Die übliche Hufpflege bei unseren Ponys Und: Wo man geht und steht: Pralles Leben auf den Biotop-Flächen überall ☺️😍
Vielen Dank einmal mehr an unseren Hufschmied Nino Escher (https://www.hufbeschlag-ninoescher.de/). Die Hufe unserer Ponys wurden heute wieder gekürzt, so galoppiert es sich doch viel leichter über die Wiesen.
Apropos Wiesen: Pralles Leben, wo man hinsieht. Aus den Nistkästen rund um die Blühwiesen piept und zwitschert es überall. Eine Besatzrate von knapp 90 %, total klasse! Die Logik ist: Blühwiesen = Insekten = Vogelvielfalt & Co.
Der erste Mohn blüht, Margeriten, Gamander-Ehrenpreis, Phacelia, Acker-Witwenblume, es summt und brummt. Heute sogar zwei Tagfalter beim Hochzeitstanz entdeckt. Die Störche fliegen munter durch die Gegend und in unserem Insektenschutz-Gemüsegarten läuft alles nach Plan.
Ringelblumen, Tagetes, Polei-Minze und Ysop wachsen und stellen eine natürliche Wegfress-Barriere dar. Und das Gemüse schiesst in die Höhe: Kartoffeln, Tomaten, Erbsen, Gurken, Salat, Spinat, Topinambur, Bohnen und und und…
Die Enten und Gänse genießen ihren Teich, als ob es Urlaub in Italien wäre Ein fröhliches Plätschern, Tauchen und Baden ist das. Auch die Artenvielfalt kommt endlich auf Kurs. Die Blühwiesen beginnen endlich zu blühen und am Gnadenhof einen „Kleinen Feuerfalter“ entdeckt (könnte zumindest einer sein). Und das Eichensaatgut aus Südeuropa beginnt zu keimen. Die 1,5 bis 2 Grad Erderwärmung kommen so sicher wie das Amen in der Kirche. Kork- und Frainetto-Eiche, oder auch die Flaumeiche werden diesen Temperaturen trotzden können und sollen dann im heimischen Garten als Begleiter heimischer Flora einen Schutz bieten. Aber bis es so weit ist vergehen noch mindestens 10 Jahre.
Der heimische Zunderschwamm ist ein medizinischer (fast) Alleskönner. Den gefundenen Pilz heute im Dörrgerät getrocknet, zerkleinert und dann Feuchtigkeitssicher verschlossen. Was heimische Wälder an Medizin zu bieten haben ist beeindruckend. 😊
Und Blühwiese Nummer 251 ist geschaffen. Etwa 150 m² in Bissendorf-Jeggen. 😀🦋🐝🐞
Saatgut: Regio-Saatgut von Rieger Hofmann (Blühende Landschaft Nord). Die neu angelegte Blühwiese liegt inmitten eines Verbreitungsgebietes des Aurora-Falters. Die kleinen Kerlchen werden sich freuen.
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional. https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/ Spenden:
Die freche Nudel „Mambo“ leidet an einem Mineralstoffaufnahmefähigkeitsmangel. Trotz diverser Mineralschalen und Lecksteine wird in ihrem Blut immer mal wieder ein Selen- und Vitamin E-Mangel festgestellt. Dann kommt es zu einer schlimmen Verschuppung der Haut. Das Einzige was hilft: Eine Spritze beim Tierarzt, dann geht es sofort wieder aufwärts.
Aufgeregt war sie und hat ihre Geschäfte mehrfach im Behandlungszimmer erledigt. Kurze Zeit später ging es wieder zu ihren Kumpels, erstmal ein ausgedehntes Frühstück.
So langsam kehrt die Normalität wieder ein, in kleinen Schritten. Nächste Woche geht es wieder zur „normalen Arbeit“ und auch (in einem begrenzten Rahmen) Tätigkeiten für Artenvielfalt und Klimaschutz werden dann fortgeführt. Zunächst einmal die Weidefläche am Heroldweg in Melle/Westerhausen wieder mit Schafen besiedelt. Die sind happy 🙂 Herrliches frisches Grün. Anführerin ist das Schaf Lotta (das große weiße Schaf). Und auch sehr schön zu sehen: Eine kleine Population Wiesen-Bocksbart hat sich hier angesiedelt. Als diese Fläche vor Jahren fast ausschließlich aus Brennnesseln bestand wäre das noch undenkbar gewesen. Der Wiesen-Bocksbart ist in der Türkei als Yemlik bekannt und wird dort entweder roh in Salz getunkt, als Salat oder gekocht gegessen.
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional. https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/
Wer suchet, der findet… Heimische Wälder sind voll von gesundheitsfördernden Vitalpilzen. Hier die „Ernte“ eines Nachmittagsspazierganges: 800 Gramm Zunderschwamm (wenn man wollte, so könnte man am Tag locker 2-3 Kg finden). Wäre allerdings nicht ganz fair, denn der Zunderschwamm hat auch eine wichtige biologische Funktion in hiesigen Wäldern. Gehört zu den „heimischen Wunderwaffen“ der Medizin. Hier ein kleiner Medizinreport dazu: https://herbano.com/de/ratgeber/zunderschwamm-immunsystem (mit entsprechenden Quellenangaben).
DJ Ötzi (der DJ, der als Gletschermumie aus der späten Jungsteinzeit bzw. Kupfersteinzeit, die 1991 in den Ötztaler Alpen gefunden wurde, in die Geschichte einging), hatte übrigens sowohl einen Birkenporling als auch den Zunderschwamm bei sich (als er dann aufgetaut gefunden wurde). Die Menschen wussten offensichtlich schon damals, was medizinisch hilft (zudem lässt sich mit dem Zunderschwamm Feuer (Glut) über viele Kilometer transportieren).
Und es geht langsam aufwärts. Die Tätigkeiten beschränken sich aktuell weitgehend auf das Zuschauen beim Grasen der Tiere oder mal einen Blick in einen Nistkasten. Die Kurve gerade noch gekriegt. 🙂 Bald geht es weiter, aber definitiv anders – auf allen Ebenen – als zuvor. Ne ganze Menge Lektionen gelernt (auch auf allen Ebenen).
So, Zwangspause! Krank geschrieben, Verdacht auf Burnout!°🤢 Nix geht mehr! Pillen schlucken, ziemlich blöde in die Gegend schauen. Sich selbst verfluchen – und die Gesellschaft! Nix geht mehr ist aber immer auch eine Chance. Eine Chance zu lernen, mehr mit seinen Energien hauszuhalten und ne Menge Dinge zu ändern… Logischerweise herrschen hier neben Energiearmut nun auch etwas Verbitterung und Ohnmächtigkeit vor. Das ist zum Glück nur die eine Seite. Wenn man den Blickwinkel richtig fokussiert, dann sind auch Freude und Dankbarkeit möglich (wenn man sich etwas Mühe gibt).
Positiv formuliert ist es an der Zeit, Dinge anders zu machen (und zu lernen und eigenes Verhalten zu verändern):
* Oft genug (zum Glück nicht immer) enstand in den letzten Jahren der Eindruck, dass eigentlich nur ein(ige) ehrenamtliche Hilfsgärtner gesucht werden, die mit eigener Zeit und zuweilen auf eigene Kosten irgendwelche Privatgärten hübsch für die Artenvielfalt schön machen sollten. Das gehört ja auch zum Ehrenamt dazu, oftmals war es aber an Forderungen etwas „überbordend!“. Damit ist jetzt Feierabend. Die Begrifflichkeit des wertvollen ehrenamtlichen Einsatzes für die Artenvielfalt ist, leider, eine Farce. Sie übertüncht, dass der ehrenamtliche Einsatz für die Artenvielfalt (fast) der einzige Weg ist, der akzeptiert wird. Sobald es nicht ehrenamtlich ist und etwas kostet, dann lautert es meist: Ach nee, lieber nicht! Gerne waren wir gesehen, wenn wir Geld und/oder Arbeitskraft mitbrachten. War das nicht der Fall, tja, dann…
* Kommunikationsunterhaltung und -inanspruchnahme
Es ist schon aberwitzig, wie viele Personen auf Facebook & Co. die Berichte hier verfolgen. Oftmals schon seit vielen Jahren. Fragt man diese Leute, ob sie nicht mal nen 5er spenden wollen oder sich an Aktionen beteiligen würden: Ach neeee, lieber nicht! Es gehört zu dem temporären Zustand der Verbitterung (wenn eine solche Phase da ist), dass man sich fragt: „Wozu eigentlich dann weiter den Kommunikations-Unterhaltungs-Suppenkasper spielen? Wenn von den KonsumentInnen garnicht gewollt ist, etwas zurück zu geben? Die Antwort des Unterhaltungs-Suppenkaspers lautet (hehehe): Manchmal auch einfach Follower rauswerfen. Wenn Ihr nur konsumieren wollt, dann lest lieber woanders mit! Das ist hier kein Konsum-Kanal für Menschen, die ein bisschen unterhalten werden wollen! Es ist einfach zuweilen zu demotivierend zu merken, dass es nur irgendwelche „Applaus-Bots“ sind, die da am Konto kleben. Und wenn es „brennt“ sind sie überall (aber nicht hier!). Oder anders fomuliert: Klima- und Artenschutz finden alle toll, aber nur bis es ans eigene Mitmachen oder ans eigene Spendenvolumen geht. Dann sind plötzlich andere Prioritäten gesetzt. Dann sollen sie halt auch woanders mitlesen. Ich möchte dafür keinen Aufwand mehr aufbringen. Werde demnächst noch weitere Mitleser rauswerfen. Ist doch egal. Wenn eh alles egal ist…
* Gesellschaftlich chancenlos
Die Ampel-Regierung lebt es vor. Klima- und Artenschutz sind allerhöchstens Schmuddelkinder, mit denen man nicht spielt. Gemäß FDP sind Klima- und Artenschutz noch dazu nicht-ehelich geboren, in einer zutiefst katholischen Gegend, inmitten des 16. Jahrhunderts. Und Friedrich Merz (Opposition) möchte in diesem Kontext, den Klimaschutz sogar lieber gleich „abtreiben“. Im Morgenmagazin zum Thema „Klimaschutz“: „Es ist eben gerade nicht so, dass morgen die Welt untergeht. Wenn wir in den nächsten 10 Jahren die Weichen richtig stellen, sind wir auf einem guten Weg.“
Keine weiteren Fragen mehr!!! Als ob es die bisherigen Temperaturerhöhungen nicht gegeben hätte. Als ob die Stimmen der Wissenschaft nichts zählen. Nur: Wenn Regierung UND Opposition sich im Handeln klar und einig sind (möglichst nicht handeln, das Klimaschutzgesetz verwässern, auf den Markt setzen, der es schon irgendwie regelt): Dann ist es vielleicht zusätzlich Zeit, sich auf einen Stuhl zu setzen, in den Himmel zu kucken und warten, dass nichts passiert (und die steigende CO2-Bilanz in ppm zu zählen).
Vorausschauend gehe ich eine Wette ein: Der Begriff des „El Nino“ wird in den nächsten 3 Jahren vielen Verharmlosern von Artensterben und Klimaerwärmung dienen, die damit sagen werden: Die Katastrophen kommen doch garnicht von der Klimaerwärmung. Sie sind Ausdruck von „El Nino“, wir können nichts machen! Lieber noch warten! Es müssen schon alle mitgehen! Gegen El Nino – was können wir da ausrichten??“. Und plötzlich rast ein Kipp-Punkt nach dem Anderen auf uns zu.
*************** Soll ich mal schreiben, was der frustrierendste Moment in den letzten Jahren war?
Eine Jugendkonferenz zum Thema „Umwelt- und Klimaschutz“.
*************** Die Jugendlichen auf dieser Konferenz hatten an allem Möglichen ein Interesse (Aufenthaltsmöglichkeiten, verbesserte Mobilität (ok, das hat auch was mit Klimaschutz zu tun), verbesserte Konsummöglichkeiten)… (Ok, Naja, „wir“ (unsere Generation) war damals auch nicht besser). An wirklichem Klima- und Umweltschutz bestand kein so richtiges, prioritäres Interesse. Als ob es nicht zählt. Immerhin meinten einige Jugendliche: „Also wenn wir verbesserte Aufenthaltsmöglichkeiten in Melle hätten, dann wäre es zusätzlich gut, wenn dort auch enige Bäume wären…Und viele bunte Wildblumen.“ Nice to have! Aber mehr auch nicht…
Auf dem Treffen war noch eine andere Aktivistin vor Ort. Sie bedauerte gleichfalls, dass viele Jugendliche aktuell eher andere Interessen hätten. Ich stimmte ihr zu. Kurze Zeit später las ich in ihrem Facebook-Account, dass sie eine ultraorthodoxe Vielfliegerin ist. Mal in die USA, mal in den Südpazifik, mal hierhin, mal dorthin. Ein individueller CO2-Fußabdruck wie „eine Herde Elefanten und ein Schwarm Blauwale, die zum Mond fliegen“. Ich schrieb sie daraufhin an und erhielt als Antwort: „Aber der Flugverkehr macht doch nur 3-4 % der globalen Emissionen aus. Erstmal müssten doch…Ausserdem müsste doch durch Aufklärung….“. Und die ganze Litanei, die man seit 20 Jahren in diesen Debatten lesen kann…Fürchterlich! Kurzfristig dachte ich, ich sei gefangen in einem Albtraum. Was sollen da Menschen für Pflanzaktionen zusammengetrommelt werden, damit eine Person dann „rein gewaschen“ und gut gelaunt und fröhlich grinsend Selfies von ihrem Lieblingsflughafen macht? Macht keinen Sinn. Allgemein: So viele Bäume können wir nicht pflanzen um (z.B.) Kerosinmengen in der Atmosphäre zu kompensieren. Niemand kann das!
Spätestens da wusste ich: „Ach, Fuck Off! Wir haben keine Chance! An die verdammten Ausserirdischen, die mich hier auf diesem Eiland aufprallen lassen haben: Holt mich zurück, Ihr Arschgeigen!! Es gibt hier nichts zu retten. Nichts!“ Gebt mir einen Platz auf meinem Heimatplaneten, auf der Brücke, damit ich sehenden Auges Zeuge des hier stattfindenden (selbstverschuldeten) Untergangs werde. Aber holt mich hier raus!“
Die Ausserirdischen kamen aber nicht, und so sitze ich, frustriert, (aktuell) verbittert und hoffnungsleer hier nun in der Sonne rum und kuriere den Burn-Out aus. Einfach nur schauen, was so in den letzten Jahren entstanden ist. Und das widerum ist irgendwie doch teilweise auch echt cool. Und macht dann doch auch Freude.
Ein etwas geisteskranker Halbhöhlenbrüter hat sein Nest genau im Eingangsbereich einer Steinkauzröhre gebaut. Junge Junge, Du hast Nerven! Die kleine Zwergentenmutti sieht aus, als hätte sie Sahnetorte verspeist. Dabei schützt sie nur ihre kleinen Küken. Und wenn es ernst wird: Dann fliehen sie alle auf das Feuchtbiotop. „Schiff ahoi! Volle Fahrt voraus!!“ Die Gänse finden das auch prima. Heute noch 2 Neulinge (um sie zunächst identifizierbar zu machen) blau gekennzeichnet abgeholt. Vermutlich gehen sie kurzfristig in Obhut einer Tierschützerin. An ihrem vormaligen Lebensort wurden sie sehr sehr gut gehalten, trotzdem drohte ihnen sehr zeitnah „Kopf ab“.
Wie es weitergeht? Keine Ahnung… Ich bleibe heute mal lange am Feuchtbiotop sitzen. Vielleicht kommen ja doch noch die Ausserirdischen vorbei. Die Tiere nehme ich dann mit. Und: Zum Glück gibt es viele viele Leute, die sich toll einbringen, die etwas ändern wollen, die etwas machen. Aber ich glaube: Wir brauchen ein großes Raumschiff um zu fliehen, den „Rest“ lassen wir hier. Sollen selber sehen, wie sie klarkommen…Und bitte dann nicht jammern und krakehlen, wenn die Wälder brennen und Starkregen ins Wohnzimmer fließen. Es gibt dann Niemanden mehr, der zuhört. Die Interessen liegen (auch ganz demokratisch) woanders, dem muss man sich fügen…
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