Der Zustand von „Harriet“ hat sich rapide verschlechtert.
Trotz Tierarzt, Selen-Booster und häufiger Flasche.
Wir haben die kleine Maus und ihre Mutter nun in einen separaten Stall gebracht.
Neben einer Rotlicht-Wärme-Lampe kommt zudem eine Zwangsbefütterungs-Magensonde zum Einsatz,
da das kleine Lamm keinerlei Saugreflex mehr zeigt.
Nach der Fütterung folgt eine konstante Magenmassage.
Eine Menge Lämmer haben wir mittlerweile durchgebracht, aber dieses ist ein schwieriger Fall.
Die Mutter wird nach wie vor regelmäßig abgemolken, da sich ansonsten das Euter entzünden kann.
Wir hoffen weiter und schauen regelmäßig nach dem kleinen Winzling.
Mittlerweile ist sie 33 Stunden auf der Welt, der Zustand geht jedoch in die falsche Richtung.
Die ersten 24 Stunden hat Harriet geschafft.
Wenn alles gut geht, dann übernimmt sie die Leitung der Blühwiesen-Beweidungs-Brigade Nord-Nord-Ost „Rote Morgensonne“
im Rahmen des Insektenschutzprojektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“.
Vorhin noch zum Tierarzt gerast. Wenn Lämmer sich bewegen aber der Saugreflex „nicht funktioniert“,
dann kann das unter Umständen an einem Selenmangel liegen.
Unsere Tiere haben zwar an ihrer Mineraltankstelle natürlich auch eine Schaf-Mineral-Leckschale (mit eben jenem Selen),
aber dennoch kann dieser Mangel zuweilen bei Lämmern auftreten.
Also gleich eine ganze Batterie „Boviferm Kälberbooster“ besorgt, um auch auf Vorrat was zu haben.
Das Zeug ist eine „volle Dröhnung“. Enthält Stoffe zum Aufbau einer gesunden Darmflora,
zig Vitamine, Bierhefe, reichlich Selen-Kombinationen und Eisen. Man erschrickt sich zunächst ein bisschen, weil Reste davon blutrot aus dem Mund laufen.
Gerade nochmal die Flasche gegeben. 24 Stunden sind mittlerweile nun vorbei, jetzt können keine Antikörper mehr aus dem Kolostrum aufgenommen werden.
„Leitung der Blühwiesen-Beweidungs-Brigade Nord-Nord-Ost „Rote Morgensonne““?, murmelte es schläfrig.
„Was soll das sein?“
„Erklär ich Dir ein anderes Mal. Schlaf Dich erst mal aus.“
Hat sich dann auch sofort hingelegt, windgeschützt hinter den Ziegen-Kletter-Stämmen und direkt in der Sonne.
Über den Berg ist es noch lange nicht. Die ersten 72 Stunden sind entscheidend.
Danke an Marion B. und an Monika V. für zwei Spenden. Total nett 🙂
Das Geld haben wir heute früh in den Tierarztbesuch investiert. Danke Euch.
Sobald etwas mehr Zeit ist bekommt Ihr noch einen Platz in unserer Hall of Fame: https://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/
Das Lamm ist nach wie vor wohlauf. Eine etwas ungewöhnliche Nacht war es ja schon.
Im Stall gemeinsam mit Schafen und Ziegen. Der Geruch ist, naja, sagen wir mal „speziell“.
Ab und zu schauten die Ponys vorbei, was denn der Alte da wohl will.
Irgendwann wurde es dann doch ziemlich frisch, also die Tür geschlossen.
Durch die Wärme der Tiere war es innen aber aber konstant deutlich über 0 Grad, irgendwie sogar ganz gemütlich.
Das kleine Lamm „Harriet“ will einfach nicht von alleine trinken.
Also alle paar Stunden frische Beastmilch von der Mutter abgemolken und dem kleinen Zwerg mit der Flasche gegeben.
Hier hat es heute Nacht ein wenig geschneit. Im Stall (es ist ein mobiles Weidezelt) hörte man die Schneeflocken auf das Dach rieseln.
Im Radio dudelte WDR 5 und ab und an gab es heißen Tee. Gab schon deutlich schlimmere Nächte.
Gerade eben flitzten Schafmutti „Schocki“ und der Zwerg (genau genommen ist es eine Zwergin) munter über die Weide. Das sieht gut aus. 🙂
Die erste Nacht ist geschafft. Mit etwas Glück kommt sie durch. In einigen Stunden gibt es noch mal Kolostrum, anschließend wird dann auf normale
Lämmermilch umgestiegen.
Den Odeur an meinen Klamotten werde ich vermarkten. Wird der letzte Duftschrei in Paris.
Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
Ok, ein Problem.
Das neu geborene Lamm trinkt nicht eigenständig und wurde zuletzt immer schwächer.
Die Mutter hat es zwar angenommen und kümmert sich rührend, aber die kleine Maus will einfach nicht selbständig Milch aufnehmen.
Genügend Milch ist vorhanden, das Euter ist voll, die Zitzen geben es problemlos frei. Wir haben uns das jetzt einige Zeit lang angeschaut und dann gehandelt.
Das Mutterschaf wurde fixiert und eine ganze Menge Kolostrum-Milch abgemolken.
Hintergrund: Trinken Lämmer nicht in den ersten 24 Stunden eine ganze Menge Kolostrum (Beast-Milch),
dann haben sie im Leben kaum eine Chance. Manchmal überleben sie zwar auch mit normaler „Lämmermilch“, verkümmern aber häufig,
sind oft krank und haben (mangels der vorhandenen Abwehrstoffe im Kolostrum) nicht genügend Antikörper entwickelt.
Nachdem „Harriet“ die Flasche dann bekam hat sich immerhin ein schwacher Saugreflex gezeigt.
Ob sie wollte oder nicht: Sie musste alles fein austrinken, sonst gibt es morgen schlechtes Wetter.
Man hat richtig gemerkt, wie sie ca. 30 Minuten später schon wieder zu Kräften kam.
Herzzerreissend: Als das kleine Lamm gesäugt wurde rannte das Mutterschaf „Schoki“ völlig panisch durch die Gegend und rief aufgeregt nach ihrer kleinen Tochter.
Kurze Zeit später war aber alles wieder gut. Schafe sind keinesweg so doof, wie man ihnen nachsagt (ok, Fragen zur Quantenphysik werden meist geflissentlich ignoriert).
Schoki hat sich in dieser kalten Nacht entschieden, das kleine Lamm in einen windgeschützten Container zu locken, mit anderen Schafen als Zusatzwärme.
Werd auch gleich mal ne Iso-Matte, Schlafsack, Radio und ne Thermoskanne zusammenpacken.
Heute Nacht wird im Stall gepennt. Alle paar Stunden raus und die Flasche geben.
Harriett kriegen wir schon in die Spur, hoffentlich, ein Risiko bleibt immer …
Heute noch mal mit Indiana Jones in der Tierklinik Melle Markendorf gewesen (sehr sehr sehr gute Behandlung!).
Der kleine Kerl hat es geschafft und (endlich mal) Glück gehabt.
Beide Augen behalten ihre Sehfähigkeit, es braucht kein Auge herausoperiert zu werden.
Es wird zwar einige Schmisse und Narben behalten, und auch das eine Augenlid ist irreversibel beschädigt,
aber das wirkt verwegen und interessant :-/
Hintergrund: Trotz Kastration wurde er eines Nachts von zwei seiner Kollegen böse attackiert.
Aktuell leben die Tiere getrennt voneinander in Außengehegen.
Tja, komm ich nach hause. Watt is da los? Nachwuchs 🙂
Ein winziges, miniminimini, winziiiieeeges Schaf. Ein Kind von unserem Quessant-Schaf „Schocki“.
Quessant-Schafe sind eh schon die kleinsten Schafrasse der Welt.
Das kleine Ding ist so groß wie ein Zwergkaninchen, aber schon ganz munter auf den Beinchen – und zeigt vor niemandem Respekt! Ponys? Kommt mal her, ich zeig Euch mal was! 🙂 🙂
Hat auch schon getrunken.
Es ist eine „sie“ und wird den Namen „Harriet“ tragen (nach „Harriet Tubman“,
eine Fluchthelferin der Hilfsorganisation „Underground Railroad“.
Etwa von 1850 an half sie entlaufenen Sklaven aus den Südstaaten in die Nordstaaten der USA oder nach Kanada zu fliehen).
Lebt jetzt „im Geiste“ bei uns weiter…
Mit etwas Glück kommt „Indiana Jones“ mit einem blauen Auge davon.
Und: Kaninchen „Rex“ gewöhnt sich langsam ein.
Unser kleines Meerschweinchen „Indiana Jones“ wurde ja eines Nachts übel von seinen (mittlerweile getrennten) Kollegen angegriffen.
Schwere Bisswunden, ein Stück vom Augenlid abgerissen, beide Ohren derbe zerfleddert, an einem Ohr fehlt ein großes Stück.
Zu allem Unglück war dann scheinbar auch noch das andere Auge evtl. durch ein Stück Einstreu gereizt und wurde schon „milchig“…
Der arme kleine Kerl.
Am nächsten Tag waren wir mit ihm in der Tierklinik und es stand sogar zur Diskussion, dass eines der Augen entfernt werden muss.
Eine Woche ist es jetzt her. Ganz ausgestanden ist es noch nicht, aber die verschriebene Salbe wirkt Wunder.
Das gereizte Auge sieht schon fast aus wie früher und das attackierte Auge ist zwar noch dick und geschwollen (das Augenlid ist leider irreversibel geschädigt
und verschorft gerade), aber es ist denkbar, dass die Sehfähigkeit erhalten bleibt.
Nächste Woche wieder ein Termin in der Tierklinik, dann wissen wir mehr.
Hoffentlich geht es gut, irgendwann muss die Pechsträhne von „Indiana Jones“ auch mal aufhören.
Eines ist schon sicher: Wenn das ganze ausgestanden und er wieder „auf dem Damm“ ist, dann wird er der neue Mitbewohner der beiden Weibchen.
Die beiden Krawallo-Böcke leben dann im Nachbargehege, getrennt durch einen Kaninchendraht. Sicher ist sicher.
Der kleine Kaninchenbock „Rex“ (seit gestern bei uns) hat sich schon gut in seinem neuen zu Hause eingelebt. Er lag schon viel in der Sonne, hat Kontakt zu den anderen Kaninchen aufgenommen (ohne Zoff, sehr harmonisch)
und hat schon ein kleines Areal gefunden, welches jetzt ihm gehört.
Manchmal sitzt er aber auch noch sehr ängstlich unter einem Stall, futtert aber schon munter Kohlbätter und einen Apfel.
Die Schweinchen und Ziegen liegen zufrieden in der Sonne und genießen ihren Mittagschlaf.
Und wir? Wir räumen auf, bringen Nisthilfen für das Frühjahr an, räumen noch mehr auf… denn für kommende Woche hat sich hoher politischer Besuch angekündigt.
Soll ja niemand sagen beim Gnadenhof Brödel sieht es aus „wie bei Hempels unterm Sofa“.
Naja, manchmal ist das schon mal so 😉
Das Aufräumen kommt in der Hierarchie erst nach allen anderen Tätigkeiten.
Aber „Familie Hempel“, „Karl Arsch“ und „Gnümpf inne Strümpf“
sind trotz unaufgeräumter Sofas (also da drunter) bestimmt ansonsten ziemlich in Ordnung 🙂
Heute ein weiteres kleines Kaninchen aufgenommen: Den kleinen „Rex“.
Das kastrierte und geimpfte Männchen ist heute bei uns eingezogen. An seinem bisherigen Platz gab es große Probleme mit zwei anderen Böcken.
Zunächst einmal wurde der kleine Kerl in ein „Erstmal-Ankommen-Gehege“ gesteckt, in welchem er durch einen Zaun getrennt vorsichtig die andere Rasselbande kennenlernen kann.
Bei uns leben primär kastrierte Bökchen. Bislang haben wir die Erfahrung gemacht, dass es recht gut klappt, wenn alle genügend Platz haben (und sich auch mal aus dem Weg
gehen können, wie bei uns Menschen ;-)).
Der kleine Neuankömmling wird nun regelmäßig beobachtet und stößt dann bald zu den Anderen dazu.
Viel viel Auslauf, viele Nischen, Tunnel, separate Ställe und und und.
Heute war ein sonniger Tag. Die meisten „Alteingesessenen“ dösten in der Sonne und interessierten sich erstmal nicht so viel für den neuen Kollegen, der ganz aufgeregt
und verschüchtert in seinem Gehege saß. Wird schon 🙂 Zur Begrüßung gab es Salat und Möhren. 🙂
Der Weihnachtsbaum ist komplett aufgefuttert, also ist jetzt Frühling.
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