Und auch Karsten Wachsmuth ist wieder eifrig dabei Flächen zu mähen,
damit sich die Blühwiesen langfristig erhalten können.
In Melle/Oldendorf an den Straßen „Am Wulberg“ und „Eisenbahnstraße“
gibt es mittlerweile ganze Straßenzüge, an denen Blühwiesen im Abstand von etwa 150 Metern blühen.
Unterschiedliche Saatgut-Mischungen, vom Michelin-Sterne-Buffet bis zur Imbissbude für Insekten (leckere Pommes).
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
Damit es weitergeht:
Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck
Heute war der Tag für den „Almabtrieb“. 😄🦋🌻👣👣👣🐮🐮🐮🐮🐽🐽🐃🐂🐄🐎🐖🐪🐪🐪🐪🐪🦍🦍🦓🐏🐑🦙🐐🦌🐾🐾🦔🦔🦔
Zeit, eine neue Blühwiese zu beweiden (danke für die Unterstützung an Philipp Horstmann)
Ein „Almabtrieb“ verläuft immer nach bestimmten internationalen Gesetzesmäßigkeiten (stehen auch im Internationalen „Schaf-und-Ziegen-Gesetzbuch“).
Regel Nummer 1: Die Tiere laufen IMMER zuerst da lang, wo sie eigentlich NICHT langlaufen sollen (in diesem Beispiel rechts vom Zaun)
Regel Nummer 2: Auf Basis von Punkt 1 werden dann Zugänge verschlossen, damit sich das möglichst nicht wiederholt.
Regel Nummer 3: Es gibt IMMER mindestens ein Tier, welches sich denkt: „Lass die anderen mal laufen, ich schlage mir hier erstmal ALLEINE den Bauch voll. Dann habe ich mehr vom Ganzen!!“ (in unserem Beispiel Ziege Appollon). Dieses Tier nimmt dann den Weg, welcher auf Basis von Regel 1 und Regel 2 verbaut wurde….
Regel Nummer 4: Erstmal Chaos schaffen und dafür sorgen, dass die Almabtreiber ordentlich am Keuchen sind
Regel Nummer 5: Immer erst die Blüten fressen
Regel Nummer 6: Am Ende findet sich dann doch für alle ein Plätzchen 🙂
Die Chaoten beweiden nun wieder eine frische Fläche. Ein Teil davon (ca. 1000 m²) ist ein Ort, an dem sehr viele Tagfalter aus der Familie der Bläulinge leben.
Sind wir ja schon irgendwie stolz drauf.
Z.B. der kleine Feuerfalter, der Hauhechel-Bläuling, Faulbaum-Bläulig, der Brauner Feuerfalter, der Argus-Bläuling (vermutlich) und der Grüne Zipfelfalter
sind hier bereits gesichtet worden (nicht bei allen zu 100% sicher).
Da lacht das Herz.
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
Damit es weitergeht:
Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck
Das Volksbegehren Artenvielfalt hat in Niedersachsen gewaltig an Fahrt aufgenommen. Gleichzeitig führt dieses jedoch immer wieder auch zu Missverständnissen und Unklarheiten. Hier mal, nach Durchsicht des vorgelegten Gesetzesentwurfes, einige Hervorhebungen dazu:
Was ist ein Volksbegehren? Wie läuft das Volksbegehren Artenvielfalt ab?
Ein Volksbegehren ist ein ausserordentlich mächtiges Instrument innerhalb einer Demokratie. Dieses verschafft BürgerInnen die Möglichkeit, einen Gesetzesentwurf in ein Parlament zu bringen, sofern innerhalb einer bestimmten Zeit genügend Stimmen der Wahlberechtigten vorliegen.
In Bezug auf das „Volksbegehren Artenvielfalt“ müssen in den ersten 6 Monaten (bis 13. No-vember 2020) 25.000 Stimmen vorliegen. Damit dann aus den juristisch bereits ausformulierten Gesetzes-Forderungen (https://www.artenvielfalt-niedersachsen.jetzt/wp-content/uploads/Volksbegehren_Gesetzentwurf.pdf) auch tatsächlich ein Gesetzentwurf wird, mit dem sich Parlament/Landtag befassen müssen, sind anschließend 610.000 Unterzeichner nötig. Lehnt der Landtag das Vorhaben dann ab, so wird es innerhalb einer Volksabstimmung allen Wahlberechtigen zur Unterschrift vorgelegt.
Welche Volksbegehren für eine höhere Artenvielfalt hat es in der Vergangenheit gegeben?
In Bayern wurde das „Volksbegehren Artenvielfalt“ mit 1,74 Millionen Unterschriften zum bislang erfolgreichsten Volksbegehren innerhalb des Landes. In Baden-Württemberg führte das Volksbegehren zu einem gemeinsam mit der Landesregierung entwickelten alternativen Gesetzentwurf, der am 22.Juli 2020 zu einem Gesetzesbeschluss für mehr Artenschutz führte. Dort geht es jetzt z.B. auch Schotter- und Steingärten „an den Kragen“ (sehr gut!).
In Niedersachsen begann das Volksbegehren Artenvielfalt am 1. Juni 2020. In NRW ist die Volksinitiative Artenvielfalt am 23.7.2020 gestartet. Beide Volksbegehren führen zu einer ganz massiven Verbesserung des Natur- und Artenschutzes.
Welche wesentliche Gesetze werden von dem Volksbegehren Artenvielfalt in Niedersachsen verändert?
Das Volksbegehren Artenvielfalt geht in seinem Gesetzesentwurf weit über den Bereich der Landwirtschaft hinaus. Es werden gesellschaftlich umfassende Regularien erlassen.
Artikel 1
Niedersächsischen Ausführungsgesetzes zum
Bundesnaturschutzgesetz
• §1a Das Ziel ist es, die landwirtschaftlich genutzten Flächen bis 2030 zu mindestens 20% gemäß den Grundsetzen des ökologischen Landbaus zu bewirtschaften
• §1a Der Einsatz von Pestiziden soll bis 2030 um 40% reduziert werden
• §1a Neuversiegelung von Flächen bis 2030 werden auf unter 3 Hektar pro Tag fest-gelegt
• §4a Beeinträchtigungen der Insektenfauna durch künstliche Beleuchtung im Außen-bereich sind zu vermeiden
§15a/b
• Weitgehend keine Pestizide mehr in Naturschutzgebieten möglich
Artikel 2: Änderung des Niedersächsischen Wassergesetzes
• Vereinfacht formuliert: Kein Einsatz von Düngestoffen/Pestiziden in Gewässerrandstreifen mehr möglich
Artikel 3
Änderung des Niedersächsischen Gesetzes über den Wald und die Landschaftsordnung
• Ein Totholzvorrat von 40 Festmetern pro Hektar ist vorzuhalten
• Keine Kahlschlagwirtschaft mehr möglich
Fokussiert steht auf Seite 5:
In Niedersachsen werden ca. 58% der Grundfläche landwirtschaftlich genutzt.
Und weiter: Landwirtinnen und Landwirte bei der Erhaltung einer Kulturlandschaft zu fördern und zu unterstützen trägt in besonderer Weise zur Verwirklichung der Ziele des Natur- und Artenschutzes bei. Leistungen einer nachhaltig sowie umwelt- und naturschutzgerecht wirtschaftenden Landwirtschaft (…) müssen entsprechend honoriert werden.
Ab Seite 7 finden sich umfangreiche und sehr konkrete Ausführungen zu den Entschädigungen für Landwirte.
Angesetzt werden für das Land Niedersachsen z.B. für das Einsatzverbot von Pestiziden in Schutzgebieten eine Summe von etwa 7 Millionen Euro/Jahr. Für die Nutzungseinschränkungen bei gesetzlichen Biotopen werden etwa 4,3 Millionen Euro veranschlagt (143 Euro/Hektar). Bei Nutzungsrestriktionen des Grünlandes zum Schutz brütender Wiesenvogelarten stehen etwa 10 Millionen Euro zur Verfügung (198 Euro/Hektar).
Bei Ackerland wird zum Schutz von Gewässerrandstreifen ein Erschwernisausgleich von bis zu 350 Euro/Hektar kalkuliert.
Die Gesamtkosten für den Landeshaushalt werden auf etwa 45 Millionen Euro angelegt.
Zusätzlich sollen etwa 70 Stellen auf kommunaler Ebene geschaffen werden, da durch das Gesetz ein entsprechender Veraltungsaufwand entsteht. Hierfür werden etwa 5,5 Millionen Euro einkalkuliert.
Heute bei der Firma Häcker Küchen GmbH & Co. KG in Rödinghausen gewesen und etwas für deren Nachhaltigkeitsfilm erzählt.🌻🌷🌼😎🌱🌿🌳 Mit Häcker haben wir schon gemeinsam verschiedene Projekte gestaltet. Ohne deren Unterstützung hätte auch das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ nie die Grösse erreicht, die mittlerweile erreicht wurde. Die Förderung von und aktive Beteiligung an Massnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt ist stark!!! Und initiiert wurden die Kooperationen übrigens durch Karsten Wachsmuth, der dort in der Fertigung arbeitet :-)…soll nochmal jemand sagen, Einzelpersonen können keine grossen Dinge anschieben ;-).
Häcker hat auf seinem eigenen Firmengelände eine 2,5-Hektar(!!)Blühwiese angelegt, basierend auf mehrjährigem, artenreichen und regionalen Saatgut. Es blüht in allen Farben und Formen und das unterschiedliche Summen und Sirren ist Musik in den Ohren.
Viele Bäume wurden zudem gepflanzt und wir überlegen nun, was wir am Standort Venne gemeinsam umsetzen können.
Einige Sand-Lehm-Haufen, welche dort ursprünglich für den Bau des Erweiterungswerkes vorgesehen waren, beherbergen mittlerweile Schwalbenarten, die dort vielfach brüten.
Beeindruckend auch: Bei der Verpflegung der Mitarbeiter werden viele regionale und saisonale Produkte eingesetzt. Sogar ein eigener Kräutergarten für die Küche ist angedacht. Das sind Dimensionen der Nachhaltigkeit, die herausragend sind.
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
Heute vor der Arbeit noch einmal nach der Elsbeeren geschaut (die werden es packen)
und die kleinen und seltenen Bergsandglöckchen aufgerichtet (leben jetzt ziegensicher im Fort-Knox).
Dabei an den kongenialen Edmund (Eddy) Stoiber gedacht, der in einem amüsantem Interview (Freudscher Versprecher?;-) schon mal betonte,
jeden Tag morgens im Garten eine Blume hinzurichten 😅😅😂😂🤣🤣🌺
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
Damit es weitergeht:
Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck
Eine tolle Holzspende haben wir heute Abend von Wolfgang Lampkemeyer erhalten.
Vielen herzlichen Dank dafür. 😄😄
Wolfgang ist der Chef der Dackdeckerei Mentrup aus Georgsmarienhütte: http://www.dach-mentrup.de/.
Jede Menge erstklassige Paletten, aus denen wir im August (dann ist endlich Urlaub)
z.B. Sitzbänke bauen und Zäune erneuern werden.
Als kleines Dankeschön retour einige Baumsetzlinge (Speierling, Schwarzkiefer)
und eine riesige Sonnenblume übereicht 🙂
Ein großer Antrag wurde heute Abend beim Umweltbundesamt eingereicht
In den letzten Wochen wurde hier geschrieben, geschrieben und geschrieben und viele viele Kooperationsgesprächte geführt.
Ein Antrag für 2 XXL-Insektenbiotope mit allem „Zipp und Zapp“ (Feuchtbiotope, Streuobstwiesen, Totholzhecken,
Blühwiesen, Klimaschutzhaine, Staudenanpflanzungen, Trockensteinmauern, Wildgehölz (Wildobst)-Hecken und und und
ist nun fertig geworden.
Die beiden Riesenbiotope sollen in Melle/Oldendorf geschaffen werden (in Ostenwalde an der Holzhausener Straße und in Oldendorf
in der Nähe „Gelbe Riede“/“Lerchenweg“).
Das Besondere dabei: Die Biotope sollen innerhalb von großen Mitmach- und Aktionstagen gestaltet werden.
Für alle Teilnehmer ist zudem eine tierleidfreie, CO2-arme Bio-Verpflegung beantragt.
