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Allgemein
Nominierung für Innovationspreis für Klima und Umwelt der Bundesregierung
Geschrieben:

Scheisstag, seit Tagen mit Grippe ans Bett gefesselt. Vielleicht auch ein Polonium-Anschlag der Kreistags CDU/FPD.
Dieses nix tun und ohne Aktivitäten rumliegen und abwarten ist „Burning Hell in Head“.

Und Supertag:
Unser Buch „Das Einpflanzbuch, Die Wubbjes helfen der Natur“ wurde heute
für den Innovationspreis für Klima und Umwelt von Bundesregierung, Bund Deutscher Industrie und Fraunhofer-Institut nominiert:
https://www.newsroom-iku-innovationspreis.de/iku-newsroom/aktuelles/Bewerber-2020/Einpflanzbuch.php

Ein schönes Zeichen, dass nicht alles, was aus dem Landkreis Osnabrück kommt, kontraproduktiv für eine biologische Vielfalt ist.

Könnt Ihr hier kaufen:
https://doktor-kalle.de/produkt/buch-die-wubbjes-helfen-der-natur-das-einpflanzbuch/

Leseprobe:
https://doktor-kalle.de/DieWubbjeshelfenderNatur.pdf
1/3 des Gewinns geht direkt in unsere Gnadenhof- und Blühwiesenprojekte.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck?

Allgemein
Munteres Treiben am Buffet
Geschrieben:

Unsere Ziege „Herr von und zu“ wird die Krankenstation heute wieder verlassen können.🥰😊 Trotz seines biblischen Alters
hat die Behandlung ganz ausgezeichnet angeschlagen und er futtert munter seinen „Ich bin zwar zahnlos, das Essen schmeckt aber trotzdem“-Brei. Total gut!
Danke an unseren Tierarzt Herrn Weinert und an unsere Nachbarin Sandra Hielscher.
Etwas Sorgen macht uns noch der Senior „Strolch“, Auch er ist schon über 15 Jahre alt und dank der Medizin immerhin schon fitter als gestern.
Gegen die Nässe und Kälte hat er zwei Decken bekommen und soeben noch etwas „Kälberbooster“.
Schafe und Ziegen sind ein Phänomen. Wir hatten schon einige Fälle bei denen wir (egal ob jung oder alt) traurig gedacht haben: „Zum Leben gehört auch der Tod“.
Trotzdem kriegen sie dann noch eine Spritze, und noch eine, und noch etwas Selen und etwas Booster. und plötzlich, wie ein Wunder, flitzen sie
dann wieder über die Wiese. In etwa 2 Wochen haben wir dazu den nächsten Weiterbildungskurs. Wird spannend.
Und an der Heuraufe, am Frühstucksbuffet: Großes Gedränge. Guten Morgen an alle.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

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Krankenstation wieder voll
Geschrieben:

Die kleine Senioren-Kaninchendame „Mandy“ kann nach drei Wochen endlich wieder die Krankenstation verlassen.
Dafür ziehen nun die Ziegen-GrandPas „Strolch“ und „Herr von und zu“ (beide etwa 15 Jahre alt) dort ein.

Was für eine Freude. Nach mehreren Wochen hat „Mandy“ ihr entzündetes Auge überstanden. Endlich wieder im Aussengehege hoppeln.
Eine etwas merkwürdige Freundschaft hat sich dort mit dem Schweinchen „Speedy“ entwickelt. Sofort saßen die beiden im Stall und haben sich über Möhren gefreut.

Ja, und „Strolch“ und „Herr von und zu“ haben Probleme mit dem Wetter-Umschwung.
Danke an Sandra Hielscher, welche sich heute tagsüber rührend um die beiden gekümmert hat.
Den ganzen Tag im Unterstand, mit Decke, die beiden waren richtig am zittern. Auch der Tierarzt kam heute und beide erhielten eine Aufbauspritze.
Herr von und zu (hat keine Zähne) mehr hat sich Abends dann über ordentlich aufgeweichten Futterbrei gefreut.
Strolch hat eine ordentliche Magenverstimmung und mümmelte derweil etwas an tollem Blühwiesenheu herum.
Irgendwas ist immer.

Gnadenhof Brödel Melle
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Den Kopf nicht in den Sand stecken (insbesondere nicht an Gewässerrandstreifen, würde die Sandbiene sagen)
Geschrieben:

Trotz der hanebüchenen Entscheidung der Kreistags-CDU/FDP zur Beeinträchtigung von FFH-Gebieten. Jetzt erst Recht! Große Unterstützungswelle für Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“
Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises!

Bitte massiv teilen und verbreiten!

Den Kopf nicht in den Sand stecken (insbesondere nicht an Gewässerrandstreifen (würden viele Wildbienen sagen))

Bei allem „nicht so Schönen“ (gemeint ist nicht nur das fatale Signal für den Arten- und Naturschutz sondern auch die direkten Auswirkungen eingesetzter Pestizide),
was die Entscheidung der CDU/FDP mit sich bringt:

Wir erleben ein selten dagewesenes Unterstützungsangebot aus der Bevölkerung (z.B. kostenlose Bereitstellung von Flächen für den Insektenschutz):

Im Februar 2018 hatten wir zu Beginn des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ durch einen Artikel in der NOZ….
binnen drei Wochen etwa 200 Flächenangebote (von Firmen, Privatpersonen, Schulen, Kirchengemeinden etc.) offeriert bekommen.

Bis jetzt wurden uns seit dem Wochenende bereits 80 (!) weitere Areale für den Insektenschutz angeboten.
Gut ist: Wir stellen in eingehenden Mails und Gesprächen eine hohe Empörung vieler Bürgerinnen und Bürger und eine intensive „Jetzt-erst-Recht-Stimmung“ fest.
Aufgrund der knappen Einsaat-Zeit (März bis Mitte Juni nächsten Jahres) können wir jedoch nur einen kleinen Teil der angebotenen Flächen mit wertvollem, regionalem Saatgut bestücken. Bitte bedenkt: Das Projekt läuft ehrenbamtlich, nach unserer eigentlichen Lohnarbeiten im Büro etc.

Wir werden in unser ehrenamtliches Engagement nun noch mehr Zeit und Geld investieren müssen. Wir werden uns dabei auf die Fertigstellung (Schließung der Lücken)
im Blühwiesenkorridor zwischen Melle und Hagen a.T.W. konzentrieren:
http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=12

Hier wollen wir im nächsten Mai 2020 ein bundesweit bislang einmaliges Projekt fertigstellen, welches es auch Insekten mit geringen Flugradien ermöglichen soll,
sich regional genetisch auszutauschen. Ein regionsübergreifender genetischer Austausch ist elementar für eine Arterhaltung.

Wir fühlen uns von der CDU und der FDP des Kreistages durch die Randstreifenentscheidung im Einsatz gegen das Insektensterben im Stich gelassen. Wir empfinden diese sogar als ganz massive Behinderung zur Erreichung der gesellschaftlich wichtigen Ziele für eine Artenvielfalt. DEr Begriff „Verantwortungslosigkeit“ war selten passender als jetzt.

Das Insektensterben stellt nicht nur ein großes Problem für die Biodiversität sondern durch ihre kontinuierlich sinkende Bestäubungsleistung auch eine Massivherausforderung für die Landwirtschaft dar.
Eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern haben sich in den vergangenen Jahren gegen das Insektensterben im Landkreis eingesetzt.
Die Entscheidung der CDU und FDP ist hanebüchen und soll an dieser Stelle als Entscheidung außerhalb von Raum und Zeit bezeichnet werden.
Der Beschluss des Kreistages muss in Bezug auf die FFH-Gebiete als umweltpolitisches Massivversagen gewertet werden.
Die 1-Meter-Randstreifen werden das Artensterben im Kreis weiter forcieren. Nun rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger
in sämtlichen Kommunen des Landkreises dazu auf, mit großer Vehemenz alles zu unternehmen, um dem Artensterben Einhalt zu gebieten.

Auf unserer Seite „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de) haben wir soeben eine intensive Anleitung veröffentlicht, wie jeder Mensch z.B. durch Blühwiesen aktiv für eine Versorgung vieler bedrohter Lebewesen beitragen kann.
http://insektenrettung.de/eine-bluehwiese-anlegen/

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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Auf geht’s!!!

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Ein Beitrag gegen die Artenvielfalt
Geschrieben:

Ein schwarzer Tag für die Artenvielfalt im Landkreis Osnabrück

Der minimale 1-Meter-Pestizid-„Schutz“-Streifen für das FFH-Gebiet im Artland (Landkreis Osnabrück) wurde heute von CDU/FDP/AFD/CDW beschlossen. Was für ein ökologisches Armutszeugnis!

Ok, das ist Demokratie und muss nun wohl so akzeptiert werden. Unsere Stellungnahme dazu:

Mit den Bildern drücken wir aus, dass heute ein schwarzer Tag für die Artenvielfalt im Landkreis Osnabrück ist.
Wenn selbst RegionalpolitikerInnen nicht bereit sind, unsere regionalen Naturschutzgebiete zu schützen, wer denn dann?
An vielen Gewässerrandstreifen wird nun der Tod Einzug halten (sinnbildlich und real). Pestizide lassen kein sinnvolles Leben von Wildpflanzen, Wildblumen und Insekten zu.

Aufgrund der Dürre sind die Böden im Landkreis ab Ende Mai im Sommer oftmals vertrocknete und steinhart.
Die sommerlichen Starkregen (so etwas lernt man im 1. Semester Bodenkunde an der Uni Osnabrück) fördern dann eine massive Bodenerosion, mit gleichzeitiger
Ausschwemmung in Fließgewässer. Dann sind auch Amphibien und Fische fällig. So einfach ist das.
Insekten und damit viele weitere Arten werden auch an Gewässerrandstreife, wie von Euch entschieden, ein tristes Schattendasein fristen (sofern sie dort noch leben können).
Diese Entscheidung macht fassungslos, wütend und tieftraurig.“
Die Entscheidung wurde fernab aller wissenschaftlicher Erkenntnisse und allen Empfehlungen zum Trotz der WissenschaftlerInnen von Uni & Hochschule Osnabrück getroffen.
Umweltpolitische Steinzeit im Landkreis Osnabrück – das bringt es auf den Punkt.
CDU und FDP verhalten sich in hier gegenüber der Gesellschaft in höchstem Maße verantwortungslos. Unsere und Kindeskinder werden massiv von den Folgen des Artensterbens betroffen sein.
Gemäß Biodiversitätsrat der Vereinten Nationen befinden wir uns im größten Artensterben seit 66 Millionen Jahren. Eben jener Rat veröffentlichte im Mai dieses Jahres, dass schon jetzt die Geschwindigkeit, in der Tier- und Pflanzenarten aussterben, zwischen zehn- und hundertmal höher sei als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre. Im globalen Bericht zur Lage der Artenvielfalt, den der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) im Mai in Paris veröffentlichte, steht: „Der Verlust von Arten, Ökosystemen und genetischer Diversität ist bereits jetzt eine globale und generationenübergreifende Bedrohung für das Wohlergehen der Menschheit.“
Anders formuliert: Klimaerwärmung und Artensterben bedrohen die Fortexistenz der Menschheit auf diesem Planeten ganz massiv.
CDU und FDP haben sich unserer Meinung nach in Bezug auf ihre Natur- und Umweltschutzarbeit(gemeint ist: In Bezug auf den Randstreifen) ein offensichtliches Armutszeugnis ausgestellt. Die Schulnote 6 ist hier angemessen, eine Versetzung ist gänzlich ausgeschlossen.

Demokratie:
So funktioniert Demokratie nun einmal. Das müssen wir akzeptieren. Gleichzeitig drängt sich massiv der Eindruck auf, dass die CDU wenig Sinn darin sieht, als Volkspartei wahrgenommen zu werden.
Es entsteht hier der (subjektive) Eindruck, dass ein (mutmaßliches) Geschenk an den Agrarlobbyismus höher gewichtet wird, als eine wissenschaftlich sinnvolle, ökologisch-nachhaltige Entscheidung. Würden Insekten wählen können: Ihr wäret bei ca. 0,0 Prozent.

Die Landwirte:
In der öffentlichen Diskussion, in sozialen Netzwerken, wird nun wieder massiv auf „die Landwirten“ eingedroschen. Das ist falsch! Es gibt viele Landwirte, welche sich auf unterschiedlichen Ebenen für eine höhere Artenvielfalt starkmachen. Sie legen „Lärchenfenster“ an, sorgen für bessere Rahmenbedingungen von Kiebitzen, schaffen (z.T. mit privatem Geld) Blühstreifen und und und.
Zu sagen: „DIE BÖSEN Landwirte!“ wäre absurd.
Und doch gibt es einige Betonköpfe mit massivem Einfluss. Den Pestizid-und Agrarlobbyismus, auch unter einigen Landwirten im Landkreis,
der sich einen ziemlichen Scheißdreck um die Artenvielfalt schert.
Ein kleiner Teil und ein Extrem. Mit massivem Gewicht, so scheint es.

CDU:
Auch hier gibt es viele nette, wissenschaftsnahe, sympathische und dem Naturschutz aufgeschlossene Menschen. Ohne jede Frage: Es gibt Menschen, welche das Artensterben und der Naturschutz umtreibt. Die Tatsache, dass hier großer Mist gebaut wurde, bedeutet nicht dass IMMER Mist gebaut wird.
Dennoch ist die Botschaft klar: Wenn WIR es wollen, wenn die Lobby es fordert (mutmaßlich ??), dann bauen wir auch großen Mist (und das ist uns noch nicht einmal peinlich), dann ist uns alles egal. Dann rasen wir wie ein „Roboter im Porzellanladen“ wild durch die Natur, wie es Donald Trump nicht besser könnte.
Das größte Artensterben seit 66 Millionen Jahren, wissenschaftlich nachgewiesen, ist doch erstmal zweitrangig. Da können sich doch unsere Nachkommen drum kümmern (Ironie off).

Wir:
Einen politischen Schaden werden wir durch unsere zuletzt geäußerte Kritik/en davon tragen. Das ist so! Entscheidend ist ausschließlich der morgendliche Blick in den Spiegel!
Es gibt etwas, was DEUTLICH wichtiger ist, als Geld! Nachhaltigkeit, Charakter, Ökologisches Zukunftsbewusstsein, Verantwortung, wissenschaftliche Bezugnahme auf empirisch ermittelte Fakten, Verantwortung gegenüber vielen Lebewesen, und das Wissen, dass wir Menschen eben nicht die Krönung der Schöpfung sind.
Wir Menschen sind es, welche den Planeten zielsicher dahin gebracht haben, wo er sich aktuell befindet. Aber einige (nicht alle) von Euch werden das vermutlich nicht so ganz nachvollziehen können.
Ob der heute getroffenen Entscheidung: Schämt Euch!!!

Blumiger Landkreis Osnabrück
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Allgemein
Wird morgen ein schwarzer Tag für die Artenvielfalt im Landkreis Osnabrück?
Geschrieben:

Heute eine weitere Blühwiese begonnen zu mähen. Und: Wird morgen ein „schwarzer Tag für den Artenschutz im Landkreis“, oder anders formuliert: „Hält der Tod Einzug im Landkreis Osnabrück“?
Auch wir haben Areale an Gewässern im Landkreis gepachtet, um dort Blühwiesen anzulegen. Bei strahlendem Sonnenschein heute mit der Herbstmahd begonnen. Blühwiesen müssen gemäht (und das Mahdgut abgetragen) werden, wenn diese auch im nächsten Jahr noch blühen sollen. Mit dem Mahdgut begonnen „Stängelhaufen“ aufzuschichten. Gibt es in der aufgeräumten Kulturlandschaft viel zu wenige. Für viele Lebewesen jedoch können diese eine wichtige Winterhilfe sein.

Und: Morgen gilt es. Entscheidet sich die CDU/FDP/AFD für eine gegenüber der Gesellschaft völlig verantwortungslose Entscheidung, welche das Artensterben massiv fördern wird?
Gemäß Biodiversitätsrat der Vereinten Nationen befinden wir uns im größten Artensterben seit 66 Millionen Jahren. Eben jener Rat veröffentlichte im Mai dieses Jahres, dass schon jetzt die Geschwindigkeit, in der Tier- und Pflanzenarten aussterben, zwischen zehn- und hundertmal höher sei als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre. Im globalen Bericht zur Lage der Artenvielfalt, den der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) im Mai in Paris veröffentlichte, steht: „Der Verlust von Arten, Ökosystemen und genetischer Diversität ist bereits jetzt eine globale und generationenübergreifende Bedrohung für das Wohlergehen der Menschheit.“
Anders formuliert: Klimaerwärmung und Artensterben bedrohen die Fortexistenz der Menschheit auf diesem Planeten ganz massiv.
In Absprache mit einigen Groppen, Fröschen, Libellen, Steinfliegen und diversen Wildbienen heute ein intensives Fotoshooting gehabt. Darsteller: Niemand geringeres als der Tod persönlich.
Aussage: „Hält der Tod Einzug im Landkreis Osnabrück ein“?
„Ein schwarzer Tag für die Artenvielfalt?“ Oder gerne auch: „Unterstützt und fördert Ihr das Artensterben, dann machen wir Euch die Hölle heiß!“(verbal, sinnbildlich).
Vorsicht: Sind nur Bilder, nicht mehr und nicht weniger. Bilder können einen gesellschaftlichen Diskurs im hohen Maße fördern – und das ist auch explizit gewollt.
Martialisch? Ja, auch das absolut ein gewollter Akt! Wir reden über nichts Geringeres als den Hungertot vieler Lebewesen. Das Insektensterben bedroht unsere Fortexistenz auf dem Planeten massiv. Eine Entscheidung für lediglich einen 1-Meter-Pestizidschutzstreifen ist KEINE sinnvolle Maßnahme für den Insekten- und Artenschutz.
Und: Feuerwerkskörper und Rauchbomben sind nicht das Mittel der ersten Wahl einer Naturschutzgruppe. Für gute Bilder jedoch ein probates Mittel. Wir sind uns dessen bewusst, dass wir eben eine ganze Menge CO2 produziert haben. Im Zuge des in einigen Wochen beginnenden Klimawald-Aufforstungsprojektes werden zusätzlich noch einmal 60 Bäume kaufen und einpflanzen, um das zu kompensieren.

Blumiger Landkreis Osnabrück
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Allgemein
Stimmung im Landkreis explosiv wie selten
Geschrieben:

Die Stimmung im Landkreis Osnabrück ist „explosiv“ wie selten.
Gewässerrandstreifen von einem Meter und noch mehr Artensterben? Was erlauben „CDU/FDP/AFD“ ?!!! Am Montag gilt es!
Wie darauf reagieren? Noch mehr „Öl ins Feuer gießen“ oder einige sachliche Dinge mal klar stellen?


Man verzeihe den einen oder anderen Rechtschreibfehler in diesem „Post“. Wir können uns nicht gleichzeitig für Gnadenhof, Artenvielfalt, Klimaschutzwälder & Co. einsetzen und nach einem „long und extreme aufregend day“ noch im Detail um Orthographie kümmern.

Nach dem heutigen Zeitungsartikel in der NOZ:
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1891358/naturschuetzer-laufen-sturm-gegen-1-meter-randstreifen-im-kreis-osnabrueck
stand das Telefon kaum still. Das Emailkonto quillt über (wir beantworten alle Anfragen, dauert aber leider etwas)….

Eine Vielzahl besorgter, empörter und stinksaurer Bürgerinnen und Bürger meldet sich bei uns. „Das kann doch wohl nicht sein, dass die das machen!“, Nach Trappatoni-Manier: „Was erlauben CDU und FDP!!!??? Spielen wie Flasche leer!!!!“, „sind die denn noch zu retten???“, und auch oft: „Die Landwirte!!! Es reicht!!! Was soll denn das??!!! Die können doch nicht unsere Zukunft aufs Spiel setzen!!!“
Auch einige Angebote für weitere Blühwiesen haben uns erreicht. Sehr gut und danke!!
Doch nun mal langsam…ruhig Blut (das aus dem Munde eines Hitzkopfes mutet schon irgendwie komisch an)…
Erstmal:

„Das Klima“
Das Klima ist explosiv. Nicht nur das reale „Wetter-Klima“ sondern auch das „gesellschaftliche Klima“.
Wir befinden uns in einer Zeit des MASSIV-Umbruches. Wer aktuell die Klimaerwärmung noch leugnet, kann leider nicht mehr erstgenommen werden und scheidet aus dem seriösen Diskurs automatisch aus (Tschüssikowski AFD).

Greta Thunberg (z.B.) wird inflationär beleidigt, von Menschen, welche sich (unausgesprochen) aufgefordert fühlen (sehr gut!) ihre „Komfortzone“ zu verlassen. Auch dem letzten dahergelaufenen Vollidiot in der Bundesrepublik müsste mittlerweile klar sein, dass es ein „Weiter so“ nicht geben kann
(sie „spüren es irgendwie) und das macht sie so sauer).

Gleichzeitig klammern sich viele Menschen an den „Ist-Zustand“ (der sich aufgrund der Klimaerwärmung und des Artensterbens massiv verändern wird. Da hilft auch kein Klammern mehr.).
An „Alterhergeglaubtes“ zu glauben hilft. Sich auf Veränderungen einzustellen kann weh tun. Individuell. Was passiert dann? Abwehrhaltung (bei Vielen), Anpassung (bei Einigen), Gestaltung (bei Wenigen).
Das erleben wir aktuell im „gesellschaftlichen“ Diskurs.
Klimaerwärmung und Artensterben sind einerseits zwei unterschiedliche Themen, andererseits gehörten sie natürlich eng zusammen.

Zur Klarstellung:
Die Berichte des Weltklimarates stammen nicht aus der Feder einiger von der Bio-Industrie gekaufter, in Birkenstock-Sandalen rumlaufender, Autohassender WissenschaftlerInnen.
Nein. Sie sind eine Zusammenstellung von WissenschaftlerInnen weltweit, welche in mehrjähriger Arbeit eine Vielzahl von unterschiedlichen Studien (vierstellig!!!) ausgewertet haben und sich dazu sogar noch supranational abstimmen.
Beim schockierenden Bericht des Weltbiodiversitätsrat (IPBES) sieht es nicht anders aus.
In diesem, im Mai veröffentlichten Report, steht ganz klar: Wir müssen JETZT SOFORT handeln (nicht erst irgendwann, wenn auch die FDP die Zeichen der Zeit verstanden hat).

„Die Landwirte“
Es gibt nicht „die Landwirte“. Um es nochmals klarzustellen.
Auch in unserem Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ stellen wir vielfach fest, dass sich Landwirte für eine höhere Artenvielfalt stark machen. Wäre ja auch komisch wenn nicht. Ohne Insekten keine Bestäubung -> keine Ernteerträge -> keine Erlöse.
Gleichzeitig gibt es in jeder Berufsgruppe „an den Rändern“ Hardliner. Auch das ist nicht ungewöhnlich, im Zuge des Artensterbens jedoch (unserer subjektiven Meinung) definitiv zu verurteilen (Nochmal: Wir reden hier von „Hardlinern“ die einfach nichts begriffen haben und auch nicht begreifen wollen.)
„Hardliner“ stellen in der Regel einen geringen Prozentsatz einer Gruppe (wie auch immer geartet) dar.

Dass sich jeder Berufsstand dafür einsetzt ein hohes Salär für seine Arbeit zu erhalten ist nachvollziehbar. Dass „Verordnungen“ als Bedrohung angesehen werden können, kann (irgendwie) auch verstanden werden.
Der Schrei „nach der Politik“ ist im Einzelfall (von Produzent und Konsument) zu wenig.
Anders formuliert: Leute: unterstützt Eure lokalen und regionalen Bauern auf dem Weg zu nachhaltigen und ökologischen Produktionsmethoden.
Für „harte“ und „ehrliche“ Arbeit, 12 Monate im Jahr, mit wenig (oder keinem) Urlaub, auf dem Weg zu ökologisch sinnvollen Anbaumethoden, ist nun mal ein Preis angemessen, der durchaus auch deutlich über dem Preis im Supermarkt liegen kann. Den „Stimmzettel“ geben wir an der Ladentheke ab.
Ausgezeichnet geht das z.B. im örtlichen Bioladen oder im Bereich der solidarischen Landwirtschaft (gibt es auch in Deiner Region): https://www.solidarische-landwirtschaft.org/solawis-finden/auflistung/solawis/

Zu teuer? Ja, leider kann sich das nicht jeder leisten, das stimmt :-(, und das ist auch ein Problem. „Ohne Wenn und Aber“.
Aber für Cent-Beträge gibt es nun mal (auch leider) nur Produkte, die zu ökologischen Mindeststandards hergestellt werden. Und Eurer/Unserer Gesundheit tut ihr/wir damit nicht immer einen Gefallen.

Und die Landwirte, welche aktuell noch konventionell arbeiten?
Superschwierig. Kein Landwirt ist glücklich, wenn er Gifte einsetzen muss. Kein Landwirt freut sich darüber, wenn ein Ertrag nur möglich ist, unter massivem Einsatz von Pestiziden. Und kein Landwirt kann „einfach so mal eben“ seinen Betrieb zu einem „Biobetrieb“ umstellen.
Und da dann leider doch der (Hilfe-)Ruf „nach der Politik“ und der „Macht des Verbrauchers“. Ohne massive finanzielle Unterstützung wird es nicht gehen.

„Die CDU“
Im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ erleben wir viele CDU-PolitikerInnen, von deren Aussagen wir neuerdings positiv überrascht werden. Es ist nicht nur schwarz (HaHaHa, welch Wortwitz) und Weiß. Wir erleben CDU-PoiitikerInnen, welche Vorschläge machen (positiv), über welche wir in dieser Form oftmals selber noch nie nachgedacht haben. Und offen gesagt: Es wirkt ehrlich! Positiv! Bei etlichen VertreterInnen haben wir das Gefühl, dass wirklich „die Zeichen der Zeit“ verstanden wurden.
Ein sehr angenehmes Telefonat im Laufe der Woche hat zudem gezeigt, dass Meinungen immer in einem sehr sehr sehr komplexen Gefüge von Abwägungen und Interessen entstehen (ok, das war bekannt, trotzdem kann es positiv sein, das einmal in einem persönlichen Dialog zu erleben).
Und gleichzeitig: Die Entscheidung des Umweltausschusses im Kreistag Osnabrück macht fassungslos, wütend, ohnmächtig, hinterlässt Sprachlosigkeit, das Gefühl, das selbst Minimal-Ökologische Zusammenhänge entweder nicht verstanden oder Interessenvertretern geopfert werden.
Am „Ende des Tages“ zählt das Resultat. Wenn „am Ende des Tages“ ein Gewässerrandstreifen von einem Meter in FFH-Gebieten!!!! dabei rauskommt, dann kann es dafür (unserer Meinung nach) dafür keinen Beifall geben! Dann sind „gellende Pfiffe, Buh-Rufe“ und massiver Protest innerhalb einer lebendigen Demokratie das einzige sinnvolle Zeichen.

Gesichtsverlust bei Änderung einer Entscheidung?
Maximaler Blödsinn! Jeglicher Entscheidung ist immanent, alle Fakten, gesellschaftlich aktuellen Rahmenbedingungen etc. zu berücksichtigen. Landläufig wird das zwar nicht immer gewürdigt, dennoch bleibt es ein Zeichen von Größe und Charakter eine Entscheidung zu revidieren.
Der Bericht des Weltbiodiversitätsrates kam erst im Mai 2019 heraus. Somit hat sich die Faktenlage verändert.
Eine Entscheidung zu revidieren, dieser Haltung gebührt Respekt (passiert im Alltag eines jeden Menschen übrigens ungefähr täglich)

„Die FDP“
Natürlich gibt es nicht mutmaßlich die „Die FDP“. Es werden sicherlich auch dort unterschiedliche Meinungen vorhanden sein.
In Bezug auf Umwelt-, Arten und Klimaschutz (subjektive Meinung von hier) kam da bislang jedoch (leider) ausschließlich SEHR viel „optimierbarer Entscheidungsfundus“
(oder es wurden von den Empfängern der Nachricht einige Sendeinformationen nicht präzise genug empfangen).
Dass technische Innovationen die Welt retten können ist klar. Kommt da sonst noch was an Vorschlägen?

Die „AFD“
Ach komm!!! Lass gut sein!

„Das Artensterben I“

In Anlehnung an die Klimaerwärmung und in direkter Kombination mit dieser stellt das Artensterben die zweite JAHRHUNDERTAUFGABE der Menschheit dar.
Ökologische Zusammenhänge bilden eine Art „Spinnengewebe“ ein „interagierendes Netz“ komplexer Zusammenhänge.
Sterben bestimmte Arten aus, dann merken „wir“ es nicht. Sterben „andere“ Arten aus, dann brechen Ökosysteme zusammen. Genau dort sagen wir heute auch im Landkreis Osnabrück: „Hallo! Soviel Tod auf einmal, das kann aber nicht gut gehen!“
Das Insektensterben (der vielen vielen Arten) zeigt es. Nahrungsketten brechen massiv zusammen. Bestäubungsleistungen bleiben aus.
Wenn wir davon sprechen, dass aktuell BIO-Gemüse nur für Besserverdienende erschwinglich sein wird, dann wären ein Weiterdenken nicht ganz schlecht.
In Zukunft (eine Zeitschätzung kann hier nicht geäußert werden) wird es GEMÜSE (egal woher) nur noch für Besserverdienende geben!
Zudem: Wir Menschen halten uns gerne für die Größten, Klügsten und absolut Coolsten. Aktuell müssen wir leider feststellen, dass wir „hier und da“ doch ganz massive Trottel sind. Und von der Erkenntnis bis zur Umsetzung dauert es bei uns Trotteln zuweilen Jahrzehnte. Erst wenn es RICHTIG WEH TUT (und das wird passieren) ändern wir unseren Habitus.
Verschiedene Insekten, die Groppe (im Landkreis Osnabrück), Amphibien, Reptilien würden vermutlich sogar sagen:
„Trottel? Ne Ne Ne! Ihr seid einfach gigantische ***********!“.

Tja, was will man da, so als Mensch, im, Landkreis Osnabrück, einer Groppe, die kurz vor dem Exitus steht, noch erwidern?? Plötzlich werden wir alle ganz Kleinlaut!

„Das Artensterben II“
Artensterben klingt irgendwie abstrakt. Klingt nach „Steuererklärungshaushaltsdefizit“, oder „Überstundenmeineidsverklausierungsübernahme“ oder „Zertifikatssolldimensionierungaufruf“.
Nur was heißt es konkret? Konkret bedeutet es: Tiere verrecken elendig vor Hunger. Wildtierauffangstationen können davon ein Liedchen singen.
Nur weil wir Menschen davon nichts mitkriegen bedeutet es nicht, dass sich krasse und unfassbare Dramen in unserer Kulturlandschaft abspielen.
Blaumeisen-Eltern versuchen verzweifelt genügend Nahrung für ihre Jungen zu jagen und fangen. Eine Menge davon stirbt vor Hunger.
Ganz toll, Ihr ********** (würde die Groppe sagen).

„Die Wahlschlappen“

Warum die FDP noch über 5% kommt, das verstehe wer will.
Die AFD ist ein Sammelsurium rechtslastiger Honks (in Wortanlehnung an Frau von Storch). Ein Tritt in den ***** (natürlich nur „sinnbildlich verbal“) erscheint ein probates Mittel wehrhafter Demokraten für solch faktenfernen Blödsinn zu sein.

Die CDU, die nun noch definitiv „lebendig“ ist, könnte aus den kontinuierlichen „Abwatschungen“ ja mal die eine oder andere Lehre ziehen (so meint man).
Europawahl: Desaster! Landratswahl: Nach 70 Jahren CDU wurde mit Anna Kebschull eine Grüne gewählt (folgerichtig).
Ergebnisse in Brandenburg: Scheiße!. Sachsen: Desaster!. Thüringen (folgt): auch wieder Scheiße!
Die nächste Kommunalwahl in Niedersachsen: Vermutlich Frühherbst 2021:
Demokratie, WIR VERGESSEN NIE!

„Der eigentliche Skandal“
Es muss als Skandal gewertet werden, wenn mitten im größten Artensterben seit 66 Millionen Jahren immer noch nicht verstanden wird, dass wir alle gemeinsam HANDELN müssen. Mal ernsthaft, die CDU, eine VOLKSPARTEI!!!!
Es kann nicht wirklich ernsthaft so sein, dass CDU-VertreterInnen das größte Artensterben ever auch noch unterstützen.
Trappatoni: „WAS ERLAUBEN CDU!“

„Blumiger Landkreis Osnabrück“
Eine unverhohlene Meinung:
Es kotzt uns irgendwie ganz massiv an. Seit 2017 arbeiten wir bei Wind und Wetter IN UNSERER FREIZEIT daran, Blühwiesen für Insekten zu schaffen.
Wir werden zuweilen beschimpft und bekommen Hassmails (https://www.noz.de/lokales/hasbergen/artikel/1741528/programmierer-pflanzt-bluehwiesen-und-bekommt-hassmails),
wir investieren JEDEN Monat eine ganze Menge privaten Geldes (zwischen 300 und 700 Euro, je nach Situation) um etwas für die Artenvielfalt auf die Beine zu stellen. Wir arbeiten ehrenamtlich (und nehmen dafür URLAUB von UNSEREN NORMALEN JOBS) gemeinsam mit Schulklassen, Kirchengemeinden, Vereinen, Firmen und vielen Stiftungen, Stiftungen (bundesweit) von der Heinz Sielmann Stiftung bis zur Bingo-Umweltstiftung Niedersachsen, von der Umweltstiftung Weser Ems bis zur Tierschutzstiftung Wolfgang Bösche.
Auch der VFL Osnabrück hat das Projekt unterstützt!!! Prominente wie Wolfgang Joop, Bjarne Mädel, Axel Prahl, Klaus J. Behrendt und Charly Hübner sind mit „an Bord“.
siehe dazu auch:
http://blumiger-lkos.de/unterstuetzer/

Blumiges-Melle.de – Vielen Dank an unsere Unterstützer

und dann kommt Ihr mit einem lächerlichen absurden Gewässerrandstreifen von einem Meter (wo in Bayern und BW schon jetzt 5 Meter die Regel sind) und auch die Bundesregierung innerhalb des Insekten-Aktionsprogrammes zwischen 5 und 10 Meter festlegen wird.
Eine ganz sachliche und höfliche Frage: HABT IHR EIGENTLICH NOCH ALLE TASSEN IM SCHRANK??

Und als kleine Ergänzung:
Über was sollen wir Menschen uns eigentlich empören?
Über höhere Bierpreise auf dem Münchener Oktoberfest?
Über das neue Outfit von Dieter Bohlen?
Über die Brände im Amazonas-Gebiet?
Ne Ne Ne:!!!! Wenn wir uns nicht über das Artensterben im EIGENEN Landkreis empören, ÜBER WAS DENN BITTE DANN?

Die Forderung:
Montag, 30. September, Kreistag Osnabrück:
BITTE STIMMT FÜR EINEN 5-METER-SCHUTZSTREIFEN!!!
Und wenn nicht? Nur mutig gestritten (in einer Demokratie), the FUTURE is UNWRITTEN! Nach der Wahlschlappe ist vor der Wahlschlappe.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
htppp://blumiger-lkos.de
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Allgemein
Intensives Gespräch zu Gewässerrandstreifen im Landkreis Osnabrück
Geschrieben:

Intensive Diskussion zu den Gewässerrandstreifen im Landkreis Osnabrück

Zusammenfassung des Gesprächs mit Herrn Niederniehaus (CDU, Mitglied im Umweltausschuss des Kreistages).

Zu der Gewässerrandstreifenthematik gab es gestern Abend (23.9.) ein längeres Telefonat.

Die äußere Form: Sehr angenehm, ein durchaus sympathischer Herr, ein sachliches, konstruktives Gespräch, in welchem verschiedene Details präzisiert wurden. Natürlich wurden auch Positionen kontrovers diskutiert, aber dennoch ein schönes Beispiel, wie ein Dialog zu einem sachlich komplexen und sehr emotionalem Thema stattfinden kann.
In den letzten 20 Jahren wurden vergleichbare Themen auch durchaus schon hitziger und wilder diskutiert.

Die Inhalte: Präzisiert wurde, dass es bei der Entscheidung der CDU/FDP-Fraktion des Umweltausschusses nicht um eine „Komplettbefreiung“ von Gewässerrandstreifen gegangen sei, es also in der Diskussion nicht darum ging innerhalb eines Abstandes von 5 Metern sowohl auf agrarwirtschaftliche Pflanzenschutzmittel, Düngemittel und Bodenbearbeitung zu verzichten, sondern sich die Entscheidung lediglich auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bezogen habe.
Erläutert wurde auch, dass eine „Komplettbefreiung“ oder ein „Komplettverzicht“ (Bodenbearbeitung, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel) eine „Neuauflegung“ des Verfahrens bedürfe, welche „auch schon einmal über ein Jahr dauern könne“.
Herr Niederniehaus erläuterte auch die Position, dass eine vorgeschriebene Verordnung bei Landwirten dazu führen könne, dass diese (Einzelne) eine Gegenhaltung einnehmen könnten und es zu einem (ggf. hohen) Akzeptanzverlust der Schutzmaßnahmen führen könne.

Herr Niederniehaus führte auch aus, dass der Verwaltung ein Auftrag gegeben wurde zu prüfen, inwiefern Flächen aufgekauft werden könnten (nicht nur an FFH-Gebieten),
um diese gänzlich einer landwirtschaftlichen Nutzung zu entziehen.

Weiterhin wurde über die Landwirtschaft „an sich“ gesprochen. Hier waren die Positionen gar nicht so weit auseinander. Auch wir stellen in unserem Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ in vielen Gesprächen mit Landwirten fest: Vielen Höfen geht es nicht besonders gut. Das „Höfesterben“ ist kein Zufall. Die „Allgemeinsituation“ für die Landwirtschaft ist alles andere als positiv. Eine regressive Preispolitik hin zu Dumpingpreisen und ein sehr hoher ökonomischer Druck sorgen vielfach für „schlaflose Nächte“. Verbraucher sind leider noch viel zu selten bereit das zu zahlen, was die Landwirte für ihre Produkte „verdienen“. Dass dann oftmals „so günstig wie möglich“ produziert wird ist (in (weiten) Teilen) auch wiederum nachvollziehbar.
Die Aussage von Herrn Niederniehaus, dass viele Landwirte im letzten Jahr schon Blühmischungen für Insekten (als ein Beispiel landwirtschaftlicher Tätigkeiten für den Artenschutz) eingesetzt haben, deckt sich auch mit unseren Erfahrungen aus dem „Blumiger Landkreis Projekt“. Zwar handelt es sich dabei vielfach um Mischungen aus dem örtlichen
Raiffeisenmarkt, welche dann nicht so artenreich sind, wie „maximal Biodiversitätsförderndes-regionales Wildblumensaatgut“, aber auch das ist schon sehr viel und soll an dieser Stelle auch nicht heruntergespielt werden. Landwirte werden vielfach z.B. in sozialen Netzwerken massiv angegangen, die positiven Handlungen werden gerne dabei vergessen. Auch das ist leider zu konstatieren. Von einer sachlichen Diskussion kann hier leider oftmals nicht gesprochen werden.

Die Lehre daraus und die Einordnung in einen größeren Kontext, Die Gewässerrandstreifen-Thematik ist ein unglaublich wichtiges (für den Artenschutz sogar herausragend (!) wichtiges)
Thema für eine biologische Vielfalt. Die Diskussion wird oftmals mit Vehemenz, lauten Tönen und einer intensiven Emotionalität (trotz aller sachlichen Fakten)
geführt. Das Gespräch hat gezeigt, dass nicht immer alle Fakten so klar und präsent auf dem Tisch liegen und z.B. in der Presse aufgrund der hohen Komplexität
auch nicht immer alle Details vermitteln werden können. Klares Fazit: Wer miteinander diskutiert, ist klar im Vorteil.

Klares Fazit auch (sagt der Kai zu sich selber): „Das nächste Mal holst Du Dir erstmal alle Details, bevor Du eine (emotionale) Stellungnahme veröffentlichst. Da war ja wohl in einzelnen „Maximalpositionen“ nicht ausschließlich glücklich. Du blöder Hitzkopf!“
„Ja“, antwortet Kai sich selber (in Teilen etwas zerknirscht). „Die Ankündigung das Blumiger Landkreis-Projekt zu nutzen, um vehement gegen den Irrsinn zu protestieren, kann dann wohl so an dieser Stelle nicht mehr aufrecht erhalten werden, war wohl nicht die glorreichste Idee des Jahrhunderts (Grummel Grummel Grummel…)“.
„Ok“, antwortet das Überich. „Du gibst es also zu!“. „Hmmmm….antwortet das Emotions-Bauch-Ich (sofort wieder hochkochend). „Grundsätzlich gebe ich erstmal gar nichts zu! Außerdem gibt es trotzdem gravierende inhaltliche Unterschiede in der Auffassung zu diesem Thema. Das lässt sich auch nicht wegdiskutieren“.

Die inhaltlichen Differenzen: Trotz des netten Gespräches, trotz des konstruktiven Austausches bleiben unterschiedliche Meinungen. Davon lebt eine Demokratie. Bei allem Verständnis für die geäußerte Meinung bleibt der Standpunkt aus Sicht des Insekten- und Artenschutzes dennoch klar.
Der Wunsch und auch die Forderung lautet nach Gewässerrandstreifen im Landkreis Osnabrück, welche mindestens eine Breite von 5 Metern (besser 7,5 oder sogar noch 10 Meter aufweisen), in welchen keine Pestizide und Düngemittel eingesetzt werden dürfen. Auch sollte hier (unserer Meinung nach) auf eine Bearbeitung in jedem Falle gänzlich verzichtet werden. Völlig klar ist dabei auch, dass Landwirte dafür entschädigt werden müssen. Eine Forderung nach Flächen ohne solide Ausgleichszahlungen ergibt keinen Sinn.

Die Aussagen des Blumiger Landkreis Osnabrück-Projektes in Bezug auf den 30.9. und die weitere Beschlussfassung des Kreistages:
„Wir hoffen sehr, dass sich die CDU-Fraktion im Kreistag Ihrer Verantwortung für den Artenschutz – und somit das Leben vieler bedrohter Arten – bewusst ist und sich schlussendlich für einen Randstreifen von 5 Metern ausspricht. Im Augenblick sterben eine Vielzahl von Lebewesen vor unseren Augen weil diese nicht mehr genügend Insekten finden. Anders formuliert: Sie verhungern qualvoll. Die Masse der Insekten reicht beispielsweise nicht einmal mehr für die Aufzucht von genügend Jungvögeln aus, um z.B. verschiedene Vogelarten zu stabilisieren. Ein breiter Gewässerrandstreifen ist unglaublich wichtig für eine biologische Vielfalt. Wichtig ist es gleichzeitig die Landwirte zu entschädigen. Diesen wird überdurchschnittlich viel abverlangt und sie sind oft zu Unrecht die Prügelknaben der Nation. Das Artensterben können wir nur gemeinsam mit den Landwirten in den Griff kriegen. Alles andere ist utopisch.“

Und:

„Wenn wir gemeinsam wollen, dann können wir im Landkreis mittelfristig Großes schaffen.
Insekten kennen keine administrativen Grenzen. Die Arbeit des BienenBündnis der Stadt Osnabrück ist sehr gut und auch die Leistungen im Landkreis für die Stabilisierung der Insektenpopulationen gehen in eine gute Richtung. Wenn wir es gemeinsam richtig anstellen, dann können wir Vorzeigestrukturen aufbauen, von denen alle profitieren, von der Sandbiene bis zum Menschen. Klima- und Artenschutz sind die großen Jahrhunderaufgaben der Menschheit und erfordern unserer aller höchstes Engagement. Da müssen wir gemeinsam Charakter, Mut, Intelligenz und Weitsicht beweisen.“

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Allgemein
Vorbereitung für weitere Streuobstwiese
Geschrieben:

Gemeinsam mit Philipp Horstmann heute erste Baumpflanzaktionen (Streuobstwiesen für den Artenschutz) vorbereitet. Ganz schön deftige Maloche.
600m² eingezäunt, damit die Setzlinge nicht von unseren Schafen und Ziegen abgefressen werden.
Am 22. Oktober werden eine ganze Menge Bäume gemeinsam mit Schulklassen der Grundschule Westerhausen, der Firma „Thomas Philipps“,
und dem Verein „Tag der guten Tag Melle“ (George Trenkler, Eike Stolzenburg) einpflanzen.

Alle Schülerinnen und Schüler erhalten zudem einen Setzling der südeurop. Manna-Esche für zu Hause als kleinen Beitrag gegen die Klimaerwärmung.

Zudem heute die Bäume 16 und 17 eingepflanzt.
Ein Feierabendbierchen saß auch noch drin und als Kinoprogramm die Enten und Gänse auf unserem Gnadenhofgelände beobachtet.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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Allgemein
Gegen alternative Fakten im Landkreis Osnabrück
Geschrieben:

Wir sind ganz nah dran an weiteren Fördergeldern (2500 Euro)!!! Bitte stimmt noch einige Male für uns ab.👍😃🐝🐝🐝🐝🙋‍♂️🙋‍♀️und teilt diesen Beitrag.

Die Abstimmung läuft bis kommenden Mittwoch, 10.00 Uhr:
https://machsmoeglich.canadalife.de/voting/voting-gesellschaft-bildung-2019/blumiger-landkreis-osnabrueck-plus/

Für die naturschutzgerechte Pflege von Blühwiesen würden wir bei Gewinn der Abstimmung definitiv noch drei weitere Schafe vor dem Schlachthof retten. Und jede jede jede Menge regionales Saatgut für Blühwiesen erwerben. Und Zäune kaufen, Werkzeug, Maschinen reparieren können und und und…

Und: Der Termin für die bundesweit erste Eröffnung eines Blühwiesenkorridors gegen das Insektensterben steht fest,
35 Kilometer, von Melle nach Hagen a.T.W. im Landkreis Osnabrück. Nach 4 Jahren harter Maloche, bei strömendem Regen, brütender Hitze, über 7000 Stunden Arbeit im Ehrenamt.
24. Mai 2020 in Melle, hohe Prominenz wird dazu bundesweit aktuell eingeladen.

Und noch was 🐸🐸💥💥💥💥: Der Skandal um den Beschluss zu Gewässerrandstreifen der CDU/FDP (Plus AFD-Wahnsinn) im Umweltausschuss des Landkreises zieht weite Kreise.
Hintergrund: Gemäß dieser Parteien würde ein Schutzstreifen von 1 Meter gegen Pestizide in Naturschutzgebieten völlig ausreichen (Bitte Was??????!!!!!).
Hintergrund2: In Bayern sind es 5 Meter, in Baden-Württemberg 5-10. Die Bundesregierung planet eine verbindliche Regelung von 5 bis 10 Metern.
Aber leider scheinen aus Sicht einiger Polit-Vertreter Naturschutzgebiete im Landkreis Osnabrück weniger wert zu sein…
Der renommierte Zoologe Prof. Zucchi ist nun aus Protest aus dem Beirat der Naturschutzstiftung Osnabrück zurückgetreten:

„Osnabrücker Professor tritt aus Empörung über 1-Meter-Schutzstreifen zurück“
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1885570/osnabruecker-professor-tritt-aus-empoerung-ueber-1-meter-schutzstreifen-zurueck

Und für uns ist völlig klar, dass wir massiv das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ als Medium nutzen werden,
um gegen diesen Irrsinn der CDU/FDP (Plus AFD-Wahnsinn) im Umweltausschuss des Kreistages zu protestieren.
Blühwiesen und Gewässerrandstreifen sind unglaublich wichtige Elemente für den Insektenschutz und existieren keineswegs losgelöst voneinander.

Wir werden auch den 24. Mai 2020 nutzen, um auf die Faktenferne und wissenschaftiche Ignoranz dieser Entscheidung im Umweltausschuss hinzuweisen
und diese sogar vehement als kontraproduktiv und projektschädigend (ehrenamtliches Engagement für den Insektenschutz wird hier mit Füßen getreten)
in den Fokus rücken.
Schön ist dabei: Das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ läuft bis Ende August 2021. In diesem Jahr sind auch Kommunalwahlen.
Da werden wir auf jeden Fall unseren Senf dazu geben, an alle die es hören wollen (und an jene, die es nicht hören wollen erst Recht). So eine Entscheidung geht einfach nicht!! Es ist nichts Persönliches! Es ist nicht allgemein gegen die CDU oder FDP gerichtet (gegen die AFD selbstverständlich schon). Aber solch eine Entscheidung ist Irrsinn, einfach unfassbar!!!!. Donald Trump kommt mit so etwas durch, aber doch nicht hier!!!!

Gleichzeitig soll das Bedauern (und der Respekt) gegenüber den CDU/FDP-Mitgliedern geäußert werden, welche „die Zeichen der Zeit“ (und der kontinuierlichen Wahlschlappen) verstanden haben und sich verstärkt für Maßnahmen des Artenschutzes (z.B. Anlage von Blühwiesen) einsetzen. Es ist nicht nur „schwarz und weiss“, nirgendwo, in keiner Partei, das ist auch uns völlig klar.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de