80 Millionen Bundes-Wald-Trainer

Vielen Dank an Meike Bdm, Michael del Monaco und Mario für zwei tolle Wasserkanister und verschiedene Baumsetzlinge. 😃😃🌿🌿
Die Wasserkanister werden beim Klimacamp der Initiative „Ohne Kerosin nach Berlin“ genügend kühles Nass zum Zähneputzen etc. zur Verfügung stellen. Später dienen die Kanister der Wasserversorgung unserer Tiere bzw. dem Wässern neu gepflanzter Baumsetzlinge.
Die „Zukunft der Bäume“ ist ein riesengroßes Thema.
Gemäß dieses Artikels:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/borkenkaefer-trockenheit-klimawandel-deutschlands-wald-in-der-krise-a-eb28124e-f3f3-40ea-ba4b-24570f850ff4
leben in Deutschland etwa 80 Millionen Förster. Das sind ungefähr so viele wie es Trainer/Innen der Nationalmannschaft gibt ;-). ⚽️⚽️⚽️🤿
„Viele Forstexperten witzeln, das Land beherberge gut 80 Millionen Förster. Alle wüssten, was man tun müsse für den Wald. Dabei wissen es die – echten – Fachleute selbst nicht recht.“
Und das ist das Dilemma.
Während gefühlt 10 Millionen National-Wald-TrainerInnen per se Peter Wohlleben zitieren („da war ein Waldexepertein so einer Talkshow, der hat gesagt…“), [offen gesagt: Ich kann es nicht mehr hören, als ob es der EINZIGE Förster im gesamten Bundesgebiet ist) so gibt es natürlich auch darüber hinaus viele viele viele spannende Studien und Stellungnahmen.
Eine davon ist diese hier:
https://www.fva-bw.de/fileadmin/publikationen/sonstiges/180201steckbrief.pdf
„Alternative Baumarten im Klimawandel:
Artensteckbriefe – eine Stoffsammlung“ der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden Württemberg.
Lohnt sich da mal reinzuschauen, das „Potential“ „neuer“ Arten gegen den Klimawandel (in unseren Breiten) wird dort ganz gut angerissen.
Die heute von Michael erhaltenen Setzlinge direkt eingepflanzt.
Zudem Zeit für eine Kurzanalyse (nach 10 Monaten) der hier eingepflanzten Setzlinge. An drei Standorten wurden etwa 900 Bäume gepflanzt, viele viele Arten aus Südeuropa.
Die Kurzanalyse ist also nicht ansatzweise ein empirisches Experiment sondern eher ein „Schuss ins Blaue“.
In dem oben genannten Spiegel-Artikel steht:
„Wir haben kein Verständnis davon, welche Arten den Klimawandel mitmachen“, sagt Max-Planck-Forscher Hartmann.
„Es ist völlig unklar, welche Baumart es in 50 Jahren hier noch aushält, wenn es so weitergeht“, so der Experte. Einfach nur Bäume aus trockeneren Weltgegenden zu importieren sei jedenfalls „wissenschaftlich nicht fundiert“.
Das stimmt ohne Zweifel, aber zur Not müssen auch Versuche her.
An den 3 Standorten hier haben es von den heimischen Arten viele Rotbuchen, Blutbuchen, Heimische Lärchen, Spitzahron, Heimische Kiefer, Weiden und Schlehen geschafft.
Von den Nicht-Heimischen haben sich die Esskastanie, Roteichen, Pekanuss, Blumeneschen und Zerreichen ganz passabel gemacht.
Herausragend, und trotz der Trockenheit und der Hitze völlig und komplett unbeeindruckt, sind:
Schwarznuss, Mittelmeer-Kiefer (!!), Europ. Hofenbuche (!), Schwarzkiefer (!!), Steineiche, Elsbeere (die große Schwester des Speierlings),
und die Ahornblättrige Platane.
Florenverfälschung hin oder her. Wenn sich nur die „durchschnittlich pessimistischen“ Klimamodelle bewahrheiten, dann benötigen wir Umbauflächen mit unterschiedlichen Baumarten (da spricht einer von 80 Millionen National-Wald-Trainern :-)).
Die Zeit ist viel viel viel zu knapp, als dass sich die hiesigen Baumarten dem Klimawandel anpassen könnten, keine Chance!
Wir werden hier erneut eine große Menge an Setzlingen und Saatgut importieren, denn irgendwo muss das CO2 ja gespeichert werden, was jetzt durch das Baumsterben freigesetzt wird.

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