Die Kälte ist unerbittlich.
Wir haben mittlerweile eine Fülle von Wärmelampen aufgehangen.
Zudem wird drauf geachtet, dass die Tiere (wenn es irgendwie geht) einige Kumpels in den Nächten haben,
um sich aneinander zu kuscheln und sich gegenseitig zu wärmen.
Und unsere Schweinchen kriegen zwei Mal am Tag warmen Porridge serviert. Mit Nüssen, Feigen und Haferflocken…
Sorgt für guten Sound, ganz offensichtlich schmeckt es 🙂
Sind wir doch mal ehrlich: Ein warmes Bett, einen Freund oder eine Freundin und zwei warme Mahlzeiten am Tag. Ist das nicht schön?
Darum (und genau darum!!!) geht es doch im Leben!!
Demut und Dankbarkeit – trotz allem, was auf uns (täglich) so einprasselt…
Es kommen auch wieder bessere Zeiten. Nur Mut und „Kopf hoch“, und niemals aufhören „zu kämpfen“…
Die Kommunistensau „Speedy“ und ihre Sympathie für Kaninchen (und vice versa) ist schon legendär.
Scheint so, als ob sie mit dem Eigenbrödler-Kaninchen „Rex“ einen neuen Kumpel gefunden hat (vielleicht) 😉
Seitdem es so kalt ist hält er sich oft bei ihr im Stall auf. Und sie hat nichts dagegen – das heisst schon was 🙂
Gestern saßen sie schon einmal „Rüssel an Nase“.
Speedy futtert dann oft ihr Winter-Kraftfutter und Rexi ein Kohlblatt oder eine Möhre.
Die Kälte hat den Gnadenhof fest im Griff. Einige Tiere (eine etwas kränkliche Gans, ein schwächliches Huhn, 2 Enten)
haben wir mittlerweile ins Haus geholt. Und an den Vogelfutterstellen herrscht munterer Betrieb. Gerade noch einmal 40 Kilo verteilt, spätestens heute Nachmittag sind die weg.
Sogar ein Star ist gekommen, hier noch nie gesehen.
Ab Sonntag wird es etwas wärmer – ich glaube dann haben wir es geschafft. Und im Mai werden wir sagen:
Wisst Ihr noch damals? Das war ganz schön hart…Aber alle zusammen haben es irgendwie hinbekommen 🙂
Die Nacht gut überstanden 🙂 In den Ställen mit Rotlicht und hoher Tierdichte
liegt die Temperatur bei etwa 0 Grad, teilweise ist sogar das Wasser nicht einmal gefroren.
Schweinchen Speedy, Hahn Fred und SUPERHuhn Harriett räkelten sich gerade noch im Stroh bzw. auf der Stange.
Dennoch Frühsport: Warmwasser für alle, mit etwas Oreganoöl und einem Schuss Minze.
Es hat aufgehört zu schneien, das ist sehr gut. Das Schlimmste ist überstanden.
Den Ponys die Eiszapfen entfernt und alle Futterstellen aufgefüllt, auch jene im Wald.
Gestern war endlich einmal ein Reh
am Heu. In harten Zeiten müssen alle etwas näher zusammenrücken, sonst wird das nichts.
Die Zufallsfotos sind die Besten. 😃😄
Heute Morgen auf dem Gnadenhof Brödel (Melle, Niedersachsen). Minus 11 Grad.
Anstehen für heissen Tee. 😃😃😄⛄⛄❄❄🌬🌬☕️☕️🍵🍵
Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de
Spenden für neue Teebeutel:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck
Die Nacht wird rattenkalt. Minus 15 Grad werden erwartet.
Die Lösung ist: Dicke Lagen Heu und Stroh, möglichst viele Tiere auf engem Raum und Wärmelampen.
Schweinchen Speedy hat gerade schon geratzt und geschnarcht 🙂
Die Situation ist eine Massivherausforderun.
Es hat heute Nacht weiter geschneit. Der nächste Unterstand (dieses Mal für das Geflügel) ist in sich zusammen gesackt.
Trotzdem Glück im Unglück. Es hat sich eine Art Katakombensystem mit mehreren Schutzblasen gebildet.
Die Eichenholzpfeiler machen es möglich. Gerade eben munter durch die Katakomben gekrabbelt und drei mal gezählt. Scheinen noch alle da zu sein.
Jetzt leben sie noch ein bisschen enger zusammen, was für die nächsten Nächte vermutlich ganz gut ist.
Die Wasserversorgung funktioniert per Handkarren und geht nur noch meterweise voran.
Die Tiere stürzen sich förmlich auf das lauwarme Trinkwasser.
Die Situation ist krass, aber irgendwie kommen wir durch. Es ist ein Kraftakt, aber gut fürs Herz-Kreislauf-System ;-).
Nach einer Fütterung ist man schweissgebadet und die bräsigen Kalorien in einem drinnen lösen sich in Luft auf.
Den Schafen und Shetland-Ponys macht das Wetter nicht viel aus. Die Ziegen scheinen sich
irgendwie zu arrangieren. Dann machen wir das auch so 🙂
Wir haben uns gut vorbereitet.. Die Lager sind voll mit Kraft- und Körnerfutter. Das Heu stapelt sich bis zur Decke.
Wir kriegen die Tiere schon durch die Schneekatastrophe hindurch.
Es wird Zeit, dass in diesem gottverdammten Irrenhaus mal wieder etwas Normalität einkehrt.
Die neue Ziege „Stina“ hat noch große Angst, zu den anderen Tieren in die Stallungen zu gehen.
Häufig steht sie noch in einem Windschutz davor oder liegt in einem der isolierten Wasserkanister („Schneebunker“).
Heute Nacht mag das noch gut gehen, aber die kommenden Nächte würde sie ohne vernünftigen Unterstand
und die wärmende Heerde vermutlich nicht schadlos überstehen.
Also eingefangen, ob sie nun will oder nicht, und zu den anderen Tieren gesteckt. Türen zu und
die Isolierplane runtergezogen. Hier ist es mollig warm, insbesondere weil auch die viel Wärme abstrahlenden Schafe Molly und Lotta dabei sein.
Die anderen 4 Neuzugänge „Pippi Langstrump“, „Boy“, „Queeny“ und „Lilly“ machen es genau richtig.
Zu viert in einem „Schneebunker“, auf einer dicken Lage Stroh. Gegenseitig wärmen. Mehrere Planen rübergezogen, gute Nacht 🙂
Morgen früh gibt es lauwarmes Trinkwasser.
Was für eine Nacht, was für ein Kampftag!! 🙋😊🐾🐾✊✊👏👏🦹🦹🦹♀️🦹♀️🦸♀️🦸♀️🦸🦸♂️🧙♂️🧙
Es ist noch viel viel „härter“ als gedacht – aber wir werden durchkommen!
Danke an Julia Behncke 👩❤️👨💖💝.
Ganz schön „uppe“ mittlerweile, zeitweilig zitterten sogar schon die Beine. Energieriegel und heißer Kaffee schaffen Abhilfe.
Das Gröbste ist jedoch geschafft. Ständig die Dächer der Stallungen von der Schneelast befreit.
Einen Unterstand haben Schnee und Wind dennoch zu Kleinholz verarbeitet. Zum Glück ist kein Tier zu Schaden gekommen.
Viel viel Schnee dringt in die Weidezelte und Stallungen ein. Immer wieder Holzbretter angeschraubt, Risse abgedichtet, zusätzliche Planen gespannt.
Die Schneelast ist enorm.
Der Straßenverkehr war heute Morgen hier zeitweilig zum Erliegen gekommen.
Sogar unser Quad hat seinen „Meister“ gefunden. Nicht schlimm, dann kommen Schubkarre und Handkarren zum Einsatz, mit 0,25 PS.
Allerdings: Alles dauert jetzt sehr sehr lange. Während eine Einzelfütterung sonst bei ungefähr 1,5 Stunden liegt sind es jetzt eher 3,5 – 4 Stunden.
Kanisterweise Warmwasser ist zu den Flächen zu schleppen. Die Tiere süppeln das aus den gefrorenen Trinkkisten teilweise in einem Zug weg.
Große Mengen „Heucobs“ werden verfüttert. Diese geben viel Energie an die Tiere. Die kleinen Quessant-Schafe und Zwergziegen stehen
mittlerweile bis zum Bauch im Schnee.
Lirum, Larum, Löffelstiel, Letztlich kommt es auch ein bisschen auf die Einstellung drauf an:
Ziemlich derbe alles, never ever so etwas erlebt, und völlig klar: Es geht „ans Eingemachte“. Aber ist ja auch irgendwie ein kleines Abenteuer 🙂
Mit dieser Einstellung wird es leichter.
Säckeweise Vogelfutter-, Hühnerfutter und und und rund um den Gnadenhof verteilt.
Die Gnadenhoftiere durchzukriegen wird schon irgendwie gehen.
Und rund um die Futterstellen sammeln sich Hunderte unterschiedlicher Vögel.
Schwärme von Amseln, Finken, Meisen, Tauben, Raben – sogar etliche Spechte hier heute gesehen.
Eine große Kiste mit abgelagerten Äpfeln heute früh verfüttert. Bestimmt 50 Kilogramm. Heute Abend war nichts mehr davon zu sehen.
Ansonsten Mehlwürmer, Heimchen, Rosinen, viel viel Fettfutter…
Auch in den Tiefen des Waldes zwei Futterstellen eingerichtet. Eine für Vögel und eine zweite für Vögel und Rehe.
Zudem diverse Wildkameras aufgestellt, um mal zu schauen, was sich so rumtreibt.
Puhhh…Frühling wäre jetzt schön.
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