Loading...
Allgemein
Protestieren und aktiv gestalten
Geschrieben:

Protest beginnt an Fahrt aufzunehmen 🙋‍♂️✋☝️🙋‍♀️🐛🦋🐌🐞🐜💥💥💥💥🌈🌈🌞 Auch Fridays for Future nun dabei. Und: Protest alleine reicht nicht: Gemeinsam werden wir aktiv!!

Jetzt zu Beginn der allmählich startenden Insektenschutz-Saison (Blühwiesen anlegen!!) und des langsam beginnenden Prä-Frühlings-Protest-Warmups geht es los….
Die Protestpetition gegen die Gewässerrandstreifenentscheidung im Landkreis Osnabrück (Insektenschutz unter erschwerten Bedingungen)
beginnt an Fahrt aufzunehmen. Alleine in der letzten Woche über 100 Unterschriften, sehr gut!

Auch Fridays for Future Osnabrück hat sich der Sache angeschlossen, nochmal sehr gut!!

Protest, gegen die Entscheidung der Kreistagsmehrheit im Kreistag Osnabrück, Gewässerrandstreifen (Pestizidschutzstreifen) in Naturschutzgebieten auf einen Meter zu begrenzen!!
So haben wir keine Chance gegen das Insektensterben!! So werden wir im Einsatz für eine höhere Artenvielfalt und gegen das Artensterben krachend scheitern, mit all den damit verbundenen Folgen! Es kann nicht sein, dass sich seit Oktober 2016 über 1000 Personen z.B. im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ ehrenamtlich für eine höhere Artenvielfalt im Landkreis stark gemacht haben (und artenreiche Blühwiesen schaffen),
und von den Kreistags-Fraktionen der CDU, FDP und AFD eine Entscheidung getroffen wird, welche einen schweren Schaden für die Biodiversität (in Naturschutzgebieten!!) im Landkreis anrichtet.

Hier wurde eine rote Linie massiv überschritten. Hier hat, mitten im Zeitalter des größten Artensterbens seit 66 Millionen Jahren, ein gesellschaftlicher Tabubruch stattgefunden,
der sich nun mit den entsprechenden Folgen auseinander setzen muss. Die „Signalwirkung“ kommt nun wie ein politischer Boumerang auf Meinungsbildungsebene mit Kawumm retour. Recht so! Selbst schuld!!

Für nachhaltiges und verantwortungsvolles Denken, welches der gesammten Gesellschaft dient,
und gegen kurzfristig gedachte Entscheidungen, welche letztlich nur einer kleinen Lobbygruppe helfen!

Hier abstimmen und protestieren:
http://artensterben-aufhalten.de

Protest alleine reicht natürlich nicht….
Anstatt solche – bei allem Respekt – absurden Entscheidungen zu treffen 1000 mal besser: Bäume pflanzen, Streuobstwiesen, Trockensteinmauern, Blühwiesen, Totholzstapel schaffen, alle gemeinsam aktiv werden, am 16. Mai 2020 in Melle
http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt fördern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

Allgemein
Ein neuer Paddock für die Ponys
Geschrieben:

Heute wurde wieder ordentlich gerödelt.
Danke an Phillip Philipp Horstmann und Karsten Wachsmuth. Gemeinsam an einem neuen Paddock für unsere Ponys gewerkelt.
Ein leckeres Bierchen gabs auch noch zum Feierabend (ein Helles aus Bayern).

Danke auch an Svenja Kreusel und Marcus Herrmann (Roller-Service a.T.W.), welche z.B. das gewartete
Quad vorbei gebrracht und sich noch rührend um die Hühner gekümmert haben.
Nur dank solch großer Unterstützung können wir das erreichen, was wir aktuell erreichen.
Danke!!!

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Allgemein
Insektenschutz im Landkreis unter erschwerten Bedingungen
Geschrieben:

Es ist positiv unglaublich, was aktuell passiert.
Und zugleich: Insektenschutz unter erschwerten Bedingungen

Es ist sagenhaft, was aktuell passiert. Uns wird eine Fläche nach der anderen angeboten, um dort Projekte für Klima- und Artenschutz voranzubringen.
In Melle Buer planen wir einen Hektar zu pachten, um dort Blühwiesen (auf 10.000 m²) anzulegen.
Mehrjährig, mit regionalen Sorten.
In Melle-Ostenwalde werden wir vermutlich zwei weitere Hektar gestalten.
Mit allem PiPaPo: Klimaschutzanpflanzungen, ein kleines Feuchtbiotop, Trockensteinmauern,Totholzansammlungen, Blühwiesen, Heckengehölze, Streuobstwiesen.
Es geht voran!!

Irgendwie ist die Situation gleichzeitig aber auch absurd und aberwitzig.
Innerhalb von „Blumiger Landkreis Osnabrück“ engagieren sich eine Fülle bundesweit aktiver und renommierter Stiftungen für mehr Artenvielfalt (z.B. hat sich die Heinz Sielmann Stiftung eingebracht, die Bingo Umweltstiftung Niedersachsen, die Europa Möbel Umwelstiftung, die Beatrice Nolte Stiftung für Natur- und Umweltschutz und und und…).
Von den Vereinten Nationen wird das Projekt innerhalb der „Dekade Biodiversität“ im März ausgezeichnet.
Immer mehr Menschen wollen offensichtlich einen Beitrag gegen das Artensterben leisten.
Global gesehen reduziert sich die Biomasse von Insekten jedes Jahr um ca. 2,5%. Die Situation ist nicht mehr bedrohlich sondern mittlerweile dramatisch.

Tja, und von der Kreistagsmehrheit (Landkreis Osnabrück) wurde politisch beschlossen, dass Randstreifen (Pestizidschutzstreifen) in Naturschutzgebieten nur noch einen Meter breit sein müssen. Heisst:
Insekten sind hier im Landkreis nicht einmal mehr in Naturschutzgebieten ihres Lebens sicher.
Wo denn bitte dann?
In dieser Blühwiesen-Saison kämpfen wir also gegen deutlich erschwerte Bedingungen.
Das geplante Ziel: Die Erreichung einer maßgeblichen Förderung der Biodiversität wurde durch die Kreistagsentscheidung leider erschwert.
Die Protestallianz gegen diese Entscheidung wird größer und größer (da kommt noch einiges)….
In Kürze geht ein 10-Meter-Banner in Druck, welches hier und da noch einmal für Präsenz dieser völlig absurdenFörderung des Artensterbens (ausserhalb von Raum und Zeit) sorgen wird.

Zur Protestpetition: http://artensterben-aufhalten.de

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

Allgemein
Ein grosses „Danke“ an die Firma „Kompass“ – Schulung und Beratung im Gesundheitswesen
Geschrieben:

Ein grosses grosses Dankeschön an die Firma „Kompass“ – Schulung und Beratung im Gesundheitswesen
http://www.kompass-gesundheitswesen.de 😃😃👍👍🙋‍♂️🙋‍♀️🐰🐷🐔🦆🐛🦉🌞🌞

aus Osnabrück (und Bundesweit).

Das Unternehmen spendet unserem Gnadenhof Brödel einen sehr hohen Betrag, welcher es uns ermöglicht,
Strukturen zu stabilisieren und auszubauen (und somit auch weitere Tiere aufzunehmen).

Beeindruckend ist: Nicht nur die Chefin (Danja Krampe) sondern auch die Mitarbeiter beteiligen sich daran.
So können wir für verschiedene weitere Tiere eine sorgenfreie Zukunft ermöglichen. Fernab von Schlachthöfen und einem Ende im Kühlregel im Supermarkt.
Danke!!!

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Allgemein
500 Menschen aktiv für Klima und Artenschutz
Geschrieben:

Also wir haben ja schon viel erlebt, aber das definitiv so noch nicht.
Für die im Mai in Melle/Oldendorf geplante Aktion „500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz“
…haben sich zum jetzigen Stand schon so viele Menschen angemeldet, dass wir tatsächlich überlegen, eine weitere Fläche an diesem Tage zu bearbeiten.
http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de

Unterstützt wird das Ganze z.B. durch den BUND Osnabrück, den BUND Kreis Gütersloh, den NABU Kreis Coesfeld, verschiedene Fridays For Future Gruppen (Osnabrück, Ibbenbüren, Wittlage) und und und ….
Irgendetwas passiert gerade in der Gesellschaft, und es ist positiv 🙂

Was wird am 16. Mai passieren?
Folgendes wird realisiert:
* Anlage eines Klimaschutzwäldchens (ca. 400 bis 500 Bäume)
* Anlage einer Streuobstwiese
* Schaffung von zwei kleinen Feuchtbiotopen
* Schaffung von Trockenmauern
* Schaffung von Totholzbeständen
* Schaffung von Heckenstrukturen
* Setzen von Nisthilfen
* Anlage von artenreichen Blühwiesen/Blühstreifen
* Einzäunung von Teilbereichen um eine naturschutzgerechte Beweidung durch Ziegen und Schafe des Gnadenhofes Brödel (http://gnadenhof-melle.de) zu ermöglichen.
* Platzierung entsprechender Infotafeln
Schaffung von Gehölzstrukturen an Gewässerrandstreifen
* Verpflegung aller Teilnehmer mit tierleidfreien (komplett veganen) Bio-Lebensmitteln.
Grundsätzlich: Fleischliche Nahrung (z.B.) ist in Bezug auf Ernährungsformen der Hauptverursacher der Klimaerwärmung und Ursache milliardenfachen Tierleides.

Landkreis Osnabrück: 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz
http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabruck-500-menschen-im-einsatz-fur-klima-und-artenschutz

Allgemein
Endlich wieder Blühwiesen anlegen
Geschrieben:

Unser Kerngebiet (neben dem Gnadenhof): Weitere Blühwiesen anlegen – Bald gehts endlich los!
Ohne Blühwiesen ist irgendwie alles wieder eintönig 🙂

Heute ein Großteil der Lieferung erhalten, mit welchem wir nun in diesem Jahr den Bundesweit ersten
„Blühwiesenkorridor“ (Stufe 1, Basisgerüst) schließen werden (auf einer Länge von 35 Kilometern).

Explizit regionales und mehrjähriges Saatgut für weitere Blühwiesen in Melle, Bissendorf, Georgsmarienhütte/Kloster Oesede, Hagen a.T.W. und weitere Kommunen.
Hat den Wert eines (gebrauchten) Kleinwagens – dank der vielen vielen Spenden war der Kauf möglich. Jetzt bringen wir es, ab Mitte März in die Erde.

Und wie jedes Jahr: Katze Yemi und Hund Merlin sind (mehr oder weniger interessiert) dabei.
Yemi hat ein Eigeninteresse, denn in artenreichen Blühwiesen finden sich auch viele Mäuse.

Auch im Landkreis Osnabrück sind Blühwiesen für die Artenvielfalt überlebenswichtig!
Insbesondere da durch die Kreistagsmehrheit beschlossen, nun auch Pestizide an Gewässern in Naturschutzgebieten (in jämmerlicher 1-Meter-Entfernung)
ausgebracht werden dürfen. Trotz des Insektensterbens: Insekten geniessen insbesondere in unserem Landkreis leider keinen besonderen Schutz (was kein Geld bringt ist scheinbar nicht besonders schützenswert).

Zur Protestpetition dagegen: http://artensterben-aufhalten.de
(da folgen noch einige humorvolle und weniger humorvolle Protestaktionen, die Warmlaufphase ist nun offiziell eröffnet)

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruckt_71760&utm_campaign=widget

Allgemein
Drei Strauße auf dem Gnadenhof aufgenommen
Geschrieben:

Heute endlich die Gelegenheit gehabt unsere drei Neuzugänge (Afrikanische Strauße) einmal im Hellen zu sehen.

Der weisse Strauß heisst Lotta (Marion Koch). Die beiden braunen Strauße heissen Gringa und Gaucha (Susanne Schnebel).
Die Weibchen des Straußes sind bis zu 190 Zentimeter hoch und haben ein Gewicht bis zu 110 Kilogramm schwer.
Der Strauß hat einen langen, überwiegend nackten Hals. Der Kopf ist in Relation zum Körper klein.
Die Augen sind mit einem Durchmesser von 5 Zentimetern die größten aller Landwirbeltiere.
Außerhalb der Brutzeit leben Strauße für gewöhnlich in lockeren Verbänden, die zwei bis fünf, in manchen Gegenden aber auch hundert und mehr Tiere umfassen können.

Eine alte Redensart besagt, dass der Strauß bei Bedrohung durch Feinde „den Kopf in den Sand steckt“. Tatsächlich rettet sich der Strauß, der sehr schnell laufen kann, meist durch Davonlaufen. Er ist aber auch in der Lage, sich mit einem gezielten Tritt zu verteidigen, der einen Löwen oder einen Menschen zu töten vermag. Vor allem brütende Strauße legen sich jedoch bei nahender Gefahr oft auf den Boden und halten Hals und Kopf dabei gerade ausgestreckt.
Da aus der Ferne der flach am Boden liegende Hals nicht mehr zu sehen ist, könnte dieses Verhalten zu der Legende geführt haben.

Die Eier des Straßes sind glänzend weiß, bis zu 1.900 Gramm schwer und haben einen Durchmesser von 15 Zentimetern,
ihr Inhalt entspricht dem von 24 Hühnereiern. Die Eierschale ist 2 bis 3 mm dick. Damit zählen sie absolut gesehen zu den größten Eiern der Welt.
Text und Bildquelle Straußenei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Straussenei_BMK.jpg

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Spenden für die Strauße:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Allgemein
Nur ein einziger Planet für uns alle
Geschrieben:

Selten war es so präsent, dass wir nur eine Welt haben. Selten war das Bewusstsein so hoch,
dass wir (wir alle) „unsere“ Klimaschutzmaßnahmen nicht nur für uns betreiben, sondern dass diese nur greifen können, wenn
global etwas passiert. Und es passiert etwas, und es wird mehr und mehr

Für unsere im Mai im Landkreis Osnabrück stattfindende Aktion „500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz“
http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de

….haben wir weltweit Aktivisten angeschrieben mit der Bitte eine kleine Zeichnung mit „Solidaritätsgrüßen“ zu senden.

Heute: Klimaschützende Grüße in den Landkreis von Abasse aus Togo (von der Orgnisation A.C.D.C TOGO &
„A healthy environment for a healthy life“).
Auch dort wird für klimaschützende Maßnahmen protestiert, aber eben nicht „nur“ protestiert sondern auch rege mitangepackt.
Z.B. durch Bildungsarbeit und Baumanpflanzungen.
Unser Planet ist „im Arsch“ – um es mal ganz salopp zu fomulieren, doch noch haben wir wenige Jahre Zeit um zu handeln.
JedeR bei sich, im Kleinen wie im Mittleren.
Und auch benötigen wir Gemeinschaftskationen, schon um zu demonstrieren dass viele Menschen mit wenig Zeitaufwand ein erstklassiges „wachsendes“ Biotop
mit vielen vielen Bäumen erstellen können.

Landkreis Osnabrück
500 Menschen an einem Tag aktiv für Klima und Artenschutz:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabruck-500-menschen-im-einsatz-fur-klima-und-artenschutz

Allgemein
Insektenatlas 2020 erschienen
Geschrieben:

Am 8.1.2020 ist der lange erwartete Insektenatlas 2020 der Heinrich-Böll-Stiftung, des BUND
und der Le Monde Diplomatique erschienen.

Die Ergebnisse sind, um es mit einem Wort zu sagen: Desaströs!
Die Lage ist mittlerweile schlichtweg katastrophal!

Einige Fakten und Aussagen aus dem Insektenatlas 2020:

* Jährlich reduziert sich die globale Insektenmasse um etwa 2,5 %

* Wissenschaftlicher Konsens ist, dass die Landwirtschaft durch Intensivierung von
Flächen (durch Düngemittel und Pestizide) einen negativen Einfluss auf die Insektenvielfalt hat.
Gemäß Insektenatlas ist die intensive Landwirtschaft der Hauptverursacher des Insektensterbens (S. 15)

* Die Populationsdichte von Insekten nimmt dramatisch !! ab (S. 16)
Unter den 561 Wildbienen zeigt knapp die Hälfte der Arten Rückgänge auf.

Schwäbische Alb: Über einen Zeitraum von 46 Jahren nahm die Anzahl der Nester einer Schmalbienenart um 96% ab.
In den Isarauen im Bayrischen Dingolfing sind drei Viertel der Wildbienenarten im Verlauf eines Jahrzehntes (!) verschwunden-
Bei den Schwebfliegen (neben den Bienen die wichtigsten Bestäuber) – sank die Anzahl der Exemplare an sechs Standorten
in einem Schutzgebiet in NRW zwischen 1989 und 2014 von knapp 17.300 auf etwa 2700 (Verlust von 84 Prozent) (S.17)

* Weltweit ist die Menge der eingesetzten Pestizide seit 1950 um das Fünfzigfache gestiegen (S. 18)

* Die durch den Klimawandel hervorgerufenen Ereignisse wie Hitzewellen und Starkregen können dazu führen, dass lokale Insektenpopulationen aussterben.
Weil Biotopverbünde fehlen (z.B. geschützte Gewässerrandstreifen) ist es häufig nicht möglich, Verluste durch Wiederbesiedlung aus
anderen Populationen auszugleichen (S.22)

* Eine biologische Schädlingsbekämpfung ist umso besser, desto größer die biologische Vielfalt ist.
Jede Schadinsektenart (für die Landwirtschaft) hat etwa 10 bis 15 natürliche Feinde (S.24).
Reduziert sich die biologische Vielfalt und die „Schadinsekten“ überleben, gibt es keine „natürlichen Feinde“ mehr.
Ein Marienkäfer z.B. kann in seinem Leben bis zu 40.000 Blattläuse fressen.

* Neben Pestiziden ist auch eine intensive Düngung einer der Hauptverursacher für das Artensterben (S. 27)

* Wenn bei intensiver Düngung Nitrat oder Phosphat in Oberflächengewässer gelangen, belastet das auch wichtige Lebensräume vieler Insekten in der umliegenden Landschaft. Gibt es dort Bäche oder stehende Gewässer, sinkt die Vielfalt an Insekten in diesem Raum um bis zu 80%. Zu finden sind nur noch die Arten, die schlechte Wasserqualität anzeigen: Zuckmücken- und Schwebfliegenlarven, Bakterienmatten oder Schlammröhrenwürmer. (S. 27)

Der Bereich zur Politik (S. 36) enthält nicht ganz falsch die Überschrift
„Vollmundige Versprechen und unzulängliche Taten“

„Die Politik reagiert nur zögerlich und scheut zu häufig den Konflikt mit der Agrarindustrie“
(Ähnlich ist es mutmaßlich bei der Gewässerrandstreifen-Entscheidung im Landkreis Osnabrück im Jahre 2019 gewesen).

Zitat im Insektenatlas: „Der Deutsche Bauernverband hingegen lehnt das Aktionsprogramm [gemeint ist das Aktionsprogramm Insektenschutz der Bundesregierung]
als zu weitreichend und zu verbindlich ab. Vor allem kritisiert er, dass Pestizide in Schutzgebieten und an Flussläufen nur noch eingeschränkt
verwendet werden sollen“ (S.36)

* Hoch interessant ist die dieser Zusammenfassung beigelegte Grafik „Ein Viertel mehr Blütenbesucher“
In einem Vergleich „Ökologischer Landbau“ vs. konventionelle Landwirtschaft wird deutlich, dass auf ökologisch bewirtschafteten Flächen z.B.
94% mehr Wildkräuter am Wegrand vorkommen oder aber 23% mehr Insekten zu finden sind (Zusammenfassung der Ergebnisse von 528 Studien) (S.41).

Die gesamte Studie ist hier einsehbar:
https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/naturschutz/insektenatlas_2020.pdf

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Spenden für Blühwiesen und schonende Tierbeweidung:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Allgemein
Klimaerwärmung – Ein Plädoyer für mehr Ge- und Verbote
Geschrieben:

Danke an Bernd Thye und Anita Agarius, dass wir auch diesen Monat in der Quintessenz Melle eine Kolumne veröffentlichen durften:

https://verlag-am-bleistift.de/onewebmedia/QUINTESSENZ/FLIP%20Melle%2004/MQUI_04-2020.html

Diesmal zum Thema „Klimakatastrophe, Vorgaben, Ge- und Verbote“

Ein Plädoyer für mehr Vorgaben, Ver- und Gebote – um die Klimakatastrophe noch abzuwenden

Das Thema des Jahres ist die Klimaerwärmung. Auch in Melle waren dafür kürzlich über 500 Menschen auf der Straße, um für entsprechende Maßnahmen zu demonstrieren. Gut so! Schon in den 70er Jahren warnte der „Club of Rome“ (ein Zusammenschluss internationaler Experten verschiedener Disziplinen) vor den entsprechenden Folgen der globalen Erwärmung. Und jetzt? Jetzt haben wir den (bereits stark angewärmten) Salat als minimale Vorspeise. Die Klimaerwärmung ist da, mit ihren ersten Auswirkungen auch in Niedersachsen, und bietet einen kleinen Vorgeschmack auf das, was in den nächsten 5, 10, 20, 30 Jahren noch kommt.

Gleichwohl wird auch hierzulande nach wie vor viel zu zögerlich agiert. Vielfach hört man: „Es darf aber keine Gängelungen und Verbote geben!“, oder: „Für die Eindämmung der Klimaerwärmung bloß keine Vorschriften!“. Gerne auch: „Wenn wir im Kleinen was machen, dann ist das ja auch schon toll. Es darf aber nicht soweit kommen, dass wir verzichten müssen“.
Auch „in der Politik“ hören und erleben wir es häufig. Bloß keine WählerInnen verschrecken, möglichst verbotsfrei agieren. Thank you for nothing!

„Wieso eigentlich keine neuen Regelungen, Ver- und Gebote?!“, soll hier laut gefragt (und auch gefordert) werden… Im Straßenverkehr, im gesellschaftlichen Miteinander, in so ziemlich allen Lebensbereichen gibt es Gesetze und Normen. Ist das schlecht? Natürlich nicht! Es ist zwingend notwendig, um ein stabiles Gerüst des gemeinsamen Lebens zu schaffen. Da liegt es doch nahe bei der größten Herausforderung der Menschheit ever (eben der Klimaerwärmung) deutlich schärfere Regelungen und Vorgaben zu erlassen!

Denn, hier nur mal einige Folgen, welche wir in den nächsten 20 Jahren alle (hautnah) miterleben dürfen: Die Klimazonen verschieben sich. Ganze Landstriche (z.B. im nördlichen Afrika) werden unbewohnbar. Eine Fülle von Menschen wird fliehen (das ist ihr gutes Recht) und versuchen, einen lebenswerten Ort zu finden. Gleichzeitig werden die „lebenswerten Orte“ immer geringer. Nordafrika wird die neue Wüste Sahara. Spanien wird das neue Marokko. Deutschland das neue Italien. Die Flächen, auf denen Menschen noch leben können, verlieren an Umfang durch den Anstieg des Meeresspiegels und durch massive Trockenheit. „Arides Klima“ lautet das unschöne Zauberwort, welches wie ein Damoklesschwert über uns allen (gemeinsam) schwebt, ähnlich wie „klimatisch bedingte Extremkatastrophen“. Es wird Tote geben, auch in Europa.
In einem Spiegel-Online-Artikel (11.12.2019, „Die Natur schickt keine Unterhändler“) steht fokussiert: „…hat sich unsere Lebenswelt in der Wirklichkeit längst zu verändern begonnen. Den Terminplan kennen wir nicht genau, aber sicher ist: Eine Frist läuft, nach deren Ablauf nur noch ein kleiner Teil der Menschheit wird existieren können – wenn überhaupt. Die Natur schickt auch keine Emissäre, mit denen sich möglicherweise ein wenig Aufschub aushandeln ließe, oder mildere Auswirkungen an dieser oder jener Stelle.“

Zunächst werden wir enger zusammenrücken müssen. Die Landwirtschaft (auch in Deutschland) kann sich auf derbe Ernteeinbußen einstellen. Gleichzeitig ist auf diesem Planeten eine stetig steigende Weltbevölkerung zu versorgen. Der Streit ums Wasser wird auch in Niedersachsen spürbar sein, es wird zu Konflikten kommen, massive Konflikte (das Nds. Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz hat in diesem Jahr bereits mehrfach klar und präzise darauf hingewiesen). Wenn die klimatischen Bedingungen sich verschärfen, so wird das für viele Landwirte das sichere Aus bedeuten. Durch die Hitzeperioden werden ältere Menschen und Kinder stark beeinträchtigt, um es mal ganz vorsichtig zu formulieren. Der steigende Meeresspiegel wird Kosten in Billionenhöhe (weltweit) verursachen. Auch Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern werden die Auswirkungen spüren. Das Artensterben, die Eindämmung der Biodiversität, werden durch die Verschärfung der klimatischen Bedingungen massiv gefördert.
Die Folgen könnten hier ohne Weiteres auf den nächsten 20 Seiten beschrieben werden…

Einige Fakten

Gemäß Umweltbundesamt lagen die Pro-Kopf-Emissionen in Deutschland (CO2-Äquivalenz-Wert) im Jahr 2017 im Durchschnitt bei etwa 11 Tonnen (pro Bürger bzw. Bürgerin). BürgerInnen-Haushalte/Kleinverbraucher machen etwa 17% des Gesamt-CO2-Voluments aus. Bedeutet: Um seinen eigenen CO2-Haushalt zu kompensieren, so müsste statistisch-durchschnittlich jeder Bürger etwa 1100 Bäume pflanzen (ein Baum speichert im Jahr etwa 10 Kg CO2).

Doch was genau sorgt denn eigentlich im Alltag für solche hohe CO2-Äquivalenz-Werte?

Nun: Ein Flug von Düsseldorf nach Mallorca (hin und zurück) pro Person ca. 700 Kilogramm (70 Bäume pflanzen!). Ein Flug von Berlin nach München (hin- und zurück) pro Person ca. 300 Kilogramm (30 Bäume)! Eine Autofahrt (je nach Automodell) liegt auf der genannten Strecke bei ca. 100 kg CO2 (10 Bäume)!
Der positive Vergleich: Eine Bahnfahrt (ICE) Berlin-München (und zurück) liegt gerade einmal bei 34 Kilogramm CO2.

Neben Fernreisen und winterlichem Heizen ist es insbesondere unsere Ernährung, welche einen starken Einfluss auf Treibhausgase hat (etwa 20% der Treibhausgas-Emissionen entstehen durch die Nahrungsmittel-Produktion). Bekannt ist, dass eine (häufig auch außerordentlich grausame) landwirtschaftliche Massentierhaltung neben CO2 auch die deutlich schädlicher wirkenden Treibhausgase Methan und Distickstoffmonoxid (Lachgas) produziert. Die CO2-Äquivalenzwerte sprechen für sich:

1 Kilogramm Butter hat einen CO2-Wert von etwa 25 (durch die benötigte Viehhaltung), 1 Kilogramm Rindfleisch = 14 Kilo CO2, 1 Kilogramm Schweinefleisch = 3,3 Kilo CO2
Dass Fleisch im Laufe der Klimaerwärmung ein „Auslaufmodell“ wird, hat sich bereits hier und dort herumgesprochen

Im Gegensatz dazu die deutlich klimafreundlicheren Alternativen, welche gleichzeitig auch um ein vielfaches gesünder sind und deutlich weniger Leid produzieren:

1 Kilogramm Margarine = 1,35 Kilogramm CO2, 1 Kilogramm Kartoffeln = 0,2 Kilogramm CO2, 1 Kilogramm Tomaten (abhängig von Entfernung und Anbaumethode) = ca. 0,35 kg CO2

Wir alle verzichten ungern. Die Reise nach Kreta oder Mallorca? „Ich doch nicht!“ Das Steak? „Kommt nicht in Frage! Ess ich auch weiterhin!“ Schnell mal mit dem Auto zum Supermarkt? „Das lasse ich mir doch nicht nehmen! Und wenn ich 200 Km/h auf der Autobahn fahren will, dann mache ich das!
Frei Fahrt für (mündige??) Bürger!“

Ja, da sitzen wir sogenannten „mündigen BürgerInnen“ nun alle in einem Boot, in einigen Jahrzehnten vielleicht tatsächlich auch ganz praktisch,
und ärgern uns massiv über die Drängelei. Ohne Regelungen, Vorschriften, massive Verordnungen (z.B. ein aus ökologischen Gesichtspunkten dringend
notwendiges Tempolimit oder eine massive Besteuerung des Benzinpreises) haben wir keine Chance.
Wenn ein ernsthafter Versuch gestartet werden soll, die Klimakatastrophe (mit gigantischen Fluchtbewegungen, Hitzesommern, Ernteausfällen, Tausenden von Toten, Starkregen, Meeresspiegelanstieg, Artensterben, heftige gesundheitliche Auswirkungen und sozialen Unruhen) noch zu verhindern, dann reicht eine freiwillige Selbstbeschränkung noch nicht einmal ansatzweise. Dann müssen deutlich schärfere Vorgaben her, aber pronto! Ein ähnliches Beispiel ist der oft genannte „Freiwillige Naturschutz“, der (das Artensterben zeigt es) leider völlig gescheitert ist. Es wäre schön, an dieser Stelle etwas anderes zu schreiben. Aber: Die Freiwilligkeit hat versagt, bei uns allen! Und nun ist es so weit – der Spiegel wird uns in aller Deutlichkeit vorgehalten. Wollen wir den Temperaturanstieg um mehr als zwei Grad in diesem Jahrhundert verhindern, so ist es nötig, im Jahr 2050 bei lediglich 1 Tonne CO2-Äquivalent pro Kopf zu landen. Ergo: In 30 Jahren jährlich auf etwa 9 % der Emissionen zu kommen, welche wir Bürgerinnen und Bürger AKTUELL [!!!] (im Durchschnitt) zu verantworten haben.

1 Tonne CO2 pro Person pro Jahr = Einmal mit dem Flieger nach Malle (hin und zurück) und danach das ganze Jahr Margarine und Kartoffeln essen. Et voila. Es ist angerichtet.

Das Positive: Unmöglich ist eine Reduzierung von Emissionen um etwa 90% in den nächsten 30 Jahren auf keinen Fall! Aber mit Sicherheit nicht ohne deutlich schärfere Gesetze und Verbote sowie massive Besteuerungen bei Klimakillern. Erst kommt das fressen, dann die Moral, das wissen wir alle nur zu gut. Aus „freien Stücken“ passiert da (leider) viel zu wenig.

Was können wir tun?

Und davon unabhängig: Was können wir jetzt schon tun? Urlaub an der Ostsee (ist superschön dort) anstatt auf Mallorca. Weniger Fleisch und insgesamt weniger tierische Produkte essen (oder ganz darauf verzichten). Mehr Radfahren anstatt schon für kleine Dinge das Auto zu nutzen. Bäume pflanzen, viele Bäume!! Sehr sehr viele Bäume! Beim Kochen den Deckel auf den Topf setzen. Elektrogeräte nur mit Energieeffiziensklasse A+++ kaufen. Bei Strom- und Gasanbietern zu regenerativen Modellen greifen oder eine (kleine) Solaranlage aufs Dach setzen. Recyclingpapier nutzen (Bei 1000 DIN A4-Blättern Recycling (statt Frischfaserpapier) wird so viel CO2 gespart, wie ein Auto auf fünf Kilometern ausstößt). Nicht immer das komplette Haus sondern nur im Wechsel einige Räume heizen. Hausisolierungen umsetzen, LED-Lampen nutzen, Verpackungsmüll vermeiden…Uns hinterfragen, ob unser aktueller Lebensstil denn wirklich so „hoch“ sein muss? Eine Randbemerkung: Setzt der Autor dieser kleinen Kolumne das alles schon selber um? Nein, nicht in Gänze, auf keinen Fall! Da ist auch noch „viel Luft nach oben“. Bei uns allen ist bei diesem Thema noch „ganz viel Luft nach oben“ (und damit ist nicht die dünne Luft im Flugzeug nach Mallorca gemeint) – doch diesem Thema kann keiner entfliehen. Ob wir es wollen oder nicht – dieses Mal sitzen wir tatsächlich alle in einem Boot (und die Meeresoberfläche wird größer und größer, jeden Tag. Wenn wir wollen können wir dabei zusehen).

Angesichts dessen, wie schlampig wir alle mit eben der Verantwortung gegenüber den Folgen der Klimaerwärmung und den Auswirkungen auf uns selber (und unsere Nachkommen) umgehen, ist der Widerstand gegen jede Form von Regulierung unverständlich. Wer vor dem Hintergrund der Klimaauswirkungen (es wird in den zuerst betroffenen Ländern zu gesellschaftlichen Komplettzusammenbrüchen kommen – und der Countdown läuft schon lange) von einer Einschränkung der Freiheit und einer Vorliebe für eine Verbotskultur (oder sogar einer „Ökodiktatur“) schwadroniert, der/die ist schlicht naiv und sieht die Gesamtzusammenhänge nicht.

Und die Wirtschaft?

Und die Wirtschaft im Kontext von ökologischen Verordnungen? Ohne jede Frage eine Giganten-Herausforderung. Denn bricht die Wirtschaft zusammen, dann verliert Umweltschutz an Bedeutung (erst das Fressen, dann irgendwann ganz weit hinten, ein nachhaltiges Bewusstsein). Das stimmt leider auch. Ohne Wohlstand wird kaum jemand bereit sein, dem Umwelt- und Artenschutz genügend Bedeutung zuzumessen. Nur leider: Wir haben jahrzehntelang weit weit weit über unseren Verhältnissen gelebt. Es wird schlichtweg nicht mehr möglich sein, den aktuellen Wohlstand zu halten. Das geben die Ressourcen des Planeten (insbesondere bei den Auswirkungen der Klimaerwärmung) nicht mehr her. Über die Folgen sind wir alle – zumindest jene die zwischen den Zeilen lesen und über den Tellerrand hinausschauen können – uns längst im Klaren. Handeln! Jetzt! Sofort! Wir alle!