Von Wahlen, Demonstrationen, Ideen und Ideologien

Von Wahlen, Demonstrationen, Ideen und Ideologien

Noch 7 Tage bis zu einer der wichtigsten Protestveranstaltungen der Vergangenheit und Gegenwart

GLOBALER KLIMASTREIK AM 24. SEPTEMBER – #AlleFürsKlima

Treffpunkte hier in der Region z.B.:
Freitag, 24.9.2021:
Melle: Treffpunkt 15 Uhr am Meller Bahnhof
Osnabrück: 15.00 Uhr, Willi-Brandt-Platz
Bereits zuvor:
Sonntag, 19.9., Marktplatz Melle (15.00 Uhr). Fahrrad-Demo.

Und: Viele Viele Baumpflanzaktionen im November + Dezember im Osnabrücker Land:
Hier anmelden:

Mitmach-Aktionen

Am 24.9. werden Bundesweit Hunderttausende Menschen auf die Straßen gehen, um ein wichtiges Zeichen vor der “Klimawahl” zu setzen.
Die Demonstration richtet sich ausdrücklich an alle Parteien. Es ist wichtig, insgesamt hier Druck zu machen.
Eine Klimaneutralität bis 2045 ist zu langsam, das reicht nicht. Das 1,5 Grad wird bis dahin längst überschritten sein.
Ein Kohleausstieg 2038 verkennt die Dramatik der aktuellen Situation.

Nun, wer welche Partei wählt, das muss selbstredend jedEr selbst entscheiden. Ich persönlich werde am 26.9. mein Kreuz bei den GRÜNEN machen.

Interessant und spannend ist es, mit welcher Verve aktuell diskutiert wird.
Etwas verwunderlich ist es, wenn von konservativer oder wirtschaftliberaler Seite immer wieder der Begriff “Ideologie” (im Negativen gemeint) hervorgehoben wird.
Es gelte “ideologiefrei” zu handeln. Welche Ideologie ist denn eigentlich gemeint? Gar der Kommunismus? Sozialismus? Ideologie des Umwelt- und Klimaschutzes?
Die Ideologie der Weltverbesserung, des Tierschutzes? Freiheit für alle Kaninchen weltweit?! Die Ideologie der Permakultur oder der biodynamischen Selbstversorgung?
Ganz schön schräg zuweilen, was in Bezug auf “Ideologiekritik” und vermeintliche “Ideologien” da geäussert wird… Insbesondere Armin Laschet scheint sich da etwas selbst im Weg zu stehen.
Sind denn nicht in diesem Duktus “Wirtschaftsfreiheit” und (Neo)Liberalismus, Reduzierung von Staatseingriffen
etc. gleichfalls “Ideologien”? Zuweilen wird da scheinbar mit unpassenden Vergleichen gearbeitet.

Unabhängig davon: Eine Ideologie ist nicht per se verkehrt, hat diese doch etwas mit Werten und Zugehörigkeit zu tun.

Erschreckend ist es zuweilen, was in sozialen Medien oder auch der NOZ über das (vorläufige) Scheitern einer sehr guten Idee/eines Förderantrages der GRÜNEN Landrätin
zur Mobilitätswende im Osnabrücker Land zu lesen ist:
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/2423341/mobilitaetswende-im-osnabruecker-land-luftschloss-der-landraetin

Da wird gerne mal die Absage eines 30-Millionen-Euro-Antrages gleichgesetzt mit einer GRÜNEN Inkompetenz, gerne verschwurbelt mit einer “wie-auch-immer-gearteten” Ideologie,
die zum Scheitern verurteilt ist.

Unverständnis von hier: Zählen denn nicht die IDEEN, wie ein Weg aus der Misere zu finden ist? Ist denn nicht einer guten Idee, selbst wenn sie eine Finanzierungsabsage erhält (das ist bei Ideen nun mal manchmal so) Beifall zu spenden?

Umso wichtiger ist es, am 24.9. laute und deutliche Zeichen an die Gesamtheit der Gesellschaft zu setzen. Mehr Klimaschutz jetzt! Auf welche Weise ist dabei (fast) egal, denn das Spiel
befindet sich bereits in der 92 Minute, und es steht 0:1.

Gleichzeitig lassen sich hier und dort auf lokaler Ebene (Bürgermeister-Stichwahlen) zuweilen schon etwas delikate Tendenzen festzustellen.
Auch hier scheint es nicht immer um Ideen zu gehen. Zuweilen manchmal eher um die Frage: “Welche Farbe hat denn die Idee?”. Ist die Idee “blau” dann ist die Idee supermegagut!
Ist die Idee jedoch “türkis”, dann ist dieselbe Idee ganz schrecklich.

Unverständnis von hier: Zählen denn nicht die IDEEN (also die INHALTE), wie ein Weg aus der Misere zu finden ist?

Der “Idee” ist es egal, von welcher Farbe sie entwickelt wird. Eine Idee ist eine Idee ist eine Idee ist eine Idee ist eine Idee ist eine Idee…
Sie ist gut oder weniger aufgrund ihrer Inhalte, niemals aber aufgrund ihrer Herkunft, Gesinnung, Hautfarbe oder Religion.