Wintersonnenwende und die 12 Rauhnächte

Ein Mystischer Tag! Eine mystische Nacht! 👻👽😲😮🤩
Wintersonnenwende, jetzt beginnen die 12 Rauhnächte (auch Raunächte genannt) – für den Tierschutz nicht ganz unbedeutend
Heute zu diesem besonderen Anlass 12 Hühner freigekauft
Danke an Angela von Brill Fotografin für eine hohe Spende.
Heute ist ein ganz besonderer Tag: Die längste Nacht des Jahres. Danach wird es wird wieder länger hell. Und: Die 12 Rauhnächte beginnen.👻👽😲
Mir persönlich bedeutet dieser Tag / diese Nacht weitaus weitaus weitaus mehr als z.B. Weihnachten. Heute ist eine ganz besondere Nacht.
Über die 12 Rauhnächte (auch Raunächte) gibt es viele viele Geschichten und Mythen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Raunacht

Z.B.: „Die Raunächte sind eine Zeit, die seit der frühen Neuzeit für Geisteraustreibung oder -beschwörung, den Kontakt mit Tieren oder wahrsagerische Praktiken geeignet sein soll.“

Oder auch: „Zur Mitte der Zwölfnächte, nämlich zu Silvester, soll die Wilde Jagd aufbrechen. In dieser Zeit stehe das Geister­reich offen und die Seelen der Verstorbenen sowie die Geister haben Ausgang. Dämonen können Umzüge veranstalten oder mit der Wilden Jagd durch die Lande ziehen.
Bis in die jüngere Zeit war in weiten Teilen Europas der Glaube verbreitet, dass sich zauberkundige Menschen, die einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten, zu dieser Zeit in Werwölfe verwandelten und in dieser Gestalt Mensch und Vieh bedrohten, …“

Oder: „Angeblich sind die Raunächte auch für das Befragen von Orakeln geeignet. Im Silvesterbrauchtum wird dieser Glaube – wenngleich in erster Linie aus Geselligkeit – in Form des Bleigießens oder auch des Wachsgießens bis heute weiter gepflegt.
Der Zwiebelkalender dient der Wetterprognose. Tiere im Stall sollen um Mitternacht mancher Raunächte die menschliche Sprache sprechen und über die Zukunft erzählen – wer die Tiere allerdings sprechen höre, sterbe unmittelbar danach. Mancherorts dürfen sich die Tiere bei einem Hausgeist (als Einbruch der Heidenwelt in die Christfestlichkeiten, aber auch in einer christianisierten Entsprechung) über ihren Herrn beschweren: Hat er sie im letzten Jahr schlecht behandelt, wird er bestraft.“

Am heutigen Abend 12 Hühner von einem Landwirt freigekauft. Diese werden hier nun auf 3 unserer Gnadenhofstationen „urmelalt“ werden können (ansonsten hätten diese im Februar ein Schicksal als Suppenhuhn gehabt).
Für jede Rauhnacht (oder jeden Monat des kommenden Jahres) ein Huhn, das geschützt wird und viel Glück gehabt hat, und dieses auch auf den Gnadenhof „umleiten“ soll (ein bisschen Aberglaube schadet nie).
Gesichert weiß ich jedoch: Um Mitternacht der Rauhnächte werde ich die Ställe nicht betreten. Ich hab noch zu viel vor 😉

Der Landwirt, von dem die Tiere freigekauft wurde, hat sich sehr gut um seine Hühner gekümmert. Sie sind in einem guten Zustand. Er hat sogar eine kleine Führung durch seinen Stall gegeben. Diese Transparenz finde ich gut.
Nachdem die Hühner allerdings für die Eiablage aufgrund ihres Alters nicht mehr so recht geeignet sind, würden diese nun als Fleischprodukt enden. Ich mache dafür Niemandem einen Vorwurf, das System ist dafür „zu komplex“.

Damit die Tiere noch 3 bis 4 Jahre frei und selbstbestimmt leben können jedoch die Tiere heute „freigekauft“ (selbes Konzept wie z.B. von „Rettet das Huhn e.V.“).
Vielen Dank an Angela von Brill, die uns heute eine hohe Spende zukommen lassen hat. Ein Teil des Geldes wurde für den Freikauf verwendet. Ein anderer Teil wird für Artenschutzmaßnahmen im nächsten Jahr eingesetzt.

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck