Osnabrück hat eine neue Streuobstwiese

Osnabrück hat eine neue Streuobstwiese 😍😍😃🐝🍎🍒🍐
Und: Arbeit an Feuchtbiotop und Blühwiesen innerhalb des Meller Biotopverbundes
Vielen Dank an den Verein per se! e.V. Verein sozialer Dienste (https://per-se-ev.de/) aus Osnabrück. Im Norden von Osnabrück wurde nun innerhalb des 500 AKA-Projektes eine weitere Streuobstwiese geschaffen.
Große Klasse! 😊🐜🐛🦋🐌🐞🐝🦗
Viele viele Tiere werden davon in den nächsten Jahren profitieren. Man sagt, dass von einer gewachsenen Streuobstwiese bis zu 5000 Arten einen Nutzen haben.
Danke auch an Karsten Wachsmuth, der die Arbeit an einem Feuchtbiotop fortgeführt hat. In den nächsten Jahren wird es trockener und trockener werden. Feuchtbiotope werden im Sommer ein lebensnotwendiges (!!) Trinkwasserreservoir darstellen.
Für Vögel, Kleinsäuger, Dammwild (wir haben das hier 2018 und 2019 erlebt, als die Rehe sogar zu den Hühnertränken kamen), Insekten, etc.
Zudem heute in Melle am Wulberg weitere Blühwiesen ausgemagert (Martina Kruppa).
Eigentlich zwar viel zu spät, aber besser spät als nie. Die Blühwiesen wurden ca. Ende Oktober gemäht, das Mahdgut wird jetzt entfernt und dadurch dem Boden Nährstoffe entzogen. Auf einer Fläche von insgesamt 1000 m² heute sicherlich mehrere Hundert Kilogramm Biomasse abgetragen.

Warum ist das wichtig? Bei Blühwiesen gilt: Erst wenn der Boden richtig richtig mager ist, setzt sich die komplette Artenvielfalt durch. Dann können sich sogar Wildblumen, die massiv vom Aussterben bedroht sind, entfalten.

Eine sehr interessante Studie dazu:
https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/allerweltsarten-auf-dem-vormarsch/
Der Feind der Magerarten (Stickstoffe) lauert unter anderem in der Luft. Stickoxide (durch unser aller Verkehrsverhalten) gelangen z.B. durch den Regen in den Boden.
Anders formuliert: Auf einer Wiese, die nicht konstant ausgemagert wird, setzen sich eher “Allerweltsarten” durch. Beinhalten zwar auch Pollen und Nektar, aber viele Insekten sind “Spezialisten”, und oft auf eher selten gewordene Arten angewiesen.
Bei Zusammenharken (eine monotone Arbeit, hilft aber das Bier der gestrigen Silvesternacht auszuschwitzen) argwöhnisch von der “Killerkatze” beobachtet. Unberechenbares Viech. Sogar unser Hund hat panische Angst vor ihr. Ich auch. Man denkt an nichts Böses, da verbeisst sie sich plötzlich in der Wade…Will aber vermutlich nur spielen…
Viele der Blühstreifen neben unseren Schafweiden heute abgeharkt. Auf den Wiesen selber machen das die Schafe. Im Sommer werden 50% der Blühwiesen gemäht oder beweidet (dort entwickelt sich eine neue frische Blühwiese), im Herbst dann meist 90% der Fläche (10% der Stängel bleiben oft für Stängelbrüter stehen).
Auf der Biotop-Verbundskarte Melle sieht das Komplexbiotop nun so aus, wie im Bild im Anhang.
Siehe auch:
https://biotopverbund-melle.de/
https://biotopverbund-melle.de/kataster/

Du hast Lust auch einmal ganz praktisch etwas für die Natur zu tun.
In unserem 500 AKA-Projekt werden kontinuierlich Mitmachtermine eingestellt: 😍😍😍
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/mitmachen/
…viele weitere Termine folgen im Laufe des Jahres…
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/
Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschut