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Allgemein
Blühwiese Nummer 246, Danke an die Firma „Sommer Baustoffe GmbH + Co. KG“
Geschrieben:

Blumiger Landkreis OS + 500 AKA
Blühwiese Nummer 246 ist geschaffen! Auf knapp 1000 m² in Bissendorf in der Nähe des Strothebaches. 😄🐝🦋🌺
Richig gut! Vielen vielen Dank an den Geschäftsführer der Firma „Sommer Baustoffe GmbH + Co. KG“ aus Bissendorf.
Eigenständig hat er die Fläche gefräst. Gemeinsam wurde heute ausgesät.👍
Regionales Saatgut mit etwa 40 Arten.

Es ist immer wieder beeindruckend, wie viele Menschen sich mittlerweile im Einsatz für eine hohe Artenvielfalt beteiligen.
Hier, in diesem Garten, wurde zudem in den vergangenen Jahren sehr viel für eine natürliche Gartengestaltung, für eine Klimaresilienz
und, abseits des Gartens, für eine Energieautarkie durch Erneuerbare Energien getan.
Schon weit vor dem Krieg.
Diese Mentalität brauchen wir, um den Planeten nachhaltig bewohnbar zu gestalten! Vorbildfunktion!
Obstbäume, Kastanien, Birken, Walnuß, Rotahorn und und und sorgen hier für sehr viel Vielfalt.

Und jetzt noch, neben den Bienenstöcken, eine große Blühwiese.

Und warum ist Regio-Blühwiesensaatgut so wichtig?
Viele Menschen versuchen Blühwiesen mit Saatgut „aus dem Baumarkt“ anzulegen. Das ist natürlich auch aller Ehren wert, jedoch ist dieses Saatgut häufig nicht an die regionalen Besonderheiten (Boden, Wetter, Klima) angepasst.
Dazu kommt eine genetische Variabilität, die einen massiven Einfluss auf die Versorgung von Insekten hat.
Sät man z.B. die Schafgarbe, Kornblume, Natternkopf…etc. etc. aus Polen oder Bulgarien hier ein, dann haben diese in der Regel ein Wachstumsfenster, welches nicht an die Bedürfnisse hiesiger Insekten angepasst ist.
Schon innerhalb Deutschlands gibt es massive genetische Unterschiede (die Republik ist in 22 Saatgutzonen unterteilt).

Bedeutet: Wildbienen krabbeln im Frühjahr oder Sommer aus ihren Bauten, Fugen, Nestern, Ritzen und haben Hunger.
Entsprechend ausgesäte Wildblumen blühen aber erst 2,3 Wochen später. Oder verblühen 2-3 Wochen zu früh.
Bedeutet: Nahrungsmangel und Versterben vieler Individuen.
Die Leidtragenden sind dann die Exemplare der heimischen Insektenvielfalt – und alle Folgenutzer.

Hier wurde es heute anders gemacht. Die Regio-Mischung ist optimal an den Landkreis OS angepasst.
Die Blühwiese hat durch die Winterfeuchte eine sehr gute Chance im nächsten Jahr zu wachsen und gedeihen.
Die „Sommer Baustoffe GmbH + Co. KG“ wird in Eigenregie noch eine weitere Blühwiese in Bissendorf anlegen.
Top! Genau richtig! Danke 🙂

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz

Allgemein
Online-Vortrag (per Zoom): Städte und Siedlungen (völlig egal wo in Deutschland) robuster gegen die Klimaerwärmung gestalten! Kann jeder (auch jede Einzelperson!)
Geschrieben:

Städte und Siedlungen (völlig egal wo in Deutschland) robuster gegen die Klimaerwärmung gestalten! Kann jeder (auch jede Einzelperson!) ☺️🦹‍♀️🦹🦋🌳🌳🌳🌳🌞🌞🌞

31.10. 2022, ab 19.00 Uhr: Online-Vortrag (per Zoom):
Anlage von Miyawaki-Wäldern (Tiny forests) – Mini-Wälder für Artenvielfalt und gegen die Klimaerwärmung (gUG Umweltschutz und Lebenshilfe)
Und: Vorstellung der Gruppe „Citizens Forests“ Wir machen Wälder (https://www.citizens-forests.org/)
PLUS: Fragen und Diskussion…

Montag, 31.10., ab 19.00 Uhr (ein weiterer Termin wird im Dezember folgen)

Im Vortrag wird erläutert, was unter Miyawaki-Wäldern (Tiny forests) zu verstehen ist und welchen Nutzen diese für eine
Erhöhung der Artenvielfalt und gegen die Klimaerwärmung insbesondere in Städten/Siedlungsgebieten haben können.

Anschaulich wird präsentiert, wie schlussendlich auch einzelne (!) BürgerInnen/Gruppen/Institutionen solche Kleinwälder schaffen können, worauf es zu achten gilt (z.B. wie findet man die nötige Artenzusammensetzung heraus?), welche Besonderheiten zu berücksichtigen sind. wie teuer so etwas ist und mittels welcher Wege daraus Gemeinschaftsaktionen werden können.

Zielgruppe: Einzelne BürgerInnen, Aktivgruppen, Kommunen, PolitikerInnen, Regionale Handlungszusammenhänge

Online-Vortrag über Zoom für maximal 100 Personen

Bitte meldet Euch hier über eine PN oder über Mail: info@umweltschutz-und-lebenshilfe.de an.
Ihr erhaltet dann nächste Woche den Anmeldelink und die Zugangs-ID.
Die Veranstaltung ist begrenzt für 100 Personen.

Ach ja: Der Vortrag ist kostenlos.
Jedoch würden wir es auf freiwilliger Basis AUSDRÜCKLICH (!) im Nachgang des Vortrages begrüßen, wenn eine Spende
entweder an das Projekt „500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück“
geht,
Spendenlink:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz
(hier werden Spendenbescheinigungen über Betterplace ausgestellt)

oder über Paypal:
info@umweltschutz-und-lebenshilfe.de
(bei Anfrage stellen wir auch hier selbstverständlich eine Spendenbescheinigung aus).

Denn: Durch kostenlose Aktivitäten zahlen sich keinerlei übliche Aktivitäten, die Natur- und Klimaschutzgruppen regelmässig ausüben. 😉

Ob die Vortrags-Spende nun 3 Euro oder 30 Kg Gold beinhaltet ist völlig egal. Der Wille zählt (auch das ist schon eine Anerkennung).
Das Geld fliesst in unser „500 AKA“-Projekt sowie in den Gnadenhof Brödel (http://gnadenhof-broedel.de)

Anbei einige Videos zu bislang angelegten Miyawaki-Wäldern:

https://www.youtube.com/watch?v=KJ0q3Ith0nU

https://www.youtube.com/watch?v=e9WMI9x8ML0

https://www.youtube.com/watch?v=qZDRu5_ijJ0

Und: Den nächsten Miyawaki-Wald (Hier: Im Landkreis Osnabrück, Melle) wollen wir mit über 100 Personen anlegen (26. November).
Danke für die gute Zusammenarbeit insbesondere an Eike Krystosek und Uwe Krystosek .

Anmeldung für den 26.11.:

https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/events/26-11-ab-11-00-uhr-miyawaki-wald-anlage-tiny-forest/

Mit lecker Essen und Trinken und der festen Garantie, den Planeten und die eigene Kommune ein kleines bisschen besser zu machen!

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Blühwiese Nummer 245 ist geschaffen
Geschrieben:

Blühwiese Nummer 245 ist geschaffen 🙂 😃🐛🐸🦋
In Melle/Westerhausen, Eisenbahnstraße nähe Ochsenweg, inmitten einer Siedlung

Vielen lieben Dank an das nette Ehepaar 🙂 Große Klasse, genau richtig!
Auf 150 m² wurde hier heute die „Blühende Landschaft Nord, Spätsommer“ (Regiomischung) ausgesät.
Es ist zwar schon sehr sehr spät im Jahr, jedoch wirkt sich die Klimaerwärmung auch auf die Aussaatzeiten von Wildblumenwiesen aus.

Im Frühjahr neu angelegte Blühwiesen kommen oftmals, aufgrund von Trockenheit und Hitze, nicht mehr so richtig in Schwung.
Es empfiehlt sich die Feuchtigkeit des Winters zu nutzen. Das Saatgut hat dann eine ganz ausgezeichnete Chance zu keimen.

Als wir mit den Blühwiesen im Jahre 2017 begonnen, da galten diese, für Siedlungsgebiete, noch tendenziell als „Schmuddelfaktor“.
Das hat sich ganz massiv geändert über die Jahre.
Mittlerweile hat sich durchgesetzt, dass diese Flächen nicht nur eine (menschliche) Augenweide und ein Magnet für viele Insekten, Vögel, Amphibien sein können, sondern auch, dass Blühwiesen um ein Vielfaches pflegeleichter als ein klassischer Rasen sind.

Und dazu kommt: Blühwiesen mildern Wärmeinseln (Temperaturen) durch ihr hohes Wachstum ab. Selbst im Hochsommer findet man oft sogar noch mittags Frösche und Kröten in solchen Wiesen, die zum Einen von der Feuchtigkeit am Boden profitieren und sich zudem über jede Menge Insektenfutter freuen.
Wildblumenwiesen sind somit auch ein (kleines) Instrument, um Siedlungen klimaresilienter zu gestalten.

P.S. Eigentlich hatten wir uns geschworen, keine Blühwiesen mehr anzulegen (Zeit zu knapp, zu teuer, zu dies, zu das…).
Wenn man jedoch das Leuchten in den Augen der Personen sieht, die sich für eine Blühwiese im eigenen Garten stark machen
und diese Personen zudem noch die gesamten Unkosten für Saatgut und Benzin übernehmen (die Arbeitskraft von hier bleibt weiterhin kostenlos)…dann ist das etwas anderes 🙂 Und wer sich nächstes Jahr fragt, wo all die Schmetterlinge geblieben sind: Ein Großteil könnte hier an der Eisenbahnstraße sein 😁🦋

Blumiger Landkreis Osnabrück geht weiter…
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Vielen lieben Dank an den „Alten Sparclub Westerhausen“ für eine hohe Spende
Geschrieben:

Vielen lieben Dank an den „Alten Sparclub Westerhausen“ für eine hohe Spende 🙂

Wir freuen uns sehr, dass unser Gnadenhof bei einer Auszahlung der verbliebenen Gelder bedacht wurde.
Danke 🙂 Das Geld wird eingesetzt, um unsere Tiere gesund und munter durch den nasskalten Herbst und Winter zu bringen.
Große Freude bei unseren Ponys, Schafen und Ziegen, und allem, was hier „kreucht und fleucht“ :-).
Guttes Futter, medizinische Betreuung, Ausbesserung der Hütten…so kommen wir durch.

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

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Boy George never dies!
Geschrieben:

Heute in den frühen Morgenstunden eine verletzte Taube auf einer unserer Flächen entdeckt.
„Schöner Mist“, denke ich. Die Situation für verletzte Wildvögel ist seit der Zwangsschließung der
Station von Esther Noel eine Katastrophe. Denn jetzt gibt es Niemanden mehr, der sich um das „Rund-um-sorglos-Paket“ kümmert.
Jetzt muss man das für die Erstversortgung selber tun, so gut es eben geht, und natürlich entsprechende Tierärzte konsultieren.

Also laut geseufzt, wütende Flüche über die allgemeine Situation ausgestoßen und in der Mittagspause zu einer unserer Tierärztinnen gefahren.
Die Taube hat eine Fraktur im Flügel und eine entzündete Wunde am Körper. Sie hat nun Spritzen bekommen und braucht 10 Tage absolute Ruhe.
Die Chance auf eine Heilung und eine erfolgreiche Auswilderung sind nicht schlecht. Ich glaube, sie wird es schaffen. ☺️☺️ 🐦

Ihr Name ist „Boy George“ (auf dem Weg zum Tierarzt lief ein Lied von „Culture Club“ und sie steckte ganz neugierig ihren Schnabel aus dem Gitter).
Insgesamt wurde hier nun eine juristisch nicht angreifbare Lösung gefunden und zudem die UNB (Untere Naturschutzbehörde) informiert. Boy George never dies!

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Noch 11 Tage!
Geschrieben:

Noch 11 Tage! Es sind aber noch diverse Plätze frei für die Streuobstwiesenanlage in Bad Essen. ☺️🍐🌳
Das „500 AKA“-Projekt näherst sich der Jahresend-Zielgerade. 965 Personen haben bislang mitgewirkt.
Im November wird die 1000er Grenze geknackt, mit Sicherheit sogar!

Und am Samstag, 29.10., ab 10.00 Uhr. Bad Essen, Lockhausen. Brunkers Kamp 14. kann jeder Mensch Teil von etwas Besonderem werden:
Schaffung einer Streuobstwiese. Anschließend: Mit lecker BIO- und CO2-armen Essen und Trinken:
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/events/samstag-29-10-2022-bad-essen-lockhausen-ab-10-00-uhr-gemeinsame-anlage-einer-streuobstwiese-mit-lecker-essen/

Wäre das nicht toll?: In 20 bis 30 Jahren, wenn sich auf der Streuobstwiese Steinkäuze, Grünfinken und Fledermausfamilien niedergelassen haben, zu sagen:
Ich war dabei! Auch wegen mir hat die Natur dieses schöne Fleckchen Erde besiedelt!
Geht alles 🙂 Gerne anmelden. Auch für Familien mit Kindern geeignet.

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
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Schafe legen Blühwiesen an
Geschrieben:

Nach wie vor ist die Situation der Insekten hochgradig kritisch, um nicht zu sagen: Bedrohlich. Gleichzeitig ist es immer wieder auch ein ziemlicher Kraftakt
mit Fräse & Co. eine Blühwiese herzustellen. ☺️🦋🐝
Also nutzen wir jetzt auf vielen vielen Wiesen die Unterstützung unserer Schafe und Ziegen.

Auf einem Teil der Trittpfade wird immer mal wieder neu ausgesät, um die Blühvielfalt im nächsten Jahr zu erhöhen. Heute Nachmittag diese Taktik angewandt 🙂
Die Tiere treten das Regio-Saatgut in den Boden ein oder transportieren es weiter. So entstehen bunte, farbige und pollenreiche Linien quer durch die Fläche, die jedes Jahr größer werden.

Heute schon an morgen denken 🙂

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck?

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Vorbereitung der Ställe, Häuschen und Unterstände für den Herbst
Geschrieben:

Der Oktober ist noch relativ trocken und warm. Dauert jedoch nicht mehr lange,
dann zieht der nasskalte und trübe Herbst ein.
Heute viel gerödelt um etliche Ställe, Häuschen und Unterstände wind- und wasserdicht zu gestalten.
Und natürlich mit jeder Menge muckeligem Stroh ausgepolstert.

Schweinchen „Speedy“ freut sich immer total und baut dann kleine Gänge und Kuhlen damit.
Und unser „Teacherhuhn“ (Teachy) (sie zeichnet sich durch ein überdurchschnittlich hohes Sozialverhalten aus) betreut mittlerweile sogar schon die Kinder
der Entenmuttis 🙂

Und unsere Enten haben den goldenen Herbsttag mit ausgiebigem BAdeverhalten genossen 🙂

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

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Wertvolles im Boden
Geschrieben:

Durch kulinarische Aktivitäten etwas für den Klimaschutz tun 🙂
Das Gold aus dem lokalen Boden: Kartoffeln!
Zudem: Diamanten aus dem heimischen Ort: Trüffel! 💰💰💰🌳🌳🌳
Trüffelhotspot Landkreis Osnabrück (mit Hochburg in Melle/Westerhausen, tatsächlich beachtliche Reichtümer (im Ernst) befinden sich hier, jedes Jahr neu, im Boden)…

Da sind sie, die Kartoffeln aus lokalem Boden. Danke an die beiden Landwirte Leon Grote und Fabian Grote .
Geerntet auf Westerhausener Boden. Sie sind ein kleines bisschen teurer als Kartoffeln im Handel, aber genau das sollen sie ja auch sein!
Denn: Sie werden ohne Spitzmittel angebaut und am Abend, nach einem langen Tag, kann man ein lokales Produkt direkt aus dem Ort genießen.
Und beim Konsum werden Handelsketten übergangen. Das Geld geht also direkt an die Personen, die das Produkt anbauen.
Das Geld bleibt im Ort und lokale Strukturen werden nachhaltig gefördert.
Und auch so lässt sich etwas für den Klimaschutz tun: Kurze Wege, keine langen Transportstrecken = Ersparnis von CO2 🙂
Wer dort Kartoffeln bestellen möchte (aktuell ist in Planung die Anbaufläche zu vergrössern). Bitte direkt an die beiden Personen wenden und z.B. dort anrufen (01515 9494379). Total unterstützenswert!

Und: Über ein ausgerichtetes Gewinnspiel, gemeinsam mit http://www.teutotrueffel.de/, wurden kürzlich an die GewinnerInnen „Trüffelbäume“ verschickt (also Bäume, deren Wurzeln mit dem Trüffel-Pilz geimpft sind, Stichwort: Mykorrhiza).
2 dieser Bilder haben uns hier erreicht. Sehr schön 🙂

Der Landkreis Osnabrück ist durch das Wiehengebirge sowie den Teutoburger Wald ein absoluter Trüffel-Hotspot. Insbesondere auf kalkhaltigen Böden (in den Karten lilafarben und dunkelrot gefärbt, Quelle: Bodenübersichtskarte Niedersachsen, 1:200.000, Blatt Bielefeld, https://numis.niedersachsen.de/trefferanzeige?cmd=doShowDocument&docuuid=F8CC0013-95B5-4A8B-8273-8F8A30E6F105&plugid=/ingrid-group:iplug-csw-dsc-bgr)
wachsen Trüffel ganz hervorragend. Etwas wissenschaftlicher: Carbonatgesteine, Rendzina- und Pararendzina-Böden.
Tja, und watt soll man sagen: Auch unser Wohnort Melle-Westerhausen ist hier eine Hochburg. Zigtausende Euro (mit Sicherheit im höheren sechsstelligen Bereich) lagern hier, jedes Jahr neu, im Boden. 💰💰💰🌳🌳🌳😃

Im Landkreis ist eine Trüffel-Wildstelle bekannt (10 * 10 Meter, wissenschaftlich betreut), die in den letzten Jahren Trüffel im Wert zwischen 2500 und 4500 Euro (pro Jahr!) produziert hat.
Ein Kilogramm Burgund-Trüffel liegt schon mal zwischen 700 und 1300 Euro auf dem freien Markt.
Und das Besondere (und da freuen sich Klima- und Naturschützer): Der Trüffel wächst in seiner Symbiose nur dann gut, wenn es auch dem
Baum gut geht. Und Trüffelplantagen sind Bereiche sehr hoher Artenvielfalt. Die Bäume wachsen hier nicht in Monokulturen sondern in Multikulturen (z.B. Buchenarten, Eichenarten, Haselnuss).
Es gibt etwa 20 heimische Baumarten, an denen Trüffelsymbiosen festgestellt wurden.

Das Dilemma jedoch: Ohne Sondergenehmigung für wissenschaftliche Zwecke (daran wird hier aktuell gearbeitet, so etwas wollen wir auch) dürfen Trüffel „in der
freien Natur“ zwar gefunden, jedoch nicht „gehoben und mit nach Hause genommen“ werden (es droht nach Bundesnaturschutzgesetz sonst ein Bußgeld wegen einer Ordnungswidrigkeit).
Die gefrorenen Trüffelteile hier auf dem Foto sind Übungsmaterial für das Hundetraining und wurden im Rahmen einer Schulung kürzlich erworben.

Anders sieht es im heimischen Garten oder auf einer „Trüffelplantage“ aus, hier darf gepflanzt und geernet werden. Dauert allerdings etwa 7 Jahre, bis die ersten Trüffel soweit sind.
Einige Personen aus der „Trüffelszene“ sprechen hier dennoch von Goldgräber-Stimmung.
Und interessant dabei: Die Mykorrhiza-Symbiose mit dem Trüffel-Pilz sorgt dafür, dass Bäume mutmaßlich im Rahmen der Klimaerwärmung einen hohen evolutiven Vorteil haben.
Der Trüffel sorgt für eine zusätzliche Wasseraufnahme. Das Trüffelgeflecht kann Längen von mehreren Kilometern aufweisen. Da freut sich auch der Baum.
Und der Magen über den Trüffel-Fruchtkörper, der sich jedes Jahr neu bildet.

Vor dem 2. Weltkrieg war Deutschland übrigens eine Trüffel-Exportnation. Das Wissen wurde durch die Toten des 1. + 2. Weltkrieges jedoch ausgelöscht und gelangt erst jetzt wieder zu neuer Blüte.
Massiv beeinfluss wurde das Ganze auch durch den Nationalsozialismus, der viele jüdische Trüffelhändler und Anbauer ausgelöscht hat.

Die Exkursion im Rahmen des 500 AKA-Projektes (gemeinsam mit teutotrueffel.de) ist schon fast ausgebucht (übrigens kostenlos).
Wer dabei sein möchte (Samstag, 3. Dezember, Raum Stemwede):
Bitte unbedingt mit Mailadresse anmelden (erst dann wird der genaue Standort bekannt gegeben):
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/events/samstag-3-12-2022-ab-14-00-uhr-noerdlicher-landkreis-osnabrueck-naehe-stemwede-exkursion-zu-einer-trueffelplantage/

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Beweidung der neuen 4500 m²-Fläche geglückt. 😃🐑
Geschrieben:

Beweidung der neuen 4500 m²-Fläche geglückt. 😃🐑
Nachdem gestern am späten Abend die ersten beiden Schafe eingezogen sind folgten heute
„Molly“ und „Schafi“.
Molly (Coburger Fuchsschaf, mittlerweile relativ selten) wurde vor einigen Jahren aufgenommen. Die ehemalige Besitzerin war verstorben. Eine Tierfreundin aus dem Raum Hannover brachte sie dann, kurz vor der Schlachtung, zu uns.

Schafi lebt hier seit knapp 1,5 Jahren. Sie hat einen Steineuter und war für eine Zucht nicht geeignet.
In diesem Jahr wäre sie fast „über den Jordan gegangen“. Sie war sehr krank und bereits von Maden befallen.
Eine unserer Tierärztinnen hat sie in einer intensiven Behandlung gerettet. Man sieht auf dem Bild noch sehr gut, dass Ihr „Pöppes“
für eine Behandlung komplett rasiert werden musste. Gut erkennbar auch im Laufe dieses Videos (ab Minute 1:25): : https://www.youtube.com/watch?v=9aNfjKRa-iE

Als heute die Umsiedlung begann, war Molly völlig routiniert.
„Rein ins Auto: Rollende Dorfdisco macht Spaß! Komm schon Schafi“

Drinnen dann haben die beiden Dosenstechen begonnen und die leeren Bierdosen fröhlich aus dem Auto geworfen.
„Spiel mal Queen!“, blöckt Molly „I want to ride my bicycle. Den doofen Ökos zeigen wir mal wie das geht!“

Ich verdrehe die Augen. 🙄
2 Extrarunden durchs Dort gedreht, Mucke auf volle Pulle.
Alle (inklusive mir) gröhlen aus voller Kehle mit.
Dann waren sie bereit, die Beweidung zu beginnen. Einen kleinen AnrainerInnen-Fanclub haben sie auch schon :-).

Schafe sind (anders als Ziegen) hart im Nehmen.
Trotzdem haben sie natürlich einen regen- und winddichten Unterstand bekommen. Schön mit Stroh ausgepolstert. Mineral- und Salzsteine
und eine große Fläche mit vielen Kräutern und Gras.

Damit es weitergeht:
Bitte stimmt hier für uns (Projekt „500 AKA“) ab (dauert keine Minute):
https://taz.de/Panter-Preis-Wahl-2022/!142531/
Denn: Ohne Moos nichts los!

Erklär-Film zum 500 AKA-Projekt: https://www.youtube.com/watch?v=9aNfjKRa-iE

Gnadenhof Brödel
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