Weihnachten ist nicht mehr weit…Danke an Julia K. aus Melle und Martin E..
2 Gänse werden wir gesichert freikaufen. Die Gans, welche Martin gerettet hat, wird Lucy heissen 🙂
Kritik an der FDP-Osnabrück! Das Fest der Liebe interpretiert Ihr leider nicht gans sachgerecht…
Eine Gans (aus einem Bio-Mastbetrieb) kostet etwa 20 Euro pro Kilo. Eine Gans, wie sie dann leider auf dem Speisetisch landet, wiegt schonmal 5 bis 6 Kg. Wir haben jedoch zum Glück noch einen kleinen Geld-Topf, aus welchem immer auch mal wieder Tiere freigekauft werden. Damit, und durch die Unterstützung von Julia und Martin, können zwei Tiere gesichert weiterleben.
Der Gnadenhof Brödel hat sich ja umstrukturiert und fungiert nun als eine Art medialer Dachverband, unter welchem z.B. die gUG Umweltschutz und Lebenshilfe oder aber Esther Esther Noël (in eigener Trägerschaft und Verantwortung) schreiben. Esther könnte für ihre weit über 100 aufgenommenen Tiere und die Pflege vieler Wildvögel auf jeden Fall noch finanzielle Unterstützung vertragen. Ganz sicher sogar.
Schreibt sie bitte dazu einmal direkt an.
Das System der Tierhaltung werden wir mit dem Freikauf von Tieren nicht durchbrechen. Im Gegenteil, wir stabilisieren es durch Freikäufe sogar.
Dem Tier selber jedoch ist das ziemlich egal. Oder anders: Es entgeht dem Hackebeil und hat nur durch diese Form noch eine Chance auf ein glückliches Leben.
Insbesondere jetzt zittern viele viele Tiere ängstlich und unruhig, vor dem Schicksal, welches sie an Heiligabend erwartet, dem Fest der Liebe. Für viele Tiere jedoch bedeutet es den schrecklichen Tod.
Es sei denn: 🙂 —>
Das System der Tierhaltung, um den eigenen Appetit zu stillen, kann jedoch durch kulinarische Alternativ-Kochkünste durchbrochen werden.
Genau darauf wollen wir an dieser Stelle aufmerksam machen. Wunderbar leckere Alternativen gibt es zu Hauf – tierleidfrei. Garantiert ohne schlechtes Gewissen und mit zusätzlichen glücklichen Karmapunkten 🙂
Und die Klimabilanz bei tierleidfreien Produkten ist in nahezu allen Fällen auch sehr gut !!!
Nachfolgender Film von neulich früh gibt einen kleinen Eindruck über einige unserer Gänse. Die zwei Humpelliesel „Wanna“ und „Wee“ (letztes Jahr zu uns gekommen) haben die Tiermast überlebt, sind jedoch leider lebenslang lauf-beeinträchtigt. Sie haben sich jedoch arrangiert damit, wie man sieht 🙂
Schwerwiegende Kritik jedoch muss an dieser Stelle an der FDP Osnabrück geäußert werden, welche zu ihrem November-Traditionstreffen immer wieder gerne zu einem FDP-Gänseessen einlädt:
2019: https://www.fdp-osnabrueck.de/?page_id=2646
2018: https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1598484/gaenseessen-der-fdp-osnabrueck
2016: https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/817727/birkner-spricht-bei-gaenseessen-der-osnabruecker-fdp
2015: https://www.fdp-osnabrueck.de/?p=1980
Vermutlich mit der Verfassung vereinbar und dennoch (unserer Meinung nach) barbarisch, grausam und igorant. Vielleicht fällt es dieses Jahr Corona-bedingt aus?
Im Jahr 2021 möchten wir uns gerne selber für eine friedliche und inhaltlich-sinnvolle Protestveranstaltung einladen.
Thema: Tierwohl und CO2-arme Ernährung!
Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de
Wer unsere Arbeit unterstützen möchte:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck
Mal wieder Zeit für ein zerstrubbelte Zwischenfazit.
Heiße Tages waren das zuletzt, wütend, hitzig, vielleicht auch polarisierend, mit Aspekten von Freude, Frustration, Wut und auch Hass,
welche die Entscheidung der EU (und damit verbunden auch der hiesigen Parteien) hervorgerufen hat/haben.
Entsprechende Gegenpositionen haben dazu beigetragen.
Hier gab es so ziemlich alles an Reaktionen. Von Mittelfingern, wutschnaubenden Hausverboten, applaudierenden Personen und Menschen, deren Meinung
so manche Stellungnahme offensichtlich perfekt getroffen hat.
Naja, jedEr positioniert sich so gut wie er/sie eben kann…
Unsere Existenz auf diesem Planeten ist winzig, gleicht der Vibration eines Mückenflügels, da ist keine Zeit dafür, sich zurückzuhalten.
Über unsere soziale Medien-Seiten (man mag es kaum glauben), werden zuweilen 10.000 Aufrufe pro Woche erreicht. Das ist ganz passabel mittlerweile, ist jedoch nur der Anfang.
Zuweilen erscheint es sogar ganz gut, was Margaret Thatcher produziert hat. Einen erstklassigen Sturzhelm, der einige abhalten kann (das Ding auf meinem Kopp, hahaha, witzig ;-)).
Am Ende des zerstrubbelten und zerbeulten, oder bejubelten und gefeierten Tages (das gehört zu Naturschutzgruppen genauso dazu wie zu PolitikerInnen,
BürgerInnen und irgendwie so allen, die sich mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg halten) gilt dann jedoch (irgendwann):
Sich irgendwie/irgendwann/irgendwo zu einem Dialog zu treffen (sei es ein spannender oder auch hitziger Austausch in Foren, in sozialen Netzwerken,
über LeserInnenbriefe, an einem Tisch) ist dann letztlich doch der einzige Weg. Naja, die AFD soll davon ausgeschlossen sein. Zumindest das
ist zweifelsfrei. Es fällt jedoch (zugegeben) nicht immer leicht, noch einen Dialog zu führen, wenn eine Entscheidung wie am letzten Freitag zur sog. „Agrarreform“
getroffen wird (das Papier nicht wert, auf dem sie steht). Der subjektive Wunsch nach einer satten politischen Rechnung (demokratische Abstrafung) ist hier nach wie vor sehr hoch im Kurs.
Wie immer jedoch sind Situationen vielschichtig, komplex, vermutlich wohl nie nur aus einer Position zu bewerten und zu verurteilen. Ok, das ist so. Akzeptiert.
Vor der nächsten Kommunalwahl werden wir den „Nach uns die Sintflut-Preis“ verleihen. Für politische Entscheidungen, welche einen negativen Einfluss auf Artenvielfalt und Klimaerwärmung in der Region haben, in der wir uns bewegen.
Da kamen hier heute verschiedene Vorschläge rein. Immer wieder beruhigend ist es doch, wie viele Menschen scheinbar die NOZ lesen. Schottergärten, Lastenräder und und und. Nicht alle „Anti-Preis“-Wünsche richten sich gegen konservative und wirtschaftliberale Entscheidungen.
Auch andere Parteien wurden dort erwähnt.
Nicht so richtig gut ist jedoch der Vorschlag bei PolitikerInnen PRIVAT vor der Haustür eine deftige Stellungnahme abzugeben.
Das ist so nicht richtig! Privat ist privat und soll auch privat bleiben! Es interessiert uns nicht, wo bestimmte PolitikerInnen privat leben, und es sollte auch sonst Niemanden interessieren!
Akzeptiert ist es hingegen natürlich, dass auch Meinungen und Stellungnahmen von Einzel-PolitikerInnen
in eine GESAMT-Bewertung einfließen. Das gehört dazu, da spricht nichts dagegen. Im Vordergrunf steht jedoch die Entscheidung und nicht die Person.
Nicht so richtig gut widerum ist es, verschiedene Vorschläge für den Anti-Preis einzureichen, die nur aus wenigen Zeilen bestehen.
Auf Nachfrage dann: „Geht das auch komplexer?“, kommt dann: „Das ist Euer Job! Ihr seid die Naturschützer. Ich erwarte, dass Ihr handelt!“
Das ist zu einfach!
Denn: Zeitung lesen soll und kann jeder. Recherchieren auch. Studien heranziehen gleichfalls. Zu versuchen eine umfassende Beurteilung für den Nicht-Preis einzureichen ist angemessen.
Eine politische Aussage, die nicht durch wissenschaftliche Ergebnisse verifiziert ist, ist mangelhaft.
Mangelhaft ist gleichfalls auch: „Meine eigene ökonomische Grundlage ist mir am Wichtigsten! Das ist es, was zählt!“ (auch das kam rein).
Nach mir die Sintflut? Alles andere ist egal??! Vergiss es! Das ist einfach in seiner Konsequenz zu billig.
Sich über Tierschutz-Tüddel-Fotos zu freuen ist ganz nett. Noch netter jedoch ist der Versuch zu erkennen, warum
es so vielen Tieren fürchterlich schlecht geht, egal ob Wild- oder „Nutz“-Tier (ein schreckliches Wort!). Und dann auch zu handeln. Auch wenn es mal schmerzt.
Ein gepfefferter Streit ist ein hohes Gut. Macht oft keinen Spaß, ok!
Und Aufwand für Argumente muss man auch noch betreiben…Es wird ja immer schlimmer!
Und wer steht schon gerne bei einem Streit im Gegenwind und erntet (virtuelle, rhetorische) vergammelte Tomaten?
Mag sein, auch das gehört zum Pluralismus dazu.
Und doch: Genau das bringt uns voran! Ohne Streit, keine Veränderung! Ohne Veränderung keine Verbesserung.
Die Sichtweise einiger Weltverbesserer jedoch (auch das ist zu sagen): „DIE ! müssen handeln! DIE müssen es regeln!“ ist unzulänglich, passiv, träge und eine überflüssige 0815-Mentalität.
Wer SELBER nicht handelt und NUR fordert und meckert, der kann gerne auch einfach die Klappe halten. Ohne Eigeninitiative, ohne Hinterfragung des eigenen Verhaltens, reduziert sich das „Recht“ beträchtlich, Forderungen zu stellen. NUR zu fordern (und dann in seinem Handeln alles zu stabilisieren, was eigentlich abgelehnt wird), ohne Mühe und Konsequenz
bringt herzlich wenig. Zu glauben, dass man den Aufwand des Handels auf ANDERE (von Greenpeace bis zu lokalen Aktionsgruppen) abwälzen könne, ist in seinem Wert bei NULL…
Die Sichtweise einiger PolitikerInnen: „Wir machen weiter wie bisher! Alternativvorschläge für eine bessere Welt, Studien,
gesellschaftliche Bedürfnisse, die unseren Lobby-Interessen widersprechen, lehnen wir ab (und dann noch versuchen, etwas schön zu reden, was einfach nur schrecklich ist)“
…der/die kann sich gerne auch eine andere Beschäftigung suchen. Das ist ein NoGo.
Nächstes Jahr sind Wahlen. Dann bietet die Demokratie eine gute Gelegenheit, eine Meinung dazu auf dem Wahlzettel zu äußern.
Vergessen wird bis zur nächsten Wahl erstmal garnichts. Dafür sind Elefanten-Dickschädel ja da.
Zwischen den alle paar Jahre vorkommenden Wahl-Gelegenheiten gibt es jedoch noch ganz ganz ganz viele Möglichkeiten mehr, sich
– in welcher Form auch immer – zu engagieren, etwas zu praktizieren, etwas umzusetzen.
Durch das eigene Kaufverhalten, durch eigenes HANDELN, durch eigene Umsetzungen…
Denn dann braucht man nicht als „Schaf in der (trägen) Masse“ herumtrotten, ab und zu laut blöken und zu glauben,
dass Verbesserungen schon irgendwie „von alleine“ kommen. Denn dann passiert erstmal garnichts!
Das einzig Richtige ist das eigene (ganz praktisch-umsetzende) TUN.
gUG Umweltschutz und Lebenshilfe
http://umweltschutz-und-lebenshilfe
Nächstes Jahr, kurz vor der Kommunalwahl, vergeben wir den „Nach uns die Sintflut-Preis“ für schädliche politische Sachentscheidungen gegen Klima- und/oder Artenschutz (mit explizit lokalem (Einzelkommune) oder regionalem Bezug zum Landkreis Osnabrück (wichtig)).
Auf den/die Preisempfänger/In wird über lokale & regionale Medien sowie eine landkreisweite Facebook-Anzeige (für ca. 2-3 Wochen) aufmerksam gemacht.
Ursprünglich sollte dieser an die Landkreis-CDU (+ FDP) für die 1-Meter-Gewässerrandstreifen-Entscheidung gehen. Dieser (aus Sicht von hier) Fehler wurde jedoch korrigiert (dafür durchaus auch mal ein ernstgemeintes Lob, das war explizit gut! Einen Fehler zu korrigieren ist definitiv ein Zeichen von Stärke).
Nun wird eine andere Sachentscheidung gesucht (diese kann aus jeglichen politischen Sphären kommen…Diese kann genauso von den GRÜNEN stammen wie von der FDP, da sind wir schmerzfrei). 7 bis 8 Ideen gibt es bereits. Weitere? Gerne her damit!
Wichtig: Es geht darum, mit dem Nach-uns-die-Sintflut-Preis eine politische ENTSCHEIDUNG zu kritisieren (weniger die dahinter stehende/n Person(en)). Dennoch kann der Preis im Sinne einer sachlichen Kritik an einer Entscheidung natürlich auch an Personen übergeben – und diese somit mit dem „Anti“-Preis ausgezeichnet werden. Für eingereichte Vorschläge: Der Vorschlag muss inhaltlich ausführlich und vor allen Dingen nachprüfbar (!) begründet sein…Vorschläge können auch anonym eingereicht werden. Die Liste der Vorschläge wird gleichfalls veröffentlicht.
Gestern war ein großartiger Tag! 😃😃👍👏🤝🤸♂️🤹♀️🎁🎁🎈🎈🎀🎊🎉🏮Alles wird noch nicht verraten, aber eine sehr gute Nachricht erreichte uns einmal mehr von der Firma
„Thomas Philipps GmbH & Co. KG“ aus Bissendorf und Melle.
Vielen herzlichen Dank an Uwe Rummel. Vielen Dank an das Unternehmen.
Die Firma spendet uns nahezu eine Tonne erstklassiges Bioheu von einem ihrer vielen Biohöfe.
Absolut klasse!! Das ist das erste Mal in der Geschichte, dass sich der Standort Wulberg keine Sorgen machen muss, wie die Tiere über den Winter kommen.
Ziegen, Schafe, Kaninchen und Ponys hatten bei Verkündung der Nachricht Tränen der Rührung in den Augen. „Ohhhhhhhhh, ist das schön!!! Bioheu!!!!“
Und erste Überlegungen stehen im Raum vielleicht sogar Ausgleichsflächen gemeinsam mit der Firma zu betreuen und zu gestalten.
Es ist nämlich ganz allgemein ein großes Problem bei Kompensationsmaßnahmen, dass Ausgleichsareale nicht immer betreut werden.
Es passiert etwas in der Gesellschaft, ganz ganz toll!
gUG Umweltschutz und Lebenshilfe
http://umweltschutz-und-lebenshilfe
Nach einer gehörigen Portion Politgemecker nach der EU-Agrarkatastrophe
(es wurde gesagt, was gesagt werden musste) kann dann nun langsam wieder zur „Normalität“ übergegangen werden.
Die Reaktion hier waren von „Super! Endlich sagt es Denen mal Jemand! Weiter so!“, bis zu nem hasserfüllten
„Kommst Du mir in die Quere, dann gibt es ne Ladung Schrot in den Hintern!“ Heute nen 10er Pack kugelsichere Unterhosen bestellt.
Ist schon ok, nix für Ungut, ist ja nichts Persönliches…
Sehr gut und präzise auf den Punkt (in Bezug auf den Klimaschutz und die CDU) bringt es dieser Artikel von heute auf Spiegel-online:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimakrise-so-retten-wir-umwelt-und-wohlstand-a-00000000-0002-0001-0000-000173621984?fbclid=IwAR0fRAPZl-wkdE3QHpJyaSrfOg2LzSPYphekMCeMwLbWE8_zInac7qrSZ7g
Und: Ohne Streit, keine Veränderung. Ohne Veränderung keine Verbesserung. Ohne Verbesserung ist der Planet (
und alles, was drauf kreucht und fleucht, inklusive uns) erledigt.! Amen!
Vorerst reicht es dann aber auch mal, genug gestritten für den Augenblick. Nächstes Jahr sind Kommunalwahlen, je nachdem, wie
sich die Situation entwickelt, ist dann immernoch Gelegenheit, für Positionierungen.
Mal was Anderes:
Auf unserem Gnadenhof leben ja seit 2016 zwei kleine Ponys. „Nika“ und „Chayenne“. „Chayenne“ (rotes Halfter) war immer schon etwas propper.
Ab und zu gibt es dann Diätphasen mit ganz trockenem Heu. Ja, und zuweilen auch Sport. Da die beiden Lütten in Panik geraten, wenn sie getrennt werden,
läuft Pony „Nika“ (blaues Halter) dann mit – sie findet das sogar ganz gut.
Offen gesagt: Die Begeisterung bei „Klein Dickie“ Chayenne hält sich jedes Mal in sehr engen Grenzen (wie man unschwer sieht).
Es dauert jedes Mal etwa 30-40 Minuten, bis sie bereit ist, sich anleinen zu lassen. Im Video: Etwa 7-8 Runden in 10facher Beschleunigung.
Nach dem Sport gibts dann für jede nen Appel – und es wird sich erstmal entspannend auf dem Boden gekugelt.
Und dem Sportmotivator tut etwas Bewegung wohl auch ganz gut 😉
Heute Fortsetzung der Blühwiesenmahd – Und einige Zahlen
zum Insektensterben
Weiter ging es heute. Zunächst in Melle/Oldendorf beim Gasthaus/Hotel Wiesehahn/Hubertus.
Herrlicher Sport. Für das Zusammenharken einer Blühwiese inkl. Abtragung benötigt man für 500 m² etwa
2 Stunden. Frische Luft, Bewegung…es könnte Schlimmer sein. Klitschnass geschwitzt aber irgendwie zufrieden – das ist meist das Fazit nach einer Extensivierung (Austragung von Nährstoffen durch Abharken des Mahdgutes).
Eine Menge von dem Mahdgut heute schon auf die Wiese zu den Tieren gebracht, die kümmern sich um einen Teil davon.
Der Rest des Mahdgutes bleibt dann auf der Tierwiese liegen. Interessant ist jedes Jahr im Frühjar:
Wenn man das über den Winter liegengebliebene Schnittgut entfernt, dann ist dort so viel Saatgut durchgefallen,
dass es in den Monaten danach in allen Farben leuchtet.
Und die zweite Halbzeit in Melle/Wetter stand an. Gemeinsam mit Herrn Schiermeier geharkt, geharkt und geharkt und ein
First-Class-Hotel als Überwinterungshilfe für viele viele Arten geschaffen. Der nette Herr ist wirklich beeinduckend. An die 80 Jahre, fit wie
ein Turnschuh, jede Menge Ideen und Einfälle und mit vollem Herzen für die Natur aktiv.
Auch auf dieser Fläche entsteht im nächsten Jahr ein Paradies für die Artenvielfalt.
Mal einige Fakten zum Insektensterben:
Zwischen 1990 und 2017 sank die Biomasse der Insekten in ausgewählten Schutzgebieten um 75 % (wohlgemerkt: In Schutzgebieten (!!), in denen
es ja eigentlich noch ganz passable Lebensbedingungen geben müsste).
Quelle: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0185809
Die sog. „Münchener Studie“ veröffentlichte 2019 Ergebnisse.
Zwischen 2008 und 2017 wurden regelmäßige Untersuchungen in drei Regionen des Landes angestellt.
Quelle: https://www.nature.com/articles/s41586-019-1684-3
„Sowohl auf Wiesen als auch in Wäldern ging die Artenzahl im Studienzeitraum um etwa ein Drittel zurück.
Auch deren Gesamtmasse nahm ab, besonders ausgeprägt in den Graslandschaften – dort um 67 Prozent. In den Wäldern schrumpfte sie um etwa 40 Prozent.
Vermutlich hänge der Rückgang mit der Landwirtschaft zusammen, schreiben die Forscher. „Dass solch ein Rückgang über nur ein Jahrzehnt festgestellt werden kann, haben wir nicht erwartet“, sagte Weisser. „Das ist erschreckend, passt aber in das Bild, das immer mehr Studien zeichnen.“
Quelle: https://www.dw.com/de/m%C3%BCnchener-studie-best%C3%A4tigt-starkes-insektensterben-in-deutschland/a-51051311
„Über einen Zeitraum von 46 Jahren sank auf der Schwäbischen Alb die Zahl der Nester einer Schmalbienenart um 95 Prozent. In den Isarauen im bayerischen Dingolfing sind drei Viertel der Wildbienenarten im Verlauf nur eines Jahrzehnts verschwunden. Aber auch andere Insektengruppen sind dezimiert. Zikadenpopulationen auf Trockenrasen in Ostdeutschland nahmen über 40 bis 60 Jahre um 54 Prozent ab. Im Feuchtgrünland in Niedersachsen betrugen die Verluste sogar 78 Prozent.“
https://www.boell.de/de/2020/01/08/insektensterben-deutschland-abwaerts-im-trend
Der Insektenatlas 2020 bennent einen globalen Rückgang der Insektenmasse um jährlich etwa 2,5 %
Nehmen wir einmal an, dass durch die EU-Entscheidung zur Agrarreform vom vorherigen Freitag sich die Insektenmasse pro Jahr um ca. 2,5% reduziert.
