Endlich! Die Handverletzung ist soweit abgeheilt, dass es morgen wieder zur Arbeit geht (und dann wohl kurz darauf ins Home-Office).
Karamba hat endlich seine neuen Schuhe bekommen, Betrtram erhält seine Jahresimpfung und wir bereiten uns auf die Wasserknappheit vor (so sie denn kommt).
und: Kneipenzug trotz Corona

Die Handverletzung hat sich zum Glück gebessert. Morgen gehts wieder zur Arbeit. Freitag kommen die Fäden raus. Ein Segen.
Endlich wieder richtig anpacken. Zu tun gibt es genug.
Heute war noch einmal Frau Böhne vor Ort (https://www.tierarztpraxis-boehne.de/). Kuno hat noch einmal ein Schmerzmittel und noch einmal ein Antibiotikum bekommen.
Es geht ihm wieder gut! Richtig gut sogar. Ein Glück, gute Nachrichten in dieser Zeit sind bitter nötig.

Ziege Karamba hat heute seine Schuhe erhalten. Diese muss er nun einige Zeit gegen die Moderhinke tragen.
Frau Böhne hat noch einmal die Klauen desinfiziert und ab ging es auf die Wiese.
„Karamba, Alter“, sag ich. „Wir machen jetzt zur Feier des Tages einen Kneipenzug. Die Tränke mache ich Dir so voll wie Du willst.
Und ich trink ne Flasche Mineralwasser. Das ganz harte Zeugs, mit Kohlensäure“.
Karamba ist begeistert. Angeduselt ziehen wir von Tränke zu Tränke.
„Nochmal das Selbe, Bartender“, ruft Karamba.
Ich fülle das gute frische und klare Regenwasser in die Tränke. „So jung kommen wir nicht mehr zusammen!! Auf einem Bein kann man schlecht stehen!“.
Recht hat er. Ich nehme einen extra Schluck Supersprudel. Gute Laune.
Karamba springt herum wie im Tollhaus und freut sich, sich endlich wieder mit den anderen Ziegen messen zu können.

Ja, und dann haben wir den Freigänger Bertram (den Wildkaninchen-Mix) heute eingefangen (Tanja Bültermann, Karsten Bültermann). Er ist auf Dauer nicht einzusperren. Ungefähr acht oder neun mal hat er es aus dem Alcatraz-Kaninchengehege nach draußen geschafft. Manchmal haben wir Habichte oder Bussarde als Fluchthelfer b
vermutet. Ernsthaft: Zum Teil hatten wir keine Erklärung für den gelungenen Ausbruch. Zuweilen ist er wieder und wieder gegen die Gitterstäbe gerast, dass er sich schwere Verletzungen zugezogen hat. Nun wohnt er in Freiheit. Mal im Garten von Philipp Horstmann und mal auf der Wiese und in den Stallungen bei den Schafen und Ziegen. Wie es unserer Majestät beliebt, denken wir 🙂 Die jährliche Impfung erwartet ihn heute trotzdem.
RHD1 + RHD2 + Myxomatose. Kinder wie die Zeit vergeht. Wieder ein Jahr herum.

Schlussendlich noch auf kommende härtere Zeiten eingestellt. Corona trifft die Gesellschaft brutal.
Uns als Gnadenhof genauso. Und im Sommer wird vermutlich ein weiteres Kapitel der Klimaerwärmung folgen.
Wir bereiten uns darauf vor, dass wir verstärkt Starkregen auffangen. An allen Seiten des Hauses haben wir mittlerweile Regentonnen und 1000-Liter-Fässer abgestellt (danke an Ele Luise Haine :-)),
mit denen wir das Wasser abfangen werden. Bis zu 6000 Liter können wir zwischenspeichern. Das spart Geld und sorgt für frisches Wasser für Tiere und Pflanzen.

Unser Bio-Garten, in welchem wir kostenlos Parzellen zum Bio-Gärtner abgegeben haben, ist voll ausgebucht.
Auch Kindergärten sind dabei. Sehr gut. Auch hier wird gegossen mittels abgefangenem Regenwasser.

Will ja hier keine Endzeitszenarien aufkommen lassen (das wäre auch wiederum nicht angemessen), aber wir alle werden durch Corona den Gürtel enger schnallen müssen.
Da ist etwas Gemüseselbstversorgung nicht der schlechteste Weg.
Und: Wasser wird in den nächsten Jahren ein kostbares Gut (noch deutlich kostbarer als jetzt schon).
Alles, was wir durch den Regen abfangen können, hilft Pflanzen und Tieren und dem Geldbeutel.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Spenden für den Gnadenhof:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

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