In Ordnung, die Nachricht wurde verstanden. Ab heute Nachmittag (zuvor noch diverse Termine) wird gehandelt.
Heute früh lag ein Brief der Stadt Melle in der Post, dass es eine Beschwerde wegen des Gekrähes von Hähnen an einem unserer Standorte (Am Wulberg) gibt.
In der Tat muss zugestanden werden, dass das Gekrähe nicht so ganz leise ist.
Zwar vielleicht nicht unbedingt Boeing-Pressslufthammer-Düsenjägermässig, aber
doch nicht unerheblich. 7 Hähne und diverse Hühner werden noch heute Abend auf andere Flächen, zu anderen Tierschützer*innen etc. umgesiedelt, damit es dort wieder ruhig zugeht.
War vielleicht des Landlebens doch ein bisschen zu viel (Sorry dafür!).
Allerdings mit der Bitte um Berücksichtigung: Im Radius von 400 Metern um den Wulberg-Standort gibt es noch 4 weitere Parteien, die Hühner und Hähne halten (soll keine Relativierung sein, lediglich eine Anmerkung).
Die Auslichtung der Wiesen beginnt. 🌻🌷🌹🥀🦔🐝🐛🦋
Zuvor jede Menge Klauen geschnitten und Ohrmarken gesetzt.
Jetzt geht es los. Die Blühwiesen, die in den letzten Jahren angelegt wurden, werden jetzt so langsam beweidet.
Die Flächen, die dieses Jahr neu geschaffen wurden, brauchen sicherlich noch noch 4-6 Wochen.
Schafe, Ziegen und Ponys sind happy. Eine neue, frische Fläche.
Für die biologische Vielfalt ist die Stoßbeweidung ein Segen. Der Tierdung ist hilfreich für viele Insekten.
Nach Abfrass (die Ziegen verursachen viele Offenstellen im Boden, die gut sind für etliche Wildbienen)
wird sich hier in der 2. Jahreshälfte eine neue Blühwiese entwickeln.
Und eine kleine Ente ist heute geschlüpft.
Nachdem der Nachwuchs unter den Ziegen doch etwas „too much“ war haben wir beim Geflügel ordentlich aufgepasst,
dass wir die Gelege finden. Die kleine Ente „Smöre“ durfte jedoch zumindest ein Ei ausbrüten.
„Fritzi“ ist heute geschlüpft.
Es sieht gut aus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sie es schaffen.
Heute erneut bei der Tierarztpraxis Böhne gewesen.
Schafi hat noch einmal einige Spritzen bekommen. Und das Ergebnis der Blutanalyse ist da.
Machmal haben Tiere trotz Mineralschale, Mineralstein und Salzstein einen Mangel an Mineralstoffen.
Schafi fehlt etwas Magnesium. Das kriegen wir hin.
Und anhand der Blutwerte kann man sehen, wie der Körper gekämpft hat. Wie ein Löwe!
Sie ist mittlerweile wieder pupsfidel (äussert das auch gerne akustisch), hat einen Bärenhunger und gibt ordentlich mit ihrer schicken Frisur an.
Am Wochenende kommt der Schafscherer. 90% unserer Schafe haben geäussert, sie hätten gerne einen Schnitt wie Schafi. Anfragen von Schafscherern aus Mailand, Paris und London kommen rein. Auch in Tokio und New York werden die Modedesigner hellhörig.
Die „Vogue“ hat sich gemeldet (Titelbild) (sie haben gesagt, Heidi Klum müsste halt warten und würde erstmal auf „Stapel B“ verlegt. Worauf Heidi dann Schafi beleidigt
aus ihrer Sendung „Deutschland sucht das Superschaf“ geworfen hat).
Schafi juckt das nicht.
Schafi ist bescheiden, möchte lieber ihre Ruhe haben und in Ruhe ihr Extra-Müsli futtern. Das hat sie sich heute auch verdient gehabt.
Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de
Spenden für Schafi:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck
Einige Pachtflächen von uns weisen mittlerweile sehr viele Arten von klassischen Magerwiesen auf. 😊😇🙂🙃👑👑👑👑👑🕶🕶🕶
Z.B. direkt beim Hotel/Restaurant Hubertus/Wiesehahn (etwa 4000 m²).
Hat auch ein halbes Jahrzehnt gedauert, bis das endlich geklappt hat.
