Here we are! Heute das vorgezogene Oster-Wunder erlebt.
😀🐑🐏🐑🐏🐑
3 Mutterschafe und ihre Lämmer + ein Schaf, das irgendwie kaum jemand haben wollte, heute auf unseren Gnadenhof gebracht.
Danke an Jutta Zein und Lara Art, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass etliche Lebewesen nicht den fürchterlichen Weg
ins Schlachthaus gehen müssen. Danke an die UnterstützerInnen und Paten/Innen. Ohne Euch wäre die Rettung nicht möglich gewesen 🙂
@An alle Paten/Innen: Das schwarze Lamm ist bereits vergeben. Schreibt ansonsten gerne, für wen Ihr eine Patenschaft übernehmen wollt.
Tja, ein bisschen Unglück im Glück: Der Transportfahrer ist HSV-Fan und musste heute seine Stimme für „das Abendspiel“ trainieren 😉
Die Schafe blökten: „Fahr schneller! Fahr schneller! Das ist ja nicht zum Aushalten (und hielten sich die Ohren zu)…“
Nun ja, und dann: Erst noch sehr schüchtern, große Angst! Fast Panik. Aber drei Schafmütter können mit ihren Lämmern hier bei uns so alt werden, wie sie wollen.
Und das Schaf „Rosa“ (niemand (ausser Lara Art) wollte sie…)…hat hier schon jetzt Kultstatus. Sie ist das etwas ältere weisse Schaf. „Tante Rosa“ heisst sie hier…
und passt auf, dass es allen gut geht. Sie ist 7 Jahre alt und weiss, wo „es lang geht“…
Ein bisschen dauert die Eingewöhnung noch. Heute die Klauen geschnitten, alles einmal gezeigt.
Ganz schrecklich war (beim Klauenschneiden) die Trennung der Mutterschafe von ihren Lämmern.
Ein ohrenbetäubendes Geblöke, dass ich meine eigenen Ohren irgendwo in Gesmold wieder aufsammeln musste. Pure Panik.
Aber ist ja nochmal gut gegangen, puh!
P.S. Wer Lust hat, an Ostern ein Lamm zu verspeisen, dem zeigen wir gerne einmal wie eine Trennung von Mutterschaf und Lamm abläuft.
Anschließend hat sich das mit dem Lammbraten (in der Regel) erledigt…;-) !!
Vielen lieben Dank für den schönen Artikel. Und vielen Dank an alle, die bei der Abstimmaktion des „Wachsenden Kalenders“ für uns abgestimmt haben.😀😀😀🦋🦇
Vielen Dank natürlich insbesondere an die primoza GmbH! https://primoza.de/Wachsende-Kalender/
171 Initiativen haben sich im Rahmen einer Abstimmung für die Förderung beworben.
6 wurden ausgewählt, und wir sind auf Platz 3!!!
Für die Projekte bringen Eure Stimmen 4000 Euro!! Sehr sehr viel Geld!
Hammergut!
Das Geld fliesst in den Gnadenhof Brödel und die Maßnahmen von
„Blumiger Landkreis Osnabrück – Artenvielfalst steigern, Insektensterben stoppen“
sowie in die Aktionen, die angelehnt an „500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück“
umgesetzt werden. Im April lösen wir unser Versprechen ein, und verteilen kostenlos ganz viele Nisthilfen (für Mauersegler, Steinkäuze, Waldkäuze, Sperlinge, Stare,
Kleiber, Spechte, Meisen, Schwalben) und Blühwiesen-Saatgut.
Den Gewinnern geben wir Ende März Bescheid.
Die Klicks, die Ihr bei der Abstimmung für uns abgegeben habt, retten heute Nachmittag einige Leben.
Es ist so einfach: 175 Klicks – und schon kann eine neue Fläche für weitere Tiere und Pflanzen umgestaltet werden 🙂
Heute nun werden die Schafe und Lämmer
abgeholt und werden dann gemütlich grasend auf vielen Flächen hier die Artenvielfalt unterstützen.
Danke!
Heute morgen mit dem ersten Hahnenschrei bei der Firma „Thomas Philipps GmbH & Co. KG“ in Melle/Bakum gewesen. 😀🦇🐌🌼🙂🐸🐝🐛🦋
Auch die Firma möchte sich gerne aktiv und fördernd in das Projekt „500 AKA – 500 Menschen Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück“ einbringen.
Vielen Dank an Uwe Rummel 🙂
Verschiedene Ideen besprochen, Möglichkeiten ausgelotet, auch den Blick auf eine vorhandene Fläche des Unternehmens gerichtet (in der Nähe des Ochsenweges), welche bislang noch relativ artenarmes Grünland ist – Da werden Aufwertungen passieren!
Zudem hat das Unternehmen sogar eine Liste erbeten, welche Maßnahmen und Unterstützungen optimalerweise von Thomas Philipps noch in das 500 AKA-Projekt eingebunden werden können.
Von Mitarbeitern, die einige Stunden bei der Gestaltung helfen bis zu Materialien und Maschinen! Wow! Große Klasse! In einem weiteren Gespräch wird dann in Kürze über ganz konkrete Maßnahmen gesprochen.
Eventuell wird auch hier und dort das Umweltamt der Stadt Melle eingebunden – auch dort gibt es Menschen, mit denen man sehr gut zusammenarbeiten kann.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden rund um das Hochregallager am Ochsenweg innerhalb des Projektes z.B. 2 XXL-Biotope geschaffen (auf jeweils weit über 2000 m²), die gerade einmal 800 m voneinander entfernt sind – Biotopvernetzung par Excellence.
Mit allem Zipp und Zapp (von Feuchtbiotopen über Trockensteinmauern hin zu Streuobstwiesen). Eine dieser Flächen, so ist es in ersten Überlegungen angedacht, wird von dem Unternehmen zur Verfügung gestellt. Und nicht nur viele Insekten und Tierchen aller Art werden sich freuen – Die Biotope werden auch echte Hingucker und für eine Aufwertung des Landschaftsbildes sorgen.
So profitieren alle! Das gibt staunende und glückliche Gesichter von Spaziergängern und Fahrradfahrern und wird zu einer Verbesserung des Öko-Gefüges des Ortes führen.
Manchmal ist es aktuell so, dass man sich als Naturschützer zwicken muss, um zu testen, ob man nicht träumt. War es vor Jahren häufig noch so, dass man in der Überzeungsarbeit noch „dicke Bretter“ bohren musste, so kommen langsam die ersten Unternehmen auf uns zu und fragen: „Wie können wir uns einbringen? Was können wir für die Artenvielfalt und den Klimaschutz in dem Projekt beitragen?“
Große Klasse! Danke!
Die Zusammenarbeit mit Thomas Philipps läuft schon einige Jahre. Eine Streuobstwiese z.B. wurde bereits gemeinsam geschaffen, ebenso eine Blühwiese. Der Gnadenhof wurde schon häufig unterstützt. Gemeinsam verbessern wir die Welt auf lokaler Ebene!
Projekt 500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück
Ab April auch mit eigener Homepage
Die nächsten Biotopaufwertungen im April stehen fest. 😍🐝😃💪🐸🦅🦉🦇
In der Stadt Osnabrück gemeinsam mit VW (danke an Lara Art)
sowie eine Aufwertung gemeinsam mit der Stadt Melle, einem Schäfer und den Kindern des Waldorfkindergartens.
Artenreiche Wildblumenwiesen und noch einige Biotopelemente mehr.
Es geht voran!
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
Und:
500 AKA – 500 Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück
Die „Nach-uns-die-Sintflut-Preise“ für die politischen Entscheidungen mit dem mutmaßlich negativsten Einfluss
auf Artenvielfalt und Klimahaushalt in Stadt und Landkreis Osnabrück stehen seit heute fest.
Hitzige Diskussionen, hier und dort auch etwas Zoff, ordentlich Bewegung an der Basis! Auch intern sind nicht immer alle einer Meinung. Sehr gut! Einige Entscheidungen noch einmal „neu gedacht“
…naja – noch einmal neu entschieden, veränderte Faktenlagen, viel Input, mit ordentlich Vehemenz…Mannomann…Das nennt man „Diskussion mit Zündstoff“. Die Basis bleibt wild!! – sehr schön! Ohne Rücksicht auf Verluste…gut so!
Verraten wird noch nichts…
Verliehen werden die „Zitronen-Auszeichnungen“ in einiger Zeit von „Fridays for Future Osnabrück“
sowie der „gUG Umweltschutz und Lebenshilfe Melle“.
An der Abstimmung für den Publikumspreis waren 85 Nennungen aus der Bevölkerung beteiligt.
Nun wird alles für die Ehrungen vorbereitet.
Das wird vermutlich Diskussionen geben, aber das ist auch sehr gut so.
Sehr sehr gut! Projekte mit der Landwirtschaft! 😊🐌🍏🐝🚜🚜🚜
Als Querprojekte von „Blumiger Landkreis Osnabrück“
oder aber von „500 AKA – 500 Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück“ gibt es neue Verbindungen und erste Ideen für gemeinsame Projekte mit der Landwirtschaft.
Auch verschiedene ParteivertreterInnen aus unterschiedlichen Landkreis-Kommunen haben sich gemeldet und wollen entsprechende Initiativen anschieben.
Klasse!
Absolut genial! Das Artensterben lässt sich (definitiv und zweifelsfrei) nur gemeinsam mit LandwirtInnen in den Griff bekommen.
Zudem wird es auch darum gehen, die positiven Leistungen von Landwirten einmal hervorzuheben (und das ist nicht ganz wenig!).
Landwirtschaft und Artenschutz?
Entgegen der bizarr-falschen und leider landläufigen Meinung in sozialen Netzwerken („Die Landwirte sind schuld!“)
ist die Situation viel komplexer. Es ist keineswegs so einfach, wie es einige Menschen in einer gewissen, sagen wir mal, „geistigen Bequemlichkeit“
gerne darstellen. Neben dem Artensterben haben wir auch ein Höfesterben (siehe Grafik).
Anbei einmal einige kleine Stellungnahmen aus der Literatur (wohlgemerkt von ausgewiesen NaturschützerInnen und
Öko-Freunden):
Busse (2019, S. 151 f.) analysiert völlig richtig „Allein den Landwirten zuzurufen, ändert das mal mit dem Insektensterben, ist (.) zu einfach. (…). Die Art und Weise, wie auf unseren Flächen Landwirtschaft betrieben wird, ob insektenfreundlich oder eben nicht, liegt nicht allein in der Verantwortung der Landwirtinnen und Landwirte. Dafür sind ebenso die Lebensmittelhersteller verantwortlich, der Handel, die Konsumenten und natürlich alle Verantwortlichen aus der Politik (…). Damit dürfte klar sein: So wie es keine einfachen Ursachen für das Verschwinden der Insekten gibt, so gibt es auch keine einzelnen Schuldigen. Sondern eine gemeinsame Verantwortung – und einen großen Druck endlich zu handeln“.
Und weiter schreibt sie: „Solange die Landwirte unter dem Diktat niedriger und schwankender Weltmarktpreise wirtschaften müssen, können sie sich nur schwer daraus befreien“ (ebda, S. 248).
Busse, T. (2019): Das Sterben der anderen. Wie wir die biologische Vielfalt noch retten können.
„Nicht die Bauern, insbesondere nicht die kleinen Familienbetriebe und schon gar nicht die Ökolandwirte, gehören an den Pranger, sondern ein System, das starsinnig am natur- und menschenverachtenden Prinzip des „wachse oder weiche!“ festhält und das Mantra der Alternativlosigkeit einer zutiefst umweltschädlichen Lebensweise predigt“ (Segerer, Rosenkranz 2019, S. 121).
Segerer, A.; Rosenkranz E. (2018): Das große Insektensterben. Was es bedeutet und was wir jetzt tun müssen
„Die verbleibenden Landwirte werden immer weiter in eine Sackgasse getrieben, aus der nur schwer zu entkommen ist. Sie müssen immer mehr Dünger und Spritzmittel einsetzen, um das gegenwärtig herrschende Preisdumping am Lebensmittelmarkt zu überstehen“ (Grassberger 2020, S. 69)
Grassberger, M. (2020): Das leise Sterben. Warum wir eine landwirtschaftliche Revolution brauchen, um eine gesunde Zukunft zu haben.
„Sowohl die unglaubliche Verschwendung als auch die fehlende Wertschätzung von Lebensmitteln („billig“ gefährdet Vielfalt) ist eine Missachtung bäuerlicher Arbeit“ (Segerer, Rosenkranz 2019, S. 167).
Und der große Naturschützer Berthold schreibt (2017, S.107 ff.):
„An dieser Stelle möchte ich noch ein Plädoyer für unsere Landwirte loswerden. Sosehr die heutige Landwirtschaft an erster Stelle für den Artenrückgang verantwortlich ist – es wäre ungerecht, dafür an erster Stelle oder gar allein die Landwirte zu beschuldigen. Landwirte – die wir nicht verwechseln dürfen mit den agrarindustriellen Großbetriebs-„Baronen“ – sind schon fast eine geschrumpfte Randgruppe oder eine Art „niedere Kaste“ in der Bevölkerung geworden, die, von verschiedenen Konzernen geknebelt, möglichst immer billigere Lebensmittel produzieren sollen, damit der große Rest der Gesellschaft so viel Geld wie möglich für „wichtigere“ Dinge als die Ernährung ausgeben kann. Den längst von (…) dem Großteil der Bevölkerung im Stich gelassenen Landwirten bleibt gar nichts anderes übrig, als aus ihren Flächen herauszupressen, was geht, wenn sie in der heutigen gnadenlosen Konsum- und Freizeitgesellschaft überleben wollen. Und selbst so bleiben noch jedes Jahr nach wie vor viele von ihnen auf der Strecke.
Die auf maximale Ausbeute ausgerichtete Raubbau-Landwirtschaft unserer Zeit, die die Artenvielfalt vernichtet, haben somit nicht unsere Landwirte, sondern in erster Linie Staat und Gesellschaft zu verantworten. (…) Solange Lebensmittel für das Gros der Bevölkerung dann am interessantesten sind, wenn man sie irgendwo zu Spottpreisen im Sonderangebot aus dem Regal nehmen kann, solange Bauern fast ohne Freizeit arbeiten und dabei möglichst weder mit ihrem Vieh Lärm und Gestank verbreiten noch mit ihren Maschinen den Straßenverkehr behindern sollten (…) werden unsere Landwirte zwar die Haupttäter beim Artenvernichtungsfeldzug in unseren Feldfluren bleiben, aber eben beileibe nicht die eigentlichen Schuldigen.“
Berthold, Peter (2017): Unsere Vögel. Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können.
„Alles, was Insekten helfen würde – Blühstreifen, Ackerbrachen, Hecken, Verzicht auf Pestizide, standortgerechte und vielfältige Frucht- und Sortenwahl, kostet Ertrag. Deshalb müsste Naturschutz stärker belohnt werden, damit einhergehende Verluste kompensiert werden“ (2020, S. 255).
Settele, J. (2020): Die Triple-Krise: Artensterben, Klimawandel, Pandemien: Warum wir dringend handeln müssen
„In Deutschland hat seit 1990 über die Hälfte der Bauern aufgegeben. Während man im Jahr 2000 in Deutschland 450.000 Höfe zählte, sind es mittlerweile weniger als 266.000“ (Grassberger 2020, S. 68).
Grassberger (2020) nimmt Bezug zu einem „Tabuthema“: „Befeuert durch das derzeitige System, nehmen Burn-out und psychische Erkrankungen bei Landwirten drastisch zu. (…).
Hinzu kommen die steigenden bürokratischen Anforderungen, erheblicher wirtschaftlicher Druck, sinkende Preise und fehlende Wertschätzung. Problematisch in diesem Zusammenhang ist auch der Umstand, dass Landwirte ständig als Täter portraitiert werden, schuldig durch ihre landwirtschaftlichen Praktiken,
schuld durch die Verwendung chemischer Produkte. Schlussendlich sind auch sie in vielerlei Hinsicht Opfer eines perfiden Systems geworden, das sie im Würgegriff hält.“ (S. 72f.)
Auch da müssen wir ran. Als gesamte Gesellschaft!
Der Zeitplan ist Ultra-Straff in diesem Jahr und der Kalender ist „zum Bersten voll“.
Es sind jetzt schon kaum noch Termine frei (gut so!).
Etliche Maßnahmen (zumindest jene, bei denen wir dabei sind) werden dann sicherlich auch auf 2022 ausgelagert.
Bereits jetzt beginnen die Vorbereitungen, um die Projekte auch in 2023 und 2024 gestalten und Materialien finanzieren zu können.
Wenn wir alle mitanpacken – dann gestalten wir unsere Region zum Positiven. Und wir ALLE haben etwas davon!
Blumiger Landkreis Osnabrück Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen http://blumiger-lkos.de
Bildquelle: Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und Bauernhöfe in Deutschland bis 2019 (in 1.000) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36094/umfrage/landwirtschaft—anzahl-der-betriebe-in-deutschland/
Ein trüber, nasser und grauer Tag.
Für zwei Warzenenten vielleicht dennoch einer der schönsten Tage ihres Lebens.
Die beiden kommen aus nicht so guter Haltung. Gestern sind sie hier angereist.
Gerade erst einmal ausgiebig frischen Salat gefuttert, und Körner bis zum Abwinken.
Und ein ausgiebiges Bad in großen Mengen frischen und klaren Wassers genommen.
Das Wasser ist danach braun – war wohl nötig 🙂
Danke an Tanja Bültermann, die die Tiere gebracht hat.
Jetzt sind wir erstmal voll belegt. Vorerst werden keine weiteren Tiere aufgenommen.
Freitag kommen die Schafe.
Große Klasse – auch Bissendorf hat eine weitere schöne Streuobstwiese
Vielen lieben Dank an die netten Menschen, die mitgewirkt haben.
Eine Arbeit, die für eine Einzelperson 5-6 Stunden dauert, in etwa 60 Minuten realisiert.
Es ist immer wieder schön, dass Menschen bereit sind, ihre Freizeit für den Artenschutz zu investieren.
Und auf etwas über 1000 m² wachsen jetzt viele alte Sorten. Kirschen, Birnen, Äpfel, Pflaumen (Maren Mandry, Monika Krenitz).
Wo? Straße „Am Berg“.
Streuobstwiesen gehören zu den „Heiliger-Gral-Biotopen“ .
Bis zu 5000 Arten können hier profitieren. Wieder ein Lichtblick mehr im Landkreis.
Danke!!
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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Die Regierung versagt beim Insektenschutz – Zeit für die Revolution! 🤨🤨🥺🥺
Und: Machen wir es doch wie Georg Nüßlein & Nikolas „Masken-Money“ Löbel – Ist doch eh alles egal!
(Vorsicht Satire – Nicht ganz ernst gemeinter Beitrag mit viel (angemessenem) schwarzen Humor)
Tja, vor ziemlich genau 4 Jahren fing unser 2-Personen-Insektenschutz-Aktionsprogramm an.
Damals noch unter dem Namen „Blumiges Melle“. Viel ist (auf lokaler/regionaler) Ebene hier seitdem passiert.
195 Blühwiesen, ein Blühwiesenkorridor, der NDR war hier, die ARD, viel Presse, naja – und sonst?
Sind wir mal ehrlich. Gesellschaftlich ist einiges passiert. Und politisch, auf Regierungsebene?
Auch im März 2021 gibt es immer noch kein vom Bundestag verabschiedetes Insektenschutzgesetz.
Jämmerlich, ein Armutszeugnis!!
Und gleichzeitig: Auf „die Regierung“ zu schimpfen wäre genauso falsch wie über „die PolitikerInnen“,
oder „die AstronautInnen“, die „HandwerkerInnen“ oder die „FloristInnen“ zu schimpfen.
Natürlich lässt sich nicht und nie „alles über einen Kamm scheren“.
Es ist, und das ist nunmal der Preis, auch ein Problem der Langsamkeit einer Demokratiie. Unterschiedliche Interessen,
langsam mahlenden Mühlen, zähe Verhandlungen – tja…das Artensterben rast seit Jahrzehnten voran, die Demokratie
hinkt hoffnungslos hinterher (in diesem Falle, ganz konkret, bedingt durch den Widerstand des BMEL).
………..
Zum Glück bin ich Präsident eines eigenen Staates, der Rebhuhnblik Ökotopia.
Eine astreine Autokratie, die sich gewaschen hat. Das macht vieles einfacher.
