Die Vorbereitungen für den Ausbau des Meller Jubiläumsweg beginnen: Jetzt
Flächen gesucht für Natur- und Artenschutzprojekte
Unser Kernthema ist ja der Insektenschutz.
Wir wollen weitere Blühwiesen anlegen (toll fürs menschliche Auge, wertet einen Wanderweg zusätzlich auf. Hier kann man stundenlanng verweilen und den Schmetterlingen und Nahrung suchenden Vögeln zuschauen),
Nisthilfen errichten (Totholzhaufen anlegen, dort legen viele
Wildbienen ihre Eier ab) und Trockensteinmauern schaffen.
Wir suchen nun Flächen, welche direkt an den Wanderweg angrenzen (siehe Karte).
Wichtig dabei: Es müsste sich bitte um sonnige Flächen handeln.
Die Größe ist nicht soooo ausschlaggebend, es können auch Feldstreifen sein etc.
Daq wir nur über geringe Mittel verfügen müssten die Flächen bitte kostenlos sein.
Dafür: Investieren wir kostenlos unsere Arbeitskraft und -Zeit, sorgen dafür dass hochwertiges Saatgut eingesät wird bzw. die Materialien finanziert werden.
Auch werden wir dort gezielt UmweltbildungsTafeln aufstellen.
Im Jahr 2018 hat uns das Artensterben massiv im Griff, und doch beginnen Menschen aufzustehen, gemeinsam zu Handeln,
das „Schicksal“ nicht mehr einfach so hinzunehmen. Ein tolles Projekt bei uns im „Dorf“ zeigt wie es auch gehen kann.
Viele Menschen aus verschiedenen Richtungen haben hier gemeinsam „Großes“ geschaffen.
Heute wurde der „Meller Jubiläumsweg“ eingeweiht. Ein Wanderweg, welche sportliche Aktivitäten (an diversen Punkten können sportliche Übungen geleistet werden)
mit Naturerfahrung und „Orten des Wissens“ kombiniert. Diverse Hinweistafeln machen auf Besonderheiten in der Natur aufmerksam. Und: Das ist erst der Anfang.
Der Weg wird kontinuierlich ausgebaut. Ein (mindestens eins) Feuchtbiotop, Blühwiesen, Schutzhecken, Trockensteinmauern, Totholzbestände für Insekten etc. folgen noch.
Der Wanderweg soll Bewegung an der frischen Luft mit tollen und wichtigen Projekten für den Artenschutz kombinieren,
und gleichzeitig Aspekte der Umweltbildung aufnehmen.
Unser Gnadenhof Brödel / Naturpark Kreimerhof grenzt übrigens genau an diesen Wanderweg an.
Ein besonderer Dank gilt Frank Strötzel und Hendrik Schweer vom TSV Westerhausen-Föckinghausen e.V. Der TSV hat dieses tolle Projekt maßgeblich initiiert und schon viele Hinweistafeln zu Sportübungen,
Naturphänomenen etc. errichtet. Ohne den TSV und sicherlich auch ohne Frank würde es dieses tolle Projekt nicht geben.
So manch ein Bundesligist könnte sich eine Scheibe davon abschneiden. Im Bewusstsein der Unvollständigkeit soll an dieser Stelle auch Eduard Meyer Zu Eißen vom Heimat- und Verschönerungsverein Westerhausen gedankt werden.
Der Heimat- und Verschönerungsverein hat z.B. diverse Sitzbänke (wenn mal die Puste ausgeht…) und auch Schutzhütten errichtet.
Danke auch an die Stadt Melle (z.B. Klaus Lichy, Thomas Täger) für eine aktive Mitwirkung. Hervorgehoben werden sollen auch Ortsbürgermeisterin Karin Kattner-Tschorn und Jutta Dettmann
(Vorsitzende im Ausschuss für Bildung und Sport der Stadt Melle) sowie George Trenkler (Vorsitzender Umweltausschuss Stadt Melle). Viele viele weitere Personen haben mitgewirkt. Danke an Anja Lange-Huber, Lars Albertmelcher, Danke an die Grundschule Westerhausen,
die Grundschule Oldendorf, den Naturpark Gnadenhof Brödel Melle (somit also danke auch an uns selber, wir haben die Wanderkarten erstellt und die „Zahnstocher für Riesen“ gesponsert (siehe Bild) (gern geschehen ;-)).
Danke auch an die Tischlerei Siebert, welche Schutzrahmen für die Wanderkarten baut. Ein Dank gilt zudem der Albert-Schweitzer-KITA und auch dem SV Oldendorf.
Nicht zu vergessen ist selbstverständlich auch der Ortsrat Oldendorf (als „Gesamtes“), welcher hier hervorgehoben werden soll.
Vielen Dank auch an die Waldbesitzer, welche das Projekt unterstützen. Und ein hervorgehobener Dank an die vielen HelferInnen und Helfer, welche bei dem nasskalten Wetter Kuchen und heiße Getränke angeboten haben.
Wenn der TSV etwas macht: Immer top organisiert 🙂
Es war ganz schön was los bei der Einweihung. Trotz Grippe naseschniefend für ne knappe Stunde dabei gewesen. Auch Vertreter des Kreissportbundes,
die stellvertretende Bürgermeisterin von Melle Christina Tiemann und und und… waren dabei (offen gesagt, ich kannte leider nur die Hälfte, daher der Dank im Bewusstsein der Unvollständigkeit).
Auch Schäferhund Mia fand das ganze hoch spannend.
Aufgestellt werden nun in Westerhausen, Föckinghausen, Oberholsten und Oldendorf insgesamt 10 DINA0-Wanderkarten. Diese Karten sind „dynamisch“.
Wann immer ein neues Projekt hinzukommt (z.B. Blühwiese, TrockenholzRefugium für Insekten, Trockensteinmauern, Stochennest, Feuchtbiotop etc. etc.)
so werden diese Karten erweitert. So können die Menschen sehen und erleben, wie sich Ihr eigenes Großbiotop gestalten und ausbauen lässt. Die Verbundenheit der Menschen mit ihren eigenen Projekten herstellen – so kann es gehen.
Und es ist garnicht so schwer. Das Projekt macht Mut und zeigt wie es geht, wenn sich viele Menschen und Gruppierungen zusammentun.
Zwar ist es auch „nur“ ein Baustein, aber auch ein großes Mosaik setzt sich immer aus vielen Einzelteilen zusammen.
Das letzte Wort ist beim Artensterben „noch nicht gesprochen“. Hoffentlich!
Hervorragend!! Weiterhin lokal was bewegen und auf die Beine stellen, wir haben es selber in der Hand (aber das ist ja auch nichts Neues ;-))
Der Betrieb eines Gnadenhofes wird ja gerne etwas romantisch-verklärt dargestellt.
Ein bisschen Füttern, ein bisschen Tätscheln, für alle Tiere ein liebes Wort. Zum Sonnenuntergang auf den Feldern mit den Pferden umherstreifen etc. etc.,
dann gemütlich in den Stall und bei lauem Sommerwind ein Glas Biowein und so…
Naja, Teile davon sind ja auch so, und es gehört definitiv zu den schönsten Nebenbeschäftigungen (im Anschluss an die eigentliche Lohn-Arbeit im Büro),
welche man sich vorstellen kann (finde ich). Es ist ein Genuss mit Tieren zu arbeiten und sich um diese zu kümmern.
Aber (und es gibt immer mal wieder ein „Aber“): Es gehört eben auch dazu, so wie heute, mit Grippe 60 Liter Wasser zu schleppen, zwei mal am Tag,
und im strömenden Regen, bei Sturm und Wind raus und so.
Ein Grippe-Tag interessiert die Eumels herzlich wenig.
Diese trinken bei Kälte deutlich mehr als bei „normalem Wetter“ (klingt ungewöhnlich, ist aber so), also Wasser organisieren.
Damit diese auch fit und gesund bleiben erhalten sie heute einen neuen Mineralstein (rot) mit z.B. Kalzium, Magnesium und Natrium und so.
Bei den Schafen ist es komplizierter. Schafe benötigen eine extra Schafleckschale. Da sind so Sachen drin wie z.B. Zink, Mangan, Kobalt, Selen (sehr wichtig!!) und so…
Und ich gehe gleich zurück ins Bett und trink nen heißen Tee. Mit z.B. Kamille, Wiesenkümmel und Minze (im Sommer auf den Blühwiesen selbst gepflückt), nem Schuss Grog, Zitrone und so.
Kürzlich stand wieder die Kaninchenimpfung an (Teil 1).
Eine Impfung gegen RHD1 und RHD2 (Chinaseuche) ist absolut notwendig (leider), und selbst die gewährt keinen absoluten Schutz.
Termin bei Herrn Weinert (sehr guter Tierarzt aus Melle/Westerhausen) [https://tierarztpraxis-weinert.de/].
Unsere Kaninchen hatten ganz schön klopfende Herzen und erhielten dann auch gleich einen „Rundum-Check“.
Neben der Tierarztpraxis Weinert betreut auch die Tierarztpraxis Stenschke unsere Gnadenhoftiere.
Mit beiden Ärzten haben wir sehr gute Erfahrungen gesammelt.
Unser Kaninchen „Big Mac HeuSchreck“ trug seine Impfauffrischung mit Fassung, als Belohnung gab es danach Haferhalme, die dann auch ruckizucki verputzt wurden.
Seine neue Freundin „Little Princess“ benötigte noch keine erneute Spritze und grinste deswegen wohl so schelmisch aus ihrem Körbchen raus, Glück gehabt 🙂
Da unsere Projekte mittlerweile eine Größenordnung erreicht haben,
die mit den bisherigen Strukturen kaum noch händelbar war, haben wir uns nun neu aufgestellt.
Naturpark Kreimerhof / Gnadenhof Brödel
In Melle Oldendorf (am Kreimerhof)
sind die Chefs/Chefinnen Simone Brockmann, Julia Gommer und Karsten Wachsmuth.
Dieser Ort ist öffentlich zugänglich und unter bestimmten Umständen ist hier auch eine
ehrenamtliche Mitarbeit/Mitgestaltung möglich (bitte bei Interesse z.B. auf dieser Seite per Mail melden).
Gnadenhof Brödel / Blühwiesen-Winterquartier „Am Wulberg“
Dieser Bereich ist eher so „halböffentlich“.
Natürlich kann man aber hier die Tiere auch einmal besuchen (bitte NICHT füttern).
Hier ist Kai der Chef (der Menschenmuffel ;-)).
Eingehende Spenden (z.B. über die Online-Plattformen etc.) gehen zu 50% ins Kreimerhof – und zu 50% ins Wulberg-Projekt.
Heute sehr netten Besuch von Detlev Kröger und Ute Kröger gehabt.
Total nette Menschen, die beiden sind extra aus dem Münsterland gekommen und haben uns eine
Riesenladung erstklassiges Heu gebracht, von der eigenen Alm (Bombecker Alm).
Das riecht vielleicht herrlich, erstklassige Qualität – und dazu noch Äpfel, für die Tiere war es wie Weihnachten.
Die beiden dann einmal durch unseren Chaosgarten geführt (aufgeräumt wird erst, wenn
das Insektensterben besiegt ist, davor rühre ich im Haushalt keinen Finger :-)) und die Gnadenhoffläche am Wulberg gezeigt.
Das sind Augenblicke, die tatsächlich rührend sind. Selbst geerntetes Heu, eine große große Ladung, ganz aus dem Münsterland….Danke 🙂
Deltev gehört zu den Naturschützern „mit Leib und Seele“, vielleicht werden wir noch mal ein Projekt gemeinsam machen, wer weiß?
Noch ca. 2 Wochen, dann haben wir die Abschlussarbeiten geschafft.
Nächstes Wochenende wird noch eine Blühwiese angelegt (es ist sehr spät im Jahr, und dennoch geht es) und ab Dezember ist erstmal finitio.
Dann wird es ruhiger, die Jahresabschlüsse werden erledigt und einige Anträge für das kommende Jahr geschrieben.
Es ist noch lange nicht genug 🙂
Heute etwas „Upcycling“ betrieben. Aus alten Paletten Heuraufen gebastelt.
Heu ist ein sehr teurer „Rohstoff“, da ist es wichtig, dass das Futter nicht auf dem Boden liegt und schlecht wird.
Jetzt bei der Kälte kriegen alle unsere Tiere Heu „ad libitum“ (so viel wie sie wollen, zu jeder Zeit).
Schön ist auch: Die Hühner, die wir vor einigen Wochen aus der Legebatterie-Haltung aufgenommen haben
kriegen neue Federn. Sehen zwar noch ein bisschen aus wie Igel, aber es wird.
Naturschutz EXTREME – Heute Stress (?) mit nem Bullen
Letzte Woche ne Blühwiese gemäht und das Schnittgut im Glauben etwas Gutes zu tun,
auf einer nebenliegenden Weide abgelegt (wird von Galloway-Rindern beweidet). Höre dann, dass es dort besser nicht abgelegt werden soll.
Ok, mea culpa, Sorry… Ich also heute wieder hin um das Zeug dort umzulagern und von der Rinderweide zu entfernen.
Nette Bekanntschaft mit einem 200.000 Kilo-Bullen gemacht 🙂
Naja, wahrscheinlich war der nur neugierig, aber man weiß ja nie….
Ansonsten heute noch ne Blühwiese in Riemsloh abgemäht.
Die Zusammenarbeit mit der Stadt Melle läuft gut. Auf einigen städtischen Arealen haben wir Blühwiesen für Insekten angelegt. Um die Pflege kümmern wir uns ehrenamtlich, das Schnittgut holt
der städtische Bauhof dann ab (sofern es nicht auf unserem Gnadenhof verfüttert oder eine Nisthilfe für Kleintiere wird).
Für eine großflächige Entsorgung ist unser Maschinenpark leider viel zu klein.
In Riemsloh hat die Stiftung für Ornithologie und Naturschutz (SON) ein großes Schalbenhotel angelegt.
Direkt unterhalb dessen blühte in diesem Jahr dann „unsere“ fantastische Blühwiese mit allem PiPaPo.
Eine interessante Zahl: Eine Mehlschwalbenfamilie verspeist während der gesamten Brutzeit etwa 1 Kilogramm Insekten – das sind etwa 250.000 Stück.
In Riemsloh können die Schwalben direkt von ihren Nestern zum Buffet segeln, auch nicht schlecht, aber wir brauchen mehr davon….
Letztlich muss einfach Schluss damit sein zu sagen: „Der Staat sollte mal“, „das Land müsste mal“, „die Kommune hat doch dafür zu sorgen, dass…“
Nein! JedEr Einzelne (ggf. in Kooperation mit Institutionen & Co.) kann ganz ganz viel machen. Ausreden sind: Ausreden (und gelten nicht)…
Der Winter kann kommen. Heute eine große Heulieferung gekauft, welche schonmal bis Ende Januar reicht.
Vielen Dank für eine Spende von Udo Kemenah sowie von Manuela Glaubke und Werner Glaubke. Wir freuen uns total, und die Tiere erst (seht selbst…:-)).
Total klasse. Die Heuteschuppen sind nun fast voll (ca. 80 große Ballen), das dürfte für den Standort am Wulberg auf jeden Fall 10 Wochen ausreichen.
Morgen erhalten wir eine weitere Lieferung…
Wir haben einen guten Heulieferanten, frei von Jakobskreuzkraut und guter Qualität. Durch die hohe Trockenheit ist Heu dieses Jahr etwa doppelt so teuer, wie im letzten Jahr.
Umso dankbarer sind wir über die erhaltenen Spenden, welche das abpuffern 🙂
Manuela, Werner und Udo sind nun auch in der Spenden-Hall-of-Fame verewigt: http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/
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