Offizieller Projektbeginn wird der März 2017 sein.

News 17.01.2017: Eine ganz tolle Nachricht:
Die Tierschutz-Stiftung Wolfgang Bösche aus Braunschweig fördert unser Insektenschutzprojekt in Melle finanziell. Das freut uns sehr und wir bedanken uns ganz herzlich. Bald geht es los, wir sitzen in den Startlöchern 🙂Tierschutzstiftung Wolfgang Bösche

News 16.01.2017: Auf dem Gelände der Firma „Heidenreich Metallbau GmbH“ wird auf 800 m² eine Blühfläche entstehen. Wir sagen danke 🙂

News 13.01.2017: Sehr schön, auch die Kirchengemeinde Riemsloh-Hoyel stellt eine Fläche (etwa 800 m²) zur Verfügung. 🙂

News 12.01.2017: Die Grundschule Westerhausen hat sich bereit erklärt, mit allen Klassen beim Aussäen des Saatgutes zu helfen. Das wird ein schönes, eigenes Projekt. Wir werden dafür hinter dem Gasthof Hubertus in Westerhausen eine größere Fläche entsprechend vorbereiten, im April wird dann ausgesät. Es ist schön, dass so viele lokale Gruppen und Institutionen mitmachen. 🙂

News 28.12.2016: Auch die BürgerStiftung der Kreissparkasse Melle unterstützt Blumiges-Melle.de mit einem großzügigen Betrag. Das ist eine sehr gute Nachricht 🙂

News 20.12.2016: Ab Januar haben wir eine weitere Fläche angepachtet (in Melle/Oldendorf, in der Nähe der Grundschule) (Bildquelle: Google Earth). Auch hier wird es blumig bunt und ein wichtiger Rückzugsraum für Insekten entsteht.


Das Projekt wird auch durch die Stadt Melle unterstützt, welche zudem eine Förderung ausdrücklich empfiehlt.
Das Projekt wird in der Umsetzung nicht ganz günstig. Wenn Sie möchten: Spenden Sie (siehe Spalte rechts)…Natürlich erhalten Sie dafür auch etwas vom Meller Blühwiesenhonig 2017 :-).
Gerne können Sie uns auch unterstützen, wenn Sie Ihre Online-Einkäufe (z.B. bei Ebay, Deutsche Bahn, Hotelbuchungen, IKEA etc. etc. (über 1500 Online-Shops)) über diese Plattform abwickeln. Es fallen für Sie garantiert keine Mehrkosten an und unser Projekt erhält zwischen 3-6 % der Auftragssumme von dem Verkäufer überwiesen.

Was wollen wir?

Das Ziel ist es, gemeinsam mit anderen Institutionen aus Melle (+Umgebung), Bürgerinnen und Bürgern sowie verschiedenen Stiftungen ein großes Blühwiesenprojekt zu initiieren (im Rahmen von etwa 100.000 m²). Auf unterschiedlichen Flächen soll eine mehrjährige Blühmischung ausgesät werden, welche zusätzliche Nahrung für Honig- und Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten zur Verfügung stellt. Diese Flächen sollen zudem im Herbst nicht gemäht werden; viele Pflanzenstengel stellen wichtige Überwinterungshilfen für die wertvollen Insekten dar. Zudem nisten viele Hummelstämme und Wildbienen im Boden, sodass hier auf eine Bearbeitung mit „schweren Maschinen“ verzichtet wird. Auch ist geplant, im Frühjahr 2017 speziell an den Flächen Bienenstämme aufzustellen, welche dann den „Meller Blühwiesenhonig 2017“ produzieren sollen. Dieser Honig wird an Unterstützerinnen und Unterstützer des Projektes verteilt. Auch „Nicht-Beteiligte“ können gerne davon profitieren und ein Glas erhalten, sofern sie sich bereit erklären, im Folgejahr auch etwas für Insekten zu schaffen.

Zu berücksichtigen ist auch: Viele Insekten stellen eine wichtige Nahrungsgrundlage z.B. für die heimische Vogelwelt dar. Ein stabiler Insektenbestand ist somit auch ein Mosaikstein, für eine stabile Vogelpopulation.

Wie wird das realisiert?

Aktuell sammeln wir Spenden, schreiben Gruppierungen/Vereine/Firmen und auch Stiftungen an und werden auch in einem beträchtlichen Rahmen Eigenkapital einsetzen, um folgendes zu realisieren:

  • Ankauf von Saatgut (möglich wäre z.B. dieses Saatgut, oder aber dieses hier)
  • Bezahlung von Dienstleistungen verschiedener Landwirte (Pflügen des Bodens, um das Saatgut einzusäen)
  • Pachtzahlungen für weitere Flächen
  • Ankauf von Schutzzäunen gegen Tierfraß auf den Blühflächen (nur auf den Flächen, auf welchen aktuell eine Tierhaltung stattfindet)
  • Produktion des Honigs für die Meller Bevölkerung. Hier wird mit dem Meller Imkerverein zusammen gearbeitet.
  • Durchführung einer publikumswirksamen Veranstaltung auf dem Meller Geranienmarkt 2017
  • Verteilung von Informationsmaterialien
  • Aufstellung von etwa 20 Lehr- und Lernschildern (Was ist eine Blühwiese? Warum ist diese wichtig?)
  • Ehrenamtliche Bearbeitung von Flächen, Aussaat und Verteilung des Saatgutes (Die Ausaat des Saatgutes findet an verschiedenen Terminen im Rahmen von Gemeinschaftsaktivitäten statt (z.B. gemeinsam mit Kindergärten, Grundschulen, Selbsthilfegruppen, Vereinen)).
  • Verteilung des Saatgutes an ausgewählten Standorten (in verschiedenen gastronomischen Einrichtungen werden kleine Saatguttütchen für mehrere m² kostenlos verteilt).

Die Gesamtkosten des Projektes werden sich auf einen fünfstelligen Betrag (Euro) belaufen.
Unter Umständen (je nach Einnahmen) ist noch die Erstellung eines projektbegleitenden, umweltpädagogischen Kinderbuches geplant.

Wie können Sie das Projekt unterstützen?

  • Z.B. indem Sie eine Fläche zur Verfügung stellen. Schon 100m² helfen enorm. Wir kümmern uns dann um das Umpflügen des Bodens sowie um die Aussaat des Saatgutes; natürlich alles kostenlos. Und Sie können sich im Sommer über viele fröhlich summende Zeitgenossen freuen; und einige Gläser „Meller Blühwiesenhonig“ gibts gratis dazu 🙂
  • Wir freuen uns auch über aktive Helferinnen und Helfer, welche z.B. bei der Aussaat der Blühwiesen helfen.
  • Das Projekt kostet SEHR VIEL Geld. Auch Finanzspenden sind daher immer willkommen (wir stellen auch gerne eine Spendenbescheinigung aus; diese kann beim Finanzamt geltend gemacht werden).

Wie soll die öffentlichkeitswirksame Veranstaltung aussehen?

Auf dem „Meller Geranienmarkt“ 2017 (20. Mai 2017) werden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung (9.30 Uhr bis 15.00 Uhr) Bürgerinnen und Bürger informiert (auch über Informationsflyer). Zudem erhalten diese in kleinen Tütchen zu etwa 30 Gramm abgepacktes Saatgut, welches in Gärten oder auf Balkonen ausgesät werden kann.
Geplant ist, dass die Verteiler des Saatgutes in auffälligen Bienenkostümen auftreten. Zudem soll im Rahmen einer kommerziellen Dienstleistung eine Musikgruppe (Südamerikanische Musik, Laura & Losangeles; http://www.laura-losangeles.de; siehe dazu auch den Beitrag auf YouTube) in Bienenkostümen das Publikum unterhalten und auf die Wichtigkeit lokaler Blühinseln aufmerksam machen. Das Künstlerduo, welches für das Konzert vorgesehen ist, hat sich bereit erklärt zugunsten des Artenschutzes auf einen Großteil der Gage zu verzichten.

Aktuelle Unterstützer:

Sämtliche unterstützende Institutionen werden auch auf dem Etikett des Meller Blühwiesenhonigs 2017 genannt und erhalten natürlich auch einen Platz auf dem Flyer sowie den Lehr- und Lernschildern, welche auf die wichtige Bedeutung von Blühwiesen aufmerksam machen. Natürlich erhalten alle Unterstützer auch etwas von dem „Meller Blühwiesenhonig 2017“.

Aktuelle Flächen, auf welchen Blühwiesen ausgesät werden

Eine Karte folgt noch…..

Fläche 1) Diese Fläche liegt am Ortsrand von Melle, direkt an der Grenze zu Bissendorf. Die Fläche ist insgesamt 6700² groß und liegt im Meller Bruch, direkt hinter dem „Assmann-Parkplatz“. Hier sollen an den Rändern insgesamt etwa 400 m² bepflanzt werden. Der Rest der Fläche wird temporär beweidet.

Fläche 2) Diese Fläche im Bereich „Westerhausener Straße/Am Wulberg“ (Melle/Westerhausen) ist etwa 2000 m² groß; hier sollen etwa 600 m² bepflanzt werden. Der Rest der Fläche wird permanent beweidet.

Fläche 3) Diese Fläche hinter dem Hotel/Restaurant Hubertus in Melle/Westerhausen liegend, ist etwa 4000 m² groß. Es befindet sich hier ein kleines, privates Gnadenhofprojekt. Hier wird eine Blühwiese auf etwa 800 m² ausgesät. Der Rest der Fläche wird permanent beweidet.

Fläche 4) Das Areal befindet sich in Melle/Oldendorf (Am Denkmal ). Eine Privatperson hat sich bereit erklärt, hier etwa 300 m² für eine Blühwiese zur Verfügung zu stellen.

Fläche 5) Diese Fläche (1000 m²) liegt in Melle Neuenkirchen, direkt neben dem Friedhof und wird von der dortigen Kirchengemeinde (Niedermühlenstraße) zur Verfügung gestellt.

Fläche 6) Diese Fläche (ca. 200 m²) liegt in Melle in der Nähe der Sternwarte und wird vom dortigen Gnadenhofprojekt „Die Geretteten“ zur Verfügung gestellt.

Fläche 7) Diese Fläche liegt in Melle/Oldendorf, in der Nähe der Grundschule. Hier wird eine Blühwiese auf etwa 300 m² ausgesät. Der Rest der Fläche wird permanent beweidet.

Fläche 8) Mehrere Flächen im Umfang von 250 m² in Wellingholzhausen (Straße Orthöfen). Zwei Privatpersonen stellen die Areale zur Verfügung.

Fläche 9) Durch 2 Privatpersonen können 1500 m² in Melle in der Sutmühlenstraße bepflanzt werden.

Fläche 10) Zwei Privatpersonen stellen uns 6000m² in Insingdorf zur Verfügung.

Fläche 11) Auf einer Fläche in Melle/Mitte (Carl-Bösch-Straße) werden sich Bienen und Hummeln über einen Teil eines Privatgartens freuen (Danke an Eike und Cornelia).

Flächen 12,13,14,15)Die Firma „Schröter Immobilien“ aus Melle (http://schroeter-immobilien-melle.de/) stellt 4 Flächen im Umfang von etwa 5000 m² bereit (Oldendorfer Str. 95, Ochsenweg 2b, Spennerstr. 38 (Bruchmühlen, Dörnberger Ring)

Flächen 16)Eine Privatperson stellt 3000 m² in Melle-Düingdorf, Auf dem Wiedebusch, zur Verfügung

Flächen 17)Zwei Personen ermöglichen eine blumige Landschaft in Melle/Mitte, an der Oldendorfer Straße; mehrere Hundert m²

Flächen 18)In Melle Bakum, direkt am Zwickenbach, werden Schmetterlinge und Co. sich auf 2000m² tummeln

Flächen 19)Eine Naturschützerin hat sich dafür stark gemacht, dass im Schulgarten der Grundschule Riemsloh auf 180m² eine Blühwiese angelegt wird.

Flächen 20)Eine weitere Privatperson aus Kerßenbrock an der Küingdorfer Straße stellt 500 m² zur Verfügung.

Flächen 21+22+23)Die Firma Bunny Nature aus Melle (https://bunny-nature.de/) stellt 3 Flächen im Umfang von insgesamt 8000 m² zur Verfügung

Flächen 24)2 Privatpersonen ermöglichen in Klein-Schiplage auf 700 m² ein Insekten-Paradies

Flächen 25)Auch in Melle-Recke wird es blumig. auf etwas 250 m² finden Hummeln und Co. zusätzliche Nahrung

Flächen 26)An der Bruchmühlener Straße 56 werden sich Insekten auf einer Fläche von 1500 m² tummeln.

Flächen 27)Niedermühlenstraße 62a, auch hier wird es blumig und bunt auf 200 m²

Flächen 28)Melle/Oldenorf (Am Kreimerhof), 2000 m² gepachtet

Flächen 29)Die Kirchengemeinde Riemsloh-Hoyel stellt etwa 800 m² am Gemeindehaus zur Verfügung.

Flächen 30)Das Unternehmen Heidenreich Metallbau GmbH (Nordring 17, Melle) stellt 800 m² bereit.

Hintergrundinformationen

Das Ziel des Projektes ist es, in Melle verstärkt Nahrungs- und Überwinterungshilfen für Insekten (Insbesondere Bienen, Wildbienen und Hummeln) zu schaffen. Auch wenn die Honigbienenpopulation (anders als der Wildbienenbestand) dank einer fleißigen Imkerschaft in der Region Melle relativ stabil ist: Die Nahrungssituation der genannten Insekten hat sich in den letzten Jahren jedoch teilweise drastisch verschlechtert – was insbesondere für Wildbienen ein eklatantes Problem darstellt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Insbesondere der Einsatz von Pestiziden und die Förderung von Monokulturen in der Landwirtschaft stellen Ursachen für das Insektensterben dar. Zudem stehen in einer oftmals flurbereinigten Umgebung nur wenige Nahrungsquellen oder Überwinterungshilfen zur Verfügung. Dieses trifft auch auf das Gebiet der Stadt bzw. Gemeinde Melle zu.

Insekten aber genießen eine besondere Position in der Nahrungskette und sind das wesentliche Bestäubungsmedium in der Natur. Ohne Insekten reduziert sich insgesamt die heimische Artenvielfalt und auch das Nahrungsangebot (auch für den Menschen) verschlechtert sich drastisch.

Medial bekannt ist mittlerweile das Bienensterben. In einer von Greenpeace und der Universität Exeter publizierten Studie (2013) wird hervorgehoben, dass sich der Bienenbestand in Mitteleuropa seit 1985 um etwa 25% reduziert hat. Gründe dafür sind der Klimawandel, Parasiten, der Einsatz von Pestiziden (Easac 2015) (Herbizide, Insektizide und Fungizide) und der Mangel an „chemieunbehandelter“ Nahrung.
Etwa 90 Prozent aller Wildpflanzen und etwa 75 Prozent der Kulturpflanzen sind jedoch für ihre Fortpflanzung auf eine Bestäubung durch Tiere angewiesen.

„Zu den bestäubenden Wildorganismen gehören Bienen, viele Schmetterlingsarten, Nachtfalter, Fliegen, Käfer und Wespen, außerdem auch einige Vögel und Säugetiere. Auch für kommerzielle Zwecke gehaltene Bienenarten (in erster Linie die Honigbiene, Apis mellifera) sind wichtige Bestäuber“

(Greenpeace und Universität Exeter 2013, S. 13).

Ohne bestäubende Insekten besteht weniger Farbenvielfalt in der Landschaft und die Menge produzierter Nahrungsmittel sinkt beträchtlich.

„Die Schwierigkeit, Tierbestäubung exakt zu bewerten, ergibt sich aus der Tatsache, dass ihr Beitrag nicht einfach nur in der Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen besteht. Durch eine verbesserte Fruchterzeugung bei Wildpflanzen steigt das Nahrungsangebot für viele Insekten, Vögel, Säugetiere und Fische. Dadurch wird ein direkter Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität geleistet. Durch den gleichzeitigen Beitrag zur Erhaltung der Pflanzenproduktivität und Vegetation werden außerdem verschiedenste Ökosystemdienstleistungen unterstützt, darunter Hochwasser- und Erosionsschutz, Klimaregulierung, Wasserreinigung, Stickstofffixierung und Kohlenstoffbindung“

(Greenpeace und Universität Exeter 2013, S. 19 nehmen Bezug auf Kremen et al. 2007).
Lautenbach et al. (2012) schreiben: „Der aus Bestäubung entstehende Nutzen ist in vielen Teilen der Welt derart hoch, dass Schutzstrategien und Landnutzungsentscheidungen völlig anders aussehen würden, wenn diese Werte Berücksichtigung fänden.“

Auch Melle ist geprägt durch eine intensive Landwirtschaft. Wie in vielen Kommunen in der Bundesrepublik Deutschland wird diese auch hier oftmals in Form von Monokulturen (insbesondere Mais) deutlich. Darüber hinaus werden vielfach Pestizide eingesetzt.
Bekannt sind in Melle einzelne Aktivitäten der Jägerschaft Melle bzw. der Stadt, welche aus diesen Gründen in den vergangenen Jahren bereits Blühstreifen angelegt haben. Wünschenswert und dringend notwendig ist es jedoch, weitere Flächen mit regionalem Saatgut zu bestücken.

Literatur

Easac (Ecosystem Services, Agriculture and Neonicotinoid) 2015: Ecosystem services, agriculture and neonicotinoids. EASAC policy report 26, Halle

Greenpeace Research Laboratories & Universität Exeter (2013). Bye Bye Biene. Das Bienensterben und die Risiken für die Landwirtschaft in Europa. Hamburg

Kremen, C.; Williams, N.; Aizen, M.; Gemmill-Herren, B.; LeBuhn, G.; Minckley, R.; Packer, L.; Potts, S.; Roulston, T.; Steffan-Dewenter, I.; Vazquez D. P.; Winfree, R.; Adams, L.; Crone, E.; Greenleaf, S.; Keith, T.; Klein, A.-M.; Regetz, J.; Ricketts, T. (2007): Pollination and other ecosystem services produced by mobile organisms: a conceptual framework for the effects of land-use change. In: Ecology Letters, 10. S. 299-314

Lautenbach, S.; Seppelt, R.; Liebscher, J. & Dormann, C. F. (2012): Spatial and Temporal Trends of Global Pollination Benefit. In: PLoS ONE, 7