Unsere politischen Wünsche für den kommunalen Wahlkampf

Dieses Jahr finden Kommunalwahlen statt. 🦔🌻🐿🐾🌞😊😊😊😎😎😎🧐🧐🧐🤓🤓🤓🐾
Hier unsere politischen Wünsche für den kommunalen Wahlkampf….
Natürlich haben auch wir eine politische “Grundhaltung”, die weit weg von (politischer) Neutralität liegt.
Und gleichzeitig gilt:
Gemeckert wird (parteiunabhängig) bei Sachentscheidungen, wenn es unserer Meinung nach etwas zu meckern gilt (bislang war das “in größerem und zeitlich längerem Rahmen” bei 3 Entscheidungen/Positionierungen der Fall:
Ganz massiv (massivst) bei der Gewässerrandstreifenthematik (das war so ziemlich das Krasseste bislang), zudem bei der EU-Agrarentscheidung zur “GAP” im Oktober letzten Jahres (auch ganz schrecklich) und in Bezug auf das jährlich stattfindende Gänse-Traditions-Essen der FDP Osnabrück.
Und applaudiert wird, wenn es unserer Meinung nach etwas zu applaudieren gibt.
Das ist beispielsweise bei der Lösung der Gewässerrandstreifen-Problematik geschehen oder bei dem Förderprojekt “Naturnahes Melle” der Stadt Melle, oder bei politischen Positionierungen gegenSchotter- und Steingärten, oder oder oder….
Unsere zwei Wünsche für den Wahlkampf lauten:
* Finanzielle Unterstützung von vom “Veterinäramt OS-Land” anerkannten und geprüften Gnadenhöfen im Landkreis Osnabrück (bei Vorlage entsprechender Sachkundenachweise nach §11 Tierschutzgesetz durch die Gnadenhofbetreiber). Wünschenswert wäre eine Unterstützung für Futter-, Tierarzt- und Materialkosten.
Denn: Anders als Tierheime erhalten ehrenamtlich betriebene Gnadenhöfe nur in seltenen Fällen/sporadisch Unterstützung aus Steuergeldern.
Gnadenhöfe jedoch leisten einen wichtigen Beitrag für ein hohes Tierwohl und sind für viele Lebewesen die letzte Rettung vor einer ansonsten drohenden Schlachtung oder einer Euthanasie.
Durch ihre Öffentlichkeit und Transparenz tragen sie zudem zur gesellschaftlichen Bildung bei.
* Kostenlose Bereitsstellung (Leihe/Verpachtung) von landkreiseigenen Flächen für Naturschutzgruppen und Umweltverbände aus dem Landkreis Osnabrück (zur Gestaltung von Biotopen und zur Anpflanzung von “Klimaschutzbäumen”).
Denn: Das Hauptproblem von (vielen) ehrenamtlichen Naturschutzgruppen ist der Mangel an Gestaltungsflächen für Biotope.
Ohne Flächen jedoch gibt es keinerlei Möglichkeiten, “Rettungsinseln” in einer (oftmals) artenarmen Kulturlandschaft zu schaffen. Der Mangel an Flächen – so muss ganz klar gesagt werden – hat hier z.B. eindeutig dazu geführt, dass das geplante Klima- und Artenschutzprojekt “500 AKA – 500 Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück” nach wie vor sehr wackelig “auf der Kippe” steht. In welche Richtung es “kippt” wissen wir erst im März. Und wenn es schlecht läuft, dann führt es dazu, dass der Mangel an Flächen dafür verantwortlich ist, dass etwa 70.000 bis 100.000 Euro “verfallen” und eben nicht für den Klima- und Artenschutz in der Region investiert werden.
Anders formuliert: Die Bereitschaft (von Gruppierungen, der Bevölkerung, Vereinen, Schulen, Firmen etc.), in der Regel ehrenamtlich und unbezahlt Arten- und Klimaschutzflächen zu gestalten ist hoch.
Auch der Unterstützungswille von Stiftungen oder Sponsoren, diese Projekte finanziell zu fördern ist durchaus beträchtlich (wir reden hier immerhin über zuweilen 5stellige Unterstützungsangebote für Material- und Pflanzkosten).
Der Mangel an Gestaltungsflächen, als Basis für Arten- und Klimaschutzmaßnahmen, jedoch ist das Maximalproblem…
Damit direkt in Verbindung stehend ist gleichzeitig eine gewichtige “MUSS-Bedingung” von verschiedenen Naturschutz- und Umweltstiftungen. Diverse Stiftungen fördern (durchaus nachvollziehbar) Biotop-Flächen nur dann, wenn diese gesichert für (mindestens) 20 Jahre zur Verfügung stehen. Wer einmal versucht hat Privatbesitzern “20-Jahresflächen” für eine Biotopgestaltung “abzuschwatzen”, der weiss, dass diese Bedingung nur ganz ganz wenige Menschen eingehen.
Ehrenamtlich durch Umweltgruppen gepflegte Biotope leisten einen wertvollen Beitrag in unserer Region für eine lokale bzw. regionale Artenvielfalt. Ohne Flächen: Keine Vielfalt.
Durch eine regelmäßige Pflege haben diese häufig zudem einen höheren naturschutzfachlichen “Wert” als verschiedene Kompensationsflächen, welche zuweilen einmalig geschaffen werden – ohne eine nachhaltige Erhaltung.
gUG Umweltschutz und Lebenshilfe, Melle
http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de
(Betreiber des Gnadenhof Brödel sowie des Insektenschutz-Projektes “Blumiger Landkreis Osnabrück” (http://blumiger-lkos.de))
Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz