Töterötäto — da ist sie! Die Jubiläumsblühwiese Nummer 200! 🐝😄🙂🐌🐜🐸🐤
Seit Frühjahr 2017 mit vielen vielen Menschen damit irgendwas bei 420.000 m² Blühfläche geschaffen,
mit einer Mindestanzahl von 40 Arten. Fast in allen Fällen mehrjährige Wiesen, die nicht umgebrochen werden – oftmals für viele Jahre.
So können sich hier Insektenbestände stabilisieren.
Der sehr nette Herr heute bei der Blühwiesenerstellung in Dissen (ein ehemaliger Landwirt) hat die Fläche mit einem Trecker
perfekt vorbereitet. Etwa 2000 m². Zunächst noch bei strahlendem Sonnenschein, später dann bei Schneeregen
gemeinsam geackert (im wahrsten Sinne des Wortes).
Sehr beeindruckend fand ich: Der nette Mensch war sich nicht zu schade, die 2000m² mit der hier vorhandenen 80cm-Walze zu bearbeiten.
So lernt man jeden Quadratmeter persönlich kennen 🙂
„Watt mutt, dat mutt“! So siehts aus! Im Zeitalter des allgegenwärtigen planetaren Abstiegskampfes sind Kampfgeist
und Handlungsmentalität gefordert. Selbst als der Schnee horizontal von vorne wehte ging es weiter.
Mich beeindruckt solche Handlungsbereitschaft immer sehr!
Standort: Dissen, Versmolder Straße/Frankfurter Straße
Mischungen: Blühende Landschaft Nord (regional angelehnt), 40 Arten – für ca. 1000 m²
Schmetterlings- und Wildbienensaum (regiozertifiziert), ca. 90 Arten – für ca. 1000 m²
Die Gesamt-Blühwiesenkarte ist hier einsehbar: http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=898915&mlon=6837216&zoom=11
Ausgesät wurde ein kleines Vermögen im Wert von knapp 200 Euro.
Jeder Cent jedoch ist es „Tausendfach“ wert. Insbesondere der Schmetterlings- und Wildbienensaum enthält Arten für Insekten-„Spezialisten“.
Der „Natternkopf“ ist hier enthalten.
Die Natternkopf-Mauerbiene ist auf diese Pflanze angewiesen. Stirbt die Pflanze aus, so verschwindet auch die Wildbienenart.
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/
Ehre, wem Ehre gebührt. Wer die Arbeit leistet und Stunden investiert, der bekommt den Applaus. 🙂👏👏🐛🦋🐌🐞 Danke an Margit Spreckelmeyer von der SPD Georgsmarienhütte
und den Landwirt Matthias Suttmeyer. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, positive Arbeit herauszustellen
und die Menschen dahinter auch hervorzuheben.
Im Rahmen eines 500 AKA-Side-Projektes wird es hier,
dank der Initiative der Beiden, ein tolles Unterfangen geben, bei dem Naturschutz und Landwirtschaft gleichermaßen profitieren
und es nur Gewinner geben wird.
Und wer weiß: Vielleicht ist es an der Zeit eine Vision zu manifestieren, die beinhaltet, dass Landwirte nicht mehr
„die Prügelknaben der Nation“ sind sondern (bereits jetzt vielfach gerechtfertigten) Beifall und Anerkennung erhalten.
Und vielleicht geht es sogar noch weiter: Vielleicht kann der Beitrag von Landwirten für die Artenvielfalt sogar
(irgendwann einmal) zu einer zweiten Einnahmequelle werden, einem zweiten Standbein, getragen und angemessen honoriert durch
die Gesellschaft.
Worum geht es?
Frau Spreckelmeyer und Herr Suttmeyer haben sich vor einiger Zeit hier gemeldet und gefragt, ob nicht ein gemeinsames Projekt
möglich wäre, bei dem alle Beteiligten voneinander lernen können.
Konkret: Hervorgehoben werden zum Einen zahlreiche Beiträge, welche die Landwirte bereits jetzt für die Artenvielfalt leisten (siehe z.B. bei Gabriele Mörixmann). Zum Anderen geht es darum, gemeinsam Arbeiten zu optimieren. Denn zu Verbessern gibt es immer etwas: Bei Naturschützern, bei Konsumenten, bei Landwirten. Überall.
