Für den Erhalt des Gnadenhofs Brödel in Melle Westerhausen
Geschrieben:Mehr dazu hier – Blühwiesenmahd durch unsere Gnadenhoftiere
Heute an der Meller Bifurkation gemäht (die ersten 50%) – und eine „Mickymaus geschwitzt“
Die Mahd von Blühwiesen ist teilweise ganz schön anstrengend. Erst wird mit dem Balkenmäher gemäht
und dann das Schnittgut mit Heuharke und Heugabel zu Heustreifen aufgeschichtet. Das ist guter Sport.
500 m² dauern in etwa 2 Stunden.
Seit dem Beginn von Blumiges Melle mittlerweile 14 Kilo abgenommen – ein angenehmer Nebeneffekt.
Auf dem nicht gemähten Teil an der Bifurkation summt und brummt es in allen Tonlagen.
Kein Wunder: Echte Kamille, roter Lein, Blutweidereich, Wilde Möhre etc. etc. sind äußerst attraktive Pollen- und Nektarspender.
Die Jahrhundertblühwiese zwischen Bissendorf und Melle wird ihrem Namen gerecht. So etwas habe ich noch nie gesehen.
Eine unglaubliche Artenvielfalt auf 6000 m². Kornblumen, Sonnenblumen, Wegwarte, Kamille, Schafgarbe, Phacelia, Roter + blauer Lein etc. etc. blühen gleichzeitig (kaum zu glauben aber wahr!!).
Ein Meer von unterschiedlichen Schmetterlingen – auf einem der Fotos ein Pfauenauge.
Es ist sehr gut Blühwiesen zeitversetzt anzulegen, so werden kontinuierlich Pollen und Nektar geliefert.
Und wenn die ersten Wiesen schon (teil)gemäht werden, dann legen andere Flächen erst richtig los 🙂
Hier noch ein kleiner Film:
Sensation! Blühwiesenheumonster in Deutschland gesichtet. Es gibt sie wirklich!!
Es ist wahr. Die Gerüchte über vereinzelt auftretende Blühwiesenheumonster in Deutschland scheinen sich zu bewahrheiten.
Nachdem zunächst einige Sichtungen aus der Region rund um den undurchsichtigen Pfälzer Wald durch die Gazetten geisterten, so scheinen
einzelne Heumonster auch im südlichen Landkreis Osnabrück ihr Unwesen zu treiben.
Blühwiesenheumonster sind scheu wie ein Reh, flink wie ein Hase, leise wie eine Fledermaus und listig wie ein Fuchs.
Sie tarnen sich mit Heu und werden seltenst auf abgemähten Blühwiesen gesichtet – um dort das Heu zu entfernen, einzulagern, zu stibitzen oder zu verfüttern (an sich selbst oder an andere Tiere).
Diese Bilder einer Wildkamera erreichten uns heute.
Clever unter Heu versteckt robbt eines der Blühwiesenheumonster, bewaffnet mit einer Heuharke mit Buchenholzzinken
(die guten Alten) am hellichten Tag (ganz selten!) über eine gemähte Wiese, um das Heu zu Nisthilfen aufzuschichten und eine Blühwiese zu extensivieren.
Sein Brunftschrei jedoch hat es verraten, sodass es mit einem Netz eingefangen werden konnte (siehe Bild, es liegt unter dem Heu).
Raffiniert wie diese Heumonster nunmal sind, nutzte es zum Glück einen unbeobachteten Moment aus, um sich klammheimlich vom Acker zu machen (welche Wortwitz).
Blühwiesenheumonster sind stark! Zwei der Wächter wurden „mir nix Dir nix“ umgeboxt. „Ich gehe doch nicht in den Zoo, Ihr Freaks!, brüllte es.
Diverse Jägerschaften und eine Vielzahl von Helfer versuchten über Stunden, es wieder einzufangen – ohne Erfolg!
Durch einen Geheimtipp einer befreundeten Eule konnten wir es am Abend noch einmal treffen. Es wirkte ganz fidel, freute sich, dass neben den abgemähten
Flächen noch viele Wildblumen blühen. „So soll es sein!“, murmelte es. Und dann vorwurfsvoll: „IHr Menschen seid Volltrottel, Ihr Idioten!
Ihr habt es geschafft, so viel Schaden anzurichten, aber mich kriegt ihr nicht, nie!!! Und die anderen auch nicht!“
Die anderen? Ein ganz erstaunliches Bild tat sich auf: Nessie (das Ding aus Schottland), einige Bigfoots (die geheimen Riesenkreaturen aus
den einsamen Wäldern von Maryland, USA)
und ein Yeti (zu Besuch aus Tibet) saßen an einem Tisch und spielten Karten. „Hier meine Jungs“, nuschelte das Blühwiesenheumonster.
„Wenn jetzt einer Reinhold Messner anruft,
dann breche ich ihm den Arm!“.
In Ordnung, ein Geheimnis soll ein Geheimnis bleiben. Wir Menschen würden die Gestalten eh irgendwo einsperren und zur Schau stellen.
Die Bigfoots grunzten, formten Ihre Riesenpranken zu geballten Fäusten und riefen: „Freiheit oder Tod!“ Nachvollziehbar.
Blühwiesenheumonster schlafen natürlich auch im Heu. Mit den Füßen nach unten (und sie tragen Sneakers):
„Dort quatscht mich keiner voll!“, sagte das Blühwiesenheumonster. Recht hat es. Ok, dann schlaf gut. Bis morgen!
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen, Blühwiesenheumonster retten
http://blumiger-lkos.de
Weitere Fläche für für Tierschutz-, Naturschutz- und Artenschutzmaßnahmen gepachtet.
Gestern haben wir weitere 7000 m² am Wulberg (Melle/Westerhausen) für eine Ausdehnung unserer Projekte angepachtet.
Geplant ist dort die Anlage von Blühwiesen und – nach Rücksprach mit der Stadt – eine Tierhaltung (einige Schafe + Ziegen, evtl. unsere beiden Ponys).
Denn: Stillstand bedeutet Rückschritt. Und das können wir uns im Tier- und Naturschutz nicht erlauben.
Gnadenhof „Brödel“ Melle + Blumiges Melle + Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Tiere schützen, Insektensterben stoppen
http://gnadenhof-melle.de, http://blumiges-melle.de, http://blumiger-lkos.de
Was für ein KRACHER!!!!
Wir sind nomininert für den Niedersächsischen Umweltpreis 2018
(Platz 1, 2 oder 3).
Ausgezeichnet wird das Gemeinschaftsprojekt „Blumiges Melle“ + „Blumiger Landkreis Osnabrück“ 🙂
Ende August wissen wir mehr 🙂
Gnadenhof Melle Westerhausen/ Naturprojekt Kreimerhof Melle/Oldendorf
Umzug des Bauwagens vom Gnadenhof „Brödel“ Westerhausen zum Naturprojekt Kreimerhof
Nachdem die Stadt Melle (Bauamt) uns für den Abbau des Bauwagens auf dem Gnadenhof Brödel in Westerhausen (http://gnadenhof-melle.de)
eine Frist bis zum 1.September gesetzt hat, sind wir gestern dieser Aufforderung nachgekommen.
Der Wagen wurde zum Abend zu unserem Naturprojekt „Kreimerhof“ gezogen.
Ein hervorgehobener Dank gilt an dieser Stelle an Falk Landmeyer für dessen tatkräftige Unterstützung 🙂
(und er wollte noch nicht einmal Geld annehmen).
Hinter den Kulissen wird sich jetzt die Stadt Melle (Bauamt) mit der von uns mit der Wahrung unserer Interessen/Rechtsauffassungen
beauftragten Kanzlei (Funk Tenfelde, https://www.funk-tenfelde.de, darunter machen wir es nicht :-)) zusammensetzen und gemeinsam die Situation erörtern.
Einige Fakten und Rahmenbedingungen haben sich ja geändert (wird in einigen Wochen bekannt gegeben), sodass sich eine sehr sehr komplexe Rechtssituation ergibt.
Was wollen wir? Tier- und Artenschutz first! Und: Wir wollen, dass die Stadt Melle und seine Akteure eine Leuchtturmposition
in Niedersachsen im Umwelt- und Artenschutzbereich einnehmen (z.B. auch (aber nicht nur) durch unsere Projekte).
Gemeinsam können wir das schaffen, ohne jede Frage!
Wir akzeptieren jedoch, dass auch wir dafür Kompromisse eingehen müssen und natürlich auch Elemente des Baurechtes zu beachten haben.
Gestern war ganz schön Action. Jetzt ist die Zeit der Blühwiesenmahd – mit unserem Schweiß die Wiesen gewässert 😉
Wilde Möhe, Rainfarn (ab und zu), Schafgarbe und die Wiesen-Flockenblume stehen oft in voller Blüte.
Auf verschiedenen Flächen 50% der Wiesen gemäht. Nur durch eine mehrmalige Mahd im Jahr bleibt das Artenreichtum der Wiesen erhalten.
Damit die Insekten nicht plötzlich verhungern werden aber nur Teile der Areale gemäht. Der Rest der Teilflächen folgt in ca. 3 bis 4 Wochen.
Und Karsten Wachsmuth gibt ordentlich Gas. Die Gnadenhoffläche „Am Kreimerhof“ (http://gnadenhof-melle.de) wird stetig ausgebaut,
sodass dort bald die ersten Tiere einziehen werden.
Und anbei noch einige Bilder von der (jetzt amtlichen) Jahrhunderblühwiese zwischen Melle und Bissendorf.
Melle: Blühwiese blüht von 9.30 bis 12.30 Uhr
Ein echtes Phänomen. Die Blühwiese in Melle/Westerhausen auf unserem Gnadenhofgelände (http://gnadenhof-melle.de),
welche im Auftrag der Heinz Sielmann Stiftung wissenschaftlich untersucht wird,
blüht aktuell zwischen 9.30 und 12.30 Uhr besonders intensiv.
Der Grund ist das dort wachsende Ferkelkraut. Dieses öffnet seine Blüten nur an sonnigen Tagen und nur vormittags.
Es sieht toll aus, goldgelb 🙂
Ansonsten sind dort unterschiedliche Malven, Wilde Möhre, Königskerzen und Natternkopf zu sehen.
Aktuell lassen wir unsere Tiere dort nicht grasen, damit die Wiese erst einmal wieder ordentlich hochwächst.