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Allgemein
Neues Projekt startet in wenigen Tagen
Geschrieben:

Nur noch wenige Tage, dann starten wir hier ein neues Artenschutzprojekt gemeinsam mit der Landwirtschaft (Gabriele Mörixmann, http://aktivstall-fuer-schweine.de). 🦋🐝🐛🍎🍐🍏🍒🌳🌱🌱🌿🌳🌳

In der letzten Woche wurde noch intensiv „gefeilt“, Abschlussverhandlungen mit Baumschulen geführt,
juristische Feinheiten geklärt, eine Webseite mit Shop gemäß Datenschutzgrundverordnung aufgebaut,
Flächen für die Entstehung neuer Streuobstwiesen (in Kombination mit dem Speierling) organisiert und und und…

Das Projekt wird ein Bundesweites Projekt zur Wiedereinführung des sehr selten gewordenen Speierlings
(eine in Deutschland hochgradig bedrohte Wildobstart) und alter Obstsorten sein (egal ob in Einzelbeständen oder
in Form von großen Streuobstwiesen).

Gesichert werden auch in Melle zwei Streuobstwiesen auf Basis alter Obstsorten geschaffen (viele alte Sorten sind vom
Aussterben bedroht, weil sich ein Handel wirtschaftlich kaum lohnt (obwohl diese häufig sehr viel intensiver schmecken, als
jene Früchte, die man klassischerweise im Supermarkt kaufen kann)).

Alte Sorten sind aber für den Erhalt eines umfassenden Genpools ausserordentlich wichtig. Diese Sorten tragen maßgeblich zu einer hohen
biologischen Vielfalt bei.

Mit dem Projekt wollen wir auch darauf aufmerksam machen, dass Landwirte/innen und Naturschützer/innen selbstverständlich
sehr sehr gut gemeinsame Projekte für den Artenschutz leisten können. Wir wollen „Gräben“ zuschütten, die teilweise zwischen Naturschützern und Bauern bestehen, und die uns alle nicht weiterbringen.
Es geht darum, noch mehr Menschen „mitzunehmen“ und zu motivieren.
Gleichzeitig soll aber auch darauf aufmerksam gemacht werden, dass das „Bauernbashing“, wie es häufig in sozialen Netzwerken stattfindet,
so nicht ok ist und vieles missachtet, was in der Landwirtschaft bereits für den Naturschutz getan wird (und insbesondere aber häufig
wohl ein Ausdruck von „Schuldzuweisungen“ ist, nach dem Motto: „DIE sind Schuld, dann kann ICH mich ja zurücklehnen.“ (schön einfach und in seiner Einfachheit falsch).

Weiteres dazu in einigen Tagen.
Heute schon einmal eine winzige Streuobstwiese zu einer kleinen Streuobstwiese ausgebaut.
2 Exemplare des „Altländer Pfannkuchenapfels“ eingepflanzt. Diese Sorte stammt aus dem Jahre 1840 und wurde ursprünglich im „Alten Land“ (bei Hamburg) entdeckt.

Es wird zu dem Projekt eine „Mitmach-Gruppe“ geben.
Hier: https://www.facebook.com/groups/3987633924611911/

Allgemein
Längste Klima-Fahrraddemo aller Zeiten macht Station in Melle
Geschrieben:

Sehr gut! Die Stadt Melle hat das Klimaschutzcamp der Initiative „Ohne Kerosin nach Berlin“ in Melle/Oldendorf genehmigt.🚵‍♀️🚵‍♀️🌞🌞🌻🌞🌞🌵🌵🌵🌵🌵🚲🚲🚲🚲🛴🛴🚲🚴🚴‍♂️🚴‍♀️🚵‍♂️🚵🚵‍♀️🚵‍♂️🚴‍♀️🚴🚴‍♂️🚴‍♂️
Damit wird die vermutlich bislang längste Klima-Fahrrademo (15 Tage) aller Zeiten auch in Melle stattfinden.
https://sff-koeln.de/ohne-kerosin-nach-berlin/

Sofern die Corona-Entwicklung es zulässt werden 200 Fahrradfahrer dieser Aktion (der Start ist in Köln) auf dem Weg nach Berlin in Melle campieren.
Diese reisen am 7.9. hier an (In Melle/Oldendorf) und übernachten
auf unseren Gnadenhof-Pachtflächen „Am Wulberg“. Besondere Aktionen (z.B. eine Demonstration) sind jedoch nicht geplant.

https://www.bikecitizens.net/de/ohne-kerosin-nach-berlin-radtour-klimaprotest/

Am nächsten Morgen geht es dann weiter Richtung Berlin.
Tolle Initiative, genau aus dem Holz geschnitzt, das wir für Veränderungen brauchen.

Allgemein
Kühlende Suhlgrube
Geschrieben:

Unser Schweinchen Bärbel freut sich über eine kühle, matschige Suhlgrube und
hat offensichtlich ordentlich Spaß dabei 🙂

Gnadenhof Brödel Bissendorf Melle
http://gnadenhof-broedel.de

Wer uns in unserer Arbeit unterstützen möchte:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck

Allgemein
Schattenplätze sind Gold wert
Geschrieben:

Schattenplätze sind aktuell Gold wert.
Die Ziegen, Schafe, Ponys und Hühner teilen sich diese mittlerweile schon brüderlich auf.
Oft liegen sogar Ziegen und Hühner nebeneinander.
Danke an Meike Bdm und Michael del Monaco, Danke an Julia Behncke und Philipp Horstmann.
Heute diverse Schattenspender gebaut. Ein großes Sonnensegel für Gänse und Enten, mehrere Schattennetze für Ziegen, Schafe und Ponys
und einen tollen Sonnenschutz-Pavillon errichtet. Große Klasse!
Zudem heute noch die Wasserversorgung optimiert und viel viel viel Blühwiesenheu eingefahren.

Jetzt ist aber auch gut, dass Feierabend ist.

Gnadenhof Brödel Bissendorf Melle
http://gnadenhof-broedel.de

Wer unsere Arbeit unterstützen möchte:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck

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Auf dem Weg zum Weihnachtsmann
Geschrieben:

Anträge und Konzepte schreiben, Verwaltungsarbeit (Quittungen sortieren, mit dem Finanzamt, Anwälten und Steuerberatern reden) sowie jede Menge Theoriearbeit gehören nicht immer zu den lustigsten
Arbeiten innerhalb einer Natur- und Tierschutzgruppe, machen aber hier mittlerweile bestimmt etwa 30-40% des Zeitaufwandes aus. 🐌🦔🕵️‍♀️👩‍💼👨‍💼👓👓👓🐛🦋🐝🐛🦋🏴‍☠️🏴‍☠️🏝🏝🏝

Denn: In den seltensten Fällen steht plötzlich der Weihnachtsmann vor der Tür
und überreicht eine große Spende für die nötigen Arbeiten (hatten wir aber auch schonmal :-)).

Naja, wenn der Weihnachtsmann nicht zu einem Selber kommt, dann muss man sich eben selber
auf den Weg in den hohen Norden machen, wo Santa Claus mit seiner Rentierherde lebt.

Nichts ist schlimmer im Tier- oder Naturschutz, als Zustände in denen man ggf.
mangels finanzieller Möglichkeiten handlungsunfähig ist, zum Glück kann man das (ein Stück weit) auch selber beeinflussen.

Also heute bei Santa geklopft:
„Ey, Santa, aufwachen!! Wir haben eine mordsgeniale Idee!“

Santa steckt seine verschlafene Rübe aus dem Fenster und seufzt.

„Ach, Du schon wieder. Mann, wir haben Sommer. Ich hab Urlaub. Kannst Du nicht einmal Ruhe geben??!!“

„Watt Urlaub??! Das Artensterben macht ja auch keinen Urlaub. Hab ich vielleicht Urlaub? Haben die Schmetterlinge Urlaub?
Urlaub, Urlaub….Man, so kommen wir doch hier nicht weiter! Du kannst MORGEN Urlaub machen, ok?
Wir sind da was am Planen dran. Mordsmäßig gute Idee, wird Dir gefallen. Ein ganz neues Insektenschutzprojekt,
natürlich auch mit unseren Gnadenhoftieren. Mach mal die Tür auf…Urlaub, ich glaub, ich spinne!“

Missmutig und resignierend seufzend öffnet Santa die Tür ein bisschen. Ich stecke sofort meinen Fuss in den Türspalt.
Wenn man erstmal „einen Fuß in der Tür hat“, dann hat man schon halb gewonnen.
Dann muss man den Leuten so lange auf den Geist gehen, bis die mitmachen.
Klappt nicht immer aber sehr häufig 🙂

Heute geht ein Antrag an die Niedersächsische Umweltstiftung raus.
Irgendwie muss doch der Fuß in den Türspalt kommen.

Allgemein
Große Dinge sind möglich
Geschrieben:

Manchmal ist es „Komissar Zufall“, der große Dinge ermöglicht.
Auch das Blühstreifenmanagement c/o Zweckbverband Erholungsgebiet Hasetal hat nun „seine“ Blühwiesen in die interaktive Vernetzungskarte eingetragen.
In dem Gesamtkartenwerk finden sich nahezu ausschließlich mehrjährige Blühwiesen auf der Basis von regionalem Saatgut. Wenn noch einige Lücken geschlossen werden (Osnabrück, Wallenhorst, Bramsche, Bersenbrück, Quakenbrück) so lässt sich tatsächlich ein Vernetzungskorridor nachweisen, welcher eine Länge von knapp 100 Kilometern aufweist.
Das wäre der absolute Hammer. Die Karte ist einsehbar unter http://insektenrettung.de/den-standort-einer-bluehwiese-planen-2/
Standorte von Blühwiesen können von jedermann/frau eingetragen werden unter:
http://insektenrettung.de/bluehwiese-bluehinsel-in-die-karte-eintragen/
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
Damit es weitergeht:
Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

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Sammlung der Unterschriften für das Volksbegehren Artenvielfalt beginnt heute
Geschrieben:

Heute beginnen auch wir mit dem Sammeln der Unterschriften für das Volksbegehren Artenvielfalt.

Wer unterschreiben möchte:

18.00 – 20.00 Uhr auf der Wiese einer unserer Gnadenhofstationen
(Melle Westerhausen/Föckinghausen, rechts neben „Am Wulberg 31“
(bitte nicht beim Fahrradladen parken sondern an der Strasse)).

Rechts neben dem Fahrradladen dann auf dem sandigen Pfad entlang,
neben der Esskastanie dann gen Osten wandern.
Auf der Anhöhe dem Ruf des Falken folgen bis ihr an den ausgeblichenen Rehknochen vorbeilauft.
Dort dann Richtung Norden vorsichtig den Bach entlang waten. Doch Obacht, es gibt hier Untiefen und Unterströmung.
Irgendwann seht ihr die Sonnenblume (etwa 4 Meter hoch), dort könnt Ihr unterschreiben.

Im Ernst: Rechts neben „Am Wulberg 31“ etwa 50 Meter auf die Wiese, da legen wir dann Unterschriftslisten aus 🙂

Wer heute nicht kann. Am Samstag (8. August) von 17.00 bis 19.00 Uhr geht es auch.
Nicht wie ursprünglich geschrieben „Am Kreimerhof“ sondern auch dann „Am Wulberg 31“.

https://www.artenvielfalt-niedersachsen.jetzt/

Allgemein
Ganze Straßenzüge für Insekten
Geschrieben:

Und auch Karsten Wachsmuth ist wieder eifrig dabei Flächen zu mähen,
damit sich die Blühwiesen langfristig erhalten können.

In Melle/Oldendorf an den Straßen „Am Wulberg“ und „Eisenbahnstraße“
gibt es mittlerweile ganze Straßenzüge, an denen Blühwiesen im Abstand von etwa 150 Metern blühen.
Unterschiedliche Saatgut-Mischungen, vom Michelin-Sterne-Buffet bis zur Imbissbude für Insekten (leckere Pommes).

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
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Almabtrieb in Melle
Geschrieben:

Heute war der Tag für den „Almabtrieb“. 😄🦋🌻👣👣👣🐮🐮🐮🐮🐽🐽🐃🐂🐄🐎🐖🐪🐪🐪🐪🐪🦍🦍🦓🐏🐑🦙🐐🦌🐾🐾🦔🦔🦔
Zeit, eine neue Blühwiese zu beweiden (danke für die Unterstützung an Philipp Horstmann)

Ein „Almabtrieb“ verläuft immer nach bestimmten internationalen Gesetzesmäßigkeiten (stehen auch im Internationalen „Schaf-und-Ziegen-Gesetzbuch“).

Regel Nummer 1: Die Tiere laufen IMMER zuerst da lang, wo sie eigentlich NICHT langlaufen sollen (in diesem Beispiel rechts vom Zaun)
Regel Nummer 2: Auf Basis von Punkt 1 werden dann Zugänge verschlossen, damit sich das möglichst nicht wiederholt.
Regel Nummer 3: Es gibt IMMER mindestens ein Tier, welches sich denkt: „Lass die anderen mal laufen, ich schlage mir hier erstmal ALLEINE den Bauch voll. Dann habe ich mehr vom Ganzen!!“ (in unserem Beispiel Ziege Appollon). Dieses Tier nimmt dann den Weg, welcher auf Basis von Regel 1 und Regel 2 verbaut wurde….
Regel Nummer 4: Erstmal Chaos schaffen und dafür sorgen, dass die Almabtreiber ordentlich am Keuchen sind
Regel Nummer 5: Immer erst die Blüten fressen
Regel Nummer 6: Am Ende findet sich dann doch für alle ein Plätzchen 🙂

Die Chaoten beweiden nun wieder eine frische Fläche. Ein Teil davon (ca. 1000 m²) ist ein Ort, an dem sehr viele Tagfalter aus der Familie der Bläulinge leben.
Sind wir ja schon irgendwie stolz drauf.
Z.B. der kleine Feuerfalter, der Hauhechel-Bläuling, Faulbaum-Bläulig, der Brauner Feuerfalter, der Argus-Bläuling (vermutlich) und der Grüne Zipfelfalter
sind hier bereits gesichtet worden (nicht bei allen zu 100% sicher).
Da lacht das Herz.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

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Klarheiten zum Volksbegehren Artenvielfalt in Niedersachsen
Geschrieben:

Das Volksbegehren Artenvielfalt hat in Niedersachsen gewaltig an Fahrt aufgenommen. Gleichzeitig führt dieses jedoch immer wieder auch zu Missverständnissen und Unklarheiten. Hier mal, nach Durchsicht des vorgelegten Gesetzesentwurfes, einige Hervorhebungen dazu:

Was ist ein Volksbegehren? Wie läuft das Volksbegehren Artenvielfalt ab?

Ein Volksbegehren ist ein ausserordentlich mächtiges Instrument innerhalb einer Demokratie. Dieses verschafft BürgerInnen die Möglichkeit, einen Gesetzesentwurf in ein Parlament zu bringen, sofern innerhalb einer bestimmten Zeit genügend Stimmen der Wahlberechtigten vorliegen.
In Bezug auf das „Volksbegehren Artenvielfalt“ müssen in den ersten 6 Monaten (bis 13. No-vember 2020) 25.000 Stimmen vorliegen. Damit dann aus den juristisch bereits ausformulierten Gesetzes-Forderungen (https://www.artenvielfalt-niedersachsen.jetzt/wp-content/uploads/Volksbegehren_Gesetzentwurf.pdf) auch tatsächlich ein Gesetzentwurf wird, mit dem sich Parlament/Landtag befassen müssen, sind anschließend 610.000 Unterzeichner nötig. Lehnt der Landtag das Vorhaben dann ab, so wird es innerhalb einer Volksabstimmung allen Wahlberechtigen zur Unterschrift vorgelegt.

Welche Volksbegehren für eine höhere Artenvielfalt hat es in der Vergangenheit gegeben?

In Bayern wurde das „Volksbegehren Artenvielfalt“ mit 1,74 Millionen Unterschriften zum bislang erfolgreichsten Volksbegehren innerhalb des Landes. In Baden-Württemberg führte das Volksbegehren zu einem gemeinsam mit der Landesregierung entwickelten alternativen Gesetzentwurf, der am 22.Juli 2020 zu einem Gesetzesbeschluss für mehr Artenschutz führte. Dort geht es jetzt z.B. auch Schotter- und Steingärten „an den Kragen“ (sehr gut!).

In Niedersachsen begann das Volksbegehren Artenvielfalt am 1. Juni 2020. In NRW ist die Volksinitiative Artenvielfalt am 23.7.2020 gestartet. Beide Volksbegehren führen zu einer ganz massiven Verbesserung des Natur- und Artenschutzes.

Welche wesentliche Gesetze werden von dem Volksbegehren Artenvielfalt in Niedersachsen verändert?

• Niedersächsisches Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz
• Niedersächsisches Wassergesetz
• Niedersächsisches Waldgesetz

Das Volksbegehren Artenvielfalt geht in seinem Gesetzesentwurf weit über den Bereich der Landwirtschaft hinaus. Es werden gesellschaftlich umfassende Regularien erlassen.

Einige Eckpunkte aus dem Gesetzesentwurf für Niedersachsen:
https://www.artenvielfalt-niedersachsen.jetzt/wp-content/uploads/Volksbegehren_Gesetzentwurf.pdf

Artikel 1
Niedersächsischen Ausführungsgesetzes zum
Bundesnaturschutzgesetz

• §1a Das Ziel ist es, die landwirtschaftlich genutzten Flächen bis 2030 zu mindestens 20% gemäß den Grundsetzen des ökologischen Landbaus zu bewirtschaften
• §1a Der Einsatz von Pestiziden soll bis 2030 um 40% reduziert werden
• §1a Neuversiegelung von Flächen bis 2030 werden auf unter 3 Hektar pro Tag fest-gelegt
• §4a Beeinträchtigungen der Insektenfauna durch künstliche Beleuchtung im Außen-bereich sind zu vermeiden
§15a/b
• Weitgehend keine Pestizide mehr in Naturschutzgebieten möglich

Artikel 2: Änderung des Niedersächsischen Wassergesetzes

• Vereinfacht formuliert: Kein Einsatz von Düngestoffen/Pestiziden in Gewässerrandstreifen mehr möglich

Artikel 3
Änderung des Niedersächsischen Gesetzes über den Wald und die Landschaftsordnung

• Ein Totholzvorrat von 40 Festmetern pro Hektar ist vorzuhalten
• Keine Kahlschlagwirtschaft mehr möglich

Fokussiert steht auf Seite 5:
In Niedersachsen werden ca. 58% der Grundfläche landwirtschaftlich genutzt.
Und weiter: Landwirtinnen und Landwirte bei der Erhaltung einer Kulturlandschaft zu fördern und zu unterstützen trägt in besonderer Weise zur Verwirklichung der Ziele des Natur- und Artenschutzes bei. Leistungen einer nachhaltig sowie umwelt- und naturschutzgerecht wirtschaftenden Landwirtschaft (…) müssen entsprechend honoriert werden.

Ab Seite 7 finden sich umfangreiche und sehr konkrete Ausführungen zu den Entschädigungen für Landwirte.
Angesetzt werden für das Land Niedersachsen z.B. für das Einsatzverbot von Pestiziden in Schutzgebieten eine Summe von etwa 7 Millionen Euro/Jahr. Für die Nutzungseinschränkungen bei gesetzlichen Biotopen werden etwa 4,3 Millionen Euro veranschlagt (143 Euro/Hektar). Bei Nutzungsrestriktionen des Grünlandes zum Schutz brütender Wiesenvogelarten stehen etwa 10 Millionen Euro zur Verfügung (198 Euro/Hektar).
Bei Ackerland wird zum Schutz von Gewässerrandstreifen ein Erschwernisausgleich von bis zu 350 Euro/Hektar kalkuliert.
Die Gesamtkosten für den Landeshaushalt werden auf etwa 45 Millionen Euro angelegt.
Zusätzlich sollen etwa 70 Stellen auf kommunaler Ebene geschaffen werden, da durch das Gesetz ein entsprechender Veraltungsaufwand entsteht. Hierfür werden etwa 5,5 Millionen Euro einkalkuliert.