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Allgemein
Zeit für eine neue Bewegung!!!
Geschrieben:

Zeit für etwas Großes? Zeit für eine neue Bewegung!!!
Insektensterben? Artensterben? Pestizidrückstande überall?
Die neue Bewegung startet JETZT!!!

Überall im Lande bilden sich neue Kleingruppen, haben Menschen es so dermaßen satt, den „ausgetretenen Pfaden“ weiter zu folgen.
„Wir können ja nichts machen?!“ – Blödsinn hoch drei!
Wir können ALLES machen und VERÄNDERN!
Es knistert, und wie!!! Nur ein Teil davon (Heute ein großartiges Treffen in Melle/Oldendorf erlebt):
Solidarische Landwirtschaft, gesunde Ernährung für uns alle, ohne todbringende Pestizide, Monokulturen und Lobbyismus.
Wer weiter denkt, kauft näher ein! Heute in Melle/Oldendorf gewesen und ein Bieterangebot gemacht! Das macht Mut!!!
Der Markt sind wir alle!

Während es früher hieß: Sorgen wir für gute Bedingungen für zukünftige Generationen,
so ist der Zeitpunkt gekommen, an welchem wir SELBER betroffen sind!
Heute in großartiges Treffen in Melle/Oldendorf auf dem Hof von Familie Lau gehabt:

https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1716896/in-melle-gruendet-sich-die-solidarische-landwirtschaft

Über 20 Personen waren vor Ort. Die Energie spürte man in allen Haarspitzen. Glühende Ohren,
Euphorie in den Stimmen, so viel wie in den letzten 20 Jahren nirgendwo erlebt, es passiert endlich was! Großartig!!!
Selbst Menschen, welche aufgrund von schlechten Erfahrungen zuletzt konsterniert waren,
waren nun mit wieder mit vollem Elan dabei….

Wie kann das sein?

Soldarische Landwirtschaft?
Nun: Nahrungsmittel werden lokal angebaut, ökologisch nachhaltig und ohne todbringende Pestizide.
JedEr BürgerIn hat die Möglichkeit, hier Anteile zu erwerben.
Heisst: Man hat die Möglichkeit vor Ort zu sehen, wie die Nahrungsmittel angebaut werden und zahlt einen monatlichen Obolus,
um „vor Ort“ keinen Schaden an Flora & Fauna anzurichten, sondern im Gegenteil!!
Nahrungsmittel im Einklang mit der Natur, ohne Zwischenhändler!
Jede Woche holt man sich „seinen Anteil“ an ökologischen Lebensmitteln ab.

[Um nicht falsch verstanden zu werden: „Zwischenhandel“ ist nicht per se schlecht. Bei Bioläden vor Ort sogar explizit gut!]

Wir geben im Rahmen solidarischer Landwirtschaft einen „Auftrag“ an einen ökologisch orientieren Bauern vor Ort.
Dafür zahlen wir und haben die Möglichkeit mitzuwirken, geniessen Transparenz, können uns ein Bild machen, und verzehren, was die regionalen Böden
hergeben. Ohne Unterstützung der Landwirtschaft werden wir never ever dem Artensterben Einhalt gebieten.
Wir haben es alle in der Hand! Gemeinsam!

https://www.solidarische-landwirtschaft.org/solawis-finden/auflistung/solawis/

Mitmachen! Unterstützen! Geld zahlen und eine faire ÖKOLOGISCHE Gegenleistung erhalten.

Wir kämpfen gegen Windmühlen?
Oh Nein, ein Schwarm ist größer als ein Felsbrocken Sturheit und interessengesteuerter Profit-Lobbyismus!
Die Veränderung erleben wir nun selbst!

https://www.solidarische-landwirtschaft.org/solawis-finden/auflistung/solawis/
Insektenrettung.de
Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de

Allgemein
Start des Öko-Schul-Nachbarschafts- und Mitmach-Gartenprojektes in Melle-Westerhausen.
Geschrieben:

Start des Öko-Schul-Nachbarschafts- und Mitmach-Gartenprojektes in Melle-Westerhausen.
300 m² Boden haben sich innerhalb von 5 Stunden (wohlgemerkt an einem Samstag !)
in einen tollen Öko-Garten verwandelt. Danke an die IGS Melle (insbesondere an Lehrerin Frau Remmers) und Simone Brockmann.
Die Schüler haben ordentlich geackert – im wahrsten Sinne des Wortes.
Jede Menge Tier-Hinterlassenschaften des Gnadenhofes Brödel Melle (http://gnadenhof-melle.de) wurden zunächst in den
Boden eingearbeitet. Anschließend wurden Wege angelegt und ein Kartoffelturm wurde gebaut.
Die Energie der Jugendlichen war kaum zu bändigen.
Kürbis, Blumenkohl, Gurken, Radieschen, Zucchinie, Kartoffeln und Bohnen wurden ausgesät.
Ein fantastischer Einsatz der Schüler der IGS-Melle.

Die blühenden Tagetes sind ein wichtiger Beitrag gegen Fadenwürmer, die ansonsten gerne mal das Gemüse auffuttern. Durch den Geruch der Tagetes
werden diese angelockt und bleiben dann dort – ohne sich weiter um das Gemüse zu kümmern.

http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de

Allgemein
Interesse am Insektenschutztag in Venne bricht alle Dämme
Geschrieben:

Das Interesse am Insektenschutz-Aktionstag in Venne „bricht alle Dämme“. Soeben hat sich der NDR gemeldet.
Diese wollen nun nicht mehr „nur“ Niedersachsenweit sondern sogar Norddeutschlandweit berichten.
Sehr gut 🙂
Auch der Landrat Herr Dr. Lübbersmann hat sich angekündigt.
Die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land verkündet eine Förderung des Projektes.
Das regionale Spitzensatgut ist heute auch angekommen.

Programm (in Kurzform) und offizielle Pressemitteilung hier:

Montag, 6. Mai (8.30 Uhr): Treffpunkt aller Beteiligten in Venne auf der Mühleninsel, Aussaat der ersten Teilfläche gemeinsam mit der Grundschule „Mühlenbachschule“

Gegen 10.00 Uhr: Aussaat einer durch einen Landwirt angelegten Fläche. Mindener Weg 8, Venne

14.00 Uhr: Friedhof Venne (Hauptstraße/Am Friedhof), Aussaat mehrerer Flächen

15.00 Uhr: Erneut Treffpunkt an der Mühleninsel, Aussaat einer weiteren Fläche, gemeinsam mit der Grundschule „Mühlenbachschule“

Ab 15:45 Uhr: Ankunft am Golfplatz des Golfclub Varus e.V.
Im Schlingerort 5
D-49179 Ostercappeln-Venne

Ab dann: Liveberichte und weitere Aussaat einer Teilfläche

Die Pressemeldung:

Großaktionstag in Venne am 6. Mai gegen das Insektensterben und für eine höhere Artenvielfalt

Im Rahmen des ehrenamtlichen Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück, Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen“
beteiligen sich am 6. Mai eine Viezahl von Akteuren an der Anlage insektenfreundlicher Blühwiesen.
Mitgestalter sind die Firma Häcker Küchen GmbH & Co. KG, der Heimat- und Wanderverein Venne, der Golfclub Varus e.V.,
die Walburgis Kirchengemeinde Venne, die Grundschule Venne, die Gemeinde Ostercappeln, die gUG Umweltschutz und Lebenshilfe aus Melle (Projektinitiator) und verschiedenen Privatpersonen.

In Venne werden an insgesamt 6 Standorten Blühwiesen, basierend auf regionalem Saatgut, angelegt.
Auch ein Kamerateam des NDR hat sich angekündigt. Die Berichterstattung erfolgt „Norddeutschlandweit“.

Kai Behncke, ehrenamtlicher Geschäftsführer der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe: „Allen Beteiligten gebührt ein hervorgehobener Dank. Der Aktionstag in Venne
stellt im Rahmen des Projektes Blumiger Landkreis Osnabrück die bislang größte gemeinsam durchgeführte Aktivität dar – das ist ein tolles Zeichen für den Artenschutz,
auch über den Landkreis hinaus. Ein besonderer Dank gilt zudem der Firma Häcker Küchen GmbH & Co. KG, welche einen hohen Betrag für das Projekt gespendet hat
und dadurch den Aktionstag ermöglicht.“

In Abstimmung mit dem Landrat Dr. Michael Lübbersmann hat zudem auch die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land eine Förderung des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück PLUS“ zugesagt.
Neben der Anlage insektenfreundlicher Blühwiesen wird hierbei auch eine schonende Blühwiesenbeweidung durch Gnadenhoftiere des Gnadenhofs „Brödel“ aus Melle (http://gnadenhof-melle.de) unterstützt.
Zudem steht die Schaffung von Nisthilfen durch Totholz-Areale im Blickpunkt des Projektes.
Ein weiteres Ziel ist die Schaffung eines Blühwiesenkorridors von Hagen a.T.W. bis zur „Blühwiesenhauptstadt“ Melle sowie von Melle bis nach Ostercappeln.

Zudem werden im Rahmen des Projektes verschiedene Landwirte bei der Schaffung artenreicher Blühwiesen finanziell unterstützt.

Karsten Wachsmuth, Projektgestaltet von Blumiger Landkreis Osnabrück: „Wir danken der Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land und Landrat Michael Lübbersmann.
Wir sind überwältigt davon, wie viele Menschen sich mittlerweile für das Projekt engagieren. Insbesondere die Gestaltung des Blühwiesenkorridors hat eine hervorgehobene Bedeutung für uns, da erst dadurch eine für den genetischen Austausch wichtige Vernetzung ermöglicht wird.“

Dr. Michael Lübbermannn, Landrat des Landkreises Osnabrück: „Nie waren unsere heimischen Insekten bedrohter als heute,
deshalb haben für den Landkreis Osnabrück die Insektenschutzprojekte höchste Priorität. So konnten in den letzten Jahren durch die Projekte „Blumiges Melle“ und „Blumiger Landkreis Osnabrück“
nahezu 120 Blühwiesen im Umfang von etwa 250.000 m² ehrenamtlich angelegt und gepflegt werden. Dank des außerordentlichen Engagement aller Projektbeteiligten
und Förderer konnten diese tolle Projekte umgesetzt werden. Nun sollen weitere Blühwiesen und insbesondere Brut- und Nisthilfen geschaffen werden.
Ziel ist es, die wichtigen Blühwiesen noch flächendeckender für das Osnabrücker Land zu entwickeln. Dabei sollten die Blühwiesen wieder im Sinne praxisnaher
Umweltbildung mit Schulklassen angelegt werden. Wir begrüßen dieses Engagement ganz ausdrücklich.“

Ralf Hellige, Bereichsleiter Vorstandsstab, äußert im Namen der Sparkassenstiftung Osnabrücker Land:
„Der Natur- und Umweltschutz ist der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück ein wichtiges Anliegen.
Daher engagieren wir uns sehr gerne für dieses tolle Vorhaben. Wir möchten ausdrücklich allen danken, die durch ihr großes persönliches Engagement
zum Schutz der heimischen Insekten beigetragen haben.“

Kai Behncke: „Auch die Unterstützung der Landwirtschaft gerät immer stärker in den Fokus des Projektes. Bäuerinnen und Bauern genießen bei der Förderung der Biodiversität eine hervorgehobene Rolle.
Aufgrund der angespannten ökonomischen Situation vieler Betriebe verdienen diese dabei unserer aller Unterstützung. Wir als Gesellschaft, jeder Einzelne, kann hierbei etwas
tun und beispielsweise Bio-Produkte erwerben oder Landwirte
gezielt durch die Zahlung eines angemessenen Produktpreises und den Abkauf direkt vom Hof, fördern. Auch eine Beteiligung und die Zahlung eines Monatspreises innerhalb der „solidarischen Landwirtschaft“
sind probate Aktionsmittel zut Förderung der ökologischen Landwirtschaft.
Wenn wir ökologisch nachhaltige Produktionsweisen wollen, dann müssen wir als Gesellschaft auch bereit sein, unsere Portemonnaies dafür ggf. sogar weit zu öffnen – es ist unmöglich,
dass Landwirte diese Herausforderungen finanziell alleine stemmen können.“

Innerhalb des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wurden seit 2017 in ca. 4500 ehrenamtlichen Stunden bis zum jetzigen Zeitpunkt 120 Blühwiesen, oftmals gemeinsam mit Schulklassen, angelegt.
Beteiligt haben sich in Kooperation mit der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe aus Melle viele Schulklassen, Firmen, Vereine, unterschiedliche Kommunen, Landwirte und viele Privatpersonen.
Auch diverse Jägerschaften haben im Landkreis wertvolle Biotope für Insekten geschaffen. Die BUND-Kreisgruppe Osnabrück gehört ebenso zu den wichtigen Förderern von Blühwiesen im südlichen Landkreis, genauso wie die
„Naturfreunde Glandorf e.V.“. In der Stadt Osnabrück genießt das „Bienenbündnis Osnabrück“ eine wichtige BEdeutung.

Die Standorte der Blühflächen im Landkreis sind unter der URL http://insektenrettung.de/den-standort-einer-bluehwiese-planen-2/ einsehbar.
In der Bundesweiten Blühwiesenliga (http://bluehwiesenliga.de), in welcher Deutschlandweit viele Gemeinden, Städte und Akteure ihre Blühflächen zur Planung einer gezielten Vernetzung eintragen,
befinden sich mit Melle, Bissendorf und Dissen am Teutoburger Wald insgesamt drei Städte/Kommunen aus dem Landkreis Osnabrück in den „Top Ten“.

In Niedersachsen leben etwa 360 Wildbienenarten, von denen sehr viele bedroht sind. Da Wildbienen, anders als die Honigbiene,
nur sehr geringe Flugradien aufweisen (je nach Art zuweilen nur mehrere Hundert Meter) ist es wichtig, eine räumliche Vernetzung von artenreichen Blüh-Biotopen zu fördern.
Nur dadurch ist ein regionsübergreifender genetischer Austausch möglich, welcher elementar für eine Arterhaltung ist.

Karsten Wachsmuth: „Das bislang Erreichte insbesondere im südlichen Landkreis Osnabrück ist einmalig. Bundesweit existiert nach unseren Kenntnissen nirgendwo eine solche Blühwiesendichte wie hier.
Das muss Ansporn sein, noch viel viel mehr zu schaffen. Es gibt keinen Grund, zufrieden sein und sich zurückzulehnen – dafür ist die Situation schlichtweg zu dramtisch!. Unser Ziel ist es den Landkreis Osnabrück
zu einer Besonderheit für den Artenschutz auszubauen. Das funktioniert jedoch nur, wenn alle Menschen mitmachen – wir können das gemeinsam schaffen. Es ist mehr als nur eine Vision!
Das wäre zudem nicht nur für den Tourismus ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal. In Ergänzung des Natur- und UNESCO Geoparks TERRA.vita wollen wir hier bunte, artenreiche und nachhaltige Zeichen setzen.“

Das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wird bundesweit durch unterschiedliche Stiftungen unterstützt.
Neben der Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land, der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, der Beatrice Nolte Stiftung für Natur- und Umweltschutz (Lübeck),
der Europa Möbel Umweltstiftung (Bayern), der Haarmann Stiftung Umwelt und Natur, der Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück, der Tierschutz-Stiftung Wolfgang Bösche (Braunschweig),
dem Landschaftsverband Osnabrücker Land und dem Netzwerk Blühende Landschaft wird das Projekt beispielsweise auch durch die Unternehmen „SPIES Packaging“,“Häcker Küchen GmbH & Co. KG“, „Runge GmbH & Co. KG“, „Zentrale Autoglas GmbH“
„Ost&Koch Immobilien GmbH“, „cool it Isoliersysteme GmbH“, „Tischlerei Huth“,“LVM Versicherung Frank Strötzel“, „Georgs Bioladen“ (Melle), „Hof Luckmann“, „Atelier Schimmöller – Innenarchitektur, Tischlerei“ durch Spenden gefördert. Auch der VFL Osnabrück hat sich bereits an einer gemeinsamen Aktivität beteiligt.

Die Webseite des Projektes lautet:
http://blumiger-lkos.de

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

Auf den Bildern hier (Quelle: gUG Umweltschutz und Lebenshilfe):
Nur noch wenige Tage: Die Wiesen-Margerite steht kurz vor der Blüte. Für mehr Wildheit und farbenfrohe Wildblumenwiesen zum Wohle aller Lebewesen.

Allgemein
Eröffnung des Lehr-Lern-Mitmach-Öko-Biogartens
Geschrieben:

Am Samstag ist es soweit. Vielen haben an der Vorbereitung mitgewirkt. Danke insbesondere an Simone Brockmann und Karsten Wachsmuth. Der Öko-Lehr-Lern-Mitmach-Garten in Melle wird eröffnet:-)

Die offizielle Meldung:
Am Samstag, 4. Mai (ab 10.00 Uhr, Am Wulberg 31 in Melle/Westerhausen) findet die Einweihung des ökologischen Lehr- und Lerngartens für Schulklassen und Nachbarschaftsanlieger in Melle statt.

Auf 300 m² wird hier ohne jeglichen Einsatz von Pestiziden oder Kunstdünger Gemüse aller Art angebaut und dann kostenlos an alle Beteiligten sowie in der Nachbarschaft verteilt.
Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulen können hier praktische Erfahrungen im Gemüseanbau machen und lernen mittels welcher nachhaltiger Anbau-Methoden Gemüse gepflanzt und geernet werden kann.
Durch das Projekt soll eine besondere Wertschätzung für Lebensmittel gefördert und zugleich dargestellt werden,
dass ein effektives Gärtnern auch ohne chemische Pestizide möglich ist.
Die Grundschule Westerhausen und die IGS Melle sind die ersten Projektpartner des ökologischen Lehr- und Lernprojektes.

Simone Brockmann, ehrenamtliche Aktive der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe und Leiterin des Projektes:

„Ich hoffe, dass die Schüler durch dieses Projekt das Gemüse und somit ihre Arbeit wertschätzen und vielleicht in Zukunft sich und ihre Eltern dazu bewegen können, auf dem Markt oder im Bioladen ihr Gemüse zu kaufen oder vielleicht, wenn es richtig gut läuft, selbst Gemüse anzubauen.“

Kai Behncke, ehrenamtlicher Geschäftsführer der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe: „Wenn Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrer aktiv Zeit in die Anpflanzung von Gemüse investieren,
dann erhält dieses eine ganz andere Wertigkeit.
Ökologisch nachhaltige Produkte können nur durch intensiven Einsatz und unter Nutzung besonderen Wissens produziert werden. Wollen wir dem Artensterben Einhalt gebieten, dann
benötigen wir viel mehr Betriebe, die diesen Weg gehen. Und viel mehr Menschen, die bereit sind Menschen für diesen Einsatz auch angemessen zu bezahlen.“

Innerhalb des bio-ökologischen Projektes werden zur Düngung die Tier-Hinterlassenschaften des Gnadenhofs Brödel sowie Humus aus Regenwurmkompostierungen verwertet.
Um das Gemüse vor schädlichen Einflüssen zu schützen werden unterschiedliche Nützlinge (z.B. Marienkäfer, Florfliegen) gezielt eingesetzt.
Zudem existieren eine Vielzahl ökologischer Tricks, um z.B. unerwünschten Beikräutern oder für das Gemüse schädlichen Einflüssen entgegen zu wirken.
Kümmel und Meerrettich sind beispielsweise ein effektives Mittel, um Kartoffelkäfer fernzuhalten.
Radieschen sind wirksam gegen Fraßschädlinge wie Erdflöhe, auf dem Gnadenhof gehaltene Laufenten kümmern sich um eventuellen Schneckenbefall und angepflanzte Linien aus Tagetes helfen gegen für Gemüse schädliche Nematoden.
Um Kartoffeln oder Kohl zu schützen, hat sich die zudem von Insekten gerne beflogene Ringelblume bewährt.

Innerhalb des Projektes werden zudem speziell angesetzte Jauchen aus beispielsweise Brennnesseln oder Schachtelhalm dafür sorgen,
dass das Gemüse großflächig zu einer Ernte kommen kann.
Als Kartoffelpflanzen werden aus dem Bio-Anbau erworbene Pflanzkartoffeln der Sorten
„Blaue Schweden“, „Rote Emmalie“, „Aran Victory“ und „Antonia“ eingesetzt.

Kai Behncke: „Im Spätsommer planen wir ein gemeinschaftliches Erntefest, damit alle Beteiligten auch die Früchte ihrer Arbeit ernten können.
Es freut uns sehr, dass das Projekt einen so guten Zuspruch erfährt. Ökologische Alternativen zu ausgetretenen Pfaden sind wichtiger denn je. Es zeigt auch, dass Themen wie Klimaerwärmung und Artensterben Dinge sind, welche die Menschen mittlerweile ganz intensiv beschäftigen.
Je mehr Menschen nun aktiv werden, desto besser.“

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Gnadenhof Brödel Melle
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Allgemein
Blaue Pommes aus dem Öko-Lehr-und-Lerngarten
Geschrieben:

In Melle-Oldendorf starten wir an diesem Samstag den
Öko-Lehr-und-Lerngarten auf ca. 300 m². Hier wird, gemeinsam mit Schulklassen und Nachbarn, ökologisch gegärtnert,
frei von jeglichen Pestiziden mit vielen vielen Öko-Tricks
und dem Einsatz von Nützlingen.

Heute jede Menge Bio-Pflanzkartoffeln zum Keimen in die Sonne gelegt.
„Blaue Schweden“, „Rote Emmalie“, „Aran Victory“ und „Antonia“.
So lernen die Kinder, dass Kartoffel auch rot- oder blaufarbig sein können. Gibt dann auch mal blaue Pommes 😉

Gnadenhof Brödel Melle
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Allgemein
Fische fangen an der Nordsee?
Geschrieben:

Fische fangen an der Nordsee? Oder ein Lamm einfangen in Niedersachsen?
Nach nunmehr 10 Tagen ist das kleine Lamm „Lola“ so wieselflink, dass wir es mit Bordmitteln nicht mehr greifen können.
Das Problem: Es trinkt nicht bei der Mutter (diese hat mittlerweile eh kaum noch Milch), sodass wir es nach wie vor per Handflasche säugen müssen.
Bekommt es nicht alle 5 Stunden seine Rationen, dann wäre das schlecht.
Also mit dem Kescher wie bekloppt hinterherrennen, hat man gleich sein morgendliches Sportprogramm absolviert. 🙂
Und unsere Seemansziege „Neptun“ schaut sich alles göttergleich von ganz oben auf dem Holzstapel an und krakehlt: „Na los Fetti,
schneller, gleich latzt Du Dich wieder vollees Programm auf die Nase, hahahahahah“.

Witzig, wirklich sehr witzig! ;-).

Gnadenhof Brödel Melle
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Allgemein
Die gefährlichste Zeit ist geschafft
Geschrieben:

Die „gefährlichste“ Zeit hat das kleine Lamm „Lola“ geschafft.
Die ersten 72 Stunden sind jetzt vorbei und es ist nicht mehr wiederzuerkennen. 😃😃🐮
Nachdem es am Tag der Geburt nicht selber trinken geschweige den aufstehen konnte flitzt es jetzt wie eine Gazelle über die Wiese.
Der Tropfen Selen und der Kälberbooster (direkt 2 Stunden nach der Geburt) hat scheinbar Wunder bewirkt.
Trotzdem sind wir vorsichtig: Es trinkt zwar verstärkt auch schon selber bei der Mutter aber wir geben dennoch noch alle 4-5 Stunden die Flasche.
Auch die Mutti hatte die Geburt stark mitgenommen. Sie kriegt seitem 3 Portionen Kraftfutter am Tag und hat sich ebenfalls gut erholt.
Sie macht einen tollen Job, passt auf, dass niemand dem Lamm zu Nahe kommt und versteckt es nachts immer unter dem Ziegen-Kletterstapel 🙂
Manchmal dauert es eine ganze Weile, bis wir es gefunden haben, ist ja auch ein Osterlamm 🐰😀😊

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen

Allgemein
Und wenn Du denkst es geht nicht mehr….dann passiert plötzlich ein Wunder.
Geschrieben:

Und wenn Du denkst es geht nicht mehr….dann passiert plötzlich ein Wunder.

Das kleine schwarze „Etwas“ wurde gestern früh gegen 8.00 Uhr geboren.
Kurz danach haben wir es gefunden und ihm (mal unter uns) kaum eine Überlebenschance gegeben. Es war noch deutlich schwächer als das
Lamm, welches vor einigen Tagen gestorben war. Es konnte weder selbstständig trinken noch eigenständig aufstehen.
Direkt etwa 2 Stunden nach der Geburt wurde sofort die Mutter gemolken und mit der „Biestmilch“ zudem ein einziger (!) Tropfen Selen und etwas „Kälberbooster“
(4 Tropfen) verabreicht. Dann alle 4 Stunden melken und füttern (zusätzlich noch etwas Pulver-Kollostrum angerührt).
Kontinuierlich wurden von uns etwa 50 Milliliter gegeben (es ist
eine winzige Schafrasse (Ouessant-Schaf), für größere Rassen wäre die Menge natürlich viel zu wenig).
Die zugeführte Milch muss zwigend eine Temperatur von etwa 40 Grad haben. Ist die Milch zu kalt, dann ist das der sichere Tod für Lämmer.

Bereits gestern am Nachmittag konnte das Lamm eigenständig aufstehen und Abends auch schon mal leise rufen.
Die Mutter kümmert sich rührend, weicht nicht von der Seite, wärmt es und passt auf, dass z.B. keine Krähen zu nahe kommen.
Doch was nützt es, wenn es nicht selber trinken kann?

In der Nacht ging es weiter, noch mal 3 Tropfen „Kälberbooster“ zusammen mit der Milch, heute am ganzen Tag die gleiche Action (alerdings dann ohne „Booster“).
Danke auch an Sandra, Tom und Simone.
Heute Nachmittag hat das Lamm dann das erste Mal eigenständig bei der Mutter getrunken, ohne Hilfsmittel oder Ähnliches.
Was für ein Augenblick!!! 🙂 Und vor 1 Stunden flitzte es pfeilschnell über die Wiese (siehe Bild), dass wir Mühe hatten, es einzufangen.
Unsere Störche flogen spontan am Himmel eine Ehrenrunde 🙂
Das Lamm bleibt unter Beobachtung und wird alle paar Stunden kontrolliert und sicherheitshalber, trotz scheinbarer Trinkfähigkeit, zusätzlich
noch mit der Flasche gefüttert.

Es sieht sehr sehr gut aus aktuell 🙂

Gnadenhof Brödel Melle
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https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen

Im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück plus“ (http://blumiger-lkos.de) wird es nun mithelfen, artenreiche Blühwiesen schonend zu beweiden. Es könnte Schlimmeres geben.
Das Projekt gibt uns die Möglichkeit, noch weitere Ziegen und Schafe vor dem Schlachthof zu retten. Im Einsatz für eine Artenvielfalt zu unserer aller Nutzen.
Trotzdem kommt die Woche der Tierarzt und schaut nach unkastrierten Böcken. Dann wird kastriert, geht leider nicht anders…

https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere

Allgemein
Das Gras wächst wieder
Geschrieben:

Die „harte“ Phase auf dem Gnadenhof ist vorbei – jetzt geht es endlich wieder aufwärts 🙂
Von Oktober bis Mitte April ist die Zeit, in der wir sehr viel zufüttern müssen. Da jetzt jedoch Gras und Kräuter mit Karacho wachsen sinken nun auch unsere Heu-Kosten 🙂
Etwas Heu kriegen natürlich alle Tiere nach wie vor, da ein gewisser Rauhfaser-Anteil
für eine gesunde Ernährung unerlässlich ist (insbesondere für Ponys, Schafe und Ziegen), würden die ausschließlich eiweißhaltiges Futter (Gras) kriegen,
dann wäre bald „Schicht im Schacht“.

Eine im Spätsommer letzten Jahres ausgesäte Blühwiese wurde heute eingezäunt und die Tiere freuen sich.
Das Blühwiesen-Saatgut (Mager-Sand-Mischungen) steht kurz vor der Keimung, da ist eine Beweidung noch möglich und sogar förderlich:

„So fördert ein kurzfristiger intensiver Besatz vor Beginn der Vegetationsperiode den Blütenreichtum und führt gekoppelt mit einer
Stoßbeweidung am Ende der Vegetationsperiode zu einer starken Aushagerung der Fläche“ (LLUR).

„Beweidete Sandrasen sind zudem deutlich blütenreicher als unbeweidete Flächen, sodass auch das Blütenangebot für Wildbienen langfristig scheint.
Eine hohe Wildbienen-Diversität korreliert mit geringer Vegetationsdeckung, und trockenen, offenen Bodenverhältnissen“ (Lorenz, Tischew 2015, S. 92).

LLUR, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (2010), Beweidung von Offen- und Halboffenbiotopen

Lorenz, A.; Tischew, S. (2015): Trockene kalkreiche Sandrasen. In: Bunzel-Drüke, M.;
Böhm, C.; Ellwanger, G.; Finck, P. et al., Naturnahe Beweidung und Natura 2000. S. 45-53

Ansonsten wars mal wieder ne kurze Nacht. Bei einigen Schaf- oder Ziegenrassen erleben wir die Lammaufzucht völlig problemfrei, ohne jeglichen Probleme und Schwierigkeiten.
Bei unseren Ouessant-Schafen jedoch ist das definitiv nicht so, also wieder Nachtschichten und die Flasche geben.
Das Lamm nimmt jedoch kontinuierlich an Kraft zu, rennt herum und blökt sogar, sehr gut 🙂

Der Nachwuchs ist eine tolle Sache, trotzdem kommt nächste Woche der Tierarzt mit der Kneifzange vorbei (Kastration).
Die kleine bunte Truppe benötigen wir auch, damit wir im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück (plus)“
für eine entsprechende Blühwiesenbeweidung sorgen können, das fördert die Artenvielfalt.

„Beweidung fördert durch kleinräumig variierende Weideintensität in Verbindung mit standörtlichen Differenzierungen
wesentlich stärker als reine Mahdsysteme die Ausbildung von Lebensraumkomplexen (…).
Eine Reihe von Ressourcen können allein Weideregime bereitstellen: Dung (z.B. als Nahrungsressource für Dungkäfer und -fliegen sowie Substrat für Pilze),
(…) Tierpfade und allgemein Offenbodenstellen, überständige Pflanzenstängel (z.B. als Überwinterungshilfe für Wirbellose) (…)(Jedicke 2015, S. 46, vgl. auch LLUR 2010, S.9).

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
Schonenden Blühwiesenpflege durch den Gnadenhof Brödel Melle
http://blumiger-lkos.de
http://gnadenhof-melle.de

https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere
https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen

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Ein Osterwunder! Lotti lebt weiter!
Geschrieben:

Ein Osterwunder!!!

Eigentlich sollte dieses kleine Schaf in den nächsten Tagen am Spies und auf diversen Tellern landen…
Landet es aber nicht! Es lebt weiter!!

Danke an Alegra C. und Ami (ich bin nicht sicher, ob ich den Namen richtig verstanden habe, sorry…), welche dieses freigekauft und heute viele, viele, viele Kilometer zu uns transportiert hat.
Danke an Brigitte B., welche viel Zeit und Energie investiert hat, damit das kleine Lebewesen weiterleben kann.
Danke an Lara Art, welche eine Patenschaft übernommen und sich an den Freikaufkosten beteiligt hat.
Lara: Wenn ich es richtig verstanden habe, dann heißt das Lamm jetzt „Lotti“ ?

Lotti (7 Monate) ist vor einigen Stunden bei uns eingezogen.
Sie lebte eine lange lange Zeit alleine und war für eine Schlachtung zu Ostern vorbestimmt. Vermutlich morgen wäre der Exitus gekommen.
Dann jedoch wurde sie von diesem Schicksal erlöst und frei gekauft (danke!!!).

Das Ankommen war schon recht emotional. Die ganze bunte Truppe bei uns (Schafe und Ziegen der unterschiedlichsten Rassen, Größen und Altersspannen)
blökte „aus vollen Rohren“. Was für eine Chaos-Patchwork-Familie 🙂 …..Neugierig wurde Lotti beschnuppert und auch erstmal von den „Alteingesessenen“ zurecht geboxt.
Sie ließ sich aber nicht die Butter vom Brot nehmen und blökte in Rolling-Stones-Lautstärke zurück.
Das sorgte für Respekt! In der gesamten Nachbarschaft wackelten die Wände.

Kurze Zeit später trabte sie selig mit unserem Riesenschaf „Molly“ über die Wiese. Die Sonne begann sich hinter den Horizont zu senken und Lotti
war scheinbar ganz froh nach dem langen Tag etwas Ruhe zu finden.
Wir erleben das häufig, dass Tiere völlig unterschiedlicher Rassen (aber einer Gattung) sich prima verstehen und unzertrennlich werden.

Herzlich willkommen Lotti 🙂
Nächste Woche wird nach den Klauen geschaut, eine Ohrmarke wird gesetzt und bald werden auch alle Tiere gegen die Blauzungenkrankheit geimpft.

Tiere sind glücklich auf der Wiese, aber never ever auf Tellern.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de