Die kleinen und die großen Wunder

Die kleinen und die großen Wunder dieser Welt 🙂😊🤩🥳😊

In diesem Jahr ist es endlich so weit. 5 Jahre lang wurden etliche Flächen hier 1-2 mal im Jahr ausgemagert.
Tonnenweise Nährstoffe wurden rausgezogen. Nun sind diese endlich so nährstoffarm, dass etliche Arten nun eine reelle Chance haben.
Ausgesät werden einige Samen der Arnika und der Silberdistel, welche streng geschützt sind. Es gibt wenige Liebhaber hier im Landkreis,
die auf eigenen Flächen kleine Eigenbestände hochgezogen haben (geheimer als geheim). In einer noch geheimeren Geheimaktion wird das Saatgut nun bald hier auf einigen Standorten ausgebracht.

Ja, und andere Standorte wiederum benötigen ganz viele Nährstoffe. Noch im Februar wird mit der Lindenschule Buer ein Miyawaki-Wald angelegt.
Wir nutzen dafür eine Spende der Firma “Redfield Records” (Alexander Schröder).
Heute wurden größere Mengen HK-PÄDs von Uwe Krystosek dafür angeliefert (https://hagemann-krystosek.de). Ein prima Bio-Nährstoffanreicher.
Bei Pflanzaktionen hat dieser den großen Vorteil, dass es keine Berührungsängste damit gibt (anders bei Pferdeäppeln oder Schafskötteln).
Die Päds stinken und schmieren nicht und geben ihre Nährstoffe langsam ab.
Frischer, nicht abgelagerter Pferdemist hingegen würde etliche Bodenorganismen (darunter die teuer eingekaufte Kompostwurm-Armada) durch seinen
hohen Ammoniak-Anteil ins Jenseits befördern. Auf dem Areal der Lindenschule Buer wird zusätzlich abgelagerter Kuhmist eingesetzt.

Da bei Miyawaki-Wäldern bis zu 7 Setzlinge pro m² gepflanzt werden, wird hier ein hoher Nährstoffanteil benötigt. Zudem bei der Firma Nordwurm.de heute
10.000 Kompostwürmer bestellt (100 pro m²). Wichtig ist es, dass Nährstoffe schnell zu Humus verarbeitet werden. So wird zusätzlich
jede Menge CO2 eingelagert und durch eine völlig veränderte Bodenstruktur verhindert, dass Nährstoffe ins Grundwasser ausgewaschen werden.
Miyawaki-Wälder sind sehr teuer. 100 m² = Ca. 2000 Euro. Aber: Jeden Cent wert!

Im März folgt zudem eine größere Miyawaki-Aktion in Melle/Neuenkirchen (Eike Krystosek).
Hier gehts zur Anmeldung:
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/events/12-3-samstag-miyawaki-wald-anlage-in-melle-neuenkirchen/

Ach ja: Ganz ganz viele der Arten, die hier immer wieder angepflanzt werden, können auch von Menschen genutzt werden.
Die Roteiche z.B. (gilt als nicht-heimischer Gewinner der Klima-Krise, wird jedoch auch in Mitteleuropa schon seit etwa 1700 rege angepflanzt).
In Deutschland wächst diese auf etwa 50.000 Hektar mittlerweile.
Aus den Eicheln lässt sich tolles Mehl erstellen.
Aktuell werden diese gerade hier im Ofen auf 180 Grad erhitzt (damit die Schale aufplatzt). Anschließend landen diese 3 Tage in einem Wasserbad (täglich wird das Wasser ausgetauscht),
um die bitteren Gerbsäuren zu entfernen. Dann klein mahlen und z.B. in Verbindung mit Dinkelmehl ein Brot draus backen.
Galt früher als Arme-Leute-Mehl (geht auch mit den klassischen heimischen Eicheln), schmeckt aber trotzdem super und ist eine herrliche Frucht, die in heimischen Wäldern gesammelt werden kann!

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz