Vielen Dank für eine weitere Spende

Herzlichen Dank an Karin Kattner-Tschorn für eine Spende für den Gnadenhof Brödel, wir und unsere Tiere freuen uns 🙂
Das Geld wird für frisches Heu für Meerchweinchen und Kaninchen sowie für die medizinische Behandlung (Tierarztkosten, Medikament) unserer Meerschweinchen eingesetzt.
Täglich mehrfach frisches Heu ist wichtig für Meerscheinchen und Kaninchen. Durch das häufige „Knabbern“ nutzen diese ihre Zähne ab, was für einen guten Gesundheitszustand elementar ist.
3 unserer Meerscheinchen hatten wir ja vor einigen Wochen aus schlechter Haltung übernommen. Manni Kaltz, Käphn Ahab II und Indiana Jones leiden und litten an einer heimtückischen Pilzerkrankung.
Auf den Fotos ist zu erkennen, dass diese sehr gut abgeklungen ist (Vorher-Nachher-Bilder). Trotzdem muss die Behandlung noch etwas fortgesetzt werden. Der Erreger ist (höchstwahrscheinlich) noch vorhanden, auch wenn die Symptome (zum Glück) fast völlig verschwunden sind. Danke an Karin für die Unterstützung 🙂

Natürlich gibt es auch einen Platz in der Spenden Hallo-of-Fame:
https://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

„Blumiges Melle“ auf Platz 1 (Niedersachsenpreis für Bürgerengagement 2018 („Umwelt“))

Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung

Pressemeldung: Das Projekt „Blumiges Melle“ wurde im Rahmen des Niedersachsenpreises für Bürgerengagement 2018 („unbezahlbar und freiwillig“) mit Platz 1 im Bereich Umwelt ausgezeichnet. Aus 300 Bewerbungen wurde somit das Projekt der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe aus Melle zu einem der 11 Sieger gekürt.
Gewürdigt wurde insbesondere die Ausdauer, die Kreativität und ein weit überdurchschnittlicher
Einsatz „rund um die Uhr, ohne Pause im Jahresverlauf, nun schon über mehrere Jahre“ der beiden Betreiber Kai Behncke und Karsten Wachsmuth.
Im Rahmen des Projektes wurden eine Vielzahl insektenfreundlicher Blühwiesen teilweise in Kooperation mit Schulen, Vereinen, Kirchengemeinden und Firmen angelegt (innerhalb des übergeordneten Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ mittlerweile – gemeinsam mit der BUND Kreisgruppe Osnabrück – 98 Stück im Umfang von nahezu 200.000 m²). Für diverse Insekten – und damit innerhalb unterschiedlicher Nahrungsketten auch für Amphibien, Reptilien, Vögel und Kleinsäuger – stellen diese wichtige Rettungsinseln dar.
Die ausführende Organisation ist zugleich Regionalgruppe im Netzwerk „Blühende Landschaft“ [http://www.bluehende-landschaft.de/].

Auf der ehrenvollen Veranstaltung in Hannover, auf welcher auch Ministerpräsident Stephan Weil den beiden Preisempfängern gratulierte, dankte Kai Behncke allen Unterstützern des Projektes.
Gleichzeitig mahnte er:
„Eine Vielzahl von Wissenschaftlern hebt mittlerweile begründet hervor, dass wir uns in einer Phase des größten Artensterbens seit 66 Millionen Jahren befinden. Damals starben z.B. die Dinosaurier aus.
Wir als Gesellschaft müssen nun zeigen, dass wir die Ärmel hochkrempeln und gemeinsam konstruktive Lösungsansätze entwickeln und vor allen Dingen umsetzen können, jeder Einzelne.“

Karsten Wachsmuth: „Innerhalb der kürzlich stattgefundenen öffentlichen Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz der Bundesregierung hat sich gezeigt,
dass eine ökologische Tierhaltung bzw. Tierbeweidung einen wichtigen Beitrag zum Insektenschutz leisten kann. In diesem Sinne freuen wir uns, dass wir auch im nächsten Jahr die Tiere unseres „Gnadenhofs Brödel“ auf verschiedenen Flächen in Melle als wertvollen Beitrag zur biologischen Vielfalt einsetzen werden“.

Die beiden Projektinitiatoren heben hervor, dass „Blumiges Melle“ trotz des offiziellen Endes der Projektlaufzeit auch 2019 weiter betreut wird.
„Das Artensterben kennt keine Projektlaufzeiten. Natürlich machen wir weiter“, so Wachsmuth.
Kai Behncke: „Sowohl in Melle als auch innerhalb des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de) werden wir weitere Blühwiesen schaffen und verstärkt auch für zusätzliche Nisthilfen, wie z.B. Totholz oder Trockensteinmauern sorgen. Ein gedeckter Tisch ist schön. Ohne ein Haus in der Nähe – Wildbienen haben nur geringe Flugradien – würde jedoch nur eine Seite
der Infrastruktur für Insekten ausgebaut.“

Aktuell suchen die beiden Betreiber noch leihweise, für einige Jahre, Flächen, um eine geplante Biotopverknüpfung zu forcieren. So werden z.B. noch ganz gezielt Areale in Hagen a.T.W. sowie in Venne (Osterappeln)
für eine kostenlose Anlage von Blühwiesen gesucht.
Kai Behncke ergänzt: „Ein herausragendes Projekt, welches mit unseren Insektenschutzmaßnahmen gut kombinierbar ist, ist der maßgeblich vom TSV Westerhausen und seinem Vereinsvorsitzenden Frank Strötzel initiierte „Meller Jubiläumsweg“.
Dieser Wanderweg, welcher auch wichtige Aspekte der Umweltbildung beinhaltet, führt durch die Ortschaften Melle-Westerhausen, Föckinghausen, Oldendorf und Oberholsten.
Wir suchen hier noch händeringend nach sonnigen Flächen, welche direkt an den Wanderweg angrenzen und für einige Jahre kostenlos an uns verliehen werden. Auch hier
werden wir wunderschöne Blühwiesen, Trockenmauern und Nisthilfen schaffen. Das wird für Freude bei naturbewussten Wanderern aber insbesondere bei hungrigen Insekten und Kleintieren sorgen.“

Die beiden Betreiber des Projektes betonen jedoch auch, dass sie dringend auf Finanzspenden angewiesen sind.
Karsten Wachsmuth: „Unsere Kassen sind mittlerweile definitiv leer. Wir sind bereit weiterhin ehrenamtlich einen hohen Zeitaufwand für den Naturschutz zu leisten, wir würden uns jedoch außerordentlich über Spenden
freuen. Ein Kilogramm regionales, artenreiches Saatgut liegt bei 170 Euro, das reicht etwa für 500 m² Blühwiese. Ohne zusätzliche Spenden können wir nur noch mit „angezogener Handbremse“ arbeiten.
Geld ist leider eindeutig der limitierende Faktor, da Saatgut und Maschinen nicht günstig sind.“

Auf der Homepage der Organisation „Umweltschutz und Lebenshilfe“ finden sich verschiedene Spendenmöglichkeiten.
Der für die Preisverleihung professionell erstellte Film über „Blumiges Melle“ kann auf YouTube
eingesehen werden:

Spenden- und Unterstützungsmöglichkeiten:
Erwerbt gerne unser einpflanzbares Naturschutzbuch (für Kinder und Erwachsene, tolles Weihnachtsgeschenk :-))

https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere
https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck
https://www.gooding.de/gnadenhof-broedel-melle-77700

Die (mit etwas Selbstironie vorgetragene) Siegerehrung im Ticker:

07:58 Uhr:
Heute Termin in Hannover, beim Ministerpräsidenten (kein Witz). Niedersächsischer Ehrenamtspreis, vielleicht gibt es was :-). Wir müssen also in die Stadt, wir beiden Dorfdeppen, nach Hannover. Ungewohntes Terrain. Unser Kumpel Willi sagt die Leute in der Stadt tragen keine Gummistiefel und sehen nicht aus, als ob sie nachts im Heu geschlafen hätten. Also versuchen wir das auch, die Mistforken bleiben zu Hause…und die Heupullover werden gewechselt, schade, ich mag den Geruch und es ist gemütlich. Ich trage ein Hemd, eigentlich war das für Weihnachten gedacht. Naja, Hannover ist nur einmal im Jahr 🙂
Blumiges Melle, Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen. Http://blumiges-melle.de

10:00 Uhr:
Die Landeier sind in hannover angekommen. Die menschen hier tragen wirklich keine gummistiefel und es liegt auch nirgendwo heu rum. An so komischen masten blinken lichter in grün, rot und orange. Sie nennen es „ampeln“. Die sind dafür da, dass die pferdekutschen nicht ineinander rauschen. Nur bei den kutschen sieht man garkeine pferde???. Bestimmt sind die ganz ganz klein. Damit die nicht nass werden laufen die ganz vorne unter der pferdehaube. Wir steigen in ein gefährt welche sie „taxi“ nennen (???). Der kutscher sagt, sein gefährt hätte 180 pferdestärken. Ich frage ihn, wie die denn alle unter die haube passen und wo sein möhrenvorrat sei? Da könne doch was nicht stimmen. Nur weil wir vom land kommen sei das kein grund sich über uns lustig zu machen. Wir merken sofort was sache ist, sind ja nicht doof. Der kutscher kuckt mich irritiert an und nuschelt was von: „verrückte welt, verrückte kunden“. Ja, die stadt ist wirklich verrückt. Wir kucken aus dem fenster (die kutsche fährt ohne dass wir hufgetrappel hören !!!!!???? unheimlich, ghostriders in the storm). Draussen sieht man nur beton. Ich will nach hause, da wo man weit kucken kann und schöne dinge sieht.
Verleihung des niedersächsischen ehrenamtspreis, gleich sind wir da.

10:30 Uhr:
Die Ehrung findet heute in einer grossen Scheune statt, aus Glas, im Hintergrund eine
neuartige Schweinerasse. Fast wie zu Hause. Strenge Einlasskontrollen. Wir zeigen unser Ticket und raunen:
„Gummistiefel“. Das war das Codewort, wir sind drin. Drin alles vom Feinsten. Gut dass ich mein Weihnachtshemd anhab.
Mutti wird verstehen, wenn ich vor dem Weihnachtsbaum mit Heupullover sitzen. Auch für Karsten eine andere Welt.
Wohl reflexierend schaut er sich in der Glasscheune um, keine Landmaschinen, nix. Vielleicht ist es auch dass, was sie „Bank“ nennen,
also sowas wie der Umschlag unter unserer Matratze.
Egal. Erstmal was essen. Ich vermisse Kartoffeleintopf mit steckrüben.
Verleihung niedersächsischer ehrenamtspreis in hannover, wir höhlenmenschen sind auch eingeladen.

11:04:
Laut jubelnd begrüsst uns Ministerpräsident Weil (wir dürfen ihn Weily nennen). „Da seid Ihr ja Ihr Blühwiesenmonkeys“,
„Weily, alte Ratze“. Strahlend klopfen wir uns auf die Schultern. Alte Kumpels unter sich 🙂

11:51 Uhr:
Der Niedersächsische Ehrenamtspreis im Sektor „Umwelt“ goes to: ….Blumiges Melle!!!!!Wow!!!!!!!! Was für ein Erfolg !!!
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen. Http://blumiges-melle.de, http://blumiger-lkos.de

12:23 Uhr:
Hier fliegen die Gummistiefel durch die Luft, Karsten und ich tanzen auf Heuballen,
ein grosser Trog Gülle wird hereingerollt, wir springen mit dem Hintern voran voll rein.
Etiquette ist jetzt hier egal. Die beiden Flitzpiepen vom Dorf gehören zu den Siegern,
welche sich unter 300 Bewerbern durchgesetzt haben. WOW!!!!!Wildbienen und Schmetterlinge
senden wilde Glückwunsche durch die Luft.
Danke!!!! An alle, die Blumiges Melle unterstützt haben. Und gleich gehts zurück aufs Land,
sone Grossstadt ist nix für uns. Zu wenig grün, obgleich sonst ganz nett 🙂

Die Vorbereitungen für den Ausbau des Meller Jubiläumsweges beginnen: Jetzt

Die Vorbereitungen für den Ausbau des Meller Jubiläumsweg beginnen: Jetzt
Flächen gesucht für Natur- und Artenschutzprojekte

Unser Kernthema ist ja der Insektenschutz.
Wir wollen weitere Blühwiesen anlegen (toll fürs menschliche Auge, wertet einen Wanderweg zusätzlich auf. Hier kann man stundenlanng verweilen und den Schmetterlingen und Nahrung suchenden Vögeln zuschauen),
Nisthilfen errichten (Totholzhaufen anlegen, dort legen viele
Wildbienen ihre Eier ab) und Trockensteinmauern schaffen.

Wir suchen nun Flächen, welche direkt an den Wanderweg angrenzen (siehe Karte).
Wichtig dabei: Es müsste sich bitte um sonnige Flächen handeln.
Die Größe ist nicht soooo ausschlaggebend, es können auch Feldstreifen sein etc.

Daq wir nur über geringe Mittel verfügen müssten die Flächen bitte kostenlos sein.
Dafür: Investieren wir kostenlos unsere Arbeitskraft und -Zeit, sorgen dafür dass hochwertiges Saatgut eingesät wird bzw. die Materialien finanziert werden.
Auch werden wir dort gezielt UmweltbildungsTafeln aufstellen.

Eine Blühwiese sieht dann z.B. so aus:
https://www.youtube.com/watch?v=VIH7Sf5ySO0

Bei Interesse schreibt uns bitte eine Mail an: info@umweltschutz-und-lebenshilfe.de

Meller Jubiläumsweg eingeweiht – Wandern und Naturschutz

Im Jahr 2018 hat uns das Artensterben massiv im Griff, und doch beginnen Menschen aufzustehen, gemeinsam zu Handeln,
das „Schicksal“ nicht mehr einfach so hinzunehmen. Ein tolles Projekt bei uns im „Dorf“ zeigt wie es auch gehen kann.
Viele Menschen aus verschiedenen Richtungen haben hier gemeinsam „Großes“ geschaffen.

Heute wurde der „Meller Jubiläumsweg“ eingeweiht. Ein Wanderweg, welche sportliche Aktivitäten (an diversen Punkten können sportliche Übungen geleistet werden)
mit Naturerfahrung und „Orten des Wissens“ kombiniert. Diverse Hinweistafeln machen auf Besonderheiten in der Natur aufmerksam. Und: Das ist erst der Anfang.
Der Weg wird kontinuierlich ausgebaut. Ein (mindestens eins) Feuchtbiotop, Blühwiesen, Schutzhecken, Trockensteinmauern, Totholzbestände für Insekten etc. folgen noch.
Der Wanderweg soll Bewegung an der frischen Luft mit tollen und wichtigen Projekten für den Artenschutz kombinieren,
und gleichzeitig Aspekte der Umweltbildung aufnehmen.
Unser Gnadenhof Brödel / Naturpark Kreimerhof grenzt übrigens genau an diesen Wanderweg an.

Ein besonderer Dank gilt Frank Strötzel und Hendrik Schweer vom TSV Westerhausen-Föckinghausen e.V. Der TSV hat dieses tolle Projekt maßgeblich initiiert und schon viele Hinweistafeln zu Sportübungen,
Naturphänomenen etc. errichtet. Ohne den TSV und sicherlich auch ohne Frank würde es dieses tolle Projekt nicht geben.
So manch ein Bundesligist könnte sich eine Scheibe davon abschneiden. Im Bewusstsein der Unvollständigkeit soll an dieser Stelle auch Eduard Meyer Zu Eißen vom Heimat- und Verschönerungsverein Westerhausen gedankt werden.
Der Heimat- und Verschönerungsverein hat z.B. diverse Sitzbänke (wenn mal die Puste ausgeht…) und auch Schutzhütten errichtet.
Danke auch an die Stadt Melle (z.B. Klaus Lichy, Thomas Täger) für eine aktive Mitwirkung. Hervorgehoben werden sollen auch Ortsbürgermeisterin Karin Kattner-Tschorn und Jutta Dettmann
(Vorsitzende im Ausschuss für Bildung und Sport der Stadt Melle) sowie George Trenkler (Vorsitzender Umweltausschuss Stadt Melle). Viele viele weitere Personen haben mitgewirkt. Danke an Anja Lange-Huber, Lars Albertmelcher, Danke an die Grundschule Westerhausen,
die Grundschule Oldendorf, den Naturpark Gnadenhof Brödel Melle (somit also danke auch an uns selber, wir haben die Wanderkarten erstellt und die „Zahnstocher für Riesen“ gesponsert (siehe Bild) (gern geschehen ;-)).
Danke auch an die Tischlerei Siebert, welche Schutzrahmen für die Wanderkarten baut. Ein Dank gilt zudem der Albert-Schweitzer-KITA und auch dem SV Oldendorf.
Nicht zu vergessen ist selbstverständlich auch der Ortsrat Oldendorf (als „Gesamtes“), welcher hier hervorgehoben werden soll.
Vielen Dank auch an die Waldbesitzer, welche das Projekt unterstützen. Und ein hervorgehobener Dank an die vielen HelferInnen und Helfer, welche bei dem nasskalten Wetter Kuchen und heiße Getränke angeboten haben.
Wenn der TSV etwas macht: Immer top organisiert 🙂
Es war ganz schön was los bei der Einweihung. Trotz Grippe naseschniefend für ne knappe Stunde dabei gewesen. Auch Vertreter des Kreissportbundes,
die stellvertretende Bürgermeisterin von Melle Christina Tiemann und und und… waren dabei (offen gesagt, ich kannte leider nur die Hälfte, daher der Dank im Bewusstsein der Unvollständigkeit).
Auch Schäferhund Mia fand das ganze hoch spannend.

Aufgestellt werden nun in Westerhausen, Föckinghausen, Oberholsten und Oldendorf insgesamt 10 DINA0-Wanderkarten. Diese Karten sind „dynamisch“.
Wann immer ein neues Projekt hinzukommt (z.B. Blühwiese, TrockenholzRefugium für Insekten, Trockensteinmauern, Stochennest, Feuchtbiotop etc. etc.)
so werden diese Karten erweitert. So können die Menschen sehen und erleben, wie sich Ihr eigenes Großbiotop gestalten und ausbauen lässt. Die Verbundenheit der Menschen mit ihren eigenen Projekten herstellen – so kann es gehen.
Und es ist garnicht so schwer. Das Projekt macht Mut und zeigt wie es geht, wenn sich viele Menschen und Gruppierungen zusammentun.
Zwar ist es auch „nur“ ein Baustein, aber auch ein großes Mosaik setzt sich immer aus vielen Einzelteilen zusammen.
Das letzte Wort ist beim Artensterben „noch nicht gesprochen“. Hoffentlich!
Hervorragend!! Weiterhin lokal was bewegen und auf die Beine stellen, wir haben es selber in der Hand (aber das ist ja auch nichts Neues ;-))

Ein Gnadenhof muss auch bei Grippe laufen

Der Betrieb eines Gnadenhofes wird ja gerne etwas romantisch-verklärt dargestellt.
Ein bisschen Füttern, ein bisschen Tätscheln, für alle Tiere ein liebes Wort. Zum Sonnenuntergang auf den Feldern mit den Pferden umherstreifen etc. etc.,
dann gemütlich in den Stall und bei lauem Sommerwind ein Glas Biowein und so…

Naja, Teile davon sind ja auch so, und es gehört definitiv zu den schönsten Nebenbeschäftigungen (im Anschluss an die eigentliche Lohn-Arbeit im Büro),
welche man sich vorstellen kann (finde ich). Es ist ein Genuss mit Tieren zu arbeiten und sich um diese zu kümmern.

Aber (und es gibt immer mal wieder ein „Aber“): Es gehört eben auch dazu, so wie heute, mit Grippe 60 Liter Wasser zu schleppen, zwei mal am Tag,
und im strömenden Regen, bei Sturm und Wind raus und so.
Ein Grippe-Tag interessiert die Eumels herzlich wenig.
Diese trinken bei Kälte deutlich mehr als bei „normalem Wetter“ (klingt ungewöhnlich, ist aber so), also Wasser organisieren.

Damit diese auch fit und gesund bleiben erhalten sie heute einen neuen Mineralstein (rot) mit z.B. Kalzium, Magnesium und Natrium und so.

Bei den Schafen ist es komplizierter. Schafe benötigen eine extra Schafleckschale. Da sind so Sachen drin wie z.B. Zink, Mangan, Kobalt, Selen (sehr wichtig!!) und so…

Und ich gehe gleich zurück ins Bett und trink nen heißen Tee. Mit z.B. Kamille, Wiesenkümmel und Minze (im Sommer auf den Blühwiesen selbst gepflückt), nem Schuss Grog, Zitrone und so.

Impfung gegen die Kaninchenseuche

Kürzlich stand wieder die Kaninchenimpfung an (Teil 1).
Eine Impfung gegen RHD1 und RHD2 (Chinaseuche) ist absolut notwendig (leider), und selbst die gewährt keinen absoluten Schutz.
Termin bei Herrn Weinert (sehr guter Tierarzt aus Melle/Westerhausen) [https://tierarztpraxis-weinert.de/].
Unsere Kaninchen hatten ganz schön klopfende Herzen und erhielten dann auch gleich einen „Rundum-Check“.
Neben der Tierarztpraxis Weinert betreut auch die Tierarztpraxis Stenschke unsere Gnadenhoftiere.
Mit beiden Ärzten haben wir sehr gute Erfahrungen gesammelt.
Unser Kaninchen „Big Mac HeuSchreck“ trug seine Impfauffrischung mit Fassung, als Belohnung gab es danach Haferhalme, die dann auch ruckizucki verputzt wurden.
Seine neue Freundin „Little Princess“ benötigte noch keine erneute Spritze und grinste deswegen wohl so schelmisch aus ihrem Körbchen raus, Glück gehabt 🙂

Größere Projekte – Größere Strukturen

Da unsere Projekte mittlerweile eine Größenordnung erreicht haben,
die mit den bisherigen Strukturen kaum noch händelbar war, haben wir uns nun neu aufgestellt.

Naturpark Kreimerhof / Gnadenhof Brödel
In Melle Oldendorf (am Kreimerhof)
sind die Chefs/Chefinnen Simone Brockmann, Julia Gommer und Karsten Wachsmuth.
Dieser Ort ist öffentlich zugänglich und unter bestimmten Umständen ist hier auch eine
ehrenamtliche Mitarbeit/Mitgestaltung möglich (bitte bei Interesse z.B. auf dieser Seite per Mail melden).

Zum Kreimerhofprojekt, siehe:
https://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/vielen-dank-an-eike-stolzenburg/

Gnadenhof Brödel / Blühwiesen-Winterquartier „Am Wulberg“
Dieser Bereich ist eher so „halböffentlich“.
Natürlich kann man aber hier die Tiere auch einmal besuchen (bitte NICHT füttern).
Hier ist Kai der Chef (der Menschenmuffel ;-)).

Eingehende Spenden (z.B. über die Online-Plattformen etc.) gehen zu 50% ins Kreimerhof – und zu 50% ins Wulberg-Projekt.

Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de

Wird weiterhin von Karsten und Kai betreut.
Überschneidungen gibt es durch den Einsatz der Gnadenhoftiere für die Mahd.

Weitere Projekte folgen eventuell, je nachdem, ob unsere Anträge durchkommen….

Tolles Heu von einer Münsterländer Alm (Bombecker Alm)

Heute sehr netten Besuch von Detlev Kröger und Ute Kröger gehabt.
Total nette Menschen, die beiden sind extra aus dem Münsterland gekommen und haben uns eine
Riesenladung erstklassiges Heu gebracht, von der eigenen Alm (Bombecker Alm).
Das riecht vielleicht herrlich, erstklassige Qualität – und dazu noch Äpfel, für die Tiere war es wie Weihnachten.

Die beiden dann einmal durch unseren Chaosgarten geführt (aufgeräumt wird erst, wenn
das Insektensterben besiegt ist, davor rühre ich im Haushalt keinen Finger :-)) und die Gnadenhoffläche am Wulberg gezeigt.
Das sind Augenblicke, die tatsächlich rührend sind. Selbst geerntetes Heu, eine große große Ladung, ganz aus dem Münsterland….Danke 🙂
Deltev gehört zu den Naturschützern „mit Leib und Seele“, vielleicht werden wir noch mal ein Projekt gemeinsam machen, wer weiß?

Noch ca. 2 Wochen, dann haben wir die Abschlussarbeiten geschafft.
Nächstes Wochenende wird noch eine Blühwiese angelegt (es ist sehr spät im Jahr, und dennoch geht es) und ab Dezember ist erstmal finitio.
Dann wird es ruhiger, die Jahresabschlüsse werden erledigt und einige Anträge für das kommende Jahr geschrieben.
Es ist noch lange nicht genug 🙂

Heu für alle

Heute etwas „Upcycling“ betrieben. Aus alten Paletten Heuraufen gebastelt.
Heu ist ein sehr teurer „Rohstoff“, da ist es wichtig, dass das Futter nicht auf dem Boden liegt und schlecht wird.
Jetzt bei der Kälte kriegen alle unsere Tiere Heu „ad libitum“ (so viel wie sie wollen, zu jeder Zeit).
Schön ist auch: Die Hühner, die wir vor einigen Wochen aus der Legebatterie-Haltung aufgenommen haben
kriegen neue Federn. Sehen zwar noch ein bisschen aus wie Igel, aber es wird.

Naturschutz mit Adrenalin

Naturschutz EXTREME – Heute Stress (?) mit nem Bullen

Letzte Woche ne Blühwiese gemäht und das Schnittgut im Glauben etwas Gutes zu tun,
auf einer nebenliegenden Weide abgelegt (wird von Galloway-Rindern beweidet). Höre dann, dass es dort besser nicht abgelegt werden soll.
Ok, mea culpa, Sorry… Ich also heute wieder hin um das Zeug dort umzulagern und von der Rinderweide zu entfernen.
Nette Bekanntschaft mit einem 200.000 Kilo-Bullen gemacht 🙂
Naja, wahrscheinlich war der nur neugierig, aber man weiß ja nie….

Ansonsten heute noch ne Blühwiese in Riemsloh abgemäht.
Die Zusammenarbeit mit der Stadt Melle läuft gut. Auf einigen städtischen Arealen haben wir Blühwiesen für Insekten angelegt. Um die Pflege kümmern wir uns ehrenamtlich, das Schnittgut holt
der städtische Bauhof dann ab (sofern es nicht auf unserem Gnadenhof verfüttert oder eine Nisthilfe für Kleintiere wird).
Für eine großflächige Entsorgung ist unser Maschinenpark leider viel zu klein.

In Riemsloh hat die Stiftung für Ornithologie und Naturschutz (SON) ein großes Schalbenhotel angelegt.
Direkt unterhalb dessen blühte in diesem Jahr dann „unsere“ fantastische Blühwiese mit allem PiPaPo.
Eine interessante Zahl: Eine Mehlschwalbenfamilie verspeist während der gesamten Brutzeit etwa 1 Kilogramm Insekten – das sind etwa 250.000 Stück.
In Riemsloh können die Schwalben direkt von ihren Nestern zum Buffet segeln, auch nicht schlecht, aber wir brauchen mehr davon….

Letztlich muss einfach Schluss damit sein zu sagen: „Der Staat sollte mal“, „das Land müsste mal“, „die Kommune hat doch dafür zu sorgen, dass…“
Nein! JedEr Einzelne (ggf. in Kooperation mit Institutionen & Co.) kann ganz ganz viel machen. Ausreden sind: Ausreden (und gelten nicht)…