Gesichert für die nächsten 7 Jahre!!
Das würde bedeuten, wenn man verschiedene Studien (grob und etwas oberflächlich) interpoliert, dass
wir im Jahre 1990 einen Insektenbestand von 1000 hatten.
2017 lag dieser nur noch noch bei etwa 250.
Zum Ende der nächsten Agrarperiode werden dann aus etwa 1000 Insekten im Jahre 1990 nur noch etwa 190 Exemplare übrig bleiben.
Komplettkatastrophe!!
Die jährliche Abnahme von 2,5 % in den nächsten Jahren ist natürlich nur eine Schätzung.
Zu berücksichtigen ist natürlich, dass Kommunen bereits sehr aktiv geworden sind, dass Bürgerinnen und Bürger etwas machen,
dass viele Landwirte etwas für die Insektenwelt erbringen.
Dennoch muss leider auch konstatiert werden: Viele Blühstreifen werden jährlich gepflügt. Die Nachzucht vieler Arten wird dadurch vernichtet.
Viele Blühareale bestehen aus relativ artenarmen Mischungen (häufig nur 10 Arten). Davon profitieren dann lediglich die Generalisten.
Damit z.B. mono- und oligolektische Arten einen Nutzen haben (diese sind auf einezlne Arten- oder Gattungen von Pflanzen angewiesen)
ist deutlich artenreicheres Saatgut notwendig. Z.B. der „Schmetterlings- und Wildbienensaum“ der Firma Rieger Hofmann.
Diese mehrjährige Regiomischung beinhaltet knapp 90 Arten, kostet pro Kilo jedoch auch um die 100 Euro.
Ein Kilogramm reicht für 500 m².
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
Damit es weitergeht: Spenden für das Projekt:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck
Eine subjektive (Lebens-)Abrechnung eines aktiven Naturschützers mit der CDU (+ FDP) 💥💥💥🏴☠️🏴☠️🏴☠️
Ursache ist der „Tag der Schande“ (23.10.2020), wie er aktuell von vielen Umwelt- und Klimaschützern genannt wird. Gemeint ist die desaströse Entscheidung auf EU-Ebene, die „Gemeinsame Agrarpolitik“ derart zu gestalten, dass das Artensterben mutmaßlich weitgehend ungebremst voranschreiten wird. Gleichzeitig bedeutet diese Entscheidung, welche von CDU+FDP gestützt wird, dass dringend notwendige Klimaschutzmaßnahmen nicht entsprechend berücksichtigt werden.
Der Brief
Hallo CDU (+ FDP-Anhang), was Ihr dort gestern am „Tag der Schande“ durchgewunken habt, ist ein Schlag ins Gesicht aller Natur- und Klimaschützer. Nein, es ist viel mehr als das. Es ist ein Schlag ins Gesicht jetziger und kommender Generationen. Es ist ein Armutszeugnis für eine Demokratie und eine Missachtung herausragender gesellschaftlicher Bedürfnisse nach mehr Umwelt- und Klimaschutz. Ihr habt nun, meiner Meinung nach, klar und deutlich offenbart, dass mit Euch bei der Bewältigung der großen Jahrhundertaufgaben Arten- und Klimaschutz nicht zu rechnen ist. Vielmehr noch: Ihr selber seid mit diesem Agrarprogramm die treibende Kraft des Massensterbens in der Natur und der Bremsklotz sinnvoller Klimaschutzmaßnahmen. Ich bin enttäuscht von Euch, sauer, frustriert und ganz und gar nicht einverstanden mit Eurer Umwelt- und Klimaschutzpolitik.
Ich hole einmal etwas aus: Das erste Mal hatte ich Kontakt mit Euch im Alter von 12 Jahren (glaube ich). Ich lebte damals in Berlin und es gab eine große Kampagne zur Rettung der heimischen Felder in dem Ort, in dem ich lebte. Ich glaube, Ihr wolltet dort gerne bauen. Ich fand das nicht gut, habe ich mich doch gefragt, wo dann die Schmetterlinge und Bienen unterkommen werden. Also habe ich demonstriert, gegen Eure Politik.
In meiner Jugend wusste ich nicht so recht, wohin der Weg geht. Ich fand vieles zuweilen garnicht so schlecht bei Euch, habe sogar mal ne Helmut Kohl-Biografie gelesen und bin kurzzeitig in die Junge Union eingetreten. Vielleicht habe ich aber auch einfach den „Marsch durch die Institutionen“ etwas missverstanden. Ich habe schnell gemerkt, dass es mir nicht gelang die „Jungs“ (es waren tatsächlich ausschließlich junge Männer), „auf Linie zu bringen“. Held der Truppe war damals Frank Steffel. Von 2001 bis 2003 war Steffel Fraktionsvorsitzender der CDU im Abgeordnetenhaus von Berlin. Nun ja: Ich bin da ganz bescheiden. Hätte Steffel meinen Reden mehr zugehört, dann wäre er heute Präsident, Papst oder zumindest so etwas wie Maradona, oder vielleicht sogar David Beckham. Mit Sicherheit aber wäre ihm nicht sein Doktortitel entzogen worden. Naja, er wollte aber nicht hören…Kann man nichts machen… Ich bin dann frustriert wieder ausgetreten und war irgendwie gescheitert.
Das C in Deiner Partei
Die Jahre zogen so dahin, hier und dort aktiv gewesen und eigentlich nie sonderlich mit Dir in Berührung gekommen. Ich habe mich als Schüler einer explizit Evangelischen Schule zwar oft gefragt, wie sich das Christentum (in Deinem Namen) mit Abschiebungen in Länder vereinbaren lässt, in denen nachweislich gefoltert wird? Auch habe ich nie so Recht verstanden, was Du mit der „Bewahrung der Schöpfung“ meinst, wo Du doch vehement die Kastenstände in der Sauenhaltung verteidigst und gerne und oft ein vehementer Verfechter profitorientierter Massentierhaltung warst und leider auch nach wie vor bist. Ein bisschen verlogen wirktest Du nicht nur einmal auf mich. Und eine Doppelmoral war eigentlich auch ein gern gesehener Gast bei Dir. Vielleicht verfolgst Du aber auch einfach eine sehr radikale Auslegung des Christentums. Bei Sekten gibt es so etwas manchmal.
Etwas komisch fand ich dann doch die unsäglichen Atomtransporte nach Gorleben. War das nicht vielleicht ein wenig verantwortungslos? Ja, und dann gab es da diesen Besonderen Faux-Pas von Angela Merkel hinsichtlich der Castortransporte. Merkel, damals Umweltministerien, äußerte 1994 den viel beachteten Backpulververgleich. In Bezug auf Probleme beim Beladen des Castorbehälters in Philippsburg sagte sie: „In jeder Küche kann beim Kuchenbacken mal etwas Backpulver daneben gehen.“ Das fand ich nicht richtig, also machte ich mich beim nächsten Castortransport auf nach Gorleben. Schlief in Camps, schlich durch die Wälder, leistete Widerstand und wurde von Wasserwerfern drangsaliert. Nicht viel besser machte es die Aussage des damaligen Innenministers Manfred Kanther, der die Demonstranten (vom Landwirt über den Pastor, von der Grundschullehrerin bis zur Biofreundin, als „unappetitliches Pack“ bezeichnete (https://www.zeit.de/1997/10/Mit_Gott_gegen_Castor/seite-3)). Andererseits: Zu einer streibaren Demokratie gehört eine gewisse Hitzigkeit auch dazu. Ich habe das nicht persönlich genommen. Ich benutze in aufwühlenden Diskussionen auch manchmal Schimpfwörter – meine das dann aber auch nicht persönlich. Alles gut! Mit der „Honigtopf-Affäre“ war dann ja zum Glück das Ende seiner Karriere besiegelt.
Genau wie Kanther stolpern bei Euch auch viele andere über dubiose Finanzangelegenheiten.
Helmut Kohl z.B., oder Franz Josef Strauß, Max Streibl…
Geld muss auf einige von Euch eine aberwitzige Ausstrahlung ausüben. So massiv, dass Ihr dann auch Dinge tut, die gegen Moral,
Recht und Gesetz verstoßen. Ich gebe ja zu, dass Geld wichtig ist, man benötigt es um gesund zu leben, z.B. um nachhaltig
produzierte Landwirtschaftsprodukte (wichtig!) zu kaufen,
um Landwirten faire Preise für regionale Erzeugnisse zu zahlen (wichtig!), um regionales Blühwiesensaatgut zu erwerben oder für andere sinnvolle Dinge.
Um dadurch z.B. die Wiederansiedlung des Bergsandglöckens (Jasione montana, eine Wildblume) zu fördern,
oder den Blauen Natternkopf (Echium vulgare). Dieser ist ganz wichtig für die Natternkopf-Mauerbiene (Osmia adunca).
Diese ernährt sich ausschließlich von dieser Pflanze. Stirbt die Pflanze aus, dann verschwindet auch diese Wildbienenart.
Oder man braucht Geld, um Lehm für Feuchtbiotope zu kaufen. Lehm ist wichtig für Schwalbenarten, damit diese Nester bauen können. In der Natur ist Lehm Mangelware.
Leider werfen Bergsandglöckchen, Blauer Natternkopf und Natternkopf-Mauerbiene keine direkte Rendite ab.
Deswegen – so der Eindruck – kümmert Euch deren Schicksal nicht so richtig.
Trotzdem geht Ihr gerne in die Kirche und tragt ein C im Parteinamen. Die Mitglieder der kalabrischen Mafia gehen auch gerne in die Kirche.
Ihr Alltagshandeln macht das dennoch irgendwie nicht besser (Vorsicht: Das war schwarzer Humor und Satire).
Viel zu oft, liebe CDU, war ich nicht mit Deiner Politik einverstanden. Kurzer Zwischensatz zu Angela Merkel: Heute finde ich vieles ihrer „neueren“ Politik ganz gut. Solidarität bei den großen Flüchtlings-Bewegungen, Ausstieg aus der Atomenergie…man kann also nach Jahren doch irgendwie ganz gut zusammen kommen.
Naja, …irgendwann bin ich dann nach Osnabrück gezogen. Studium und so, und wir hatten lange Zeit keine Berührungspunkte. War vielleicht auch irgendwie besser. Ich habe dann aber irgendwann linke Politik praktiziert, Antirassismus, Freiraumaktionen, auch mal ne kleine Hausbesetzung, versucht Nazis aus der Stadt zu jagen…Hm…Und so richtig zusammen fanden wir da schon wieder nicht. Dennoch habe ich Dich irgendwie, in irgendeiner Form, respektiert. Aber ich bin ehrlich: So richtig mochte ich Dich eigentlich nie.
Gewässerrandstreifen
Irgendwann dann kamen die aktive Blühwiesengestaltung und der Naturschutz in mein Leben. Die Schaffung von Wildblumenarealen, Obstbaumwiesen, Nisthilfen, Feuchtbiotopen. Und schon wieder bist Du störend aufgefallen! Bei dem Gewässerrandstreifen-Skandal im Landkreis Osnabrück! Du wolltest Randstreifen von einem Meter in FFH-Gebieten, obwohl doch eigentlich jeder Idiot weiß, dass das für einen sinnvollen Artenschutz nicht reicht. Du hast Donald Trump-mässig wissenschaftliche Studien ignoriert, eine Pirouette nach der anderen gedreht, und Dich weitestgehend der Lächerlichkeit preisgegeben. Immerhin, mit einem Jahr Verzögerung, hast Du Deinen Fehler korrigiert. Das wiederum war gut und richtig und verdient Respekt.
Der ehemalige Landrat Herr Lübbersmann ist am Gewässerrandstreifen-Skandal gescheitert und wurde abgewählt. Wäre er Gast auf meinen Junge-Union-Vorträgen gewesen, dann wäre das nicht passiert. Dann wäre er heute vielleicht Kanzler, oder ein Teil-Pabst (gemeinsam mit Frank Steffel), oder noch ein Maradona. Ich habe Herrn Lübbersmann zwei Mal getroffen. Und ganz im Ernst: Ich fand ihn nicht unangenehm, sogar durchaus sympathisch. Trotzdem ist es richtig, dass er nach dem Randstreifenskandal gehen musste. Wir hatten mal eine Ehrung gemeinsam. In Venne hatten wir ein Großprojekt für die Schaffung von Blühwiesen. Herr Lübbersmann war auch dort, das fand ich ok, schließlich hatten wir ja auch Fördergelder vom Landkreis erhalten. Trotzdem musste ich (man muss die Feste ja bekanntlich feiern wie sie fallen) freundlich und höflich mein Unverständnis über die Randstreifengeschichte ausdrücken. Kurze Zeit später war er dann nicht mehr im Amt. Sowas kommt von sowas.
Die Positionierung im Randstreifendilemma hat viele Hassmails und Bedrohungen aber auch viele Schulterklopfer eingebracht. So ist das eben. Wer austeilt muss auch einstecken. Das gilt für Naturschutzgruppen wie auch für Dich, liebe CDU (+ FDP-Geschwurbel). Trotzdem seid Ihr damals schon deutlich mehr als (5-1)-Meter zu weit gegangen.
Naja, der Ton zwischen uns wurde irgendwie merklich kühler. Trotzdem möchte ich betonen, dass ich verschieden Personen (insbesondere auf lokaler Ebene) aus Deiner Partei sehr schätze. Für eben jene ist diese Abrechnung vielleicht irgendwie auch unfair. Ich habe aktive Personen in Deiner Gruppierung kennengelernt, denen ich Ihr Einstehen für mehr Tier- und Artenschutz abnehme, die ich (so habe ich beschlossen) mag und angenehm finde. Ich fand Deine Personalien ja nie gänzlich unglücklich. Heiner Geißler z.B. fand ich gut, auch in vielen seiner Aussagen. Rita Süssmuth auch irgendwie. Es ist nicht so, dass ich bei Dir nur die „Gut-oder-Böse“-Parteibrille aufhatte. Den jetzigen CDU-Bürgermeister der Stadt Melle Reinhard Scholz empfinde ich als sehr passend und sympathisch. Er hat etwas sehr Vermittelndes und leistet, wie ich persönlich finde, eine sehr gute Arbeit. Auch gibt es mit Sicherheit deutlich unangenehmere Personen (das war ein Lob!) als André Berghegger (CDU), den vormaligen Bürgermeister von Melle. Etliche Aussagen von ihm finde ich akzeptabel oder sogar gut. Seine Aussagen zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung (Zeitschrift Quintessenz, S. 16, 2019, Ausgabe 3) teile ich persönlich jedoch nicht. Aber das ist nicht schlimm, es gehört zum Pluralismus und einer Demokratie einfach dazu, dass man nicht immer einer Meinung ist.
Mangelhafter Realitätsbezug
Worüber ich mich jedoch mehrfach massiv geärgert habe, sind beispielsweise Aussagen von verschiedenen Kreispolitikern aus Deiner Partei. Da gibt es Etliches und leider überhaupt nicht wenig, was mir nicht gefällt. Die Aussagen von Martin Bäumer z.B. finde ich zu verschiedene Themen nicht so gut. Ich sehe das zuweilen gegensätzlich. Eine Position (Quelle NOZ online, 1.10.2019, „Osnabrücker Kreistag geschlossen für mehr Klimaschutz“) eines weiteren Deiner Parteivertreter lautete: „Laut CDU-Kreistagsmitglied *** war der Klimaschutz den Christdemokraten schon immer ein wichtiges Anliegen. […] Für den *** ist es wichtig, dass es keine Verbote und Bevormundungen für den Klimaschutz gibt.“
Meiner Meinung nach ist diese Aussage unpassend. Hier wird versucht ein Feld einzunehmen, bei welchem die CDU (so sehe ich es) schon immer hoffnungslos hinterherhechelte (von dem FDP-Wurmfortsatz ganz zu schweigen). Die Stellungnahme, dass es keine Verbote oder Bevormundungen für den Klimaschutz geben sollte ist gänzlich sinnfrei.
Das würde implizieren, dass wir das kleine Klimaschutzproblem scheinbar durch Freiwilligkeiten oder technische Innovationen lösen können? Damit wird die Bedeutung des Problems heruntergespielt und beispielsweise missachtet, dass die Anzahl der Europäischen Flugreisen 2019 so hoch wie noch nie war. Und erkläre das mal den Menschen in Nordafrika: „Bloß keine Bevormundungen oder Verbote für den Klimaschutz“. Oder den Landwirten in Brandenburg „Bloß keine Bevormundungen oder Verbote für den Klimaschutz!“, oder den Förstern in den Wäldern im Landkreis Osnabrück, in welchen heimische Bäume reihenweise sterben: „Bloß keine Bevormundungen oder Verbote für den Klimaschutz!“. Ich finde eine solche Aussage ganz fürchterlich! Dass Du ein CDU-Mitglied bist, sagt auch hier einiges aus.
Noch schlimmer jedoch wird es, wenn Du in der CDU-Landkreispostille (https://www.cdu-kreistagsfraktion-osnabrueck.de/image/inhalte/file/Bericht_aus_dem_Kreistag_September_2019_.pdf) (S.15) erwähnt wirst: „Er erinnerte daran, dass die Bewahrung der Schöpfung ein Grundfundament christdemokratischer Politik sei.“
Puh…bei allem Respekt. Bei einem solchen Satz muss man sich erstmal 2, 3 mal am Hinterkopf kratzen, sich eiskaltes Wasser ins Gesicht klatschen und anschließend fragen, ob die Publikation vielleicht ein Aprilscherz ist? Nochmal gelesen und nochmal, und dann ganz langsam für alle: „dass die Bewahrung der Schöpfung ein Grundfundament christdemokratischer Politik sei“.
Ok, was genau meinst Du? Das Aussterben einer Vielzahl von Arten aufgrund einer CDU-dominierten Agrarpolitik? Oder aber eine CDU-beeinflusste Massentierhaltung, in denen Lebewesen barbarisch vor sich hinvegetieren? ZigTausende Tiere (pro Tag!!) landen in Deutschland auf dem Müll, weil sie die Massentierhaltung nicht überleben! Ist es diese Bewahrung der Schöpfung, die Du meinst? Was denn jetzt???!!!
In solchen Augenblicken meldet sich – im positiven Falle – ein fast schon väterlicher Instinkt und ich möchte diesen Politiker einmal in den Arm nehmen, vorsichtig drücken und ihm erst einmal eine ordentliche Mahlzeit anbieten. „Ein gesundes Süppchen? Einen Becher tierleidfreie Hafermilch? Ooooooch…..nun setz Dich doch erstmal hin und stärke Dich. Ich erkläre Dir gleich mal was….“ Ja und dann bringe ich die „Was-passiert-dann-Maschine?“ aus der Sesamstraße zum Einsatz. Pädagogisch vorsichtig zurückhaltend (hier können ja irrationale Selbstbilder gänzlich in sich zusammenbrechen, mit unabsehbaren Folgen): „Und jetzt schau mal. Siehst Du den Hammer und den Keks? Wenn der Hammer den Keks trifft, dann ist er kaputt! Und ähnlich ist es mit der Agrarpolitik der CDU. Wenn diese wirkt, dann lebt dort nicht mehr viel. Das möchtest Du doch auch nicht, oder? Das ist doch nicht die Bewahrung der Schöpfung, die Du meinst, richtig?“
Und trotzdem muss ich Dir sagen, dass Du meiner Meinung nach keinen realistischen Blick auf die Politik Deiner Partei offenbarst. In meinen Augen sind Deine Aussagen Tramtänzerei, völlig an der Realtität vorbei!
Denn wenn Du schreibst, dass Klimaschutz und Bewahrung der Schöpfung den Christdenokraten schon immer ein wichtiges Anliegen war, ja, dann war die CDU also eigentlich immer schon eher so wie die GRÜNEN? Oder wie die UWG? Dann war Deine CDU also garkeine „richtige“ CDU? Also jetzt verstehe ich garnichts mehr.
Das „Klimaschutz-schaffen-wir doch-auch-ohne-Verbote-und-insbesondere-durch-technologische-Fortschritte“-Gesabbel ist nicht nur in der CDU weit verbreitet. Auch die FDP-Menschen äußern das gerne. Meiner subjektiven Meinung nach ist das völliger Quatsch. Wir schwingen den Zauberstab – und dann passiert ein Wunder-und wir haben alles gelöst. Genau! Und Osterhase und Weihnachtsmann feiern den Erfolg dann auf dem Bundesparteitag? Mal ehrlich! Wie soll man denn hier antworten, wenn nicht durch Polemik?
Peter Altmaier sagt: „Ich setze auf die Genialität unserer Ingenieure“. (https://www.spiegel.de/politik/deutschland/peter-altmaier-ueber-neue-klimastrategie-setze-auf-die-genialitaet-unserer-ingenieure-a-00000000-0002-0001-0000-000172993199).
Marius Müller-Westernhagen singt: „Ich glaube an die Deutsche Bank, denn die zahlt aus in bar!“ Das trifft es wohl vermutlich besser.
Beim Fußball bin ich übrigens HSV-Fan. Es ist irgendwie kein Zufall, dass wir in Stakkato-Gesängen beim Ortsderby den Lokalrivalen gerne mal mit einem zünftigen „St.-Pauli-McDonalds-Und-die-CDU!“ ärgern.
Tag der Schande
Ja, und dann kam sie. Die EU-Agrar-Entscheidung am „Tag der Schande“, maßgeblich unterstützt von CDU und FDP, für die kommenden 7 Jahre!!
Exkurs: In der Wissenschaft ist klar und deutlich belegt, dass es eben auch die (Europäische) Agrarpolitik ist, welche einen massiven Schaden an der Artenvielfalt anrichtet. Es wimmelt diesbezüglich nur so von seriösen Studien. Nur ein kleines Zitat aus dem Oktober 2020: In ihrem Bericht zu „Biodiversität und Management von Agrarlandschaften“ beschreiben die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina, die Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften die Folgen der Landwirtschaft für Pflanzen, Insekten und Vögel. „Der Rückgang der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft ist so dramatisch, dass in Zukunft ernsthafte Folgen für die Funktionsfähigkeit der Agrarökosysteme und für das Wohlergehen des Menschen zu erwarten sind“, heißt es in dem Papier, das dem SPIEGEL vorliegt.
Einige weitere Beispiele (Kurzauszug): Berthold, P. (2017): Unsere Vögel. Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können
Börnecke, S. (2016): Wir sind dann mal weg – Die (un-)heimliche Arten-Erosion. Eine agroindustrielle Landwirtschaft dezimiert unsere Lebensvielfalt.
Easac (Ecosystem Services, Agriculture and Neonicotinoid) 2015: Ecosystem services, agriculture and neonicotinoids.
EASAC policy report 26, Halle Gamero et al. (2017): Tracking Progress Toward EU Biodiversity Strategy Targets: EU Policy Effects in Preserving its Common Farmland Birds. In: Conservation Letters, Volume 10, Issue 4, 7/8 2017, 395-402
Greenpeace Research Laboratories & Universität Exeter (2013). Bye Bye Biene. Das Bienensterben und die Risiken für die Landwirtschaft in Europa. Hamburg
Hallmann, C.; Sorg M.; Jongejans E.; Siepel H.; Hofland N.; Schwan H.; et al. (2017): “More than 75 percent decline over 27 years in total flying insect biomass in protected areas”.
Krahnstöver, M.; Polaczek, B. (2017): Literaturstudie zum Thema Bienengesundheit: Geht es den Bienen in Städten beziehungsweise stadtnahen Gebieten besser als auf dem Land? https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/tierschutz/Bienenstudie_2017.pdf
Kratochwil, A.; Krausch, S. (2016): Bee-plant networks: structure, dynamics and metacommunity concept. In: Berichte der Reinhold-Tüxen-Gesesellschaft 28: 23-40
Ricketts, T. (2007): Pollination and other ecosystem services produced by mobile organisms: a conceptual framework for the effects of land-use change. In: Ecology Letters, 10. S. 299-314
Lautenbach, S.; Seppelt, R.; Liebscher, J. & Dormann, C. F. (2012): Spatial and Temporal Trends of Global Pollination Benefit. In: PLoS ONE, 7
Naturschutzbund Deutschland (NABU) (2017): https://www.nabu.de/news/2017/05/22397.html, 4.5.2017
Segerer, A.; Rostenkranz E. (2018): Das große Insektensterben. Was es bedeutet und was wir jetzt tun müssen
Sparmann, A. (2017): Tatort: Wiese. Pestizide und das Ende unserer Insekten. http://www.geo.de/magazine/geo-magazin/15815-rtkl-tatort-wiese-pestizide-und-das-ende-unserer-insekten
Heute die Blühwiese am Gasthaus/Hotel Hubertus/Wiesehahn gemäht. 🥀🌸🐞👍😀🐛🐝🦋🐞🐜
Hier hat alles begonnen. Die heute gemähte Fläche war Areal Nummer 2, damals im März 2017.
In diesem Gasthaus übrigens im August 2013 die Hochzeit mit Julia gefeiert. War eine perfekt organisierte, aussergewöhnlich gute Sause 🙂
Diese Jahr blühte es auf der Fläche wieder in allen Farben.
Auf einem der Bilder sieht man übrigens sehr gut die Schnittkante zwischen Sommermahd und Nicht-Mahd.
Die Heinz Sielmann Sitftung hat hier damals für 2 Jahre eine Untersuchung bezahlt:
Im zweiten Jahr war bereits ein deutlicher Anstieg von Wildbienenarten + Individuen zu verzeichnen.
Jetzt, Mitte Oktober, sind die Tage durchgetaktet wie ein Uhrwerk. Das Mahdgut muss gemäht werden.
In diesem Falle bleibt es einige Tage liegen um auszutrocken und noch einmal ordentlich Saatgut an den Boden abzugeben.
Die Fläche ist jetzt bereits 4 Jahre konstant ausgemagert worden, so schaffen wir artenreiche Wildblumenwiesen, die sich mit etwas Pflege dauerhaft halten können.
Anbei noch ein kleiner Film, was auf dieser Wiese dieses Jahr so los war:
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
Heute war es wieder soweit. Nach der Arbeit zum Blühwiesensport.
Jetzt müssen die Wiesen gemäht werden, damit es nächstes Jahr wieder in allen Farben leuchtet. 😊🏵🧜♂️🧚♀️🌻🌹🥀🌺🌸
Heute an der Wissinger Mühle gearbeitet.
Der Trick ist: Naturschutz in den Alltag zu integrieren. Blühwiesenpflege ist wie Jogging oder Fitness-Studio.
Sidekick hier, Sidekick da, zwei drei Flick-Flacks über den Acker, das bringt den Kreislauf in Schwung.
Die schwere Maschine hin- und herruckeln, Muskeln an- und entspannen, da fühlt man sich danach wie neu geboren.
Der Schweiß fließt, der Herz pochert…man hört das Blut durch die Ohren rauschen. Bumm, Bumm, Bumm, Bumm, Bumm,
Zumba ist nichts dagegen.
Der große Vorteil: Während man beim Joggen oder im Studio beim Hanteln trimmen zuweilen etwas irritiert angeschaut wird,
wenn man seine Lieblingslieder grölt, so ist das beim Blühwiesensport kein Problem.
Die Maschine ist so dermaßen laut und ausserdem hat man Kopfhörer auf, hört also garnicht, wenn man mal
einen Ton nicht richtig trifft.
Also heute gut gelaunt: „No Surrender“ von Bruce Springsteen in Endlosschleife vor mich hingebrüllt.
Eine kleine (späte) Wildbiene (auf einer Wiesenflockenblume) schaute zwar etwas entgeistert, naja…
„Dann sing es doch schöner“, sach ich so zu ihr und zucke mit den Achseln…
Sie kontert eiskalt mit einem Hit von Michael Wendler, der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Ich setze demonstrativ meine Maske auf. „Scheiß Verschwörungs-Wildbiene!“, denke ich.
Die Biene flattert beleidigt davon. Man kann es halt nicht jedem Recht machen.
Schnell noch ein paar Holzpflöcke gekauft. Das Hühnergehege des Gnadenhofes wird aktuell zu Fort Knox umgebaut.
Wir haben dort ein Huhn (Clara), die sich nicht ganz zu Unrecht für „Frank Morris“ hält (einer der drei Typen, die damals mutmaßlich aus Alcatraz
geflüchtet sind). Das sorgt nicht ausschließlich für stehende Ovationen bei den Nachbarn.
Wie es sich für einen echten Sportler gehört: Nach der Action erstmal Pommes mit Ketchup.
Und der Pommes-Vampir durfte auch nicht fehlen…:-)
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
Ausgezeichnete Landwirtschaft für die Artenvielfalt im Landkreis Osnabrück 👑👑🐛🐝🦋🐌🐞🐜🌼🌻🌹🌷🍾🍾🍾🏆🏆🏆🏆🏆🥇🥇🥇🏵🏵🏵🏵
Und nu isset soweit, die Gewinner stehen fest:
In diesem Jahr haben wir uns viel umgehört, recherchiert, zuweilen Landwirte auch besucht und natürlich auch die Erfahrungen aus dem Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ einfließen lassen.
Weit über 100 landwirtschaftliche Projekte/Höfe/Familien/Personen im Landkreis Osnabrück sind dabei für ihr positives Engagement und eine entsprechende Auszeichnung in den Fokus gerückt.
Viele viele Aktive haben bzw. hätten einen Preis verdient (leider ist es uns nicht möglich ALLE auszuzeichnen). Die Jury hat nun entschieden. Stellvertretend und aufgrund ihres besonderen Engagements zugleich hervorstechend erhalten dieses Jahr folgende Akteure den Preis „Spitze! Ausgezeichnete Landwirtschaft für die Artenvielfalt!“
* Biohof Brummer Bange (Ankum) (http://brummer-bange.de/, Loxtener Str. 5, Ankum)
(Detert Brummer-Bange) Die Auszeichnung erfolgt für das Bioland-Prinzip und den Naturkostladen „mitten auf dem Lande“. In dem Naturkostladen werden vielfältige regionale Lebensmittel verkauft. Auf dem Hof wird gemäß Bioland-Prinzip nach dem „Kreislauf-Prinzip“ gewirtschaftet und darauf geachtet, dass keine Überdüngung stattfindet. Zudem wird gänzlich auf chemisch-synthetische Pestizide verzichtet. Die Akteure „Brummer-Bange“ haben zudem vielfach artenreiche Säume angelegt und nehmen seit etlichen Jahren Äpfel für die Mosterei Lammersiek an. Dadurch können hier in der Region auch Obstwiesen erhalten bleiben.
Beeindruckend ist zudem die sehr sympathische und aktive Berichterstattung über soziale Medien, welche einen hohen informativen Mehrwert schafft. Hervorzuheben ist zudem die hohe Transparenz, die der Hof bietet. Spitze!
* Hof Bolte (Georgsmarienhütte) (Marcel Bolte) (https://hofbolte.jimdofree.com/, Am Kuhlenbach 18, Georgsmarienhütte)
Familie Bolte (Georgsmarienhütte) wird u.a. für eine aktive Beteiligung am Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ durch eine mehrjährige, artenreiche Blühwiese basierend auf regionalem Saatgut ausgezeichnet. Die Blühwiese wird für mehrere Jahre von ihnen gepflegt, stetig extensiviert und nicht umgebrochen, sodass sich hier Generationen von Wildbienenarten langfristig entwickeln können. Hervorzuheben ist zudem der Kartoffelanbau – unerwünschte Beikräuter werden hier mechanisch behandelt. Die Kartoffeln werden regional an mehreren Orten im Landkreis vermarktet (Und auch: Mehrere Personen der Jury haben dieses regionale Produkt einige Male getestet: Ausgezeichnet!!!).
Positiv beeindruckend ist zudem der Einsatz und die Sichtbarkeit über soziale Medien. Spitze!
* Ortslandvolk Gesmold (Melle)
Die Auszeichnung erfolgt für eine bunte Vielfalt an Aktionen. Z.B. die Unterstützung des Projektes sperberbaum.de (Förderung der Wiederansiedlung des Speierlings und alter Obstbaumsorten), die Schaffung von groß angelegten Blühstreifen gegen das Insektensterben und das Setzen von Nisthilfen. Auch das hohe Engagement für ein gesellschaftliches Miteinander, einen aktiven Dialog und ein Zusammenkommen auf lokaler Ebene (aktive Lebenskultur) sowie eine sehr sympathisch geförderte Transparenz durch verschiedene Veranstaltungen haben zu dieser Auszeichnung geführt.
In vielen verschiedenen Gesprächen wurde deutlich: „Die packen an! Und die leisten etwas für die Biologische Vielfalt!“. Positiv beachtenswert ist zudem das hohe Angebot an Expeditionen und Führungen, welche das Landvolk Gesmold offeriert. Spitze!
* Biolandhof „Dicke Eiche“ (Bissendorf) (http://www.dicke-eiche.de), Dicke Eiche 9, Bissendorf-Astrup
Ausschlaggebend ist dabei insbesondere die Langfristigkeit, welche das Projekt bereits auszeichnet (Seit 1985). Die Tatsache, dass keinerlei Pestizide eingesetzt werden und die Transparenz, welche der Hof bietet, ist hervorragend. Ein weiterer Grund ist die regionale Verankerung der Produkte in dem sehr gelungen geführten Naturwarenladen. Wer hier einkauft, der fördert gesichert die regionale Landwirtschaft vor Ort und leistet zugleich einen Beitrag für die Förderung der Artenvielfalt. Die eigenen Getreideprodukte sind ein herausragender Gaumenschmaus. Spitze!
* CSA Hof Pente (Community Supported Agriculture) (Bramsche) (https://hofpente.de/), Osnabrücker Straße 73, Bramsche
Die Auszeichnung erfolgt für hochgradig wertvolle ökologische Standards (Produktion nach Demeter-Richtlinien) und ein gut funktionierendes Modell der „Solidarischen Landwirtschaft“ (BürgerInnen können hier einen Anteil erwerben und sich zugleich aktiv einbringen). Den Hof Pente zeichnet eine hohe Präsenz in der öffentlichen Wahrnehmung aus. Die Betreiber leisten eine wertvolle gesamtgesellschaftliche Bildungsarbeit und bieten eine hervorzuhebende Transparenz ihrer Aktivitäten an. Die Arbeit des Hofes geht weit über den Aspekt der Nahrungsmittelproduktion hinaus und stellt ein gesellschaftsverbindendes Modell im ländlichen Raum dar. Spitze!
Mit diesen Auszeichnungen soll ein kleines Zeichen gesetzt und BürgerInnen ermuntert werden, sich aktiv für nachhaltige Produktionsweisen einzubringen. Den „Stimmzettel“, in welcher Welt wir ALLE leben wollen, geben wir letztlich AUCH an der Kasse ab – Durch die Entlohnung von Anbauweisen und Praktiken, welche ein generationsübergreifendes, nachhaltiges Leben ermöglichen.
Für uns Konsumenten gilt: Ein „Meckern“ und „Fordern“ (sofern es denn dabei bleibt) ist nicht der richtige Weg. Entscheidend ist ein AKTIVES Handeln und eine faire Bezahlung – denn ökologisch hochwertige Produkte gibt es nicht zum Billigtarif.
Und auch: Die Auszeichnungen sollen zu einem Gesamtbild beitragen, dass es in der vielschichtigen Landwirtschaft bereits (teilweise seit vielen Jahren) Wege und Modelle gibt, welche ökologisches Bewusstsein, Nachhaltigkeit, Transparenz und Regionalität vereinen. Eine entsprechende Wertschätzung ist dafür außerordentlich angemessen.
Die Auszeichnung beinhaltet ein schickes Schild mit den entsprechenden Hinweis- und Auszeichnungstexten.
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