Durch unsere Ernährung können wir einen hohen Einfluss auf unsere Umgebung nehmen, und natürlich benötigen Landwirte höhere und faire Preise, um nachhaltige Anbaumethoden umzusetzen.
Eine Vielzahl von Firmen, Unternehmen und Gruppierungen haben eine Unterstützungsbereitschaft zugesagt.
Danke z.B. an den TSV Westerhausen (Frank Strötzel), die Firmen Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG, Thomas Philipps GmbH & Co. KG (Uwe Rummel),
die Werges GmbH, Hotel – Restaurant Hubertus (Mareile Wiesehahn) und Beteiligte aus dem Umfeld von „Melle For Future“ (Ute Werges).
Danke an die Deutschland summt-Initiative (Corina Holzer), die gleichfalls mit im Boot ist.
Danke auch an verschiedene politische VertreterInnen wie z.B. Wiebke Schnebel-Hindersmann (ÖDP),
George Trenkler und Alfred Reehuis (GRÜNE) sowie Karin Kattner-Tschorn (SPD).
Was nun draus wird?
Das steht in den Sternen.
Die Erfolgswahrscheinlichkeit für sog. „Big-Fish“-Anträge ist nie besonders hoch, in diesem Falle vielleicht bei 15%.
Das ist nicht besonders viel aber auch nicht „Nichts“.
Und wer es nicht versucht, der wird auch nie die Möglichkeit bekommen, Visionen umzusetzen.
Wenn es gut läuft, dann werden wir dieses Mega-Projekt sogar 2,5 450-Euro-Stellen (für 24 Monate) geschaffen.
Eine für den TSV Westerhausen und 1,5 für die gUG Umweltschutz und Lebenshilfe.
Vermutlich im Januar 2021 wissen wir mehr 🙂
Zuweilen schmerzt es ja sehr, 50% der Blühwiesen abmähen zu müssen. Will man diese erhalten und eine neue Blüte bis tief in den Oktober schaffen, dann geht es nicht anders. Das herrliche Blühwiesenmahdgut bleibt einige Tage liegen und wird dann zu Heu für unsere Tiere.
Weiter gings heute am „Tag des Herrn“. Gott ist das egal. „Macht was Ihr für richtig haltet. Aber bewahret die Schöpfung, ansonsten schicke ich Euch noch ein paar mehr Plagen an den Hals! Im Portfolio hätte ich noch ein krasses Baumsterben, einige spannende Pandemien und jahrelange Dürrezustände. Naaa, wie gefällt Euch das??! Und: Gemeint ist NICHT die einzig und alleinige monetäre Werschöpfung, Ihr Arschgeigen!“
Hätten wir mal schon früher die Zeichen erkannt…
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
Damit es weitergeht:
Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck
Olivenbäume und Feigen wachsen jetzt auch in Melle ☀️☀️☀️☀️🌤⛅️🎄🌱🌲🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵🌵
Die Zahlen sind dramatisch.
Zwischen 1881 und 2015 hat sich die mittlere Lufttemperatur in Deutschland um etwa 1,5 Grad erwärmt.
Allein in den letzten 5 Jahren stieg diese im Mittel um 0,3 Grad an.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klima-deutschland-hat-sich-bereits-um-1-5-grad-erwaermt-a-1298283.html
Auf einem unserer Klimaschutzareale am Schlochterner Weg/Hornstraße haben wir ja letzten Herbst mit vielen vielen Menschen gemeinsam Baumsetzlinge (heimische und südeuropäische Arten, Laub-, Nadel- und Obstgehölze) eingepflanzt.
In der Südeuropaecke wächst es ganz hervorragend. Die Feigen haben viele neue Blätter entfaltet, die Olivenbäume machen einen guten Eindruck.
Heute dort jede Menge Brombeeren geschnitten, welche ansonsten die Setzlinge überwuchern würden. Die ersten 2,3 Jahre benötigen die Bäume noch etwas Starthilfe, damit sie dann auch langfristig jede Menge CO2 speichern können.
Und direkt daneben blüht eine herrliche Blühwiese für die Artenvielfalt.
gUG Umweltschutz und Lebenshilfe
http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de
Heute ist großer Mahdtag der Blühwiesen –
und eine dicke moppelige Riesenhummel (was für ein Kaliber!) entdeckt…🌻🌻🌻🌻🐝🐝🐝🐝🐝🐝🦋
Es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich sich die Blühwiesen (trotz änlichen Saatgutes)
entwickeln. Eine Wiese heute gemäht mit sehr starkem Besatz von Blutweiderich, auf einer anderen sehr viel Kornblumen und Schafgarbe gesehen, ja, und
dann war da heute noch eine Fläche mit Königskerzen bis zum Horizont.
Königskerzen sind für Unmengen von Insekten interessant.
Heute dort eine Riesen-Moppel-Hummel entdeckt, was für ein Kaliber, fast schon adipös.
Ich so zu der Königskerze hin, mache begeistert einige Fotos von der Moppelhummel.
Sie dann: „Ey, hast Du Sprühsahne sabei?“
„Sprühsahne??“
„Man, frag doch nicht so doof! Sprühsahne! Du weisst schon. Hast Du nun oder hast Du nicht?“
Als guter Naturschützer habe ich natürlich immer auch einige Dosen Sprühsahne dabei.
Sie hält den Rüssel in die Öffnung, drückt mit ihrem Watschelprankenfuß auf den Drücker und ein mordsmäßiges Sauggeraüsch entsteht.
Nach einigen Sekunden ist die Dose halb leer.
Ich bin beeindruckt.
Die Adipositas-Hummel ist nun noch runder als zuvor. „Geiles Zeug“, sagt sie.
„Pollen der Königskerze und Sprühsahne, das habe ich am Liebsten. Sag mal: Hast Du ne Schwarzwälder Kirschtorte dabei?“
Ich verdrehe die Augen nach oben.
„Nein!! Leider habe ich ganz zufällig gerade jetzt KEINE Schwarzwälder Kirschtorte dabei!“
„Schade!“, sagt die Moppelhummel. „Egal. Dann gib mir die Sprühsahne nochmal…“
Was tut man nicht alles für die Insekten.
Dann heute noch in Melle-Wetter bei einem sehr netten Naturschützer eine Blühwiese bearbeitet.
Der vormalige Besitzer der Bäckerei Schiermeyer (mittlerweile über 80 Jahre alt) verfügt über ein exzellentes Wissen über die heimische Tierwelt.
Mit seiner Kamera macht er tolle Aufnahmen von hiesigen Schmetterlingsarten.
Dieses Frühjahr wurde dort eine Blühwiese angelegt.
Wenn man inmitten von Scharfgarbe, Sonnen- und Kornblumen steht, dann ist das ein Privileg.
Die Hälfte der Wiese heute gemäht und zusammengeharkt. Die andere Hälfte folgt erst im Herbst, denn viele Wildbienen fliegen für eine Futtersuche nur wenige Hundert Meter weit.
Wird alles „auf einen Schlag“ gemäht, dann ist das für viele Insekten der sichere Tod.
Das Mahdgut wird zusammengeharkt (um einen Großteil der Fläche auszumagern). Am Rande des Mahdgut-Haufens werden sich Brennnesselkulturen entwickeln. Von diesen profitieren
viele viele Schmetterlingsraupen.
Auf dem Rückweg eine artenreiche Wiese entdeckt, die Teil eines anderen tollen Projektes ist.
Ein Landwirt hat hier ein Paradies für Insekten gschaffen. Anstatt eine Mais-Monokultur anzubauen wird das Schnittgut
im Rahmen des Projektes „Bunte Biomasse“ (https://lebensraum-brache.de/projekte/bunte-biomasse)
in Biogasanlagen in Energie umgewandelt (Regina Haase).
Zitat: „Die Flächen bieten Bodenbrütern im Frühjahr Nistmöglichkeiten und das langanhaltende und vielfältige Blütenangebot verbessert die Nahrungsressourcen für Bienen und Schmetterlinge,
wovon wiederum viele Vogel- und Fledermausarten profitieren. Gleichzeitig produzieren ertragreiche
Wildpflanzenmischungen bis zu 45 t Frischmasse je Hektar“
Es passiert etwas. Überall, und das ist hervorragend.
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
Damit es weitergeht:
Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck
Cookie-Zustimmung verwalten
Wir verwenden Cookies, um unsere Website und unseren Service zu optimieren.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.