Heute dort im Volkseigenen Staatsforst (kurz: VeStaFo) diverse Bäume geplanzt.
In meinem Volkseigentums-Wald wachsen jetzt Hunderte Setzlinge von insgesamt 26 Arten. Ich bin stolz!
Und erstmal alle Einwohner herbei zitiert. Ein Rebhuhn (vertritt mich in allen Staatsfragen), ein Fasan,
ein Feldhase (ernsthaft! Heute dort einen
gesehen und mich gefreut wie Bolle!), einige Tagfalter, ein Silberreiher.
„Liebe Mitbewohner!“, brülle ich.
„Ihr habt hier die Freiheit das zu tun, was ich will!“
Kopfschütteln, verhaltener Beifall…
„Und heute ist es an der Zeit für eine zünftige Militärparade!“
Lautes Stöhnen…“Nicht schon wieeeeeeder“, höre ich das Rebhuhn murmeln.
„Watt denn?“, brülle ich. „Watt is denn gegen eine Militärparade einzuwenden?“
„Nur schwache Systeme haben das nötig!“, antwortet ein Tagpfauenaue.
„Papperlapapp! Im Handbuch der Autokraten steht, dass ein Staat das braucht! Als Zeichen an die Welt!
Also los! Und die Hymne singen!“
Missmutig ziehen Rebhuhn, Fasan und Silberreiher eine Kirschkern-Fletsche über den Acker und singen
schräg und und etwas blöd unseren Song: „Ökotopia, Du mein Staat! Und wir alle werden sehn – Du wirst niemals untergehn….“
Ich bin zufrieden. Der Welt zeigen, was wir haben. Wer frech wird, der bekommt den militärischen
Erstschlag zu spüren. Kirschkerne aus allen Rohren! Ich weiß hier die Einwohner auf meiner Seite.
Ein Insektenschutzgesetz, das haben wir binnen 10 Minuten gestrickt!
Wie kann die Bundesregierung dafür 4 Jahre brauchen – und immer noch kein Abschluss?!
Meine Einwohner sind glücklich! Das lernt man als erstes im Autokratie-Seminar.
Und ich betone: „Aber ich liebe doch alle Menschen!“ (der fast-Autokrat Erich Mielke), und jederzeit erkenne ich:
„Das Volk liebt mich“ (Imelda Marcos, Philippinen. Die Dame, die 3000 Paar Schuhe besaß, während das Volk hungerte).
In Ökotopia lebe ich in der Wandlitz-Siedlung. Meine Nachbarn (in der Nebenrepublik)
sind Erich und Margot. Margot wundert sich häufig über die langen Schlangen vor den Einkaufsläden.
„Ich verstehe das auch nicht!“, sage ich. „Südfrüchte, Westfernsehen, wieso stehen die an? Worauf warten die?“
Verständnisloses Kopfschütteln auch bei Erich…
Meinen Einwohner erkläre ich, dass es hier kein Mehrparteiensystem gibt. Frenetischer Beifall.
Macht auch mehr Sinn – die unterschiedlichen Wahlmöglichkeiten verwirren nur. Entscheidungen einfach halten!
DAS ! bringt voran!
Und wieso wählen? Da gibt es Wichtigeres.
Unserer neue SOWJET (StreuObstWiese-Jetzt)-Wiese z.B.! Seit heute 40 Obstbäume, alte Sorten!
Ich werde bald einen Koch aus Japan entführen lassen und frage bei Kim Il-sung (Teil 3) nach, wie man das am Besten macht.
Politische Gegner (das Rebhun schaut mich manchmal so komisch an) werden vermutlich den Krokodilen zum Fraß vorgeworfen
(Jean-Bédel Bokassa, Zentralafrika). Konterrevolutionen bringen uns nicht weiter!
Ich mache mir Sorgen um meine Gesundheit oder unliebsame Opponenten.
Meine Securitate veranlasse ich, bei Besuchen alles komplett keimfrei zu gestalten (Nicolae Ceaușescu),
ich möchte da kein Risiko eingehen. Der alte Nicolae, der Vorzeigediktator, wusste schon in den 80ern, wie man sich gegen Pandemien wappnet.
