Zwei tolle Lebensmittelpakete, die Freude machen
Und: Nachdenklichkeit, wegen eines neu entstehenden Schweinestalles (für über 1000 Tiere)
Droht eine ökologische Katastrophe auf lokaler Ebene in Melle/Oldendorf?

Bei Familie Lau (solidarische Landwirtschaft in Melle, siehe dazu:
https://www.solidarische-landwirtschaft.org/solawis-finden/auflistung/solawis/)

….heute wieder tolles Gemüse abgeholt. Große Portionen, man kann sich sogar davon überzeugen, wie diese angebaut werden. Absolut nachhaltig, BIO, regional produziert, gerantiert CO2-arm hergestellt.
Der Anblick lässt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen.
Geht auch beim Elshof in Melle:
https://elshof-melle.com/

Hier wurden die Zeichen der Zeit verstanden. Es handelt sich hier um wegweisende Projekte, deren Modelle
nachhaltig, ökologisch und zukunftsträchtig sind.

Genau so große Freude wie bei uns über die hohe Gemüsevielfalt gab es heute bei unseren Tierchen.
Danke an den nah&frisch Markt Breeck (Melle Gesmold).
Danke an Ulli Breeck und Nathalie Könemann.
So werden nicht mehr verkaufbare Produkte einem sinnvollen Zwecke zugeführt. Total gut, so geht es auch!!
Es werden immer mehr, die sich Gedanken über unseren Planeten machen.
Bei den Kaninchen, Schweinchen, Enten und Co. gab es heute eine große Salatparty 🙂

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Und nicht so schön:

Gleichzeitig sehr nachdenklich wegen eines neu in Melle-Oldendorf entstehenden Schweinestalles für über 1000 Tiere.
Ist das noch zeitgemäß?

Schaut man sich den gestrigen Bericht des Weltklimarates an:
https://www.de-ipcc.de/254.php?

…dann lautet die klare Antwort: Definitiv und ohne wenn und aber Nein!

Die Produktion von Nahrungsmitteln fleischlicher Herkunft sorgt für immense Massen an CO2, Metahn und Lachgas (obwohl es gar kein witziges Gas ist).
Gleichzeitig, wenn man sich den aktuellen Wasserstand des Oldendorfer Mühlenbaches anschaut, wächst durch die entsprechende
Wasswerentnahme die große Gefahr, dass der Bach irgendwann schlichtweg austrocknet – mit katastrophalen Folgen für Flora und Fauna.
Nun wurde an dieser Stelle keine empirische Studie über die Folgen zusätzlicher Wasserentnahmen angestellt.
Wer „1 + 1“ zusammenzählen kann, dem wird klar dass Wasserentnahmen auf lokaler Ebene von mehreren Kubikmetern pro Tag nciht mehr funktionieren können…

Der Landkreis Osnabrück hat in diesem Sommer klar und deutlich gemacht, „dass unbefugte Wasserentnahmen“ drastisch bestraft werden können:
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1816970/landkreis-osnabrueck-verbietet-wasserentnahme-aus-baechen-und-fluessen
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1812009/phase-zwei-des-wassersparens-gilt-weiter-bussgeld-bei-wasserentnahme-droht#comments-jump-to
Zitat: „Wird bei der Trockenheit Wasser aus einem Fließgewässer entnommen, bedroht das Tiere und Pflanzen, die dort leben.“

Wie kann es sein, dass trotz der omnipräsenten Klimaerwärmung einfach „weiter so wie bisher“ gemacht wird?
Von dem schlimmen Tierleid einmal abgesehen (und dieses nur als Randnotiz abzutun wäre fatal).
Eine ökologische Katastrophe auf lokaler Ebene droht (viele Frösche, Libellen,
wasserbenötigende Kleinsäuger, Vögel etc. werden an dieser Stelle beipflichten. Ihnen droht der Verlust ihres Refugiums. Anders formuliert: Viele werden einfach sterben. Die Artenvielfalt sinkt. Noch mehr!!!).

Im Jahre 2019 hat ein solcher Bau schlichtweg keine Berechtigung mehr, noch schlimmer: Eine entsprechende Haltung sorgt für einen immensen gesellschaftlichen Schaden, auf allen Ebenen…

Und gleichzeitg: Landwirte sind einem hohen finanziellen Druck ausgesetzt, das Höfesterben ist ebenfalls und gleichzeitig eine Katastrophe.
Nun „nach der Politik schreien“ (es gibt zweifelsfrei viele PolitikerInnen, die einen guten Job machen“)?
Zu wenig!
Den Stimmzettel (oder das Votum für nachhaltige-ökologische Produltion) können wir an der Ladentheke abgeben.
In dem wir das kaufen, was wir kaufen (oder eben nicht kaufen).

Und gleichzeitig: Wir leben nun einmal in einer Marktwirtschaft. Der Marktwirtschaft war es immer schon immanent, dass jene, welche sich nicht an veränderte Rahmenbedingungen anpassen (z.B. den Klimawandel in diesem speziellen Falle) irgendwann einmal nicht mehr auf dem Markt existieren. Das klingt hart (und ist hart, es ist brutal!), aber es ist eben so….Wenn durch ein „Produkt“ hohe gesellschaftliche Folgeschäden entstehen, dann ist man geneigt zu sagen: „So ist es eben. Hat keine Berechtigung mehr auf dem Markt“. Auch das ist Marktwirtschaft, auch wenn sie weh tut (insbesondere den vielen Arten, welche (vielleicht) kein Wasser mehr im Oldendorfer Mühlenach finden werden….)…

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