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Allgemein
Noch 2 Tage bis „Ohne Kerosin nach Berlin“ in Melle Station macht
Geschrieben:

Noch 2 Tage bis die Bundesweite Klimaschutz-Fahrraddemo („Ohne Kerosin nach Berlin“) nach Melle/Oldendorf kommt (7. September, ab ca. 17.30
Uhr, Am Wulberg 31, Blühwiesen-Beweidungs-Winterquartier des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“).🌞🌞😄✌️✌️✌️✌️✌️✌️✌️✌️✌️
Heute nochmal ordentlich gerödelt. Krempel und Gedöns zur Müllkippe gebracht,
Flächen abgesperrt, verschiedene Areale für das Camp vorbereitet.
Unsere Gänse passen auf, dass hier auch alles schön geordnet abläuft.

Danke auch an Ramona Ramsbrock und Philipp Horstmann für die tatkäftige Unterstützung.
Familie Ramsbrock hat viele Getränke, Tische und Bänke für die Klima-Aktivisten bereitgestellt.
Die Unterstützung aus Melle insgesamt ist klasse!
Georgs Bioladen z.B. spendet jede Menge Verpflegung, Melle for Future bringt sich ein, die Presse hat sich angekündigt…
Viele Leute aus der Nachbarschaft haben angefragt, ob sie das Camp irgendwie unterstützen können.
So muss es sein. Die Klimaerwärmung ist eine Herkulesaufgabe für uns alle – für die gesamte Gesellschaft, überall.
In diesem Sinne ist es wichtig, die AktivistInnen, die viel Aufwand mit ihrer 14tägigen Demonstration betreiben, zu unterstützen.

„Ohne Kerosin nach Berlin“ ist gestern in Köln mit einer kraftvollen Demo gestartet.
Die erste Station in Wülfrath hatte das Thema „Landwirtschaft und Klimaschutz“ auf der Agenda.
Ein sympathischer Landwirt zeigte den AktivistInnen, was die Landwirtschaft bereits für den Klimaschutz leistet:

https://www.instagram.com/p/CEv0pJZCe89/

Heute steht eine Demonstration in Datteln am dortigen Steinkohlekraftwerk auf der Agenda.

https://sff-koeln.de/ohne-kerosin-nach-berlin/

Allgemein
Scheiß BEEEFFENN
Geschrieben:

Nach der Arbeit zum Blühwiesensport

Und: Projektabsage des Großprojektes durch das Bundesamt für Naturschutz

Gewogen und für zu leicht befunden – Weitere Diskussion mit dem großen grünen Heupferd

Es ist herrlich wie sich die Blühwiesen entwickeln, nachdem auf diesen ein Sommerschnitt durchgeführt wurde. Auf den Arealen, auf denen der Schnitt Anfang Juli umgesetzt wurde, hat sich bereits eine neue, ganz wunderbare Blühfläche entwickelt. Auf den Flächen, an denen der Schnitt etwas später stattfand, geht es auch so langsam wieder los.

Bis Ende Oktober wird hier noch einiges an Pollen und Nektar zur Verfügung stehen.

Tja, und dann war heute die Absage des Bundesamtes für Naturschutz im Briefkasten. Für ein geplantes Großprojekt in Oldendorf. Es hätte nicht die gewünschte Bundesweite Bedeutung und sei nicht innovativ genug. Ok, Botschaft verstanden, es hat nicht gereicht. Alles klar. Sind ja nicht doof.

Schade um die vielen investierten Stunden. Aber was ist schon Zeit. Zeit vergeht ja bekanntlich wie im Flug (hahahah). Viel unschöner ist es für die Vision, die erst einmal „zerplatzt“ ist (für den Moment, aufgeben is nicht!).

Naja, ok. Vermutet hatten wir es ja schon, die Chance wurde von Anfang an auf geringe Prozentzahlen eingeschätzt. Das blöde Papier trotzdem heute erstmal mit Schmackes zerknüddelt, zweimal auf dem Knie balanciert und dann volley, mit Vollspann,  Maradona-mäßig gegen die Wand geknallt. Wer braucht schon 200.000 Euro?

Zur Frustbewältigung erstmal den Rest des Schnittgutes einer Blühwiese an der Oldendorfer Straße abgeharkt, um diese auszumagern. Ohne Pflege haben Blühareale keine Chance nachhaltig zu wachsen.

Wie üblich saß das Grüne Heupferd dort wieder auf der Mauer und schlenkerte mit den Beinen.

„Watt is? Scheiß Laune?“, fragt es.

„Alles Scheiße! Das Scheiß BFN hat uns ne Absage erteilt.“

„Bee Eff ENN? Watt is dat?“

„Egal, mann! Projektabsage. Ne Menge Zeit investiert. Alles for Nothing! Nischt haben die kapiert! Nischt!“

Das Heupferd juckt sich mit dem Hinterbein an seinem Heupferdkopf.

„Dann müsst Ihr besser werden mit Euren Anträgen! Der Antrag war nicht gut genug! Läuft gerade nicht so bei Euch was?? Eine Hiobsbotschaft jagt die Andere, was??“

„Jaaaaaahhh“, antworte ich gereizt. Auf solche Diskussionen habe ich gerade überhaupt keine Lust.

„Geh mir nicht auf den Nerv!“, denke ich. Ich versuche es mit einem billigen Trick.

„Die haben das Potenzial nicht erkannt. Und Du solltest eigentlich Projektmanager der Brigade „Rote Abendsonne“ werden, drei große Biotope solltest Du in der Erstellung leiten. Die Blödis haben das jetzt kaputt gemacht!“

„Was? Ich sollte Projektleiter der Brigade „Rote Abendsonne“ werden?“ Das Heupferd errötet leicht. „Das traust Du mir zu?“

„Klaaaaaaar!“, sage ich und merke erleichtert, dass heute keine nervigen Diskussionen mehr aufkommen.

„Und noch vieeeeel mehr!“, sage ich. „Das ganze Drumherum solltest Du auch leiten!“

Was das „Drumherum“ ist, interessiert das Heupferd nicht. Hektisch zieht es eine klapprige, rostige Schreibmaschine aus einem Erdloch hervor.

„Diese Scheiß Blattlaus-Idioten! Nix haben die kapiert. Diese BeeEFFENN-Blattläuse!!“

Vorsichtig frage ich, was denn jetzt die Blattläuse dafür können?

„Ach, das verstehst Du nicht!“, fährt mir das Heupferd über den Mund.

„Ist son persönliches Ding zwischen Heupferden und Blattläusen. Diese Idioten!“

Ich frage nicht weiter nach. Hitzig spannt das Heupferd einen Bogen Papier in die Maschine und fängt an zu tippen.

„Liebes Beeee EFFFF ENNNN!!…..“,

Ich denke so: Lass den mal machen. Zu verlieren haben wir ja nix.

„Wir brauchen Kohle, Viel viel viel Kohle! Sagen wir mal 130.000!“, sage ich.

„Macht es doch wie Staub, Garweg und Klette, die alten Überbleibsel. Raubt doch Geldtransporter aus!“

„Oh Mann“, sage ich. „Heupferd!! Absoluter Bullshit! So geht das nicht! Wir arbeiten friedlich, alles andere ist Schwachsinn!“

„Nee, is klar“, sagt das Heupferd. „Und die Vernichtung unser Lebensräume ist auch friedlich, oder was? DAS ! ist ein Akt der Gewalt! Dann raubt doch das Beeeee EFFFFF ENNNN aus!“, und tippt weiter hektisch auf seiner Schreibmaschine herum.

Auf dem Nachhauseweg fluche ich wild vor mich hin. „Scheiß Beeee EFFFFF ENNNN – Blattlaus-Kacke. Fuck off!!! ShitKackDreck! ScheißeFuckOff-Kotze!“

Und ich denke heimlich: „Bee Eff ENN ausrauben, gar keine so schlechte Idee. Irgendwo muss der Tresor da ja stehen.“

Auch wenn mal was nicht so läuft. Dran bleiben. Manchmal braucht man Platz, um Anlauf zu nehmen, um dann (irgendwann) ganz weit nach vorne zu springen…

Trotzdem: Blattlauskacke!

Blumiger Landkreis Osnabrück

Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück

http://blumiger-lkos.de

Damit es weitergeht:

Spenden:

https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

Allgemein
Der Countdown läuft…noch 3 Tage
Geschrieben:

Der Countdown läuft… Noch 3 Tage
Die Bundesweite Fahrrad-Klima-Protesttour „Ohne Kerosin nach Berlin“ startet heute mit viel medialem TamTam in Köln und wird am 7. September in Melle/Oldendorf auf dem Gelände des Blühwiesen-Beweidungs-Winterquartiers des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (Gnadenhof Brödel) campen.
Der Abschluss der Tour findet am 18. September in Berlin statt.
https://sff-koeln.de/ohne-kerosin-nach-berlin/

Das Ziel ist es, die Aufmerksamkeit auf die fatale Klimakrise und die unzureichenden politischen Gegenmaßnahmen zu lenken.
Die Klimatour wird unter Anderem von attac, dem BUND, dem NABU, foodsharing.de und Seebrücke – Schafft sichere Häfen unterstützt. Aus Melle fördern „Melle for Future“, Georgs Bioladen, die gUG Umweltschutz und Lebenshilfe und der Gnadenhof Brödel die Aktion.
Als angemeldete Demonstrationen werden in 13 Etappen mit Übernachtungen auf Privatgrundstücken am Tag durchschnittlich 60 km zurückgelegt.
Dabei werden zahlreiche Orte besucht und Aktionen durchgeführt, um auch den lokalen Umgang mit der Klimakrise in den Fokus zu rücken. Denn nur gemeinsam als Gesellschaft und durch Teilhabe aller Menschen kann eine längt überfällige Wende der Klimapolitik umgesetzt werden.
Morgen werden hier die letzten Vorbereitungen getroffen, damit die Klima-SchützerInnen am kommenden Montag in Melle/Oldendorf „Am Wulberg“ auch ein schönes Camp auf ihrer Tour nach Berlin vorfinden.
Interessant und hochgradig-hochgradig-hochgradig besorgniserregend ist eine vor Kurzem veröffentlichte Studie (u.a. des Klimawissenschaftlers Will Steffen)
https://www.nature.com/articles/d41586-019-03595-0
In dieser Studie wird betont, dass offernbar 9 von 15 Klima-Kipppunkten schon erreicht worden sind.
„Kipp-Punkte“ sind z.B. das Abschmelzen von gigantischen Eisschilden oder der Zustand von global-relevanten Waldgebieten.
Sind diese „Kipp-Punkte“ überschritten, dann kann eine Kipp-Kaskade in Gang treten, welche zu einer Art „Turbo-Geschwindigkeit“ der Erderwärmung führt.
Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 25. August: „Wir brauchen null Emissionen. Null!“
https://www.sueddeutsche.de/politik/klimawandel-emissionen-energie-1.5005515
Der Interviewpartner Anders Levermann (leitet die Abteilung „Komplexitätsforschung“ am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK)) äußert: „Ich bin seit 20 Jahren Klimaforscher und seit 20 Jahren arbeite ich an Kipppunkten im Klimasystem.
Jetzt überschreiten die ihre Grenzwerte. Und es ist genau so ernst, wie wir gesagt haben. Wenn der westantarktische Eisschild kippt, dann verlieren wir Hamburg, Shanghai, Kalkutta, New York, Tokio und so weiter.“
Die Klima-Kipppunkt-Kaskade scheint begonnen zu haben. Durch die steigenden Temperaturen ist auch die zeitliche Länge und numerische Anzahl der arktischen Waldbrände gestiegen.
Dramatisch, um nicht zu sagen: „Absolut Krass!“ sind die Zahlen, welche der SPIEGEL gestern veröffentlichte:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/sibirien-braende-in-der-arktis-verursachen-rekordemissionen-a-861bb713-98b8-44bb-b3f9-5afc80cb2498

Allein zwischen Juni und August haben die Feuer in der russischen Arktis etwa 540 Megatonnen Kohlendioxid freigesetzt. Damit sei der bisherige Rekord von 2003 gebrochen worden. Zum Vergleich: Die jährlichen Emissionen Deutschlands liegen bei etwa 858 Megatonnen.
Bedeutet: Die Klimaerwärmung führt aktuell dazu, dass in steigendem Maße noch deutlich mehr Emissionen freigesetzt werden, was gleichfalls erneut steigende Temperaturen verursacht.

Allgemein
Das Ziel ist die ökologische Weltrevolution
Geschrieben:

Strukturveränderungen sorgen dafür, dass alles etwas kleiner wird (und man selber kreativer)
und natürlich geht es irgendwie weiter.
Am Ziel der friedlichen ökologischen Weltrevolution halten wir natürlich auch weiterhin fest ;-)😃😃
Gemeinsam mit Philipp Horstmann heute die Tiere auf die städtische Fläche am Schürenort umgesetzt.
Das geht auch sehr gut ohne Pferdeanhänger. Mit 20 Km/h und diversen Tiertransportboxen zigmal durch den Ort getuckert.
Schafe und Ziegen haben vor Freude im Fahrtwind gejohlt.😊

Mit weniger Personen und reduzierterer Ausstattung muss man eben kreativer werden.
Haben uns jetzt eine GoPro-Kamera gekauft (das ist so ein mobiles Kamera-Dingsbums, mit dem man sehr gute
Live-Aufnahmen von stattfindenden Arbeiten machen kann). Dazu noch ein „Gimbal“ (das ist ein Stabilisator
für Handyaufnahmen). Wie man schreibt ist weitestgehend bekannt.
Jetzt arbeiten wir uns hier in eine professionelle Soziale-Medien-Gestaltung ein.
Die ökologische Weltrevolution ist also quasi zum Greifen nahe.

Am Standort Schürenort existiert für unsere Schafe und Ziegen ein echtes Paradies. Schattenplätze, frische Blätter,
jede Menge frisches Gras. Ein idyllisches Schmetterlingsparadies hat sich dort entwickelt.
Der dort wachsende Blutweidereich z.B. ist ein Magnet für den Kohlweißling.
Unsere Tiere grasen nun dort alles ab und übernehmen die Pflege. Die Stadt spart Geld für eine maschinelle Bearbeitung. Alle sind happy, geht doch 🙂

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

Wer unsere Arbeit unterstützen möchte:😊
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck

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Diskussion mit dem großen grünen Heupferd
Geschrieben:

Auch als meschuggerter Einzeller kann man jede Menge erreichen. Mitose und Meiose werden ja allgemeinhin etwas überschätzt 🙂 Und: Diskussion mit dem „Großen Grünen Heupferd“.

Das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wird selbstverständlich fortgeführt. Was können denn die Insekten dafür, dass wir eine Strukturveränderung vornehmen müssen? Auch Karsten Wachsmuth, der seit 4 Jahren mittlerweile eine vierstellige Anzahl von Stunden in das Projekt investiert hat, wird weitermachen. Allerdings auch er in einer veränderten Form. Veränderte Parameter im Privatleben machen es nötig.

„Ich mache trotzdem weiter, in einem kleineren Rahmen!“.

Sehr gut. Klingt zwar ein wenig wie Norbert (Nobby) Blüms Satz 1986: „Die Rente ist sicher“, ist aber glaubhaft.

Im Ernst: Natürlich geht das Projekt weiter. Das Insektensterben fordert, trotz der Strukturveränderung in unserer kleinen ösepöpeligen Naturschutzgruppe nach wie vor eine maximale Beachtung. Und gleichzeitig ist es emotional auch garnicht möglich, das Projekt „loszulassen“.

Heute in Melle an der Oldendorfer Straße (gegenüber vom Lidl) 50% einer Fläche gemäht und einen Großteil schon weggeharkt. So wird der Boden ausgemagert (ganz wichtig für viele Wildblumen) und in den Stängelhaufen entstehen hilfreiche Überwinterungshilfen.

Es ist ja so: Zu bestimmten Flächen haben wir mittlerweile „ein Verhältnis aufgebaut“.

Jetzt weniger „Hyppiemäßig-Erde-ich-empfinde-Dich-und-jetzt-will-ich-nen-Joint“-mäßig gemeint sondern mehr so wissenschaftlich „Alter!!!-Bestände-von-Hypericum perforatum-Achillea aegyptiaca-Tanacetum vulgare-entwickeln-sich-Hol-Bier-das-feiern-wir!!!“.

Es ist tatsächlich so, diese Fläche betreuen wir im vierten Jahr. In jedem Jahr haben wir immer auf derselben Hälfte einen Sommerschnitt durchgeführt.

Ergo: Eine Hälfte wurde seit 2017 insgesamt 4 mal gemäht und abgetragen und eine Hälfte 8 mal.

Auf der nährstoffreicheren Fläche blüht aktuell noch sehr viel „Wilde Möhre“ und auch die „Wiesenflockenblume“. Auf der anderen Hälfte entwickeln sich aktuell Schafgarbe, Johanniskraut und Rainfarn (Hol Bier, das feiern wir!). Das Ausmagern sorgt also tatsächlich für sichtbare Effekte.

Auf dem Areal heute noch eine intensive Diskussion mit dem „Grünen Heupferd“ (männlich) geführt (bin kein Zoologe, aber das dürfte es sein).

Ich tuckere so mittelmäßig gelaunt auf das Areal, sitzt der kleine Kerl da auf einer Mauer, trinkt Heupferdbier und lässt die Beine baumeln.

„Ey, Du gescheitertes Evolutionsobjekt“, brüllt er gleich klar und unmissverständlich.

„Ihr Menschen seid einfach zu nichts zu gebrauchen. Von wegen „Krone der Schöpfung“, Ihr Arschgeigen! Ihr macht alles nur kaputt und sehr nur Euch selbst“, und rülpst dann laut in den Raum.

Ich selber  auch ein Hitzkopf und Choleriker vom Herrn brülle fröhlich zurück:

„Dann pass Dich doch einfach schneller an die Evolution an, Du Idiot!!“

Das Heupferd: „Ihr habt NICHTS begriffen. Heb Geld ab am Automaten. Die Sprache versteht Ihr Menschen doch!“

Antwort: „Watt willst Du, Du Eiweißquelle??“

Es steht 2:2

Nach getaner Arbeit sitzen wir beide gemeinsam auf der Mauer und diskutieren immer noch wild.

Die Biervorräte des Heupferdes gehen zur Neige, es schickt mich zur Tanke um Nachschub zu holen.

Das mache ich natürlich.

Das Heupferd sagt: „Ihr Menschen haltet Euch für die Größten und seid nicht einmal in der Lage nachhaltig für Eure eigene Art zu sorgen. Ihr werdet verlieren und uns mitnehmen. Ihr schwadroniert davon, dass Ihr die Krone der Schöpfung seid. Die Bewahrung der Schöpfung ist für Euch ein großes Ding. Es gibt Parteien die ein „Christlich“ im Parteinamen haben.

Aber Ihr Menschen verhaltet Euch nicht so. Stelle ich bei Euch da eine Doppelmoral fest?

Und noch etwas: Dass einer von Euch Gottes Sohn sein soll und so…Ich gebe zu bedenken, dass mir einiges davon etwas, sagen wir mal, befremdlich vorkommt. So von wegen: Eine Jungfrau hat einen von Euch geboren. Wie soll das gehen? Und der ist dann noch zum Himmel gefahren? Wie das denn? Mit dem Bus? Und all Eure Sünden hat er übernommen und ist dafür sogar noch an Kreuz genagelt worden. Scheiß Geschäft würde ich sagen. Macht Ihr Euch es deswegen so einfach?