JA, und irgendwie muss ich ja auch an mein persönliches Auskommen denken.
Da greife ich auch bewährte Muster einer bekannten Demokratie zurück.
Verzweifelt versuche ich per Handy Nikolas „Masken-Money“ Löbel zu erreichen. Er geht nicht ran.
In einer Demokratie das Bundestagsmandat zu missbrauchen, für den eigenen Vorteil, inmitten der größten Krise seit
dem 2. Weltkrieg! Klasse! Genial! Und dann auch noch das Mandat bis zum August behalten zu wollen – mit allen Bezügen (?). Wow, ganz großes Kino!
Da kann ich was von lernen! Auch Max Streibl hilft mir gerne weiter. „Freunde zu haben, ist das eine Schande bei uns in Ökotopia?“
Und nicht zu vergessen das alte Stahlgewitter Manfred Kanther – ich besorge mir hilfreiche Tipps wie ich Gelder nach Lichtenstein
transferieren kann.
Der Silberreiher – das merke ich deutlich – stellt zuweilen kritische Fragen. Ich glaube, er hat was gemerkt…
In meiner Autokratie sehe ich das eigentlich nicht so gerne!
Ich halte also eine Pressekonferenz ab (mit freundlichen Grüßen an Uwe Barschel):
„…gebe ich Ihnen, gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Ökotopia
und der gesamten Ökotopia-Öffentlichkeit mein Ehrenwort – ich wiederhole: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!
– dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind!“
Um für gute Laune zu sorgen, halte ich eine weitere Militärparade ab. Eine Autokratie, die was auf sich hält,
muss sich zünftig abgrenzen!
Ich bin nicht ganz sicher, aber ich meine der Wind hätte höhnische
Wortfetzen wie „Fahne hoch“, und ….“Reihen fest geschlossen“ an mein Ohr geweht. Da verstehe selbst ich keinen Spaß! Was zu viel ist, ist zu viel!
Umgehend lasse ich alle Teilnehmer verhaften!
Das wäre ja noch schöner! Die Ironie missverstehend entscheide ich: Solche Elemente haben hier nichts zu suchen!
Ja, das wäre ja fast so, als ob jemand mit einer Vergangenheit wie Kurt Georg Kiesinger z.B. Bundeskanzler wäre und „mir nichts, dir nichts“ Gesetze zur Verjährung von NS-Kriegsverbrechen
einführen würde. In einer Demokratie undenkbar!
Im Ernst: Eine Demokratrie ist das höchste Gut! Mit allen Fehlern und mit allem Nutzen!
Nikolas „Masken-Money“ Löbel & Co. hin oder her…
Trotzdem wäre es irgendwie schön, wenn mal endlich ein Insektenschutz-Gesetz durch den Bundestag verabschiedet würde.
Bis dem (irgendwann) so ist gilt einmal mehr: SELBER und MACHEN (in diesem Falle auf Naturschutzebene) können auch helfen…
Die Situation ist nicht zwingend Vertrauen fördernd, aber das ist dann eben so.
Wer ein besseres System kennt, gerne melden…
Die müden, klappringen Knochen aufgerappelt und die nächste Blühwiesenaufwertung vorgenommen. 🙃🦔🌻🌞🐾🐝🐛🦋🐌
Vielen vielen Dank an das Unternehmen Bunny Tierernährung GmbH in Melle-Riemsloh.
Hier heute auf etwa 2500 m² eine XXL-Blühwiese angelegt.
Dafür das „graue Gold“ genommen, die sog. „Osnabrücker Mischung“ (konzipiert für den Landkreis
Osnabrück von der Hochschule OS). Regiozertifiziert und unglaublich hochwertig. Über 40 Arten!
Die Bunny Tierernährung GmbH hat sich bereit erklärt, die Pflege zu übernehmen. Spitze!
Definitiv wird hier ein hochwertiges Biotop für die Artenvielfalt entstehen.
Gefräst, gesät, gewalzt. Viele bedrohte Insektenarten werden sich freuen.
Danke!
Die Hauptsaison geht jetzt los. Sorry, wenn Emails oder Nachrichten erst mit Verspätung bearbeitet werden (mehrere Tage).
Der übliche Wahnsinn 😉
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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