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Allgemein
Offener Brief an CDU/FDP-Mitgliedes des Umweltausschusses (Landkreis Osnabrück)
Geschrieben:

Offener Brief (eines Frosches) an die CDU/FDP-VertreterInnen
des Ausschusses für Umwelt und Energie im Kreistag Osnabrück
https://kis.lkos.de/bi/au020.asp?AULFDNR=8&altoption=Gremium

Wolln wir doch mal die Demokratie ein bisschen mit Leben füllen.
Ein Diskurs ist das Salz in der Suppe jeder Meinungsbildung.
Here we go!!!!!
Dieser offene Brief/Fragenkatalog ging heute an die relevanten VertreterInnen im Umweltausschuss, Presse etc.

Sehr geehrte Damen und Herren von CDU und FDP,

als Betreiber des ehrenamtlichen Insektenschutz-Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wöchten wir Ihnen, aufgrund Ihrer Haltung zur Gewässerrandstreifen-Thematik im Landkreis Osnabrück, nachfolgend innerhalb eines „offenen Briefes“ (wird über Facebook etc. öffentlich gemacht)
verschiedene Fragen stellen.
Einer Demokratie ist immanent, nicht immer einer Meinung zu sein. Zu den Stärken einer Demokratie gehört gleichfalls, dass
Entscheidungen immer im Rahmen einer Abwägung unterschiedlicher Interessen und unter Bezugnahme auf wissenschaftliche Fakten gefällt werden.
Gleichfalls gehört es zur Transparenz einer Demokratie, dass gewählte VertreterInnen der Bevölkerung ihre Entscheidungen offen begründen können.
Dieses soll an dieser Stelle nun von Ihnen ganz offen erbeten und schlussendlich auch eingefordert werden.

Fangen wir also an:

a)
Gemäß Artikel in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1882806/cdu-bleibt-bei-1-meter-randstreifen-in-schutzgebieten-im-osnabruecker-land
vom 19.9. ist zu lesen, dass Ihre Fraktionen im Umweltausschuss des Landkreises gegen eine Erweiterung des Gewässerrandstreifens
im FFH-Gebiets „Bäche im Artland“ auf 5 Meter votiert haben, es bleibt somit bei einem einzigen Meter.
Im Rahmen des Volksbegehrens Artenvielfalt wurde in Bayern beschlossen, dass dort Randstreifen von 5 Metern zu gelten haben.
In Baden-Württemberg sind es 5 bis 10 Meter.
Innerhalb des Aktionsprogrammes Insektenschutz der Bundesregierung wird bald bundesweit eine Verpflichtung von 5 bis 10 Metern gelten.
Eine Fülle von Wissenschaftlern der Uni Osnabrück hat unter anderem in Leserbriefen in der NOZ ihren Unmut, basierend auf wissenschaftlichen Fakten, begründet.
Zudem gab es Stellungnahmen von Landesbehörde und Bundesumweltministerium gegen einen 1-Meter-Streifen.
Verschiedene Umweltverbände machen sich (bundesweit) für Randstreifen von sogar 10 Metern stark.

Aus welchem Grunde haben Sie in der Sitzung des Umweltausschusses am 18.9. dagegen gestimmt, dass auch innerhalb eines FFH-Gebietes im Landkreis Osnabrück
diese 5 Meter gelten sollen?
Welche sachlichen Fakten lassen Sie zu dem Schluss kommen, dass anders als bereits in verschiedenen Bundesländern umgesetzt, hier nur 1 Meter ausreicht?

b) Aufgrund der Klimaerwärmung kommt es zwischen Mai und August vielfach auch im Landkreis Osnabrück zu intensiven Starkregen
mit den Folgen von Bodenerosion und Feinpartikelausschwemmung.
Wie stehen Sie zu dem Vorwurf, dass Sie diese Niederschlagsintensitäten zu wenig in Ihre Entscheidung integrieren?

c) Wie stehen Sie zu dem Punkt, eine Entschädigung an Landwirte zu zahlen, wenn diese einen 5-Meter-Streifen zur Verfügung stellen? Was halten Sie vom dem Vorschlag, Flächen
an Gewässern zu kaufen und gänzlich einer agrarwirtschaftlichen Nutzung zu entziehen?
Die CDU Melle beispielsweise hat einen Aantrag gestellt, Landwirte für die Anlage von Blühstreifen an Gewässerrändern zu bezahlen. Wie ist Ihre Position hierzu?

d) Medial hat die Gewässerransdstreifen-Thematik für ein „lautes Echo“ (auch überregional gesorgt). Wie stehen Sie zu dem Vorwurf, dass Sie mit Ihrer
„1-Meter-Reicht“-Entscheidung für einen massiven Imageschaden des Landkreises sorgen?

e)
Das Artensterben ist aktuell so präsent wie selten. Genau genommen befinden wir uns gemäß Biodiversitätsrat der Vereinten Nationen im größten Artensterben seit 66 Millionen Jahren. Eben jener Rat veröffentlichte im Mai dieses Jahres, dass schon jetzt die Geschwindigkeit, in der Tier- und Pflanzenarten aussterben, zwischen zehn- und hundertmal höher sei als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre. Im globalen Bericht zur Lage der Artenvielfalt, den der Weltbiodiversitätsrat (IPBES)
im Mai in Paris veröffentlichte, steht: „Der Verlust von Arten, Ökosystemen und genetischer Diversität ist bereits jetzt eine
globale und generationenübergreifende Bedrohung für das Wohlergehen der Menschheit.“
Anders formuliert: Klimaerwärmung und Artensterben bedrohen die Fortexistenz der Menschheit auf diesem Planeten ganz massiv.

Im NOZ-Artikel (CDU bleibt bei 1-Meter-Randstreifen in Schutzgebieten im Osnabrücker Land) war zu lesen, dass ein Landwirt und CDU-Mitglied aus Melle (Herr Niederniehaus)
die Äußerung getätigt habe,
dass der Landkreis keine verschärfte Verordnung zu Gewässerrandstreifen beschließen müsse, wenn das Bundesumweltministerium ohnehin in ein paar Jahren Randstreifen von fünf
bis zehn Metern Breite auf den Weg bringen wolle.

Diese Aussage hat in einigen Kreisen für Irritationen, Kopfschütteln und großen Unmut gesorgt.

Nun können selbstverständlich durch einen Presseartikel schnell auch einmal Missverständnisse auftreten, ggf. wurden Inhalte nicht in Gänze wiedergegeben etc.
Jedoch klingt die Aussagein etwa so, als ob jemand vor einem brennenden Haus stünde, um dann zu sagen: „Löschen ist aktuell nicht nötig. In einigen Stunden kommt doch die Feuerwehr.
Warten wir doch erstmal ab.“

Könnten Sie bitte zu diesem Punkt Stellung beziehen?

f)
In unserem ehrenamtlichen und mittlerweile mehrfach bundesweit ausgezeichneten Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de)
setzen wir uns seit 2017 gemeinsam mit einer Vielzahl namhafter Stiftungen und Sponsoren sowie einer hohen Zahl Bürgerinnen und Bürgern für eine Verbesserung
der Lebensbedingungen der Insekten im Landkreis Osnabrück ein.
Seit 2017 haben wir mit über 1000 Personen in etwa 7000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit über 140 Blühwiesen angelegt. In diesem Herbst folgen diverse Streuobstwiesen.
Im nächsten Jahr werden wir (bislang bundesweit) Einmaliges schaffen. Ende Mai 2020 planen wir „mit viel medialem und politischen TamTam“
die Fertigstellung eines Blühwiesenkorridors zwischen Melle und Hagen a.T.W. auf einer Länge von 35 Kilometern.
Gleichzeitig beschliessen einzelne Politiker innerhalb des Landkreises Gewässerrandstreifen in FFH-Gebieten auf einen Meter zu
begrenzen.

Die Stadt Melle ist gemäß der bundesweiten „Blühwiesenliga“ (http://bluehwiesenliga.de) eine der insektenfreundlichsten Kommunen im Bundesgebebiet.
Gleichzeitig hat der Kreistag im Meller FFH-Gebiet bereits einen 1-Meter-Streifen abgesegnet.

Für Insekten sind nicht nur Blüh- und Streuobstwiesen oder beispielsweise Totholzbestände elementar. Nein, auch Gewässerrandstreifen haben für eine hohe Anzahl der so wichtigen Lebewesen eine herausragende Bedeutung.
Libellen, Stein-, Köcher- und Schwebfliegen sind auf eine entsprechende pestizidfreie Umgebung an Gewässern angewiesen. Eben jene Tiere sind integraler Bestandteil diverser Nahrungsketten.
Zudem wachsen an Gewässerrandstreifen viele Wildpflanzen, die Lebensgrundlage für (beispielsweise) unterschiedliche Wildbienenarten sind.
Ein sinnvoller Gewässerrandstreifen muss deshalb (unserer Meinung nach) eine Breite von mindestens 10 Metern aufweisen.

Unserer Meinung nach ist die Entscheidung Ihrer Fraktionen im Kreistag zudem eine schallende Ohrfeige ins Gesicht der Aktiven, welche sich aktuell unter
massivem Einsatz ihrer Freizeit
ehrenamtlich in einem hohen Maße für den Insektenschutz engagieren.
Unserer Arbeit wird dadurch konterkariert und sogar ganz massiv zerstört, da wichtige Lebensräume von Insekten mit Pestiziden belastet werden.
Wie stehen Sie zu diesem Vorwurf?

g) Die Entscheidung am 30.9. im Kreistag wird von vielen Naturschützern mit Argusaugen verfolgt.

Wir planen die Kreistags-Gewässerrandstreifen-Entscheidung ihrer Fraktionen ggf. massiv im Zuge des weiten Verlaufes des Insektenschutzprojekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“
zu thematisieren. So wollen wir Sie, als CDU/FDP-Mitglieder des Umweltausschusses Ende Mai 2020, zur Eröffnung des bundesweit einmaligen Blühwiesenkorridors zwischen
Melle und Hagen a.T.W. im Beisein diverser Pressevertreter und (hoffentlich) hoher Politprominenz zu einer
Podiumsdiskussion einladen.
In diesem Rahmen werden wir der Randstreifen-Thematik, welches in keinster (!!) Weise losgelöst von unseren Blühstreifen-Aktionen zu sehen ist,
noch einmal ein grosses Podium bieten, auf welchem auch Sie Ihren Standpunkt darstellen können. Bitte nennen Sie aus dem Umweltausschuss jeweils einen Vertreter
Ihrer Fraktionen, der bei dieser Veranstaltung mit auf dem Podium sitzen wird, um hier eine lebendige Diskussion mit Leben zu füllen.

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Kai Behncke

P.S. Dieser Brief und auch Ihre Stellungnahmen wird öffentlich über soziale Medien, Webseiten, Presse etc. verteilt.

Allgemein
Herzlich willkommen Paul und Greta
Geschrieben:

Heute zwei Gänse aufgenommen und nen Großeinkauf für die ganze Familie gemacht.
Die beiden Gänse Paul (ausgesrporchen: Pooohhhllll (wie „Paul Gascoigne“) und Greta sind heute bei uns eingezogen.
Liebe Tierfreunde haben sie aus Stemwede gebracht. Die Vorbesitzerin ist leider verstorben und Paul und Greta benötigten dringend eine neue Bleibe. Die haben die Beiden jetzt.
Neugierig haben sie ihr neues zu Hause (gemeinsam mit Laufenten, Hühnern und Hähnen begutachtet).
Die Flügelspannweite liegt bestimmt bei 1,50 Meter, fast wie beim Seeadler.
Dann nen Großeinkauf für die ganze Familie gemacht. Futtermöhren, Walzhafer, Schafpellets, Hühnerfutter, Gänsekörnchen und und und
Vom kleinsten Meerschweinchen bis zum größten Ponys wollen jeden Tag über 80 kleine und große Münder gefüttert werden.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Allgemein
Haben einige (nicht alle!) MitgliederInnen von CDU und FDP immer noch nichts begriffen?
Geschrieben:

Haben einige (nicht alle!) MitgliederInnen von CDU und FDP im Landkreis Osnabrück immer noch nichts begriffen? 😫🧐🤬😳😳😤😭
Und: Lob für einen Vorschlag der Meller CDU 🙂👍👍

Abstimmung im Umweltausschuss des Kreistages Osnabrück votiert gegen 5 Meter-Schutzstreifen (für 1-Meter-Pestizid-Schutzstreifen) in weiterem FFH-Gebiet

Leserbrief zum Artikel
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1882806/cdu-bleibt-bei-1-meter-randstreifen-in-schutzgebieten-im-osnabruecker-land, 18.9.
CDU bleibt bei 1-Meter-Randstreifen in Schutzgebieten im Osnabrücker Land

sowie zum Artikel:
https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1867733/cdu-melle-jetzt-fuer-bluehstreifen-an-gewaessern, 6.9.
CDU Melle jetzt für Blühstreifen an Gewässern

Mit gleichzeitiger Freude und Fassungslosigkeit wurde hier der Artikel „CDU bleibt bei 1-Meter-Randstreifen in Schutzgebieten im Osnabrücker Land“ (18. September 2019)
aufgenommen.

Diese Thematik hat in den letzten Monaten für viel Unruhe und Empörung (nicht nur regional im Landkreis Osnabrück) gesorgt.
Nachdem Landrat Dr. Michael Lübbersmann im Juni den klugen und nachhaltigen Vorschlag gemacht hatte,
Landwirte für die Bereitstellung eines Schutzstreifens zu entschädigen, war die Hoffnung groß, dass nun endlich Ruhe und Einsicht einkehren würde.
Doch scheinbar weit gefehlt.

Gewässerrandstreifen dienen einer wichtigen Aufwertung und Vernetzung dringend benötigter Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen.
Eine natürliche Ufervegetation sorgt für eine großflächige Verbesserung des jeweiligen Mikroklimas. Sie reduzieren direkte und indirekte Stoffeinträge umliegender Flächen und sorgen für eine natürliche Erhöhung der Wasserspeicherung (z.B. bei den klimaerwärmungsbedingten Starkregenfällen).
Neben einer Fülle von Vogelarten, Fischen, Amphibien, Reptilien und Kleinsäugern profitieren auch diverse Insekten von diesen wichtigen Schutzstrukturen.
In diesem Sinne herrscht Freude über den Richtungswechsel der SPD vor, welche sich mittlerweile für einen 5-Meter-Streifen ausspricht.
Eine Meinungsänderung unter Berücksichtigung aller vorliegenden Fakten ist kein Zeichen von Schwäche, das Gegenteil ist der Fall.

Das Artensterben ist aktuell so präsent wie selten. Genau genommen befinden wir uns gemäß Biodiversitätsrat der Vereinten Nationen im größten Artensterben seit 66 Millionen Jahren. Eben jener Rat veröffentlichte im Mai dieses Jahres, dass schon jetzt die Geschwindigkeit, in der Tier- und Pflanzenarten aussterben, zwischen zehn- und hundertmal höher sei als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre. Im globalen Bericht zur Lage der Artenvielfalt, den der Weltbiodiversitätsrat (IPBES)
im Mai in Paris veröffentlichte, steht: „Der Verlust von Arten, Ökosystemen und genetischer Diversität ist bereits jetzt eine
globale und generationenübergreifende Bedrohung für das Wohlergehen der Menschheit.“
Anders formuliert: Klimaerwärmung und Artensterben bedrohen die Fortexistenz der Menschheit auf diesem Planeten ganz massiv.

Die Bundesregierung wird in Kürze im Rahmen des Aktionsplanes Insektenschutz per Gesetz beschließen, dass Schutzstreifen an Gewässern eine Breite von 5 bis 10 Metern haben müssen.

Wenn nun aber zu lesen ist, dass Mitglieder der CDU, FDP und AFD im Landkreis-Umweltausschuss (Landkreis Osnabrück)
(der sich am 18. September im Kreishaus traf) dafür votierten, dass auch das FFH-Gebiet „Bäche im Artland“ lediglich einen 1-Meter-Schutzstreifen erhalten solle, so ist in Bezug auf die Kreistagssitzung am 30. September (ab 15 Uhr im Kreishaus, großer Sitzungssaal) Schlimmes zu befürchten. Aus fachlichen Gründen muss hier sogar von einem weiteren „Schreckensszenario“ gesprochen werden.

In unserem ehrenamtlichen und mittlerweile mehrfach bundesweit ausgezeichneten Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de)
setzen wir uns seit 2017 gemeinsam mit einer Vielzahl namhafter Stiftungen und Sponsoren sowie einer hohen Zahl Bürgerinnen und Bürgern für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Insekten im Landkreis Osnabrück ein.
Seit 2017 haben wir über 140 Blühwiesen angelegt. In diesem Herbst folgen diverse Streuobstwiesen.
Im nächsten Jahr werden wir (bislang bundesweit) Einmaliges schaffen. Ende Mai 2020 planen wir „mit viel medialem und politischen TamTam“ (es muss richtig laut sein! Und insbesondere die am 30.9. befürchtete Entscheidung wird dafür sorgen, noch einige Dezibel draufzulegen – auch das gehört zu einer Demokratie dazu) die Fertigstellung eines Blühwiesenkorridors zwischen Melle und Hagen a.T.W. auf einer Länge von 35 Kilometern.

Für Insekten sind nicht nur Blüh- und Streuobstwiesen oder beispielsweise Totholzbestände elementar. Nein, auch Gewässerrandstreifen haben für eine hohe Anzahl der so wichtigen Lebewesen eine herausragende Bedeutung.
Libellen, Stein-, Köcher- und Schwebfliegen sind auf eine entsprechende pestizidfreie Umgebung an Gewässern angewiesen. Eben jene Tiere sind integraler Bestandteil diverser Nahrungsketten.
Zudem wachsen an Gewässerrandstreifen viele Wildpflanzen, die Lebensgrundlage für (beispielsweise) unterschiedliche Wildbienenarbeiten sind.
Ein sinnvoller Gewässerrandstreifen muss deshalb eine Breite von mindestens 10 Metern aufweisen.

Das Insektensterben ist auch im Landkreis Osnabrück, wie überall auf der Welt, hausgemacht und ein Resultat von Flächenversiegelungen, Monokulturen und den desaströsen Folgen einer intensiven Landwirtschaft.
Dass sich Landwirte dagegen wehren, Gewässerrandstreifen als Puffer unentschädigt zur Verfügung zu stellen, ist nachvollziehbar.
Wir benötigen eine massive gesellschaftliche (vom Einzelkonsumenten bis zur politischen Ebene) Unterstützung der Agrarwirtschaft, die sich auf den Weg zu ökologischeren, nachhaltigen Produktions- und Anbaumethoden macht. Anders werden wir das Artensterben nie und nimmer in den Griff bekommen.
Gemeinsam mit der Landwirtschaft jedoch lässt sich viel erreichen.
Wir stellen auch im „Blumiger Landkreis Osnabrück-Projekt“ vermehrt fest, dass Landwirte bereit sind, sich umweltfreundlicheren Alternativen zu öffnen.
Selbstverständlich wird das sehr viel Geld kosten. Geld, das kein Landwirt einfach so aus dem Ärmel schütteln kann, zumal viele Betriebe schlichtweg „mit dem Rücken zur Wand“ stehen.

Positiv und sehr begrüßenswert ist daher ein Vorschlag der Meller CDU, welche sich dafür ausspricht, dass Landwirte,
die im Stadtgebiet an Fließgewässern Blühstreifen von mehreren Metern anlegen, eine Vergütung von der Stadt Melle erhalten.
Eine sinnvolle und gute Idee, welche einen hohen Nutzen für Flora und Fauna bringen kann und gleichzeitig Interessen der Landwirte berücksichtigt.

Wenig, um genau zu sein: garkein (!) Verständnis jedoch soll an dieser Stelle für die Haltung der CDU/FDP/AFD-Mehrheit im Umweltausschuss des Kreises ausgesprochen werden. Diese Entscheidung ist schlichtweg erschütternd und macht fassunglos.

