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Allgemein
Was für ein ereignisreicher Tag – Weitere Blühwiesen geschaffen
Geschrieben:

Was für ein Tag heute. Teil 1 des Tages kommt heute.
Teil 2 wird morgen gespostet. Danke an alle, here we go.

Zu jeder Krise gehört ein klassisches Verhalten.
Erst die Sorge, dann eine gewisse Angst.
Und irgendwann ist der Punkt erreicht an dem man sagt:
So, jetzt reicht es. Jetzt reissen wir irgendwie das Ruder rum!!

So geschehen heute. Bedröppelt heute morgen begonnen alles für den Blühwiesentag vorzubereiten.
Ich reisse am „Anreißseil“ des Motoreinachsers, da reisst die Schnur…
Das kann doch wohl nicht wahr sein!!!
Wütende Flüche ausstoßend verfluche ich den Tag, an dem wir mit den Blühwiesen begonnen haben.
Ich fange laut an zu schimpfen.

„JohnBoy, was ist das für eine Kacke hier??!!“

Unser Motoreinachser, mit dem wir uns seit 2017 durch den Landkreis fräsen, heisst „Johnboy“.
Er ist ein wenig in die Jahre gekommen und hat hier und da Rost angesetzt.

„Wo kriege ich denn jetzt ein Anreißseil her???Alle Anreißseil-Läden im Umkreis sind geschlossen! Scheiße!!!“

Wer kennt sie nicht, diese Läden in Herford, Bielefeld, Osnabrück, Dortmund…?
Inmitten des Zentrums gelegen Anreißseile in allen Farben, Formen und Variationen.
So ein Anreißseil kann man immer gebrauchen. Anreißseile sind systemrelevant. Wie sollen wir Blühwiesen für den Artenschutz schaffen ohne
Anreißseil für unseren Johnboy?

Ich fange an auszuflippen, fluche laut vor mich hin und beginne wütend gegen das Garagentor zu treten.
Johnboy macht mit. Auch er fängt an alles zu ramponieren und die Garage auseinander zu nehmen.
Sehr gut! So sieht echte Solidarität aus. Gemeinsam verwüsten wir erst einmal die Hofeinfahrt und waschen uns danach jeweils den Mund mit Seife aus.

„Junge, wo kriege ich denn jetzt ein Anreißseil für Dich her, häh??“

„Das ist Dein Job, Chef. Ich bin für das Fräsen der Böden zuständig. Hättest mich halt besser durchchecken müssen.“

„Grrrr“, denke ich. „Klugscheißer!!!“
Mein Blick gleitet über den Friedhof unserer Einachser.
Hinten in der Ecke schläft „KingKong IV“ den Schlaf des Gerechten.

„Ey, King. Ich brauche Dein Anreißseil! Geht das klar?“, rufe ich.

King öffnet ein Auge und murmelt müde: „Ich bin Rentner, nimm das verdammte Seil und lass mich schlafen.
Ich mache hier garnichts mehr….“

Na also. in aller Frühe noch eine Anreißseil-Transplantation durchgeführt und heute die Blühwiesen Nummer
158 bis 164 angelegt (hauptsächlich kleinere Areale).
Hat Spaß gemacht.
Schön ist es immer auch, wenn die Flächenbesitzer mitmachen.
Das hat gut geklappt.
Während es 2017 und 2018 noch tendenziell hieß: „Lass die Freaks mal machen!“,
so ist es heute eher ein: „Wie kann ich unterstützen? Ich will auch was tun!
Wir müssen gegen das Insektensterben aktiv werden!“
Schön auch, wie sich Hühner über eine frisch gefräste Fläche freuen (siehe Bilder). Jede Menge Würmer und Eiweiß…

Der Blühwiesenkorridor rückt zum Greifen nahe!
Das schaffen wir – insbesondere auch Dank JohnBoy!
Und selten war das Feierabendbier so lecker wie heute….

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Allgemein
Spendenaufruf Gnadenhof Brödel und Blumiger Landkreis Osnabrück
Geschrieben:

Angesichts der schwierigen Situation durch Corona und eines massiven Spendeneinbruches ist es nun soweit:
Erstmalig in der Geschichte des Gnadenhofes Brödel Melle und des Artenschutzprojektes
„Blumiger Landkreis Osnabrück“ müssen wir nun einen offiziellen und öffentlichen Spendenaufruf starten :-/(🧐😥🐌🦋🐝🐴🦑🐢🤹‍♂️🚑🚑🚑💰💰

Leicht fällt uns das nicht. Und eigentlich ist Jammern auch nicht so unbedingt unser Ding,
die Situtation lässt uns jedoch nach einer sorgenvollen und schlaflosen Nacht keine andere Wahl.
Um uns herum haben einige Einrichtungen schon aufgeben bzw. müssen pausieren (z.B. auch aus Gründen des Jobverlustes),
wir werden alles tun um das irgendwie zu verhindern.

Die Spenden gehen aktuell massiv zurück (kein Vorwurf. Wenn man nicht weiß, wie es die nächsten Wochen weitergeht,
dann ist das nachvollziehbar). Gleichzeitig müssen hier Versicherungen, Pachtzahlungen, Spritkosten und Saatgut für Blühwiesen, Tierarztkosten und
natürlich das Futter auch weiterhin bezahlt werden.

Wer etwas für den Gnadenhof und die Anlage von artenreichen Blühwiesen spenden kann und möchte (Betterplace verschickt immer am Jahresende
Spendenbescheinigungen):
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck
Und gleichzeitig ist es uns wichtig, etwas zurückzugeben.
Folgendes können wir anbieten:

a) Auf unserem 300 m²-Gemüseacker kann ab ca. Mitte/Ende Mai geernet werden.
Wer darauf Lust hat kann gerne gegen eine Spende ernten und jede Menge Gemüse mit nach Hause nehmen.
Angebaut ohne Pestizide natürlich. 🙂

b) Genagtes Wildbienenhotel (kann aufgrund der Größe leide rnicht verschickt werden, ist aber abholbar :-))

In stundenlanger Heimarbeit werkeln auch unsere Tiere nun mit.
„Wir müssen etwas tun“, sagt Schaf Molly. „Wir müssen jetzt alle irgendetwas beisteuern.“
Schafe und Ziegen nagen Insektennistholz ab, sodass das klassische „Gnadenhof Brödel-NageMuster“ entsteht.
In diese Stämme (dicken Äste) bohren wir Löcher unterschiedlicher Durchmesser, sodass diese als Insektenhotel von Wildbienen bezogen werden können

c) Ihr benötigt Dünger für den Garten?
Einen Mix aus Pferde-, Hühner-, Schafs- und Ziegenmist für Eure Tomaten z.B.?
Da können wir helfen 🙂 Gebt uns Bescheid. Wir stellen Portionen zur Verfügung.

d) Riesensonneblumen und Riesenbambus
Diese säen wir ab nächster Woche (nach der Kälteperiode) in Gewebesäcken aus.
Riesenbambus ist eine der am schnellsten wachsenden Pflanzen der Welt – und speichert innerhalb kurzer Zeit Unmengen an CO2.
Im heimischen Garten, neben einigen XXL-Sonnenblumen, nimmt dieser schnell eine Leuchtturmfunktion ein.
Nachdem Bambus und Sonnenblumen keimen können diese gerne hier abgeholt werden.

Gnadenhof Brödel Melle und Insektenschutzprojekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“
Aufgeben ist nicht!

http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

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Extremsport-Wochenende steht bevor
Geschrieben:

Dieses Wochenende liegt das Blühwiesen-Extrem-Wochenende vor der Brust. 2 weitere hat Karsten gestern angelegt. Blühwiese Nummer 156 und 157 seit Frühjahr 2017. Arbeit im Akkord.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Allgemein
So sieht der Alltag auf nem Gnadenhof aus
Geschrieben:

Danke an Markus Schlie für die heutige Unterstützung bei der Abendfütterung.
Hast Du gut gemacht! 🙂

Wir haben ja ganz ganz oft Anfragen, ob man uns nicht bei den Tieren unterstützen kann.
Leider ist es so, dass viele Menschen vielleicht mit „falschen“ Vorstellungen zu uns kommen (Markus war nicht so :-)).
Die Arbeit mit und Fütterung unserer (mittlerweile über 100) Tiere bedeutet nämlich, dass
auch eine sehr sehr hohe Bereitschaft und Zuverlässigkeit vorhanden sein muss, wenn es mal ungemütlich ist (über 30 Grad oder strömender Regen).
Oder dass es eben auch dazu gehört, große Mengen von nicht immer angenehm riechender Tierhinterlassenschaften
ausgemistet werden müssen (und in den natürliche Kreislauf des Bio-Garten etc. einbringen zu sind).
Ein weiterer „Knachpunkt“ ist, dass wir auch selber die Zeit haben müssen, alles zu begleiten, zu erklären
und zu schauen, ob es korrekt verläuft.
Z.B. dürfen Ziegen, Schafe und Ponys auf garkeinen Fall das Futter erhalten, welches an Hühner, Enten und Gänse geht.
Und auch die Gabe von MEdizin ist immer wieder ein wichtiger Faktor, die sehr präzise ausgeführt werden muss.
Ja, und es gehört ebend auch dazu, dass wir anfänglich Fütterungen begleiten wollen und müssen, weil
einfach sehr viel auf dem Spiel steht (das Leben der Tiere)…

Und dann gehört dazu (und das ist der Schwerpunkt der Arbeit, ohne das ist es nicht möglich): Harte, körperlich sehr harte, Maloche!!
Wasserkanister schleppen! Und wir reden nicht über 30 Kilo oder so…
Wir haben hier mal aufgelistet, was so das Tagegeschäft ist:

http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/unsere-arbeit-im-ehrenamt-wie-sieht-die-eigentlich-aus/

Bitte habt Verständnis, dass wir aufgrund bisheriger (oft nicht ganz glücklicher) Erfahrungen, leider
(oft auch aus Zeitgründen) häufig schon im Vorfeld Absagen erteilen müssen. Das ist NIE böse gemeint sondern eher ein Ausdruck
der Alltagsarbeit im Ehrenamt. Denn der Gnadenhof ist nur EIn Teil, der zeitliche Druck der Artenschutzprojekte kommt logischerweise noch dazu.

Dank Markus sind alle Tiere, tatkräftig unterstützt, nun mit einem vollen Bauch in ihren Unterkünften und freuen sich, glücklich und zufrieden schlafend, auf den nächsten Tag 🙂
Danke!

Gnadenhof Melle
http://gnadenhof-melle.de
Spenden für den Gnadenhof:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

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Guido Maria Kretschmer unterstützt Klima- und Artenschutzaktion im Landkreis Osnabrück
Geschrieben:

Auch wenn die Aktion ‚500 AKA‘ „500 aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück“ aufgrund von Corona verschoben ist
(http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/):
Die Unterstützung auch durch Prominente ist nach wie vor toll 🙂
Neben Udo Lindenberg und Sarah Wiener macht nun auch Guido Maria Kretschmer mit.
Wir sagen „Vielen vielen Dank“ für das schöne Bild 🙂
Sämtliche Bilder werden dann für unsere Klima- und Artenschutzaktionen versteigert. ✌️🙋‍♀️🏃‍♀️🏃‍♂️🙋‍♂️👑🕶

Und wir bleiben in der Zwischenzeit natürlich nicht tatenlos, denn Blühwiesen für die Artenvielfalt dürfen wir trotz des Virus anlegen (das ist aufgrund der benötigten Maschinen
zumeist eine Lonely-Action ;-)).

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen, Klima schützen
http://blumiger-lkos.de
Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

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Die Zivilgesellschaft kämpft gegen das Artensterben
Geschrieben:

Die Zivilgesellschaft wehrt sich gegen das Artensterben und gegen einen Grossteil „Nicht-Handler“ in „der Politik“. Im Akkord geht es weiter.

Zum Glück schränkt Corona die Arbeit für den Artenschutz nicht ein. Und an der frischen Luft, Sport inklusive, ist man auch 🌻🌼🌸💮🐞🦗🕷🕸🐜🐝🌳🍀☘
Blühwiese 154. Noch etwa 16 Stück bis zum Bundesweit ersten Blühwiesenkorridor für Insekten mit geringen Flugradien 🙂 Keine Atempause, Geschichte wird gemacht!
Vom Grossteil der Politik kommt leider wenig. Im Gegenteil, Teile der Politik behindern den Artenschutz sogar und überlegen, das Aktionsprogramm Insektenschutz zu stoppen.
Dann müssen wir (die Zivilgesellschaft) eben das Heft in die Hand nehmen. Nach wie vor gibt es weder auf Bundes- noch auf Landesebene ein (verabschiedetes) Programm gegen das Insektensterben.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck?utm_source=project_widget&utm_medium=project_61252&utm_campaign=widget

Allgemein
Zusammenrücken, damit eff auch den Artiffocken gut geht
Geschrieben:

Papiere bitte! Was zu verzollen?

„Also, iff habe 300 Kilo Möhren dabei“ (Kaninchen Bertram lispelt ein wenig)

Ok, Möhren sind zollfrei, aber denken Sie bitte an die Möhrensteuer an Amerika!

„Häh? Iff lebe doch hier?Amerika?“

Na mann: An das Amt für Möhren, Erbsen, Radieschen, Ingwer, Kohl und Artischocken!

„Aff so, zahl iff gerne! Gerade die Artiffocken follen es ja auch gut haben!“

Wird Zeit dass die Quarantäne vorbei ist und es wärmer wird. Dann denkt man sich nicht mehr so viel Blödsinn aus 😂😁😂

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

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Gott hat leider wenig Zeit
Geschrieben:

Und dank Karsten Wachsmuth eine weitere Blühwiese gegen das Artensterben geschaffen.
Seit Frühjahr 2017 die Nummer 152 im Projekt.
Auf nen Sonntag, am Tage des Herrn, bis in die Abendstunden geschuftet.
Gott so von oben: „Karsten, ist Sonntag, mach mal Pause“.
Karsten: „Geht nicht Chef, das mit der Schöpfung und so…
Da ist nicht mehr viel von über geblieben. Die Krone der Schöpfung hat viel kaputt gemacht.
Da müssen wir ran!!! Jetzt!!!“
Gott: „Ja, aber heute doch nicht. Kuck mal in die Bibel!“
Karsten murmelt grummelig: „Bibel, Bibel!! Mann, wir haben hier ganz andere Sorgen gerade….“
Gott: „Was hast Du gesagt?“
Karsten (nun laut und deutlich): „Wir haben hier ganz andere Sorgen gerade, Chef!“
Gott: „So ich muss los… Das Universum dehnt sich aus. Myriaaaaaaden von Galaxien, verstehst Du? Jede mit Aber-Trillionen von Planeten…..Puh, da ist watt los. Garnicht so einfach den Überblick zu behalten. Ihr Menschen habt alles, was Ihr braucht. Macht was draus!! Eigeninitiative und so!! Schlanker Staat und so“….und husch ist er weg…

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
Spenden für das Projekt:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

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Karamba hat neue Schuhe erhalten
Geschrieben:

Endlich! Die Handverletzung ist soweit abgeheilt, dass es morgen wieder zur Arbeit geht (und dann wohl kurz darauf ins Home-Office).
Karamba hat endlich seine neuen Schuhe bekommen, Betrtram erhält seine Jahresimpfung und wir bereiten uns auf die Wasserknappheit vor (so sie denn kommt).
und: Kneipenzug trotz Corona

Die Handverletzung hat sich zum Glück gebessert. Morgen gehts wieder zur Arbeit. Freitag kommen die Fäden raus. Ein Segen.
Endlich wieder richtig anpacken. Zu tun gibt es genug.
Heute war noch einmal Frau Böhne vor Ort (https://www.tierarztpraxis-boehne.de/). Kuno hat noch einmal ein Schmerzmittel und noch einmal ein Antibiotikum bekommen.
Es geht ihm wieder gut! Richtig gut sogar. Ein Glück, gute Nachrichten in dieser Zeit sind bitter nötig.

Ziege Karamba hat heute seine Schuhe erhalten. Diese muss er nun einige Zeit gegen die Moderhinke tragen.
Frau Böhne hat noch einmal die Klauen desinfiziert und ab ging es auf die Wiese.
„Karamba, Alter“, sag ich. „Wir machen jetzt zur Feier des Tages einen Kneipenzug. Die Tränke mache ich Dir so voll wie Du willst.
Und ich trink ne Flasche Mineralwasser. Das ganz harte Zeugs, mit Kohlensäure“.
Karamba ist begeistert. Angeduselt ziehen wir von Tränke zu Tränke.
„Nochmal das Selbe, Bartender“, ruft Karamba.
Ich fülle das gute frische und klare Regenwasser in die Tränke. „So jung kommen wir nicht mehr zusammen!! Auf einem Bein kann man schlecht stehen!“.
Recht hat er. Ich nehme einen extra Schluck Supersprudel. Gute Laune.
Karamba springt herum wie im Tollhaus und freut sich, sich endlich wieder mit den anderen Ziegen messen zu können.

Ja, und dann haben wir den Freigänger Bertram (den Wildkaninchen-Mix) heute eingefangen (Tanja Bültermann, Karsten Bültermann). Er ist auf Dauer nicht einzusperren. Ungefähr acht oder neun mal hat er es aus dem Alcatraz-Kaninchengehege nach draußen geschafft. Manchmal haben wir Habichte oder Bussarde als Fluchthelfer b
vermutet. Ernsthaft: Zum Teil hatten wir keine Erklärung für den gelungenen Ausbruch. Zuweilen ist er wieder und wieder gegen die Gitterstäbe gerast, dass er sich schwere Verletzungen zugezogen hat. Nun wohnt er in Freiheit. Mal im Garten von Philipp Horstmann und mal auf der Wiese und in den Stallungen bei den Schafen und Ziegen. Wie es unserer Majestät beliebt, denken wir 🙂 Die jährliche Impfung erwartet ihn heute trotzdem.
RHD1 + RHD2 + Myxomatose. Kinder wie die Zeit vergeht. Wieder ein Jahr herum.

Schlussendlich noch auf kommende härtere Zeiten eingestellt. Corona trifft die Gesellschaft brutal.
Uns als Gnadenhof genauso. Und im Sommer wird vermutlich ein weiteres Kapitel der Klimaerwärmung folgen.
Wir bereiten uns darauf vor, dass wir verstärkt Starkregen auffangen. An allen Seiten des Hauses haben wir mittlerweile Regentonnen und 1000-Liter-Fässer abgestellt (danke an Ele Luise Haine :-)),
mit denen wir das Wasser abfangen werden. Bis zu 6000 Liter können wir zwischenspeichern. Das spart Geld und sorgt für frisches Wasser für Tiere und Pflanzen.

Unser Bio-Garten, in welchem wir kostenlos Parzellen zum Bio-Gärtner abgegeben haben, ist voll ausgebucht.
Auch Kindergärten sind dabei. Sehr gut. Auch hier wird gegossen mittels abgefangenem Regenwasser.

Will ja hier keine Endzeitszenarien aufkommen lassen (das wäre auch wiederum nicht angemessen), aber wir alle werden durch Corona den Gürtel enger schnallen müssen.
Da ist etwas Gemüseselbstversorgung nicht der schlechteste Weg.
Und: Wasser wird in den nächsten Jahren ein kostbares Gut (noch deutlich kostbarer als jetzt schon).
Alles, was wir durch den Regen abfangen können, hilft Pflanzen und Tieren und dem Geldbeutel.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Spenden für den Gnadenhof:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

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Schweinchen Speedy ist mittlerweile zahm wie ein Hund
Geschrieben:

Schweinchen Speedy ist mittlerweile so zahm wie ein Hund…
Treu, liebenswert, verspielt, anhänglich, schlau und menschenbezogen. 😍✌️😄🙃🙋‍♀️🐷🐷🐽🐽🤔🤔🤔🤔

Da fragt man sich: Wieso essen wir Menschen Schweine aber keine Hunde?

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
Spenden für den Gnadenhof:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck