Die „Nach-uns-die-Sintflut-Preise“ für die politischen Entscheidungen mit dem mutmaßlich negativsten Einfluss
auf Artenvielfalt und Klimahaushalt in Stadt und Landkreis Osnabrück stehen seit heute fest.
Hitzige Diskussionen, hier und dort auch etwas Zoff, ordentlich Bewegung an der Basis! Auch intern sind nicht immer alle einer Meinung. Sehr gut! Einige Entscheidungen noch einmal „neu gedacht“
…naja – noch einmal neu entschieden, veränderte Faktenlagen, viel Input, mit ordentlich Vehemenz…Mannomann…Das nennt man „Diskussion mit Zündstoff“. Die Basis bleibt wild!! – sehr schön! Ohne Rücksicht auf Verluste…gut so!
Verraten wird noch nichts…
Verliehen werden die „Zitronen-Auszeichnungen“ in einiger Zeit von „Fridays for Future Osnabrück“
sowie der „gUG Umweltschutz und Lebenshilfe Melle“.
An der Abstimmung für den Publikumspreis waren 85 Nennungen aus der Bevölkerung beteiligt.
Nun wird alles für die Ehrungen vorbereitet.
Das wird vermutlich Diskussionen geben, aber das ist auch sehr gut so.
Sehr sehr gut! Projekte mit der Landwirtschaft! 😊🐌🍏🐝🚜🚜🚜
Als Querprojekte von „Blumiger Landkreis Osnabrück“
oder aber von „500 AKA – 500 Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück“ gibt es neue Verbindungen und erste Ideen für gemeinsame Projekte mit der Landwirtschaft.
Auch verschiedene ParteivertreterInnen aus unterschiedlichen Landkreis-Kommunen haben sich gemeldet und wollen entsprechende Initiativen anschieben.
Klasse!
Absolut genial! Das Artensterben lässt sich (definitiv und zweifelsfrei) nur gemeinsam mit LandwirtInnen in den Griff bekommen.
Zudem wird es auch darum gehen, die positiven Leistungen von Landwirten einmal hervorzuheben (und das ist nicht ganz wenig!).
Landwirtschaft und Artenschutz?
Entgegen der bizarr-falschen und leider landläufigen Meinung in sozialen Netzwerken („Die Landwirte sind schuld!“)
ist die Situation viel komplexer. Es ist keineswegs so einfach, wie es einige Menschen in einer gewissen, sagen wir mal, „geistigen Bequemlichkeit“
gerne darstellen. Neben dem Artensterben haben wir auch ein Höfesterben (siehe Grafik).
Anbei einmal einige kleine Stellungnahmen aus der Literatur (wohlgemerkt von ausgewiesen NaturschützerInnen und
Öko-Freunden):
Busse (2019, S. 151 f.) analysiert völlig richtig „Allein den Landwirten zuzurufen, ändert das mal mit dem Insektensterben, ist (.) zu einfach. (…). Die Art und Weise, wie auf unseren Flächen Landwirtschaft betrieben wird, ob insektenfreundlich oder eben nicht, liegt nicht allein in der Verantwortung der Landwirtinnen und Landwirte. Dafür sind ebenso die Lebensmittelhersteller verantwortlich, der Handel, die Konsumenten und natürlich alle Verantwortlichen aus der Politik (…). Damit dürfte klar sein: So wie es keine einfachen Ursachen für das Verschwinden der Insekten gibt, so gibt es auch keine einzelnen Schuldigen. Sondern eine gemeinsame Verantwortung – und einen großen Druck endlich zu handeln“.
Und weiter schreibt sie: „Solange die Landwirte unter dem Diktat niedriger und schwankender Weltmarktpreise wirtschaften müssen, können sie sich nur schwer daraus befreien“ (ebda, S. 248).
Busse, T. (2019): Das Sterben der anderen. Wie wir die biologische Vielfalt noch retten können.
„Nicht die Bauern, insbesondere nicht die kleinen Familienbetriebe und schon gar nicht die Ökolandwirte, gehören an den Pranger, sondern ein System, das starsinnig am natur- und menschenverachtenden Prinzip des „wachse oder weiche!“ festhält und das Mantra der Alternativlosigkeit einer zutiefst umweltschädlichen Lebensweise predigt“ (Segerer, Rosenkranz 2019, S. 121).
Segerer, A.; Rosenkranz E. (2018): Das große Insektensterben. Was es bedeutet und was wir jetzt tun müssen
„Die verbleibenden Landwirte werden immer weiter in eine Sackgasse getrieben, aus der nur schwer zu entkommen ist. Sie müssen immer mehr Dünger und Spritzmittel einsetzen, um das gegenwärtig herrschende Preisdumping am Lebensmittelmarkt zu überstehen“ (Grassberger 2020, S. 69)
Grassberger, M. (2020): Das leise Sterben. Warum wir eine landwirtschaftliche Revolution brauchen, um eine gesunde Zukunft zu haben.
„Sowohl die unglaubliche Verschwendung als auch die fehlende Wertschätzung von Lebensmitteln („billig“ gefährdet Vielfalt) ist eine Missachtung bäuerlicher Arbeit“ (Segerer, Rosenkranz 2019, S. 167).
Und der große Naturschützer Berthold schreibt (2017, S.107 ff.):
„An dieser Stelle möchte ich noch ein Plädoyer für unsere Landwirte loswerden. Sosehr die heutige Landwirtschaft an erster Stelle für den Artenrückgang verantwortlich ist – es wäre ungerecht, dafür an erster Stelle oder gar allein die Landwirte zu beschuldigen. Landwirte – die wir nicht verwechseln dürfen mit den agrarindustriellen Großbetriebs-„Baronen“ – sind schon fast eine geschrumpfte Randgruppe oder eine Art „niedere Kaste“ in der Bevölkerung geworden, die, von verschiedenen Konzernen geknebelt, möglichst immer billigere Lebensmittel produzieren sollen, damit der große Rest der Gesellschaft so viel Geld wie möglich für „wichtigere“ Dinge als die Ernährung ausgeben kann. Den längst von (…) dem Großteil der Bevölkerung im Stich gelassenen Landwirten bleibt gar nichts anderes übrig, als aus ihren Flächen herauszupressen, was geht, wenn sie in der heutigen gnadenlosen Konsum- und Freizeitgesellschaft überleben wollen. Und selbst so bleiben noch jedes Jahr nach wie vor viele von ihnen auf der Strecke.
Die auf maximale Ausbeute ausgerichtete Raubbau-Landwirtschaft unserer Zeit, die die Artenvielfalt vernichtet, haben somit nicht unsere Landwirte, sondern in erster Linie Staat und Gesellschaft zu verantworten. (…) Solange Lebensmittel für das Gros der Bevölkerung dann am interessantesten sind, wenn man sie irgendwo zu Spottpreisen im Sonderangebot aus dem Regal nehmen kann, solange Bauern fast ohne Freizeit arbeiten und dabei möglichst weder mit ihrem Vieh Lärm und Gestank verbreiten noch mit ihren Maschinen den Straßenverkehr behindern sollten (…) werden unsere Landwirte zwar die Haupttäter beim Artenvernichtungsfeldzug in unseren Feldfluren bleiben, aber eben beileibe nicht die eigentlichen Schuldigen.“
Berthold, Peter (2017): Unsere Vögel. Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können.
„Alles, was Insekten helfen würde – Blühstreifen, Ackerbrachen, Hecken, Verzicht auf Pestizide, standortgerechte und vielfältige Frucht- und Sortenwahl, kostet Ertrag. Deshalb müsste Naturschutz stärker belohnt werden, damit einhergehende Verluste kompensiert werden“ (2020, S. 255).
Settele, J. (2020): Die Triple-Krise: Artensterben, Klimawandel, Pandemien: Warum wir dringend handeln müssen
„In Deutschland hat seit 1990 über die Hälfte der Bauern aufgegeben. Während man im Jahr 2000 in Deutschland 450.000 Höfe zählte, sind es mittlerweile weniger als 266.000“ (Grassberger 2020, S. 68).
Grassberger (2020) nimmt Bezug zu einem „Tabuthema“: „Befeuert durch das derzeitige System, nehmen Burn-out und psychische Erkrankungen bei Landwirten drastisch zu. (…).
Hinzu kommen die steigenden bürokratischen Anforderungen, erheblicher wirtschaftlicher Druck, sinkende Preise und fehlende Wertschätzung. Problematisch in diesem Zusammenhang ist auch der Umstand, dass Landwirte ständig als Täter portraitiert werden, schuldig durch ihre landwirtschaftlichen Praktiken,
schuld durch die Verwendung chemischer Produkte. Schlussendlich sind auch sie in vielerlei Hinsicht Opfer eines perfiden Systems geworden, das sie im Würgegriff hält.“ (S. 72f.)
Auch da müssen wir ran. Als gesamte Gesellschaft!
Der Zeitplan ist Ultra-Straff in diesem Jahr und der Kalender ist „zum Bersten voll“.
Es sind jetzt schon kaum noch Termine frei (gut so!).
Etliche Maßnahmen (zumindest jene, bei denen wir dabei sind) werden dann sicherlich auch auf 2022 ausgelagert.
Bereits jetzt beginnen die Vorbereitungen, um die Projekte auch in 2023 und 2024 gestalten und Materialien finanzieren zu können.
Wenn wir alle mitanpacken – dann gestalten wir unsere Region zum Positiven. Und wir ALLE haben etwas davon!
Blumiger Landkreis Osnabrück Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen http://blumiger-lkos.de
Bildquelle: Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und Bauernhöfe in Deutschland bis 2019 (in 1.000) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36094/umfrage/landwirtschaft—anzahl-der-betriebe-in-deutschland/
Ein trüber, nasser und grauer Tag.
Für zwei Warzenenten vielleicht dennoch einer der schönsten Tage ihres Lebens.
Die beiden kommen aus nicht so guter Haltung. Gestern sind sie hier angereist.
Gerade erst einmal ausgiebig frischen Salat gefuttert, und Körner bis zum Abwinken.
Und ein ausgiebiges Bad in großen Mengen frischen und klaren Wassers genommen.
Das Wasser ist danach braun – war wohl nötig 🙂
Danke an Tanja Bültermann, die die Tiere gebracht hat.
Jetzt sind wir erstmal voll belegt. Vorerst werden keine weiteren Tiere aufgenommen.
Freitag kommen die Schafe.
Große Klasse – auch Bissendorf hat eine weitere schöne Streuobstwiese
Vielen lieben Dank an die netten Menschen, die mitgewirkt haben.
Eine Arbeit, die für eine Einzelperson 5-6 Stunden dauert, in etwa 60 Minuten realisiert.
Es ist immer wieder schön, dass Menschen bereit sind, ihre Freizeit für den Artenschutz zu investieren.
Und auf etwas über 1000 m² wachsen jetzt viele alte Sorten. Kirschen, Birnen, Äpfel, Pflaumen (Maren Mandry, Monika Krenitz).
Wo? Straße „Am Berg“.
Streuobstwiesen gehören zu den „Heiliger-Gral-Biotopen“ .
Bis zu 5000 Arten können hier profitieren. Wieder ein Lichtblick mehr im Landkreis.
Danke!!
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
Die Regierung versagt beim Insektenschutz – Zeit für die Revolution! 🤨🤨🥺🥺
Und: Machen wir es doch wie Georg Nüßlein & Nikolas „Masken-Money“ Löbel – Ist doch eh alles egal!
(Vorsicht Satire – Nicht ganz ernst gemeinter Beitrag mit viel (angemessenem) schwarzen Humor)
Tja, vor ziemlich genau 4 Jahren fing unser 2-Personen-Insektenschutz-Aktionsprogramm an.
Damals noch unter dem Namen „Blumiges Melle“. Viel ist (auf lokaler/regionaler) Ebene hier seitdem passiert.
195 Blühwiesen, ein Blühwiesenkorridor, der NDR war hier, die ARD, viel Presse, naja – und sonst?
Sind wir mal ehrlich. Gesellschaftlich ist einiges passiert. Und politisch, auf Regierungsebene?
Auch im März 2021 gibt es immer noch kein vom Bundestag verabschiedetes Insektenschutzgesetz.
Jämmerlich, ein Armutszeugnis!!
Und gleichzeitig: Auf „die Regierung“ zu schimpfen wäre genauso falsch wie über „die PolitikerInnen“,
oder „die AstronautInnen“, die „HandwerkerInnen“ oder die „FloristInnen“ zu schimpfen.
Natürlich lässt sich nicht und nie „alles über einen Kamm scheren“.
Es ist, und das ist nunmal der Preis, auch ein Problem der Langsamkeit einer Demokratiie. Unterschiedliche Interessen,
langsam mahlenden Mühlen, zähe Verhandlungen – tja…das Artensterben rast seit Jahrzehnten voran, die Demokratie
hinkt hoffnungslos hinterher (in diesem Falle, ganz konkret, bedingt durch den Widerstand des BMEL).
………..
Zum Glück bin ich Präsident eines eigenen Staates, der Rebhuhnblik Ökotopia.
Eine astreine Autokratie, die sich gewaschen hat. Das macht vieles einfacher.
Heute dort im Volkseigenen Staatsforst (kurz: VeStaFo) diverse Bäume geplanzt.
In meinem Volkseigentums-Wald wachsen jetzt Hunderte Setzlinge von insgesamt 26 Arten. Ich bin stolz!
Und erstmal alle Einwohner herbei zitiert. Ein Rebhuhn (vertritt mich in allen Staatsfragen), ein Fasan,
ein Feldhase (ernsthaft! Heute dort einen
gesehen und mich gefreut wie Bolle!), einige Tagfalter, ein Silberreiher.
„Liebe Mitbewohner!“, brülle ich.
„Ihr habt hier die Freiheit das zu tun, was ich will!“
Kopfschütteln, verhaltener Beifall…
„Und heute ist es an der Zeit für eine zünftige Militärparade!“
Lautes Stöhnen…“Nicht schon wieeeeeeder“, höre ich das Rebhuhn murmeln.
„Watt denn?“, brülle ich. „Watt is denn gegen eine Militärparade einzuwenden?“
„Nur schwache Systeme haben das nötig!“, antwortet ein Tagpfauenaue.
„Papperlapapp! Im Handbuch der Autokraten steht, dass ein Staat das braucht! Als Zeichen an die Welt!
Also los! Und die Hymne singen!“
Missmutig ziehen Rebhuhn, Fasan und Silberreiher eine Kirschkern-Fletsche über den Acker und singen
schräg und und etwas blöd unseren Song: „Ökotopia, Du mein Staat! Und wir alle werden sehn – Du wirst niemals untergehn….“
Ich bin zufrieden. Der Welt zeigen, was wir haben. Wer frech wird, der bekommt den militärischen
Erstschlag zu spüren. Kirschkerne aus allen Rohren! Ich weiß hier die Einwohner auf meiner Seite.
Ein Insektenschutzgesetz, das haben wir binnen 10 Minuten gestrickt!
Wie kann die Bundesregierung dafür 4 Jahre brauchen – und immer noch kein Abschluss?!
Meine Einwohner sind glücklich! Das lernt man als erstes im Autokratie-Seminar.
Und ich betone: „Aber ich liebe doch alle Menschen!“ (der fast-Autokrat Erich Mielke), und jederzeit erkenne ich:
„Das Volk liebt mich“ (Imelda Marcos, Philippinen. Die Dame, die 3000 Paar Schuhe besaß, während das Volk hungerte).
In Ökotopia lebe ich in der Wandlitz-Siedlung. Meine Nachbarn (in der Nebenrepublik)
sind Erich und Margot. Margot wundert sich häufig über die langen Schlangen vor den Einkaufsläden.
„Ich verstehe das auch nicht!“, sage ich. „Südfrüchte, Westfernsehen, wieso stehen die an? Worauf warten die?“
Verständnisloses Kopfschütteln auch bei Erich…
Meinen Einwohner erkläre ich, dass es hier kein Mehrparteiensystem gibt. Frenetischer Beifall.
Macht auch mehr Sinn – die unterschiedlichen Wahlmöglichkeiten verwirren nur. Entscheidungen einfach halten!
DAS ! bringt voran!
Und wieso wählen? Da gibt es Wichtigeres.
Unserer neue SOWJET (StreuObstWiese-Jetzt)-Wiese z.B.! Seit heute 40 Obstbäume, alte Sorten!
Ich werde bald einen Koch aus Japan entführen lassen und frage bei Kim Il-sung (Teil 3) nach, wie man das am Besten macht.
Politische Gegner (das Rebhun schaut mich manchmal so komisch an) werden vermutlich den Krokodilen zum Fraß vorgeworfen
(Jean-Bédel Bokassa, Zentralafrika). Konterrevolutionen bringen uns nicht weiter!
Ich mache mir Sorgen um meine Gesundheit oder unliebsame Opponenten.
Meine Securitate veranlasse ich, bei Besuchen alles komplett keimfrei zu gestalten (Nicolae Ceaușescu),
ich möchte da kein Risiko eingehen. Der alte Nicolae, der Vorzeigediktator, wusste schon in den 80ern, wie man sich gegen Pandemien wappnet.
JA, und irgendwie muss ich ja auch an mein persönliches Auskommen denken.
Da greife ich auch bewährte Muster einer bekannten Demokratie zurück.
Verzweifelt versuche ich per Handy Nikolas „Masken-Money“ Löbel zu erreichen. Er geht nicht ran.
In einer Demokratie das Bundestagsmandat zu missbrauchen, für den eigenen Vorteil, inmitten der größten Krise seit
dem 2. Weltkrieg! Klasse! Genial! Und dann auch noch das Mandat bis zum August behalten zu wollen – mit allen Bezügen (?). Wow, ganz großes Kino!
Da kann ich was von lernen! Auch Max Streibl hilft mir gerne weiter. „Freunde zu haben, ist das eine Schande bei uns in Ökotopia?“
Und nicht zu vergessen das alte Stahlgewitter Manfred Kanther – ich besorge mir hilfreiche Tipps wie ich Gelder nach Lichtenstein
transferieren kann.
Der Silberreiher – das merke ich deutlich – stellt zuweilen kritische Fragen. Ich glaube, er hat was gemerkt…
In meiner Autokratie sehe ich das eigentlich nicht so gerne!
Ich halte also eine Pressekonferenz ab (mit freundlichen Grüßen an Uwe Barschel):
„…gebe ich Ihnen, gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Ökotopia
und der gesamten Ökotopia-Öffentlichkeit mein Ehrenwort – ich wiederhole: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!
– dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind!“
Um für gute Laune zu sorgen, halte ich eine weitere Militärparade ab. Eine Autokratie, die was auf sich hält,
muss sich zünftig abgrenzen!
Ich bin nicht ganz sicher, aber ich meine der Wind hätte höhnische
Wortfetzen wie „Fahne hoch“, und ….“Reihen fest geschlossen“ an mein Ohr geweht. Da verstehe selbst ich keinen Spaß! Was zu viel ist, ist zu viel!
Umgehend lasse ich alle Teilnehmer verhaften!
Das wäre ja noch schöner! Die Ironie missverstehend entscheide ich: Solche Elemente haben hier nichts zu suchen!
Ja, das wäre ja fast so, als ob jemand mit einer Vergangenheit wie Kurt Georg Kiesinger z.B. Bundeskanzler wäre und „mir nichts, dir nichts“ Gesetze zur Verjährung von NS-Kriegsverbrechen
einführen würde. In einer Demokratie undenkbar!
Im Ernst: Eine Demokratrie ist das höchste Gut! Mit allen Fehlern und mit allem Nutzen!
Nikolas „Masken-Money“ Löbel & Co. hin oder her…
Trotzdem wäre es irgendwie schön, wenn mal endlich ein Insektenschutz-Gesetz durch den Bundestag verabschiedet würde.
Bis dem (irgendwann) so ist gilt einmal mehr: SELBER und MACHEN (in diesem Falle auf Naturschutzebene) können auch helfen…
Die Situation ist nicht zwingend Vertrauen fördernd, aber das ist dann eben so.
Wer ein besseres System kennt, gerne melden…
Die müden, klappringen Knochen aufgerappelt und die nächste Blühwiesenaufwertung vorgenommen. 🙃🦔🌻🌞🐾🐝🐛🦋🐌
Vielen vielen Dank an das Unternehmen Bunny Tierernährung GmbH in Melle-Riemsloh.
Hier heute auf etwa 2500 m² eine XXL-Blühwiese angelegt.
Dafür das „graue Gold“ genommen, die sog. „Osnabrücker Mischung“ (konzipiert für den Landkreis
Osnabrück von der Hochschule OS). Regiozertifiziert und unglaublich hochwertig. Über 40 Arten!
Die Bunny Tierernährung GmbH hat sich bereit erklärt, die Pflege zu übernehmen. Spitze!
Definitiv wird hier ein hochwertiges Biotop für die Artenvielfalt entstehen.
Gefräst, gesät, gewalzt. Viele bedrohte Insektenarten werden sich freuen.
Danke!
Die Hauptsaison geht jetzt los. Sorry, wenn Emails oder Nachrichten erst mit Verspätung bearbeitet werden (mehrere Tage).
Der übliche Wahnsinn 😉
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
Okidoki, die Entscheidung ist gefallen.
3 Lämmer und ihre jeweiligen Mutterschafe werden freigekauft.
Genau wie an Weihnachten (für Gänse) haben wir auch vor Ostern einen Geldtopf, um Lämmer (und möglichst auch ihre Mütter)
vor der Schlachtung zu bewahren.
Vermutlich ziehen die Tiere schon in etwa einer Woche zu uns.
Es ist schön, dass es geklappt hat 🙂 Trennt man Schafe oder Ziegen von ihren Lämmern,
dann spielen sich teilweise schreckliche Dramen ab. Das möchte man nicht miterleben.
Bianca Thomas, Birgit Neumann, Deirdre Lange Eekhoff: Habt Ihr noch Interesse an einer Patenschaft?
Vielen lieben Dank an Jutta Zein, die die recht schwierigen Verhandlungen vor Ort übernommen hat.
Der Freikauf kostet insgesamt 700 Euro.
Wer möchte, kann gerne etwas spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck
700 Euro klingt nach viel Geld. Ist es auch, definitiv! Um die Lebewesen zu retten ist es das jedoch allemal Wert.
Und der „externe Nutzen“ (das Korrektiv zu den „externen Kosten z.B. bei Flugreisen) ist enorm hoch.
Externer Nutzen – was soll das sein?
Nun, gesellschaftlich, z.B. im Rahmen der Klimakrise wird gerne von externen Kosten gesprochen.
Ein Flug nach Mallorca z.B. ist deutlich teuer, als es finanziell (Buchung) kostet. Es kommt eben noch der gesellschaftliche Aufwand
hinzu für Ausgaben, welche aktuell und in Zukunft für Klimaschutzmaßnahmen getätigt werden müssen.
Genauso ist es beim externen Nutzen für die Gesellschaft. Schafe und Ziegen weiden schonend Streuobst- und Blühwiesen ab.
Mit ihren Hinterlassenschaften und ihrer Beweidung sorgen sie für wertvolle Refugien für Insekten.
Als Beweidung führen wir die sog. „Stoßbeweidung“ durch. In einer Kommando-Aktion kommen die Tiere mit einer hohen Tierdichte
für einen kurzen Zeitraum auf verschiedene Flächen. Das führt zu sandigen Offenstellen (wichtig für Wildbienen), unregelmässigem
Fraßschnitt (gut für Blühwiesen), über Jahre stehenbleibenden Halmen (wichtig für Stängelbrüter) und Tiermist (gut für verschiedene
Insekten). Am Ende der Mahd wird der Tiermist (in Teilen) zusammengeharkt und abtransportiert, damit die Flächen ausmagern.
Nachweislich führt eine hohe Biodiversität zu einem verbesserten Schutz vor Pandemien.
Nachweislich ist eine hohe Artenvielfalt wichtig zur Stabilisierung ökologischewr Zusammenhänge.
Ein „Schafleben“ ist schon deswegen für die Gesellschaft viel viel wertvoller als 100x Euro.
Und für die Anwohner: Wenn der Arbeitstag mal „so richtig Scheiße“ war (im Büro, am Förderband, in der Werkshalle, an der Kasse…).
Am Abend mit ner Tasse Kaffee oder nem Bier gemütlich grasende Schafe und Ziegen zu beobachten, fördert das Wohlbefinden :-).
Und für Mütter und Lämmer ist es ein Traum, zusammen groß und alt werden zu können.
Wichtig zu betonen ist: Ein Glück können wir das Projekt „500 AKA – 500 Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück“
umsetzen. Genau DAS (!) nämlich hat den Tieren das Leben gerettet. Andernfalls hätten wir nicht den Platz gehabt.
Da sieht man mal, welche Nebeneffekte Artenschutz haben kann.
Biotope anlegen bedeutet Leben retten – in mehrfacher Hinsicht
Weitere Obstbäume gepflanzt, und jede Menge Laub- und Nadelbäume. Noch 2,3 Tagen haben wir Zeit, um
Bäume zu pflanzen, dann ist die Einpflanzsaison vorbei.
Alte Obstsorten, Buchen, Pappeln, Birken. Gegen die Klimaerwärmung werden die kleinen Klimaschutzhaine einen kleinen Beitrag leisten.
Zudem heute jede Menge „Gewinner“ der Klimakrise gepflanzt. Walnüsse, Edel-Kastanien (Maronen), Roteichen, Schwarzkiefern.
Diese Bäume werden in den nächsten 30 Jahren an Bedeutung zunehmen.
Zudem Setzlinge für Vogelschutzhecken: Heckenrosen, Hartriegel, Traubenkirsche, Wacholder, Felsenbirne.
Die Vögel lieben es!
Ja, und Biotope schaffen nicht nur rettende Lebensinseln für Insekten, Vögel, Amphibien, Reptilien & Co.
Blüh- und Streuobstwiesen retten auch Schafe und Ziegen vor dem Schlachthof.
Bald ist Ostern. Soll ja jeder feiern, wie er oder sie mag.
Uns erreichte heute jedoch ein Notfall! 10 Schafe (teilweise tragend) und ihre bereit geborenen Lämmer stehen kurz vor der Schlachtung,
wenn sie nicht freigekauft werden! Wir wissen nicht, ob es sich um einen kommerziellen Tierhändler handelt. Ein Freikauf
ist dann ja immer „solala“, weil der Kauf das System der Tierhaltung eher stabilisiert als verändert.
Kann aber auch sein, dass es einfach nur eine Hobby-Haltung ist, die beendet wird.
Lirum, Larum. Egal! Für die Schafe ist das gänzlich unerheblich. Die kleinen Lämmer und ihre Muttis bangen um ihr Leben.
Wir werden 2 Muttertiere (+ Lämmer) freikaufen. Bereits mehrfach versucht heute, irgendwie mit der vermittelnden Person Kontakt aufzunehmen, bislang jedoch
ohne Erfolg 🙁 …hmhh…bestimmt kommt aber noch eine Rückmeldung…:-) (bitte dringend melden, damit wir die nötigen Schritte in die Wege leiten können).
Denn auf den Biotopen hier haben sie eine sinnvolle Aufgabe: Streuobst- und Blühwiesen pflegen. Zum Schutze vieler Insekten.
Und die Mutterschafe können mit ihren Lämmern gemeinsam alt werden 🙂
Wenn neue Schafe und Ziegen hier ankommen, dann halte ich in der Regel eine kleine Ansprache:
„Ihr entscheidet ob Ihr bleiben wollt. Ihr könnt hier machen was Ihr wollt und so alt werden, wie Ihr wollt.
Naja, ok, Böcke werden kastriert, aber besser als geschlachtet, oder?
Und ihr bekommt einen Unterstand, die Klauen werden regelmässig geschnitten, ihr erhaltet
eine medizinische Versorgung und super Futter. Als Zeichen der Solidarität erwarte ich von Euch, dass Ihr Blüh- und Streuobstwiesen
pflegt, ist das ok?“
In der Regel lassen sich die Tiere dann auf den Deal drauf ein.
Hammermässig ist: Die nächsten angebotenen Flächen stehen in der Warteschleife!
Das Projekt „500 AKA – 500 Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück“ wirft seine Strahlen voraus.
Auch zwei große Firmen aus Osnabrück (Namen werden noch nicht genannt) werden sich beteiligen.
Und (fast) jede neue Fläche schafft Platz für neue Tiere, für eine Weidehygiene, für eine Rettung vor dem Schlachthaus (sofern die Wiese in
einem täglich betreubaren Umkreis liegt). Grossartig ist das!
Spitzenmässiges Heu erwerben wir z.B. bei Jörg Heemann.
Heute 500 Ballen für die kommende Saison geordert 🙂
Unsere Tiere lieben es! 1a-Qualität!
Und grobe Saisonbilanz (grob überschlagen): Gepflanze Nadel- und Laubbäume: Ca. 1200 Stück
Gepflanze Obstbäume: Ca. 200 Stück
Heckensetzlinge: Ca. 400 Stück
Nicht die Rettung der Welt, aber ein kleiner Beitrag auf lokaler Ebene.
Und die nächste positive Nachricht. 🙂 😊😃🌳🦉🦗🦇🐝
Auch die Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück beteiligt sich an einer Finanzierung
des „500 AKA – 500 Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück“-Projektes.
http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de
Vielen vielen Dank! Das ermöglicht es, weitere Flächen mit Natur- und Klimaschutzmaßnahmen umzugestalten. Vorgesehen sind hierfür ein weiteres Areal in Melle und (mit hoher Wahrscheinlichkeit) eine Fläche in Wallenhorst.
Ein neuer Mitbewohner ist heute eingezogen 🙂 🙂
Warzenenten-Erpel „Dagobert“.
Das Tierheim Melle (https://tierheim-melle.de/) hat ihn vor einiger Zeit aufgenommen (niemand hat ihn vermisst) und sehr gut versorgt – er ist in einem sehr guten Zustand.
Lediglich der Kontakt zu Artgenossen fehlte etwas.
Da bei unserer Warzenententruppe aktuell auf 5 Erpel etwa 10 weibliche Enten kommen, konnten wir ihn guten Gewissens aufnehmen.
Anbei ein kleiner Film, wie sich Warzenenten Respekt verschaffen. Dagobert wird vermutlich der neue Chef, er ist ein ziemlicher Brecher!
Die Einstallpflicht wird noch viele Wochen weitergehen, solange muss sich unser Geflügel in unterschiedlichen Ställen,
unter unterschiedlichen Planen, noch etwas drängeln…
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