen wir ernst, auch wenn wir noch nicht genau wissen, wie diese im Detail lauten
Unter Umständen kann es sein, dass das Gnadenhofgeflügel nicht mehr ausserhalb von Stallungen gefüttert werden darf, da davon auch Wildvögel profitieren (Seuchenschutz-Hygiene). Diesbezüglich war sich das Amt aber noch nicht ganz sicher. Wie die Entscheidung auch immer ausfällt, wir werden uns fügen.
Die Anregung wurde zudem geäussert, unseren Paddock neu aufzubauen (wir haben dort häufig ein Pony mit Hufrehe drin, welches eiweissarm gehalten werden muss). Eine Neufräsung wurde bereits durchgeführt. Morgen folgt der Aufbau eines neues Zaunes.
Ja, und das große Aufräumen steht an. Zahlreiche Kunstobjekte von Wert werden wohl oder übel dran glauben müssen. Heute schwebten aus dem Wald schon die „kleine Zahnfee“ und der „Aufräum-Zauberer“ heran, echte Anti-Helden meiner Kindheit. Ich konnte die Beiden noch nie leiden, schon in meiner Kindheit hat mich diese Aufräum-Thematik fürchterlich genervt. Ich hatte wichtigere, großartige Dinge zu tun, von international-gesellschaftlicher Bedeutung. Die Lösung der GROSSEN Fragen. Für solchen Quatsch hatte ich einfach keine Zeit. Das Aufräumen habe ich damals lieber den kleinen Geistern überlassen. So lungerten sie zumindest nicht auf der Straße herum und stahlen auch nicht sonstwie meine Zeit…und alle waren glücklich.
Die verblödte Fee und der gehirnamputierte Zauberer wollten mich trotzdem bereits heute zum Aufräumen animieren. Anfangen sollte es mit einer rostigen Walze, die dort seit seit 2018 gelagert wird. Man weiß nie, wann man sie nicht nochmal braucht. „Los, rein in den Container damit“, herrscht mich die Zahnfee an. Ich hebe das Kunstobjekt kurz an, darunter Ameisengänge, Hunderte von Ameisen, die verzweifelt ihre Eier retten wollen. „Jetzt sieh, was Du angerichtet hast, Du blöde Zahnfee! Die Walze bleibt hier!“
Der Aufräumzauberer findet eine ganze Menge Räder: „Weg damit! Auf die Kippe!“ „NeNeNe, Sportsfreund“, sage ich. „Wer weiss, wann man die nochmal nutzen kann? Ausserdem wäre das eine Respektlosigkeit gegenüber den Erfindern des Rades! Da hat sich jemand echt Mühe gegeben, die Menschheit massiv nach vorne gebracht. Und Du willst das einfach so entsorgen? Die Räder bleiben hier“
Auch zahlreiche Kunstobjekte sollen weg. Ein zusammengeklappter Metallstuhl (ist glaub ich mal ein Trecker drüber gefahren), eine abgebrochene Strebe (Vergänglichkeit des Seins), ein Holzdings ohne Namen und Funktion (Kunst lässt sich nunmal nicht in enge Korsetts zwängen, das macht Kunst ja gerade aus…) und auch ein undefinierbares Kunstdings aus Weltraum-Titan-Smirnoff-Sanskrit-Pudding-Geranium-Metall (ist mal von einem Güterzug gefallen, die Kiste war adressiert an die NASA). Ich habs einfach behalten…
Um zu zeigen, dass ich ein echter Künstler bin nagel ich eine Portion Milram-Frühlingsquark an Händen und Füßen an einen Pfahl.
„Na, Zahnfee? Woran erinnert Dich das?“, frage ich keck. „Keine Ahnung, Jesus oder so…“, antworte ZF genervt und die Augen verdrehend. „Korrekt man! Völlig korrekt man!“, sage ich. „Steht für das Leiden Jesus Christi. Ist 5000 Euro wert!“. Der Quark fängt an am Zaunpfosten herunterzulaufen und leise an zu singen: „Always look on the bright side of life“. Die judäische Volksfront marschiert plötzlich, aus dem Nichts, einem Parademarsch ähnlich, quer über das Gnadenhofgelände.
Der Aufräum-Zauberer: „Wenigsten diesen leeren Papiersack!“ Ich so: „Man weiß nie, wann man den noch gebrauchen kann!“ …füge mich dann aber doch, schließlich will ich ja auch ein bisschen guten Willen zeigen. Der Papiersack ist im Müllcontainer. Ein Quantensprung. Morgen geht es weiter.
Nächste Woche kommt vermutlich das offizielle Schreiben des Veterinäramtes, vermutlich/eventuell werden wir auch einen kleinen Geldbetrag zahlen müssen. Mit dem Schreiben geht es dann zum Anwalt. Dem Amt will ich nichts, das ist ok, ich will wissen, wer hinter diesen ständigen Anzeigen steckt und ihn / sie dann in die Öffentlichkeit ziehen. Sozusagen als Kunstobjekt-Mahnmal. Das ist echte Kunst! Stellvertretend für die vielen vielen anonymen Denunzianten, die schon so viele Tierschutzprojekte geschädigt oder sogar zum Aufgeben gezwungen haben. Stellvertretend für die vielen vielen Stunden und schlaflosen Nächte, die solche Personen ehrenamtlichen Projekten verursachen.
Nach langen Überlegungen und Gesprächen mit den Besitzern einer unserer Gnadenhofflächen haben wir uns nun leider entschieden, auch diese Fläche (Am Wulberg 31) für die Öffentlichkeit zu schließen (Paten/innen können aber durch ein Zahlenschloss selbstverständlich weiterhin zu den Tieren). 😇
Der Grund: Die heute Kontrolle aufgrund einer anonymen Anzeige hat das Fass schlussendlich zum Überlaufen gebracht.
Völlig richtig ist: Es gibt immer etwas zu verbessern. Das war noch nie anders. Wir sind schließlich nicht der Zoo Osnabrück (und selbst dort…(und vielleicht gerade dort…?))… Gleichwohl war der Satz nach der Kontrolle: „Eins vorab: Ihren Tieren geht es offensichtlich gut!“ schon sehr beruhigend, dennoch ist es auf Dauer nicht sinnvoll, wieder und wieder Menschen auf das Gelände „einzuladen“, die dann irgendwelche Beschwerden oder Anzeigen anonym einreichen. Gab es einfach viel zu oft. Und erst dann melden sich Ämter. Trotzdem: Auch heute war das Gespräch mit dem Veterinäramt wieder sehr konstruktiv und eigentlich sogar ganz nett. Auch das kann durchaus angemerkt werden. Es ist ja nun nicht so, dass Ordungsämter/Veterinärämter/Landwirtschaftskammern/etc. einem „grundsätzlich“ etwas „Böses“ wollen…
Klar ist zweifelsfrei auch: Das Projekt (Gnadenhof) ist nicht dazu gedacht, andere zu ärgern. Also werden (angebliche/mutmaßliche) Missstände abgestellt. Morgen Abend geht es los damit. 😉
Und völlig klar ist auch: Rumpelig und etwas unordentlich ist es dort. Das kann nicht so richtig abgestritten werden (schon als Kind habe ich aufräumen nicht gerne gemocht, gerade Linien, rechte Winkel…den Sinn dahinter konnte ich nie verstehen). Wofür soll das gut sein? Klar ist jedoch auch: Sieht eine Fläche „aufgeräumt“ aus, dann bietet das Projekt weniger „Angriffsfläche“ für „konstruierte Beschwerden“. Auch das stimmt.
Kleiner Witz am Rande (und das ist wirklich ganz amüsant): Die Fläche „Am Wulberg 31“ wird von mehreren Anrainern als Ablade- und Lagerfläche genutzt. Diese sind jetzt wenig amused…
Interessantes zur Eigenverteidigung noch: Bislang wurde bei jeder Beschwerde innerhalb von 24 Stunden reagiert. Bedeutet immer viel Arbeit (zum Glück habe ich eigentlich nicht viele Hobbys…und Zeit ohne Ende)…und auch viel Geld und Kosten bedeutet es (habe ich zum Glück auch wie Dagobert Duck). Und wofür? Wenige Wochen später lässt sich vermutlich die immergleiche Person (?) wieder etwas Neues einfallen?
Naja, ist wie es ist. Diese Zeilen sollten aber doch einmal sein. Dem „Anzeigensteller“/Der „Anzeigenstellerin“ will niemand etwas böses (obwohl…vielleicht einmal so richtig kräftig gegen einen Schrank laufen??), trotzdem wäre es irgendwie besser, wenn solche Anliegen im direkten Kontakt geregelt werden. Für kleine und feige Pissnelken ohne Eier/Eierstöcke ist das jedoch aber vermutlich nichts…🫵🫵
Solche Tage und Beschwerden vermiesen den Alltag doch beträchtlich.😤 Schade ist es zudem, weil trotz des kleinen Kuddelsmuddels eigentlich ständig irgendwelche Leute bei den Tieren sind. Manchmal kenne ich sie garnicht. Ich achte dann drauf, dass sie nur Salat verfüttern und alles ist gut. Manchmal sitzen sie einfach in der Sonne und schauen den Schafen beim Grasen oder den Hühnern beim Rumlaufen zu. Nun: Wenn es keine Paten/innen sind, dann ist leider ab jetzt Schluss damit. Ich möchte nicht, dass der Anzeigensteller/die Anzeigenstellerin auf unser Gelände kommt und auf der verzweifelten Suche nach Fehlern Fotos ans Ordnungsamt oder an wen auch immer schickt. Erwische ich ihn oder sie dabei, dann schleppe ich eigenständig einen Schrank auf das Gelände, gegen den er oder sie dann zwei oder dreimal gegenlaufen kann (wenn er oder sie will). Die Versorgung an diesen Orten für die Tiere läuft selbstverständlich weiter. Es ist nicht gewollt, dass irgendwelche Anzeigenersteller das Projekt gefährden, daher die Schließung für die Öffentlichkeit. 😞
Eines ist jedoch ganz gut und sehr beruhigend. Solche Tage und Beschwerden vermiesen den Spaß an der Sache… Ein Gnadenhof wird jedoch nicht dazu geschaffen, um Spaß zu haben, in diesem Sinne sind solche Tage nur eingepreister Füllstoff in einem Konstrukt, was eh eher eine „Aufgabe“ als ein „Spaßevent“ ist.
Glaubt ernsthaft jemand, es würde Spaß machen, bei 35 Grad mehrfach am Tag Hunderte Liter Wasser zu den Tieren zu fahren, einfach so? Für mau, ohne Bezahlung, als Hobby, aus „Spaß“ an der Sache? Oder bei Minusgraden durch den Schlamm zu robben und Berge von Heu zu den Tieren zu schafutern? Nachts bei kranken Tieren wache zu schieben und sie mit Tee und Medikamenten zu versorgen? Oder horrende Rechnungen aus Privatmitteln zu bezahlen, weil die Spenden mal wieder nicht reichen? Oder bei eiskaltem Wind Zäune zu reparieren oder hinter einer ausgebüxten Ziege hinterherzurennen?
Glaubt irgendwer, es ist besonders lustig, eine anonyme Anzeige nach der anderen „abzuarbeiten“ und noch entsprechende Geldauflagen zu zahlen?
Glaubt jemand es ist witzig auf Facebook Angriffsversuche von bräsigen Idioten/innen zu lesen, die einen Fehler auf einem Foto gefunden haben, und dann wie eine Armada über das Projekt herfallen (vom Sofa aus, natürlich!). Oder Tiere von A nach B nach C zu kutschieren? Oder geliebte Tiere gehen lassen zu müssen, weil die Zeit „gekommen ist“ oder vielleicht ein Medikament nicht anschlägt? Was zur Hölle soll an einem solchen Unterfangen Spaß machen? Oder jede Woche 4-7 „Aufnahmeangeboten“ abzusagen (weil wir keine Tiere mehr aufnehmen) und zu wissen, dass mindestens die Hälfte der Tiere das nicht überleben wird? Ist es besonders witzig, die anfallenden Arbeiten jeden Tag zu machen? Morgens und Abends? Auch an Ostern oder Weihnachten? Offen gesagt: Geht so!# Ausmisten, Gelder ranschaffen, Sponsoren zu bequatschen, Finanzierungspläne zu erstellen, Hütten ausbessern…?
Und jetzt, liebe kleine Pissnelken-Anzeigeersteller, jetzt hört GENAU zu: Es MUSS garkeinen Spaß machen. Es ist eine „Aufgabe“! Es ist eine Aufgabe anderen zu dienen. Anderen Lebewesen. In Deutschland werden jeden jedes Jahr etwa 700 Millionen Tiere geschlachtet (Einwohnerzahl mal 9). Es MUSS Orte geben, die in einem klitzekleinen Rahmen als „Auffangbecken“ und „Notreservoir“ fungieren. Wo Tiere so alt werden können wie sie wollen, ohne Leistung. Wo einige (etwa 100) Tiere anlanden können, völlig verzweifelt, und erst ganz ganz gaanz langsam merken, dass sie nicht geschlachtet werden, nur 0,5 m² zum Leben haben oder niemals einen Arzt sehen, wenn sie krank werden. Nein, im Gegenteil! Einfach nur sein, als Lebewesen. Das bereitzustellen und aufzubauen, dafür die Verantwortung zu tragen, das macht oft keinen Spaß, und das muss es aber auch nicht. Es ist eine Verantwortung! Mann kann durchaus auch mal auf Dinge verzichten, um anderen Spezies ein schönes Leben zu bereiten. So gut es eben geht! Nicht immer nur „Ich Ich Ich, Meins Meins Meins“ sondern DIENEN (was kann ich leisten, damit es anderen besser geht?).
Ich glaube, diese Menschen, die hier immer wieder Beschwerden einreichen, die werden das nicht verstehen können.
Das leider an diesen Orten (auch hier) auch Fehler passieren, das kann leider nicht abgestritten werden.
Wer frei von Fehlern ist, der laufe gegen den nächsten Schrank (sowas ähnliches steht ja glaub ich auch in der Bibel, Stichwort: Dschiesis)…
Mal wieder ne unangekündigte Kontrolle auf dem Gnadenhof, dieses Mal vom Veterinäramt. 🤔 Ich leider nicht vor Ort, wurde aber angerufen. Das Gespräch war aber sehr nett und konstruktiv; zugleich auch offen und direkt. Mit so etwas lässt sich immer gut arbeiten.
Erfreulich auch die Aussage: „Soweit wir sehen konnten geht es den Tieren gut“. Trotzdem gab es auch einige Ansagen, was verbessert werden muss.
Insbesondere hinsichtlich Ordnung und Abstellung von meinem liebgewonnenen Infrastruktur-Chaos. Ok, dann soll und wird es so sein. Werd wohl schweren Herzens noch diese Woche ein bis zwei Entrümpelungscontainer bestellen und (ein weiteres Mal) „grundklarschiff“ machen. Dieses Mal so richtig, „tutti kompletti“, „Krankenhausvorzimmer-OP-Tisch“-mässig, sozusagen…
Schade um viele „upgecycelte“ Restbaustoff-Kunstobjekte und Stilleben, die nach meiner Sicht den Ort dort liebenswert „verschönern“. Trotzdem kann ich auch verstehen, wenn Menschen sagen: „Ist das Kunst oder kann das weg?“
Erinnert mich ein bisschen an die schmierige Fettecke von Joseph Beuys (1982). In der Düsseldorfer Kunstakademie brachte er damals 5 Kg Butter an. Ein wahrer Künstler ebend! Vier Jahre später wurde es dem Hausmeister zu viel und er entfernte das Kunstwerk – durch Entsorgung in einem Abfalleimer. Der Schaden: 40.000 Euro.
Dann soll es halt so sein, manchmal muss man sich einfach auch fügen. Ich erkenne das an und registriere, wenn meine Kunst nicht gewollt ist (eingeschnappt, Nase nach oben…). Püh…!
Schlussendlich aber geht es darum, alle Tiere „nach Hause zu bringen“, ihnen also ein schönes Leben zu ermöglichen, bis sie friedlich einschlafen. Diesem Ziel gilt es alles unterzuordnen.
Dass das in einer menschengeprägten Welt nun ganz offenbar auch massiv von äusseren Erscheinungsbild der Infrastruktur abhängt, das ärgert mich zwar ein bisschen, ich kann es zugleich aber auch (ein bisschen) verstehen. Manchmal hilft alles nichts und man (ich) muss sich dann fügen und unterordnen. Gab es in den letzten Jahren schon ganz oft, eigentlich ständig, möchte ich (mittlerweile) fast schon sagen…
Also „Ärmel hochkrempeln“ und los gehts! Gleich mal zum Telefonhörer greifen und eine Entsorgung der nicht gewollten Kunstschätze beginnen. Meine millionenteuren Artefakte landen dann wohl bei der Awigo auf dem Haufen der Vergänglichkeit… Oder ich verstaue sie dort, wo ich auch schon dieses Bernstein-Dings, dieses Dings aus dem Jahre 1712 — hups — aber da könnte Rußland… (oh 🤭🫣🤫das war eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt)….
P.S. Die geposteten Bilder müssen nicht zwingend vom Gnadenhof Brödel sein, vielleicht stammen sie auch einfach von Pixabay. Lediglich das Bild mit den gelben Tonnen und den komischen schwarzen Zeichen drauf ist von uns (im Hintergrund die Meller Berge, ein beliebtes Naherholungsziel)…
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