Viele Landwirte legen bereits jetzt auf ihrem Grund und Boden (z.B.) Blühwiesen und Blühstreifen an.
Zuweilen jedoch ist (schon auch aus finanziellen Gründen) das Saatgut relativ artenarm, eher für Generalisten unter den Insekten
ausgerichtet und nicht immer an die regionalen Begebenheiten angepasst. Die Blühstreifen sind häufig nicht von langer Dauer,
da diese letztlich einen Einnahmeverlust für Landwirte bedeuten (Nachvollziehbar. Wer in dem harten Wettbewerb sinkender und instabiler
Preise bestehen möchte, der ist gezwungen, möglichst alles aus seinen Ressourcen herauszuholen). Das bedeutet,
dass die Blühstreifen oftmals nach einem Jahr wieder umgebrochen werden. Etwa 75% aller Wildbienen jedoch nisten im Boden.
In dem Projekt nun wird das sehr artenreiche Saatgut aus Projektmitteln bezahlt (da können schon mal weit über 1000 Euro Kosten pro Hektar [wohlgemerkt: Nur für Saatgut!] anfallen).
Mit professionellen Methoden wird der Boden von den Landwirten umgepflügt und die Wiese gepflegt.
Da können auch wir als Naturschutzgruppe noch sehr sehr viel über Bodenbearbeitung und Wiesenpflege lernen. Und auch und genau das
ist wichtig! Denn landwirtschaftliches Know-How ist durchaus auch als Kulturgut anzusehen.
Die Landwirte werden für ihre Arbeiten bezahlt. Diese erhalten 10% mehr, als sie bei einem Maisanbau erwirtschaften würden.
Zudem werden Pflegemaßnahmen entlohnt.
Das ist ganz massiv wichtig: Wenn wir alle (als Gesellschaft) uns nicht auch finanziell einbringen, dann haben weder Artenschutz noch Landwirtschaft eine Chance.
Unerträglich ist ein zuweilen auf einer hoffungslos verkürzten Logik basierendes „Landwirtschafts-Bashing“ („Die Landwirte sind schuld am Artensterben! Jetzt aber schnell zu Lidl
und einen Apfel für 20 Cent kaufen.“). „Geiz ist geil“ ist an dieser Stelle der völlig falsche Weg. „Geiz ist geil“ ist mitverantworlich
für gravierende Probleme, die sich nun in vielfältiger Hinsicht bemerkbar machen.
Durch unsere 2 Medienbegleiter wird zudem dokumentiert, welcher Nutzen durch das Engagement der Landwirte und die Blühwiesen entsteht.
Damit auch gezielt BürgerInnen, Firmen etc. in den Naturschutz eingebunden werden, wird es möglich sein, Patenschaften
für artenreiche Blühwiesen abzuschließen.
Wer würde nicht gerne z.B. zur Geburt eines Kindes, zu Ostern, zu Weihnachten… 500 m² artenreiche, regionale Wildblumenwiese verschenken? Zum Wohle aller. 🦋🐌🐞🐛🐝
Es ist sowas von an der Zeit ein Umdenken zu fördern.
Und der große Naturschützer Berthold schreibt (2017, S.107 ff.):
„An dieser Stelle möchte ich noch ein Plädoyer für unsere Landwirte loswerden.
Sosehr die heutige Landwirtschaft an erster Stelle für den Artenrückgang verantwortlich ist – es wäre ungerecht, dafür an erster Stelle oder gar allein die Landwirte zu beschuldigen. Landwirte –
die wir nicht verwechseln dürfen mit den agrarindustriellen Großbetriebs-„Baronen“ – sind schon fast eine geschrumpfte Randgruppe oder eine Art „niedere Kaste“ in der Bevölkerung geworden, die, von verschiedenen Konzernen geknebelt, möglichst immer billigere Lebensmittel produzieren sollen, damit der große Rest
der Gesellschaft so viel Geld wie möglich für „wichtigere“ Dinge als die Ernährung ausgeben kann. Den längst von (…) dem Großteil der Bevölkerung im Stich gelassenen Landwirten bleibt
gar nichts anderes übrig, als aus ihren Flächen herauszupressen, was geht, wenn sie in der heutigen gnadenlosen Konsum- und Freizeitgesellschaft überleben wollen. Und selbst so bleiben noch jedes Jahr nach wie vor viele von ihnen auf der Strecke.
Die auf maximale Ausbeute ausgerichtete Raubbau-Landwirtschaft unserer Zeit, die die Artenvielfalt vernichtet, haben somit nicht unsere Landwirte, sondern in erster Linie Staat und Gesellschaft zu verantworten. (…) Solange Lebensmittel für das Gros der Bevölkerung dann am interessantesten sind, wenn man sie irgendwo zu Spottpreisen im Sonderangebot aus dem Regal nehmen kann, solange Bauern fast ohne Freizeit arbeiten und dabei möglichst weder mit ihrem Vieh Lärm
und Gestank verbreiten noch mit ihren Maschinen den Straßenverkehr behindern sollten (…) werden unsere Landwirte zwar die Haupttäter beim Artenvernichtungsfeldzug in unseren Feldfluren bleiben, aber eben beileibe nicht die eigentlichen Schuldigen.“
„Die verbleibenden Landwirte werden immer weiter in eine Sackgasse getrieben, aus der nur schwer zu entkommen ist. Sie müssen immer mehr Dünger und Spritzmittel einsetzen, um das gegenwärtig herrschende Preisdumping am Lebensmittelmarkt zu überstehen“ (Grassberger 2020, S. 69).
Und in einem Standardwerk des Insektenschutzes wird treffend formuliert: „Sowohl die unglaubliche Verschwendung als auch die fehlende Wertschätzung von Lebensmitteln („billig“ gefährdet Vielfalt) ist eine Missachtung bäuerlicher Arbeit (Segerer, Rosenkranz 2019, S. 167).
Quellen:
Berthold, Peter (2017): Unsere Vögel. Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können.
Grassberger, M. (2020): Das leise Sterben. Warum wir eine landwirtschaftliche Revolution brauchen, um eine gesunde Zukunft zu haben.
Segerer, A.; Rosenkranz E. (2018): Das große Insektensterben. Was es bedeutet und was wir jetzt tun müssen
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz
Vielen herzlichen Dank für den schönen Artikel. Auch Ostercappeln gehört zu den Hot-Spots des 500 AKA-Projektes. Ergänzend zu den 9500 m² auf der Venner Mühleninsel wird das Unternehmen „Häcker Küchen GmbH & Co. KG“ insgesamt 15.000 m² Blühwiese basierend auf regionalem Saatgut anlegen. Allein knapp 7000 m² werden durch die sog. „Osnabrücker Mischung“ geschaffen. So langsam erreichen wir alle gemeinsam Dimensionen, die mehr als nur „Heftpflaster“ und „Hustensaft“ sind. 🙂
Mann Mann Mann Mann! Wird das jetzt noch mal was?!!
3 pickobello Storchenkörbe haben die ehrenwerten Herrschaften hier zur Auswahl.
In knapp 10 Meter Höhe, mit Körben, konzipiert von der Storchenstation Osnabrück.
Aber die feinen Herrschaften sind sich wohl zu fein dafür.
„Mimimimimi, hier zieht es zu sehr! Mimimimimi, im Vorgarten wächst Unkraut…Mimimimimi…
die Anflugschneise weist nicht kalkulierbare Luftverwirbelungen auf!“
Ständig fliegen sie von Korb zu Korb, fühlen sich scheinbar ein bisschen wie Tom Cruise in „Top-Gun“,
klappern dämlich mit ihren verblödeten Angeberschnäbeln
und halten sich scheinbar für die Allergrößten.
„Watt für D-Prominente!!!“, hab ich ihnen heute gesagt. Meinen wohl, weil sie eine Flügelspannweite von 2 Metern hähtten,
könnten sie sich alles erlauben!“
Ich habe sie „Käpitän Blablabla“ und „Frau Smörebröd“ getauft.
„Wenn Ihre Durchlauchten denn bereit wären, sich endlich einmal langfristig niederzulassen, selbstverständlich nur, wenn es Ihnen
nichts ausmacht. Ich könnte mir vorstellen, Ihnen auch jeden Morgen eine heisse Tasse Bio-Kaffee ans Bett zu bringen!!
Und etwas energischer: „Ansonsten wird das hier nämlich ruckizucki für Krähen oder Tauben reserviert!! Haben wir uns verstanden, Sprtsfreunde?!!
Ist doch hier kein Stundenhotel, Mann!“
Die beiden Majestäten schauen etwas konsterniert. Wir sprechen scheinbar nicht dieselbe Sprache…
Alle Tiere in Osterstimmung
Und: Ziege „Black Mamba“ hat hier die Herzen im Sturm erobert. Heute Honigbehandlung ihrer Wunden.
Unsere Meerschweinchen und Kaninchen sind gut gelaunt. Ist ja Ostern, also gibt es heute für alle Tiere Leckereien,
die es sonst so im Alltag nicht gibt.
Die Kaninchen und Meerschweinchenstation lassen wir auslaufen (wir kommen mittlerweile aus Zeitgründen doch zu dem Punkt,
an dem wir Teilprojekte beenden müssen). Aber selbstverständlich können alle aktuellen Bewohner hier so lange leben, bis sie
„alt und grau“ sind. Kaninchen „Sid“ lebt noch im Innenraum, bekommt bald seine Impfung und geht dann gemeinsam mit den Meerschweinchen
ins Aussengehege.
Und Ziege „Black Mamba“ ist ein absoluter Kracher. Sie ist selbst für eine Zwergziege sehr klein, deutlich kleiner
als alle anderen. Und scheinbar haben sich Ziege „Lucky“ und sie ineinander verkuckt. Sie weichen sich (wie man auf einem der
Bilder sieht) kaum voneinander. Insbesondere für den Ziegenherr ist das sehr schön, er stand sonst oft ein wenig abseits der Truppe.
Mamba ist rotzerotzerotzefrech (sie lässt sich immer etwas einfallen, um die anderen Tiere zu ärgern), irgendwie etwas schlauer als alle Anderen und sieht mit ihrem struppigen
Fell schon etwas schräg aus. Es geht einem ja schon irgendwie „das Herz auf“, wenn man das zerstrubbelte
„Etwas“ sieht, wie es sich hier behauptet.
Ihre Hautkrankheit ist schon derbe heftig. Nächste Woche geht es zur Tierärztin (Ziegenflüsterin Frau Böhne).
Vielen Dank für die zahlreichen Tipps zur Honigbehandlung (z.B. an Holger Kluss ), diese Therapie war hier noch nicht bekannt 🙂
Gestern noch in den Bioladen geflitzt und zwei große Gläser geholt.
Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.
Start des Projektes 500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück 🦹🌺🐌🦋🐛🐸🐸🐸🐸🐸🐸🐸🐸
Und: Blühwiese Nummer 199
Heute das 500 AKA-Projekt gestartet. Coronaconform in ganz kleinem Rahmen. Mit 5 Personen mehrere Stunden geackert – das war „Knochenmaloche“.
Am Heroldweg in Melle/Westerhausen zwei Grundstücke (übrigens Baugrundstücke!) zu einer langfristigen artenreichen Blühwiese umgewandelt. Aus dem Schnittgut zudem eine schöne Stengelhecke gebaut – könnte eventuell vom Zaunkönig oder Rotkehlchen angenommen werden.
Das Areal ist sehr nährstoffreich – da es in der Vergangenheit von vielen Personen scheinbar als Ablageplatz für Grünschnitt genutzt wurde. Aus diesem Grunde dominierte hier bislang die Brennnessel. Einige Brennnessel-Ecken werden bewusst beibehalten (sehr wichtig für viele Schmetterlingsraupen).
Leider hat es heute unsere Fräse „Chumbawamba“ erwischt. Auf dem Areal wurde auch jede Menge Müll entsorgt. Unter anderem Draht etc. Das hat „Chumbawamba“ derbe zugespielt, Öl läuft aus der Zündkerzenöffnung, wenig vorteilhaft. Da ging nichts mehr heute.
Nächste Woche kommt sie in die Werkstatt.
Mit Fräse „Mad Max“ ging es dann weiter. Ausgesät wurden die Mischungen „Blühende Landschaft Nord“ und „Feldblumenmischung“ (von der Firma Rieger-Hofmann). Wie auf der Karte zu sehen ist: Die Blühwiesenverdichtung im Ort steigt und steigt.
Seit März 2017 damit im Landkreis geschaffen: 199 Blühwiesen.
Zu 500 AKA gehört es auch, nach getaner Arbeit nett beisammen zu sitzen. Bei ausschließlich tierleidfreier Bio-Nahrung.
Das hat auch mit den CO2-Äquivalenzwerten von Nahrungsmitteln zu tun. Um ein Kilogramm Butter herzustellen, müssen laut dem Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung bei konventioneller Tierhaltung bis zu 24 Kilogramm CO2-Äquivalente ausgestoßen werden.
Als Vergleich dazu (auch lecker): 1 Kilogramm Bio-Margarine: Ca. 1,3 Kilogramm CO2
Anders formuliert: Butter ist das mit Abstand klimaschädlichste Lebensmittel überhaupt. Bier gab es auch. Und das hat auch in Bio-Qualität schöne 4,7 Umdrehungen 😉
Interessant wird: Direkt neben der Blühwiese verläuft der Flöthebach. Zahlreiche Amphibien werden hier auf der Fläche wertvolle Eiweiß-Insekten-finden.
Im Vorfeld wurden die Anrainer wegen einer möglichen Schafbeweidung der Fläche angeschrieben. Es gab von 2 Anrainern ein paar Bedenken. Deswegen wird dort kein statischer Schafzaun errichtet sondern im Sommer mittels mobiler Steckhorden eine Teilbeweidung durchgeführt (als Testprogramm).
Wenn es dann Probleme geben sollte, dann können wir die Schafe schnell wieder abziehen. Wollen da keinen Ärger provozieren – es soll allen gut gehen 🙂
Gestern Abend erreichte uns ein Notfallanruf. Eine kleine Ziege müsse dringend vermittelt werden.
Der Hintergrund (das passiert sehr häufig): Eine ältere Dame könnte sich aus gesundheitlichen Gründen
leider nicht länger kümmern.
Aus einer Truppe von 4 Ziegen konnten drei bereits vermittelt werden, die vierte Ziege (siehe Bild: Sie heisst: „Black Mamba“)
jedoch wollte Niemand, weil sie eine schlimme Hautkrankheit hat (allerdings nicht ansteckend).
Bei den Besichtigungen der Tiere wurde abgewunken, Black Mamba blieb über…
Gerade wurde sie in die Truppe integriert (das hat gut geklappt) und wird nächste Woche unserer Tierärztin vorgestellt.
Es wurde zwar wohl schon viel versucht, um die Hautkrankheit zu heilen, bislang jedoch ohne Erfolg.
Das wird schon 🙂
Black Mamba ist sehr neugierig, etwa 5 Jahre alt, schnell unterwegs und ziemlich zahm.
Sie machte gerade den Eindruck, als können sie auch schonmal rotzfrech werden und lässt sich von den anderen Ziegen „nicht die Butter vom Brot nehmen“ 😉
Sehr interessant: Vor knapp 2 Wochen kam der ältere Ziegenherr „Lucky“ zu uns – und ist bislang in der Truppe eher noch am Rand.
Black Mamba und er suchten gerade auffällig oft den Kontakt.
Wer eine Patenschaft eingehen möchte: Gerne melden.
Paten bestimmen den monatlichen Spendenbeitrag selber und können „Ihr“ Tier jederzeit besuchen.
Ab und an gibt es kleine Geschenke für alle Paten (im April
steht die nächste Versendung an).
Trixie hat ihr Nest scheinbar fertig erstellt – sieht sehr gemütlich aus 🙂 🙂🥰🎼🐤
Allerdings: Wo ist sie?
Seit 3 Tagen meldet der Sensor keinen Einflug.
Sie schläft dort nachts nicht mehr (anders als in den Nächten zuvor) und schaut auch am Tage nicht vorbei.
Hoffentlich wurde sie kein Greifvogel- oder Katzenopfer….
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/
Endlich!! Denkt sich das kleine Huhn „Hermine“ 🦹🙂🎼🎹 Und: Die Schweine kämpfen um die Meinungsvorherrschaft zwischen Vegan, Strategie, Tierschutz und „JedEr soll es für sich selbst entscheiden“
Das kleine Huhn „Hermine“ aus der Massentierhaltung ist eine unglaubliche Kämpferin. Zunächst die Massenhaltung überlebt, dann eine Krankheit – und schlussendlich noch einen Angriff ihrer Artgenossen.
Nach 10 Tagen in Einzelquarantäne strotzt Hermine nur so vor Kraft. Heute nun ist sie in eine neue Truppe gekommen (Geflügelpest-Sicher eingestallt). Gemeinsam mit Hahn Fred, SUPERHuhn Harriet und weiteren Artgenossen (das schneeweisse Huhn auf einem der Bilder stammt gleichfalls aus der Massenhaltung und ist 2018 hier gelandet). Hermine ist noch etwas ängstlich, aber ihre neuen Begleiter sind schon etwas älter und gemächlicher, keine Gefahr. Und ihre Federn wachsen – herrlich.
Gemeinsam mit den Schweinis heute zusammengesessen. Natürlich durfte Schwein Speedy nicht fehlen.
„Na, Alder! Hast Du die Ware dabei?“
Ich weiß nicht, ob sie glaubt ich wäre ein professioneller Dope-Händler, aber ihre „Ware“ (einen Apfel und eine Banane) habe ich natürlich dabei.
„Alder! Gut. Wie war der Kurs? Dürfen wir bleiben? Hab gehört, Du hast Dich in den sozialen Netzwerken nicht genügend empört über Kastenstände und Sauenfixierung?“
Ich verdrehe die Augen…“Weiß nicht. Was soll ich dazu denn groß sagen? Das die Welt ein Massivproblem hat ist doch klar, oder? Noch mehr Empörung als Empörung geht nicht. Und Empörung wird auch schnell langweilig. Zumindest wenn es immer wieder die selben Reflexe sind.“
SUPERHuhn Harriet, kompromisslose Hardcore-Veganerin grätscht dazwischen: „Du MUSST Dich MAXIMAL empören! „Soll jeder für sich selbst entscheiden!“, Hast Du ne Macke?“
Hahn Fred grinst.
„Laber mich nicht voll!“, antworte ich. „Dass viele Tierhaltungsformen grausam sind steht ausser Frage. Jede Tierhaltung, welche die Tiere als „Produkt“ sieht hat eine Grausamkeit. Kein Lebewesen möchte existieren, um im Schlachthof zu landen. „Lebewesen als Objekt“ ist immer grausam. Und soll man jetzt alle Bekämpfen, die Tiere essen oder produzieren? Wie soll das gehen? Ich entscheide für mich – und nur und ausschließlch für mich. Für „ANDERE“ können nur die jeweils „ANDEREN“ entscheiden. Auch wenn ich der Meinung bin, dass einige deutlich härte Gesetze unbedingt hilfreich und notwendig wären.“
Harriet: „Klar positionieren! GO VEGAN! Nur VEGAN rettet die Welt! Die einzigen konsequenten Tierschützer sind VEGANER. Und bei bestimmten Bildern ist eine Empörung zwingend und ein Muss! Wer nicht VEGAN ist, darf keine Tiere retten!“
Schwein Speedy zuckt mit seinem linken Ohr und äussert: „Jede Verbesserung ist gut! Egal in welchem Bereich: Jede Verbesserung ist gut! Jede Verbesserung verdient Applaus!“
Ich erwidere: „Es ist eine Frage der Strategie! Wenn ich alle Menschen anschreie mit „GO VEGAN“ und nur diese Meinung zulasse – Was passiert dann mit meinem Gesprächspartner?“
Harriet klatscht eine Fliege an die Wand, die gerade im Wald ein Stück Aas angeknabbert hat. „So, das miese Schwein frisst kein Fleisch mehr! Mit Fleischessern möchte ich meine Atemluft nicht teilen! Nur VEGAN hat ein Existenzrecht! Es ist unmöglich sich hier nicht klar zu positionieren“
Ich: „Meine Güte! Ich habe doch nichts gegen VEGAN. Ich rede aber auch mit Menschen, die Fleisch essen.“
Schwein Speedy zuckt mit seinem rechten Ohr und äussert: „Jede Verbesserung ist gut! Egal in welchem Bereich: Jede Verbesserung ist gut! Jede Verbesserung verdient Applaus!“
Ich: „Bei der Verpflegung der Teilnehmer unserer Aktivitäten achten wir darauf, dass die Ernährung vegan ist. Und die Gnadenhof-Paten/innen bekommen nahezu ausschließlich vegane Dankeschön-Produkte. Der Begriff „vegan“ ist jedoch für eine veränderungsorientierte Politik ziemlich „verbrannt“ – auch wenn viele Menschen auf dieses Wort schwören. Wir nehmen lieber das Wort „tierleidfrei“ – bei „vegan“ gehen bei vielen Menschen sofort die Scheuklappen runter. Die ereichen wir dann nicht mehr. Und offen gesagt hat das seine Gründe. Wenn ich ständig und immer wieder schreie: „Go vegan!“ und dann Menschen beschimpfe, was passiert dann wohl?“
Schwein Dodi kuckt um die Ecke und grunzt: „Alder, Du bist doch selber garnicht vegan!“
Ich nicke. „Stimmt, wird aber besser. Nur noch wenig Käse. Und jetzt starten wir mal durch in den Diskurs!“
Dodi: „Häh?“
Harriet: „Dodi, Du fetter Fleischklops! Fleisch ist die Ursache allen Übels – Du Fleischtonne!! Go Vegan!“ Dodi schaut etwas irritiert…
Ich: „Vegan ist super! Vegetarisch ist auch super! Und Fleisch-Esser können auch super Sachen machen (auch wenn es mir PERSÖNLICH und SUBJEKTIV lieber wäre, es würde kein Fleisch mehr verspeist)!“
Schwein Speedy zuckt mit seinem rechten Beinchen und äussert: „Jede Verbesserung ist gut! Egal in welchem Bereich: Jede Verbesserung ist gut! Jede Verbesserung verdient Applaus!“
Hahn Fred: „Rettung von Tieren durch Ernährung ist super! Doch was ist mit Lebewesen, die garnicht von Massenhaltung abhängig sind? Was ist mit Wildtieren? Was ist mit Insekten?“
Harriet:“ Wird das jetzt hier WhatAboutismus oder was? Armselig! GO VEGAN!“
[WhatAboutismus: Eine Person wie z.B. Greta Thunberg leistet z.B. erstklassige Arbeit gegen die Klimaerwärmung. Hat sie jedoch eine Plastikflasche in der Hand, dann wird geschrien: „What about Plastikflasche!! Nicht korrekt! Also ist die ganze „Idee“ schlecht!“ Schwachsinn, oder? Das ist (verkürzt) WhatAboutismus]
Ich: „Blödsinn! Es geht darum zu sehen, dass positive Verbesserungen auf vielen Ebenen geschehen! Vegane Ernährung ist und bleibt toll! Aber wir brauchen viel viel mehr!“
Hahn Fred: „Wir brauchen viel mehr Naturschutz! Tiere verrecken elendig, weil sie verhungern! Mangels Nahrung! Da müssen wir AUCH ran! UNd INSBESONDERE DA müssen wir ran! Tiere verlieren Lebensräume aufgrund der Klimaerwärmung und krepieren! Menschen sterben aufgrund des Weltwirtschaftssystems, da müssen wir ran! Der ganze Planet brennt! In so ziemlich allen Bereichen!“
Harriet (etwas leiser): „Go VEGAN! Nur das zählt!“
Schwein Speedy: Definitv KEIN WhatAboutismus! Und ich möchte ergänzen: „Jede Verbesserung ist gut! Egal in welchem Bereich: Jede Verbesserung ist gut! Jede Verbesserung verdient Applaus!“
Harriet: „Wieso Weltwirtschaftssystem? Häh? Naturschutz? Ich esse doch keine Insekten – Häh? Mein Hund frisst auch kein „richtiges“ Fleisch, eher so Abfallprodukte? Also die stammen doch granicht von „richtigen“ Schweinen oder Hühnern? Oder! Häh!!!..das geht doch!“
Fred: „Katzen sind ein großes Problem mittlerweile. Die Vogelvielfalt wird massiv durch Katzen reduziert!“
Ich: „MEINE Katze frisst KEINE Vögel. Hat sie NIE gemacht!“ (Was nicht sein darf, das nicht sein kann (völlige Schnappatmung!)).
Vor einigen Jahren meldete sich die Journalistin Katharina Schwirkus mit einem Artikel zum Thema „Klimakiller Haustier“ zu Wort. Unabhängig davon, dass wir (hier) selbstverständlich unsere zwei Katzen und zwei Hunde niemals deswegen abgeben würden, hat sie (aus einer wissenschaftlichen Persepektive) völlig Recht! Carnivore Haustiere sind (in der Regel) Klimakiller! Genau wie wir Menschen auch! In Klammern und subjektiver Ergänzung: „Also MEIN Hund ist doch kein KLIMAKILLER“. Und in den sozialen Netzwerken: „Der Mensch ist VIEL schlimmer! VIEL schlimmer! Also mein Haustier doch nicht! NeNeNe, diese Kritik lasse ich nicht zu! Also ERSTMAL MUSS der Mensch lernen,und dann…“
Oh…ok, Sorry! Danke für die Stellungnahme. Lieber nicht zu komplex werden lassen…das könnte hier ausarten…das kann nicht gewollt sein [???].
Und ergänzend also auch (zuweilen) die Frage: „Woher kommen eigentlich fleischbasierte Ernährungsprodukte für Katzen und Hunde?“
…mal vorweggenommen: „Also MEINE Katzen und Hunde, DIE…..und so weiter“.
Und the next Step for Verbesserung of Life:
Geht es nicht bei einer Verbesserung der Welt um das „große Ganze“? Bei manch Einem: Nicht ganz so beliebt wie Haustiere… Migranten!
„Also, unser Boot ist voll!“, „Wir können nicht alle retten!“, „Der Planet ist begrenzt! Das ist nun mal so!“ Ist ja auch nun mal so… Die Frage ist: Wie weit denken wir unser aller Empörung von Anfang an bis zum Ende? Wo ist der subjektive „Stopp“? Mitten im Mittelmeer? Wie weit geht die Ursachensuche und Ursachen(Symptom)(Be)handlung? Haben nicht in den letzten Jahrzehnten die Politik der WTO (Welthandelsgesellschaft), des IWF (Internationaler Währungsfonds) und die Weltbank dafür gesorgt, dass strukturelle Ungleichheiten auf der Welt gefördert werden. Durch Programme wie GATT, TRIPS & Co? Sind nicht sogar die strukturellen Ungleichheiten sogar ein Problem, was zu einer massiven Tierausbeutung führt?
Das soll nun aber wirklich jeder selbst entscheiden, nicht wahr? Ist doch so! Oder?
Und Empörung ist weniger von Bildern abhängig, sondern eher von Entscheidungen…“Bilder“ sind „einfach“ (trotzdem ist es ja nicht „falsch“ sich drüber aufzuregen). Sinnvoller jedoch wäre es (zumindest manchmal), sich über die Entscheidungen zu erregen, die zu den Bildern führen. Nur Vorsicht: Das kann dazu führen, dass man viele viele Texte lesen muss. Vielleicht sogar sehr lange Texte. Es geht nicht um „Whataboutismus“, es geht um das „Große Ganze“!
Das soll nun aber wirklich jeder selbst entscheiden, nicht wahr? Ist doch so! Oder?
Und Empörung ist weniger von Bildern abhängig, sondern eher von Entscheidungen…“Bilder“ sind „einfach“ (trotzdem ist es ja nicht „falsch“ sich drüber aufzuregen). Sinnvoller jedoch wäre es (zumindest manchmal), sich über die Entscheidungen zu erregen, die zu den Bildern führen. Nur Vorsicht: Das kann dazu führen, dass man viele viele Texte lesen muss. Vielleicht sogar sehr lange Texte. Es geht nicht um „Whataboutismus“, es geht um das „Große Ganze“!
Schwein Speedy äussert: „Ich persönlich kenne NIEMANDEN, der/die da nicht noch besser werden kann! Und dennoch möchte ich sagen: Also MEINE…(was-weiss-ich)…der/die ist jedenfalls NICHT für die Misere verantwortlich..und so weiter und so weiter…“
Aber das muss natürlich jedEr für sich selbst entscheiden!
Bevor es ins Büro geht:
Die morgendliche Fütterrunde bei Storchengeklapper!
Was für ein Privileg 🙂
Auch wenn das Füttern und Wasser schleppen manchmal ganz schön auf die Knochen geht:
Es gibt Privilegien im Leben, die sind mit Geld nicht zu bezahlen. Augenblicke wie diese heute früh: Es gibt kaum etwas Schöneres 🙂
Drei Störche sind es, die hier zwischen den drei Körben hin und herpendeln.
Mal sind sie einige Stunden weg, dann ist hier wieder Wohnungsbesichtigung.
Naja, ein Nest bauen sie zwar nicht, ist aber trotzdem ein grossartiger Augenblick.
Wir verwenden Cookies, um unsere Website und unseren Service zu optimieren.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.