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Allgemein
Gelungene Klimaschutzaktion in Bissendorf/Wissingen
Geschrieben:

Klima und Artenschutzaktion in Bissendorf prima verlaufen! 🙂🌿😃🤝🤝👏👏
So werden Flächen widerstandsfähig gegen die Klimaerwärmung!

Danke an die vielen Menschen die heute mitgewirbelt haben. Danke an den SV 28 Wissingen, insbesondere Oliver Niekamp SV Wissingen
Danke an die Gemeinde Bissendorf und den Bürgermeister Guido Halfter. Danke an den lokalen Forstwirt Sebastian Langen
(http://www.baumhirten.de/) für die gute Beratung. Danke an das Hotel/Gasthaus Hubertus/Wiesehahn für die tolle Verpflegung.

Vielen Dank an die Sponsoren: die Firmen „American Base“ aus Osnabrück, die „Solarlux GmbH“,“Camina & Schmid Feuerdesign und Technik GmbH & Co. KG“, „Danwood (Vertriebsbüro Sprockhövel)“, die „Wissinger Mühle Nieragden GmbH“ (Carsten Nieragden), „Hundefriseur Anni’s Fellstübchen“, Rolf Niekamp und Michael Lange.
Heute am späten Abend (oder morgen im Laufe des Tages) folgt noch ein kleiner Film mit verschiedenen Interviews dazu.

Im Neubaugebiet Wissingen Nord wurden heute gemeinschaftlich einige Hundert Baum- und Wildgehölzsetzlinge eingepflanzt,
um gemeinsam etwas gegen das Artensterben und die Klimaerwärmung zu leisten. Etwa 25 Personen waren vor Ort.
Die Initiative und Vorbereitung dieser Aktion ging vom SV 28 Wissingen (Oliver Niekamp) aus (mega gut!!).
Ein Dank gebührt zudem der Gemeinde Bissendorf und Bürgermeister Guido Halfter, die sich für eine Flächenbereitstellung stark gemacht haben.
Danke auch an Herrn Halfter, der einen Großteil der Verpflegungskosten für alle Beteiligten heute übernommen hat. 😃🤝👍🍯🍯🍯🍴🍽🥣🍹

Eingepflanzt wurden:
Baumhasel, Wildkirsche, Roteiche, Bergahorn, Flatterulme, Esche, Feldahorn, Vogelbeere, Traubenkirsche, Besenginster, Weissdorn, Faulbaum, Felsenbirne, Heckenrose, Gemeiner Schneeball
Heckenkirsche, Kornelkirsche, Kupfer-Felsenbirne, Roter Hartriegel

Nach einigen Jahren wird das Areal etwa 3-4 Tonnen CO2 binden und zudem viel viel Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten für viele Tierarten bieten.
Die Faustgregel: 1 Baum bindet (nach einigen Jahren) etwa 10 kg CO2 pro Jahr.
Der CO2-Durschnittswert eines Bürgers der Bundesrepublik liegt (je nach Studie) zwischen 9 und 11 Tonnen CO2.
Bedeutet: Eigentlich müsste jeder Mensch (egal ob Kleinkind oder Greis) 900 bis 1100 Bäume pflanzen…

Richtig gut: Mit dem SV Wissingen und Guido Halfter bereits die nächsten Überlegungen für weitere Projekte besprochen:
Blühwiese, Trockensteinmauer, Streuobstwiese – da wird noch in diesem Jahr einiges passieren, woran sich Mensch und Tier erfreuen können.

Die Klimaschutzpflanzung wird noch durch 30 Edel-Kastanien (Maronen) ergänzt. Dann können in etlichen Jahren Menschen im Herbst
die Kastanien ernten und sich etwas Leckeres im Ofen backen.
Zum Glück jedoch haben wir im Vorfeld „mit ach und krach“ noch (fast) alle Setzlinge erhalten.
Sebastian Langen berichtete heute davon, dass „große“ Baumschulen pro Standort teilweise über eine Million Eichensetzlinge in diesem Jahr verkauft haben.
Die Klimaerwärmung und das Fichtensterben haben dazu geführt, dass der Markt fast leergefegt ist…
Baum- und Gehölzsetzlinge sind (völlig zu Recht) ein sehr kostbares Gut (geworden).

Auch das Essen und die Getränke (alles BIO, und damit auch preislich hochwertig) war wieder spitze. Erneut der leckere Traditions-Erbseneintopf vom Gasthaus Hubertus.
Ohne Tierprodukte. Eine Terrine Eintopf liegt ca. bei 40 gramm CO2.

Grundsätzlich gilt selbstverständlich: Jeder Mensch soll selber entscheiden, was er/sie essen möchte. Durch unsere Ernährung jedoch haben wir einen maßgeblichen Einfluss auf den Klimahaushalt.

Dazu einige Vergleichswerte:

1 Bratwurst (120 gramm) = ca. 350 gramm CO2 = 8-9 Terrinen Eintopf.

Einige Beispiele für Lebensmittel mit sehr hohen CO2-Äquivalenzwerten:

1 Kg Butter: Erzeugt etwa 24 Kilogramm CO2-Äquivalente

1 Kg Rindfleisch: Erzeugt etwa 13 Kilogramm CO2-Äquivalente

1 Kg Käse: Erzeugt etwa 8 Kilogramm CO2-Äquivalente

1 Kg Schweinefleisch/Hühnerfleisch: Ca. 3,3 Kilogramm CO2-Äquivalente

Einige Beispiele für Lebensmittel mit sehr geringen CO2-Äquivalenzwerten:

1 Kg Margarine: Erzeugt etwa 1,3 Kilogramm CO2-Äquivalente

1 Kg Kartoffeln: Erzeugt etwa 0,13 (!!) Kilogramm CO2-Äquivalente (130 Gramm) (im Bio-Anbau sogar noch deutlich weniger)

1 Kg Tomaten: Erzeugt etwa 0,09 (!!) Kilogramm CO2-Äquivalente (90 Gramm) (im Bio-Anbau sogar noch deutlich! weniger (30 Gramm)!)

Generell: Sämtliche Lebensmittel variieren in ihren CO2-Äquivalenten abhängig von Haltung, Fütterung und Anbauweise

Interessant jedoch auch: Eine extensive Weidehaltung beispielsweise durch Rinder hat einen sehr sehr hohen Nutzen für die Artenvielfalt.
Pro Kuhfladen können sich 200 bis 300g Insektenmasse entwickeln. Auch das gilt es zu berücksichtigen (Danke an Andrea Funcke ).
Zudem gilt: Eine Beweidung kann dazu führen, dass sich unterhalb des Grases eine massive Wurzelmasse mit einer hohen CO2-Speicherung entwickelt.
Heute dazu erstmal einige Studien und etwas Literatur bestellt, z.B. von Anita Idel (Die Kuh ist kein Klimakiller).
https://smile.amazon.de/dp/3731614634?psc=1&smid=A3JWKAKR8XB7XF&ref_=chk_typ_imgToDp

Insgesamt ist das Essen, das auf 500 AKA-Veranstaltungen angeboten wird, deutlich deutlich teuer als Produkte (z.B.) im Billig-Discounter.
Auch darum geht es: Märkte fördern! Wollen wir nachhaltige Anbauweisen, die zudem den Produzenten (Landwirten) ein höheres Salär ermöglichen? Anbauweisen, die oftmals die Artenvielfalt unterstützen?
Dann müssen wir (alle) dafür tiefer in die Tasche greifen! Das ist es wert, für eine höhere Artenvielfalt und ein verändertes
Konsumverhalten.

Die Bundesregierung strebt an, den Anteil des ökologisch orientierten Landbaus massiv in die Höhe zu schrauben.
Das geht nur über erweiterte Märkte, einen erweiterten Absatz und einen entsprechenden Konsum. Z.B. bei lokalen Klimaschutzveranstaltungen.

Aktueller Zwischenstand im 500 AKA-Projekt: Seit April 2021: 640 aktive Personen dabei.

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück

Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/
Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz

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Neue Feuchtbiotope unterstützen Klimaresilienz
Geschrieben:

Here we go! Die Saison ist gestartet. Die ersten 40 Tonnen Lehm für die kommenden Feuchtbiotope
sind heute geliefert worden. 😊🐳🐳🐳🐬🐟💦💧💦💧💦💧💦💧💦Auch neue Feuchtbiotope sind ein ganz wichtiger Baustein, um Städte oder Landschaften resistenter
gegen die Klimaerwärmung zu machen. „Klimaresilienz“ lautet das Stichwort.
Gesichert werden diese Lehm-Teiche tausenden Lebewesen das Leben retten oder aber erleichtern.
Von der Sandbiene bis zum Reh.
Zudem heute Blühwiesen ausgemagert und Vorbereitung der Pflanzaktion mit der SPD Melle begonnen.

Danke an das Unternehmen „Gartenbau Wloch“ aus Ostercappeln (https://gartenbau-wloch.de)
sowie die Transportfirma Kaufmann aus Bissendorf (https://www.kaufmann-bissendorf.de/). Gut gemacht!
Lehm (mit möglichst hohem Tonanteil, damit das Wasser nicht versickert) ist absolut Mangelware in der Natur, und es ist überhaupt nicht leicht, da in großen Mengen heranzukommen.
Sobald sich eine Möglichkeit bietet schlagen wir zu.
Denn „guter“ Lehm ist sooooo wichtig. Viele Insekten nutzen Lehmpfützen, da sie dort auch in Trockenperioden noch Feuchtigkeit aufnehmen können.
Lehm dient vielen Lebewesen zudem als Nisthilfe.

Der LBV schreibt: „Durch die weitgehende Flächenversiegelung im ländlichen und auch im städtischen Raum finden Schwalben immer weniger Material, um ihre Nester zu bauen. Zwar suchen sie in jedem Jahr ihre alten Nester wieder auf, aber diese werden oft mutwillig und illegal entfernt, wodurch sie auf einen „Neubau“ angewiesen sind. Dafür brauchen sie allerdings genug feuchte Lehm- und Erdvorkommen, die in der freien Natur stark zurückgehen.
..

Aus dem Mangel an feuchten Lehm- und Erdböden folgt, dass die Nester der Rauch- und Mehlschwalben teilweise nicht richtig fertig gebaut werden können. Sie sind instabil und drohen, auseinanderzubrechen. Dadurch sind nicht nur die Jungvögel in Gefahr, die Nester halten den Witterungsbedingungen auch weniger stand und werden im nächsten Jahr eventuell nicht mehr vorhanden sein.“
https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-haus/voegel-am-haus/schwalben/baumaterial-fuer-schwalben/

Insgesamt sind in diesem Jahr 5 Feuchtbiotopstandorte geplant (siehe Karte, blaue Punkte):
Melle/Oberholsten, Melle/Föckinghausen (hier ist die Ausschachtung bereits fertig, siehe Foto), Melle/Westerhausen, Melle/Oldendorf, Melle/Mitte.
Wie man erkennen kann: Auch durch diese Form der Verteilung wird ein Biotopverbund gefördert (https://biotopverbund-melle.de).
Die Biotopanlage ist recht simpel. Loch ausschachten (mit Tiefzone, die auch im Winter nicht gefriert, mit Flach-, Seichtwasser und Ablaichzone, Lehm (mit hohem Tonanteil) rein…Mindestens 40 cm. Mit einem Rüttler dicht machen. Wasser rein. Möglichst verschattende Pflanzen
ansiedeln, damit das Wasser nicht bei permanenter Sonneneinstrahlung sofort versickert. In heissen Trockenphasen zur Not
manuell mit Wasserkanistern nachgiessen. 20 Tonnen Lehm? Null problemo! Wer 20 Tonnen Gestein für Trockensteinmauern in Gemeinschaftsaktionen schafft, der schafft auch 20 Tonnen Lehm pro Standort ;-).

Noch einige Wiesen heute ausgemagert. Geharkt, geharkt, geharkt…abgetragen. Monotone Arbeit, die viel Sinn macht.
Auf einigen Flächen sind dieses Jahr große Dinge zu erwarten. Am Rande der Flächen, dort, wo das Schnittgut abgelagert wird, mehren sich die
Nährstoffe. Hier werden sich Brennnessel-Bestände entwickeln. Absolut gewollt. Brennnesseln sind für viele Arten der Schmetterlinge (Raupen) eine wichtige Nahrung.

In 2 Wochen steht die Baumpflanzaktion gemeinsam mit der SPD Melle an. Die Wahlkampfmaterialien des Kommunalwahlkampfes
werden dadurch kompensiert. Sehr schöne Aktion, sehr gut! Gepflanzt wird in Melle/Westerhausen an der Eisenbahnstrasse. Heute einmal einen Grobplan erstellt, damit
die Bäume weder die Obstbäume der dortigen Streuobstwiese noch die Gärten der Anrainer zu stark verschatten.
Irgendeine Lösung, sodass alle zufrieden sind, findet sich immer 🙂
Natürlich wird es auch bei dieser Veranstaltung leckeren Eintopf (BIO, ohne Tierprodukte um dadurch geringe CO2-Werte zu gewährleisten) und Heiss- und Kaltgetränke (BIO)
geben.

Biotopverbund Melle
https://biotopverbund-melle.de

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
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Vielen Dank an das Meller Kreisblatt für den schönen Artikel über den Meller Biotopverbund
Geschrieben:

Vielen Dank an das Meller Kreisblatt für den schönen Artikel über den Meller Biotopverbund. Vielen Dank an Gabriele Mörixmann. Vielen Dank an Frank Vornholt für die Initialzündung. 🦋👍🌿

https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/2530362/was-der-biotopverbund-melle-ist-und-wie-man-mitmachen-kann

Richtig gut ist: Es werden mehr und mehr Menschen, die mitmachen, aus den unterschiedlichsten Kreisen. Die unterschiedlichsten Parteien, „Ökos“, „Konservative“…Und genau so soll es sein. Es gibt keine klassische „Leitung“ beim Meller Biotopverbund, keine „Hierarchie“, die sagt: „Mache dies oder mache das…“. In Stufe 1 ist der Verbund ein klassisches Graswurzelprojekt, ein Mosaik, das durch das Zutun vieler Menschen gestaltet wird.

https://biotopverbund-melle.de/
https://biotopverbund-melle.de/mitmachen/

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Buch: Insektensterben in Mitteleuropa: Ursachen und Gegenmaßnahmen
Geschrieben:

Ein herrlicher frischer Morgen. Frühstück mit den Tieren und 1,5 Wochen Urlaub.🙂🦋 Der Frühling steht (bald) vor der Tür – es ist temoirär so dermaßen viel zu tun, dass das nur im Urlaub geht. Heute werden 80 Tonnen Lehm zu verschiedenen Feuchtbiotop-Baustellen geliefert, wertvolle Wasserquellen entstehen hier im Meller Stadtteil Oldendorf. Die Storchenkörbe wollen gewartet werden, einige Pflanzaktionen stehen noch an.

Die nächste Woche steht (fast) komplett im Zeichen des Insektenschutzes. Etliche Wiesen sind unbedingt noch auszumagern, die Uhr tickt…ansonsten reduziert sich die Artenvielfalt dort. Und im Februar werden die Streuopbstwiesenbäume beschnitten. Vielen Dank an Kerstin Feldhaus, die dafür ihre Unterstützung angeboten hat. 😊

Ein tolles Buch ist geliefert worden, niegelnagelneu. „Insektensterben in Mitteleuropa: Ursachen und Gegenmaßnahmen“, veröffentlicht im Sommer 2021. Hochgradig spannend und sehr objektiv wissenschaftlich. Basierend auf vielen vielen Studien werden die Gründe klar benannt: Lichtverschmutzung, Versiegelung von Flächen, Zersiedelung, Stickoxide in der Luft (als Ergebnis unseres Verkehrsverhalten), die dann abregnen und Böden zu nährstoffreich werden lassen, klinisch-sterile Privatgärten, die Folgen der intensiven Landwirtschaft und und und…
https://www.spektrum.de/news/insektensterben-die-situation-der-insekten-ist-dramatisch/1967677?

Im Interview auf Spektrum.de äussert Eckhard Hedicke, einer der Autoren, zu den Auswirkungen: „Mittlerweile sind nicht nur die Spezialisten, sondern zunehmend auch Generalisten gefährdet, die eigentlich in vielen unterschiedlichen Lebensräumen zurechtkommen. Das ist ein starkes Warnsignal für den Zustand der Natur und Landschaft insgesamt, denn das Insektensterben ist ein flächendeckendes Phänomen.“

Sehr angenehm in dem Buch ist, dass keine verkürzte Schuldzuweisungen ausgeführt werden, sondern „das große Ganze“ gesehen wird. Zweifelsfrei ist zwar klar, dass auch das aktuelle System der Landwirtschaft eine massive Ursache des Artensterbens ist, einzelnen Landwirten aber die Schuld zuzuweisen, wäre jedoch falsch und fatal und überhaupt nicht angemessen (lieber dann das eigene Handlungs- (!!!), Kauf- und Konsumverhalten hinterfragen):

Im Interview steht: „Kurz gesagt, die Landwirte sind schuld am Insektensterben? Nein, das würde ich so pauschal nicht sagen! In der Landwirtschaft war der Landnutzungswandel in den vergangenen Jahrzehnten besonders stark. Das hat massiv negative Wirkungen auf die Biodiversität, Wasserqualität und Böden. Aber die Landwirte sind ja Teil eines Systems, das darauf angelegt ist, immer mehr Lebensmittel zu einem möglichst niedrigen Preis zu produzieren. Niemand bezahlt die Landwirte für das Erzeugen von Biodiversität. Auch deshalb ist es um die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft so schlecht bestellt. Mit dem Finger auf die Landwirte zu zeigen und zu sagen »Ihr seid die Bösen«, ist jedenfalls der falsche Weg. Wir müssen das Landwirtschafts- und Ernährungssystem insgesamt verändern und dabei die Produzierenden so mitnehmen, dass sie auskömmlich arbeiten können.“

Sehr bitter ist: Die EU-Agrarpolitik (GAP) trägt, genauso wie das Kauf- und Konsumcverhalten von uns allen („Geiz ist geil!“) massiv dazu bei, dass das Insektensterben fortschreiten wird. Erst ab 2028 (!) kann hier eine neue Förderperiode eingeleitet werden.

Zitat: „Kann das Insektensterben mit derzeitigen Fördersystem der EU gestoppt werden? Nein, mit den derzeitigen Strukturen ist das nicht möglich. Es stehen zwar Fördermittel für Agrarumweltmaßnahmen zur Verfügung, diese Ansätze reichen allerdings bei Weitem nicht aus.“

Und auch zu beachten ist: Die Aufgrund unseres Konsums entstandene Tierhaltung ist sowohl ein Teil des Problems als auch ein Teil der Lösung: „Mit welchen Maßnahmen könnte man dem Insektensterben entgegenwirken? Die Verbraucher sind dabei gefragt. Wir sollten unseren Fleischkonsum dringend überdenken: Weil die Tierbestände viel zu hoch sind, landet zu viel Stickstoff in Form von Gülle auf den Feldern. Auf den überdüngten Flächen finden sich dann kaum noch Insekten. Um die vielen Tiere ernähren zu können und den Fleischertrag zu maximieren, wird in hohem Maß Soja aus Südamerika importiert, das häufig an Stelle gerodeter Regenwälder angebaut wird. Die damit importierten Nährstoffe aber bleiben bei uns im Land. In Ihrem Buch plädieren Sie auch für eine stärkere Förderung von Weidetieren. Ist das nicht ein Widerspruch? Die meisten Tiere in der EU werden im Stall bis zur Schlachtreife gemästet und sehen ihr Leben lang keine Weide. Die zusätzlichen Nährstoffe landen als Gülle trotzdem auf den Flächen, mit den bekannten negativen Auswirkungen. Rinder und andere Tiere, die extensiv gehalten werden, sind da etwas ganz anderes. Jedes Tier in der Landschaft ist gut, weil es für mehr Strukturen sorgt: Es entstehen Trampelpfade und unterschiedlich stark genutzte Flächen. An manchen Stellen ist die Vegetation kurz gefressen wie ein Golfrasen. An anderen Stellen, die den Tieren geschmacklich nicht so zusagen, kann die Vegetation höher wachsen. Die Tiere transportieren Pflanzensamen ebenso wie Insekten über größere Entfernungen. Die Weidetiere können zumindest ein wenig unsere artenreiche Urlandschaft mit großen Pflanzenfressern wie Auerochsen, Wisenten, Waldelefanten und Wollnashörnern ersetzen. Also wenn Fleisch, dann bitte aus extensiver Weidehaltung – auch als ein Beitrag zum Klimaschutz.“

Und auch auf Teile der (EU)-Politik wird eingegangen: „Hat die Politik das Ausmaß des Problems Insektensterben erkannt? Es geht ja nicht darum, dass vielleicht zwei oder drei von mehr als 30 000 Arten verschwinden. Wenn 40 Prozent der Spezies betroffen sind und die gesamte Insektenbiomasse auf einen Bruchteil ihrer früheren Größe zusammengeschrumpft ist, dann ist das katastrophal. Es gibt viele Arten, die eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Nutzpflanzen spielen oder Schädlinge fressen. Wenn diese Arten ausfallen, gehen die Erträge zurück und der Einsatz von Insektiziden steigt. Außerdem sind Insekten wichtiger Bestandteil von langen Nahrungsketten. Ohne die große Biomasse können – wie wir es aktuell schon sehen – viele Vogelarten ihren Nachwuchs nicht mehr ernähren. Kurz: Die Politik hat die Dramatik des Insektensterbens noch nicht erkannt. Sonst würde sie viel größere Anstrengungen unternehmen, um gegenzusteuern. Wissenschaft und Naturschutzpraxis kennen die nötigen Lösungen. Wir müssen sie nur viel besser kommunizieren.“

Was jedoch viel viel viel Mut macht. Es werden immer mehr Menschen, die sich engagieren. Insbesondere aus der Landwirtschaft kommen hier verstärkt Anregungen und Angebote, etwas gemeinsam für den Insektenschutz, allgemein den Artenschutz oder den Klimaschutz zu leisten. Das ist stark!!!😊👍👍👍 Wichtig ist es (unbedingt wichtig!) gesellschaftlich und individuell dafür auch „aus der Tasche zu kommen“. Wenn Landwirte Flächen für Naturschutz bereitstellen oder aber Maßnahmen ergreifen, die zu Ernteeinbussen führen, dann müssen diese Angebote bezahlt/unterstützt werden – von der Gesellschaft – und somit von uns allen! Der Nutzen betrifft ja auch uns alle. Egal ob für den Klimaschutz oder den Artenschutz. Auch hier wird es im Laufe des Jahres einige gemeinsame Projekte geben, wir freuen uns sehr darauf :-).🚜🚜

Zu spät ist es noch nicht. Nächste Woche werden wieder einige Tonnen Biomasse abgeharkt, wäre doch gelacht, wenn wir es nicht schaffen, Refugien für die kleinen Krabbel- und Flattertiere zu schaffen.

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional. https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/ Spenden: https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz

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Bäume für Klimaschutzaktion geliefert worden
Geschrieben:

Eine Vielzahl von Baum- und Heckensetzlingen für die Klimaschutzaktion am Samstag in Bissendorf/Wissingen sind heute geliefert worden 🙂🙃🍁🌴🌳🌱🌿
Vielen Dank an dieser Stelle an Oliver Niekamp SV Wissingen für die tolle Gemeinschafts-Initiative. Mit dem SV 28 Wissingen und knapp 40 Personen wird das Neubaugebiet Wissingen Nord (Bildquelle: Google Maps) resistenter gegen die Klimaerwärmung gestaltet.
Vielen Dank an dieser Stelle auch an die vielen Spender*innen, die die Klimaschutzaktion des SV 28 Wissingen finanziell unterstützen.
Z.B. die Firmen „American Base“ aus Osnabrück, die „Solarlux GmbH“,“Camina & Schmid Feuerdesign und Technik GmbH & Co. KG“, „Danwood (Vertriebsbüro Sprockhövel)“,
die „Wissinger Mühle Nieragden GmbH“ (Carsten Nieragden), „Hundefriseur Anni’s Fellstübchen“, Rolf Niekamp und Michael Lange. Vielen Dank auch an den Bürgermeister Guido Halfter, der auch dabei sein wird.

Gepflanzt wird:
Baumhasel, Wildkirsche, Edelkastanie, Roteiche, Flatterulme, Esche, Feldahorn, Traubenkirsche, Besenginster, Weissdorn, Faulbaum, Felsenbirne, Heckenrose, Gemeiner Schneeball, Heckenkirsche, Kornelkirsche, Kupfer-Felsenbirne, Roter Hartriegel
So werden Siedlungsgebiete durch einen Baumbestand gekühlt und insbesondere die Wildgehölze leisten einen wichtigen Beitrag für eine hohe Artenvielfalt.
Natürlich wird es auch wieder ein ganz ausgezeichnetes Essen für alle geben:
Einen erstklassigen BIO-Eintopf. Geachtet wird darauf, dass die Nahrungsbestandteile geringe CO2-Äquivalenzwerte aufweisen. Und tolle BIO-Drinks (vom Bio-Bier bis zum Kinderpunsch) gibt es natürlich auch, denn nach einer anstrengenden Pflanzaktion meldet sich mit ziemlicher Sicherheit der Hunger.
…und das Projekt wird noch nicht alles sein. Gesichert wird dieses Frühjahr in Wissingen eine weitere artenreiche Blühwiese mit dem SV 28 Wissingen geschaffen.
Auch über die Schaffung einer Streuobstwiese wird aktuell nachgedacht.

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
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Los geht`s. Der Meller „Junge-Menschen-Social-Media-Wettbewerb für Klima- und Artenschutz“ startet.
Geschrieben:
Los geht`s. Der Meller „Junge-Menschen-Social-Media-Wettbewerb für Klima- und Artenschutz“ startet. 😎😀🌳🏅🦋
Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Teilnehmen können alle Personen aus Melle bis einschließlich 20 Jahre. Wie läuft das ab? Von jetzt an könnt Ihr kleine Filme drehen, die sich mit den Themen Klima- und Artenschutz befassen. Maximallänge: 5 Minuten. Z.B. kann in den Filmen zu sehen sein, was Ihr, Eure Schulklasse, Eure AG, Euer Verein, Ihr allein, Ihr mit Eurem Freundeskreis etc. aktiv für den Klima- und Artenschutz gestaltet. Z.B. einen Baum einpflanzen, auf dem Balkon Blumensamen aussäen, im Sommer Pflanzen giessen, etwas für die Insekten- oder Vogelwelt leisten, ein kleines Feuchtbiotop schaffen und und und…
Oder eine Idee verbreiten, wie sich Ressourcen sparen lassen… Eure Ideen und Aktivitäten sind es, die zählen! Letztlich gibt es keinerlei Vorgaben. Der Kreativität soll bewusst möglichst viel Raum gelassen werden. Ihr könnt auch ein politisches Signal in Eurem Film setzen, wenn Ihr wollt… Alles, was Eurer Meinung nach passend ist, passt.
Den jeweiligen Film stellt Ihr auf TikTok, Facebook, YouTube oder Instagram ein und sendet den Link per Mail an: info@umweltschutz-und-lebenshilfe.de
Der Wettbewerb läuft vom 12.Januar bis zum (einschließlich) 30. November 2022. Im Laufe des Jahres werden Eure Filmbeiträge immer mal wieder über unsere Social-Media-Kanäle gepostet. Zu gewinnen gibt es auch etwas: 1. Platz: 300 Euro 2. Platz: 200 Euro 3. Platz: 100 Euro …sowie verschiedene Gutscheine im dreistelligen Bereich, z.B. für ökologisch nachhaltige Kleidung von https://www.avocadostore.de/.
Das Geld stammt aus dem gewonnenen Abstimmungswettbewerb „Das WIR bewegt mehr – für die Jugend in der Region | EON“ Wir danken allen Menschen die hierfür gestimmt haben sowie dem Unternehmen „E.ON Energie Deutschland GmbH“. Wer schlussendlich den Meller „Junge-Menschen-Social-Media-Wettbewerb für Klima- und Artenschutz“ gewinnt entscheidet eine unabhängige Jury.
Dabei sind z.B. Lars Albertmelcher (CDU, Mitglied des Meller Stadtrates), Hendrik Brinkmann (CDU, Landwirt, Mitglied des Ortsrates Wellingholzhausen), Jutta Dettmann (Bürgermeisterin Melle), Andreas Kükenbrink (Naturschützer aus Melle, hat seinen Garten in ein Artenparadies verwandelt), Anja Lange-Huber (Stadtbekannte Unternehmerin und Visionärin), Gabi Gabriele Mörixmann (CDU, Landwirtin, Mitglied des Kreistages; Aktivgestaltung und Allianzbildnerin zwischen unterschiedlichen Aktivpersonen der Landschaftsgestaltung), Norbert Oberniehaus (Landwirt aus Wellingholzhausen, Klimaschützer), Matthias Pietsch (UWG, Mitglied des Meller Stadtrates, der Hulk Hogan der Trckensteinmauer gegenüber des Kombi-Marktes), Fine Schacht (SPD, Stellvertrende Ortsbürgermeisterin Neuenkirchen, Herausragend aktiv im Projekt „500 AKA“), George Trenkler (GRÜNE, Mitglied des Stadtrates, einer der Antreiber des Umweltschutzes in Melle auf politischer Ebene seit immer), Frank Strötzel (Vorsitzender des TSV Westerhausen-Föckinghausen e.V., und somit einem der maßgeblichen Sportvereine im Einsatz für Klima- und Artenschutz in der Stadt), Ute Werges (Aktivperson aus dem Umfeld von Melle for Future).
Einige weitere Jurypersonen entscheiden sich noch, Ende der Woche steht die Jury fest. Prämiert werden die Filme nach den Faktoren: Individueller Einsatz, Kreativität und Medienwirksamkeit. Wo und wie Ihr Euch engagiert ist allein Euch überlassen. Individuell in einem One-Person-Einzelprojekt, in einem Verein, in der Schule, bei der SON….alles zählt. Alles ist prima :-). Wenn Ihr z.B. ein kleines Biotop schafft: Tragt dieses gerne in das „Alle für alle-Graswurzelprojekt“ Meller Biotopverbund ein:
Falls Euch noch eine Idee fehlt, Ihr aber gerne in einem organisiertem Betätigungsfeld aktiv werden wollt: Dann schaut gerne einmal hier: https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/mitmachen/
Allgemein
Goldgräberstimmung 😎
Geschrieben:

Goldgräberstimmung 😎🏅👑👑👑🌳🌴🌱🌿☘️🍃🍂🍁

Mit der Klimaerwärmung und dem Artensterben entwickeln sich tatsächlich neue und offensichtlich sehr große Märkte.
Das ist nicht das Schlechteste. In diesem Falle quasi Wachstum in seiner ureigenen Form.

Heute mit diversen Baumschulen telefoniert. Die Aussagen oftmals: „Wir sind so gut wie leergefegt!
Selbst Forstämter fragen schon bei uns an…Durch Stonierungen können wir vielleicht noch was machen.
Aber ab Februar geht hier nicht ein einziger Setzling mehr raus!“

Natürlich hängt das auch ein bisschen mit Corona zusammen, gleichwohl aber auch mit einem gestiegenen Bedarf
nach Pflanzen. Und wie das bei Angebot und Nachfrage so ist: Wenn viele wollen und wenige anbieten, dann steigen die Preise…
Es sei ihnen (den Anbietern) gegönnt.
Und wenn man überlegt, welches Tempo die Klimaerwärmung mittlerweile nimmt: Wohl denjenigen, die Flächen besitzen und Bäume hochziehen können. Nicht ganz unbegründet wird von einigen Anbietern von einer beginnenden Goldgräberstimmung gesprochen.
Ist ein bisschen wie an der Börse: Wer jetzt auf die richtigen Arten setzt, der wird (vielleicht) einmal reich werden.

Auch wir waren nicht ganz untätig und haben 2020 auf Teilflächen Kleinsetzlinge oder Baum-Saatgut eingepflanzt.
Da werden im Herbst dieses Jahres einige Kandidaten umgesiedelt und nehmen dann den Kampf gegen die Globalerwärmung auf.
Auf einer weiteren Kleinfläche spielen wir das Roulette-Spiel mit und setzen massiv auf die Ess-Kastanie, die Europ. Hopfenbuche
und die Walnuss. Selbstverständlich nicht, um dadurch Monokulturen hochzuziehen, sondern um die Setzlinge auf Flächen mit hoher Artenvielfalt zu kombinieren.

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Allgemein
Klauen schneiden und Wurmkur
Geschrieben:

Heute Vormittag stand großes Schlammcatchen auf dem Gnadenhof an. 🤣😅😉😎
Schafe und Ziegen wurden eingefangen, die Klauen geschnitten und alle Tiere haben eine Entwurmungskur bekommen.
Diese Behandlungen sind ganz wichtig, damit die Tiere hier gut durch den Winter kommen.
Mittlerweile haben sowohl wir als auch die Tiere eine ganz gute Routine bei diesen Tätigkeiten.

Der Frühling ist nicht mehr weit 🙂
Bald werden die Tiere wieder „Saatguttaxi“ spielen und den Samen vieler unterschiedlicher Wildblumen durch Anhaftung an Klauen und Fell von einer Wiese zur nächsten tragen, und somit auf ganz natürliche Art und Weise
die Artenvielfalt erhöhen.

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck

Allgemein
Wildgehölzhecke entsteht im Februar
Geschrieben:

Vielen Dank an George Trenkler und Silke Meier von den Meller GRÜNEN. 🌳🌳😊👍🦋🐝🐛🐌
George stellt eine Teilfläche zur Verfügung, um dort eine sehr artenreiche Wildgehölzhecke
anzupflanzen. Der Pflanzplan dazu wurde von Silke Meier erstellt. Dichte Hecken liefern zudem einen tollen Beitrag fürr den Klimaschutz, insbesondere ihr dichtes Wurzelwerk wandelt sehr viel CO2 um.

Das Projekt gehen wir gemeinsam, in einem kleinen Team, noch im Februar an.
Viele unterschiedliche Arten werden einen Nutzen davon haben. Die sonnige Fläche (im Wald) wird sicherheitshalber mit Wildzaun eingezäunt, damit die Rehe die Anpflanzung nicht fressen.

Besonders schön ist: Das Real liegt unweit einer Fläche, die gestern von Familie von Hammerstein für eine artenreiche Klima- und Artenschutzfläche angebotenwurde (Nähe Reiterwaldstadion).
Bedeutet: Der Biotopverbund in der Stadt wächst und wächst und wächst.
Vielen Dank an die Schüler*innen des Spendenlaufes der IGS Melle.
Ein Teil der Spende wird für dieses Projekt eingesetzt.

Ganz langsam verdichten sich in Bezug auf den Verbund die Anzeichen, dass z.B. Gesmold, Westerhausen, Föckinghausen, Oldendorf
einer der HotSpots werden können. Auch Wellingholzhausen steht recht gut da.
https://biotopverbund-melle.de/
https://biotopverbund-melle.de/kataster/

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz

Allgemein
Worum geht es denn eigentlich im Kern der Sache????!
Geschrieben:

Weitere Blühwiese ausgemagert – hier stehen große Dinge in diesem Jahr bevor. 🌞😎😀🏆🏆🏆🏆🥇🥉🏅🦋🦋🦋🦋🐞
Und: Worum geht es denn eigentlich im Kern der Sache?? (auf dem Bild: Die Art „Goldene Acht“, unter anderem diese Art ist der Kern der Sache… Es gibt sie NOCH! Auch bei uns!)

Ein Areal direkt beim Hotel/Gasthaus Hubertus/Wiesehahn in Melle heute ausgemagert – im 5. Jahr in Folge.
Die Fläche wird teilweise von Ziegen und Schafen beweidet (anschließend werden etliche Hinterlassenschaften abgeharkt), teilweise auch manuell gemäht und abgeharkt.
Über die Jahre sind hier sicherlich schon einige Tonnen Biomasse rausgezogen worden – und man sieht
es mittlerweile an der Flora. Ein ganz ganz magerer Boden ist es geworden – für viele Wildblumen existenziell und eine riesige Chance.

Das Artensterben vieler Wildblumen hängt mit unterschiedlichen Faktoren zusammen.
Früher, irgendwann einmal, konnten sich viele Arten noch durch Windflug oder Vogelverteilung (der Samen) verbreiten.
Mittlerweile ist das (weitgehend) vorbei, denn viele Arten kommen ja nur noch in ganz kleinen Kolonien vor.
Sterben jedoch Wildblumen aus, so sterben Lebewesen! Von uns allen (weitgehend) unbemerkt!

Hohe Stickstoffeinträge auf Flächen (z.B. durch Stickoxide (Unser aller Verkehrsverhalten) in der Luft, die dann über den Regen in den Boden gelangen)
sorgen dafür, dass „Allerweltsarten“ dominieren.
Das gesellschaftliche System der industriellen Landwirtschaft (das ist keine Kritik an einzelnen Landwirten, eher eine Kritik
an dem übergeordneten Kauf-, Konsum- und Marktwirtschaftssystem von Lebensmitteln: „hauptsache günstig“) sorgt gleichfalls dafür, dass viele Wildblumen kaum eine Chance haben.
Auf nährstoffreichen Flächen setzen sich wenige Gräser durch und verdrängen schlichtweg andere Arten.
Auch die Zersiedelung der Landschaft spielt eine Rolle („Unkraut? Sofort weg! Was sollen die Nachbarn denken?“).

Zum Glück gibt es im Landkreis Osnabrück einige kauzige Naturschützer (meist wird man argwöhnisch von ihnen beäugt, wenn man sich ihren
Flächen schon auf Rufweite nähert, wenn es gut läuft, dann landet man nicht im Fadenkreuz ihres Zielfernrohrs….), die Flächen kontinuierlich sogar schon über 9,10,11 Jahre ausgemagert haben.
Mit unglaublichen Erfolgen! Wo diese Flächen liegen? Das Geheimnis des heiligen Grals ist nichts dagegen!! Und so soll es bleiben…

In diesem Jahr wagen wir es nun:

Auf 5 Arealen, welche kontinuierlich seit 2017 ausgemagert werden, werden wir Saatgut von den „Geheimflächen“ aussäen.
Z.B. Trauben-Gamander, Großer-Wiesenknopf, Wiesen-Salbei, Wiesen-Pippau, Große Bibernelle, Kleiner Klappertopf

Siehe auch: https://www.deutschlands-natur.de/lebensraeume/grasland/magere-flachland-maehwiesen-alopecurus-pratensis-sanguisorba-officinalis/

Wenn solche Dinge funktionieren: Das sind die Sternstunden des Naturschutzes! Kann man sich selber (oder seinem Hund oder wahlweise seiner Katze) wieder und wieder erzählen (da müssen sie durch :-)). „Merlin, hab ich Dir schon erzählt, das Bergsandglöcken wächst bei uns???“ Hund Merlin: „Ungefähr 2000mal, macht nichts, gib mir nen Knochen, dann tue ich so, als ob es mich interessiert…“

Und natürlich geht es um viel viel mehr: Etliche Insekten sind auf einzelne Arten oder Artenkomplexe angewiesen.
Retten wir einzelne Pflanzenarten, dann retten wir (zuweilen) auch Tierarten. Und letztlich retten wir uns selber!

Treffend formuliert:
„Biodiversität – das ist ein eher abstraktes Konzept, wenig gegenständlich und mithin nicht leicht zugänglich. Tiere und Pflanzen
aber verschwinden real, ihr Aussterben ist konkret und ein unersetzlicher Verlust und Schaden. Mit einer ausgestorbenen Art
geht ein einmaliges Ergebnis der Evolution und damit ein Stück der Naturgeschichte unserer Erde mit einer einmaligen Kombi-
nation von Eigenschaften, Merkmalen und anderen biologischen Attributen unwiederbringlich verloren – ein genetischer Daten-
speicher, von dem es kein Backup anderswo gibt. Wenn eine Art ausstirbt, ist gleichsam ein kleiner, aber unersetzlicher Teil der
Festplatte des Lebens gelöscht.“
Matthias Glaubrecht 2019, S. 421
Glaubrecht, M. (2019): Das Ende der Evolution. Der Mensch und die Vernichtung der Arten

https://biotopverbund-melle.de/kataster/
https://biotopverbund-melle.de/

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz