Große Klasse – auch Bissendorf hat eine weitere schöne Streuobstwiese
Vielen lieben Dank an die netten Menschen, die mitgewirkt haben.
Eine Arbeit, die für eine Einzelperson 5-6 Stunden dauert, in etwa 60 Minuten realisiert.
Es ist immer wieder schön, dass Menschen bereit sind, ihre Freizeit für den Artenschutz zu investieren.
Und auf etwas über 1000 m² wachsen jetzt viele alte Sorten. Kirschen, Birnen, Äpfel, Pflaumen (Maren Mandry, Monika Krenitz).
Wo? Straße „Am Berg“.
Streuobstwiesen gehören zu den „Heiliger-Gral-Biotopen“ .
Bis zu 5000 Arten können hier profitieren. Wieder ein Lichtblick mehr im Landkreis.
Danke!!
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
Die Regierung versagt beim Insektenschutz – Zeit für die Revolution! 🤨🤨🥺🥺
Und: Machen wir es doch wie Georg Nüßlein & Nikolas „Masken-Money“ Löbel – Ist doch eh alles egal!
(Vorsicht Satire – Nicht ganz ernst gemeinter Beitrag mit viel (angemessenem) schwarzen Humor)
Tja, vor ziemlich genau 4 Jahren fing unser 2-Personen-Insektenschutz-Aktionsprogramm an.
Damals noch unter dem Namen „Blumiges Melle“. Viel ist (auf lokaler/regionaler) Ebene hier seitdem passiert.
195 Blühwiesen, ein Blühwiesenkorridor, der NDR war hier, die ARD, viel Presse, naja – und sonst?
Sind wir mal ehrlich. Gesellschaftlich ist einiges passiert. Und politisch, auf Regierungsebene?
Auch im März 2021 gibt es immer noch kein vom Bundestag verabschiedetes Insektenschutzgesetz.
Jämmerlich, ein Armutszeugnis!!
Und gleichzeitig: Auf „die Regierung“ zu schimpfen wäre genauso falsch wie über „die PolitikerInnen“,
oder „die AstronautInnen“, die „HandwerkerInnen“ oder die „FloristInnen“ zu schimpfen.
Natürlich lässt sich nicht und nie „alles über einen Kamm scheren“.
Es ist, und das ist nunmal der Preis, auch ein Problem der Langsamkeit einer Demokratiie. Unterschiedliche Interessen,
langsam mahlenden Mühlen, zähe Verhandlungen – tja…das Artensterben rast seit Jahrzehnten voran, die Demokratie
hinkt hoffnungslos hinterher (in diesem Falle, ganz konkret, bedingt durch den Widerstand des BMEL).
………..
Zum Glück bin ich Präsident eines eigenen Staates, der Rebhuhnblik Ökotopia.
Eine astreine Autokratie, die sich gewaschen hat. Das macht vieles einfacher.
Heute dort im Volkseigenen Staatsforst (kurz: VeStaFo) diverse Bäume geplanzt.
In meinem Volkseigentums-Wald wachsen jetzt Hunderte Setzlinge von insgesamt 26 Arten. Ich bin stolz!
Und erstmal alle Einwohner herbei zitiert. Ein Rebhuhn (vertritt mich in allen Staatsfragen), ein Fasan,
ein Feldhase (ernsthaft! Heute dort einen
gesehen und mich gefreut wie Bolle!), einige Tagfalter, ein Silberreiher.
„Liebe Mitbewohner!“, brülle ich.
„Ihr habt hier die Freiheit das zu tun, was ich will!“
Kopfschütteln, verhaltener Beifall…
„Und heute ist es an der Zeit für eine zünftige Militärparade!“
Lautes Stöhnen…“Nicht schon wieeeeeeder“, höre ich das Rebhuhn murmeln.
„Watt denn?“, brülle ich. „Watt is denn gegen eine Militärparade einzuwenden?“
„Nur schwache Systeme haben das nötig!“, antwortet ein Tagpfauenaue.
„Papperlapapp! Im Handbuch der Autokraten steht, dass ein Staat das braucht! Als Zeichen an die Welt!
Also los! Und die Hymne singen!“
Missmutig ziehen Rebhuhn, Fasan und Silberreiher eine Kirschkern-Fletsche über den Acker und singen
schräg und und etwas blöd unseren Song: „Ökotopia, Du mein Staat! Und wir alle werden sehn – Du wirst niemals untergehn….“
Ich bin zufrieden. Der Welt zeigen, was wir haben. Wer frech wird, der bekommt den militärischen
Erstschlag zu spüren. Kirschkerne aus allen Rohren! Ich weiß hier die Einwohner auf meiner Seite.
Ein Insektenschutzgesetz, das haben wir binnen 10 Minuten gestrickt!
Wie kann die Bundesregierung dafür 4 Jahre brauchen – und immer noch kein Abschluss?!
Meine Einwohner sind glücklich! Das lernt man als erstes im Autokratie-Seminar.
Und ich betone: „Aber ich liebe doch alle Menschen!“ (der fast-Autokrat Erich Mielke), und jederzeit erkenne ich:
„Das Volk liebt mich“ (Imelda Marcos, Philippinen. Die Dame, die 3000 Paar Schuhe besaß, während das Volk hungerte).
In Ökotopia lebe ich in der Wandlitz-Siedlung. Meine Nachbarn (in der Nebenrepublik)
sind Erich und Margot. Margot wundert sich häufig über die langen Schlangen vor den Einkaufsläden.
„Ich verstehe das auch nicht!“, sage ich. „Südfrüchte, Westfernsehen, wieso stehen die an? Worauf warten die?“
Verständnisloses Kopfschütteln auch bei Erich…
Meinen Einwohner erkläre ich, dass es hier kein Mehrparteiensystem gibt. Frenetischer Beifall.
Macht auch mehr Sinn – die unterschiedlichen Wahlmöglichkeiten verwirren nur. Entscheidungen einfach halten!
DAS ! bringt voran!
Und wieso wählen? Da gibt es Wichtigeres.
Unserer neue SOWJET (StreuObstWiese-Jetzt)-Wiese z.B.! Seit heute 40 Obstbäume, alte Sorten!
Ich werde bald einen Koch aus Japan entführen lassen und frage bei Kim Il-sung (Teil 3) nach, wie man das am Besten macht.
Politische Gegner (das Rebhun schaut mich manchmal so komisch an) werden vermutlich den Krokodilen zum Fraß vorgeworfen
(Jean-Bédel Bokassa, Zentralafrika). Konterrevolutionen bringen uns nicht weiter!
Ich mache mir Sorgen um meine Gesundheit oder unliebsame Opponenten.
Meine Securitate veranlasse ich, bei Besuchen alles komplett keimfrei zu gestalten (Nicolae Ceaușescu),
ich möchte da kein Risiko eingehen. Der alte Nicolae, der Vorzeigediktator, wusste schon in den 80ern, wie man sich gegen Pandemien wappnet.
JA, und irgendwie muss ich ja auch an mein persönliches Auskommen denken.
Da greife ich auch bewährte Muster einer bekannten Demokratie zurück.
Verzweifelt versuche ich per Handy Nikolas „Masken-Money“ Löbel zu erreichen. Er geht nicht ran.
In einer Demokratie das Bundestagsmandat zu missbrauchen, für den eigenen Vorteil, inmitten der größten Krise seit
dem 2. Weltkrieg! Klasse! Genial! Und dann auch noch das Mandat bis zum August behalten zu wollen – mit allen Bezügen (?). Wow, ganz großes Kino!
Da kann ich was von lernen! Auch Max Streibl hilft mir gerne weiter. „Freunde zu haben, ist das eine Schande bei uns in Ökotopia?“
Und nicht zu vergessen das alte Stahlgewitter Manfred Kanther – ich besorge mir hilfreiche Tipps wie ich Gelder nach Lichtenstein
transferieren kann.
Der Silberreiher – das merke ich deutlich – stellt zuweilen kritische Fragen. Ich glaube, er hat was gemerkt…
In meiner Autokratie sehe ich das eigentlich nicht so gerne!
Ich halte also eine Pressekonferenz ab (mit freundlichen Grüßen an Uwe Barschel):
„…gebe ich Ihnen, gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Ökotopia
und der gesamten Ökotopia-Öffentlichkeit mein Ehrenwort – ich wiederhole: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!
– dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind!“
Um für gute Laune zu sorgen, halte ich eine weitere Militärparade ab. Eine Autokratie, die was auf sich hält,
muss sich zünftig abgrenzen!
Ich bin nicht ganz sicher, aber ich meine der Wind hätte höhnische
Wortfetzen wie „Fahne hoch“, und ….“Reihen fest geschlossen“ an mein Ohr geweht. Da verstehe selbst ich keinen Spaß! Was zu viel ist, ist zu viel!
Umgehend lasse ich alle Teilnehmer verhaften!
Das wäre ja noch schöner! Die Ironie missverstehend entscheide ich: Solche Elemente haben hier nichts zu suchen!
Ja, das wäre ja fast so, als ob jemand mit einer Vergangenheit wie Kurt Georg Kiesinger z.B. Bundeskanzler wäre und „mir nichts, dir nichts“ Gesetze zur Verjährung von NS-Kriegsverbrechen
einführen würde. In einer Demokratie undenkbar!
Im Ernst: Eine Demokratrie ist das höchste Gut! Mit allen Fehlern und mit allem Nutzen!
Nikolas „Masken-Money“ Löbel & Co. hin oder her…
Trotzdem wäre es irgendwie schön, wenn mal endlich ein Insektenschutz-Gesetz durch den Bundestag verabschiedet würde.
Bis dem (irgendwann) so ist gilt einmal mehr: SELBER und MACHEN (in diesem Falle auf Naturschutzebene) können auch helfen…
Die Situation ist nicht zwingend Vertrauen fördernd, aber das ist dann eben so.
Wer ein besseres System kennt, gerne melden…
Die müden, klappringen Knochen aufgerappelt und die nächste Blühwiesenaufwertung vorgenommen. 🙃🦔🌻🌞🐾🐝🐛🦋🐌
Vielen vielen Dank an das Unternehmen Bunny Tierernährung GmbH in Melle-Riemsloh.
Hier heute auf etwa 2500 m² eine XXL-Blühwiese angelegt.
Dafür das „graue Gold“ genommen, die sog. „Osnabrücker Mischung“ (konzipiert für den Landkreis
Osnabrück von der Hochschule OS). Regiozertifiziert und unglaublich hochwertig. Über 40 Arten!
Die Bunny Tierernährung GmbH hat sich bereit erklärt, die Pflege zu übernehmen. Spitze!
Definitiv wird hier ein hochwertiges Biotop für die Artenvielfalt entstehen.
Gefräst, gesät, gewalzt. Viele bedrohte Insektenarten werden sich freuen.
Danke!
Die Hauptsaison geht jetzt los. Sorry, wenn Emails oder Nachrichten erst mit Verspätung bearbeitet werden (mehrere Tage).
Der übliche Wahnsinn 😉
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
Okidoki, die Entscheidung ist gefallen.
3 Lämmer und ihre jeweiligen Mutterschafe werden freigekauft.
Genau wie an Weihnachten (für Gänse) haben wir auch vor Ostern einen Geldtopf, um Lämmer (und möglichst auch ihre Mütter)
vor der Schlachtung zu bewahren.
Vermutlich ziehen die Tiere schon in etwa einer Woche zu uns.
Es ist schön, dass es geklappt hat 🙂 Trennt man Schafe oder Ziegen von ihren Lämmern,
dann spielen sich teilweise schreckliche Dramen ab. Das möchte man nicht miterleben.
Bianca Thomas, Birgit Neumann, Deirdre Lange Eekhoff: Habt Ihr noch Interesse an einer Patenschaft?
Vielen lieben Dank an Jutta Zein, die die recht schwierigen Verhandlungen vor Ort übernommen hat.
Der Freikauf kostet insgesamt 700 Euro.
Wer möchte, kann gerne etwas spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck
700 Euro klingt nach viel Geld. Ist es auch, definitiv! Um die Lebewesen zu retten ist es das jedoch allemal Wert.
Und der „externe Nutzen“ (das Korrektiv zu den „externen Kosten z.B. bei Flugreisen) ist enorm hoch.
Externer Nutzen – was soll das sein?
Nun, gesellschaftlich, z.B. im Rahmen der Klimakrise wird gerne von externen Kosten gesprochen.
Ein Flug nach Mallorca z.B. ist deutlich teuer, als es finanziell (Buchung) kostet. Es kommt eben noch der gesellschaftliche Aufwand
hinzu für Ausgaben, welche aktuell und in Zukunft für Klimaschutzmaßnahmen getätigt werden müssen.
Genauso ist es beim externen Nutzen für die Gesellschaft. Schafe und Ziegen weiden schonend Streuobst- und Blühwiesen ab.
Mit ihren Hinterlassenschaften und ihrer Beweidung sorgen sie für wertvolle Refugien für Insekten.
Als Beweidung führen wir die sog. „Stoßbeweidung“ durch. In einer Kommando-Aktion kommen die Tiere mit einer hohen Tierdichte
für einen kurzen Zeitraum auf verschiedene Flächen. Das führt zu sandigen Offenstellen (wichtig für Wildbienen), unregelmässigem
Fraßschnitt (gut für Blühwiesen), über Jahre stehenbleibenden Halmen (wichtig für Stängelbrüter) und Tiermist (gut für verschiedene
Insekten). Am Ende der Mahd wird der Tiermist (in Teilen) zusammengeharkt und abtransportiert, damit die Flächen ausmagern.
Nachweislich führt eine hohe Biodiversität zu einem verbesserten Schutz vor Pandemien.
Nachweislich ist eine hohe Artenvielfalt wichtig zur Stabilisierung ökologischewr Zusammenhänge.
Ein „Schafleben“ ist schon deswegen für die Gesellschaft viel viel wertvoller als 100x Euro.
Und für die Anwohner: Wenn der Arbeitstag mal „so richtig Scheiße“ war (im Büro, am Förderband, in der Werkshalle, an der Kasse…).
Am Abend mit ner Tasse Kaffee oder nem Bier gemütlich grasende Schafe und Ziegen zu beobachten, fördert das Wohlbefinden :-).
Und für Mütter und Lämmer ist es ein Traum, zusammen groß und alt werden zu können.
Wichtig zu betonen ist: Ein Glück können wir das Projekt „500 AKA – 500 Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück“
umsetzen. Genau DAS (!) nämlich hat den Tieren das Leben gerettet. Andernfalls hätten wir nicht den Platz gehabt.
Da sieht man mal, welche Nebeneffekte Artenschutz haben kann.
Biotope anlegen bedeutet Leben retten – in mehrfacher Hinsicht
Weitere Obstbäume gepflanzt, und jede Menge Laub- und Nadelbäume. Noch 2,3 Tagen haben wir Zeit, um
Bäume zu pflanzen, dann ist die Einpflanzsaison vorbei.
Alte Obstsorten, Buchen, Pappeln, Birken. Gegen die Klimaerwärmung werden die kleinen Klimaschutzhaine einen kleinen Beitrag leisten.
Zudem heute jede Menge „Gewinner“ der Klimakrise gepflanzt. Walnüsse, Edel-Kastanien (Maronen), Roteichen, Schwarzkiefern.
Diese Bäume werden in den nächsten 30 Jahren an Bedeutung zunehmen.
Zudem Setzlinge für Vogelschutzhecken: Heckenrosen, Hartriegel, Traubenkirsche, Wacholder, Felsenbirne.
Die Vögel lieben es!
Ja, und Biotope schaffen nicht nur rettende Lebensinseln für Insekten, Vögel, Amphibien, Reptilien & Co.
Blüh- und Streuobstwiesen retten auch Schafe und Ziegen vor dem Schlachthof.
Bald ist Ostern. Soll ja jeder feiern, wie er oder sie mag.
Uns erreichte heute jedoch ein Notfall! 10 Schafe (teilweise tragend) und ihre bereit geborenen Lämmer stehen kurz vor der Schlachtung,
wenn sie nicht freigekauft werden! Wir wissen nicht, ob es sich um einen kommerziellen Tierhändler handelt. Ein Freikauf
ist dann ja immer „solala“, weil der Kauf das System der Tierhaltung eher stabilisiert als verändert.
Kann aber auch sein, dass es einfach nur eine Hobby-Haltung ist, die beendet wird.
Lirum, Larum. Egal! Für die Schafe ist das gänzlich unerheblich. Die kleinen Lämmer und ihre Muttis bangen um ihr Leben.
Wir werden 2 Muttertiere (+ Lämmer) freikaufen. Bereits mehrfach versucht heute, irgendwie mit der vermittelnden Person Kontakt aufzunehmen, bislang jedoch
ohne Erfolg 🙁 …hmhh…bestimmt kommt aber noch eine Rückmeldung…:-) (bitte dringend melden, damit wir die nötigen Schritte in die Wege leiten können).
Denn auf den Biotopen hier haben sie eine sinnvolle Aufgabe: Streuobst- und Blühwiesen pflegen. Zum Schutze vieler Insekten.
Und die Mutterschafe können mit ihren Lämmern gemeinsam alt werden 🙂
Wenn neue Schafe und Ziegen hier ankommen, dann halte ich in der Regel eine kleine Ansprache:
„Ihr entscheidet ob Ihr bleiben wollt. Ihr könnt hier machen was Ihr wollt und so alt werden, wie Ihr wollt.
Naja, ok, Böcke werden kastriert, aber besser als geschlachtet, oder?
Und ihr bekommt einen Unterstand, die Klauen werden regelmässig geschnitten, ihr erhaltet
eine medizinische Versorgung und super Futter. Als Zeichen der Solidarität erwarte ich von Euch, dass Ihr Blüh- und Streuobstwiesen
pflegt, ist das ok?“
In der Regel lassen sich die Tiere dann auf den Deal drauf ein.
Hammermässig ist: Die nächsten angebotenen Flächen stehen in der Warteschleife!
Das Projekt „500 AKA – 500 Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück“ wirft seine Strahlen voraus.
Auch zwei große Firmen aus Osnabrück (Namen werden noch nicht genannt) werden sich beteiligen.
Und (fast) jede neue Fläche schafft Platz für neue Tiere, für eine Weidehygiene, für eine Rettung vor dem Schlachthaus (sofern die Wiese in
einem täglich betreubaren Umkreis liegt). Grossartig ist das!
Spitzenmässiges Heu erwerben wir z.B. bei Jörg Heemann.
Heute 500 Ballen für die kommende Saison geordert 🙂
Unsere Tiere lieben es! 1a-Qualität!
Und grobe Saisonbilanz (grob überschlagen): Gepflanze Nadel- und Laubbäume: Ca. 1200 Stück
Gepflanze Obstbäume: Ca. 200 Stück
Heckensetzlinge: Ca. 400 Stück
Nicht die Rettung der Welt, aber ein kleiner Beitrag auf lokaler Ebene.
Und die nächste positive Nachricht. 🙂 😊😃🌳🦉🦗🦇🐝
Auch die Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück beteiligt sich an einer Finanzierung
des „500 AKA – 500 Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück“-Projektes.
http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de
Vielen vielen Dank! Das ermöglicht es, weitere Flächen mit Natur- und Klimaschutzmaßnahmen umzugestalten. Vorgesehen sind hierfür ein weiteres Areal in Melle und (mit hoher Wahrscheinlichkeit) eine Fläche in Wallenhorst.
Ein neuer Mitbewohner ist heute eingezogen 🙂 🙂
Warzenenten-Erpel „Dagobert“.
Das Tierheim Melle (https://tierheim-melle.de/) hat ihn vor einiger Zeit aufgenommen (niemand hat ihn vermisst) und sehr gut versorgt – er ist in einem sehr guten Zustand.
Lediglich der Kontakt zu Artgenossen fehlte etwas.
Da bei unserer Warzenententruppe aktuell auf 5 Erpel etwa 10 weibliche Enten kommen, konnten wir ihn guten Gewissens aufnehmen.
Anbei ein kleiner Film, wie sich Warzenenten Respekt verschaffen. Dagobert wird vermutlich der neue Chef, er ist ein ziemlicher Brecher!
Die Einstallpflicht wird noch viele Wochen weitergehen, solange muss sich unser Geflügel in unterschiedlichen Ställen,
unter unterschiedlichen Planen, noch etwas drängeln…
Anbei ein Interview mit den lieben Leuten von „YoNaMo`s kleiner Arche“ aus Melle/Oberholsten (Bad Essener Straße),
welche das Projekt „500 AKA – 500 Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück“ gleichfalls mit einer Fläche für 20 Jahre unterstützen. Vielen lieben Dank :-)😊🐾🌳🦉😃
a) Ihr habt Euch dazu entschieden, eine Fläche von Euch für 20 Jahre für ein Biotop zur Verfügung zu stellen.
Was motiviert Euch?
Wir haben das Glück, auf diesem wunderschönen Stückchen Erde leben zu dürfen. Damit haben wir aber auch Verantwortung übernommen und
durch die aktuelle gnadenlose Ausbeutung unserer Erde sehen wir es als unsere Pflicht, geschützte Biotope zu schaffen, in dem vom Aussterben bedrohte Pflanzen und Tiere ein Refugium finden!
Viele unserer Besucher sagen, daß wir in einen Paradies leben würden! Das sehen wir auch so und wir wollen es unter allen Umständen schützen und erweitern..!
Seit Jahren versuchen wir z.B. eine ehemalige Monokultur , eine große Fichtenschonung von ca. 3000 qm, durch Abholzung und anschließender Neubepflanzung mit alten einheimischen Baum-und Strauchgehölzen Artenvielfalt zu schaffen und der bedrohten Tierwelt ein Refugium zum Überleben und zur freien Entfaltung zu geben.
u.a.: gehört ein über 100 J. alter Mischwald zu unserem Grundstück, den wir seit ca. 10 Jahren, bis auf kleinere Pflegearbeiten und Müllbeseitigung sich selbst überlassen, um dort die Möglichkeit zu schaffen, vielen bedrohten Tieren einen Lebensraum zu geben. Viele Wildtiere konnten sich dort schon ansiedeln und durch die zukünftige Entstehung zweier Feucht- Biotope, im Rahmen des AKA 500 Projektes, werden sich dort viele weitere Tiere ansiedeln können!
Wir wollen noch mehr aktiv FÜR den Umweltschutz und GEGEN das Artensterben der einheimischen Flora und Fauna tun und einen Lebensraum, für vom Aussterben bedrohte Pflanzen und Tiere schaffen.
Auch soll es ein Ort sein, an dem wir und unsere Nachkommen in Respekt und Harmonie mit der Natur leben können….!
Zudem haben wir vor einigen Jahren angefangen, im Sinne der „Permakultur „, Obst und Gemüse anzubauen, von dem Tiere und Menschen profitieren sollen !
Wir möchten unserem Grundstück,nach allen Möglichkeiten die sich bieten, der Natur etwas zurück geben und selbst ein Teil davon sein…
b) Wofür steht „YoNaMo`s kleine Arche“? Was für Tiere leben bei Euch?
„YoNaMo’s kleine Arche“ steht für Artenvielfalt, Artenschutz, Nachhaltigkeit, Künstlerisches und kreatives Schaffen, so wie Respekt und Liebe zur Natur !
Bei uns leben unter anderem alte Tierrassen wie Brahma- & Lachshühner, sowie Bronze- Puten.
Wir werden u.a. in Zukunft einige Hühner aus Legebatterien aufnehmen, die sonst nach einem einjährigen Leben als ‚Eier- Legemaschinen‘ getötet würden, und Ihnen ein würdiges Leben bei uns ermöglichen!
Wesensgemäße Bienenhaltung ist u.a. ein weiteres geplantes Projekt, sowie Wärme und Brenngas Erzeugung durch einfache Biomeiler, direkte Nutzung von Sonnenenergie u.v.m.
Außerdem leben mit uns; zwei Hunde, zwei Katzen, Siebenschläfer, Eichhörnchen, Fledermäuse, Kauze, ein Bussardpärchen, Spechte, sowie viele Sing- & Wildvögel.
Zudem versuchen wir, achtsam mit unseren Ressourcen umzugehen und z.B. zu reparieren bzw. zu erhalten, bevor wir „Neues“ kaufen.
Wir versuchen so viel wie möglich selber zu machen.
Ausserdem streben wir eine möglichst umfangreiche Selbstversorgung im Sinne der Permakultur an!
Wir möchten ‚altes Wissen‘, z.B. über den Anbau von Obst und Gemüse sammeln, anwenden und weitergeben .
Ebenso sollen Permakultur bedingte Überschüsse von Obst und Gemüse etc. gegen Hand, geteilt werden !
Auch die Erhaltung alter Haustierrassen liegt uns am Herzen ♡, genauso wie
Ressourcen zu schonen und regionale Rohstoffe zu nutzen, Re- und Up-Cycling.
z.b.: Heizen wir ausschließlich mit regional wachsendem Brennholz und verwenden zu einem großen Teil selbst erzeugte Lebensmittel u.v.m…
c) Welche Wünsche und Hoffnungen habt Ihr in Bezug auf das 500-AKA-Projekt?
Durch das Projekt haben wir den Wunsch, die Möglichkeit und die Hoffnung, dass die Artenvielfalt in kürzerer Zeit um ein vielfaches zunimmt und wir so noch mehr bedrohten Tieren und Pflanzen einen geschützten Lebensraum geben.
Wir sind dankbar, das wir an dem Projekt 500-AKA teilnehmen dürfen und so ein kleines „Pflaster“ auf die Erde kleben können ♡
d) Was sind Eure Lieblings-Wildtiere und Wildpflanzen?
Zu unseren Lieblings – Wildtieren gehören unter anderem…
Igel, Siebenschläfer, Maus, Eichhörnchen, Hase, Fuchs, Luchs, Wildkatze, Reh, Wolf, Eisvogel, Eule, Kauz, Specht, Rotkehlchen, Bachstelze, Meise, Zaunkönig, Nachtigall, alle Amphibienarten, Wildbienen & Hornissen.
Unsere liebsten Wildpflanzen sind unter anderem…
Buchen, Eichen, Birken, Kiefern, wilde Obstbäume- & Beerensträucher, Haselnuss, Weide, Butterblumen, Gänseblümchen, Löwenzahn, Brennessel sowie alle Wildkräuter & Heilkräuter!
Wir mögen alle Pflanzen und Tiere ♡
e) Ihr geltet als große Unterstützer von Permakultur. Könnt Ihr kurz erläutern, was ‚Permakultur‘ ist ?
Die Permakultur zeichnet sich durch bestimmte Prinzipien aus .
Diese alle im Detail zu erläutern, würde jetzt vermutlich den Rahmen sprengen…
Daher möchten wir, die ‚Permakultur‘ in drei vereinfachten Säulen darstellen, von der sich dann eigentlich alle Prinzipien ableiten lassen.
1.Säule:
Der Ursprung der ‚Permakultur‘ liegt im Biologischen Anbau.
Es geht darum, die Natur zu beobachten, von ihr zu lernen und mit ihr im Einklang zu leben, selbst erhaltende Biotope und Symbiosen für Flora und Fauna zu schaffen.
Ein Beispiel u.a. ist der dringend notwendige Humusaufbau !
Und letztendlich, im Einklang mit der Natur, sich selbst zu versorgen. „Altes Wissen“ soll erhalten, gesammelt und weitergegeben werden !
Erträge und Überschuss soll geteilt werden !
Auch geht es darum, möglichst ohne technische Geräte auszukommen. Was an maschineller Unterstützung sinnvoll ist, kann selbstverständlich genutzt werden!
Der Grundsatz ist: Natur führt, Technik folgt !
Säule 2:
Die Fläche unserer Erde ist begrenzt. Der einzige Weg, diese Grenzen zu erweitern liegt darin, Vielfalt zu ermöglichen…
In der Permakultur geht es darum, mit den vorhandenen Flächen auszukommen, eigene Energie – & Nährstoffkreisläufe ( selbsterhaltende Biotope) zu schaffen, mit seinen Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen und auszukommen, sowie Vielfalt und Artenreichtum anzusiedeln.
Und aus Fehlern zu lernen 😉
Auch ein regionaler Austausch & Kooperationen gehören dazu!
Säule 3:
Die 3.Säule ist die Selbstreflektion. Wir haben Verantwortung für unser Land, für die Tiere und Pflanzen und auch für die Menschen, die auf und von diesem Land leben.
Wir sollten uns u.a. immer wieder folgende Fragen stellen:
– Können wir das, was wir auf unserem Land tun verantworten?
– Schade ich dem Boden, oder tue ich ihm gut?
– Möchte ich z.B. bei uns auf dem Hof ein Tier sein ?
– Geht es den Menschen, die mit mir zusammen auf dem Hof leben gut ?
Wir versuchen, in unserem Rahmen eine individuelle Lösung zu finden ♡
Im großen “ Stil “ angewandt, könnten die prinzipien der Permakultur unserem Planeten aus der aktuellen Misere helfen !
f) Was wird auf Eurem Grundstück innerhalb des Projektes umgesetzt?
Bei uns werden unter anderem entstehen:
* mehrere Feuchtbiotope
* einige Blüh- und Streuobstwiesen
* Trockenmauern für Amphibien & Insekten
* sowie viele Nistkästen für bedrohte Vogelarten u.v.m.
Wer sich weiterhin informieren, mitmachen und teilhaben möchte, kann sich gern bei uns melden :
Wir freuen uns sehr über die Unterstützung von Kai Behncke und allen freiwilligen Helfern und auf die baldige Umsetztung des 500-AKA Projektes und bedanken uns für das Interview und Euer Interesse !!
Die fünf Hühner aus der Massentierhaltung haben die ersten beiden Nächte gut überstanden.
Sie leben im Hühnerpalast und bekommen Nachts viel Wärme durch etliche weitere Hühner, die sich an sie rankuscheln.
Die Temperatur im Stall ist trotz der Minusgrade draussen ganz muckelig.
Gänzlich „frei“ können sie aufgrund der Einstallpflicht noch nicht leben, heute durften sie aber immerhin eine Stunde in die Sonne.
Und wie sie das genossen haben! Herrliche Wärme und Licht, frische Luft!
Sie sind noch sehr schreckhaft und haben teilweise schlimme Wunden an ihren fast unbefederten Körpern.
Ein bisschen sehen sie aus wie Gespenster. Unfassbar, dass Menschen Tiere so halten können.
Sie trinken noch immer sehr viel und haben heute das erste Mal Salat und einen Apfel gegessen. Ganz
langsam lernen sie das Leben kennen. Das wird schon 🙂
Gemeinsam heute Blühwiese Nummer 194 geschaffen. ☺🐝🦇🦗🦉🦉🌳🐾🐾😊
Bei einer sehr netten Familie in Oberholsten. Danke an Daniela Bischoff für die tatkräftige Unterstützung.
Richtig gut: Der Blühwiesenkorridor (siehe Karte) zieht sich immer weiter.
Westerhausen/Föckinghausen/Oldendorf/Oberholsten weisen schon eine beachtliche Abdeckung auf.
Familie Bischoff hat 800 m² für das Projekt „500 AKA“ für 20 Jahre zur Verfügung gestellt.
Wer diesen Weg mit uns geht, der bekommt, wenn er will, das „große Gesteck“ 🙂
Blühwiesen, Trockensteinmauern, Nisthilfen, Hecken, Feuchtbiotop, Obstbäume, Setzlinge etc.
Heute einen Steinkauzkasten aufgehangen. Steinkäuze lieben weite Offenlandschaften und alte Obstbäume.
Hier wird bestimmt einer sesshaft werden.
Blumiger Landkreis Osnabrück. Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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