Namensfindung für unsere Weihnachtslämmer auf dem Gnadenhof Brödel

Namensfíndung für unsere Weihnachts-Lämmer auf dem Gnadenhof Brödel, Melle.
Gebt gerne Vorschläge ab, die Vorschläge, welche die meisten „Likes“ erhalten, werden angenommen (Abstimmung bis zum 24.12., 18.00 Uhr möglich)

Das kleine schwarzweisse Lamm hat bereits einen Namen. Sie wird Lotte heissen.
Auch die anderen beiden Lämmer sind weiblich.

Welchen Namen soll das Lamm (temporär „Weiß Braun gescheckt mit schwarzen Herzchen an den Knien“ genannt) tragen?

Und welcher Name könnte zu dem braunen Lamm (mit weißem Fleck auf dem Kopf) passen?

Grundsätzlich ( weil ab und an Nachfragen kommen). Wir geben keine Tiere ab.
Wer bei uns landet oder hier geboren wird, der bleibt auch hier 🙂

Das kleine Lämmchen, welches es leider nicht geschafft hat, wird an unserer Gnadenhof-Hauptstation „Am Kreimerhof“ in Melle/Oldendorf begraben.
Es erhält hier einen Erinnerungsstein und rund um diesen werden viele viele Wildblumen ausgesäht.

Für den Fall, dass jemand noch eine Weihnachtsspende abgeben möchte, so ist auch das möglich:

https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen

Die Verewigung in der Hall of Fame ist Euch sicher:
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Wir haben den Umwelt- und Naturschutzpreis der Teutoburger Energie Netzwerk eG gewonnen!!!

Wir haben den Umwelt- und Naturschutzpreis der Teutoburger Energie Netzwerk eG gewonnen!!!
„Blumiger Landkreis Osnabrück“ wurde gestern Abend offiziell ausgezeichnet.
Vielen Dank an die TEN eG (https://www.ten-eg.de) sowie die Volksbank GMHütte-Hagen-Bissendorf eG.

Simone Brockmann und Karsten Wachsmuth nahmen gestern in Bad Iburg den Preis entgegen.
Wir freuen uns sehr. Im Rahmen einer Online-Abstimmung fielen 42 % der Stimmen auf unser Projekt.
Vielen Dank an alle, die für „Blumiger Landkreis Osnabrück“ abgestimmt haben,

Mit dem Geld werden wir z.B. in Hagen a.T.W. sowie in weiteren Gemeinden/Städten des südlichen Landkreises Osnabrück Blühwiesen anlegen.
Das ehrgeizige Ziel: Bis 2020 wollen wir einen Flugkorridor für Wildbienen schaffen, der von Hagen a.T.W. bis nach Melle reicht (siehe Bild, Rot= Blühwiese 2017 angelegt,
Gelb= Blühwiese 2018 angelegt).
Wildbienen weisen geringe Flugradien auf (maximal 2000 Meter, oftmals sogar deutlich weniger, je nach Art).
Das Ziel soll es sein, Schutzzonen und Rettungsinseln (Blühwiesen) zu schaffen, auf welchen unsere Insekten Pollen und Nekar finden.
Gleichzeitig gilt es für die Erhaltung der Arten einen genetischen Austausch zu fördern.
Dieser kann nur dann sinnvoll stattfinden, wenn er auch über größere Distanzen ermöglicht wird.
Zudem wollen wir zusätzliche Nisthilfen durch Totholz anbieten.
Zwar nisten ca. 75 % aller Wildbienen in Bodensubstraten, jedoch gibt es auch diverse Arten, welche z.B. in Stängeln oder eben in altem, vertrocknetem Holz ihre Nachzucht ablegen.

Wir alle können diesbezüglich aktiv werden. Im Garten Wildblumen aussähen, Nisthilfen schaffen. Jeder Beitrag zählt.
Unsere Tiere des Gnadenhofes Brödel (Melle) freut das auch, werden diese doch im nächsten Jahr beginnen sehr schonend Blühwiesen zu beweiden.
Durch die dadurch stattfindende Mahd (bei Blühwiesen für eine langfristige Erhaltung sehr wichtig) werden kaum
Insekten oder Kleintiere in Mitleidenschaft gezogen.

Wir freuen uns und sagen Danke!!!

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
Blühwiesen schonend beweiden durch Gnadenhoftiere.
http://blumiger-lkos.de

3 Weihnachtslämmer auf dem Gnadenhof Brödel sind wohlauf

Freude und Trauer liegen eng beinander
3 Lämmer sind wohlauf – eines hat es leider nicht geschafft

Karsten Wachsmuth und Simone Brockmann haben gekäpft wie die Löwen,
aber eines der Lämmer kam von Anfang an viel zu klein und schwach auf diese Welt.
Leider, und es gehört leider dazu, mussten wir von ihm Abschied nehmen.
Das ist eine Traurigkeit, gegen welche man machtlos ist.

Eine der Mutterziegen (Minte) mit ihren beiden Lämmern ist wohlauf. Die Kleinen strotzen nur so vor Energie, trinken und trinken und trinken und trinken und erkunden ganz langsam die Welt.
Minte hat vorhin erst einmal eine 4fach-Portion Kraftfutter, Doppelt Kräutermix und Zusatz-Mineralfutter bekommen.

Ja, und Mutterziege Njörda ist immer noch sehr geschwächt von der Geburt.
Auch sie hat aber immerhin das Kraftfutter und den Mineral-Mix gefuttert und trinkt sehr viel Wasser.
Ihr nun noch allein verbliebenes Lämmchen kann mittlerweile stehen (ein gutes Zeichen) und hat einen großen Durst.
Milch scheint zum Glück genügend vorhanden zu sein.
Es fällt jedoch auf, dass das kleine Lamm im Vergleich zu den beiden anderen sehr sehr wackelig auf den Beinen ist.
Alle Tiere stehen nun in einem geschützten Bereich, sodass sie nicht gestört werden können, und werden mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten aufgepäppelt.
Danke an Karsten und Simone für ihren 24h-Rund-um-die-Uhr-Einsatz.

Ein Weihnachtswunder: 4 Weihnachtslämmer auf dem Gnadenhof Brödel

Ein Vorweihnachtswunder…
Heute 4 Ziegenlämmer geboren worden.
Ja, so ist das manchmal, da wurden gerade 2 Böcke auf unserem Gnadenhof kastriert
und zwei Ziegen, die wir vor einigen Wochen aufgenommen hatten (Njörda und Minte) haben heute Lämmer geboren.

Schon irgendwie unglaublich, offenbar haben sie sich abgesprochen. Fast zeitgleich (vielleicht 30 Minuten Differenz) haben beide Zwillinge gekriegt.
Ganz überraschend kam es nicht, in den letzten Tagen saßen die zwei Mutter-Ziegen oft bewegungsarm zusammen im Stroh herum, es wirkte manchmal, als ob sie ein Nest bauen wollen.
Und heute war es dann soweit. Die beiden Lämmer der weißen Ziege (Minte) waren ganz schnell wohlauf.
Schon nach kurzer Zeit konnten sie laufen und haben einen gesegneten Appetit.

Ja, und wo Leben ist, da ist es leider auch so, dass es manchmal traurig werden kann.
Bei Njörda sind die beiden Jungen deutlich deutlich kleiner. Auch nach drei Stunden (ca.) trinkt nur eines der Beiden.
Das andere ist winzig winzig klein, hat keinen Saugreflex und kann nach wie vor nicht stehen.
Wir haben nun das lebenswichtige Kollostrum (wenn Lämmer dieses in den ersten Stunden nach einer Geburt nicht bekommen, dann haben sie kaum
eine Chance) abgemolken und das winzige Lamm bereits zweimal, trotz nicht vorhandenem Saufgreflex, zwangsernährt…
Das Kollostrum ist massiv nährstoffreich und sorgt dafür, dass sich schon nach kurzer Zeit bei den Neugeborenen Antikörper gegen allerlei Krankheiten entwickeln.
Normale „Lämmer-Aufzuchtmilch“ würde da leider nicht reichen. Wir warten jetzt mal ab, ob auch das vierte Lamm noch „die Kurve kriegt“.
Es kann noch gut enden, aber der erste (und auch der zweite) Eindruck sagt leider etwas Anderes 🙁 🙁
Das gehört leider dazu. Wer einen Gnadenhof betreibt, der darf auch vor dem Tod nicht bange sein.

Die anderen drei Lämmer jedoch bewegen sich schon wackelig auf den Beinchen und erkunden ihre noch recht dunkle Umgebung. Die beiden Mutter-Ziegen haben schon jede Menge Wasser getrunken,
futtern Heu und erhalten eine Portion Kraftfutter.
Ja, eine Geburt (auch wenn es irgendwie nicht so recht geplant war) sorgt für viel Freude und gleichzeitig kann es auch Traurigkeit bedeuten.

Krümel ist bei uns eingezogen

Gestern ein weiteres Kaninchen aufgenommen

Dank einer Spende (Danke an Eileen :-)) haben wir das Kaninchengehege um weitere 20 m² vergrößern können.
Bedeutet: Ein weiteres kleiner Flitzer (Krümel, ein kastrierter Bock) konnte gestern hier einziehen (damit sind wir dann wieder voll belegt).
Krümel ist mit 8 Jahren schon ein gesetzter „grand seigneur“. Natürlich ist er gegen die gängigen Gefahren geimpft.
Die Vergesellschaftung funktionierte 1a. Mit der „alteingesessenen“ Bande versteht er sich prima.

Mittlerweile besteht das Gehege aus drei räumlich verbundene Teilflächen, abgesichert durch Zäune (an den meisten Stellen auch im Boden eingegraben)
sowie 4 unterschiedliche Stallungen, die den Kaninchen zur Verfügung stehen.
Selbstverständlich (wie sollte es auch anderes sein?) hat Wühlkönigin Princess zielsicher die eine Stelle gefunden, an welcher noch kein Zaun eingegraben ist (da kommt dann wohl besser
noch einer rein)
und gräbt ein Katakombensystem, welches komplexer als die Katakomben von San Sebastiano sind.

Danke auch an eine anonyme Spenderin, welche für die Tierbeweidung innerhalb „Blumiger Landkreis Osnabrück“ gespendet hat.
Davon haben wir eine Klauenzange und Desinfektionsspray gekauft.
Damit Ziegen und Schafe auch reibungslos laufen können müssen die Klauen regelmässig gekürzt werden, das geht jetzt einfacher als zuvor 🙂
Danke 🙂
Natürlich seid auch Ihr Beide in der Hall of Fame:
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Umstellung der Mineral-Versorgung für Ziegen und Schafe

Umstellung der Mineral-Fütterung

Vielen Dank an Anja Lange-Huber für eine tolle Stroh- sowie eine Zusatzspende.

Stroh ist unserer „Arbeitsstoff“ Nummer 1. Alle Ställe müssen im Winter eine dicke Strohschicht zur Verfügung haben, damit Nässe und Kälte aus dem Boden nicht hochziehen.
Unsere Tiere muckeln sich dort in der Nacht gemütlich ein und freuen sich scon in der Dämmerung auf ein kuscheliges Strohbett.
Natürlich muss das Material auch regelmäßig ausgetauscht werden.
Stroh, durchmischt mit den Hinterlassenschaften von Pferden, Ziegen und Schafen besitzt ein verwertbares C/N Verhältnis (Massenverhältnis des Gesamtkohlenstoffs (C)
zum Gesamtstickstoffs (N)).
Da wir auf der Fläche „Am Wulberg“ im nächsten Jahr gemeinsam mit Schulklassen auf ökologische Art und Weise Gemüse anbauen
ist das sehr gut. Der Boden dort (leicht sandig) wird auf jeden Fall eine Düngung benötigen. Verrotteter Stallmist mit Stroh weist ein C/N-Verhätnis von etwa 25-30 auf
Zusätzlich lagern wir dort noch gezielt Pferde- und Hühnermist (ohne Stroh) ab (dadurch werden wir ein C/N Verhältnis von etwa 20 hinbekommen),
sodass einem tollen Wachstum von Gurken, Tomaten und Zuchinis nichts mehr im Wege steht :-).

Von Anjas Zusatzspende werden wir unsere MineralStein-Tankstelle umbauen bzw. noch entsprechende Mineralsteine erwerben.

Das Thema ist, wie so oft, etwas komplizierter als man denkt.
Bei Ponys wird unbedingt empfohlen, dass diesen einen ROTEN Mineralleckstein zur Vefügung haben (enthält in der Regel Calcium, Natrium und Magnesium sowie u.a. kleine
Mengen Mangan, Eisen und Zink, Jod, Selen).

Zwergziegen jedoch sollen überhaupt KEIN Calcium zu sich nehmen.
Grund: Dieses kann (leider sehr oft) zu Harn- und Blasensteinen führen, an welchen insbesondere männliche, kastrierte Ziegen leider elendig zugrunde gehen (eine Behandlung ist kaum möglich) :-(.
Bei einer Kastration wird oftmals die Harnröhre verengt, naja, weitere Details erspare ich…

Für größere Ziegen ist Calcium in sehr kleinen Mengen ok (Vorsicht, auch hier kann bei größreren Mengen das genannte Problem auftreten).
Ziegen benötigen also eher einen WEISSEN Mineralleckstein (enthält hauptsächlich Salz) (und gerne zusätzlich kalziumfreies Mineralfutter).

Ja, und natürlich benötigen Schafe wieder ganz was anderes.
Für Schafe wird eine Schafleckschale empfohlen (ohne Kupfer, mit Selen (letzteres kann lebenswichtig sein, ein Mangel kann zum Tod führen)).

Wir werden die „Minereal-Tankstelle“ nun so umbauen, dass die roten Steine in großer Höhe angebracht werden, sodass die kleinen Ziegen da
überhaupt nicht ran kommen. Da unsere Zwerge aus unerfindlichen Gründen die Schafleckschale ignorieren, können sich die Tiere dann „höhenspezifisch“ ihre Mineralration holen.

Danke 🙂
In der Hall of Fame steht Du jetzt auch:
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Wir feiern den 3. Advent mit unseren Tieren

Adventsfeier mit unseren Tieren auf dem Gnadenhof Brödel

Und heute wurde dann auch zünftig, wie sich das gehört, mit den Tieren der 3. Advent gefeiert.
Die Tiere konnten es kaum erwarten und „standen Schlange“, bevor es losging 🙂
Und dann wurde gespachtelt, was das Zeug hält…
Super Heu, Möhren (Ziege Cindy raucht auf einem der Bilder eine orangene Zigarre), Äpfel, Gurke und Salat.
Und Schafe und Ziegen lieben Tanne. Nichts gegen den Weihnachtsbrauch Tannenbäume zu fällen (muss ja jeder selber wissen),
wenn die Dinger weiterwachsen können ist das aber auch nicht schlecht.
Somit haben die Tiere heute lediglich einige Äste bekommen (davon wird nichts übrigbleiben. Wie man sieht geben die Tiere alles, um da ran zu kommen).

Einen kleinen Film von der Adventsfeier gibt es hier:

Der kastrierte Ziegenbock Emil ist immer noch etwas schwach auf den Beinen. Nicht mal seine Freundin Elli konnte ihn überreden, aus dem Stall zu kommen.
Also gabs für ihn dort einige Möhren und einen ganzen Kopf Salat. Fand er gut.
Unsere Schweine und Hühner bekamen etwas von der tollen Maisspende von heute Mittag (danke nochmal an Mike Reule).
Kaninchen und Meerschweinchen freuen sich über frischen Salat und herrliches Wiesenheu.
Die Vorweihnachtszeit ist schon schön 🙂

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Eine herzerwärmende Geschichte zum 3. Advent

Eine herzerwärmende Geschichte zum 3. Advent
…mit Happy End und tollen Äpfeln

Vor einigen Monaten kam ja der Ziegenbock Emil zu uns.
Emil hat aufgrund einer genetischen Besonderheit keine Hörner und hatte es von Anfang an sehr schwer in der Gruppe.
Ziegen können, ähnlich wie Hühner, auch manchmal ziemlich gemein sein. Der arme kleine Kerl wurde immer
wieder aus „der Gemeinschaft“ gedrängt, so sehr er sich auch bemühte. Wir haben dann versucht zielgerichtet Ziegen in seiner Größe aufzunehmen, doch geholfen hat auch das nichts.

Manchmal stand Emil traurig abseits der Herde und man merkte, wie er dachte „Wie gerne wäre ich dabei“….Zuweilen schlief er nachts einsam und alleine in einem mit Stroh ausgepolsterten Container.
Das war kein schöner Anblick, Ziegen sind schließlich eindeutig Herdentiere 🙁

Vor einigen Wochen dann jedoch kam Rastafari-Good-Vibration Ziege Elli zu uns. Schon aufgrund ihres
Aussehens ist auch sie etwas „anders“ als die anderen (eine Walliser Schwarzhalsziege mit Hörnern, die alles überragen). Und es war Liebe auf den ersten Blick 🙂
Schon nach wenigen Tagen stromerten sie munter zu zweit über die Wiese. Mit der großen Elli im Schlepptau wurde Emil
auch immer mutiger, schließlich beschützte ihn seine Freundin ja. Wenn die anderen Ziegen frech werden, dann regelte Elli das von jetzt an, da kennt die kein Pardon 🙂
Manchmal, wenn es regnet, dann stellt er sich sogar bei ihr unter (aufgrund des Größenunterschiedes kein Problem). Wie durch einen Theatervorhang schaut sein Kopf dann unter ihrem langen Zoffelfell heraus.
Gerade bei dem heutigen Schneefall sehr angenehm.
Gestern, als Emil kastriert wurde, und stundenlang aufgrund der Narkose schlief, stupfste Elli ihn immer wieder an, als
ob sie sagen wollte: „Du wirst schon wieder, kleiner Kumpel“.

Und Emil hat es geschafft, heute morgen stand er schon tapfer gemeinsam mit seiner Freundin beim Heufrühstück und mümmelte, noch etwas angeschlagen, etwas davon.
Und noch besser: Mittlerweile, wie man auf den Bildern sieht, haben auch die anderen Ziegen ihn jetzt in die Gruppe aufgenommen (vielleicht war es die Kastration, die nötig war [?])..
Großartig, die Herde ist beisammen. Gerade bei Schneetreiben ist es förderlich, wenn diese auch gemeinsam in einem Unterstand stehen.
Das Dreamteam für die Wiesenbeweidung im nächsten Jahr 🙂

Und als ob das nicht schon schön genug wäre. Plötzlich steht Mike Reule
mit seiner Tochter vor der Tür und bringt eine große Ladung Mais, Möhren und tolle Äpfel.
Vielen vielen Dank 🙂
In der Hall of Fame seid Ihr jetzt verewigt:
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Einige davon wurden von unseren glücklichen Futterverwertern direkt verputzt.
Und Emil & Elli waren natürlich ganz vorne dabei 🙂

Einen schönen 3. Advent für alle.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Tag der medizinischen Behandlungen

Heute war der Tag der medizinischen Behandlungen auf unserem Gnadenhof

2 Böcke (Schafbock Noisette und Ziegenbock Emil) wurden heute vom Tierarzt kastriert. Fanden die garnicht nett.
Zuvor wurden sie massiv betäubt und lagen danach ziemlich zugedröhnt in der Ecke rum.
Es gibt ja immer wieder die Meinungen, dass auf einem Gnadenhof Tiere per se kastriert zu seien haben (vorzugsweise von Menschen, die garkeinen betreiben).
Ok, jedem seine Meinung. Irgendwie nur teilweise nachvollziehbar (subjektive Ansicht),
schließlich gehört zu einem artgerechten Leben auch Fortpflanzung dazu.
Andererseits: Wenn die Anzahl der Tiere irgendwann zu hoch wird, dann ist das Projekt nicht mehr händel- und finanzierbar.

Der Diskurs über die Kastration fiel eindeutig 1:0 für die beiden Wiederkäuer aus.

„Du willst, dass wir kastriert werden (du Arsch!), wieso?“

„Na damit Ihr Euch nicht unkontrolliert vermehrt…“

„Ihr Menschen vermehrt Euch doch auch wann immer ihr wollt. Es gibt 7 Milliaden von Euch…“

„Das ist etwas anderes. Wir können das steuern…“

„Ihr könnt das steuern? WAS (!??) könnt Ihr steuern? Eure Bilanz auf dem Planeten sieht nicht danach aus, als ob Ihr irgendwas
auch nur ansatzweise steuern könnt.
Aber über unsere Fortpflanzung wollt Ihr bestimmen, oder wie?“

„Na, Ihr beiden könnt immerhin leben, seid gesund, lebt in einer Gemeinschaft…“

„Das ist zynisch. Nur weil wir nicht auf Euren Tellern landen müssen wir kastriert werden. Was würdest Du denn sagen? Du Hobby-Tierschützer!“

Hmm….irgendwie haben sie Recht, gewissermaßen, zum Teil, irgendwie….grübel grübel.
Leider musste die Kastration trotzdem sein, ansonsten platzt die Station am Wulberg irgendwann aus allen Nähten.
Noisette war nach 30 Minuten wieder auf den Beinen.
Ziegenbock Emil stand erst nach 4 Stunden wieder auf und zischte: „Das vergesse ich nie. Irgendwann, wenn Du nicht damit rechnest, dann….“

Ein schlechtes Gewissen ist nicht von der Hand zu weisen, stimmt, leider.

Anschließend wurden noch alle Tiere entwurmt, auch die vier Ponys.
Danke an Annabelle Böhne-Knopp für eine Spende 🙂 Morgen, wenn etwas mehr Zeit ist, wirst Du zudem noch in die „Hall of Fame“ aufgenommen.
Die Spende haben wir für die Entwurmungs-Paste der Ponys ausgegeben.

Zudem wurden heute alle Pferdchen noch ordentlich gestriegelt, gebürstet, die Hufe ausgekratzt.
Das findet eh regelmässig statt. Auf den Schrecken der Behandlung gab es noch Super-Heu und für einige der Tiere noch etwas Bierhefe (insbesondere
die Hühner haben sich gefreut). Danke an einen anonymen Spender für die große Lieferung. Das Federkleid der Hühner wird davon auf jeden Fall profitieren.

Unterstützung durch den Ortsrat Melle/Oldendorf

Das ist Spitze!! Der Ortsrat Melle-Oldendorf unterstützt unsere Tier- und Naturschutzarbeit
mit einem nicht unbeträchtlichen Betrag 🙂 Wir sagen vielen vielen Dank an alle Beschlussbeteiligten, wow !!

Das Schöne ist: Unsere Tierschutztätigkeit im Rahmen des Gnadenhofs Brödel sowie des Naturparks Kreimerhof
ist ja, in Bezug auf die meisten Tiere, gleichzeitig auch aktiver Naturschutz. Wir versuchen, soweit es möglich ist, in natürlichen Kreisläufen zu denken und zu handeln.
Im nächsten Jahr werden wir einen Großteil unserer Ponys, Ziegen und Schafe für eine natürliche Pflege von Blühwiesen einsetzen.
Auch mit dem Umweltamt der Stadt Melle haben erste Gespräche begonnen (ebenfalls für eine Fläche in Oldendorf).
Hier geht es nicht um die Pflege von Blühwiesen sondern um eine Beweidung einer Kompensationsfläche,
um dadurch einem Entwicklungsziel für bestimmte Pflanzenarten zu dienen.

Wir freuen uns total über die Unterstützung des Ortsrates. Und wir merken: Es kommt ganz schön was Positives zusammen, wenn
alle an einem Strang ziehen. Der Meller Juibläumsweg (maßgeblich ins Leben gerufen vom TSV Westerhausen)
ist ein gutes Beispiel dafür.
Zuweilen berührt es uns richtiggehend, wenn wir aktuell sehen, wie viele Menschen für die Projekte spenden
oder diese durch andere Formen unterstützen. Dankeschön 🙂
In Melle/Oldendorf am Kreimerhof kommen immer mal wieder Menschengrüppchen zusammen, um sich die entstehenden Projekte
anzuschauen. An der Fläche am Wulberg hilft uns jetzt ein Jugendlicher aus einer betreuten Wohngruppe,
der sich in Richtung „Arbeit mit Tieren“ orientieren möchte.
Immer wieder gibt es auch hier Besuchsanfragen – uns freut das sehr. Leider ist es jedoch so, dass wir aus zeitlichen Gründen
oft bei Besuchen nicht anwesend sein können, die Umsetzung der Projekte ist sehr zeitintensiv und der Frühling
ist schneller da, als man „Pieps“ sagen kann (aber anschauen könnt Ihr die Projekte jederzeit,
nur bitte die Tiere nicht füttern (außer mit Zweigen oder mit Gras, eine Kolik wäre eine Katastrohpe,
aber dafür sind ja auch die Hinweisschilder vor Ort da ;-))

Wenn wir etwas bekommen (Spenden), dann wollen wir immer auch etwas zurückgeben.

Was werden wir 2019 im Ortsteil Oldendorf an neuen Projekten umsetzen?
Was wünschen wir uns noch?

1. Gesichert:

A) Umweltbildung – Kostenloses Angebot für Schulklassen an der Fläche am Wulberg
Gemeinsam eine kleine Ackerfläche (ca. 300-400 m²) aufbereiten, Düngen ohne chemischen Dünger, Pflanzenschutz ohne Pestizide,
Angepflanzt werden dann Kartoffeln, Radieschen, Gurken, Tomaten, Zuchinis etc.
Natürlich wird dann auch gemeinsam geernet und alle Kinder können etwas von dem Gemüse mit nach Hause nehmen

Lernziel: Bedeutung von Lebensmitteln schätzen lernen, Erfahrungen beim Anbau und der Wachstumspflege von Gemüse machen
(Verantwortung übernehmen, erlben, was eigenes Handeln bewirkt).
Erfahren, dass es auch Alternativen zur industriellen Landwirtschaft gibt und sehen, welche positiven Auswirkungen das auf die Flora und Fauna im direkten Umfeld haben kann.
Die Frage stellen:
Warum schmeckt das selbst angebaute Gemüse eigentlich viel intensiver als so manches „herkömmliches“ Gemüse aus so manchem Supermarkt?

B)
Bereits eingesät wurden in Melle „Am Wulberg“ 4 kleinere Blühflächen (ca. 20-80 m²),
3 mittlere Blühareale (jeweils bis zu 300 m²)
und ein großes Blühareal (1000 m²)
(dieses war auch Bestandteil eines ausgehandelten Kompromisses mit der Stadt Melle
im Zuge der Gnadenhof-Diskussion). Genutzt wurde erstklassiges (zum Teil regiozertifiziertes) Saatgut verschiedener Mischungen.
Von einer Feldblumenmischung bis hin zu einer Blühwiese für Sandmagerflächen).

Auch wird gesichert eine weitere Fläche (ca. 200 m²) direkt am Meller Jubiläumsweg eingesät.

Gesichert ist auch, dass unsere gemütlichen Tiere (die „Eumels“, wie wir sie liebevoll nennen)
auf verschiedenen Arealen grasen werden und damit Ruhe und Gemütlichkeit
(in einen manchmal stressigen Lebensalltag) einbringen können.
Wer eine stressigen Tag hatte und sich dann mal eine Stunde an eine der Flächen setzt und einfach nur den Eumels zuschaut,
der weiß, wie Stressabbau funktionieren kann 🙂

2. Mit ca. 80%iger Wahrscheinlichkeit
Aufbau mindestens eines weiteren Storchenkorbes (vermutlich aber sogar 2) „Am Wulberg“

3. Mit hoher Wahrscheinlichkeit:
Beweidung einer Kompensationsfläche in Melle/Oldendorf

4. Wahrscheinlich

Aufbau von Totholz-Haufen als Nistmöglichkeiten für Insekten
(Der gedeckte Blühwiesentisch ist schön, es sollen aber auch noch Unterkünfte her)

5. Vielleicht 2019, vielleicht aber auch erst 2020: Aufbau eines weiteren Feuchtbiotops (Ort noch unklar)

Nach wie vor würden wir uns über leihweise zur Verfügung gestellte Flächen (Mindestens 50m² bis zu 500 m²,
sehr wichtig wäre eine sonnige Lage)
am Meller Jubiläumsweg freuen, um auch hier Blühstreifen, Trockenmauern und Totholzhaufen anlegen zu können.

Sofern es nicht direkt am Meller Jubiläumsweg möglich ist (es macht den Anschein, als ob wir hier keine Angebote finden):
Wir würden ansonsten gerne auch Flächen abseits davon anlegen (auch in Privatgärten, oder z.B. auf nicht genutzten
landwirtschaftlichen Arealen?).
Wer also gerne ein Areal (wichtig ist viel Sonne, im Schatten wird es leider nichts) für ein Insektenparadies leihweise
für einige Jahre zur Verfügung stellen möchte
(In Melle/Westerhausen, Föckinghausen, Oldendorf, Niederholsten) schreibt uns gerne eine Mail an:
info@umweltschutz-und-lebenshilfe.de
Kosten fallen nicht dafür an, wir machen das ehrenamtlich und es ist nahezu sicher, dass wir auch im nächsten Jahr
genügend erstklassiges Saatgut zur Verfügung haben werden 🙂

Es macht uns Spaß ein Teil einer insgesamt sehr aktiven Bewegung im Ort und in der Stadt zu sein, Danke!! 🙂
Vom Lokalen zum Globalen – Wir haben noch viel vor!