Jetzt kann hier als Lohn der Arbeit eine einzigartige Vielfalt betrachtet werden.
Insgesamt (bislang) in Melle auf 3 Flächen und etwa 10.000 m², die diesen floristischen Status nach einer gefühlten Ewigkeit erreicht haben.
Immer wieder konkurrenzschache, niedrigwüchsige Arten.
Z.B. die Heide-Nelke [sieht sagenhaft aus, pure Magie!!] (steht in Deutschland unter Naturschutz),
das Weiße Labkraut, verschiedene Ausprägungen der Schafgarbe.
Und große Bestände des Johanniskrautes entwickeln sich.
Wie auch immer die da hingekommen sind: Am Rand einer Fläche wachsen jedes Jahr einige wenige Exemplare des Fingerhutes.
Umgeben sind die Flächen von diversen Obstbäumen, die jedes Jahr ein Stück größer werden.
Biotope brauchen Zeit. Biotope fordern Arbeit. Aber nach einigen Jahren öffnet sich eine Tür zu einer Märchenwiese
voller Wunder 🙂 Zuweilen hat es schon etwas mysthisches, wenn sich neben einem große Bestände bedrohter Arten entwickeln. Stolz? Nicht nur ein bisschen stolz! Mega stolz! ☺️☺️👑👑👑👑👑
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/
Eigentlich nehmen wir ja seit geraumer Zeit keine Tiere mehr auf.
In diesem Falle jedoch werden uns Anni Niekamp und Solvej bei unserer Arbeit unterstützen, und wir sie in ihrem Vorhaben 🙂
Anders formuliert: Wir machen jetzt einiges gemeinsam 😊🐣🐥🐣🐥🐔🐔
Somit sind auch ihre Hühner und einige drollige Hähne hier eingezogen und freuen sich auf einige Tausend m² Auslauf, mit Staubbädern in der Sonne,
Trinkschalen, viel Futter, vielen Insekten die vorbeifliegen und einer Hühnvervilla neben der anderen.
Das Federvieh harmoniert hier sehr gut. Insbesondere Gänse und Warzenenten verprügeln den Fuchs, wenn er denn mal vorbeischaut,
und machen ihm klar, dass das hier nicht der richtige Ort für ihn ist.
Und diverse Obstbäume auf der Jahr für Jahr größer werdenden Streuobstwiese sind ein hilfreicher Schutz gegen „Angriffe aus der Luft“.
Auch der Miyawaki-Wald und die Zone südeuropäischer Bäume wächst und gedeiht.
Hier (an diesem Ort) kann die Klimaerwärmung kommen. Wir sind vorbereitet.
Das Brauch-Trinkwasser der Tiere (Regenwasser vom Dach, gespeichert in IBC-Containern) wird zur Wässerung der Obstbäume genutzt.
So entstehen Kreisläufe mit einem Nutzen für alle.
Zwischenzeitlich haben sich 5 Personen gleichzeitig um Schafi gekümmert.
Sie wurde noch einmal mit einem Rasierer behandelt und alle Fliegennester entfernt.
Zudem hat sie Spritzen gegen Ekto- und Endoparasiten bekommen. Ausserdem einen Entzündungshemmer
und ein Schmerzmittel.
Auch äusserlich wurden alle betroffenen Stellen intensiv behandelt.
Blut wurde abgenommen und wird auf einen Mangel untersucht.
Schafi hat großes Glück gehabt. Ihre Chancen auf Heilung sind gut. Übermorgen steht die nächste Behandlung an.
Zurück auf dem Gnadenhof großes Gelächter der anderen Schafe: „Whahahahah! Wie siehst Du denn aus???? Whahahahah?“
Insbesondere Schafe Lotti bekam ein Lachen nicht mehr aus dem Gesicht (siehe Foto)…
Schafi ganz cool: „1. Das trägt man heute so! 2. Wer von Euch hat denn heute Sondermüsli bekommen, Hähhh? Mit Zusatzpröppis?“
Neidische Blicke der anderen Schafe. Am Abend gab es dann doch noch einmal eine Extraration für alle 🙂
Am Wochenende kommt der Schafscherer..
Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de
Spenden für Schafi:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruec
Text von Gabi Mörixmann:
Am 19.06.22 nehmen wir von 10-18 Uhr am Tag des offenen Hofes, Eppendorfer Weg 2 in Hilter/Hankenberge teil. Auf euch wartet ein umfangreiches Rahmenprogramm aus Fachwissen, Umweltschutz, Unterhaltung, Kulinarik und Kinderbelustigung.
Strohburg, Glücksrad, Bauernzöpfe flechten, Puppenspielerin Jana Raabe, sowie Tiere und Trecker werden viele Kinder begeistern können. Außerdem werden wir an diesem Tag als Mitmachaktion mit den Hankenberger Jägern und der Hehemann Tischlerei Nistkästen und mit Kai Behncke, unterstützt durch die Tierschutzstiftung Wolfgang Bösche, eine Trockensteinmauer bauen. Mit politischen Vertretern der Naturschutzstiftung vom Landkreis Osnabrück werden wir mit Euch Blühtöpfchen zum Mitnehmen aussäen.
Neben dem Hofleben werden wir gemeinsam mit Brand Qualitätsfleisch, Viehhandlung H.Dieker, Manfred J. Scheffler Tierwohl.TV Kompetenzcenter Nord Vertrieb, Fachverband Biogas e.V., Mirjam Lechner von Stall Aktiv und dem Landvolk Osnabrück Einblicke in landwirtschaftliche Themen geben.
glücksatt, Kalieber, Weinhof Brinkmann – Der Niedersachsenwein und Genusskunst Carina Kemna werden Euch kulinarisch verwöhnen.
Abgerundet wird der Tag durch musikalische Unterhaltung und einen kleinen Bauernmarkt, bei dem auch unsere Vermarktungspartner glücksatt, Fleischerei Wohlfahrt, Fleischerei Andreas Witte, Fleischerei Lammerschmidt, Fleischerei Ripken und der Lohner Landbäcker mit Produkten präsent sein werden.
Den Tag medial begleiten wird der Osnastadtkreisblogger.
Wir freuen uns auf einen schönen Tag mit Euch.
Liebe Grüße von Gabi, Stefan, Kristen und Maxim Mörixmann
P.S.: Auf einer Route von 12 km sind außerdem noch Aktivstalllandwirt Hof Avermann und Bolte, sowie der Geflügelhof Mörixmann und der Hof Oberwestberg dabei.
#tagdesoffenenhofes #aktivstallfürschweine
Schaf „Schafi“ hat es erwischt. Bei ihr wurde heute eine Wunde festgestellt, in welcher schon diverse Fliegeneier steckten.
Im Sommer kann so etwas ganz fürchterlich schlimm enden.
Also weitläufig die Wolle abrasiert, desinfiziert und mit einer Heilsalbe eingeschmiert.
Morgen gehts auf jeden Fall zur Tierärztin. Wird schon, kleine Dame.
Mahdbeginn durch unsere handzahmen Riesenziegen „Alfred“ und „Toni“ (Deutsche Edelziegen). 😊✌️🦋🐛
Die Fläche an der Westerhausener Straße hat sich über die Jahre zu einem Magneten für viele Bläulingsarten entwickelt.
Bläulinge sind herrlich, eine so bunt strukturierte Flügelstruktur. Ein Wunder der Natur. Insbesondere die nicht-blauen Aussenflügel sind wahre Kunstwerke.
Es blüht dort in wirklich allen Farben. Eine kleine Honigbiene erwischt, die eine Acker-Witwenblume förmlich inhaliert hat.
Alred und Toni werden die Wiese ein kleines bisschen auslichten. In etwa 3 Wochen folgt dann die große Ziegentruppe
und futtert einmal komplett alles ab. Dann ziehen die Tiere weiter auf die nächste Biotiop-Wiese. Jede Menge Saatgut bringen sie dort in ihrem Fell und ihren Klauen gleich mit.
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
Hah! Es ist soweit. 2 kleine Störche sind geschlüpft.
Das Storchenpärchen „Brother Louie“ und „Cherry Cherry Lady“ aus Melle/Westerhausen hat es geschafft.
Ein kleiner „Diedda“ und eine kleine „Naddel“ sind geschlüpft.
Film online ab 5.6.2022, 12:30 Uhr:
Gesund und munter und neugierig, auf das, was die Welt zu bieten hat.
Um ihnen den Start etwas zu erleichtern ist die Schaffung weiterer Feuchtbiotope geplant.
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
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