Schriftliche Selbstverpflichtung für den Klima-, Natur- und Artenschutz

Vielen Dank an dieser Stelle an Frank Vornholt. 😊👍🦉🐝🐜

Das gibt es im Vorfeld der Wahlen nicht so oft. In gegenseitiger Abstimmung wurde von Herrn Vornholt eine schriftliche Selbstverpflichtung
für den Klima-, Natur- und Artenschutz verfasst und eine unterschriebene formale Überreichung an die unterschiedlichen Interessenvertreter*innen angekündigt.

Das Schriftstück im Wortlaut:
“Im Vorfeld der Wahl zum Bürgermeister der Stadt Melle möchte ich gegenüber den Interessenvertretern*innen eine schriftliche Selbstverpflichtung
für den Klima-, Natur- und Artenschutz eingehen, um einerseits die Bedeutung des Themas herauszustellen und andererseits meine feste Absicht
zur Umsetzung zu unterstreichen:

Als Bürgermeister der Stadt Melle werde ich noch in den ersten 100 Tagen meiner Amtszeit die Verwaltung beauftragen,
einen Entwurf eines Sofortprogramms für den Klima-, Natur- und Artenschutz vorzulegen, der mit den Interessenvertretern*innen des
Klima-, Natur- und Artenschutzes und der Politik abgestimmt wird.

Eine von mir initiierte “Ständige Kommission Klima-, Natur- und Artenschutz” wird dieses Programm fachlich begleiten. Ein mir wichtiger Bestandteil des Programms ist eine Auflistung von Splitter- und Randflächen auf dem Gebiet der Stadt Melle mit dem Ziel, den Biotopverbund für den Natur- und Artenschutz deutlich zu stärken.

In einem weiteren Schritt beabsichtige ich dem Rat der Stadt Melle ein Budget für diese Flächen vorzuschlagen,
welches für Entschädigungszahlungen, Pacht und Unterhaltung benötigt wird.. Die Umsetzung eines solchen Biotopverbunds
soll unter Beteiligung der Kooperation Lebensraum- und Artenschutz – KLAr Melle erfolgen.

Des Weiteren verpflichte ich mich innerhalb eines Jahres, gemeinsam mit den Interessenvertretern*innen des Klima-, Natur- und Artenschutzes,
sowohl konkrete als auch verbindliche Schutz-Ziele der Stadt Melle bis zum Jahr 2030 zu vereinbaren. Die Zielerreichung wird verbindlich in einem 3 Jahresrhythmus evaluiert.

Gerade im kommunalen Bereich müssen wir den Klima-, Natur- und Artenschutz deutlich schneller als bisher vorantreiben.
Das ist mir ein besonderes Anliegen. Daher werde ich mich auch für die dauerhafte Fortführung und Förderung von KLAr Melle einsetzen.
Es wird auch mein Ziel sein, möglichst viele Meller Unternehmen in diese Initiativen einzubinden und zu einer aktiven Mitwirkung zu motivieren.”

Sehr gut! Insbesondere die Einbindung der KLAr-Akteuere ist ein sehr gutes Vorhaben.
Wo immer wir mit dem 500 AKA-Projekt unterstützen können, so machen wir das gerne.

Poltik ist ein Mittel, mit dem sich sehr viel erreichen und umsetzen lässt.
Hier rattern seit Wochen die “grauen Zellen”, wie sich noch mehr Bürgerinnen und Bürger in solche Aktivitäten einbinden lassen.
Denn schnell wird gemeckert: “Die Politik sollte mal dies, das, jenes…tun. Wofür zahle ich Steuern!”. Sollte sie ja auch. Doch die Herausforderungen sind hypergroß, lassen sich aber dennoch lösen – wenn wir es alle wollen.
Das, was uns zusätzlich noch umtreibt, ist die Frage, wie sich noch mehr Bürger*innen für Aktivitäten motivieren lassen.

Auch in Anlehnung an die interessanten und kreativ-konstruktiven Gespräche mit Herrn Vornholt wird hier von uns vermehrt überlegt,
wie z.B. Mitmachaktionen für den Klima- und Artenschutz mit einem kleinen “Eventcharakter” versehen werden können.
Damit ein hoher Nutzen für die Umwelt entsteht und die Beteiligten noch eine Art “Zusatz-Erlebnis-Faktor” geniessen können.
Im Umwelt- und Artenschutzbereich müssen wir dringend und schnell neue Wege und neue Modelle ausprobieren.
Denn völlig richtig ist: “Gerade im kommunalen Bereich müssen wir den Klima-, Natur- und Artenschutz deutlich schneller als bisher vorantreiben”.
Gesichert werden wir einige dieser “neuen” Modelle schon im Dezember ausprobieren…Z.B. sollen Mitmachaktionen durch Aspekte einer Schatzsuche,
einer (kleinen) Märchenkulisse, eines Festes etc. gestaltet werden. Um flinker voranzukommen werden wir uns alle gemeinsam etwas einfallen lassen.