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Allgemein
Heute Naturschutzaktivitäten gemeinsam mit der Jugendgerichtshilfe
Geschrieben:

Blühwiese in Melle/Wetter bei der ehemaligen Bäckerei Schiermeyer wird fortgeführt – Danke an den Landwirt Jan Frederik Berger 😊😃
Und: Heute Naturschutzaktivitäten gemeinsam mit der Jugendgerichtshilfe

Eine tolle Nachricht vorab. Die Blühwiese in Melle/Wetter wird fortgeführt. Vielen vielen Dank an den Landwirt Jan frederik Berger,
der sich nach dem Facebook-Post neulich bereit erklärt hat, hier die Mahd und die Pflege zu übernehmen. Top! Viele viele Insekten und etliche Folgenutzer werden es danken.
Die Fläche wurde heute noch einmal abgemagert – im nächsten Jahr ist diese „reif“ für eine Neueinsaat von Magerarten. Mitten in Melle/Wetter
wird somit ein wertvolles Kleinod für die Artenvielfalt entstehen.

Heute am letzten Urlaubstag Wiesen mit einem Jugendlichen bearbeitet. Der junge Mann wurde im Rahmen einer juristischen Grenzüberschreitung bei einer
Klimaschutzaktion (Demo) zu 30 Sozialstunden „verdonnert“. Diese leistet er nun hier ab.
Hat heute einiges über Miyawaki-Wälder, klimaresistente Baumarten und Blühwiesen gelernt.
Auch die Fläche am Meller Ludwigsee ist jetzt komplett manuell abgeharkt. Auch diese ist nun „Ready for Magerarten“. Hier wird gesichert ein absoluter Vielfaltsmagnet entstehen.
Danke für den guten Einsatz!

Wiesenschnitt abharken ist Knochenmaloche. Und gleichzeitig war es total interessant. Der junge Mann macht es (bis auf die juristischen Grenzüberschreitungen) goldrichtig, fährt jetzt z.B. zum Klima-Protestcamp nach Hamburg.
Und: Ich habe im Leben noch keinen 16jährigen kennengelernt, mit dem ich mich über die Lage der Kurden im Nordirak austauschen konnte.
Hohes politisches Bewusstsein, hohes politisches Engagement. Diese Menschen wird es in den nächsten Jahrzehnten brauchen,
um Artensterben und Klimaerwärmung in Schach zu halten.

Morgen ist der Urlaub vorbei. Dann haben Arten- und Klimaschutz leider erstmal Pause.

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

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Ein kleines Wunder – der „verlorene Sohn“ ist wieder da
Geschrieben:

Ein kleines Wunder – der „verlorene Sohn“ ist wieder da 😃😎😍🫡🫡🫡🫡🐔🐔🐔🐔

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch daran: Vor ca. 6,7 Wochen mussten etliche Hähne (genau genommen 11) umgesiedelt werden.
Es war einfach zu laut.
Um die Brisanz etwas zu entschärfen wurde etliche davon, gemeinsam mit 20 Hühnern, so schnell wie möglich auf einer Fläche „im Nirgendwo“ zwischengeparkt.
5 Hähnen und 7 Hühnern gelang zwischendurch aus dem Zwischenlager die Flucht in ein Hecken- und Waldstück.
Der Großteil konnte nach wenigen Tagen wieder eingefangen werden.

Ein Hahn jedoch (er trägt jetzt den Namen „Silvester Stallohne“, also ausgesprochen wie „Stall“ + „ohne“, einfach weil er Rambo 3-mäßig offensichtlich der perfekte Nah- und Überlebenskämpfer ist)
ließ sich partout nicht fangen. 6 Wochen lebte er in der Wildnis und hielt sich meist in einem undurchsichtigem Gelände an der Bahnlinie Westerhausen – Osnabrück auf.
Natürlich wurden dort auch kleine Wasser- und Körnerschalen aufgestellt, damit er nicht verhungert oder verdurstet.
Ein Netz von Wildkameras berichtete regelmässig davon, dass er noch lebt und zu welcher Uhrzeit er häufig an welchem Ort ist.

Hier ein Beispiel einer solchen Wildkamera-Sequenz:

Heute früh in der Morgendämmerung war es dann soweit. SEK-mässig: „Zugriff“!!!! – jetzt ist er wieder zu Hause und wird unter Garantie auch niemals wieder umgesiedelt, das hat er sich wahrlich verdient.
Er hat derbe gelitten. Sicherlich 1 Kilo Gewicht verloren, ist fürchterlich zerrupft und zertottelt und weist auch eine Bissspur auf.
Trotzdem gockelt er durch die Gegend als ob er der allercoolste und allergrößte Hahn sei, den die Welt je gesehen hätte.
Offen gesagt: Ich glaube, das ist er auch! ☺️🐔

Was für ein Kämpfer! Jetzt wird er erstmal mit ordentlich abgelaufenem Obst und Gemüse aufgepäppelt, viel viel frisches Wasser, Körnerfutter mit Calcium, zerdetschte Eier.
Er ist noch ziemlich verhaltensauffällig, aber das wird schon. Und er hat schon jetzt eine riesengroße Hühnerschar als Fanclub.

Willkommen zurück, Stallohne!
Uff: Wenn ein Tier, für das man die Verantwortung übernommen hat, sich irgendwo in einer Grauzone zwischen Überleben und Gefressen-werden befindet, das geht einem nahe.

Zur (nicht schönen) Wahrheit gehört leider auch: 3 Tiere, die aus der Zwischenstation ausgebrochen sind, haben es wohl nicht überlebt.
Ein Hühner- und ein Hähnegerippe wurden auf offenem Feld gefunden (vermutlich Opfer von Greifvögeln, die natürlich auch Hunger haben),
ein Hahn ist komplett und spurlos verschwunden.

Auch solche Erfahrungen können leider zum Betrieb eines Gnadenhofes dazugehören.

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

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Population des Kleinen Wiesenvögelchens entdeckt
Geschrieben:

Ruhiger Tag, heute bei einigen Blühwiesen „nach dem Rechten geschaut“, den Kräutervorrat für den Winter begonnen aufzufüllen
und auf einer betreuten Wiese eine Population des „kleinen Wiesenvögelchens“ (Schmetterling) entdeckt 😍😍😍🦋

Eine Blühwiese inmitten von Melle (Kantstraße) macht sich ganz ausgezeichnet!
Noch in diesem Frühsommer (Anfang Juni) wurde hier gemeinschaftlich 2 Tage lang geackert, ausgemagert, auf Teilen neu eingesät.
Die Arbeit hat sich gelohnt. Wohl der dichteste „Wilde Möhre“-Wald, den ich jemals gesehen habe, wächst hier. Zerreibt man diese Wildblume mit den Fingern, dann riecht es intensiv nach Karotte.
Auch Rotklee, Schafgabe, Ackersenf, Büschelschön, Pastinaken (höchstwahrscheinlich), Stockrosen (?, vielleicht…(?) keine Ahnung, wie hier hier hinkommen) blühen hier in vollem Glanz. Artenvielfalt par excellence.

Auf einer andere Wiese begonnen den Kräutervorrat für den Winter aufzufüllen: Schafgarbe, Köngiskerze, Leinkraut, Wiesenflockenblume,
Rainfarn, Johanniskraut, Wilde Malve…werden im Winter sicherlich hier und dort benötigt werden. Ausserdem ist es dann immer wieder ein „Hauch von Sommer“, der als Tee dem Körper zugeführt wird.

Auf einer der angelegten Blühwiesen heute eine größere Kolonie des „kleinen Wiesenvögelchens“ entdeckt.
Eines der Exeplare saß gerade auf einer Blüte und quatschte, in Sichtweite einer kleinen Gesellschaft der „Rundblättrigen Glockenblume“ (wow!!) mit ner Amiese (siehe Bild).
Als es mich sieht faucht es: „Watt denn, watt denn?? Noch nie nen kleines Wiesenvögelchen gesehen? Was glotzt Du so blöde?“
Ich so: „Deine Mudda!! Nee, noch nie gesehen! Ausserdem fliegt Du hier auf dem von mir gepachteten Land!“
Es: „Ah, das ist etwas anderes!“ flötet es und macht sich mit seinen Hinterfühlern die Haare schön. „Dann berichte mal von uns! Mach mal Fotos, Junge!
Wir lieben magere und sonnige Standorte, z.B. mit Johanniskraut, Schafgarbe, Wiesen-Flockenblume. Ich lebe hier
auf einem Gebiet von knapp 200 m², nicht sehr groß. Wir sind eine kleine Truppe von vielleicht 15-20 Individuen. Die nächste Blühwiese ist aber schon etwa 300 m² entfernt, dort herrscht eine ähnliche Pflanzenvielfalt vor. Noch ein, zwei Mal ausmagern, dann ist es wie hier…“

„Geht klar, Blödarsch!“, sage ich.

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Fläche ausgemagert – Besteht Blühwiese in Melle/Wetter nun doch fort?
Geschrieben:

Besteht die Blühwiese in Melle/Wetter nun doch fort? 😊🐞🦋

Am Abend gemeinsam mit dem liebenswerten Herrn Schiermeyer in Melle/Wetter seine Wiese ausgemagert.
Von Hand sehr viel Blühwiesenschnittgut geharkt. So werden die Nährstoffe aus der Fläche gezogen. Das Potenzial ist nun, nach 4 Jahren Arbeit, da, dass sich hier eine
hochgradig wertvolle Magerwiese entwickelt. Nach getanem Werk, wie sich das für Blühwiesenmaloche gehört: Ein perfekt gebrautes, eiskaltes Helles getrunken 🙂

Und eventuell, es könnte sein, besteht die Blühwiese in Melle/Wetter doch noch fort, das wäre großartig! 😊🐞🦋
Gestern hat sich jemand gemeldet der unter Umständen bereit wäre, die Pflege der Fläche fortzuführen (Mahd der Fläche + Ausmagerung).
Das wäre genial! In einem solchen Falle würde hier im Frühjahr noch einmal eine hochgradig spannende Magerwiesenmischung mit vielen vielen bedrohten Arten, ausgesät.

Überhaupt: Jetzt, nach 7 Jahren Ausmagerungsarbeit, nach Beendigung der Projekte „Blumiges Melle“ und „Blumiger Landkreis Osnabrück“, beginnt endlich die Blühwiesenphase 2. Jetzt werden viele viele ausgemagerte (extensivierte) Flächen mit bedrohten Magerwiesenarten aufgewertet.

Herr Schiermeyer zeigt heute seine Sammlung wertvoller Fotos und auch gefundener Vogeleier sowie ausgestopfter Tiere. Mit seiner Erlaubnis dürfen die Fotos hier gepostet
werden (Betonung: Es handelt sich bei den Tieren um Totfunde und bei den Eier um Brucheier und Eier aus verlassenen Nestern). So wertvoll und beeindruckend!

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9-Punkte Blühwiese, Vielfalt wo man hinschaut
Geschrieben:

Heute Vormittag eine 9-Punkte Blühwiese gemäht (von 10 möglichen Punkten) – Vielfalt egal wo man hinschaut. 🦋 ☺️ Großartig!
Im Rahmen von Sozialstunden: Jugendlicher wird uns helfen

Die Wiese wurde 2017 angelegt, in Sichtweite des Campingplatzes Ludwigsee, direkt neben einer Streuobstwiese.
So viele unterschiedliche Arten: Wiesenflockenblume, Schafgarbe, Rainfarn, Natternkopf, Johanniskraut, Wilde Möhre, Wiesen-Skabiose, Lichtnelken, Leimkraut, Wegwarte, Königkerze und und und…
Oft wurde das Areal bereits ausgemagert und Nährstoffe entzogen (Schnittgut entfernt), auch diese Fläche ist mittlerweile sehr sehr sehr nah an dem „heiligen Gral“ der Artenvielfalt, eine Magerwiese. Nächstes Jahr könnte dieser Zustand erreicht werden.

Mittlerweile haben sich allerdings auch viele Gräser durchgesetzt. Mit dem Flächeneigentümer wurde besprochen, dass im nächsten Jahr neue Streifen gefräst werden und
z.B. eine artenreiche Magermischung ausgesät wird (z.B. diese hier: https://www.rieger-hofmann.de/sortiment-shop/mischungen/wiesen-und-saeume-fuer-die-freie-landschaft/05-mager-und-sandrasen/detailansicht-mager-und-sandrasen-strassenbegleitgruenfettwiese.html?tt_products%5BbackPID%5D=154&tt_products%5Bproduct%5D=18&cHash=84164a728892c4592723c28106e460ce).
Es ist mittlerweile sehr gut möglich, dass sich hier viele hochgradig bedrohte Arten durchsetzen können.
Dadurch, dass so viele Nährstoffe der Fläche entzogen wurden, steht auch hier ein Übergang an. Magerwiesen sind Vielfaltsparadiese. es dauert aber oft Jahre,
bis man einen solchen Zustand erreicht. Dann jedoch sind sie enpfänglich für Windflug- und Vogelflug-Vermehrung. Es fehlt das schnell in die Höhe schiessende „Fettgras“ und auch kleine, niederwüchsige Arten haben eine Chance…

Montag wird die Fläche ausgemagert. Ein Jugendlicher, der vom Gericht zu Sozialstunden „verdonnert“ wurde, wird hier helfend aktiv werden. Etwa 150 m² der Blühwiese wurden bei der Mahd nicht angetastet, ansonsten würde es hier zu einer Hungersnot kommen und die Insekten hätten keine Möglichkeit mehr, sich zu ernähren.

Heute vormittag gegen 11.00 Uhr waren es etwa 30 Grad. Im inneren der Wiese jedoch hielt sich noch etwas Feuchtigkeit.
Es sind soooo viele Insekten auf der Fläche (z.B. Bläulinge (könnte der Hauhechel-Bläuling sein, oder der Geißklee-Bläuling ?), Ochsenaugen, Heupferde, eine Fülle von Wildbienen, Grashüpfer, verschiedene Fliegenarten)
dass es auch von Amphibien dort nur so wimmelt. Die Höhenschiene des Balkenmähers auf einige Zentimeter eingestellt, so können die Tiere noch in Sicherheit gebracht werden.

Auf den Bildern: Erdkröten und ein Grasfrosch (vermutlich, ich glaube der Schläfenfleck ist ein Indiz dafür). Will ich die Erdkröten aus der Gefahrenzone bringen: Da pinkelt mir das eine Viech auf die Hand (genau genommen gibt sie ein Giftsekret aus Drüsen ab (sehr giftig), würde man es einnehmen, dann kann es sein, dass es halluzinogen wirkt).

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Last order please – Blühwiese in Melle/Wetter letztmalig betreut
Geschrieben:

Die nächste Blühwiese gemäht und abgemagert ☺️🦋🐛
Und leider Zeit dieser Wiese „lebewohl“ zu sagen 😐

Heute in Melle/Wetter bei einem Naturfreund ein weiteres Mal eine Blühwiese gemäht.
Morgen wird abgeharkt (durch die Trockenheit wird viel Saatgut herausfallen) und ausgemagert.

Seit 2018 wird diese Wiese betreut.
Damals war die Fläche noch einigermaßen nährstoffreich, sogar „(halb)Fettgräser“ wie Weidelgras und Glatthafer wuchsen hier.
Diese sind durch die Ausmgerung mittlerweile fast gänzlich verschwunden. Federgräser und Ruchgras haben sich stark entwickelt. Sehr gut! 😊
Große Gesellschaften aus Johanniskraut, Schafgarbe
und auch gewöhnlichem Natternkopf finden sich mittlerweile vor. Wilde Möhre und Wilde Malve – Ein gedeckter Tisch für Insekten.
Einige nährstoffreiche Wiese wurde hier mittlerweile zu einer (ansatzweise) Magerwiese umgewandelt. Für die Artenvielfalt ist das von hohem Nutzen.

Der 5000-Euro-Balkenmäher wurde heute durch ein 50-Cent-Drahtstück funktionstüchtig gehalten. Wenn der Gras-Wickelschutz nicht funktioniert, dann umwickeln die hohen Gräser
die Reifenstangen. Selbst 10 PS helfen dann nicht mehr. Das Gras hat dann eine Sperrkraft wie ein Stahlseil, da hilft dann nur noch Ausbrennen (musste einmal hier gemacht werden, bei den jetzigen Temperaturen auf trockenen Wiesen keine
gute Idee).

Leider ist die Betreuung dieser Wiese in Melle/Wetter dieses Mal das letzte Mal durchgeführt worden. Auch das Ehrenamt ist endlich – die Zeit ist einfach viel viel zu knapp (es fehlt Zeit an allen
Ecken und Enden).
Es musste hier gelernt werden, dass nur noch eine reduzierte Menge an Wiesen betreut werden kann. Eigentlich sehr schade, denn gerade jetzt wird es artentechnisch interessant,
aber Zeit kann niemand aus dem Hut zaubern :-/
Immerhin konnte die Fläche auch (zumindest) noch ein Jahr nach dem Projektende von „Blumiger Landkreis Osnabrück“ betreut werden.
Mit Sicherheit kann gesagt werden: Generationen von Insekten konnten sich hier entwickeln.

Falls jemand Zeit und Möglichkeiten hat, dieses wunderbare entstehende Biotop fortzufüren: Gerne melden…
Ein Kontakt kann hergestellt werden…

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Eine kleine Rezension zum Buch „3 Grad mehr. Ein Blick in die drohende Heißzeit und wie uns die Natur helfen kann, sie zu verhindern“
Geschrieben:

Welche Krisen bereitet die Klimakrise für uns vor? Eine kleine Rezension zum Buch „3 Grad mehr. Ein Blick in die drohende Heißzeit und wie uns die Natur helfen kann, sie zu verhindern“ 🧐🫥😵‍💫🥦🔥

Und: Von 1,5, 2 und mehr Grad, Katastrophen und aktuellem gesellschaftlichem Achselzucken („Lass mal gut sein, ist doch Urlaub…“). Heute sicherheitshalber mit der Vorbereitung für einen Selbstversorger-Garten begonnen 🥦🥦🥦

Vor wenigen Wochen ist das Buch „3 Grad mehr. Ein Blick in die drohende Heißzeit und wie uns die Natur helfen kann, sie zu verhindern“ erschienen (https://www.oekom.de/buch/3-grad-mehr-9783962383695).

Ein Buch, das die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gut verpackt und allgemein verständlich der Öffentlichkeit präsentiert. Mit Beiträgen z.B. von Klaus Wiegandt, Stefan Rahmstorf (leitet die Abteilung Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und ist Professor für Physik der Ozeane an der Universität Potsdam), Hans J. Schellnhuber (gehört zu den weltweit renommiertesten Klimaexperten) und Jutta Allmendinger (Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung).

