Den armen „Karamba“ hat es wieder erwischt.
Bei Nässe und Kälte ist er leider ein Moderhinke-Kandidat.
Moderhinke ist eine sehr schmerzvolle Krankheit, die durch Bakterien verursacht wird.
Letztes Jahr war es genauso. Die Krankheit ist so schmerzvoll, dass Tiere dann z.T. nicht mehr aufstehen können.
Bald kommt unsere Tierärztin.
Das gibt ein Antibiotikum und Schmerzmittel, kurze Zeit später geht es dann wieder, bis es vermutlich in einigen Wochen
wieder ausbricht.
Vorerst liegt Karamba nun im muckeligen Stroh, mit ordentlich Heu und einer großen Ladung Trinkwasser.
Gleich gibt es eine Portion Hafer. Noch kann er zum Glück eigenständig aufstehen. Häufig jedoch läuft er schon nur noch auf den Knien.
Hier wird keiner im Stich gelassen. Dich kriegen wir schon wieder über den Winter.
Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de
Wer unsere Arbeit unterstützen möchte:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck
1 Tonne Bioheu heute geliefert worden (Danke an die Firma Thomas Philipps GmbH & Co. KG).
Und: Projekt Klimaschutzbäume für Melle nimmt Fahrt auf
Und2: Flächen in Melle für neue Projekte gesucht
Und3: Speierling-Anpflanzung beginnt 😃🌳🌻🐞🍒
Unser genialer Grafiker „Mark Hamburger“ hat das nächste tolle Schild erstellt 🙂
Durch das Projekt von der LVM-Versicherung Frank Strötzel
Zur Erinnerung:
Für jede neue Autoversicherung im Aktionszeitraum 1.9.2020 – 2.1.2021 wird ein Baum für die Gemeinde Oldendorf mit ihren Ortsteilen gestiftet.
So können auch wir einen kleinen Teil dazu beitragen, den CO2-Ausstoss zu binden und dem Klimawandel entgegen zu wirken.
Also vergleichen Sie jetzt, denn zusätzlich bieten wir Ihnen Service mit Herz und günstige Beiträge. https://stroetzel.lvm.de/agenturhomepage/
LVM-Versicherungsagentur Frank Strötzel
Westerhausener Str. 80
49324 Melle
05422 94240
0170 5639000
05422 942418
info@stroetzel.lvm.de
…können etliche Bäume gegen die Klimaerwärmung gepflanzt werden. Gemeinsam mit Frank haben wir uns darauf geeinigt, dass auf den unterstützten Arealen zudem etliche heimische Beerenfrüchte für die Artenvielfalt angesiedelt werden
(z.B. Sanddorn, Schlehe, Felsenbirne, Hecken- und Traubenkirsche sowie Insektenmagneten wie die Heckenrose).
Ihr habt ein Auto und braucht eine Versicherung? Siehe oben…
Und heute Mittag ist hier von der Firma Thomas Philipps GmbH & Co. KG (vielen Dank an Uwe Rummel)
1 Tonne Bioheu geliefert worden. Vielen Dank auch an den Landwirt Herrn Frieling.
Diese Lieferung nimmt uns etliche Sorgen ab. Der Winter für unsere Schafen, Ziegen und Ponys ist damit gesichert. 🙂
Sehr interessant übrigens: Der vormalige Inhaber der genannten Firma, Herr Thomas Philipps, hat in vielen Teilen Deutschlands für eine groß angelegte Förderung der Bio-Landwirtschaft gesorgt. So auch in dieser Region.
Heute ein interessantes Gespräch mit dem sehr engagierten Landwirt Herrn Frieling geführt (man merkt sehr schnell, wenn Menschen in ihrer Tätigkeit
positiv aufgehen). Immer wieder hört man mittlerweile aus der Landwirtschaft, dass die letzten 3 Trockenjahre eine Herausforderung sind.
Viele Brunnen müssen mittlerweile tiefer gebohrt werden, um an das Grundwasser zu gelangen.
Da kommt noch einiges auf uns zu….Wenn wir jedoch gemeinsam aktiv werden, dann können wir zumindest auf lokaler und regionaler Ebene Verbesserungen schaffen.
In Melle werden im nächsten Jahr weitere Biotope angelegt. Mit Baumpflanzungen oder gezielten Biotopen für eine höhere Artenvielfalt.
Wir suchen aktuell neue Flächen, welche in etwa ab November 2021 gestaltet werden können.
Wir gehen da nach dem Windhund-Prinzip. Wer sich zuerst meldet (und dann auch bereit ist
eine Erklärung zu unterschreiben, dass für mindestens 10 Jahre hier gesichert ein Biotop entstehen kann) erhält den Zuschlag für eine Gestaltung.
Die gelieferten Speierlinge des Projektes Sperberbaum.de werden dieses Wochenende verpackt.
Die Bäume sind deutlich größer als gedacht (erwartet wurden Setzlinge von etwa 15 cm Größe, geliefert wurden Stecklinge, die bei etwa 40 cm liegen).
Ergo: Neues Verpackungsmaterial wurde bestellt. Wenn dieses da ist (hoffentlich morgen), dann wird verschickt.
Über 100 Setzlinge landen dann in unterschiedlichen Regionen Deutschlands
und sorgen für einen zusätzlichen Schwung der Artenvielfalt.
Wer noch einen Speierling erwerben möchte: Siehe http://sperberbaum.de
Am frühen Abend noch eine neue Demarkationslinie gezogen.
Unser Huhn „Clara“ interessiert es nicht, ob hohe Zäune ihren Bewegungsraum einschränken sollen.
Nicht bei allen Nachbarn sorgt dieses für Begeisterung.
Also einen Zweitzaun errichtet…
Heute Abend noch weiter das Mahdgut bei der Firma Spies in Gesmold geharkt.
Noch so ein Artenvielfalts-Hotspot. Halbzeit 3 erfolgt morgen.
Jetzt ist die heisse Phase der Biotopvorbereitung – da muss auch in die Dunkelheit hinein gearbeitet werden.
Alles was jetzt umgesetzt wird,
das sorgt im nächsten Jahr für artenreiche Lebensinseln.
Oder negativ: Alles, was jetzt nicht geschafft wird, das mindert im nächsten Jahr den geplanten Nutzen.
gUG Umweltschutz und Lebenshilfe
http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de
Wer unsere Arbeit unterstützen möchte:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck
Die Speierling-Setzlinge sind da, ebenso die Auszeichnungs-Schilder für die engagierten Landwirte für eine hohe Artenvielfalt.
Und: Heute stand eine Late-Night-Biotop-Pflege an
Etliche Speierling-Setzlinge für das Projekt sperberbaum.de sind heute nun angeliefert worden.
An alle BestellerInnen: Die Setzlinge werden am Sonntag Abend verpackt und gehen Montag in
die Post. Ist schon komisch: So ein einzelner Setzling wirkt ja irgendwie unspektakulär.
Wenn man jedoch bedenkt, dass ein Speierling auch schon mal 400 Jahre alt werden kann,
dann heute insgesamt 120.000 Jahre potenzielles Baumwachstum in der Hand gehalten (300 Setzlinge mal 400 ;-)).
Und auch die Auszeichnungs-Schilder (DIN A0) für die tollen Landwirtschaftsakteure für eine hohe Artenvielfalt sind heute geliefert worden.
Erneut ein spektakuläres Kunstwerk unseres Grafikers Mark Hamburger.
Die Schilder werden am 24.11. im Rahmen einer kleinen Ehrung verliehen.
Und heute lag noch eine Late-Night-Biotop-Pflege an.
Das im Juni letzten Jahres in Hasbergen errichtete Insektenparadies (gemeinsam mit der GMH Gruppe,
Stahlwerk Georgsmarienhütte) wurde heute besucht, begutachtet und gemäht.
Trockensteinmauern, Insektenhotels, ein kleines Feuchtbiotop, Totholz, große Asthaufen und und und…
Im Totholz sind viele viele Nistlöcher dazugekommen. Hier können sich Larven von verschiedenen Wildbienen in hoffentlich einigermaßen muckeligen
Kokons entwickeln. Gleiches gilt für die gegrabenen Löcher in den Lehm/Ziegel-Wänden.
Erstaunlich ist hierbei: Eigentlich wird in der „Insektenschutz-Szene“ (auch so ein Wort, von dem ich niemals gedacht hätte, es einmal zu schreiben) von den klassischen Ziegeln mit Lehmfüllungen abgeraten.
Die schmaleren „Strangfalzziegeln“ werden tendentiell eher bezogen. Und dennoch: Der Lehm ist scheinbar so porös geworden, dass auch hier
diverse Insekten nisten.
Die Mahd heute sorgt dafür, dass zum Einen die Blühpflanzen im Frühjahr wieder Platz bekommen und
das Areal zudem nicht verbuscht.
Eine kleine Birke jedoch war so beeindruckend (in einem Jahr etwa 60 cm gewachsen), dass um diese herum gemäht wurde.
Beim Verlassen der Fläche ihr noch einmal auf die Schulter geklopft und gesagt:
„Aus Dir wird noch was Großes!“.
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
Damit es weitergeht: Spenden für das Projekt:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck
Ein kleines Zwischenfazit zum lokalen Einsatz gegen Artensterben und Klimaerwärmung
Hier mal etwas Streit, dort mal einige Meinungsverschiedenheiten (das Salz in der Suppe jeder Demokratie),
dort mal etwas Lob und gegenseitiges Schulterklopfen.
Bei der Bewältigung der „großen“ Aufgaben ist es schön zu sehen, wie viele Beteiligte
aktiv werden wollen. Und am Ende des Tages dann doch gemeinsam und mit vielen Ideen.
************************
Unabhängig von Meinungsverschiedenheiten (die Verantwortung für diese übernimmt dann der Kai).
Eine erste Stiftung hat im 5stelligen Bereich „grünes“ Licht gegeben für die Förderung des
Projektes „500 AKA – 500 Menschen gemeinsam aktiv für Klima- und Artenschutz“
http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de
Mit einer weiteren Stiftung wurde heute diskutiert. Auch hier ist eine Förderung vorstellbar.
Das „Epizentrum“ des Projektes (unabhängig davon, wie „groß“ oder „klein“ es ausfallen wird – und ob es überhaupt stattfindet)
wird in Melle/Oldendorf liegen.
Heute kam ein „Ritterschlag“ (letztlich für alle Beteiligten) herein…
Niemand Geringeres als die Initiatoren von „Deutschland summt“ (https://www.deutschland-summt.de)
(z.B. Corina Holzer) planen/überlegen, eine Art Zoom-Schalte (Zoom ist eine Software für digitale
Treffen/Interviews/Stellungnahmen) zu praktizieren, um lokale/regionale Aktivitäten für mehr Artenschutz nach „Außen“ zu bringen.
Mit berechtigten Hoffnungen glauben wir, dass eine dieser Schaltungen in Melle/Oldendorf geschehen kann.
Das, was lokal hier (z.B. in Oldendorf, in Gesmold, in Melle, im Landkreis Osnabrück passiert), findet so langsam aber sicher,
die Beachtung, die es verdient. Als Beispiel für viele
weitere Ortschaften und Regionen.
In den nächsten Tagen werden Hunderte von Setzlingen des Speierlings (Projekt http://sperberbaum.de, gemeinsam mit der Landwirtschaft
(z.B. Gabriele Mörixmann)) geliefert. Zudem erwarten wir diese Woche viele viele Setzlinge kleiner Bäume gegen die Klimaerwärmung.
Ok und zugegeben, die „ganz großen“ Dinge passieren vielleicht woanders (z.B. aktuell bei den Wahlen in den USA),
aber auch hier, in unserem „Hood“, in unserer Nachbarschaft, können wir wichtige Zeichen mit einer hohen Strahlkraft setzen,
das sollten wir nicht vergessen. Die Chance ist da. Jetzt!
Ob das „500 AKA-Projekt“ nun stattfindet, groß oder klein, oder wie auch immer, liegt nicht ausschließlich in unserer Hand.
Aber: Wer möchte, kann uns gerne dabei unterstützen.
Z.B. geht das über diesen Link: https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz
Und da ein lebenswerter Planet nicht nur von Arten- und Klimaschutz abhängt, sondern eben (und ganz wesentlich) auch von aktivem Tierschutz:
Dank vieler Beteiligter und des hohen Einsatzes von Esther Noel können wir gesichert diverse Gänse
vor einer Schlachtung an Weihnachten bewahren (weitere Tiere werden dieses Wochenende freigekauft).
Und der Klassiker: Manchmal können Menschen aufgrund sich individuell ändernder Lebensbedingungen nicht mehr für das Wohl von Tieren aufkommen.
Auch hier werden noch dieses Jahr verschiedene Geflügeltiere einen Platz finden werden.
So ist es, und egal wie sich die Welt entwickelt (USA). Aufgeben ist niemals eine Lösung.
Und die Zukunft von unserem zu Hause bestimmen wir letztlich dann doch irgendwie selbst.
Heute Abend nun wurden alle Ställe und Unterstände endgültig winterfest eingerichtet. ☃️❄️💦☔️☂️🌬🌬🌬💨🌧⛈⛄️☂️☔️
Die letzten zugigen Lücken wurden schon am Wochenende abgedichtet.
Heute folgten dicke dicke Lagen trockenes Stroh und vor allen Dingen:
Kiefernholzspäne.
Kiefernholz wirkt in hohem Maße antibakteriell, insbesondere für Schafe und Ziegen wird
das in den nächsten 4 Monaten sehr wichtig sein.
Große Neugierde und Freude bei den Tieren 🙂
Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de
Wer unsere Arbeit unterstützen möchte:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck
Auch eine Politikerin der CDU (namentlich in Persona von Anja Lange-Huber) unterstützt das geplante Projekt
„500 AKA – 500 aktiv für Arten- und Klimaschutz im Landkreis Osnabrück“
Und einmal mehr zeigt sich, dass die Welt nicht nur „Schwarz und Weiss“ (Grün und Rot, Gelb und Blau…) ist,
sondern dass es noch viele Farbtöne dazwischen gibt. Vielen Dank für die Unterstützung 🙂
Somit sind nun bereits PolitikerInnen aus ÖDP, UWG, GRÜNE, SPD und CDU an Bord.
Tja, manchmal muss man (in diesem Falle der Kai) zugeben, dass man von anderen Leuten noch einiges lernen kann.
Z.B. Mediator-Fähigkeiten und Dialog-Vermittlungs-Kompetenz (kleinlautes Gemurmel ertönt im Hinterkopf…).
Und wer sich (wie Anja) nach einer gepfefferten Kritik an der CDU-FDP-unterstützten Landwirtschaftspolitik der EU die Zeit und Energie
nimmt, in einer allgemeinen Position zu der Kritik auf Facebook Stellung zu nehmen, der verdient eh „doppeltes Gehör“. Well done! Gut gemacht, ausdrücklich!
Schäuble:
„Da ist etwas dran. Es reicht aber trotzdem nicht, dass Wissenschaftler oder engagierte junge Leute das feststellen. Demokratisch kann man nur etwas ändern,
wenn man Mehrheiten gewinnt. Dazu muss man Druck machen, sonst passiert gar nichts. Irgendwie muss das zu schaffen sein.“
Nur was, so die Frage von hier, wenn im Rahmen vieler EU-Befragungen über 90% der Europäischen Bevölkerung äußert, dass Arten- und Klimaschutz „wichtig“ bzw. „sehr wichtig“ sei?
Das muss doch für eine Mehrheit reichen? Dann ist doch eine gesellschaftliche Mehrheit vorhanden?
Und dann entscheiden bestimmte Parteien wie die CDU und FDP auf EU-Ebenen dennoch gegensätzlich?
So als ob es die sog. „Farm to Fork“-Strategie der EU-Kommission nie gegeben hätte??!
Richtig ist natürlich: Auch in jeder Partei gibt es unterschiedliche Meinungen, Positionen, Ansichten.
Und doppelt richtig ist natürlich: Wenn man sich nicht an einen Tisch setzt (Facebook, Leserbriefe, Foren etc. etc.),
dann wird es keine gemeinsame Gestaltung der Gesellschaft zu mehr Arten- und Klimaschutz geben. In diesem Sinne:
Sehr gut und explizit dafür ein Dank an Anja Lange-Huber!
Und gleichzeitig und zusätzlich: Eine Sachentscheidung, wie die (weitgehende) Fortführung der Agrarpolitik der EU
ist (aus Sicht von hier) eine ökologische Katastrophe, zumal etliche Alternativen in den letzten Jahren auf EU-Ebene ausgearbeitet
wurden. Eine klarer Sieg für die „Ewig-Gestrigen“ aus dem Sektor des Agrar-Groß-Lobbyismus. Fürchterlich.
Und dennoch und unbedingt, es spricht garnichts dagegen, mit Vertreter/Innen einer Partei im Rahmen sinnvoller Entscheidungen zusammen zu arbeiten und
sinnvolle Projekte nach vorne zu bringen und
gleichzeitig Sachentscheidungen selbiger Partei (auf einer anderen Ebene, ggf. zu anderen Themen) zu kritisieren. So ist das nun mal.
Nach der EU-Entscheidung vom vorletzten Freitag sind hier in hitziger Atmosphäre
Futtertonnen durch die Gegend geflogen. Eine ist dabei kaputt gegangen und wird nun an den regionalen CDU-EU-Parlamentarier
Jens Gieseke geschickt („Und jetzt sieh, was Du angerichtet hast!“) ;-).
Im Rahmen einer Alltags-Arbeit einer Naturschutzgruppe sehr gut: Die größtmögliche Unabhängigkeit
und die hohe Freiheit, zu machen, zu tun und zu sagen, was man für richtig hält.
„Kadavergehorsam“, wie es ihn zuweilen auf Politebene zu geben scheint, ist hier zum Glück nicht notwendig.
Übrigens anbei noch ein kleiner Zwischenstand zu den Vorschlägen zum „Nach-Uns-Die-Sintflut-Preis“ für regionale Entscheidungen,
mit hohem Negativeinfluss auf Klima und Artenvielfalt im Landkreis Osnabrück.
Der Preis ist explizit als ein „Anti-Preis“ zu sehen, um auch auf destruktive regionale Auswirkungen von regionaler/lokaler Politik/regionalen PolitikerInnen
auf Arten- und Klimaschutz aufmerksam zu machen.
Wertfrei (ausdrücklich: wertfrei!) hier kurz und knapp benannt (berücksichtigt werden nur Vorschläge, die hinreichend und komplex begründet werden und
durch Quellenangaben ausreichend belegt sind. Auch dürfen sehr gerne wissenschaftliche Studien und mögliche Alternativen benannt werden)…
Bei der „Anti“-Preisvergabe wird es auch hier um Mehrheiten aber insbesondere auch um die entsprechenden Auswirkungen der Entscheidungen gehen:
3 Nennungen: CDU-Positionen zum Festhalten am und zur Förderung des Flughafens Münster-Osnabrück
1 Nennung: GRÜNE zur Nicht-Förderung von Lastenrädern auf Landkreis-Ebene
1 Nennung: SPD-/CDU-Position zu Nicht-Verboten von Schotter- und Steingärten (bezogen auf Ratssitzung in Melle)
2 Nennungen: CDU-Positionen (namentlich genannt Jens Gieseke) zur EU-Agrarpolitik und deren Auswirkungen auf den Landkreis Osnabrück
1 Nennung: CDW/FDP-/CDU-Haltung zu Gewässerrandstreifen im Artland
Ach ja, noch was: Ab und an kommt hier Kritik rein (bislang bestimmt schon 5 oder 6 mal):
Ihr seid Naturschützer und Tierschützer! Ihr müsst politisch neutral sein! Politik ist Sache für PolitikerInnen!
Antwort: Politisch neutral sind nur Menschen ohne eigene Meinung und ohne den Willen, etwas verändern zu wollen.
Politische Entscheidungen, die eine Nicht-Verbesserung oder sogar eine Verschlechterung nach sich ziehen, können von Tier- und Naturschutzgruppen niemals
neutral betrachtet werden.
Politisch neutral ist wie: „Was hörst Du denn gerne für Musik?“ „Och, eigentlich alles, was so im Radio läuft…“
„Danke für das Gespräch.“
Auf den Bildern übrigens: Rebhühner…
Seit 1980 haben sich deren Populationen in Europa um etwa 90% reduziert.
Ein neuer kleiner Film zum Blumiger Landkreis Osnabrück-Projekt.
Mit Inhalt: Wie ernst ist es tatsächlich?
Und: Wie sieht so ein Nachmittag auf einer verblühten Wiese eigentlich aus, wenn diese
für das nächste Frühjahr vorbereitet wird?
Hinfahren, Mähen und Harken….
Weitere Filme aus unseren Projekten gibt es übrigens regelmäßig auf unserem YouTube-Kanal.
Und mit der ganz langsam steigenden Professionalität (mit jedem Film und jedem Schnitt lernen wir wieder etwas mehr dazu) steigt dort endlich nun auch die Zahl der Abonnenten:
Sehr interessant und mittlerweile gleichzeitig in hohem Maße Angst erzeugend ist der Artikel
in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom 29.10.2020
über das Insektensterben in Süddeutschland:
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/studie-dramatisches-insektensterben-auf-der-schwaebischen-alb-17026521.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
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Damit es weitergeht und SEHR SEHR SEHR SEHR wichtig: Spenden für das Projekt:
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Weiter ging es heute mit Sonntags-Blühwiesensport bei der Firma „Spies“ in Gesmold. 🌻🌻🐞🐞✌️✌️✌️🐛🐛🦋⚽️🏀🏈⚾️🥎🎾🏒⚾️🏏
Letzte Woche wurden dort (grob geschätzt) 4000 – 5000 m² Blühwiese gemäht.
Das Zeug konnte nun austrocknen und noch einmal jede Menge Saatgut abwerfen, jetzt muss es runter von der Fläche.
Schöne Winterschlafquartiere heute errichtet.
Das Areal dort wird gesichert ein Artenparadies werden. Diese Jahr blühte es bereits erstklassig. Manchmal kann man garnicht genau beschreiben,
warum man „sicher“ ist, dass sich hier viele Arten entwickeln. Ich will nicht sagen, man „spürt“ es, aber ein bisschen
so fühlt es sich an. Sandiger, kalkhaltiger, mergeliger Boden und ein vollsonniger Standort. Das ist perfekt.
Und beim Abharken hört man schon das Summen der Flaum-Sandbiene (Andrena nitida) im nächsten Jahr 😉
Leider ist es so, dass man dieses Ereignis nicht immer anspruchsgemäß teilen kann.
Komme ich z.B. in meine Stammkneipe und fasel etwas von „Großer Tag heute!“ und „Flaum-Sandbienen gesehen – das glaubst Du nicht!“,
dann verdreht der Wirt schon gutmütig die Augen und sagt: „Wolln wir über Fußball reden? Watt macht Schalke heute?“
Ich lass mich da aber garnicht beirren und sage: „Du bist mein Stammwirt. Du MUSST mir zuhören!“… und rede einfach weiter von Flaum-Sandbienen, der Rotschopfigen Sandbiene und und und.
Während der Wirt dann schon grinsend das Pils zapft und ich zuweilen so richtig in Fahrt komme
(„Machst noch eins? Lokalrunde! Flaum-Sandbienen können übrigens…“) dann halte ich sogar mal nen Monolog
über die Zaunrüben-Sandbiene. Thematisch kann da selbst Schalke nicht mithalten. Da sitzen die Leute dann in der Kneipe und hören mit offenen
Mündern zu (zumindest in meiner Parallelwelt ;-))…
Anbei noch ein sehr gelungenes Gedicht von Bernd Thye (2017):
Der Falter
Ich lag da so träumend in der Sonne im Grase,
Plötzlich saß da ein Falter auf meiner Nase.
Ich wollte grad fragen: „Was machst Du da, Falter?“
Da flüsterte er: „Ich will Dir was sagen, Alter!“
„Du liegst hier rum, bist vielleicht noch am denken,
Dass nur du und deinesgleichen die Erde lenken.
Aber wenn ich und meinesgleichen mit den Flügeln schlagen,
Können du und deinesgleichen das Wetter nicht mehr ertragen!
Auch der Schlag kleiner Flügel kann was bewegen,
Das zu erkennen, dazu wurden wir euch gegeben.
Ihr, ihr dürft und sollt euch an unserer Schönheit erfreuen,
Dafür erwarten wir von euch, viele Blumen zu streuen!
Hört auf, die Natur mit Unrat und Gift zu zerstören,
Fangt endlich an, auf den alten Indianer zu hören,
Der euch gesagt, dass man Geld nicht essen kann,
Und presst die Erde nicht aus wie ‚nen Schwamm!
Ich, ich wurde hässlich geboren und bin heute schön,
Als Raupe, da wollte mich so niemand gern seh’n.
Auch die Erde war schön, als es euch noch nicht gab,
Doch auch ihr seid nur Gäste, aber macht draus ein Grab.
Lasst es doch sein, nach Macht und Geld zu streben,
Lernt, das schöne zu sehen und wirklich zu leben.
Legt euch, wie du hier, viel öfter zur kurzen Ruhe in Gras,
Lernt, euch mal wieder an wenig zu freuen! Viel Spaß!“
Heute Blühwiesen gemäht und geharkt, bis die Arme abfallen 🤹♀️🐛🐝🐌🐞🌼🌻
Los ging es heute Vormittag in Wallenhorst. Eine Wiese, die schon im ersten Jahr ein Volltreffer war, das gibt es selten.
Direkt danach an die Lindenbreede nach Kloster Oesede/Georgsmarienhütte gerast.
Hier könnte der nächste Biodiversitäts-Hotspot entstehen.
Im ersten Jahr blühte es ganz passabel Auffällig war, dass sich hier Unmengen von Bläulings-Arten und Bläulings-Individuen (Schmetterlinge) eingefunden haben.
In dieser Menge bislang im Landkreis selten gesehen.
Heute weiter gemäht und jede Menge Schnittgut zu Überwinterungshaufen für Kleintiere aufgeschichtet. Werden mit Sicherheit bezogen.
Im nächsten Jahr wird es hier sehr spannend, denn auf etwa 500 m² haben wir eine Mischung mit 80 Wildblumen ausgesät (auf den anderen 900 m²
eine Mischung mit 40 Arten). Hier kann etwas Großes entstehen.
Und am Nachmittag in Buer gemäht auf einer Fläche, welcher Dieter Finke-Gröne dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat.
Das Areal liegt halbschattig an einem Waldrand, sodass sich hier nicht das gesamte Artenspektrum durchsetzen konnte.
Dennoch hat sich auch hier ein Nutzen für Insekten gebildet. Ringelblumen, Rote Lichtnelke, blauer Lein, Inkarnatklee, Ackersenf sind nur einige
Beispiele dafür. Sehr sehr schön 🙂
Un dim nächsten Jahr steht mit viel „Tam Tam“ der Lückenschluss zwischen dem südlichen Landkreis Osnabrück und dem Stadtgebiet an.
Heute dafür eine Fläche besichtigt. Auch der Osnabrücker Zoo wird dabei eine Rolle spielen, ebenso das Bienenbündnis der Stadt
Osnabrück. Mehr wird noch nicht verraten.
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
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Damit es weitergeht: Spenden für das Projekt:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck
Und die nächste gute Nachricht 👍😃🐝🐛🦋🌻🌳🦝🐇🐁🍏🍎🍒 Die Stadt Melle hat ein kleines neues Projekt genehmigt.
Bedeutet: Weitere Streuobstwiesen werden noch dieses Jahr angelegt (inklusive Einzäunung gegen Wildverbiss) – ergänzt werden
diese im Frühjahr durch zwei Blühwiesen.
Und: Neue Studie zum Insektensterben erschienen
Wird noch sportlich dieses Jahr. Ist allerdings auch angemessen.
Vorgestern ist eine neue Studie aus Deutschland erschienen.
https://www.sueddeutsche.de/wissen/umwelt-bissingen-an-der-teck-vogelkundler-warnen-insektensterben-massiver-als-gedacht-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-201028-99-118807
„Wissenschaftliche Zählungen hätten mit Blick auf die
vergangenen 50 Jahre einen Rückgang der sogenannten wandernden Insekten auf der Schwäbischen Alb um bis zu 97 Prozent ergeben“.
Lars Krogmann, Entomologe vom Naturkundemuseum in Stuttgart, warnte eindringlich davor, die Folgen dieses Sterbens zu unterschätzen: „Je mehr Arten verschwinden, desto mehr gerät das Ökosystem aus den Fugen.“ Die Bedrohung sei „allgegenwärtig, sie ist permanent, und sie geht weiter zurück, als wir uns bewusst sein mögen“. Ursachen für den Trend seien die industrielle Landwirtschaft, Pflanzenschutzmittel, die
zunehmende Überdüngung und die Versiegelung, also der Flächenverbrauch durch neue Siedlungen, neue Gewerbegebiete und Straßen.
Die Agar-Nicht-Reform der EU wird das Sterben in den nächsten 7 Jahren leider noch zusätzlich unterstützen.
Die Situation als dramatisch zu bezeichnen ist angemessen – Interessiert aber trotzdem nicht alle bzw. ist einigen leider scheinbar ziemlich egal. Siehe dazu: http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2020/pestizide/trotz-artensterben-keine-agrarwende-in-sicht.html
Es wird immer wichtiger, nicht nur Blühstreifen und Blühwiesen anzulegen, sondern insgesamt die Böden,
auf denen die Blütenpflanzen wachsen, nicht umzubrechen.
Erstmalig wird seit diesem Spätsommer der Begriff der „Vollinsekten“ genannt (diese profitieren von Blühstreifen).
Die „Larven-Insekten“ jedoch werden durch einen Bodenumbruch vernichtet. es kann dann keine neue Insekten-Generation entstehen, denn 75%
aller Wildbienen nisten im Boden.
Was wird nun in diesem Jahr noch in den neuen Projekten in Melle entstehen?
Mitte November wird gemeinsam mit Gabriele Mörixmann und zwei Schulklassen der Grundschule Westerhausen
innerhalb des Projektes Sperberbaum.de (Kooperationsprojekt zwischen Landwirtschaft und Naturschützern) eine Streuobstwiese basierend auf alten Obstsorten angelegt.
Vielen Vielen Dank an die Personen, welche bislang Speierlinge und Obstbäume auf http://sperberbaum.de gekauft haben (die Speierling-Setzlinge werden von der Baumschule in der nächsten Woche an uns verschickt und gehen dann zu Euch :-))..
Von dem Überschuss-Geld des Projektes konnten wir etliche Bäume erwerben. Absolut stark!!
Ergänzt wird diese Streuobstwiese durch
verschiedene Wildsträucher (z.B. Heckenrose, Felsenbirne, Heckenkirsche).
Zudem werden (z.T. gemeinsam mit den Kids) noch etliche Bäume gegen die Klimaerwärmung angepflanzt. Insgesamt etwa 300 Stück.
Zu nennen sind z.B. die Roteiche, Traubeneiche, Flatterulme, Feldahorn, Esskastanie, Douglasie…
Ort: Unsere gepachtete Fläche in Melle/Oldendorf hinter dem „Assmann-Parkplatz“.
Auch die Genehmigung des Landwirtes für das Projekt liegt vor. Top!
Zwei weitere Streuobstwiesen werden durch die Förderung der Stadt Melle (vielen Dank für diese tolle Initiative!)
in Oldendorf entstehen (Ute Werges), z.T. mit Personen aus dem Umfeld von „Melle for Future“. Eines der Biotope entsteht im Dezember am Lerchenweg/Gelbe Riede,
ein weiteres an der Holzhausener Straße (Bildquelle: Google Earth). Eine dritte kleine Streuobstwiese schaffen wir gemeinsam mit Bernhard Lietmann an der Vessendorfer Straße.
Dort wurde im letzten Jahr bereits eine erstklassige Blühwiese gemeinsam angelegt.
Am Schlochterner Weg wird eine Streuobstallee im Dezember ausgebaut
und zudem noch einmal etwa 70 Baumsetzlinge gepflanzt (70 Bäume reicht für eine Person im Flugzeug Malle + Retour).
Sperberbaum.de + Blumiger Landkreis Osnabrück
Wer Obstbäume oder den Speierling kaufen möchte (die Speierlingsetzlinge werden in der ersten Novemberwoche an uns geliefert):
Realisiert das gerne über den Shop auf http://sperberbaum.de
Etwas Geld vom Kaufpreis geht nämlich davon z.B. an unseren Gnadenhof, an das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ sowie an die Landwirtschaftsinitiative „Transparenz schaffen“ (Melle).
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