Und heute ist es hier zum Weihnachtswunder 2020 gekommen. 😃😍😍🥰🎀🎀💖💖
Vielen herzlichen Dank insbesondere an die Busch Fassaden- und Raumgestaltungs GmbH aus Melle (https://www.maler-busch.de/).
Vor einigen Tagen rief hier jemand an und fragte, ob wir einen nicht kastrierten Ziegenbock aufnehmen könnten.
Sein Kollege sei vor einiger Zeit gestorben und „Ernie“ würde nun ganz alleine und traurig in der Ecke eines dunklen
Stalles sitzen und unglücklich mit den Hufen scharren.
Nicht lange gegrübelt, heute ist Ernie hier eingezogen. 🙂
Und was gab das für ein Trara 🙂 Die anderen Ziegen haben ihn lauthals begrüsst und Ernie war kaum mehr zu halten.
Dank einer tollen Spende der Busch Fassaden- und Raumgestaltungs GmbH aus Melle können wir die Kastration von Ernie bezahlen (diese steht noch diese Woche an). Und einige Steckhorden-Elemente für sein Übergangs-Gehege sowie tolles Futter waren und sind auch noch drin.
Vielen Vielen Dank dafür 🙂
In seinem Quarantäne-Gehege raste Ernie von Ziege zu Ziege und beschnupperte
neugierig die anderen Tiere. Einen nicht-kastrierten Ziegenbock riecht man ungefähr 30 Meter gegen den Wind. Und der Geruch hat scheinbar Eindruck hinterlassen.
Ziegendame „Minte“ (die braune Ziege mit dem weißen Kopf) weicht, auf der anderen Seite des Zaunes, nicht mehr von seiner Seite und Ernie scheint wirklich glücklich zu
sein, nicht mehr alleine leben zu müssen. Und was für ein schöner Ziegenbock, sieht ein bisschen aus wie ein Löwe.
Herzlich willkommen Ernie, und frohe Weihnachten 🙂
So, die (potentiellen) Fakten für 3,3 Hektar sind nun auf Papier geschrieben. 🦇🦉🐛🦋🐞🐾🦔🐿🐀🌺🌸🌼🌻🌞🍄🍃🍂🌿
Projekt: „500 AKA – 500 Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück“. Wir haben die reelle Chance 6 Flächen (insgesamt 15.000 m², orange Punkte in der Grafik) für 20 Jahre in das Projekt zu integrieren. Bis Weihnachten werden noch einige Gespräche geführt. In Kürze erhalten alle Flächenanbieter das entsprechende Formular zur Unterschrift. Noch in diesem Jahr wird der Antrag final abgeschickt. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass 2 große Areale in Ostercappeln-Venne in das Unterfangen integriert werden.
Die 20-Jahres-Flächen sind ganz massiv und eminent wichtig, damit es überhaupt eine Chance auf eine Projektgestaltung gibt. Ohne diese: Null Chance! Der absolute „Hotspot“ wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in Melle-Oberholsten sein (Bad Essener Straße).
In einem Radius von 7 Kilometern entstehen außerordentlich wertvolle Komplexbiotope – wenn es denn sein darf. Die grünen Punkte (rote Schrift) stellen die Anzahl von vorhandenen Zusatzflächen dar, die allerdings deutlich kürzer als 20 Jahre als Biotop zur Verfügung stehen. Ggf. kommen in Absprache mit Stiftungen noch weitere Flächen dazu.
Übrigens: Auch das gehört zur Antragsstellung dazu. Man verpflichtet sich bei verschiedenen Stiftungen die Biotope 20 Jahre lang zu pflegen. Und plötzlich kriechen sie um die Ecke, die größten Feinde des aktiven Naturschutzes: Die BEDENKENTRÄGER! (die überall und immer Bedenken äußern und bremsen, aber wenn es mal brennt nirgendwo zu finden sind und auch sonst eigentlich nichts Sinnvolles beisteuern. Vermutlich wissen sie das und haben eben genau deshalb so viele Bedenken). Die Gespenster der Planungsindifferenz. Huhu – Huhu – Das ist aber nicht in Gänze planbar. Lasst das mal lieber sein! Lieber mal garnichts machen, es könnte ja schief gehen – Huhu – Huhu!
„Ach Quatsch“, sabbel nicht rum!“, antworte ich. „Setz Dich zu mir Du blödes Gespenst, hier ist noch ein Platz frei. Mir jagst Du damit keine Angst ein, Du Schwachkopf!“ (oder mit etwa weniger Konvenienz: Komm her und verpiss Dich!) – Und siehe da, das Nicht-in-Gänze-planbar-Gespenst hat sich in Luft aufgelöst. Na also! Und so bleibt man fit und ist viel in der Natur ;-). In 20 Jahren bin ich 65, zur Not ruckel ich mit nem Rolli und Krückstock die Berge hoch und runter, wird schon irgendwie klappen…Mit bestimmten Herausforderungen setzt man sich auseinander, wenn sie da sind.
Stand jetzt: Eingeworben sind (durch Sponsoren und Stiftungen) bislang: 24.000 Euro 2 Stiftungen haben den vor einigen Monaten eingereichten Antrag bereits bewilligt. Das ist super und macht sehr sehr viel Mut!! Eine weitere Zu- oder Absage erhalten wir Ende Dezember. Etwa im März entscheiden dann nochmal zwei weitere Stiftungen, welche noch verschiedene Zusatzinformationen eingefordert haben. Diese wurden nun in den letzten Wochen zusammengeschrieben.
Etwa 50.000 Euro brauchen wir. Wenns gut läuft werden es sogar mehr. Dann folgen weitere Flächen und eine entsprechende Biotopverdichtung. Wenns nicht gut läuft, dann war die Arbeit hier nicht gut genug, auch möglich. Geplant sind innerhalb eines großen großen Mitmachprojektes (die Betonung liegt auf „Mitmach“!) binnen 2 Jahren die Anlage von:
* Ca. 1 Kilometer Vogelschutzhecke
* 7 Feuchtbiotope basierend auf Lehm (wichtig z.B. als Nistmaterial für Schwalben)
* Etliche Nisthilfen für unterschiedliche Vogelarten und Kleinsäuger
* 4 Streuobstwiesen
* Hunderte Klimaschutzbäume
* Schaffung von Totholzbeständen und Totholzhecken
* Etwa 250 Meter Trockensteinmauern
* Weitere Blühwiesen
* Verköstigung für alle Mitmach-Beteiligten ausschließlich mit Bio-Lebensmitteln und fleischfrei (Vermeidung von Tierleid und hohen CO2-Äquivalenzwerten bzw. (ggf.) Abholzung von Amazonaswald für Tierfutter). Vielleicht wird es super.
Mehr als die Vorarbeit der letzten Wochen und Monate ist nun kaum mehr möglich (naja, im Zweifelsfalle wird sich die eine oder andere Stunde schon noch irgendwie finden). Aber ab einem gewissen Zeitpunkt hat man es dann auch irgendwie nicht mehr in der Hand, dann entscheiden Andere. Jetzt reichts auch mal mit Computerarbeit. Die Rübe raucht unter den konstant weniger werdenden Haaren… „Leere Scheune braucht kein Dach“ hat neulich nen Kumpel mal gesagt. Keine Ahnung, was er da meinte… Vermutlich irgendwatt mit der Landwirtschaft, hab ich nicht ganz kapiert 😉
500 AKA 500 Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de Spenden:
Dieses Wochenende wird weitgehend vor dem Computer verbracht. 💻💻💻💻🤓🤓🤓Für das Projekt „500 AKA – 500 AKtiv für Arten- und Klimaschutz im Landkreis Osnabrück“ muss noch einiges an einem Antrag für eine Stiftung gewerkelt werden.
Anträge gehören zum Naturschutz dazu wie das Pflanzen von Bäumen, das Anlegen von Blühwiesen oder die Schaffung von Feuchtbiotopen. Spaß macht das nicht immer, muss aber sein, denn für das Projekt brauchen wir auf jeden Fall insgesamt 50.000 Euro. Kaffee trinken, in die Tastatur hauen, bis sie glüht, wissenschaftliche Quellen wälzen, Zitate einbinden, Zahlen und Fakten. Die „Wissenschaft“ ist ein steter Begleiter von den Antragsdokumenten, das Projekt muss schliesslich „Hand und Fuß“ haben.
Und wenn es am Ende klappt…dann war es jede Sekunde wert. Gesichert trägt es auf jeden Fall dazu bei, dass die Allgemeinbildung profitiert ;-).
Hah, wer sagt es denn! Durch die abgeschlossenen Baumopatenschaften (mit lebenslangem Pflückrecht auf Streuobstwiesen)
wird tatsächlich eine komplett neue Streuobstwiese entstehen (28 Bäume, Hochstamm, zumeist alte Sorten).
Zudem wurden und werden insgesamt 196 Laub- und Nadelbäume an verschiedenen Standorten gepflanzt.
Und (auch ganz wichtig): Über 100 Meter Zaun konnten finanziert werden.
Danke an Jana Raabe, die diese Idee ins Leben gerufen hat 🙂
Grünspecht, Schwalbenschwanz und Siebenschläfer freuen sich auch, denn diese lieben die Umgebung von Streuobstwiesen.
gUG Umweltschutz und Lebenshilfe
http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de
Der Betrieb eines kleinen Gnadenhofes hat immer auch viel von Romantik. 🙂🦋🌟🌟🌟🪐🔥☄️
Nun war es wieder an der Zeit, Schafe und Ziegen zusammenzutreiben, um die Klauen zu schneiden.
Zumeist dauert der Zusammentrieb etwas 4 Tage. Auf unseren Pferden, mit einigen Hütehunden, reiten wir durch das
Wiehengebirge und den Teutoburger Wald, um die Herde zusammenzutreiben.
Nachts am Lagerfeuer gibt es dann einen deftigen Bohneneintopf und heissen Kaffee. Klares und frisches Wasser gibt es
aus eiskalten Gebirgsbächen.
Für die Pferde haben wir immer gutes Heu und einen Sack Hafer dabei.
So eine Hütenacht am Lagerfeuer ist hart und etwas unbequem. Der Kopf liegt auf dem Sattel, lediglich eine kleine Baumwolldecke dabei.
Belohnt wird man jedoch durch den klaren Sternenhimmel.
Ohne das Vertrauensverhältnis zu Pferden und Hunden wäre es nicht möglich, insbesondere
an den zerklüfteten Hängen muss jeder Schritt sitzen. Hier geht es mehrere hundert Meter in die Tiefe, und jeder Fehltritt könnte der Letzte sein.
Sind die Tiere dann nach mehreren Tagesreisen eingepfecht, dann werden die Klauen geschnitten.
Vielen Dank heute an Petra, Elisa und Jan, die bei dem Zusammentrieb geholfen haben.
Im Anschluss haben wir auf der Ranch noch eine kleine Vogelschutzhecke gepflanzt und natürlich
die weitläufigen Wiesen erst einmal abgeäppelt.
So als Präsident eines eigenen Landes hat man jeden Tag etwas zu tun. 🙃😉🐿💽🏘🏰🗽
Heute weiter in der Rephuhnblik „Ökotopia“ gearbeitet.
Hoher Besuch stand heute an. UN-Generalskretär Guterres ließ es sich nicht nehmen, das gesamte Staatsgebiet als UN-Biosphärenreservat zu deklarieren, und als UN-Weltkulturerbe noch dazu. Damit ist unser Staat der erste auf der ganze Welt,
der schon nach einem Tag diese Auszeichnung erhalten hat. Ich habe das wohlwollend zur Kenntnis genommen.
Da ich mich nicht um alles kümmern kann, habe ich heute einen Frosch zum Bauminister ernannt. Er hüpfte so durch mein Land
und war zunächst etwas überrascht ob seiner Ernennung, macht seine Sache aber ganz gut.
Seit erstes Projekt bestand heute in der Restabilisierung des Präsidenten-Landsitzes.
Nachdem Lothar Matthäus gestern dort nicht einziehen wollte, musste ich einen Befehl von ganz oben geben.
„Landsitz stabilisieren!!!“. Lodda darf aber nicht mehr einziehen, denn im Inneren des Landsitzes überwintern 6 Schmetterlinge
(so etwas habe ich noch nie gesehen, siehe Fotos). Auf Anordnung des Umweltministers (ich),
darf der Landsitz bis zum Frühjahr nicht mehr bezogen werden. Und plötzlich hat der eigene Staat 6 Einwohner mehr –
da muss jetzt eine ganz andere Logistik aufgezogen werden. Mit Schulsystem, Verkehrsverbund und und und.
Da rollt was auf mich zu, ich ducke mich aber nicht weg sondern stelle mich der Herausforderung.
Um noch einige Einwohner mehr in die Rephuhnblik zu ziehen heute verschiedene weitere Behausungen aufgebaut.
Z.B. eine Halbhöhle (interessant für die Bachstelzen, die sich auf dem Territorium der Bundesrepublik rumtreiben.
Die „machen bald rüber“). Deren Territorium liegt im Osten, wir liegen im Westen. Also sind es „Ossis“. Wer hein einzieht, der bekommt 100 Euro Begrüssungsgeld. Zudem noch eine potentielle Spechtwohnung sowie eine Unterkunft für den Zaunkönig angeboten (Troglodytes troglodytes).
Als richtiger Staatspräsident muss man sich für seine Bürgerinnen und Bürger auch engagieren.
Ein Silberreiher schaute neugierig aus dem Ausland rüber. Ein potentieller Republikflüchtling!
Hier findest Du Asyl. Wenn Du willst kannst Du hier sogar Innenminister werden. Ich reisse mich nicht um den Job.
Aber wehe, es gibt hier Anzeichen einer Revolution! Dann übernehme ich wieder.
Die Rephuhnblik hat jetzt eine eigene Staatsfahne. Die Taube auf der Fahne ist eine Turteltaube (Streptopelia turtur).
Seit 1980 sind ihre Bestände in Deutschland um etwa 90 % eingegangen. Hauptversursacher in diesem Falle ist die industrielle
Landwirtschaft. Nach Tanja Busse („Das Sterben der Anderen. Wie wir die biologische VIelfalt noch retten können“)
führt insbesondere das Verschwinden des „Erdrauchs“ (dessen Samen sind wichtig für die Aufzucht der Jungvögel) dazu, dass
diese Taubenart immer seltener wird. Per Dekret heute entschieden, dass im Frühjahr etliches an Erdrauch hier angesiedelt wird.
Es geht immerhin um unser Staatswahrzeichen!
Der Fahnenappell ist für alle Bewohner des Staates verpflichtend. Jeden Morgen um 4.00 Uhr!
In Ökotopia gibt es bislang erst einen einzigen Altbaum. Eine Eiche, sicherlich um die 100 Jahre alt.
Da Ökotopia nicht nur klimaneutral sondern sogar klimapositiv leben möchte, noch viele weitere Bäume heute gepflanzt.
Viele Baumpaten erhalten hier eine kleine Exiloase. Damit diese ihre Patenschaftsbäume erkennen können, wurden heute
Pflöcke mit den Initialen beschriftet (sind noch nicht alle fertig, zudem auch noch nicht alle Bäume gepflanzt, das folgt nächstes Wochenende.
Die Statsgründung war doch zeitintensiver als gedacht). Die Paten sind somit quasi Besitzer eines kleinen Stückes des Staatsgebietes
von Ökotopia.
Wer noch eine Patenschaft erwerben möchte (geht nur noch bis morgen Mittag): https://sperberbaum.de/setzlinge-erhalten/
Ach ja, und dann kam heute noch hoher Besuch aus dem
Élysée-Palast. Frankreichs Staatspräsident Macron gratulierte zur Rephuhnblik-Gründung. Liberté, Égalité, Fraternité.
Im Grossen und Ganzen sehe ich das genauso, solange ich alles alleine entscheiden kann.
Macron fing dann plötzlich an, dass hier ja Atomstrom hinmüsse, sei doch viel besser gegen die Klimaerwärmung und so….
Ich erkläre ihm (zunächst noch recht freundlich), dass das eine ziemliche ScheissIdee sei und ja nicht z.B. in Gorleben
Barrikaden gebaut wurden, damit diese Öko-Absurdität nun durch die Hintertür wieder eingeladen würde.
Er beharrt aber darauf. Erst als ich auf unseren Auslands-Geheimdienst hinweise (eine Mischung aus Mossad und KGB) und erwähne,
dass diese alle Atom-Meiler der Welt per Comuptervirus ausschalten können, wirkt er nachdenklich.
Als ich ihm dann noch in fließendem Englisch drohe: „I tell you! With them is not good cherries eating!“ ist er bereit, den sofortigen Atomausstieg
zu unterschreiben. Ich zeige ihm unseren Energie-Raum, in welchem die Staatsbürger Fasan und Rebhuhn auf kleinen Fahrrädern emsig einige
Dynamos bedienen. Die Glühbirnen leuchten in voller Herrlichkeit. Es geht nämlich alles, was man will – wenn man will.
Lang lebe Ökotopia!!
gUG Umweltschutz und Lebenshilfe
http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de🎞
Vielen herzlichen Dank an die Meller Tafel (http://www.meller-tafel.de), z.B. Hannleore InderStroth). 😊🌞👍👍🦉🦇🐿🦜🦩🦛🦛🦧🦍
Die Meller Tafel versorgt nicht nur regelmässig viele Bedürftige mit leckerem und gesundem Essen, sondern gibt
die nicht mehr verwertbaren Lebensmittel auch an unseren Gnadenhof weiter.
Danke 🙂 Die Lebensmittel sorgen bei unseren über 100 Tieren für große Freude. Und die Tierhinterlassenschaften werden kompostiert,
und damit Gemüse angebaut und Baumsetzlinge hochgezogen. So entsteht ein Kreislauf, der für den Planeten (lokal) einen Nutzen bringt.
Heute früh für die Unterstützung revanchiert und als kleines Dankeschön diverse Nisthilfen vorbeigebracht. Einen Fledermauskasten, 2 Eichhörnchenkobel und
diverse Vogel-Nisthilfen.
Auch die Meller Tafel freut sich immer über Unterstützung.
Weitere Infos dazu unter: http://www.meller-tafel.de).
Heute die unabhängige Republik „Ökotopia“ in Melle ausgerufen.😊😊📯📯📯🎪🎪🎪
Ein neuer Öko-Staat ist geboren. Menschliche Einwohner: 1. Tierische Bewohner: 3.
Heute nun war es endlich soweit. Nach langen und zähen Verhandlungen mit der Bundesrepubik Deutschland wurde heute Nachmittag die unabhängige Republik „Ökotopia“ auf einer Fläche in Melle/Oldendorf (am Ende der Straße „Vinckenaue“) ausgerufen. Genauer gesagt ist es eigentlich keine Republik, sondern eine „Rephuhnblik“, den in den letzten 4 Jahren hat drei Mal auf dem Areal ein Rebhuhn gebrütet (kein Witz). Der Bestand dieses Brutvogels ist seit 1980 um über 90% zurückgegangen (Europaweit). Die weiteren Bewohner dieser Fläche sind ein Fasan (zumindest 2 mal in den letzten 4 Jahren) und ein Grünfink (nisten seit 4 Jahren regelmäßig im Präsidentenpalast, siehe Bild). Der einzige menschliche Bewohner auf dieser Fläche (ab und an) (wohnt in der schicken Suite an der großen Eiche) ist der Kai. Der ist dann auch gleichzeitig Präsident von Ökotopia, Legislative, Exekutive und Judikative in Einem (macht die Sache irgendwie leichter), Verkehrsminister, Bundestrainer und sowie überhaupt alles.
In der Rephuhnblik gibt es freie und geheime Wahlen. Kai hat 3 Stimmen (eine für die Legislative, eine für die Exekutive und eine für die Judikative), das Rebhuhn hat auch drei Stimmen, weil es so bedroht ist. Der Grünfink ebenfalls, einfach weil er ein Grünfink ist. Und der Fasan auch, weil es sonst ungerecht wäre.
Anders als bei den schwachsinnigen Reichsbürger-Spinnern ist Ökotopia ein seriöser Staat. Wir erkennen die Bundesrepublik z.B. als gleichberechtigen Partner vorbehaltslos an. In intensiven Gesprächen mit der Bundesregierung wurde Ökotopia nun formell anerkannt („Meine Güte, dann macht doch was Ihr wollt!“).
Staatspräsident Behncke: „Es ist ein großer Tag für unsere Rebhuhnblik. Ich bin sicher, dass die gegenseitigen Handelsbeziehungen zum Wohle aller Menschen in ganz Europa beitragen werden.“
Für die Europameisterschaft wurde gleichfalls eine Mannschaft angemeldet. Rebhuhn, Fasan und Grünfink in der Abwehr. Kai im Tor. Einige Exilschafe und Ziegen stellen den Rest der Mannschaft. Wir starten in einer Gruppe mit San Marino. Andorra, Lichtenstein und den Färöer-Inseln. Die können sich warm anziehen.
Das Finanzsystem in Ökotopia wird durch eine Steueroase geprägt. Ähnlich den Salomon-Inseln. Boris Becker darf aber nicht mitmachen, der ist pleite. Lothar Matthäus wurde herzlich eingeladen, seinen Wohnsitz hierhin zu verlegen. Als er jedoch den grünen Landsitz des Ökotopia-Präsidenten (generös zur Miete angeboten) sah (siehe Foto), murmelte er irgendwas von „Irgendwie anders vorgestellt“ und „nicht ganz meinen Vorstellungen entsprechend“. Verstehe, er will den Preis runterhandeln. Läuft nicht, Kollege, läuft nicht! Und der Präsidentenpalast ist belegt. Da wohnen der Grünfink und ich.
Am Grenzgebiet von Ökotopia wurden heute zahlreiche „Öko-Lehr-und-Lernschilder“ aufgestellt. Man soll schon erkennen, wann man sich im Bereich der Bundesrepublik oder von Ökotopia aufhält. Für die Unabhängigkeit eines Staates und das eigene Selbstverständnis ist das ganz wichtig.
Eine große Vogelschutzhecke wurde gleichfalls heute auf 50 Meter Länge angepflanzt (Wacholder, Traubenkirsche, Weissdorn, Felsenbirne, Heckenrose, Schneeball, Kartoffelrose, Kornelkirsche, Pfaffenhütchen, Schlehe). Man soll die Demarkationslinie schon gut erkennen können.
Zudem heute etliche Obstbäume mit Pfosten stabilisiert und in Ökotopia 2 Blühwiesen abgeharkt (sehr spät im Jahr, aber für eine Extensivierung nicht zu spät). Gleichzetig bleiben ausgedehnte Stängelstreifen stehen, auch ganz wichtig, für viele Insekten. Ökotopia ist übrigens die einzige Rephuhnblik der ganzen Welt, dessen Staatsgebiet zu etwa 15% aus einer Gesellschaft von Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi) und Gundermann (Glechoma hederacea) besteht. Das offizielle Staatswahrzeichen ist eine Heuharke.
Gern gesehene Besucher sind die zahlreichen Baumpaten auf der Fläche.
Auch für die Patenschaften heute weiter gewerkelt. Die Baumpatenschaften sind tatsächlich das erste finanzielle Projekt, welches hier mal so richtig „durch die Decke“ gegangen ist. Die Staatsfinanzen von Ökotopia freut das sehr. Einige Paten wüschen, dass deren Patenschafts-Schilder auf unserem Staatsgebiet angebracht werden. Da legt der Präsident noch selber Hand an.
Heute und morgen werden noch Patenschaften vergeben (die Druckerei könnte ansonsten einen Schilderversand bis Weihnachten nicht sicherstellen. Die Druckerei liegt im Ausland, in der Bundesrepublik, einem unserer offiziellen Handelspartnern, jedoch nicht in unserem Hegemonialbereich). Patenschaften können hier bis Sonntag Abend noch abgeschlossen werden: https://sperberbaum.de/shop/
So, jetzt muss aber an der Verfassung noch etwas weiter gewerkelt werden.
gUG Umweltschutz und Lebenshilfe
http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de
+++ Meldet Euch an zum Naturschutz-Talk! +++
Wenn viele kleine Menschen…
Anlegen eines Blühflächen-Mosaiks auf Privat- und Vereinsgrund.
Interviewpartner:
Frank Strötzel, Vorsitzender eines naturbegeisterten Sportvereins, dem TSV Westerhausen. Seine Vereinsmitglieder legen gemeinsam Hecken und Blühstrukturen an, unterstützt von Kai Behncke.
Dr. Kai Behncke, Gründer des Projekts „Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück“, in dem er 190 Blühwiesen angelegt und vernetzt hat.
Moderation: Dr. Corinna Hölzer
Folgenden Fragen gehen wir nach: Was braucht es, um größere Blühprojekte umzusetzen? Wie überzeuge ich Flächeneigentümer, ihre Flächen für den ökologischen Umbau herzugeben? Was sind die größten Herausforderungen und wie meistert man diese vor Ort? Was braucht es noch außer Optimismus? Wer finanziert bei Privaten das Saatgut, die Gerätschaften usw.? Wie strukturiert man eine effektive Zusammenarbeit auf der Fläche?
Wann?
Dienstag, 15. Dezember 2020, 18:30 Uhr
Wo?
Anmeldung über: https://www.deutschland-summt.de/event-leser/online-talk-anlegen-von-bluehwiesen-auf-flaechen-von-privatleuten-und-unternehmen.html?day=20201215×=1608053400,1608057000
Wir freuen uns auf Euch!
Weiterhin Projektflächen für 20 Jahre gesucht – Scheitert das Projekt daran? 🧐🧐😕🐝🐛🦅🦉🦋🐌🐞🦇🐸🐸🌳🌳🌳🌲🌻🌼🌺🥀🌹🌞🌞🌞
Für das Projekt „500 AKA – 500 Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück“ (http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de) suchen wir weiterhin nach Arealen, die für 20 Jahre für eine Biotopgestaltung zur Verfügung stehen (ab nächstem Jahr). Auch ein Scheitern des Projektes steht mittlerweile im Raum.
Eigentlich waren wir schon „auf der sicheren Seite“ und hatten die nötigen Quadratmeter zusammen, bis sich dann jedoch im Zuge eines kleinen „Testballon-Vorprojektes“ („sicher ist sicher“) herausstellte, dass eine Fläche wohl doch nicht so geeignet sei (die „Warum-und-Weshalb“-Gründe gehören jedoch nicht an die Öffentlichkeit).
Also weiter gesucht. 3 Areale haben wir bereits für 20 Jahre zusammen, das ist gut! Vielen vielen Dank an die Flächeneigentümer, die bereit sind, diesen Weg mit uns zu gehen.
Jedoch ist es leider noch nicht „gut genug“. Uns fehlen auf jeden Fall noch 8000 m². Von verschiedenen Förderern sind mittlerweile sogar 20.000 Euro für Biotop- und Klimaschutzmaßnahmen verbindlich zugesagt. Wir haben nun bereits Areal-Anfragen an Kommunen, den Landkreis, Firmen, die Kirche, Privatpersonen etc. etc. gestellt. In den letzten Wochen von „Pontius zu Pilatus“ gerast, im Augenblick reicht es noch nicht.
Die Rahmenbedingungen machen es nicht einfach. Für eine Förderung werden von einer der Stiftungen keine kommunalen Ausgleichsflächen akzeptiert. Zudem: Die Flächen MÜSSEN für eine Mindestlaufzeit von 20 Jahren für Biotope zur Verfügung stehen.
Die Absagegründe von vielen Personen sind absolut nachvollziehbar. Besitzt jemand z.B. eine Ackerfläche, so würde der Ackerstatus verloren gehen – das bedeutet einen massiven Wertverlust. Absolut verständlich, dass dann solche Flächen nicht bereit gestellt werden. Besitzt jemand eine Fläche zur Altersabsicherung, so hätte er oder sie für 20 Jahre keinen Zugriff darauf. Völlig verständlich, dass dann kein Kooperationsabkommen vereinbart werden mag. Dazu kommt: Wird für 20 Jahre ein Biotop geschaffen, so hat die Fläche für Arten- und Klimaschutz zwar einen exponentiell hohen Wert, für eine menschliche Nutzung jedoch eher weniger. Besitzt eine Firma z.B. ein Areal (vielleicht für eine Firmenerweiterung), so ist die Fläche für 20 Jahre erst einmal blockiert. Die Absagegründe sind individuell völlig verständlich und nachvollziehbar.
Und gleichzeitig: Der Planet brennt an allen Ecken und Enden. Sowohl das Artensterben als auch die Klimaerwärmung sind dramatisch wie noch nie zuvor. Ohne Projekte wird das mit Sicherheit nicht besser. Offen gesagt: Wir sind hier (in Bezug auf diese Herausforderung) mit unserem Latein etwas am Ende.
Gesucht werden Flächen in Melle, Bissendorf, Ostercappeln (Venne) oder Bad Essen, die für ein 20-Jahresprojekt zu Biotopen und/oder Klimaschutzflächen umgestaltet werden können. Was würde/könnte dort passieren?
Je nach Absprache z.B.:
* Heimische Baumanpflanzungen
* Anlage von Feuchtbiotopen
* Anlage von Streuobstwiesen
* Schaffung von Blühwiesen
* ggf. Beweidung durch Schafe und Ziegen
* Anlage von Totholzhecken
* Erstellung von Trockensteinmauern
* Anlage von Wildgehölzhecken (heimische Beerenfrüchte)
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