Im Blumiger-Landkreis-Osnabrück-Projekt haben wir binnen 3 Jahren mit mittlerweile über 1000 Personen (Firmen, Vereinen, Schulen, Kirchengemeinden, Gemeindevertretern etc.) in insgesamt etwa 7000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit Vorzeigestrukturen (in kommunalem Rahmen) für den Insektenschutz geschaffen.

Dieses ehrenamtliche Engagement wird durch diese politische Entscheidung im Umweltausschuss des Kreises –
allen fachkundigen Ratschlägen von Behörden und Wissenschaftlern zum Trotz – konterkariert und in Teilen sogar zerstört.

Die Entscheidung jener CDU-/FDP-/AFD-Mitglieder ist unserer Meinung nach sachlich nicht zu begründen.
Vielmehr: Sie ist ein nasser und pestizidbelasteter Schlag ins Gesicht aller Naturschützer und umweltbewussten Menschen im Landkreis. Es macht traurig und zornig zugleich,
dass auch im Jahre 2019 (trotz der Vorgeschichte des „Randstreifen-Diskurses“) so etwas noch möglich ist.
Es entsteht der Eindruck, dass hier eine Entscheidung einiger „Ewiggestriger“ gefällt wurde, welche leider immer noch nicht den Ernst der Lage begriffen haben.

Im NOZ-Artikel (CDU bleibt bei 1-Meter-Randstreifen in Schutzgebieten im Osnabrücker Land) war zu lesen, dass ein Landwirt und CDU-Mitglied aus Melle die Äußerung getätigt habe, dass der Landkreis keine verschärfte Verordnung zu Gewässerrandstreifen beschließen müsse, wenn das Bundesumweltministerium ohnehin in ein paar Jahren Randstreifen von fünf bis zehn Metern Breite auf den Weg bringen wolle.

Das nun klingt in etwa so, als ob jemand vor einem brennenden Haus stünde, um dann zu sagen: „Löschen ist aktuell nicht nötig. In einigen Stunden kommt doch die Feuerwehr. Warten wir doch erstmal ab.“

Die PolitikerInnen des Kreistages könnten hier mit gutem Beispiel vorangehen und ein wichtiges politisches Zeichen setzen, stattdessen beharren einige VertreterInnen scheinbar stur und betonköpfig auf einer faktenfernen und verantwortungslosen Entscheidung, welche das Artensterben massiv fördert.

Nun gehört es natürlich zu einer Demokratie dazu, nicht immer einer Meinung zu sein.
Als betroffener Naturschützer bleibt jedoch nur die ganz sachlich formulierte Bewertung: „Das !!! ist eine Schande!“.
Offenbar waren die Wahlschlappen der letzten Monate wohl noch nicht deutlich genug.

Allgemein
Gemeinsame Baumpflanzaktion in Melle
Geschrieben:

Gemeinsame Baumpflanzaktion in Melle auf 3000 m² gegen die Klimaerwärmung
3/4 heimische Bäume in Kombination mit Arten aus (z.B.) Südeuropa und Ostasien

Samstag, 2. November (ab 10.00 Uhr).
Melle, Schlochterner Weg (genaue Adresse folgt noch)

Meldet Euch gerne unter info /attt/ umweltschutz-und-lebenshilfe.de
oder Facebook-PN an.
Wir sorgen für tierleidfreie Bio-Ernährung und leckere Getränke für alle Helferinnen und Helfer.

„Im Kleinen“ können wir jede Menge gegen das Artensterben oder die Klimaerwärmung leisten.
Und bei vielen „kleinen“ Aktionen entsteht insgesamt eine ganze Menge. Nicht so viel sabbeln und „Nichts-tun“
sondern mehr Action, dann wird es was mit der Planetenrettung 🙂

Am Samstag, den 2. November (ab 10.00 Uhr) werden wir auf einem bis dahin eingezäuntem Gelände (insgesamt ca. 3000 m2)
einen Klimaschutzwald für die Zukunft anlegen.
Auf einem Areal, auf dem eine Fülle von Fichten der Klimaerwärmung und dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen sind, forsten wir gemeinsam auf.
Heimische Buchen, Eschen, Eichen, Ahorn, Kiefern, Lärchen, Erlen und Weiden (an einem kleinen Bach) etc. in Kombination
mit Rot- und Zerreiche, Libanon-Eiche, Manna-Esche, Douglasie, Robinien, Platanen, Schwarznuss, Zedern, Pinien und Orientfichte.
Zudem, am sonnigen Rand, diverse Obstbäume (heimische, alte Sorten) sowie auch winterharte Feigenbäume (ja, soweit ist es mittlerweile).

Die Klimaerwärmung lässt nichts mehr so wie es mal war. Nichts ist mehr wie früher und alles ist aktuell massiv im Wandel.
Wenn wir jetzt nicht reagieren, dann schauen wir in 30 Jahren noch sparsamer drein, als jetzt ohnehin schon…
Auf gehts!!!

P.S. Völlig klar, dass die heimische Fauna nicht optimal an die nicht heimische Flora angepasst ist…Wissen wir auch. Nur, was hilft es denn, wenn
ein Baum nach dem anderen vertrocknet? Auf diese Situation sind wir hierzulande in keinster Weise (bislang) vorbereitet.
Siehe dazu auch:
https://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/wir-benoetigen-mehr-baeume-und-zwar-schnell/

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Allgemein
Patenschafts-Taufe und vielleicht eine weitere Blühwiese
Geschrieben:

Heute gab es ein nettes Treffen und Patenschafts-Taufe am Kreimerhof.
Danke an Anita Agarius, Bernd Thye und Dieter Finke-Gröne.

Das Schaf „Quinti“ hat nun mit Anita und Bernd zwei Paten gefunden.
Auf der Patenschafts-Taufe heute mit Bio-Sekt gemeinsam angestoßen.

Der Name passt perfekt zu dem neuen Regionalmagazin „Quintessenz“ von Bernd und Anita.

Im aktuellen Heft wird auch intensiv über unsere Projekte berichtet:
http://verlag-am-bleistift.de/quint-2/index.html

Sehr zu empfehlen! Von uns wird es dort aller Voraussicht nach eine regelmäßige Kolumne geben.

Danke auch an Dieter Finke-Gröne, Ortsbürgermeister von Buer, der eine große Privatfläche in Buer zur Gestaltung einer artenreichen Blühwiese
angeboten hat. Zeitnah schauen wir uns das einmal an. Eventuell können dort auch ab und an unsere Gnadenhof-Tiere grasen.

Wir freuen uns sehr über die stattfindende Unterstützung. Danke!

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Allgemein
Fütterungs-Schilder sind fertig
Geschrieben:

Auf Anregung unserer Paten und Patinnen sind nun die tollen Hinweissschilder
zur Fütterung gedruckt worden und nun eingetroffen. Danke an Mark Hamburger, wie immer super gezeichnet!!

Und jede Menge Heu für den Winter ist nun auch schon vor Ort. Danke an Karsten Wachsmuth, Simone Brockmann
und Valentina Andreev. Der Winter kann kommen!
Aufgrund der Klimaerwärmung wirds vermutlich eher mild, aber Hunger haben die Tiere trotzdem.
Heute alle Tiere umgesiedelt. Danke auch an Philipp Horstmann und Julia Behncke
Fast alle Tiere grasen nun auf den Flächen „Am Wulberg“ hinter dem Gasthof Hubertus/Wiesehahn. Wie der Blitz sind die gerast, endlich frisches Gras 🙂
Die Paten werden diesbezüglich noch einmal gesondert angeschrieben…

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Allgemein
Deutscher Engagementpreis für Blumiger Landkreis Osnabrück
Geschrieben:

Das „Unmögliche“ wahr werden lassen!🐝😃🙋‍♀️🙋‍♂️🐞🦋🐛🌻🏆🏆🏆♥️♥️♥️♥️♥️♥️
Erhalten die Tiere eines kleinen Gnadenhofes (Gnadenhof Brödel Melle) und ihre Betreiber den „Deutschen Engagementpreis 2019“?
10.000 Euro für Insektenschutzprojekt und Gnadenhofbetrieb?

Bitte stimmt hier für uns ab:
1. Auf diese Seite gehen: https://www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis/
2. In der Suche „Blumiger Landkreis“ eingeben
3. Abstimmen 🙂

Und teilt, teilt, teilt diesen Beitrag.

Im Rahmen des Insektenschutzprojektes „Blumiger Landkreis“ haben wir in den letzten 3 Jahren ehrenamtlich
über 140 Blühwiesen für Insekten geschaffen (300.000 m²).
Diverse dieser Artenschutzwiesen werden schonend und nachhaltig von unseren Gnadenhoftieren (http://gnadenhof-melle.de) beweidet.
So konnten wir eine hohe Anzahl von Tieren vor dem Schlachthof retten.

Durch die schonende Beweidung entstehen bei der Mahd keine Verluste bei Kleintieren, Vögeln, Amphibien, Insekten etc.🦋🐛🌻🐞🐾🦔🌺🌺🌸🐥🐝🐌🐌🐜
Im nächsten Jahr planen wir die Fertigstellung des Blühwiesen-Vernetzungs-Korridors auf einer Länge von 35 Kilometern (zwischen Melle und Hagen a.T.W.):

http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=11

Das Preisgeld von 10.000 Euro werden wir in die Fertigstellung des Projektes, die Anlage von Streuobstwiesen und den Ausbau unseres Gnadenhofes stecken.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Allgemein
Rio Reiser lebt
Geschrieben:

Heute die angekündigten Notfälle aufgenommen.
2 ältere Hähne (separat in zwei Ställen untergebracht) und insgesamt 6 (schon etwas betagte) Hühner.
Als Jugendlicher immer den Traum gehabt mal nen Hahn namens „Rio Reiser“ zu haben (einer der GRÖSSTEN Musiker ALLER Zeiten).
Da wären wir dann also. „Und Du weisst, das wird passieren, wenn wir uns organisieren….Dömm Dö Dödö Dömm….“

Der andere heisst „La Cucaracha“.
Mal sehen wie sich die beiden machen. Sollte es zu viel Krach geben, dann haben wir
noch eine gepachtete Fläche „in der Walachei“, auf welcher wir die Tiere ebenfalls mardersicher unterbringen können.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Allgemein
Bauboom geht ungehindert weiter
Geschrieben:

Der Bauboom geht ungehindert weiter.
Danke an die Firma „Thomas Philipps“ und Danke auch an Ralf Kruckemeyer, für einen tollen Kaninchenstall. Erster Insasse, wie sollte es auch anders sein, war natürlich ein Huhn („Trödel-Erna“).
Heute das Kaninchengehege sicherer gemacht, weiter ausgebaut, kleine Löcher geschlossen….
Kaninchen und Meerschweinchen (Annabelle Böhne-Knopp)
sind happy. Wir auch 🙂

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Allgemein
Tabularasa
Geschrieben:

An der Bushaltestelle Schürenort haben unsere Schafe und Ziegen „tabulara“ gemacht. Binnen zwei Wochen aus einer saftigen Wiese
eine (fast) kahlgefressene Steppe. Heute ziegen etliche (aber nicht alle) der Tiere um.

An einige unserer Paten:
Karen Richter – Haurenherm (Charlotte), Rena Henke (Schwänli), Liese Solevej (Bärli),
Petra V Japes (Scarface), Christina Sudbrock (Fräulein Wolle), Susanne Gill (Leonie),
Bernd Thye (Quinti (Bella)).
Da wir uns im Spätsommer befinden, wechseln wir mit unseren Tieren aktuell relativ kurzfristig die Weiden.
Eure Tiere werden vom „Team Kreimerhof“ betreut.
Fragt bitte, bevor Ihr Eure Tiere besuchen wollt, einmal bei Simone Brockmann oder Karsten Wachsmuth nach (beide über Facebook erreichbar), wo sich Eure Tiere aktuell rumtummeln 🙂

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck