Das nächste Feuchtbiotop ist in Vorbereitung ☺️🐸
Danke an Karsten Wachsmuth, der die Aushubarbeiten vornehmen wird.
Ort: Melle, Gelbe Riede/Lerchenweg
Feuchtbiotope sind eine sehr gute Möglichkeit, Orte klimaresistenter zu gestalten.
In diesem Sommer: Trotz der Trockenheit ist „nur“ ein Teich komplett trockengefallen (allerdings beträgt der Wasserstand bei den anderen Kleingewässern
oft nur noch wenige Zentimeter).
Im Herbst werden gezielt Bäume und dichte Wildgehölze an den Rändern gepflanzt (z.B. Weiden, Vogelbeeren, Schlehe),
um eine hohe Verschattung und eine geringe Verdunstung zu erreichen.
Anders als bei Streuobstwiesen (viele viele Jahre), Blühwiesen (oft mehrere Jahre), Trockensteinmauern (etwa 1 Jahr) sieht man den Erfolg bei Feuchtbiotopen
häufig schon nach wenigen Monaten. Hier srpingen die Frösche um die Wette (im Bild: Tina Teichfrosch mit ihrem Sohn „Tiny Thunfisch“
bei den ersten Schwimmübungen). Viele Teichpflanzen siedeln sich schnell an und versorgen das Wasser mit Sauerstoff.
An der gelben Riede/Lerchenweg entsteht ein Hyper-Biotopkomplex auf kleinem Raum.
Eine kleine Streuobstwiese und 2 Vogelschutzhecken wurden bereits gepflanzt. Ein Blühstreifen ist vorhanden, ebenso eine Trockensteinmauer.
Als nächstes folgt nun der Teich. Die Abwehrkräfte gegen die Klimaerwärmung sind hier nicht unbetrechtlich.
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/
Weitere Blühwiese gemäht (Am Wulberg), in den nächsten Tagen wird abgeharkt und das Mahdgut verfüttert.
So langsam wird die Artenvielfalt hier atemberaubend. ☺️
Und: Mal wieder: Balkenmäher schrott
2019 war die Fläche noch weitgehend artenarmes Grünland. Seitdem wurde viel ausgemagert, viel gesät, gepflanzt.
Aktuell dominiert hier sehr viel Rainfarn und Wilde Möhre. Auch etliche Malven finden sich hier ein.. Heute erstmalig auch den „gemeinen Wirbeldost“ entdeckt
(danke für die Bestimmung an Christoph Simonis). Die unterschiedlichsten Insekten geben sich hier ein Stelldichein (z.B. das Heupferd). Das Blühwiesenmahdgut soll jetzt austrocknen und aussamen.
Die ersten Obstbäume tragen einige Äpfel – oh ja, und in dem in diesem Jahr geschaffenen Feuchtbiotop ist die Hölle los.
Bestimmt 20 Teichfrösche unterschiedlicher Größe tummeln sich hier bereits, und das, obwohl der Wasserpegel gerade einmal bei ca. 7 cm liegt.
Eine Solarpumpe sorgt für frischen Sauerstoff.
Wie schon so oft: Mal wieder ging ein Balkenmäher schrott. Eine Stahlschraube ist einfach in zwei Teile zersprungen. Muss das Scheissding mal wieder in die Werkstatt.
Nicht auf allen Flächen sind Schafe und Ziegen für eine Mahd geeignet. Hier am nördlichen
Rand wurden z.B. viele viele Baumsetzlinge gepflanzt. Viele heimische Arten (z.B. Buchen, Eichen, Eschen, Vogelbeere (Eberesche) aber auch „Fremdländer“….
Großer Gewinner hier ist die Schwarznuss. Könnte was sein gegen die Klimaerwärmung.
Und auch eine Pinie aus Süditalien wächst hier wie verrückt.
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Im Urlaub ist endlich Zeit für die „Auswilderung“.
Schaf Mini (wurde von ihrer Mutter verstoßen und hier von Hand aufgezogen) hat für sich ganz klar entschieden:
„Ich bin ein Hund, oder ein Mensch, aber keineswegs ein Schaf!“.
Sie wurde immer mal wieder in die Herde gesetzt, wollte dort jedoch auf keinen Fall bleiben und machte immer ein Riesentheater.
Sie ist in der Tat so zahm wie ein Hund, sodass wir sie sogar auf Waldspaziergänge mitnehmen konnten:
Nun jedoch wird intensiv an ihrer Herdeneingewöhnung gearbeitet.
Es gibt in dieser noch ein zweites Flaschenlamm, den winzig kleinen Egon. Mit dem hat sie schon Freundschaft geschlossen.
Und eine weitere Blühwiese wird hier durch die schonende Mahd vergrössert. 🙂
Vielen Dank an die NOZ für den schönen Artikel über Miyawaki-Wälder: https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/miyawaki-waelder-in-melle-so-geht-es-den-tiny-forests-jetzt-42617254
Miyawakis sind magisch – schon weil sie der Trockenheit trotzen und eine hohe Artenvielfalt fördern.
Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Düngung durch Tiermist (z.B. die HKPäds, https://hagemann-krystosek.de/) oder auch gut abgelagerten (!! sehr wichtig) Tierdung von verschiedenen Landwirten.
Durch eine hohe Kombination mit Kompostwürmern (50 bis 100 Stück pro m²) entwickelt sich ein Bodensubstrat, das Wasser und Nährstoffe ganz massiv bindet und dadurch eine Absickerung der Nährstoffe ins Grundwasser verhindert.
Der Einsatz von Kompostwürmern ist übrigens im ursprünglichen Miyawaki-Konzept so nicht vorgesehen, es ist eine „Meller Erweiterung“.
Dieses Konzept ist gleichzeitig eine kleine Möglichkeit, dass Landwirte davon profitieren können (z.B. eine Tonne Kuhdung = 80 Euro).
Völlig sagenhaft ist der Boom, den Miyawakis mittlerweile in Deutschland erleben. In Berlin-Pankow wurde z.B. politisch beschlossen,
solche Mini-Wälder anzulegen. Hamburg folgt.
Es gibt mittlerweile etliche Vereine, die sich diesem Konzept verschrieben haben. Sehr gut!
Hoffentlich hoffentlich hoffentlich folgen viele weitere Gebietskörperschaften.
In den Niederlanden sind sie sogar schon etwas weiter als hier.
Auch aus Osnabrück, Münster, Westfälisch-Lippische Landjugend etc. sind Anfragen eingetrudelt.
Der nächste Miyawaki in Melle folgt im November in Melle-Neuenkirchen.
Die „Materialkosten“ (Setzlinge, Zaun, Stroh, Tierdung) für 100 m² liegen in etwa bei 2000 Euro.
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Eine Woche Urlaub, endlich !! ☺️
Die Batterien sind leerer als leer. Der Alltag, die „normale Arbeit“ und die Projekte hinterlassen Spuren.
Aber jetzt ist erstmal Ruhe. Und Zeit, einfach mal nichts zu tun…
Zu viel „nichts“ wird jedoch schnell langweilig, also können nun endlich liegengebliebene Dinge, in aller Ruhe
mit viel Gemächlichkeit nachgeholt werden.
Heute z.B. die Blühwiese gegenüber des Hochregallagers bei „Thomas Philipps“ begutachtet. Ein absoluter Volltreffer!!
Es wimmelt hier nur so von Insekten. Aktuell dominieren floristisch die Wilde Möhre, etliche Wiesen-Flockenblumen und Königskerzen. Bislang beweideten 5 Schafe die Fläche, heute noch 2 weitere (Zorro und Tante Rosa)
sowie 3 Ziegen (Neptun, Stina und Olaf) dorthin gebracht.
Damit diese die kommenden Gewitter gut überstehen haben sie natürlich Schutzcontainer und Schutzplanen bekommen.
Ziegen nutzen die Container sofort, sobald auch nur ein Tropfen Regen fällt.
Durch den unterschiedlichen Tierverbiss (Schafe & Ziegen) werden hier nun wichtige Offenstellen im Boden entstehen, in welche viele Wildbienenarten ihre Eier ablegen. Nächstes Jahr wird bestimmt auch die Steinkauzröhre bezogen. ☺️🦉
Und den Küken geht es prächtig. Die beiden Mutterenten teilen sich nach wie vor ihre Arbeit, wissen aber ganz genau wer zu wem gehört…
Wenn man sich einmal die Zeit nimmt, dann sieht man durchaus, dass die Warzenentenmutti manchmal die Laufentenküken etwas triezt, die Laufentenmutti genauso…
Dennoch laufen die Lütten meisten in einer großen Traube zusammen.
Im Urlaub werden einige Blühwiesen gemäht und ausgemagert, einige Tiere umgesiedelt, ein paar Filme gedreht…das wars…
Und sonst: Nischt! Nix tun!
Lauf- und Warzenentenküken United! ✊✊✊🤝🤝🤝🥰😂🤣
Die Muttis „MoinMoin“ und „Klarinetta“ haben offenbar entschieden, ihre Küken gemeinsam aufzuziehen.
Heute stand das erste gemeinsame Bad an 🙂 Doch seht selbst:
Und am Standort „Kreimerhof“ sind nun gleichfalls 5 Küken geschlüpft (wo auch immer sie ausgebrütet wurden). Die „4. weiße Laufente“ der „Flummelbande“ hat es geschafft.
Küken und Mutti sind wohlauf…und eines der Zwerge (siehe Video) wird auf jeden Fall mal 100 Meter-Sprint-Olympiasieger.🥰😂🤣
Jungschwäne konnten umgesiedelt werden. Danke an die Polizei Melle + 2 Tierschützer:innen
Puh…ein Glück. Nach dem Fund der Jungschwäne (durch Unterstützung der Polizei Melle + 2 Tierschützer)
wurde hier ein Radius von 1,5 Kilometern gezogen und entsprechende Gewässer abgefahren (ich frage mich mal selber nicht nach der CO2-Bilanz)…
Nahe der Else wurden wir fündig. Ein Altschwan raste ungläubig auf die Lütten zu…Der Augenblick war herzerweichend.
Zum Glück alles gut geendet.
Eigentlich hatten wir die Nachwuchsgenerierung bei Hühnern, Enten und Gäsen in diesem Jahr sehr sehr gut im Griff…🫣😌🤔
Und: Die drei goldenen Regeln auf einem Gnadenhof
Natürlich brüten hier Enten, Gänse und Hühner auch immer mal wieder.
Sofern wir das mitkriegen, dann werden die Eier (leider) als Futter verwendet, alles Andere wäre nicht händelbar.
Lediglich wenn Tiere es immer wieder von Neuem versuchen, dann wird ihnen mal das Ausbrüten von einem oder zwei Eiern gestattet.
Tja, aber immer wieder mal geklingt es einigen besonders Schlauen uns auszutricksen, durch ein Brutnest ausserhalb des Geländes in einem Busch
oder, wie in diesem Falle, in einem Dickicht aus Brennnesseln.
Komme ich heute Abend zum Füttern und frage mich noch so, was da für ein Schwarz-Gelber Schwarm hinter der Warzenente „MoinMoin“ läuft.
2 Augenblicke später: Konsterniertes Seufzen meinerseits!
Ich wackel hinter der Truppe her, die sich in einem Brennnessel-Dickicht versteckt.
Als ich dort nachschaue, damit auch kein Küken vergessen wird, schaut mich panisch die Laufentenmutti „Klarinetta“ an,
die gleichfalls auf einem Nest sitzt.
Ich seufze erneut und hole eines ihrer Bruteier hervor. Plötzlich: Es piept aus dem Ei (kein Witz)…
Damit ist der Drops gelutscht. In diesem Zustand werden keine Eier mehr zerstört.
„Klarinetta“ kurz hochgehoben, einige ihrer Küken sind vermutlich erst einige Stunden alt.
Wellcome on earth!
Zum Glück haben wir noch Kükenfutter für alle…Na dann guten Appetit.
„Klarinetta“ und „MoinMoin“ – Ihr seid wirklich die Allerschlauesten….:-/
Die drei goldenen Regeln auf einem Gnadenhof
1. Jeden Tag passiert etwas, das nicht zwingend so eingeplant war. Selbstironie hilft dabei sehr häufig.
2. Nachwuchs ist nicht zu 100% kontrollierbar, egal was Du tust. Zäune (jeglicher Art) sind immer relativ…
2. Zwischenfazit des Projektes „500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück“ ☺️🐸🌳
Danksagung an viele Menschen, nachdenkliche Zwischentöne und ein Ausblick
Mit der gestrigen Aktion in Ostercappeln ist es Zeit für ein Zwischenfazit.
Ursprünglich sollten im 500 AKA-Projekt einmal 4-6 Mitmachaktionen mit insgesamt 500 Personen stattfinden.
Aktuell haben sich über 950 Menschen beteiligt. Aktionsveranstaltungen gab es über 30.
In Ostercappeln, Melle, Bissendorf, Hilter a.T.W., Georgsmarienhütte, Osnabrück
Geschaffen wurden Totholzhecken, Streuobstwiesen (400 Obstbäume), Vogelschutzhecken, 5 Feuchtbiotope, Wald-Aufforstungen, Miyawaki-Wälder, Blühwiesen. Gepflanzt wurden über 20.000 Baum- und Wildgehözsetzlinge.
Auch politisch gab es viele wirklich hilfreiche und emsige Unterstützer*innen:
Besonders positiv ( 🙂 ) aufgrund einer hohen Intensität der Unterstützung sind z.B. zu nennen:
Erik Ballmeyer (CDU),
Jana Bröcker-Stockhoff (GRÜNE),
Jutta Dettmann (SPD),
Rainer Ellermann (CDU),
…..ohne den Einsatz von Erik Ballymeyer und Rainer Ellermann wäre das Projekt vermutlich niemals gestartet. Die Bereitstellung einer Fläche in Venne, hatte das Projekt damals, nach Rückzug einer anderen Fläche,
überhaupt erst ermöglicht.
Guido Halfter (parteilos),
Malina Kruse-Wiegand (GRÜNE),
Dennis Mitchell (UWB),
Fine Schacht (SPD),
Wilhelm Tiemeyer (CDU),
Thomas Uhlen (CDU)
Auf Vereinesebene sind insbesonder Frank Strötzel und der TSV Westerhausen-Föckinghausen sowie Oliver Niekamp und der SV 28 Wissingen zu nennen. Total klasse!
Auf Firmenebene haben insbesondere folgende Unternehmen eine hervorgehobene Positiv-Funktion eingenommen:
Boni’s Kaffeerösterei GmbH
IKEA Osnabrück
Gasthaus Hubertus GmbH
Häcker Küchen GmbH & Co. KG
mso digital GmbH & Co. KG
Ost und Koch Immobilien GmbH, Osnabrück
Thomas Philipps GmbH & Co. KG
Venner Grill
Werges Maschinenbau GmbH
Auch etliche Landwirte haben sich sehr positiv engagiert.
Dankend hervorgehoben werden z.B. Gabriele Mörixmann, Hendrik Brinkmann, Norbert Oberniehaus, Mathias Suttmeyer, Marcel Bolte
Unbedingt auch zu nennen sind Eike Krystosek & Uwe Krystosek, Karsten Wachsmuth, Britta, Vera, Familie Beckmann, Familie Werges, Melle for Future (z.B. Katja Rasmus & Ute Werges)
und die zahlreichen Menschen, die sich schon mehrfach an Aktionen beteiligt haben (mein Namensgedächtnis ist ein Sieb :-/) und und und…
Ein besonders hervorgehobener Dank geht zudem an die Lindenschule Buer sowie die IGS Melle, mit denen starke Projekte
für Klimaanpassungen und Artenvielfalt umgesetzt werden konnten. 🙂
Und ein Riesen-Dankeschön geht an die Schafe, Ziegen, Ponys und Gänse des Gnadenhofs Brödel, die viele viele Flächen schonend und wertvoll für die Artenvielfalt beweiden.
Es ist hochgradig beeindruckend, dass sich mittlerweile fast 1000 Personen die Zeit genommen haben, um auf Arealen, zu denen sie eigentlich keine „persönliche Beziehung“ haben, mitzuwirbeln. 950 Personen, die sich nicht davor gescheut haben, über 2 Stunden zu ackern und zu schuften, zu schwitzen und zu malochen,
um etwas für die Artenvielfalt und gegen die Klimaerwärmung zu leisten. Das ist top!
Dennoch: Im Landkreis leben 357.000 Menschen.
356.000 davon waren (zumindest in diesem Projekt) nicht zu sehen.
Nun: Wo man sich engagiert ist sekundär, hautpsache man engagiert sich!
Egal ob ehrenamtlich im Altenheim, in anderen Umweltgruppen, in Parteien, bei der Feuerwehr…wo ist egal. Hauptsache man engagiert sich – ohne darauf zu achten, was dadurch ins Portemonnaie rollt.
Und doch: Bei einem Fußballspiel (nichts gegen Fußball ;-)), z.B. Regionalliga Sportfreunde-Lotte gegen RW Essen kommen an einem Nachmittag 1500 Personen. Und zahlen auch noch eine ganze Menge Geld dafür. Bei einem Klima- und Artenschutzprojekt ist es schon gigantisch, wenn 50 Personen dabei sind.
Ergo:
* Eine Naturschutz-Klimaschutz-Aktion steht immer „in sehr hoher Konkurrenz“ zu anderen Veranstaltungen
(z.B. persönlicher Erholung).
In Folgeprojekten soll – sofern es finanzierbar sein wird – noch stärker mit Anreizen gearbeitet werden.
Das Verschenken von Nisthilfen, eine Schatzsuche für Kinder, kostenlose Essen waren schon ganz gute Anfänge.
Vermutlich brauchen wir jedoch noch deutlich mehr (sofern wir es denn bezahlen können), um Menschen aktiv werden zu lassen.
Vor wenigen Tagen ist das Buch „3 Grad mehr“ erschienen, mit hochgradig spannenden Beiträgen aus der Wissenschaft (z.B. von Stefan Rahmstorf und Hans J. Schellnhuber)
Einige Artikel lassen einem das „Blut in den Adern“ gefrieren. Letztlich sind aber die Folgen der Klimaerwärmung für alle Menschen, die sich Informationen nicht verschließen, völlig klar. Ein Planet entwickelt sich, der von Jahr zu Jahr weniger lebenswert wird.
Wenn wir nicht massiv handeln, dann komplett der Komplettcrash.
Corona war ein Spaziergang, gegen das, was die Klimakrise auf diesem Planeten anrichten wird.
Zum eigenen Handeln reicht es (obige Informationen) dennoch oftmals nicht. Vielleicht müssen noch mehr Anreize in Projekten her? Z.B. bei hohen Temperaturen ein Eiswagen (ernsthaft),
Schminkaktionen für Kinder, Verlosungen, Gutscheine…
Zwei Mal wurden hier (einmal mittels eines Sponsors) „kostenlos-Aktionen durchgeführt.
* Einmal konnten sich Menschen kostenlos Regio-Saatgut für 50 m² schicken lassen (es meldeten sich über 400 Personen, sehr gut!)
* Einmal konnten kostenlos 3000 Baumsetzlinge (bereitgestellt über den Unternehmer André Philipps) abgeholt werden:
Es ging hier zu, wie auf einem Volksfest. Die 3000 Setzlinge waren nach knapp 3 Tagen restlos vergriffen.
Diese Erkenntnisse sind positiv: Es zeigt sich, dass Menschen Arbeit und Mühe nicht scheuen, wenn sie kostengünstig etwas für Veränderungen in ihrem eigenen Umfeld umsetzen können.
Auch daran gilt es anzusetzen. Denn völlig klar ist: Die eigene „Hood“, der eigene Garten ist ntürlich etwas Heiliges, in welchen viele viele Zeit und Energie fliessen kann. Das ist positiv und eine große Chance! Sowohl im Einsatz gegen Klimaerwärmung als auch für eine hohe Artenvielfalt.
Zudem hier noch die Erfahrungen der letzen Jahre.
Was klappt besonders gut?
* Wildblumenwiesen, die jedes Jahr regelmässig ausgemagert werden, entwickeln eine Artenvielfalt, die schier unglaublich ist
* Miyawaki-Wälder (Tiny forests), auf denen Tierdung mit Kompostwürmern kombiniert wird:
Es entwickelt sich eine Bodenstruktur mit sehr sehr hoher Wasser-Adsorptionsfähigkeit (sog. „Wurmhumus“). Anders formuliert:
Der Boden ist wie ein Schwamm, der auch in langen Trockenheitsphasen noch Restfeuchte enthält. Zahlreiche heimische Buchensetzlinge z.B., die sich auf „Nicht-Miyawaki-Flächen“
gräulich-braun verfärbt haben, konnten hier den Sommer bislang überleben (weitgehend grün geblieben)
* Neu geschaffene Feuchtbiotope mit Verschattungselementen haben eine echte Chance, Trockenheiten zu überstehen
* Streuobstwiesen, die im Sommer ab und an mal ordentliche Schübe Gieß-Wasser bekommen, werden zu HotSpots der Artenvielfalt
* Einige (halbwegs heimische Arten) sind echte Klima-Gewinnertypen: Z.B. die Esskastanie, Speierling, Walnuß, Elsbeere
Ach ja: Gestritten wurde auch (oft). Zu sagen, „es wurde gestritten, dass die Fetzen fliegen“ wäre vermutlich noch stark untertrieben.
Naja. Meist liegt die „Wahrheit“ dann wohl doch irgendwo in der Mitte…
Gleichwohl gibt es keinen Grund irgendwen zu schonen, sich selbst nicht, andere nicht, bestehende Verhältnisse (egal welcher Art) schon garnicht…
Und: Vertragen wurde sich übrigens auch sehr sehr oft.
Und wo das nicht der Fall war: Schwamm drüber…Geht man sich halt aus dem Wege, Bürgersteige sind ja breit genug.
Wie geht es weiter?
In diesem Sommer werden noch 2 Feuchtbiotope angelegt und diverse Blühwiesen gepflegt.
Ab Herbst geht es dann weiter mit Baum- und Heckenpflanzungen, auch 2 Streuobstwiesen sind noch geplant.
Ab Herbst gibt es auch wieder verschiedene Mitmachaktionen.
Ab Januar gehen wir in eine intensive 20jährige Pflege (so sind die vertraglichen Rahmenbedingungen) vieler Biotope.
Sicherlich wird es aber auch im nächsten Jahr noch einige Neuanlagen geben.
Hauptsächlich werden wir uns aber aus zeitlichen Gründen auf Gnadenhof und Biotopflege konzentrieren müssen.
Zudem fehlt mittlerweile einfach das Geld (es kommt fast nichts mehr rein). In Folge der Preiskrise haben wir Menschen andere Sorgen als die Klimakrise.
Individuell ist das absolut nachvollziehbar. Und gleichzeitig wird es uns noch, einem Brenneisen gleich, auf die Füße fallen.
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Richtig gut war das heute in Ostercappeln/Venne. 😊👍
Vielen Dank an die 20 Personen, die heute aktiv den Ausbau der Trockensteinmauer vorangetrieben haben.
Der aktuelle Stand: 65 Meter sind erreicht, es sind nur noch Steine für wenige Meter vorhanden.
Danke an den Ortsbürgermeister Wilhelm Tiemeyer (CDU), der unter der Woche nach Feierabend die Fläche gemäht hat und vor allen Dingen bereits das Fundament für den weiteren Ausbau
geschaffen hat. Große Klasse! 😊
Danke an weitere Personen aus dem politischen Spektrum, die heute dabei waren.
Z.B. Rainer Ellermann (CDU), Jana Broeker-Stockhoff (GRÜNE) und Mareen Guth (GRÜNE Landtagskandidatin im Wahlkreis 75).
Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, welche Dynamik eine solche Artenschutzaktion erreicht.
15 weitere Meter Trockenmauer wurden heute errichtet. Es ist bei dem bislang geschaffenen Refugium schon ersichtlich, wie viele Amphibien sich in den Fugen und Mauerspalten
auf der Nordseite der Mauer aufhalten (kühl und nass).
Auf der Südseite (heiss und trocken) tummeln sich Schmetterlinge und viele viele Insekten.
Und: Der Weltklimarat hat im Frühjahr dringlich empfohlen, Klima- und Artenschutz „zusammen zu denken“ und in Anbetracht der Klimakrise
umgehend zu beginnen, Biotope auszubauen und intakte ökologische Strukturen zu schaffen.
Hier in Ostercappeln/Venne auf der Mühleninsel klappt das ganz hervorragend. 😃
Mit Wilhelm Tiemeyer besprochen, ob im Herbst aus den noch verbliebenen 500 AKA-Restmitteln eventuell eine wertvolle Vogelschutzhecke dort geschaffen wird (gleichfalls wichtig für eine
CO2-Umwandlung). Das Thema wird jetzt im Ortsrat angesprochen.
Vielen Dank an Martina Thomas und den Venner Grill. Wie gewohnt professionell wurden zwei superleckere Gerichte gezaubert (BIO, ohne Tierprodukte und dadurch sehr geringe CO2-Äquivalenzwerte).
Ein Blumenkohl-Brockoli-Kartoffelauflauf und Blumenkohlwings. Herrlich, ein kulinarischer Genuss 🙂 🥰
Und ein hoher Dank gilt dem Unternehmen „Häcker Küchen GmbH & Co. KG“, das die Verpflegungskosten (Essen und Getränke) für alle Teilnehmer*innen übernommen hat.
Keine Selbstverständlichkeit so etwas. Vielen Dank 🙂 😃
Überhaupt ist das schon genial: Die Steine für die Trockenmauer wurden regional (Piesberg) eingekauft. Ein kommerzieller Verpflegungsauftrag
geht an ein lokales Cateringunternehmen, das dafür Zutaten im lokalen Bio-Markt einkauft.
Die Kosten dafür werden von einem lokalen Küchenunternehmen übernommen. Die ehrenamtliche Umsetzungsarbeit wird von der lokalen/regionalen Bevölkerung geleistet.
Na wenn das keine genialen Strukturen sind 🙂 Eine Win-Win-Win-Win-Situation. Für die Natur, Für die Menschen, Für lokale Strukturen.
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