„Fuck!!“, denke ich. „Mindestens ein Agnostiker-Heupferd!, wenn nicht sogar ein Komplett-Atheist. Sofort die CDU anrufen, die soll das klären!“

Irritiert murmel ich: „Hm..naja, ich gebe zu, dass es in der Theorie da eine oder andere Unklarheit vielleicht geben könnte…Ich meine, dass….“

Das Heupferd wirft mir eine halbvolle Flasche Heupferd-Pils an den Kopf: „Unklarheit????“ Du redest von Unklarheit??? Was gibt es denn bei einer Bewahrung der Schöpfung bitte für Unklarheiten?? Ganze Völker von uns rottet Ihr aus!!! Frag doch mal „Gottes menschgewordenen Sohn“ ob er mal mit sein Vadder reden kann! Ich geb DIr gleich Unklarheit!!“

Irgendwie hat das Heupferd Recht.

Frei nach Monthy Python: Alle Liebe geht von Gott aus. Wer das nicht kapiert, gehört auf den elektrischen Stuhl.

Oder gemäß Otto Walkes „Tumor ist wenn man trotzdem lacht“:

„Im Wasser tummle sich Gestalte,

des sollt´ mer net für möglich halte.

Die Vielfalt dieser Wucherungen

hat noch kein Dichter je besungen.

Ich tue es uns sing für Sie:

„So schöpferisch ist die Chemie…“

Den Fischen aber sei gesacht:

Tumor ist, wenn man trotzdem lacht!“

In diesem Sinne. Ewig währt am Längsten.

Blumiger Landkreis Osnabrück

Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück

http://blumiger-lkos.de

Damit es weitergeht:

Spenden:

https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

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Vorbereitungen für das Klimaschutzcamp in Melle haben begonnen
Geschrieben:

Vorbereitung des Klimaschutzcamps (7.9.) der Initiative „Ohne Kerosin nach Berlin“ in Melle/Oldendorf. Und: Start der Anpflanzaktion „klimaerwärmungsresistenter“ Bäume 🌳🌳🌳🌵🌴🌴🌴☘️☘️☘️🌻🌻🌞🌞🌞🌞

Heute mit den Vorbereitungen für das Klimaschutzcamp der Initiative „Ohne Kerosin nach Berlin“ in Melle/Oldendorf begonnen. Der Aufwand hält sich aber in Grenzen.
Die Initiative startet ihre Klimaschutz-Fahrraddemo von unterschiedlichen Punkten aus. https://sff-koeln.de/ohne-kerosin-nach-berlin/
Die Nord-Route startet Anfang September in Köln, macht am 7. September bei uns in Melle/Oldendorf Rast und endet am 18.9. in Berlin.
Heute erstmal anhängerweise Reststoffe (die noch nicht einmal hier noch weiterverwertet werden können) und Müll zur Müllkippe gebracht. Wenn schon hoher Besuch aus der Stadt kommt, dann sollen die ja nicht sagen, es würde hier wie bei der legendären Familie Hempel unterm Sofa aussehen.
Dann überlegt, was wohl der größte Traum eines Städters sein könnte…??
Heureka, ist doch klar!! In einer Spätsommernacht bei klarem Sternenhimmel auf Heuballen liegen und frische Landluft einatmen. 😀😀😀😎🤓
Ergo sind etwa 100 erstklassige Ballen Heu mit wunderbarem Landwiesenduft angeliefert worden. Was tut man nicht alles für seine Gäste…
Die CamperInnen erhalten von uns zudem ein Dusch-Weidezelt mit biologisch abbaubarem Shampoo und kaltem Wasser (so sind wir drauf auf dem Land!).
Zudem werden zwei große Container Wasser für eine „Katzenwäsche“ aufgestellt (Danke an Michael del Monacoo und Meike Bdm dafür).

Auch startet hier nun die Aufzucht von mehreren 1000 Exemplaren „klimaerwärmungsresistenter“ Bäume.
Von der Traubeneiche bis zur Schwarznuss. Vom Speierling über die Elsbeere zum türkischen Baumhasel über die Stieleiche bis zur Orientplatane. Es gab dazu neulich eine sehr spannende Diskussion auf Facebook.
Total gut.
https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=998443167295577&id=100013897084623
Hier einige Präzisierungen:
Im Bundesnaturschutzgesetz existiert seit März 2020 mit Paragraph 40 ein Passus der besagt, dass in „der freien Natur“ nur noch (von wenigen Ausnahmen mal abgesehen) heimische Pflanzen ausgebracht werden dürfen. Für den Siedlungsbereich jedoch (Stadt- und Gartenbäume) gilt dieses Gesetz nicht.

Macht dieser Passus Sinn?
Auf jeden Fall. Es darf in der Tat nicht verkannt oder verleugnet werden, dass sog. „invasive Arten“ ein großes Problem des Natur- und Artenschutzes sein können.
Der große Prof. Glaubrecht schreibt in „Das Ende der Evolution“ (2019, S.431): „Heute sind insgesamt fünf direkte Ursachen für den Artenschwund verantwortlich. Diese fünf wichtigsten Faktoren werden gelegentlich als HIPPO zusammengefasst, nach dem Englischen für (H)abitatverlust, (i)nvasive Arten, Umweltverschmutzung (pollution), Bevölkerungswachstum (population growth) und Übernutzung (overhunting).“
Warum also gebietsfremde Arten heranzüchten?
Nun, das Baumsterben aufgrund der Klimaerwärmung ist ein massives Problem, welches Milliarden von Tonnen CO2 zusätzlich freisetzt und den Verlust von Milliarden von CO2-Speichern insgesamt bedeutet. Es geht hier nicht nur um Wälder sondern insbesondere auch um Stadt- und Siedlungsbäume und deren Fähigkeiten, für ein aushaltbares und lebenswertes Mikroklima zu sorgen..

Die hier herangezüchteten Setzlinge werden an unsere Projekt-UnterstützerInnen verschenkt (und an andere auch verkauft), um zusätzliche Schattenspender und CO2-Speicher zu schaffen (jedoch bitte nicht in der „freien Natur“ ausbringen).
Im aktuellem „Spektrum“ (https://www.spektrum.de/) ist die Klimaerwärmung und das Baumsterben ein großes Thema, wie in so vielen unterschiedlichen Medien:
(z.B. in der NOZ am gestrigen Freitag: https://www.noz.de/deutschland-welt/xl/artikel/2108009/duerre-kaefer-klimawandel-der-wald-ist-tot-es-lebe-der-wald).
Von 80 Millionen Bundeswald-TrainerInnen haben vermutlich alle 80 Millionen unterschiedliche Meinungen, nach dem Motto:
„Jetzt wechsel doch endlich den Matthäus aus, die Pfeife! Bring jetzt mal die Traubeneiche!“.
(Fast) klar ist mittlerweile: Verschiedene heimische Arten werden es in den nächsten 30 Jahren nicht mehr schaffen hier zu wachsen und zu gedeihen.
Die Ursache dafür werden die kontinuierlich schärfer werdenden Konflikte um Wassernutzung (auch bei uns) sein. So titelte das „Hamburger Abendblatt“ am 17. Juni 2020:
„Niedersachsen droht eine Wasserkrise“
https://www.abendblatt.de/hamburg/harburg/article229333640/Niedersachsen-droht-eine-Wasserkrise.html
Ein Resultat dessen wird ein Absinken der Grundwasserpegels sein, mit dazu kommender Zusatzerschwernis für Bäume, an das Wasser zu gelangen.
Gleichzeitig macht es (eigentlich) fast keinen Sinn mehr darüber zu diskutieren, ob wir das „Pariser Klimaabkommen“ und eine Erwärmungssteigerung von 1,5 bis 2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit noch erreichen werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbereinkommen_von_Paris
Die aktuelle globale Entwicklung lässt befürchten, dass wir deutlich deutlich deutlich drüber liegen.
Das Ende „nach oben“ ist offen. Das Ende der Zivilisation auch? Im letzten Jahr erschien in der „Nature“ eine Studie (https://www.nature.com/articles/d41586-019-03595-0), welche besagt, dass 9 von 15 globalen Kipp-Punkten bereits erreicht wurden.
„Kipp-Punkte“ sind z.B. das Abschmelzen von gigantischen Eisschilden oder der Zustand von global-relevanten Waldgebieten. Sind diese „Kipp-Punkte“ überschritten, dann kann eine Kipp-Kaskade in Gang treten, welche zu einer Art „Turbo-Geschwindigkeit“ der Erderwärmung führt.
Ein passender Vergleich des Studienherausgebers Will Steffen:
“Wenn die Titanic merkt, dass sie in Schwierigkeiten ist und etwa 5 km benötigt, um das Schiff zu verlangsamen und zu steuern, aber nur 3 km vom Eisberg entfernt ist, ist sie bereits dem Untergang geweiht”
Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 25. August: „Wir brauchen null Emissionen. Null!“
https://www.sueddeutsche.de/politik/klimawandel-emissionen-energie-1.5005515
Der Interviewpartner Anders Levermann (leitet die Abteilung „Komplexitätsforschung“ am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK)) äußert: „Ich bin seit 20 Jahren Klimaforscher und seit 20 Jahren arbeite ich an Kipppunkten im Klimasystem. Jetzt überschreiten die ihre Grenzwerte. Und es ist genau so ernst, wie wir gesagt haben. Wenn der westantarktische Eisschild kippt, dann verlieren wir Hamburg, Shanghai, Kalkutta, New York, Tokio und so weiter.“

Wenn die Klima-Kipp-Punkt-Kaskade loslegt, dann haben hiesige Bäume NOCH deutlich weniger Chance hier zu wachsen und zu gedeihen.Um mal zu verdeutlichen, worüber wir reden:
AKTUELL (Stand heute) wird die Klimaerwärmung auf 1,2 Grad berechnet. Geht es so weiter wie es sich aktuell abzeichnet, dann können wir auch locker bei 3 oder vier Grad landen, mit den fürchterlichen entsprechenden Folgen.
Im Spektrum ist (Spektrum 9.20, „Deutschland im Klimawandel“) ist im Artikel „Forstökologie. Der Große Waldumbau“ (S. 18-20) eine Position von Andreas Bolte (leitet das Thünen-Institut für Waldökosysteme in Eberswalde) zu lesen.
Er schreibt z.B.: „Daher ist es wichtig, die Wälder langfristig an den Klimawandel anzupassen und sich dabei an der aufgezeigten Verschiebung der Lebensräume von Baumarten in den nächsten Jahrzehnten zu orientieren. Das bedeutet einerseits einer natürlichen Waldentwicklung Raum zu geben und andererseits Wälder aktiv anzupassen.“…
Und er nimmt Bezug auf den Begriff der „Assisted Migration“:
„Hierbei verwendet man gezielt Saat- und Pflanzgut toleranter Baumbestände aus den trocken-warmen Randbereichen des Verbreitungsgebiets unserer heutigen Hauptbaumarten. Dabei geht es nicht darum, die heimischen Bestände durch eingeführte zu ersetzen, sondern die toleranten Varianten mit den hiesigen zu mischen. Langfristig können sie so die Anpassung an die nächste Baumgeneration weitergeben.“
In die Glaskugel schauen können wir alle nicht (können schon, aber sie wird uns nichts sagen).
Die Befürchtung ist jedoch groß, dass die Klimaerwärmung viel viel schneller und drastischer ausfällt, als zu befürchten war. Wenn es (in den nächsten Jahrzehnten) zu Konflikten bei der Wassernutzung zwischen „Trinkwasser/Landwirtschaft/Gießwasser/Nutzwasser“ kommen wird, dann können wir noch nicht einmal in unseren kleinen Mikrokosmen (Vorgärten) helfend bewässern. Wenn wir dann keine „angepassten“ Baumarten haben, wird es dramatisch.

Warten darauf, dass es sich „von selbst reguliert“ würde nur bedeuten völlig passiv weitere wertvolle Zeit zu verschenken.