Solidarität mit Lützerath

Soeben noch die Lützerath-Manhwache in Melle von „Fridays for Future Melle“ besucht. 😎😀
Ein sehr gutes und sehr richtiges Zeichen wird hier gesetzt.

Zur Demo in der Nähe von Lützerath erwarten die Veranstalter bis zu 55.000 TeilnehmerInnen (die Polizei geht von 10.000 aus).
Und das „Neue“ in der Klimaschutzszene, ja, in der Republik spiegelt sich überall wider.

War es früher vielleicht eher so, dass man sich auf seine „eigenen“ Aktionen konzentriert hat und
sich gedacht hat „Verdammt, es ist so wenig Zeit. Bei den ‚anderen‘ können wir nicht mitmachen…Die Zeit fehlt“,
so ist es jetzt eher so: „Verdammt Axt, die Stunde muss ja wohl drinsitzen um ne gute Aktion zu unterstützen'“.

Der Schulterschluss zwischen den unterschiedlichsten Gruppen ist stark zu spüren. „Die letzte Generation“,
vor einigen Monaten vielleicht noch kritisch beäugt, gehört jetzt und mittlerweile
im Selbstverständnis vieler Akteure fest dazu. Mittlerweile sehe ich das auch so.
FFF, in den Anfangsphasen als reine „Demogruppe“ zuweilen belächelt, wird jetzt mit viel Respekt
und Achtung ob ihrer unterschiedlichen Aktionen wahrgenommen.
Überall spriessen neue AktivistInnen aus dem Boden. Die Facebook-Gruppe von FFF platzt aus allen Nähten,
auch hier trudeln vermehrt Anfragen und Angebote rein.

Offen gesagt: Ich habe einen solchen Wirbel, eine solche Aufbruchstimmung seit der Anti-Atombewegung in den 80/90ern nicht mehr erlebt. Man fühlt sich plötzlich 30 Jahre jünger. Was für ein geiles Gefühl! 😍
Die Veränderung gewinnt an Fahrt, kriegt Anschub und Antrieb!

Tja, und immer noch gibt es einen harten Kern, der versucht in Foren KlimaaktivistInnen zu diskreditieren,
die Thematik runterzuspielen, Nebenschauplätze aufzumachen, an alten, längst untergehenden Mustern sich krampfhaft festzuhalten.
Die Zeit, in denen diese Menschen auf Diskussionsebene mit Samthandschuhen angefasst wurden, sind irgendwie auch passé. Klare Ansagen an diese Leute dominieren zunehmend.
Trotzdem ist eines unerschütterlich klar: Friedlich bleiben muss es!
Und klar ist auch: Wer sich nicht bewegt: Der geht unter!

Im Meller Kreisblatt gibt es bereits einen Artikel zur Mahnwache:
https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/meller-klima-aktivisten-trotzen-dem-wetter-fuer-luetzerath-43939591