Mann Mann Mann, was für eine schäbige Nacht. 🥱🥱🥱
Alle 2 Stunden raus, das Mutterschaf abmelken, damit das Lamm „Else“ ihr Kollostrum bekommt. Völlig gerädert.
Der kleine Zwerg ist viel zu klein und kann nicht eigenständig trinken.
Immerhin: Gestern konnte er kaum aufstehen, heute früh stakst er schon etwas wackelig im Schutzraum herum.
Und große Freude heute Nacht um 2.00. Der erste Haufen. Hätte nie gedacht, dass man sich über Schafsmist so freuen kann 😉
Die Schafsmutti kümmert sich rührend um ihr Lamm, aber wenn es nicht eigenständig trinkt, kann sie auch nichts machen.
Wird schon: Häufig ist es so, dass die Lämmer dann nach einigen Tagen Starthilfe selber anfangen zu trinken.
Jetzt haben wir aktuell 2 von den Flaschenlämmern. Ziege „Mini“ ist mittlerweile so frech, dass sie die Hunde durch die Wohnung jagt und versucht die Zimmerpflanzen aufzuessen.
Komplettes Irrenhaus hier.
Gnadenhof Brödel erweitert seine Beweidungsflächen – noch mehr Platz für die Artenvielfalt 😃🦋🐝
In diesem Jahr werden wir unsere Beweidungsprojekte ausdehnen, sodass nun etwa 50.000 m² schonend für die biologische Vielfalt
beweidet werden. Allen Flächen ist immanent, dass dort auch gezielt angelegte Blühwiesen vorhanden sind, sodass die Schafe und Ziegen das Saatgut an Fell, Wolle und Klauen weiter tragen können.
Neu ist eine Fläche in Bissendorf (Grenzgebiet zu Melle-Westerhausen, etwa 1000 m²). Vielen vielen Dank dafür an Anni Niekamp.
Hier wird in den nächsten 2-3 Wochen zunächst gezielt eine Blühwiese angelegt und später im Jahr dann schonend beweidet.
Neu ist auch eine etwa 5000 m² Beweidungsfläche in Melle/Westerhausen (Eisenbahnstraße).
Zwei Blühwiesen wurden hier bereits geschaffen. Etwa ab Juli-August (ca.) ist eine Beweidung geplant.
Fortpflanzung von Ziege Moritz, das Thema hat sich nun erledigt 🫥
Heute ging es mit Ziege Moritz zur Tierärztin um festzustellen, ob er noch zeugungsfähig ist.
Eines der Bilder zeigt ihn Anfang Dezember, als er nach seiner Kastration duselig zu uns kam und ob seines Gewichtes in einer
Schubkarre befördert werden musste.
Er hat es tatsächlich geschafft 10 Schiegen-Lämmer (Kreuzung zwischen Schaf und Ziege) mit 9 verschiedenen Schafen zu zeugen.
Heute früh kamen noch der kleine „Rainbow“ (kunterbuntes Färbung) und die kleine „Else“ (eine Handvoll Fell,
sie kämpft ums Überleben (zu schwach um selber zu trinken) und wird, mal wieder (seufz), mit der Flasche groß gezogen) zur Welt.
Im Auto auf dem Weg zur Tierärztin schimpfe ich wie ein Rohrspatz.
„Mann Moritz, Junge! Hast Du ne Macke??? 10 Lämmer! Wer soll dafür aufkommen, wer kümmert sich jetzt um die Kastration der Jungböcke? Ausserdem war klar kommuniziert, dass wir den Gnadenhof auslaufen lassen!! Bist Du eigentlich komplett blöd, mann??!“
Moritz grinst bis zu den Ohren: „Na das mit dem Auslaufen des Gnadenhofes wird ja nun wohl noch mindestens 15 Jahre dauern. Ausserdem: Wir Schafe und Ziegen sind wichtig für eine Artenvielfalt! Kaut Ihr das Gras
ab? Schafft Ihr Offenstellen im Boden, in welche sich Wildbienen zurückziehen können?
Tragt Ihr das Saatgut der Wildpflanzen weiter?“ Und dann danz stolz: „Das machen wir!“
Ich so (kopfschüttelnd): „10 Kinder mit 9 verschiedenen Frauen. Asozial ist das!!! Bewirb Dich doch bei ner RTL2-Trash-Talk-Serie!“
Und mache dann mit Zeige- und Mittelfinger die Bewegung einer Schere nach.
Moritz kümmert das nicht. „Ich hab mein Erbgut in die Welt getragen, is mir egal“…und lacht dann ein meckerndes Ziegenlachen, das sich gewaschen hat.
Auf dem Rückweg singt er aus voller Kehle einen alten Song von „Sister Sledge“:
„We are family! I got 10 children with me! We are family! Get up everybody and sing!“
Ich verdrehe die Augen. Shit happens! Is manchmal so.
Und andererseits: Jedes neue Leben ist schön (nur müssen es denn so viele sein?).
Und jede Menge Blödsinn machen sie, die lütten Dinger, besser als Fernsehen.
Naja, kriegen wir schon durch, und werden sie als Motor für die Artenvielfalt nutzen.
So können sie alt und grau werden und sorgen zusätzlich dafür, dass einige Schmetterlinge mehr durch die Landschaft fliegen. Et kütt wie et kütt.
Der Erfolg von Blühwiesen ist ein Misterium. Man weiss NIE, wie sich sich entwickeln.
Eine Wildblumenwiese an der Bad Essener Straße wollte bislang (auch im zweiten Jahr) nicht so recht.
Trotzdem schön: Im Meisenkasten piept es „bis unters Dach“ (eine Wildvogelhecke, eine Streuobstwiese, eine Trockenmauer und ein Feuchtbiotop
wurden hier angelegt).
Völlig irre jedoch (!): Selbes Saatgut, selbe Technik, selber Tag, ähnliche Lichtverhältnisse…
Eine Wiese in 700 Meter Entfernung ist ein Volltreffer, diese jedoch war es nicht (lediglich in Kleinbereichen hat es geblüht).
Also nun 2 Jahre ausgemagert (oftmals ist das der Grund für ein „Scheitern“, auch in diesem Jahr blühte noch sehr
sehr viel Löwenzahn, ein Nährstoffanzeiger, oftmals die Ursache (also die Nährstoffe) für eine Nichtentwicklung von Wildblumenwiesen).
Ergo: Abgemäht, abgetragen (bestimmt 800 Kilogramm Biomasse), gefräst und neu eingesät.
3 verschiedene Blühmischungen.
Wird schon! Bislang haben wir 241 Wildblumenwiesen im Landkreis angelegt.
Etwa 10 wurden komplett garnichts (mal ein Überschwemmungsgebiet, mal der Boden zu sauer, mal zu stark verdichtet, meistens viel zu nährstoffreich).
Eine weitere „Fehlentwicklung“ in einem Siedlungsgebiet von Melle wird demnächst angegangen.
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
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Unser Storchenkorb in Melle Föckinghausen/Westerhausen: 2 Eier liegen drin 😀😀😀😀
Heute einmal ganz vorsichtig in den Storchenkorb der „Modern-Talking-Störche“ „Brother Louie“ und „Chery Chery Lady“ gelinst (mit einer 10-Meter langen Stabkamera, Marke „Eigenbau“).
Ein kleines bisschen erschrocken hat sich der Storch schon, also schnell wieder weg… 2 Eier liegen im Nest. Jeden Tag kann es soweit sein. Vielleicht schlüpfen bald ein kleiner „Dieter“, ein „Thomas“ oder eine kleine „Naddel“.
Ganz wichtig: Um Störche in einer Landschaft zu halten bedarf es viele viele Feuchtbiotope (Stillgewässer) und insbesondere für die Aufzucht der Jungen: Insekten. Weiter geht es also: Auch dieses Jahr legen wir noch einiges an.
Auf den Blühwiesen und auch in den Vogelnistkästen ist „die Hölle los“, soviel Vielfalt gab es hier noch nie 🙂
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Das Wachstum der Miyawaki-Wälder ist atemberaubend. 😳😃😃 😳 😳Hier in Beispiel aus dem Meller Stadtteil Oldendorf.
Einige der Setzlinge, die im November noch hüfthoch waren, sind jetzt personenhoch (und noch höher).
Jetzt verstehe ich auch die Aussage, dass Miyawakis bis zu 2 Meter im Jahr wachsen.
Unglaublich, schneller als die Klimaerwärmung! 🙂
Eine Sache jedoch hat nicht so gut geklappt. Es wird empfohlen die Bodenschicht der Tiny forest-Wälder so dicht mit Stroh abzudecken,
dass ausser der Setzlinge nichts wächst (die Sonneneinstrahlung nur zu den Wildgehölzen und Baumsetzlingen durchdringt, und eben nicht zu den „Bodenpflanzen“). Hier wurde eine Schichtdicke von 20 cm gewählt, die sich als zu gering erwiesen hat.
Wird also noch einmal eine Zusatzschicht von 30 cm aufgedeckt.
Eike Krystosek, wie sind die Erfahrungen bei Euch? Wächst es?
Freue mich schon auf den nächsten Miyawaki in Neuenkirchen.
Auf einer Vergleichsfläche 5 Meter neben dem Miyawaki-Wald (keine Nährstoffanreicherung, keine Anreicherung mit Kompostwürmern,
keine Strohabdeckung, nur 1 Setzling pro m²): Das Wachstum bislang: Vielleicht 5-10 cm…
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Ende Mai/Anfang Juni ist traditionell die Zeit der „Ernte“. 😍🙂😍
Eine Ernte visueller Eindrücke. Die ganze Maloche der letzten 12 Monaten hat sich gelohnt, und wie es sich gelohnt hat 🙂
Und die Modern Talking-Störche „Brother Louie“ und „Chery Chery Lady“ erwarten täglich ihren Nachwuchs. Wir werden berichten.
Doch seht selbst. Glückliche Tiere und pure Vielfalt auf den Blühwiesen (manchmal reibe ich mit verwundert die Augen ob der Vielfalt, die sich offenbart).
Z.B. Inkarnatklee, Wiesen-Bocksbart (bis letzte Woche wusste ich
nicht, dass er es ist (danke an Antje Habeck ), eine ganze Kolonie hat sich hier auf einer Wiese in diesem Jahr angesiedelt, bestimmt 90-100 Exemplare),
Mohn, Margeriten, Kornblumen, Rote Lichtnelke, Sternmieren, Acker-Witwenblumen und und und…
Auf den Streuobstwiesen entwickeln sich die Obstbäume prächtig. Auf den Klimaschutzflächen schiessen die Setzlinge in die Höhe.
Insekten überall. Geht doch!
Und die Tiere lieben die Wärme. Fröhliche Hühner, Enten, Gäsen, Ponys und mehr.
Ach ja: Und endlich schiesst auch unser YouTube-Kanal in die Höhe. Dauert nicht mehr lange, dann verdienen wir (vielleicht) ein bisschen Geld damit.
Abonniert gerne unseren Kanal (das würde sehr helfen): https://www.youtube.com/c/GnadenhofBrödel
Die kleine Ziegen-Schiege „Mini“ geht (für unsere Verhältnisse) viral:
In diesem Jahr wurden wieder einige Stillgewässer zur Förderung der Artenvielfalt und zur Unterstützung einer Klimaresilienz geschaffen bzw. gepflegt.
Auch bei neu angelegten Gewässern findet sich schnell viel Leben ein.
Schaut gerne einmal hier rein. Alle Aufnahmen stammen von selbst geschaffenen Teichbiotopen (mit Ausnahme des Verlandungsbiotopes
am Schürenort, das im Sommer auch mal „trocken fällt“, in diesem Fall ist das gewollt. Auf den Schürenort-Aufnahmen: Ein Marder),
Fuchs und Wiesel an der Eisenbahnstraße, Kaninchen, Elstern,
Kanadagänse, ein Storch (am Wulberg), badende Wildvögel (z.B. am Kreimerhof in Oldendorf), Fasane, eine kleine Maus in der Nacht, alles was da kreucht und fleucht.
Stillgewässer werden in Hitzesommern zu ganz wichtigen Wasserquellen.
Wir brauchen dringend mehr davon. Ganz viele Pflanzen profitieren zudem von solchen Refugien.
Und Insekten können aus dem nassen Lehm Feuchtigkeit aufnehmen. Verschiedene Schwalbenarten bauen damit zudem ihre Nester.
Vermutlich im Spätsommer beginnt der Bau weiterer Feuchtbiotope.
Die Klimaerwärmung können wir „in Schach“ halten, wenn wir ganz vehement handeln!! Je mehr desto besser.
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Ufftata, das nächste Stillgewässer ist so gut wie fertig. 😍🥰🐳💦
Melle/Westerhausen (Eisenbahnstraße) heute nahezu abgeschlossen. Gebuddelt, geschippt, gebuddelt, geschippt, gebuddelt, geschippt.
Die Besiedelung geht so dermaßen schnell: Die ersten Frösche sind schon da, Die Wilkameras (Film kommt morgen) haben hier schon Besuche von Fuchs, Wiesel, Kaninchen, Enten, Wacholderdrossel, Fasan und und und und aufgenommen.
Die Zahl der angelegten bzw. betreuten (z.B. Verlandungsbiotop am Schürenort) Feuchtbiotope steigt damit auf 7. Hier einige Fotos davon….
Und die Schwertlilien in den Stillgewässern blühen, herrlich 🙂
Nachdem wir alle gemeinsam auf ganzer Linie versagt haben (anders kann es leider nicht ausgedrückt werden),
die Klimaerwärmung zu stoppen geht es jetzt nur noch darum,
Strukturen zu schaffen, die eine Linderung der Erwärmung versprechen.
Feuchtbiotope sind ein Teil davon. Sie begünstigen das Mikroklima in ihrer Umgebung, kühlen und sorgen für überlebenswichtiges Wasser für viele Arten. Natürlich müssen „kürzlich“ angelegte Stillgewässer für einige Jahre betreut werden, damit sie einen stabilen Zustand erreichen (z.B. nicht „kippen“).
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Morgendlicher Waldspaziergang mit Schiegenlamm „Mini“ 😃😆🙃😍
Bevor der Tag beginnt ein kleiner Spaziergang mit den Hunden und Schiegenlamm „Mini“.
Sie ist (bedingt durch eine Fehlkastration einer Ziege) eine Kreuzung zwischen Schaf und Ziege, passiert selten, aber passiert.
Ihr Vater ist eine „Thüringer Waldziege“. Vermutlich fühlt sie sich deswegen so wohl im Wald 🙂
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