Höhere Artenvielfalt wird nach einigen Jahren Arbeit auffällig

Freitag Nachmittag, wieder Zeit für aktiven Klima- und Naturschutz “im Feld”☺️🦋

Gemeinsam mit dem jugendlichen Klimaaktivisten, der hier aufgrund eines Regelverstosses seine Sozialstunden ableistet, heute ordentlich malocht.
Der junge Mensch macht seine Sache sehr gut. Heute hat er gelernt, wie man einen Balkenmäher für eine Wiesenmahd bedient.
Hat gut geklappt.👍

Eine Wiese heute ausgemagert, damit diese auch im nächsten Jahr ein absoluter Artenvielfaltshotspot
bleibt. Es wimmelt dort nur so vor unterschiedlichen Grashüpfern und verschiedenen Tagfaltern,
die eine hohe Artenvielfalt auf einem kontinuierlich ausgemagerten Boden sehr zu schätzen wissen.

Zudem heute in Melle am Schürenort gewerkelt. Personenhohe Brennnesseln gemäht sowie einen Blühstreifen
neben einer Beweidungsfläche.
Auch hier wird die Vielfalt von Jahr zu Jahr höher.
Der Blutweidereich, ein Magnet z.B. für den Kohlweißling, wächst hier mittlerweile auf ca. 700 m²!! Vor 4 Jahren waren es vielleicht noch 200 m².
Die temporäre Beweidung der Tiere sorgt hier scheinbar für eine hohe Artenausbreitung.
Und endlich, endlich, endlich, nach 6 Jahren Ausmagerung,
hat sich neben der Beweidungsfläche auch eine signifikant steigende Blütenvielfalt eingefunden.
Z.B. der Hornklee lockt hier Insekten aller Art an.

Anschließend die Tiere versorgt. Großer Jubel über Weidenäste, lecker Körnchen und frisches Trinkwasser.
Die Hühner lieben es zu buddeln, zu scharren…im Schatten zu liegen. Ein kleines Paradies.

Nach 4 Stunden Maloche dieser Art merkt man jedoch auch, was man getan hat.
Doch was sind schon 4 Stunden, wenn man gesichert weiß, dass sowohl schon in diesem Jahr als auch (insbesondere) im Jahre 2023
auf den bearbeiteten Flächen die Artenvielfalt noch weiter zunehmen wird? Genial!
Und mal wieder ein Schuh auseinandergfallen, macht nichts, pro Saison gehen 5 Paar davon drauf…

Eine hohe Artenvielfalt sorgt für stabilere Strukturen, eine erhöhte Resilienz gegenüber den steigenden Temperaturen.
Das alles bringt jedoch nur dann etwas, wenn die Treibhausgas-Emissionen endlich auch signifikant sinken.
Ab Herbst werden wieder Schutzpflanzen eingepflanzt, um weiteres CO2 zu binden und das Mikroklima zu kühlen.

Unbedingt wollen wir erstmals eine über 100-Personen-Mitmachaktion im Landkreis OS veranstalten.
Anlage eine Miyawaki-Waldes für Klima- und Artenschutz:

26.11., Melle-Neuenkirchen:
Zur Anmeldung:
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/events/26-11-ab-11-00-uhr-miyawaki-wald-anlage-tiny-forest/

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz