Um dem Insektensterben Einhalt zu bieten ist es unabdingbar wissenschaftliche Untersuchungen zur Bestandsentwicklung von Insekten
zu fördern. Ein Beitrag dazu wurde innerhalb des Projektes „Blumiges Melle“ geleistet.
Den entsprechenden Bericht findet Ihr nun unter folgendem Link:
Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals bei allen UnterstützerInnen.
Auch unabhängig von dem Report einige zentrale Erfahrungen aus der Projektlaufzeit:
* Viele, viele Menschen wollen aktiv werden, „trauen“ sich aber nicht so recht
(weil sie oft „Angst“ haben, etwas falsch zu machen).
Nimmt man sie „an der Hand“ (und nimmt ihnen die Sorge), dann sind sie oftmals mit sehr hohem persönlichen Einsatz dabei
* Auch Blühwiesen, welche im ersten Jahr nicht so wachsen wie erhofft, können bei einer entsprechenden Pflege (Mahd und Mahdgut abtragen)
im zweiten Jahr ein „Volltreffer“ sein
* Blühwiesen sind nur ein Teil eines Insektenschuztes. Erst durch das Zusammenspiel mit Nisthilfen im nahen Umfeld leisten diese einen maßgeblichen Beitrag.
* Durch das Monitoring festgestellt: Eine im zweiten Jahr wachsende Blühwiese zieht eine höhere Artanzahl, als im ersten Jahr an
* Diverse gefährdete Arten profitieren von Blühwiesen, angelegt mit regionalem Saatgut
Medizin-Check der Meerschweinchen
Und: Aus logistischen Gründen können wir aktuell leider keine weiteren Tiere aufnehmen
Auch das gehört dazu, gestern der Rundum-Check der Meerschweinchen bei einem unserer Tierärzte.
Alle drei leiden an einer arglistigen Pilzerkrankung,
bleiben also die nächsten Wochen in Quarantäne.
Da der Pilz auf andere Tiere und Menschen übertragbar ist (im Fachjargon auch Zoonose genannt), dürfen diese nicht damit in Berührung kommen bzw.
wird nach einer Berührung sofort desinfiziert (das Keim-Bakterien-Pilz-Abtöt-Zeugs haben wir literweise hier).
Die Meerschweinchen werden jetzt mit einem strengen Medikament behandelt.
Das gesamte Stroh, Heu, Restfutter wird entsorgt.
Gemäß Rat des Tierarztes werden die drei in den nächsten Wochen auf Zeitungspapier leben müssen. Auch Holzgegenstände sind tabu,
Sie ziehen also vorübergehend in ein Plastikhaus, welches regelmäßig mit 60 Grad heißem Wasser abgewaschen wird.
Der kleinste der Dreien (Manni Kaltz) wiegt nur etwas über 300 Gramm. Der kriegt jeden Tag eine Extraportion Futter in einem separaten Bereich.
Indiana Jones und Kät’n Ahab (beide über 400 gramm) sind ob der Situation schon etwas am Mosern, da müssen wir wir jetzt alle gemeinsam durch, Jungs!
Probleme lösen wir im Vorwärtsgang und ohne nach hinten zu schauen 😉
Aufgrund einer Vielzahl an Anfragen:
Leider können wir keine weiteren Tiere aufnehmen.
Unsere Ställe sind voll und eine angemessene Betreuung benötigt Zeit, Platz und Geld. Da sind wir leider in allen drei Bereichen am Limit.
Auf unserer Großtier-Weide wird am Montag noch ein alleinstehendes Schaf (sie heißt Molly) aufgenommen und vergesellschaftet.
Zusagen für 3 weitere Weide-Tiere haben wir bereits gegeben (auch mit Blick auf die im nächsten Jahr folgende Blühwiesenbeweidung als Insektenschutzprojekt).
Diese nehmen wir im November auf.
So leid es uns tut, aber mehr können wir leider nicht beherbergen und versorgen.
Die kleinen Meerschweinchenflitzer rasen neugierig durch die Gegend.
Dafür, dass die eigentlich krank sind, ganz munter 🙂
Unser Hund Merlin ist begeistert, wedelt mit dem Schwanz und versucht die kleinen Dinger erfolglos zu hypnotisieren (keine Sorge, Kleintiere kennt er schon.
Er bellt die nicht an und jagt die nicht). Für ihn ist das wie Fernsehen. Auf Kanal 1 Meerschweinchen, Kanal 2: Meerschweinchen, Kanal 3: Meerscheinchen etc. etc.
Super Programm 🙂 Fehlt nur noch ne Packung Hundechips…
Gestern haben wir 3 Meerschweinchen aufgenommen.
Somit ist unsere „Kleintierstation“ nun definitiv erstmal komplett voll (5 Meerschweinchen und 5 Kaninchen).
Eine Tierschützerin hat die drei aus schlechter Haltung befreit (gut gemacht :-)).
Die kleinen Racker (Indiana Jones, Käptn Ahab und Manni Kaltz) sind in keinem guten Gesundheitszustand und befinden sich jetzt in Quarantäne.
Manni Kaltz ist sehr dünn und schwach auf den Beinen. Indiana Jones und Käptn Ahab weisen
deutliche Zeichen von Krankheitserregern auf (mindestens Milben). Jetzt bringen wir die drei erstmal zum Tierarzt.
Anschließend werden die erstmal aufgepäppelt und wenn sie fit sind, werden sie kastriert (sorry Jungs, muss leider sein).
Wir haben die Information, dass das Trio zuvor in einem Käfig der Größe eines Umzugskartons lebten, der noch dazu kaum gesäubert wurde.
Kein Wunder, dass das Spuren hinterlässt.
Hier nun wackeln sie neugierig durch zwei zusammengelegte Großkäfige und fiepsen und surren (ähnlich wie die Gremlins in dem Steven Spielberg Film aus den 80ern).
Ab Spätfrühling kommen sie dann nach draußen in das Außengehege. Da teilen sich dann 5 Meerschweinchen etwa 25 m². Wird schon, Jungs 🙂
Freitag kam unsere wöchentliche Biokiste, ist immer ein Fest.
Oftmals fehlt es an Zeit für einen Einkauf, aber die liefern auch,
und suuuuper Sachen waren wieder drin.
Es besteht kein Zweifel: Wenn wir Verbraucher deutlich mehr Bio und deutlich weniger Produkte aus der
konventionellen Landwirtschaft kaufen (würden + werden), dann (wäre + wird) das Artensterben deutlich geringer ausfallen (ok, der Einkauf, also der Einfluss am Markt, ist nur ein Faktor von vielen, aber ein sehr wichtiger…!).
Vielfach wird durch Bio-Produkte Biodiversität sogar noch gefördert. Und deutlich gesünder als das Zeugs
aus der konventionellen Landwirtschaft ist es auch (und produziert deutlich weniger Tierleid etc.).
Ok, das eine oder andere Produkt kann vielleicht in Ausnahmefällen auch mal
einem „Etikettenschwindel“ unterliegen (auch das gab es schon).
Und klar ist auch: Kaum jemand kann es sich finanziell leisten völlig und komplett auf Bioprodukte umzusteigen (wir auch nicht).
Aber Fakt ist: Je mehr Bio-Produkte wir kaufen, desto weniger Schaden (und oftmals sogar noch Nutzen) wird in der Natur und Tierwelt angerichtet.
Super Bioläden hier bei uns:
Gerogs Bioladen, Melle (http://georgs-bioladen.de)
Wer keine Zeit zum Einkaufen hat und sich die Lebensmittel einmal die Woche liefern lassen möchte:
Die Gemüsegärtner (Bramsche)
Heute hat uns einen Tag lang ein Filmteam begleitet, um einen Bericht über „Blumiges Melle“ zu drehen.
Wir geben Bescheid, wenn das gesendet wird. Interviews und die Anlage von Blühwiesen von Anfang bis Ende. Hat Spaß gemacht.
Bei der Mahd einer Blühwiese noch eine kleine Maus aufgeschreckt und dann aber galant aus der Gefahrenzone begleitet 🙂
Gnadenhof Brödel, Melle – Oldendorf
Aberwitzig und langsam reicht es: Person reicht Beschwerde gegen neues Gnadenhof-Hauptquartier ein – wegen einer Handpumpe
Landkreis OS kommt zur Prüfung
Klare Meinung unserer Tiere dazu (siehe Bilder)!!!!
Privatdetektiv beauftragt, Kontakt mit Außerirdischen
Manchmal weiß man nicht, was man sagen soll….
Heute erschien jemand vom Umweltamt des Landkreises Osnabrücks an unserem Gnadenhof Brödel – Hauptquartier in Melle/Oldendorf
Es habe eine Anzeige gegeben, da wir unerlaubt Grundwasser abzapfen würden (??) und zudem Wasser aus dem Meller Mühlenbach ableiten würden (bitte was ????).
Glücklicherweise war jemand von uns gerade vor Ort (Simone) und konnte das schnell aufklären.
Die Schwengelpumpe neben den Feuchtbiotopen ist (noch) ein reines Zierdeobjekt und wird, sobald die Teiche sich mit Regenwasser füllen,
aus diesen dann Wasser pumpen. Und nein: Wir nutzen auch kein Wasser aus dem Mühlenbach (wofür sollten wir das tun?).
Extra heute noch mit dem Herrn vom Landkreis telefoniert. Eine nette Person, der aber der Sache nachgehen musste. Alles gut, es wird uns nichts in Rechnung gestellt und gibt auch nichts zu beanstanden.
Zudem konnten wir nachweisen, dass eine Baugenehmigung sowie zwei positive Stellungnahmen des Landkreises und des Naturparks TERRA.vita
zu dem Projekt in Oldendorf vorliegen.
So weit so gut?
Im Prinzip schon, allerdings ist es doch einigermaßen nervig, dass auch an diesem Standort
sofort die Behörden mit einer Beschwerde informiert werden, OHNE dass sich jemand die Mühe macht, mit uns zuvor einmal zu sprechen (und: ja, es ist möglich mit uns zu reden, das geht, wenn man eine gewisse Basis-Etiquette wahrt).
Konsequenz: Ein sinnloser Zeitaufwand des Landkreis-Mitarbeiters, entstehende Kosten für nichts, sinnloser Zeitaufwand für uns, komplett sinnfrei.
Zudem: Eine Beschwerde ohne jegliche Substanz kann im Volksmund auch gerne als „Denunziation“ bzw. „Verleumdung“ tituliert werden.
Wir vermuten hinter dem Unterfangen ein Mitglied der PdAuD(oFuoEidH)
„Partei der Anschwärzer und Denunzianten (ohne Fundament und ohne Eier in der Hose“
Etwas „gender-korrekter“: Charakter, Mut, die Fähigkeit z.B. Kritik zu äußern und sich
dabei nicht hinter einer Behörde oder was auch immer zu verstecken.
Etwas, was einigen (diversen) Menschen in dieser Gesellschaft leider völlig fehlt.
Die denunzierende Person hat nochmal Glück gehabt (im Jargon eines Gnadenhofes „Schwein gehabt“). Wären uns dadurch Kosten entstanden, so würden wir diese nun auf die Person umlegen.
…..unser Privatdetektiv und Geheimagent „Sherlock Schockinski“ (im Bild) hat natürlich längst herausgefunden, wer denn nun dieses Mal
dahinter steckt. Naja, wir sind da mal nicht so. Gehört zum Umwelt- und Tierschutz offenbar dazu, dass man immer mal wieder auch
mit diesen Personen zu tun hat.
Jener Person sei eine Liedstrophe von Max Kegel (Sozialdemokrat) (1850-1902) nahegelegt.
Aus: Der Denunziant
„Gefährlich ist ein toller Hund,
Gefährlich ist der Lügenmund,
Gefährlich ist, wer stiftet Brand,
Gefährlicher der Denunziant. “
Nachdem diese Beschwerde öffentlich wurde landeten dann plötzlich Außerirdische, die gerade zufällig an der Erde vorbeiflogen, bei uns.
„Na, wieder ganz schöne Schrullen bei Euch Menschen, was?“
„Ja“, sag ich. „Weiß auch nicht was das soll?“
„Was das soll?“, erwidert einer der Typen (mit vielen Antennen auf dem Kopf und Radar in den Ohren und so….).
„Ihr Menschen seid auf einer der untersten Entwicklungsstufen überhaupt in dieser Galaxie. Ihr quält Lebewesen, Tiere, nur für Euren Profit – alles andere ist Euch doch scheißegal.
Und Euch gegenseitig quält Ihr auch. Und Ihr lernt nix draus. Euren eigenen Planeten macht ihr gerade schrott. Und das Wohl hinter Eurem Gartenzaun ist Euch nach wie vor wichtiger, als aktiver
Natur- und Tierschutz. Ihr rafft es nicht. ihr seid einfach dämlich…Und dann gerne mal jemanden anschwärzen, nur aus einer Laune heraus, ohne Substanz, Deppen!!!“
„Mhmm…..“, murmel ich verstimmt. „Wir sind ja nicht alle so, gibt aber viele Idioten unter uns, stimmt“.
Fred vom Jupiter verdreht die Augen. „Du bist auch ein Mensch. So dolle kannste also auch nicht sein. Überhaupt, was habt Ihr schon erreicht? In ca. 100-150
Jahren dürfte der Spuk auf der Erde ein Ende haben, sagt zumindest Eurer Physiker Steven Hawking, der war etwas schlauer als die meisten von Euch. Auf den Mond fliegen könnt Ihr, bravo, das ist alles?
Wenn hier die Lichter ausgehen, wo wollt Ihr leben?“
„Was sollen wir denn machen?“, frage ich.
„Einfach mal nachdenken, Ihr Hirnis. Welches Handeln sorgt für welches Resultat? Mal über den Tellerrand hinausschauen
und nicht nur auf den eigenen Geldbeutel achten. So wie die Autoindustrie gerade. Huiiiii, es gehen Arbeitsplätze verloren…Oder RWE am Hambacher Forst.
Oh wei….es gehen Arbeitsplätze verloren…..Ihr Spinner werdet bald noch deutlich mehr verlieren, wenn Ihr so weitermacht. Es gibt kein Lebewesen auf dem Planeten, welches
so viel Schaden anrichtet, wie Ihr. Ein Fehler der Evolution seid ihr.“
„Sehr konstruktiv, danke. Etwas präzisere Anweisungen wären hilfreich…“
„Gott!“, einer der Ufo-Typen winkt ab. „Nix zu machen bei denen. Zu niedrig in der Entwicklungsstufe.“
Ich werde neugierig. „Gott? Kennt Ihr den, Ihr kommt doch viel rum, da im All, kann der nicht was drehen?“
„Diese Frage wird dem Chef nicht gefallen. IHR SOLLT ES SELBER SCHAFFEN, IHR WiNZLINGE!!!“
Fred vom Jupiter spuckt auf den Boden. „Sinnlos“, sagt er. Mit viel Gezische und Gebrause starten sie ihr Ufo und brausen ab.
Ganz schön derbe Generalkritik. Schön wenn man Freunde hat.
Das Erlebnis von heute werd ich mal der Denunzianten-Person erzählen. Thank you for nothing (und für die Behinderung unserer Arbeit). Echt mal jetzt, Du hast wohl sonst nix zu tun, arme Sau!
Im Rahmen des „Tages der guten Tat“ wurden Blumensträusse, Tee, Kaffee, Kuchen und liebevolle Basteleien verkauft.
Das eingenommene Geld wurde jetzt an uns gespendet. Wir sagen vielen, vielen, vielen Dank 🙂
Das Geld wird eingesetzt für die Winterunterbringung unserer Gnadenhof-Tiere.
Als kleine Gegenleistung haben wir einige einpflanzbare Kinderbücher und tolles Blühwiesen-Saatgut für den Garten vorbeigebracht 🙂
Wir haben uns sehr über die Spende gefreut, danke 🙂
Einen schönen guten Morgen vom Gnadenhof Brödel in Melle.
Gerade mit unserem zahmen Schaf „Noisette“ einen Kaffee getrunken, jetzt gehts zur Arbeit an die Uni Osnabrück. Programmieren, auch nicht schlecht 🙂
2000 m² für unsere Gnadenhoftiere eingezäunt – da staunt sogar unser kleines Pony „Chayenne“:
„Alles für uns?“ „Klaro, für wen denn sonst?“,
„Wow“, staunt sie.
Ganz schöne Maloche heute, als Belohnung gab am Abend ein Lammsbräu-Pils, garantiert frei von Glyphosat (gibts z.B. in Melle bei „Georgs Bioladen“, http://georgs-bioladen.de).
Dann ein bißchen den Mond angeschaut und über das Wahlergebnis in Bayern gefreut.
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