Exzellent recherchiert, packend geschrieben, in unterschiedlichen Kapiteln viele wissenschaftliche Studienergebnisse präsentierend, auch für Nicht-Wissenschaftler*innen sehr gut lesbar, schonungslos, ehrlich, und (vor allen Dingen!) hochgradig motivierend sich selbst zu engagieren und die Wende zu packen!

Grundsätzlich: Seit Jahren ist schon alles gesagt, wirklich Alles! Seit Jahren ist bekannt, was Menschen (individuell) gegen die Klimaerwärmung leisten können. Es gäbe eigentlich nicht mehr viel Neues zu schreiben. Und doch ist es hochgradig spannend, mit jedem Zehntelgrad mehr, mit der Naturkatastrophe und jedem anwachsenden Krisenherd mehr, wie sich unser aller Leben verändert und ändern wird.

Das Buch beschreibt schonungslos, wie eine entstehende 3 Grad wärmere Welt aussieht. Es beschreibt das daraus folgende Wetter, die Biodiversität, die Landwirtschaft, die Fluchtfolgen und ökonomischen Risiken. Es beschreibt aber auch viele naturbasierte Lösungen, wie eine 3 Grad wärmere Welt noch verhindert werden könnte.
Das Buch geht im „Call to Action“ auf das (mögliche) gesellschaftliche Zusammenleben in Deutschland ein, ebenso auf Lösungsansätze, Finanzierbarkeiten und die Macht der Zivilgesellschaft.
Der Herausgeber des Buches, Klaus Wiegandt, schreibt auf Seite 289 unter dem Titel: „Die Menschen müssen wissen, was auf sie zukommt! Lösungsansätze, ihre Finanzierbarkeit und die Macht der Zivilgesellschaft“:

„In dieser Welt, in der wir es mit einer Radikalisierung des Wettergeschehens zu tun haben werden und mit Temperaturen, die über den Landflächen im Mittel sogar um bis zu 6 Grad höher sein können, müssen wir mit schwerwiegenden Folgen für die globale Landwirtschaft rechnen, mit massiven Schäden an weltweiten Infrastrukturen und erheblichen Beeinträchtigungen oder gar Zerstörungen großer Ökosysteme.
Der überwiegende Teil der Menschen wird vor nie dagewesenen Einschränkungen ihrer Lebens- und Überlebensbedingungen betroffen sein, unzählige werden ihr Leben verlieren. Südlich der Sahara werden unbewohnbare Regionen entstehen und Millionen von Menschen zur Migration zwingen, als „Klimaflüchtlinge“ werden sie vor allem Europa zum Ziel haben. Anders als heute wird ihnen die Mittelmeerregion keine neue Heimat sein, zunehmende Trockenheit und Dürren werden auch dort zu Versteppung führen“.

Die Klimakrise sorgt zugleich für eine massive Biodiversitätskrise. Besonders interessant sind Passagen im dem Werk zur Flucht vieler Arten (Flora & Fauna) in den (kühleren) Norden beziehungsweise in (kühlere) Höhen:

„In Großbritannien sind von fast 330 daraufhin untersuchen Tierarten 275 mit einer Geschwindigkeit von 14 bis 25 Kilometern pro Jahrzehnt nach Norden gewandert. Darunter sind Vertreter unterschiedlichsten Tiergruppen, von Säugetieren, Vögeln und Fischen über Spinnen bis hin zu Schmetterlingen, Libellen und Tausenfüßlern. Innerhalb weniger Jahrzehnte haben sich die polwärts gerichteten Grenzen ihrer Verbreitungsgebiete um bis zu 60 Kilometer nach Norden verschoben“ (S. 32).

Und: „Seit 1970 sind die Durchschnittstemperaturen in den Schweizer Alpen um 0,36 Grad Celsius pro Jahrzehnt angestiegen, gleichzeitig hat sich der obere Rand des Vorkommens verschiedener Tierarten um 47 bis maximal 91 Höhenmeter pro Jahrzehnt bergauf bewegt. Bei den Pflanzen sind es 17 bis 40 Meter. Da sich die Isothermen jedoch um bis zu 71 Meter verschoben haben, reichen diese beträchtlichen Veränderungen bei den meisten Pflanzen- und Tierarten nicht aus, um mit den steigenden Temperaturen Schritt zu halten (S. 33-34).

Oder zu sog. „verschobenen Phänologien“ ist in dem Buch zu lesen:
„Für Bayern geht aus diesen langjährigen Aufzeichnungen hervor,, dass die Haselblüte sich infolge der steigenden Temperaturen zwischen 1961 und 20210 um 23 Tage verfrüht hat (…). Diese Verschiebungen, die überall in der Welt zu beobachten sind, haben natürlich erhebliche Auswirkungen auf die Organismenwelt, die darauf angewiesen sind, dass bestimmte Vorgänge in der Natur zeitlich synchronisiert sind. So wird gewährleistet, dass Prädatoren auf ihre Beutetiere treffen und Jungtiere dann schlüpfen oder geboren werden, wenn sie in der Natur optimale Nahrung vorfinden. Pflanzen müssen blühen, wenn ihre Bestäuber aktiv sind, Parasiten zur richtigen Zeit auf ihre Wirte treffen (S. 50).
Selten war ein Buch über die Klimakrise so motivierend, jetzt, jetzt umgehend, zu handeln, aktiv zu werden, etwas zu ändern, vielleicht noch etwas zu verhindern, zumindest aber Strukturen an die Klimakatastrophe anzupassen.

Stefan Rahmstorf schreibt (S. 30) zu einer 3 Grad wärmeren Welt: „Ich bin nicht sicher, ob das halbwegs zivilisierte Zusammenleben der Menschen, wie wir es kennen, unter diesen Bedingungen noch Bestand haben wird. Ich persönlich halte eine 3-Grad-Welt für eine existenzielle Gefahr für die menschliche Zivilisation“.

Und genau das ist der Fall!! Das Umschalten in einen „Panik-Modus“ (mit dennoch kühlem Kopf) wäre angemessen.
Dass ein Güterzug mit 1000enden Tonnen „Krisenpotenzial“ auf uns zu rast ist in der Gesellschaft weitgehend angekommen. Nach wie vor wird jedoch viel zu gerne weggeschaut, mit den Schultern gezuckt, wenn es vorrangig „die Anderen“ erwischt (aktuelle Überschwemmungen in den USA oder Australien), Waldbrände in Brandenburg, Sächsische Schweiz, Portugal, Spanien, Italien, USA und wo auch immer…, Dürreperioden in vielen Landstrichen…

Zuweilen wird sich vielleicht noch empört beschwert, „die Klimaschützer sollen doch im Urlaub nicht die Laune verderben“, es sei doch nun mal Sommer, im Sommer sei es halt trockener und wärmer als sonst… Die große Empörung ist nur dann zu bemerken, wenn es ans eigene Verzichten, an den eigenen Geldbeutel, an Einschränkungen geht.

Die Kommentarspalten der NOZ, taz, tagesspiegel etc. sind voll davon…

Der angemessene Aufschrei bei Klimakatastrophen jeglicher Art ist gesellschaftlich oft nicht vorhanden, vielleicht ein Grundmurmeln…mehr auch nicht. Der Aufschrei ist jedoch groß, wenn es an persönliche Lebensentwürfe geht. Vom Fleischkonsum bis zur (unkompensierten) Flugreise. Und wenn der Waldbrand in Frankreich im Urlaub dazu zwingt, das Hotel zu verlassen und sich an den sicheren Strand zu begeben, dann wird das eigene Verhalten erst recht nicht thematisiert (irgendwo zwischen „höhere Gewalt“ und „der Reiseveranstalter muss mir das aber ersetzen!“).

Es sind meist ignorante, oft aber auch rechtsgerichtete oder freiheits-liberale Ideenverfechter*innen, die in den Kommentarspalten der Zeitungen dagegen wettern, dass nun auch jede*r Staatsbürger*in aktiv werden müsse. Nach dem Motto: „MICH darf die Klimakrise aber nicht einschränken! Da werde ich gegen vorgehen!“.

Und immer öfter liest man gesellschaftsübergreifend mittlerweile: „Das 2 Grad Ziel, das müssen wir aber schaffen!“ So als ob jemals ernsthaft versucht worden wäre, jenes 1,5 Grad-Ziel zu packen, welches so wichtig für einen Fortbestand des Planeten wäre. So, als ob tatsächlich politisch angemessene Regeln für die Einhaltung der 1,5 Grad-Hürde ernsthaft versucht worden wären…Sind sie leider nicht! Sind sie leider nicht einmal ansatzweise!

Zugegeben: Mit den Wahrheiten der Klimaerwärmung lassen sich keine Wahlen gewinnen. Die Wahrheiten sind unbequem, schockierend, ein- und beschneidend. Und die „junge Bevölkerung“ ist demografisch/demokratisch hoffnungslos unterrepräsentiert. Wozu also entsprechend reagieren? Wähler*innen-Stimmen gibt das nicht. Nach mir die Sintflut!

Das Spiel mit den Katastrophen, das weitgehend uneingeschränkte „Weiter wie immer!“ ist ein bisschen wie beim Spiel „Schiffe versenken“. D4, vorbei. E6, Treffer! E7, Treffer versenkt! Kurz und schmerzlos und schnell aus und vorbei. Aus, aus, das Spiel ist aus!!

Roger Harrabin, eine Ikone der Umwelt-Journalismus (Britischer BBC) äußerte in einem Interview Mitte der Woche: https://www.spiegel.de/ausland/roger-harrabin-der-legendaere-bbc-korrespondent-ueber-die-drohende-klimakatstrophe-a-6f26fb3c-cdfe-4a08-8c55-5d2b5be5f2ef

SPIEGEL: Mit welchen globalen Klimafolgen rechnen Sie?
Harrabin: Ich fürchte, dass wir bei diesen Hitzewellen nicht in der Lage sein werden, die Menschheit zu ernähren. Auch Umweltbewusste sollten deshalb den Anbau genmodifizierter, hitze- und trockenheitsresistenter Pflanzen unterstützen. Die sozialen Folgen von Dürren könnten ziemlich schrecklich werden, wenn Millionen von Migrantinnen und Migranten versuchen, in kühlere Gebiete zu fliehen. Umweltschützer wurden für derlei Warnungen lange verspottet, leider sieht es immer mehr danach aus, dass sie recht behalten werden. Ich bin froh, dass ich bis Mitte des Jahrhunderts unter einem Baum begraben liegen und es nicht mehr herausfinden werde.
(…)

SPIEGEL: Als Warner werden Sie von den Leugnern des Klimawandels seit Jahren angegriffen. Was treibt Ihre Kritiker?
Harrabin: Die Industrie für fossile Brennstoffe finanziert die Leugnung des Klimawandels seit Jahrzehnten, wie ein kürzlich erschienener BBC-Bericht belegt. Diese manipulierten Botschaften wurden sowohl von Verfechtern der Meinungsfreiheit wie von Unterstützern der politischen Rechten aufgegriffen. Ihr immer gleiches Argument ist, dass Forderungen von Klimaschützern totalitär seien und den Lebensstil der Menschen einschränken würden.
(…)
Und in den letzten Tagen erschien eine medial vielfach beachtete Studie, ob sich der Mensch in Folge der Klimakrise selbst auslöschen könnte:
https://taz.de/Endzeitszenarien-in-Klimastudien/!5867790/

https://www.tagesspiegel.de/wissen/globaler-zusammenbruch-ende-der-menschheit-expertenteam-draengt-auf-staerkere-erforschung-von-extrem-szenarien/28566952.html
BERLIN taz | Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Menschheit durch die Klimakrise ausstirbt. Gut, es ist nicht das wahrscheinlichste Szenario. In seiner Absolutheit ist es sogar ziemlich unwahrscheinlich. Möglich ist es aber eben doch. Und auch Gesellschaften, die sich nicht mehr auf viel einigen können, dürften zu dem gemeinsamen Schluss kommen, dass das unbedingt vermieden werden sollte.
Namhafte Klimaforscher:innen warnen jetzt: Wir beschäftigen uns noch nicht genug mit solchen extremen Klima-Katastrophen-Szenarien. Die schlimmstmöglichen Gefahren zu berücksichtigen sei aber nötig, um das Risiko der Klimakrise richtig zu verstehen und damit umzugehen. Das schreiben die internationalen Expert:innen in einem Artikel im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences. Die Überschrift „Klima-Endspiel: katastrophale Klimawandel-Szenarien erforschen“.
Die Original-Studie: https://www.pnas.org/doi/full/10.1073/pnas.2108146119

Auch wenn es (vermutlich) noch einige Jahrhunderte dauern wird, bis die Menschheit ausstirbt. Die aktuelle Situation ist keineswegs zu unterschätzen. Die Klimakrise in Kombination mit der Ukraine-Krise (und welchen Krisen eigentlich noch so? Wie entwickelt sich Corona, was passiert in Taiwan….). ..führt schon jetzt dazu, dass viele Menschen mit dem Rücken zur Wand stehen…

Ganz ernsthaft (und wir sind keine „Prepper“ oder aber Menschen, die den Weltuntergang für realistisch halten): Wir selber haben heute aber begonnen ein 700 m²-Flächenstück vorzubereiten. Für eine Gemüse-Selbstversorgung. Um die Abhängigkeit von den Schwankungen des Marktes zu reduzieren, um (hoffentlich) unabhängiger von massiv steigenden Lebensmittelpreise zu werden. Der Tiermist unserer Gnadenhoftiere wird nun nicht mehr nur für die Düngungen von Miyawaki-Wäldern und Streuobstwiesen genutzt sondern nun auch, gut abgelagert, für eine Lebensmittel-Selbstversorgung. Ziegen- und Schafsköttel, Hühnermist und Pferdeäppel werden auf einmal wieder zu einem hohen Gut. Zudem heute noch geschaut, wie sich die Blühwiese auf der Selbstversorger-Fläche entwickelt. Im Juni ausgesät, regionales Saatgut. Entwickelt sich sehr gut. Ohne Insekten: Kein Gemüse!

Es ist vielleicht an der Zeit, SOWOHL für eine Selbstwappnung als auch für Wappnung von Städten und Kommunen gegen die Klimakrise aktiv zu werden. Sonst schaut man selber in einigen Jahren ziemlich doof in die Röhre…
Die Fakten liegen offen auf dem Tisch, schon lange…

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Allgemein
Das sich selbst verstärkende Prinzip der Artenvielfalt
Geschrieben:

Unverhoffte Schafbeweidung ☺️🐑🐑🐑🐑
Und: Das sich selbst verstärkende Prinzip der Artenvielfalt 🐦🌺

Auch unser Nachbar am Wulberg beweidet nun seine Wiese mit Schafen – herrlich!
Für die Artenvielfalt ist das sehr förderlich. Für die Seele ein Hochgenuss. ☺️🐑
Entlang der Straße befinden sich hier mittlerweile 2 Streuobstwiesen, viele neu gepflanzte Baumreihen, Blühwiesen ganz unterschiedlicher Art, Baum-Kühlinseln,, ein Miyawaki-Wald, ein kleiner Teich. Es wird und wird…Noch einige Jahre, dann ist das Ziel erreicht.

Mittlerweile sind hier Unmengen an Quadratmetern ausgemagert worden.
Um dort Heu zu machen (das Tiere auch sicher durch den Winter bringt) oder Lebensmittel anzubauen sind diese Flächen allerdings dadurch eher nicht geeignet.
Für eine hohe Biologische Vielfalt durchaus.

Dieses Jahr fällt auf, dass sich „quasi im 2-Wochen-Takt“ bislang nicht dagewesene Arten zeigen, die hier auch never ever ausgesät wurden (vom Venus-Frauenspiegel über
Wiesen-Thymian bis zum gemeinen Wirbeldost). Scheinbar ist der Boden mittlerweile so mager, dass sogar Windflug hier (wieder) eine Rolle spielt (auf sehr nährstoffreichen Flächen
haben viele Wildblumen keine Chance, weil sie gegen nährstoffliebende Gräser „verlieren“).
Und: Wo viele Wildblumen sind, da sind auch viele Insekten. Wo viele Insekten sind, da rauschen auch viele Vögel an, die durch ihren Vogelmist
auch mal das ein oder andere Samenkorn verlieren). So führt eine kontinuierliche Pflege und Vernetzung dazu, dass immer mehr „neue“
Arten dazukommen.
Auf den Fotos z.B. die Wegwarte, blauer Lein, Malven. Wurden an den entsprechenden Stellen (zumindest von mir) niemals ausgesät.
Sind einfach irgendwie dort gewachsen…

Heute einigen Blühwiesenschnitt an die Tiere verfüttert. Ziege „Max“ sieht etwas aus wie Bob Marley.
Und Schweinchen Bärbel freundet sich gerade mit Kaninchen Sky an.

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck

Allgemein
Das nächste Feuchtbiotop ist in Vorbereitung
Geschrieben:

Das nächste Feuchtbiotop ist in Vorbereitung ☺️🐸
Danke an Karsten Wachsmuth, der die Aushubarbeiten vornehmen wird.

Ort: Melle, Gelbe Riede/Lerchenweg

Feuchtbiotope sind eine sehr gute Möglichkeit, Orte klimaresistenter zu gestalten.
In diesem Sommer: Trotz der Trockenheit ist „nur“ ein Teich komplett trockengefallen (allerdings beträgt der Wasserstand bei den anderen Kleingewässern
oft nur noch wenige Zentimeter).
Im Herbst werden gezielt Bäume und dichte Wildgehölze an den Rändern gepflanzt (z.B. Weiden, Vogelbeeren, Schlehe),
um eine hohe Verschattung und eine geringe Verdunstung zu erreichen.

Anders als bei Streuobstwiesen (viele viele Jahre), Blühwiesen (oft mehrere Jahre), Trockensteinmauern (etwa 1 Jahr) sieht man den Erfolg bei Feuchtbiotopen
häufig schon nach wenigen Monaten. Hier srpingen die Frösche um die Wette (im Bild: Tina Teichfrosch mit ihrem Sohn „Tiny Thunfisch“
bei den ersten Schwimmübungen). Viele Teichpflanzen siedeln sich schnell an und versorgen das Wasser mit Sauerstoff.

An der gelben Riede/Lerchenweg entsteht ein Hyper-Biotopkomplex auf kleinem Raum.
Eine kleine Streuobstwiese und 2 Vogelschutzhecken wurden bereits gepflanzt. Ein Blühstreifen ist vorhanden, ebenso eine Trockensteinmauer.
Als nächstes folgt nun der Teich. Die Abwehrkräfte gegen die Klimaerwärmung sind hier nicht unbetrechtlich.

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz